Berufsleben und Migräne

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  • Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Marion,

    jetzt bist du sicher schon unterwegs nach Kiel!

    ich freue mich, dass alles so gut gelaufen ist für dich mit deiner neuen Chefin! 🙂
    Ich wäre auch jemand, die in so einer Situation lieber offen wäre mit einer Krankheit!

    Alles Gute für deinen Aufenthalt! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Marion,

    besser kann doch der Start in ein neues Jahr gar nicht mehr sein! 😀 Wie schön, dass alles so gut geklappt hatte und Du jetzt wahrscheinlich schon in der Klinik bist. Alles Gute und einen erfolgreichen Aufenthalt wünsche ich Dir!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Blaue Elise
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo alle zusammen,

    ich bin noch neu in eurer Runde, also seht es mir nach, falls ich mal im falschen Forum lande. Muss mich erst noch ein wenig orientieren. Ich hatte wieder von Freitag bis Montag eine fette Migräne. Bin jeden Morgen mit Kopfschmerzen aufgestanden. Hab dann gleich 5 mg Zolmitriptan und einen starken Espresso genommen. Hat auch soweit ganz gut geholfen. Nur leider am Montag nicht. Da schleppte sich die Mirgäne irgendwie über den ganzen Tag hin bis zum Abend. Da hab ich es schon geahnt, dass das am Dienstag wohl nichts werden wird mit arbeiten. Und genau so war es auch. Bin zwar erst mal auf Arbeit gefahren, hab aber schnell gemerkt, die Schmerzen werden heftiger. Musste dann leider nach Hause fahren. Am Mittwoch hatte ich noch den ganzen Tag so ein Gefühl wie „besoffen“. Da ich einen Bürojob ausübe, ist das mit dem Arbeiten am Computer fast nicht möglich. Einige haben von MCP geschrieben. Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen, welche Wirkung es erzielen soll?
    Mache gerade eine Magnesium-Kur und verzichte auf jegliche Schokolade, was mir sehr schwer fällt. Habe schon wieder Bammel vor dem Wochenende! Mal sehen, was mich diesmal erwartet.

    Beste Grüße!
    Anke

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    Hallo, Anke,
    ich habe den Eindruck, dass du das headbook souverän beherrscht.

    MCP ist ein Medikament, das die Magentätigkeit wieder ankurbelt, die oftmals durch die Migräne schlapp macht. Das hilft dann besonders, die als Tabletten verabreichten Medikamente überhaupt im Körper zu verarbeiten.
    MCP ist in einer Darreichungsform umstritten oder sogar vom Markt genommen. (Ich glaube, es sind die Tropfen)
    Ich nehme statt dessen Domperidon und vertrage es super gut.

    Worin besteht eine „Magnesium-Diät“ ?
    Man muss aufpassen, dass man bei solchen Nahrungsergänzungsmitteln nicht eine Einseitigkeit hervorruft, z.B. in Form von Calcium- oder Kalium-Mangel.
    Warum verzichtest du auf Schokolade? Oftmals wird Schokolade als Migräneauslöser verdächtigt, aber der Schokoladenhunger VOR einer Migräneattacke ist meistens schon Bestandteil dieser Attacke, weil der Körper ein Energiedefizit spürt und nach schnellem Ausgleich lechzt.

    Das sind alles solche Informationen, die man hier im headbook im Laufe der Zeit sammeln kann.
    Vielleicht hast du aber auch ganz andere Erfahrungen.

    Liebe Grüße und alles Gute
    alchemilla

    Blaue Elise
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    hallo alchemilla,

    danke für deine Antwort.
    Na ja eine Diät ist es ja nicht. Hab mich wohl vertan. Meinte eine Kur. D.h. ich nehme täglich eine Brausetablette 400mg Magnesium zu mir. Hatte wohl auch Bettina geschrieben, dass Magnesium „helfen/unterstützen“ soll. Mal probieren.
    Ja, und die Schokolade. Da wird ja auch diskutiert, ob der „übermäßige“ Verzehr von Schokolade als Auslöser einer Migräne in Frage kommt. Es wird ja vielleicht einige von euch Frauen geben, die ein paar Tag vor „den Tagen“ auch diesen enormen Drang nach Süßigkeiten verspürt. Und ich kann da einfach nicht standhaft sein und stopfe mich voll. Aber vielleicht ist es ja auch nur Zufall.

    Ist das Domperidon verschreibungspflichtig? Es stimmt, wenn ich meine Triptane genommen habe, hab ich einige Zeit später das Gefühl, dass mir einer den Hals und den Magen zuschnührt. Da tut etwas essen sogar manchmal weh.

    Liebe Grüße
    Anke

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Anke,

    Magnesium und Vitamin B2 unterstützen gut, haben bei manchen eine ganz tolle Wirkung.

