Heikas Adventskalender 2018

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  • heika
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    Liebe Headbook-Mitglieder und –Leser,

    auch in diesem Jahr möchte ich wieder einen literarischen Adventskalender anbieten und an jedem Morgen einen kleinen Beitrag einstellen, möglichst bunt gemischt, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Etliche Copyright-Anfragen laufen noch, das dauert zu dieser Jahreszeit immer ein wenig länger, doch für „moderne“ Beiträge sind sie eben unerlässlich.

    Über den Satz von Kurt Tucholsky musste ich schmunzeln. Jede Person wird für sich selber die Frage beantworten, warum er/sie Weihnachten feiert.

    Ich wünsche allen eine wunderschöne und genussvolle Adventszeit! Und viel Mut zum Entstressen! 😉

    Heika

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5817

    1. Dezember 2018

    Die meisten Leute feiern Weihnachten,
    weil die meisten Leute Weihnachten feiern.

    Kurt Tucholsky (1890-1935)

    Anna
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    Schön liebe Heika.

    Ich habe letzten Sonntag von jemandem erzählt bekommen, warum derjenige bzw. die zugehörige Familie Weihnachten feiert.
    Es ist das ganze Ritual, das dort mit dem Essen zusammenhängt, das in verschiedene Teile unterteilt ist.
    Mit der christlichen Geschichte hat es herzlich wenig zu tun.

    Aber jeder wie er mag. 🙂

    LG Anna

    Julia
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    Danke, liebe Heika,

    für die große Freude, die du uns auch in diesem Jahr wieder bereitest.

    Eine frohe und besinnliche Vorfreude auf das Weihnachtsfest wünsch ich dir mit deiner ganzen Familie und allen Headbook-Mitgliedern.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Liebste Heika,

    tausend Dank, dass Du uns auch in diesem Jahr wieder dieses grandiose Geschenk machst. 🙂 Jeder weiß, wie viel Arbeit und Mühe es bedeutet, sich 24 x zu überlegen, was man bringt. Zumal Du ja auch die modernen Autoren immer kontaktieren musst und nicht jedes Mal eine Zustimmung erhältst. Das ist wirklich unglaublich lieb von Dir. 🙂

    Seit meine Oma nicht mehr lebt, gibt es eigentlich keinen religiösen Menschen mehr in unseren Familien. Und trotzdem feiern wir alle mit großer Freude Weihnachten und werden es auch immer tun. Da kann ich Tucholsky aus vollem Herzen zustimmen. Rituale sind etwas Schönes und sie halten zusammen. Wer möchte darauf schon verzichten?

    Auch ich wünsche Euch/uns allen einen schönen 1. Advent und eine hoffentlich nicht so hektische Vorweihnachtszeit.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Ich werde – wenn es Dir recht ist – Deinen Kalender auch auf der Headbook-Seite von Facebook führen. Natürlich mit Quellenangabe „Heika“. 😉

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5817

    zum P.S.: Natürlich kannst du das alles auch in FB stellen, Bettina. Auch gerne ohne Quellenangabe, was mich persönlich betrifft.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28653

    Ja gut, dann nehme ich die Heika wieder weg. 😀

    Dusty
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1027

    Vielen Dank, liebe Heika, dass du dir auch in diesem Jahr wieder so viel Mühe machst/gemacht hast um für uns hier einen Adventskalender reinzustellen.
    Ich freue mich auf die nächsten 23 Tage.
    Ich wünsche dir und allen anderen eine ruhige Adventszeit.

    Liebe Grüße
    Dusty

    heika
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    Beitragsanzahl: 5817

    2.12.2018

    Stern der Weihnacht

    Stern der Sehnsucht, hoch am Himmel,
    leuchte hell durch dunkle Nacht.
    Bringe allen Menschen Hoffnung,
    die dein sanftes Licht bewacht.

    Weck die Hoffnung in den Herzen,
    derer, die vom Hass zerstört,
    dass ein jeder von uns Menschen,
    noch das Lied der Liebe hört.

    Hass und Liebe sind die beiden
    Pole der Unendlichkeit
    und wir Menschen wandern alle
    durch die Zeit zur Ewigkeit.

    Lass uns mit dem Herzen sehen,
    unsern Weg durch Raum und Zeit,
    lass uns nicht verloren gehen
    in der kalten Dunkelheit.

    © Raina Jeschke, 2009

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

    heika
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    3.12.2018

    Weihnachtsgedicht

    Für euch, o Kinder, blüht das Fest der Feste,
    Was bringt’s wohl diesmal? Welch ein Meer von Licht?
    Könnt‘ ihr’s erwarten? Wisst, das Allerbeste,
    Das habt ihr schon. Das ist’s: ihr wisst’s noch nicht.

    Was wir zum Spiel, was wir zum Ernst euch geben,
    Als reine Freude gebt ihr’s uns zurück,
    Das ist das Beste, dass es eurem Leben
    Noch Wahrheit ist, und ungetrübtes Glück.

    Noch goldne Früchte trägt an seinen Zweigen
    Für euch der Tannbaum, der im Wintergraun
    Und einsam steht im Wald mit ernstem Schweigen,
    Auf den die goldnen Sterne niederschaun.

    Ein ganzes Jahr mit vielen, vielen Tagen
    Erglänzt an dieses Tages Widerschein,
    Mög‘ jeder Ernst euch goldne Früchte tragen
    Und jedes Spiel euch lehren, froh zu sein.

    Hermann von Lingg (1820-1905)

    heika
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    4.12.2018

    Oase des Winters

    Weihnachten –
    Oase des Winters.
    Dein Ursprung
    ist die Quelle der Liebe.
    In deinem Lichtkreis
    gedeihen
    edle Tannen der Hoffnung,
    an denen
    die begehrte Frucht
    Frieden
    reift …

    Anita Menger

    Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Autorin
    http://www.meine-festtagsgedichte.de

    heika
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    5.12.2018

    Was könnte wachsen?

    Ich wollte nie mittun,
    wenn sie die Kirschzweige brachen,
    die kahlen Forsythienäste in die Stube holten,
    mitten im kalten Winter,
    die Blüten hervorlockten
    in die trügerische Wärme, viel zu früh,
    zum alsbaldigen Welken verurteilt,
    ohne jemals den Frühling zu sehen.

    Ich nahm das winzige Korn,
    den Samen von Petersilie oder Dill,
    später auch Basilikum,
    steckte ihn vorsichtig in die Erde,
    goss ihn behutsam und beobachtete ihn,
    mitten im kalten Winter, mitten im Advent.

    Ließ ihm Zeit und dachte oft:

    Was schlummert in mir?
    Im Dunkel verborgen?
    Etwas, das ich immer schon tun wollte.
    Etwas, das ich mir nie zugetraut habe.
    Etwas, das noch Zeit braucht,
    um anzukommen, zu wachsen, zu blühen
    und Frucht zu tragen.
    Nur nicht gezwungen,
    nur kein zu früher Frühling.
    Lieber noch etwas warten.

    Advent heißt: Bald ist es Zeit.

    Inge Müller

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

    Beitrag entnommen aus dem Buch „Im Advent die Stille spüren“ von Inge Müller

    Gestern am 4.12. war Barbara-Tag, an dem in manchen Gegenden folgender Brauch praktiziert wird: Wenn an diesem Tag Äste von Blühsträuchern oder Obstbäumen geschnitten und sie ins Warme gestellt werden, können sie an Weihnachten blühen.