Heikas Adventskalender 2018

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  • heika
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    Liebe Headbook-Mitglieder und –Leser,

    auch in diesem Jahr möchte ich wieder einen literarischen Adventskalender anbieten und an jedem Morgen einen kleinen Beitrag einstellen, möglichst bunt gemischt, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Etliche Copyright-Anfragen laufen noch, das dauert zu dieser Jahreszeit immer ein wenig länger, doch für „moderne“ Beiträge sind sie eben unerlässlich.

    Über den Satz von Kurt Tucholsky musste ich schmunzeln. Jede Person wird für sich selber die Frage beantworten, warum er/sie Weihnachten feiert.

    Ich wünsche allen eine wunderschöne und genussvolle Adventszeit! Und viel Mut zum Entstressen! 😉

    Heika

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    1. Dezember 2018

    Die meisten Leute feiern Weihnachten,
    weil die meisten Leute Weihnachten feiern.

    Kurt Tucholsky (1890-1935)

    Anna
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    Beitragsanzahl: 492

    Schön liebe Heika.

    Ich habe letzten Sonntag von jemandem erzählt bekommen, warum derjenige bzw. die zugehörige Familie Weihnachten feiert.
    Es ist das ganze Ritual, das dort mit dem Essen zusammenhängt, das in verschiedene Teile unterteilt ist.
    Mit der christlichen Geschichte hat es herzlich wenig zu tun.

    Aber jeder wie er mag. 🙂

    LG Anna

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Danke, liebe Heika,

    für die große Freude, die du uns auch in diesem Jahr wieder bereitest.

    Eine frohe und besinnliche Vorfreude auf das Weihnachtsfest wünsch ich dir mit deiner ganzen Familie und allen Headbook-Mitgliedern.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebste Heika,

    tausend Dank, dass Du uns auch in diesem Jahr wieder dieses grandiose Geschenk machst. 🙂 Jeder weiß, wie viel Arbeit und Mühe es bedeutet, sich 24 x zu überlegen, was man bringt. Zumal Du ja auch die modernen Autoren immer kontaktieren musst und nicht jedes Mal eine Zustimmung erhältst. Das ist wirklich unglaublich lieb von Dir. 🙂

    Seit meine Oma nicht mehr lebt, gibt es eigentlich keinen religiösen Menschen mehr in unseren Familien. Und trotzdem feiern wir alle mit großer Freude Weihnachten und werden es auch immer tun. Da kann ich Tucholsky aus vollem Herzen zustimmen. Rituale sind etwas Schönes und sie halten zusammen. Wer möchte darauf schon verzichten?

    Auch ich wünsche Euch/uns allen einen schönen 1. Advent und eine hoffentlich nicht so hektische Vorweihnachtszeit.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Ich werde – wenn es Dir recht ist – Deinen Kalender auch auf der Headbook-Seite von Facebook führen. Natürlich mit Quellenangabe „Heika“. 😉

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    zum P.S.: Natürlich kannst du das alles auch in FB stellen, Bettina. Auch gerne ohne Quellenangabe, was mich persönlich betrifft.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Ja gut, dann nehme ich die Heika wieder weg. 😀

    Dusty
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1021

    Vielen Dank, liebe Heika, dass du dir auch in diesem Jahr wieder so viel Mühe machst/gemacht hast um für uns hier einen Adventskalender reinzustellen.
    Ich freue mich auf die nächsten 23 Tage.
    Ich wünsche dir und allen anderen eine ruhige Adventszeit.

    Liebe Grüße
    Dusty

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    2.12.2018

    Stern der Weihnacht

    Stern der Sehnsucht, hoch am Himmel,
    leuchte hell durch dunkle Nacht.
    Bringe allen Menschen Hoffnung,
    die dein sanftes Licht bewacht.

    Weck die Hoffnung in den Herzen,
    derer, die vom Hass zerstört,
    dass ein jeder von uns Menschen,
    noch das Lied der Liebe hört.

    Hass und Liebe sind die beiden
    Pole der Unendlichkeit
    und wir Menschen wandern alle
    durch die Zeit zur Ewigkeit.