    Ob Schokolade Migräne auslöst oder nicht, wird nur noch von Leuten diskutiert, die keine Ahnung von Migräne und Triggern haben. 😉 Du kannst getrost Alchemilla glauben, dass die Lust auf Schokolade lediglich ein Vorbote der Migräne ist. Die Migräne kommt dann, ob Du Schokolade isst oder nicht. Probiere es einfach mal selbst aus. 🙂

    Zur Wochenendmigräne habe ich Dir im anderen Thread schon geschrieben. Regelmäßigkeit ist hier das Zauberwort.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tinka85
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo an Euch!

    Wer vielleicht schon mal was von mir im Forum “ Muskelschmerzen druch Topiramat“ gelesen hat, hat aquch mitbekommen, dass ich mir Sorgen über meine berufiche Zukunft mache. Und da dachte ich mir, dass ich heir bestimmt richtig bin! 😉
    Kurz zu meiner beruflichen Tätigkeit. Ich bin Krankenschwester und arbeite Vollzeit, also 38,5 Stunden/Woche. Hauptsächlich Spät- und Frühdienst. Nachtdienst sind selten, da wir feste Nachtschwestern haben und man schon auf mich Rücksicht nimmt. Zur Zeit bin ich schon seit längerer Zeit arbeitsunfähig. Es ging einfach nicht mehr. Oft viel ich aus und wenn ich mich zum Dienst schleppte, war ich kaum belastbar. Ich konnte mich nicht konzentrieren etc, was ich auch mit meinem Gewissen, da ich ja mit und für Menschen arbeite, nicht mehr vereinbaren konnte. Zum Glück ist mir noch kein schwerwiegender Fehler passiert. Das liegt aber auch viel daran, dass ich teils super Kollegen habe, die mich unterstützen und mir viel abgenommen haben. Aber das kann ja keine Dauerlösung sein! Andere Kollegen haben auch schon mal geäußert, das es „nervt“. Natürlich kann ich sie auch irgendwo verstehen, denn mein Ausfall fällt ja jedes Mal zu deren Lasten aus. Auf der anderen Seite verletzen einen diese Aussagen natürlich auch, weil man persönlich ja nichts dafür kann. Bei meinem letzten stationären Aufenthalt sagte man mir, dass meine Migräne, sowie mein Spannungskopfschmerz chronisch ist. Wie schon in dem anderem Forum erwähnt, mache ich ab nächste Woche eine Kur. Danach muss ich mich ja dann mal mit meiner beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Vor einer Woche habe ich ein Schreiben meines Arbeitgebers bekommen, wo drin steht, dass dann ein „Rückführungsgespräch“ stattfinden sollte. Wenn ich ehrlich bin, habe ich ganz schön Angst davor. Ich hatte ja schon mal ein Gespräch mit der Pflegedienstleitung, wegen meiner Fehlzeiten, welches ich nicht gerade prickelnd fand. Mein Betriebsarzt sagt, ich soll mir da jetzt noch keine Gedanken machen, sondern erstmal die Kur machen. Aber das ist natürlich so einfach gesagt. Sorgen macht man sich trotzdem. Was jedoch positiv ist, das mir meine Stationsleitung angeboten hat, mich bei diesem Gespräch zu begleiten. Sie weiß auch, dass ich immer mehr dazu tendiere, mich meiner bisherigen Arbeit und v.a. dem Schichtdienst abzuwenden. Sie sagt, nicht nur ich bin meinem Arbeitgeber verpflichtet, sondern dieser hat auch Verpflichtungen mir Gegenüber und das man doch für mich auch eine andere Lösung zur Betätigung finden könnte. Diese Sorgen stressen mich momentan echt sehr! Ich weiß nur, dass ich gerne wieder arbeiten möchte!!!
    Gibt es hier vielleicht auch Krankenschwestern mit dem gleichen Problem? Aber auch mit Nicht-Krankenschwestern würde ich mich gerne austauschen! 😉

    Liebe Grüße
    Tinka

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hi Tinka,

    ich bin keine Krankenschwester 🙂
    Meine Mama ist Kinderkrankenschwester. Sie hat sehr lange in einem privaten Pflegedienst gearbeitet. Vielleicht wäre das für dich eine Alternative. Oft ist der Alltag da etwas ruhiger. Also meine Mutter hat den ganzen Tag 1 Kind gepflegt. Altenpflege oder so, wo man den ganzen Tag von einem zum nächsten fährt, stell ich mir eher schwierig vor. Aber so Dauerpflege hab ich als recht entspannt erlebt *g*. Wobei ich ja nie gearbeitet hab, keine Verantwortung hatte; aber hab halt viel mitbekommen, da der Pflegeort oft bei uns zu Hause war.

    Diese Rückkehrgespräche können auch sehr gewinnbringend für beide Seiten sein.
    Dein Arbeitgeber hat nichts davon, dich unter Druck zu setzen. Er will ja, dass du langfristig wieder einsetzbar bist. Also wird er dir eher entgegenkommen oder versuchen, dir eine Stelle anzubieten, die du trotz Einschränkung gut ausfüllen kannst.

