Neuer Job

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  • venus
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 78

    Ich arbeite zur Zeit 8 Std/Woche und 1x die Woche ehrenamtlich. Seit vielen Jahren habe ich Migräne. Mal kommt die Migi alle Woche, mal alle zwei Wochen. Triptane helfen ganz gut.
    Ab und zu halte ich einen Anfall aus.

    Das ganze kann ich mit einer Arbeitszeit gut vereinbaren. Auch wenn ich mal Schmerzen haben sollte, kann ich schon irgendwie meine Stunden arbeiten (sind dann ja nur 4 Stunden am Stück) und dann ist wieder ein oder zwei tage Pause.

    Jetzt habe ich eine Stellenanzeige gelesen, die mich sehr interessieren würde. Es wären 20 Std. die Woche mit Öffnungszeiten des Büros, d.h. Anwesenheitspflicht, weil Parteiverkehr.

    Das Tätigkeitsfeld interessiert mich sehr. Doch habe ich Bedenken, wie ich das Ga nze mit meiner Migräne händeln soll, vor allem sollte sie schlechter werden. ich habe dann ja keine Ruhezeiten mehr.

    Ich bin hin und her gerissen, was ich tun soll. Soll ich mir den streß antun? Vom finanziellen her muss ich es nicht unbedingt tun. Mein Mann verdient genügend. Nur sollte mein Sohn in eine andere Stadt zum Studieren gehen, wird es etwas knapper werden.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28456

    Liebe Venus,

    diese Frage ist sehr schwer zu beantworten und es ist Dir auch kaum zu raten. Bist Du mit Deiner jetzigen Situation zufrieden? Bist Du auch intellektuell ausgelastet? Das Geld reicht ja bei Euch, wie Du schreibst und ich denke, wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich vielleicht lieber beim Bewährten bleiben. Du bist einerseits im Arbeitsleben integriert, hast andererseits durch die viele Freizeit eine höhere Lebensqualität. Hast Du Migränetage, kannst Du sie auch gut organisieren.

    Vielleicht machst Du Dir eine Liste, in welcher Du Deine jetzige und die Situation vergleichst, die Du hättest durch den anderen Job. Was meint Dein Mann dazu?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Venus,

    für mich ist auch eine wesentliche Frage, wie zufrieden Du jetzt bist mit Deiner beruflichen Situation. Auch eine Frage des Alters vielleicht, was Du beruflich noch erreichen möchtest in Deinem Leben.

    Ich bin kaum berufstätig und wenn , dann von zu Hause und ich bin immer wieder dankbar, meine Zeit so frei gestalten zu können, eben auch entsprechend meiner Migräne. Eine Tätigkeit mit Anwesenheitspflicht wäre für mich überhaupt nicht vorstellbar. Viele müssen das natürlich und kommen dann auch klar damit.

    Du kannst Dich aber ja auf jeden Fall bewerben und in diesem ganzen Prozeß wirst Du sicher auch Tendenzen entwickeln, was Dir nun besser zusagt.

    Viel Glück!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    venus
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 78

    Na ja, mir gefällt die jetzige Arbeit sehr gut. Doch merke ich, wenn ich im Büro bin, gehts mir einfach besser, als nur Zuhause. Die Stelle, die mich interessiert ist von den Aufgaben so ähnlich. Es sind allerdings noch Fragen offen, die mich interessieren würden.
    In meiner jetzigen Stelle kann ich leider nicht mehr Stunden arbeiten, sonst würde ich es sofort tun. Denn besser kann ich es gar nicht bekommen: Die Arbeit ist am Ort, ich kann den Arbeitstag wenn notwendig tauschen, weil auch noch eine Halbtags-Kollegin da ist. Das Klima ist gut und der Chef, lässt einem selbständig arbeiten.
    Es würde mich aber schon reizen, mehr Stunden zu arbeiten. Doch es ist natürlich schon ein Sprung von 8 Std. auf 20 Std./Woche. Mein Ehrenamt müsste ich dann auch aufgeben. Und wenn ich nur während der Öffnungszeiten arbeiten musss, ist es schon uninteressant. Denn ich keine solche Stellen, da ist oft viel Publikumsverkehr und für die „normale Arbeit“ ist dann keine Zeit – das wäre dann nichts für mich.
    Mein Mann fände es gut, wenn ich mich jetzt erst mal bewerben würde und dann weiterschauen.