    Lass uns mit dem Herzen sehen,
    unsern Weg durch Raum und Zeit,
    lass uns nicht verloren gehen
    in der kalten Dunkelheit.

    © Raina Jeschke, 2009

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    3.12.2018

    Weihnachtsgedicht

    Für euch, o Kinder, blüht das Fest der Feste,
    Was bringt’s wohl diesmal? Welch ein Meer von Licht?
    Könnt‘ ihr’s erwarten? Wisst, das Allerbeste,
    Das habt ihr schon. Das ist’s: ihr wisst’s noch nicht.

    Was wir zum Spiel, was wir zum Ernst euch geben,
    Als reine Freude gebt ihr’s uns zurück,
    Das ist das Beste, dass es eurem Leben
    Noch Wahrheit ist, und ungetrübtes Glück.

    Noch goldne Früchte trägt an seinen Zweigen
    Für euch der Tannbaum, der im Wintergraun
    Und einsam steht im Wald mit ernstem Schweigen,
    Auf den die goldnen Sterne niederschaun.

    Ein ganzes Jahr mit vielen, vielen Tagen
    Erglänzt an dieses Tages Widerschein,
    Mög‘ jeder Ernst euch goldne Früchte tragen
    Und jedes Spiel euch lehren, froh zu sein.

    Hermann von Lingg (1820-1905)

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    4.12.2018

    Oase des Winters

    Weihnachten –
    Oase des Winters.
    Dein Ursprung
    ist die Quelle der Liebe.
    In deinem Lichtkreis
    gedeihen
    edle Tannen der Hoffnung,
    an denen
    die begehrte Frucht
    Frieden
    reift …

    Anita Menger

    Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Autorin
    http://www.meine-festtagsgedichte.de

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    5.12.2018

    Was könnte wachsen?

    Ich wollte nie mittun,
    wenn sie die Kirschzweige brachen,
    die kahlen Forsythienäste in die Stube holten,
    mitten im kalten Winter,
    die Blüten hervorlockten
    in die trügerische Wärme, viel zu früh,
    zum alsbaldigen Welken verurteilt,
    ohne jemals den Frühling zu sehen.

    Ich nahm das winzige Korn,
    den Samen von Petersilie oder Dill,
    später auch Basilikum,
    steckte ihn vorsichtig in die Erde,
    goss ihn behutsam und beobachtete ihn,
    mitten im kalten Winter, mitten im Advent.

    Ließ ihm Zeit und dachte oft:

    Was schlummert in mir?
    Im Dunkel verborgen?
    Etwas, das ich immer schon tun wollte.
    Etwas, das ich mir nie zugetraut habe.
    Etwas, das noch Zeit braucht,
    um anzukommen, zu wachsen, zu blühen
    und Frucht zu tragen.
    Nur nicht gezwungen,
    nur kein zu früher Frühling.
    Lieber noch etwas warten.

    Advent heißt: Bald ist es Zeit.

    Inge Müller

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

    Beitrag entnommen aus dem Buch „Im Advent die Stille spüren“ von Inge Müller

    Gestern am 4.12. war Barbara-Tag, an dem in manchen Gegenden folgender Brauch praktiziert wird: Wenn an diesem Tag Äste von Blühsträuchern oder Obstbäumen geschnitten und sie ins Warme gestellt werden, können sie an Weihnachten blühen.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    ICH habe mir gestern, am Barbaratag, Kirschzweige ins Haus geholt.
    Es sind welche, die im Frühjahr eh dem Baumschnitt zum Opfer gefallen wären.
    Ich bin gespannt, ob sie erblühen.
    Im Winter Kräuter zu säen, ist mir noch nie in den Sinn gekommen.
    Eine ganz neue Perspektive.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 3 Wochen von  alchemilla.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 552

    Was für ein wunderschönes berührendes Gedicht, liebe Heika!

    Es ist ein wohltuendes Bild, geduldig auf das zu warten, was sich zeigt, wenn die Zeit reif ist und wir Menschen bereit sind.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 3 Wochen von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 3 Wochen von  Katrin.
    kris
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 221

    Liebe Heika,

    danke dir für die wunderschönen Gedichte auch wieder in diesem Jahr. Wenn es mir einigermaßen gut geht, freue ich mich darüber, morgens zum Start in den Tag diese lesen zu können.

