Fragen zum Thema Schwerbehinderung

Ansicht von 30 Beiträgen - 61 bis 90 (von insgesamt 239)
  • Autor
    Beiträge
  • heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5817

    Liebe Tanja,

    das tut mir total leid, dass du von deiner Psychologin keine Unterstützung erwarten kannst. Unglaublich! Wenn sie noch nichts davon weiß, dass man wegen Migräne Depressionen bekommen kann, dann muss sie sich halt mal kundig machen und ihren Horizont erweitern!
    Wobei einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagt, dass Schmerzerkrankungen durchaus auf die Psyche schlagen können. Je nach Schwere der Erkrankung und der persönlichen Konstitution mehr oder weniger.

    Lieber Gruß
    Heika

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Tanja,

    die Psychologin reagiert wirklich seltsam. Aber du warst nun nicht ohne Grund bei der Psychologin in Behandlung. Eine pschische Erkrankung ist doch die Voraussetzung für eine Psychotherapie. Dann könnte sie dir doch diese Erkrankung bescheinigen, ob sie nun einen Zusammenhang mit der Migräne sieht oder nicht.
    Bei der Schwerbehinderung muss man ja die verschiedenen Erkrankungen angeben, die man hat, z.B. auch Rücken-Bandscheibe oder andere Krankheiten, die unabhängig von der Migräne bestehen. Vielleicht zählt ja eine psychische Erkrankung ohne Zusammenhang mit der Migräne beim Versorgungsamt sogar mehr als eine psychische Erkrankung im Rahmen der Migräne wie reaktive Depression.
    Natürlich können sich Schmerzerkrankungen negativ auf die Psyche auswirken, das meine ich auch.
    Liebe Tanja, rege dich bitte nicht auf, das bringt ja nichts. Ich habe noch nie gehört, dass man bei einem Widerspruch runtergestuft wurde, das musst du sicherlich nicht befürchten.

    Viel Erfolg, herzliche Grüße
    Ronja

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hallo Tina,

    nur kurz – der GdB kann dir bei einem Widerspruch nicht aberkannt werden, geht also nicht nach hinten los. Das war seinerzeit auch meine Sorge, ist aber unbegründet.

    Lg Semi

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    Achja, Ihr seid spitze, danke weiter für Eure Kommentare!

    Naja, das mit der Psychologin macht mich weniger ärgerlich, sie war wirklich gut damals, mich aus dem Burnout rauszuholen. Ich habe viel gelernt und sie war zu diesem Zeitpunkt das, was ich brauchte.
    Damals habe ich mir weniger um meinen Migränekopf Gedanken gemacht, insofern war das nie ein Thema. Dass ich jetzt, fast 5 Jahre später damit komme und frage, ob es auch ein Aspekt gewesen sein könnte, war vielleicht auch blöd, keine Ahnung. Klar, die jetzige Reaktion war nicht so prickelnd, aber es regt mich nicht auf.
    Denn:
    das Gute an meiner Neurologin ist, dass sie auch Psychologin und Psychotherapeutin ist. Also werde ich bei meinem nächsten Termin am 24.11. das noch mal auf den Tisch bringen und mit ihr intensiver besprechen. Dadurch, dass ich den Antrag damals noch ohne wirkliche Hilfe gestellt habe (dafür ist doch 40° als Ergebnis gar nicht schlecht, oder 🙂 ), hatte ich auch mit ihr nicht wirklich drüber gesprochen, es nur mal erwähnt, dass ich den Antrag in Erwägung ziehe und sie sagte nur, sie würde das unterstützen, hätte aber keine Erfahrung mit Behinderung wg Migräne.
    Daher haben wir das Statement, das sie geschickt hatte, nie gemeinsam besprochen. DAS wird sich ändern.

    Wie erwartet hat sie natürlich nicht vorher Zeit für mich, also werde ich den Widerspruch so formulieren, wie ihr es empfohlen habt und ich bin froh, dass einem das nicht aberkannt werden kann. Werde also nach den Unterlagen fragen, auf denen der Bescheid erstellt wurde und dann den Widerspruch mit dem Nachreichen weiterer Argumente begründen.
    Mal sehen, es bleibt spannend.

    Noch was tolles: habe vorhin den Gleichstellungsantrag per E-Mail geschrieben ans Arbeitsamt, 8 Minuten später klingelte das Handy und die haben nach weiteren Informationen gefragt, die Daten eingegeben und mir versprochen, das an die entsprechende Bearbeitungsstelle sofort weiterzuleiten, welche sich dann angeblich innerhalb der nächsten 2 Tage melden würde. WOW!
    Wusste gar nicht, dass das so schnell gehen kann! Also abwarten, ob das mit den 2 Tagen auch so schön klappt!

    Eine schöne Woche wünscht
    Tanja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28648

    Liebe Tanja,

    läuft ja jetzt alles gut bei Dir! 🙂 Dass auch das Arbeitsamt so schnell reagiert, ist eine erfreuliche Meldung. Hoffentlich klappt nun auch mit Deinem Widerspruch alles gut, dann kannst Du Dich wieder entspannen.