    Ich hatte mal so eine Situation, als ich wegen einer OP mit meiner Migränevorbeugung total durcheinander gekommen war…das hat mich 5 Wochen aus der Bahn geworfen. Da ich dann innerhalb eines Kalenderjahres mehr als 42 Tage krank war (muss nicht am Stück sein) – wurde ich automatisch zu Gesprächen geladen. In meinem Betrieb gibts da Betriebsvereinbarungen…. durfte mir dann einen Ansprechpartner aussuchen…entweder wer vom Betriebsrat, ein Schwerbehindertenvertreter (auch wenn ich selber nicht schwerbehindert bin) oder jemand von der Personalabteilung. Mit dem wurden dann Gespräche geführt, ob man am Arbeitsplatz etwas verändern kann, damit es mir besser geht.

    Naja; ich hab dann den Standort gewechselt, bevor da wirklich was sinnvolles rauskam. Damit hatte sich die Problematik eh erledigt.

    Also geh jetzt erst mal zur Kur und erhole dich!
    Dann geh in dieses Gespräch. Ich würde mir überlegen, wie viel und was ich über die Migräne sage. Vielleicht hast du das Buch vom Dr. Göbel oder guckst dir das Migränewissen der Schmerzklinik Kiel durch. Vieles überfordert Arbeitgeber eher. Mir wäre wichtig klarzustellen, dass es eine eigenständige neurologische Erkrankung ist, dass ich in ärztlicher Behandlung bin und soweit gut klar komme. Dann überleg dir was man am Arbeitsplatz verändern könnte. Vielleicht eine Dauerschicht, damit Regelmäßigkeit rein kommt. Vielleicht ergonomischere Arbeitsplätze (bei uns werden z.b. nur noch höhenverstellbare Schreibtische angeschafft – k.a. inwiefern sowas im Krankenhaus umsetzbar ist…teilweise übernimmt die Rentenversicherung die Anschaffung von ergonimoschen Stühlen etc.).

    Aber mach dir nicht zu viele Gedanken.
    🙂

    Grüßle Daniela

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Tinka,

    Du hast die Stationsleitung auf Deiner Seite und wer weiß, was sich noch für Dich finden lässt mit ihrer Unterstützung. Mach Dir nicht zu viele Sorgen, denn Sorgen machen krank und machen Schmerzen. Beides brauchst Du nicht. 🙂

    Schöpfe neue Kraft in der Kur, vielleicht wird danach alles viel viel besser – auch im Betrieb.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tinka85
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Huhu!

    Wie sagt mein Betriebsarzt so schön? “ Machen sie mal nicht Schritt 3 vor Schritt 2!“ Also wie ihr schon sagt, erst in der Kur Kraft sammeln und dann das Thema Arbeit angehen.

    Liebe Grüße
    Tinka

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Recht hat er !!! 😀

    Änni99
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo,
    ich habe jetzt seit bald einem halben Jahr die Diagnose Migräne und seit 9 Jahren Problemen damit. Allersings wurden die Probleme immer schlimmer bis ich endlich mal zum Arzt bin und sich vom Verdacht auf Hirntumor und MS endlich „nur“ Migräne in seltener schchwerer Form diagnostiziert wurde(so viel zur Vorgeschichte).

    Ich hab mich damit abgefunden das niemand auf der Arbeit für mich Verständnis hat (selbst Kolleginnen die selbst unter Migräne leiden aber an einer milderen Form). Aber heute ist mir entgültig der Kragen geplatzt.

    Ich bin jetzt seit 6 Wochen krankgeschrieben und die Kollegen haben doch nichts besseres zu tun als sich darüber lustig zu machen das ich Migräne habe und das man nicht einen Monat lang Migräne haben kann. Dabei habe ich niemanden gesagt weswegen ich krank geschrieben bin!

    Ich frage mich einfach warum sowas passiert und das dieses Verhalten vielleicht auch nicht der Genesung des erkrankten beiträgt. Damit haben die doch überhaupt nichts gewonnen.

    Nicht jede Erkrankung ist gleich, auch wenn sie den gleichen Namen trägt….so das musste einfach mal raus.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Hallo Änni,

    herzlich willkommen hier im Forum. Migräne ist immer noch eine Erkrankung, die in der Gesellschaft nicht wirklich in seiner Komplexität und Umfang bekannt ist.

    Oft wird lediglich Kopfschmerz damit verbunden. Die wenigsten wissen, was für ein Ausmaß die Migräne einnehmen kann.

    Im Job bekommen das viele, wie auch du zu spüren.

    Das einzige was hilft ist Aufklärung und sachliche Information. In einem schlechten Betriebsklima wird das nur ganz schwer gelingen.

    Bei schwerer Migräne könntest du überlegen, ob du eine Schwerbehinderung beantragen möchtest.

    Sprich einmal mit deinem Arzt darüber.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Willkommen liebe Änni. 🙂

    Leider sieht man die Migräne nicht, man leidet still und ungesehen von anderen vor sich hin. Das macht es auch für andere so schwer, die Krankheit als solche zu sehen. Hier hilft wirklich nur Aufklärung und auch mal ein offenes Gespräch mit den Kollegen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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