    Liebe Grüße

    kris

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Was für ein schöner Adventskalender. ☺
    Vielen Dank für deine Mühe.

    Liebe Grüße
    Amei

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    6.12.2018

    Liedtext

    Laßt uns froh und munter sein
    und uns recht von Herzen freun!
    Lustig, lustig, traleralera!
    Bald ist Nik’lausabend da,
    bald ist Nik’lausabend da!

    Bald ist unsere Schule aus,
    dann ziehn wir vergnügt nach Haus.
    Lustig, lustig, …

    Dann stell’ ich den Teller auf,
    Nik’laus legt gewiß was drauf.
    Lustig, lustig, …

    Steht der Teller auf dem Tisch,
    sing’ ich nochmals froh und frisch:
    Lustig, lustig, …

    Wenn ich schlaf’, dann träume ich,
    jetzt bringt Nik’laus was für mich.
    Lustig, lustig, …

    Wenn ich aufgestanden bin,
    lauf’ ich schnell zum Teller hin.
    Lustig, lustig, …

    Nik’laus ist ein guter Mann,
    dem man nicht genug danken kann.
    Lustig, lustig, …

    Text und Melodie stammen vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. Die Verfasser sind unbekannt.

    Das Lied ist dem Nikolaus von Myra gewidmet. Dieser wurde zwischen 270 und 286 in Patara (heutige Türkei) geboren.
    Nach der Überlieferung wurde er im Alter von 19 Jahren zum Priester geweiht und bereits als junger Mann zum neuen Bischof der Gemeinde Myra gewählt.
    Der Kult des Schenkens am 6. Dezember, dem Nikolaustag, geht auf eine Legende zurück, die besagt, dass er nach dem Tod seiner Eltern das geerbte Vermögen an Arme verteilte, unter anderem so, dass er nachts Geldsäckchen durch die Fenster oder in Socken durch den Kamin geworfen haben soll. Sein Handeln war eine aus dem Glauben heraus geborene Hilfe für den bedürftigen Nächsten – weit entfernt von der heutigen Kommerzialisierung dieses Tages.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Heika, ganz herzlichen Dank, ich (nicht nur ich 😉 ) freue mich täglich so sehr darüber. 🙂

    Gerade dieses Lied erinnert mich an die Kindheit und die große Aufregung, die immer mit dem Besuch des Nikolaus verbunden war. Spannend fand ich es auch deshalb, weil Knecht Ruprecht meist mit dabei war. War so ein angenehmes Gruseln … was nicht jeder grünen Politikerin gefällt. 😀

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Liebe Heika,

    auch ich möchte mich dem Dank anschließen. Einfach toll, wie man jeden Morgen von deinen Liedern, Versen und Gedichten aufgeweckt wird.

    Es muss eine enorme Arbeit sein, alles soweit aufzubereiten, dass es dann endlich hier eingestellt werden darf.

    Für mich ist es so jeden Tag ein kleines Stückchen Weihnachten mehr.

    Danke !

    Alles Liebe
    Sternchen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    7.12.2018

    Dezemberregen

    Ein Blick aus dem Fenster:
    Trostloses Grau.
    Fröstelnd wende ich mich ab.
    Die Kälte weicht.
    Im Schein der flackernden Kerzen
    schenkt mir
    mein Weihnachtsengel
    sein warmes Lächeln.

    Anita Menger

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin
    https://meine-festtagsgedichte.de/

    Persönliche Anmerkung: Links auf fremde Seiten sind in Headbook normalerweise nicht erlaubt. Für den literarischen Adventskalender gibt es eine Sondererlaubnis.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 3 Wochen von  heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    8.12.2018

    Eine humorvolle Betrachtung des (vor-)weihnachtlichen Fernsehprogramms einer ebenfalls humorvollen, jungen und sehr romantisch veranlagten Frau:

    Alle Jahre wieder…

    Es gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbraten (gut, nicht bei unserer Familie, bei vielen anderen aber schon), der heiße Kakao (na ja, vielleicht auch nicht bei unserer Familie) die kitschige Dekoration (zumindest ein wenig bei unserer Familie), den Weihnachtsliedern (so lange nicht selbst gesungen immerhin ein wenig bei unserer Familie) und dem Zusammensein als Familie (absolut bei unserer Familie).