    Wie Semi schon sagt, ist nicht damit zu rechnen, dass Du nach dem Widerspruch runtergestuft wirst. Ganz, ganz theoretisch wäre es schon möglich. Beim Widerspruch werden Dein Antrag und alle Daten erneut geprüft und ganz, ganz theoretisch könnte ein anderer Sachbearbeiter Deine Situation anders beurteilen. Bei der Häufigkeit Deiner Migräne und der Schwere ist das aber fast gänzlich unwahrscheinlich.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Hallo zusammen,

    ich möchte Euch gerne gerne ein paar Fragen zu diesem Thema stellen.
    Ich denke ja schon eine Weile darüber nach einen Antrag zu stellen. Ich habe seit Kindheit Migräne. Seit ca. 5 Jahren mit Aura und einer Attackenanzahl von ca.15 pro Monat. Ich habe schon 2 stationäre Aufenthalte (Kiel/Königstein) hinter mir. Zur Zeit bin ich ja bei einer neuen Prophylaxe da andere nicht angeschlagen haben.
    Ich habe mir ja den Link hier durchgelesen. Wenn ich einen Antrag auf Gelichstellung stelle habe ich den Kündigungsschutz (um den es mir im besonderen geht). Wo genau stelle ich den Antrag beim Arbeitsamt? Rufe ich dort an oder muss ich einen Termin machen?
    Und wie geht es dann weiter? ich bin zur Zeit bei keinem Neurologen in Behandlung da ich vor kurzen die Behandlung dort abgebrochen habe da der Arzt mir bei einem akut Fall eine Infusion verweigert hatte. Es gab nur ein Schreiben an meinen Hausarzt das ich seine Neuraltherapie nicht eingehen wollte und ich an meinem Zustand selber schuld bin (fachlich anders ausgedrückt).

    Gruß Anna

    Cinderella
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 548

    Hallo Anna,
    zu der Sache mit der Arbeit kann ich Dir nichts sagen.Hast Du nach den vielen frustranen Prophylaxeversuchen eigentlich schonmal das Propanolol ausprobiert? Ich nehme das seit November 2010.Ist ja ein Betablocker.Vorher hatte ich einen anderen Betablocker genommen, der mir gar nicht half.Und zwar das Metoprolol(Beloc-Zoc).Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.Meine Anfälle waren immer so stark,dass ich Schweißausbrfüche,Schüttelfrost,Schwindel und extreme Übelkeit und Durchfall hatte.Ich lag manchmal drei Tage am Stück im Bett.
    Heute ist es so,dass ih immer noch so häufig Migräne habe, aber die Anfälle viel milder ausfallen. Das heißt mit dem Suma sind sie innerhalb von 1 Stunde vergessen.Ich hab nie wieder gebrochen und nur leichte Übelkeit. Manchmal muß man halt ausprobieren.
    Noch ein Tip, ein guter Schmerzspezialist vor Ort.Aus welcher Ecke kommst Du?Wieviel Prozent Schwerbehinderung hast Du denn?Weil mit der Schwerbehinderung hättest du so was wie einen Kündigungsschutz…
    Gute Besserung und viel Glück.
    Cinderella

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    Hallo Cinderella,

    ich habe überhaupt keinen Gdb. Ich würde gerne bald einen Antrag stellen wollen. Betablocker habe ich schon (Metoprolol) durch leider keine Chance auf Besserung. Zur Zeit bin ich ja bei der Kombi Trimipramin (seit Mai 2011) und Topi seit 4 Wochen + Magnesium. Nach Kiel ging es mir auch echt besser aber seit 2 1/2 Monaten ist es wie früher. Ich komme aus Hessen und habe mich schon nach einem neuen Schmerarzt umgeschaut. Leider klappt das mit der Terminvergabe erst im Nächstenjahr, so dass ich von meinem Hausarzt weiter betreuut werde. Zu meinem bisherigen Schmerzarzt gehe ich nie wieder.

    Liebe Grüße Anna

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1749

    Liebe Anna,

    dass Du zu dem Arzt nicht mehr willst, hast Du ja schon einmal gepostet.
    Ich kann Dir nur gratulieren. Du passt gut auf Dich auf.

    Und auch sonst finde ich es großartig, dass Du nach dem gestrigen Down jetzt weiter überlegst.
    Du bekommst hier bestimmt Infos. Da Du noch jung bist, muss man das mit der Einstufung aber gut überlegen. Ich weiß nicht, welche Konsequenzen (positive und negative), neben dem Kündigungsschutz, das nach sich zieht.

    Du fragst und „Wo genau stelle ich den Antrag beim Arbeitsamt? Rufe ich dort an oder muss ich einen Termin machen?“

    Ich habe erstmals den Verdacht, dass Du zu wenig initativ wirst oder Dich zu wenig traust. Wenn mir so etwas unklar ist, ruf ich dort einfach anonym (!) an und frage. Das ist ja rasch erledigt.

    Mach Dich schlau – in JEDE Richtung! Ich glaube, Du bist jetzt am richtigen Weg.

    In Anbetracht Deines letzten Postings und Deines schlechten Zustands nochmals die Frage:

    Gibt es zu dem neuen Arzt, der nicht so rasch Zeit hat für Dich, wirklich KEINE Alternative für die nächsten 1-2 Wochen? Keinen Ansprechpartner für Dich?

    Überleg mal? Keine normalen Spitäler mit einer Neurologie? Keinen fähigen Neurologen weit und breit? Zumindest für einen „Nottermin“? Irgendwie will ich das nicht ganz glauben.

    Herzlich, Regenbogen

    Sternenhimmel
    Teilnehmer