    Keine Frage – die Rede ist vom Weihnachtsfernsehprogramm. Sissi (- Franz! – Majestät!), Aschenbrödels Haselnüsse und nicht zuletzt eine schöne Bescherung sorgen für die richtige Vorbereitung auf die … schöne Bescherung.

    Außerdem bemühen sich die öffentlich-rechtlichen Sender mit wechselndem Erfolg, die größten Märchen von den Gebrüdern Grimm und ihren Kollegen zu inszenieren. Zauber, wohin man auch schaut! Der jungen Generation stehen mit Netflix und Amazon Prime zudem auch Welten offen, von denen die ältere Generation nur träumen kann! Und die Auswahl an Weihnachtsfilmen, die mit einem Budget von geschätzt 1000 Dollar produziert wurden, ist groß.

    Gut, die Handlung ist immer dieselbe. Meistens wird ein böser Chef von einer liebevollen Mitarbeiterin zum Guten bekehrt. Diese trägt immer Weihnachtsohrringe (Kugeln oder kleine Schneemänner) und Glitzerlipgloss (denn zu viel Glitzer gibt es nicht!!!) und er ist langfristig ja soooo verzaubert vom Geist der Weihnacht/blind von dem ganzen Glitzer, den sie auf den Lippen hat. Schwer zu unterscheiden… Dazu noch ein familiäres Problem, gegen das der Held kämpfen muss (das sich aber in einem kurzen Gespräch lösen lässt) und voilà: die glitzernde Heldin heiratet den reichen Chef und rettet je nach Plot auch noch seine Firma. Weihnachtsstimmung, wie sie im Buche steht!

    Alle Generationen freuen sich über Klassiker wie den kleinen Lord. Dafür lässt man auch mal allen Verstand außer Acht (welches Kind in der Geschichte aller Kinder hat sich bitte jemals so aufgeführt?) und freut sich, dass statt einer Glitzerfee mal ein kleiner Junge für die nötige Weihnachtsromantik sorgt.

    Das Schöne am Weihnachtsfernsehprogramm ist seine grundsätzliche Vorhersehbarkeit. Nach einem Jahr voller Sorgen und Ängste endlich Kitsch, auf den Verlass ist! Und natürlich mit Garantie (Achtung: Spoiler) für das heißersehnte Happyend. Es ist *schnüff schnüff* einfach jedes Jahr wieder schön, wenn *schniiiiieeef* die wahre Liebe über die Boshaftigkeit der bösen Stiefmutter siegt oder die Grisworlds erkennen *rotzheul*, dass die wahre Bedeutung von Weihnachten in dem Wert der Gemeinschaft und Familie liegt.

    Gut, selbst das Weihnachtsfernsehprogramm hat seine Nachteile. Zunächst einmal ist Sissi – Franz! Majestät! – in den letzten Jahren nahezu aus dem Weihnachtsfernsehprogramm gestrichen worden. Empörend! Wo bleibt da die Verlässlichkeit?

    Zudem ist der Zauber des Weihnachtsfernsehprogrammes nicht allen Menschen gleichermaßen deutlich. Weltweit verlassen Männer augenrollend die Wohnzimmer, während die weiblichen Familienmitglieder, gerüstet mit plüschigen Socken und Plätzchen, gerührt die Handlung auf den Bildschirmen verfolgen.

    Was die Männer in dieser Zeit tun? Man weiß es nicht. Gerüchte besagen, sie schlagen ihren Kopf gegen die Wand. Aber Gerüchten darf man bekanntlich keinen Glauben schenken. Vielleicht spielen sie einfach mit ihrer Technik, die für sie ihren ganz eigenen Weihnachtszauber ausstrahlt.

    Aber eins ist sicher – das Weihnachtsfernsehprogramm bleibt ungeschlagen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 2 Wochen von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 2 Wochen von  heika.
    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Liebe Heika,

    genau so! ?
    Kerzen an und mit Weihnachtskeksen aufs Sofa und dann gibt’s „Der kleine Lord“.
    Dann ist Weihnachten.

    Liebe Grüße
    Amei

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 492

    Liebe Heika,

    bei der Vorstellung der Kopf an die Wand schlagenden Männer, musste ich grad laut rauslachen.

    Danke für deine Mühe.

    LG Anna

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    9.12.2018

    Verschenke, was nur du geben kannst

    Verschenke, was wie Gold für dich ist:
    Eine kleine Spanne deiner kostbaren Zeit.
    Liebe, die dauert.
    Einen weisen Gedanken
    wie einen Schatz aus der Tiefe.

    Verschenke, was wie Weihrauch ist:
    Dein Staunen, deine Bewunderung.
    Demut vor dem Unbegreiflichen.
    Die Gabe, im Kleinsten
    das Größte zu sehen.

    Verschenke, was wie Myrrhe ist:
    Mitleid, Trost und Erbarmen.
    Die Kraft, zusammen
    eine weite Wüste zu durchqueren.
    Den Mut, an das Ziel zu glauben.

    Verschenke das,
    was nur du geben kannst.
    Du wirst bekommen,
    was nur für dich bestimmt ist.

    Inge Müller

    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis der Autorin
    entnommen aus dem Buch „Im Advent die Stille spüren“ von Inge Müller

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    ? Wunderschön und sooo wahr. ?
    Danke, liebe Heika.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    10.12.2018

    Weihnachtslust

    Lieblich wieder durch die Welt
    geht die holde Kunde,
    die den Hirten auf dem Feld
    klang aus Engelsmunde.

    Was den Hirten wurde kund,
    blieb uns unverloren:
    wieder kündet Engelsmund,
    dass uns Christ geboren.

    Welch ein Glanz durchbricht die Nacht
    in des Winters Mitte!
    Welche Freude wird gebracht
    in die ärmste Hütte!

    Winters Nacht und Sorge
    weicht hellen Jubel wieder,
    und der Himmel wieder
    steigt auf die Erde nieder.

    Wenn die goldnen Sterne glüh’n
    in des Himmels Ferne,
    leuchten aus dem Tannengrün
    auch viele goldne Sterne.

    Haus an Haus mit hellem Schein
    flammen auf die Kerzen,
    durch die Augen fällt hinein
    Licht auch in die Herzen.

    Sei willkommen, Weihnachtslust,
    kling empor im Liede!
    Freude wohn in Menschenbrust,
    auf der Erde Friede!

    Johannes Trojan (1837-1915)

    heika
    Teilnehmer
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    11.12.2018

    Warten auf Weihnachten

    Lebkuchenduft.
    Schnee in der Luft.
    Kleine Wünsche und großer Wunsch.
    In blauen Bechern ein Punsch.
    Die Hände sind kalt.
    Weihnachten, komm bald!

    Hanna Ahrens

    aus dem Buch „Dem Stern folgen“ von Hanna Ahrens, Brunnen Verlag Gießen
    Veröffentlichung in Headbook mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Lebkuchenduft. Weihnachtsplätzchenduft. Viele Forenmitglieder sind fleißige Hobbybäckerinnen, so auch unsere Katrin, die sich gleich auf zweierlei Arten kreativ betätigt hat:

    Korn und Nüsse mahle fein,
    Butter, Zucker, Eigelb rein.
    Etwas Liebe noch dazu,
    geknetet wird ein Teig im Nu.
    Häufchen auf das Blech gesetzt,
    fast 180 – grob geschätzt.
    Goldbraun aus dem Ofen raus,
    fertig ist der Gaumenschmaus.

    Katrin

    http://666kb.com/i/dz6diqq2d5v0nzrqw.jpg

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    12.12.2018

    Vorfreude auf Weihnachten

    Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
    Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

    Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
    Dann blüht er Flämmchen.
    Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
    Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –
    Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
    Wird dann doch gütig lächeln.

    Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
    Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
    Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

    Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

    Joachim Ringelnatz (1883-1934)

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Na, dann wünschen wir uns doch alle mal eine unfeindliche und schöne Weihnachtszeit ? ☺

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