    Conny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1024

    Hallo Venus

    Ich war jetzt auch lange Zeit auf der Suche und mich quälte es regelrecht das ich nicht richtig gearbeitet habe.
    Ich gehe nur 3 Stunden putzen in einem Haushalt und kann auch da jederzeit absagen wenn ein Anfall käme.
    Jetzt seitdem ich meine Migräne als Krankheit akzeptiert habe und weiß es bleibt so …habe ich mich verabschiedet von dem Gedanken und je mehr ich hier lese von den „Arbeitenden“ umso mehr schätze schätze ich meine Situation jetzt.
    Aber so denke und fühle ich ……..was du für dich entscheidest …das kann dir leider keiner abnehmen.
    Du alleine mußt das für dich entscheiden…auch dein Mann muß da „außen vor “ bleiben.

    Weißt du ….reizen würde mich auch sehr viel …nur durchstehen müßte ich es dann auch und das ist einfach dann Streß der nicht gut täte.
    Hättest du keinen Job wärs kein Thema ….bewerben und schauen was kommt und wies funktioniert ……kündigen könntest ja immer wieder….aber so würdest ja deinen 8 Stunden Job verlieren ..hmm ….nicht einfach .

    Ich wünsche dir ein glückliches Händchen mit deiner Entscheidung.

    Liebe Grüße Conny

    ulli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 32

    Liebe Venus,
    wenn ich auf meinen Verdienst verzichten könnte, würde ich gerne mit dir tauschen.

    Ich arbeite 30 Std. in der Woche, 6 Std. täglich. Und die sind mir oft schon viel zu viel.
    Und das obwohl ich ein Einzelbüro habe, kein Kundenverkehr und keine stressige Arbeit. Trotzdem fällt es mir aufgrund meiner Migräne oftmals sehr schwer, arbeiten zu gehen – auch wenn das Triptan wirkt. Und Fehlzeiten habe ich auch reichlich.

    Reizen würde mich auch einiges aber ich bin schon froh, wenn ich ab und zu an schmerzfreien Tagen meinem Hobby nachgehen kann.

    Ich würde dir raten bleib bei deinem Job, setze dich nicht selber durch „Anwesenheitspflicht“ unter Druck und genieße deine Ruhezeiten.

    Denn so wie es sich anhört, bist du ja mit deinem Job zufrieden, hast nette Kollegen und einen Chef, mit dem du auch gut zurecht kommst.

    Viel Glück bei deiner Entscheidung.

    Liebe Grüße
    Ulli

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28456

    Liebe Venus,

    findet es nur Dein Mann gut, dass Du Dich bewirbst, oder willst auch Du das? 😉

    Du riskierst viel, habe ich das Gefühl und Deine jetzige Arbeitssituation ist ja kaum mehr zu toppen. Wie Ulli schon schreibt, könntest Du vielleicht eher versuchen, die herrliche Freizeit mehr zu genießen. Irgendwie muss ich jetzt an Goethes Spruch denken „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von schönen Tagen“, denn er passt grad.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hallo Venus,

    ich trage jetzt mal zur Verwirrung in die andere Richtung denkend bei. Ich sehe es, wie dein Mann, bewirb dich, gehe ins Bewerbungsgespräch, solltest du eingeladen werden – wenn nicht, dann ist auch ok, kannste die Frage, ob eine Bewerbung nicht doch gut gewesen wäre, als erledigt abhaken – geh nach dem Gespräch in dich, wo du stehst, wie du dich fühlst und sollte es tatsächlich so kommen, dass man sich für dich entscheidet, ja dann wirst du vielleicht in deinem Prozess eine innere Entscheidung getroffen haben.

    Vielleicht ist diese Stelle ja auch für dich so erfrischend, dass sie eben nicht stressig ist sondern bereichernd. Selbstverständlich ist es so, dass man mit 20 Stunden anders gefordert ist. Fühle in dich rein, gehe achtsam Schritt für Schritt, denn ich denke im Ergebnis, wie auch deine Entscheidung ausfallen wird, wirst du diese o.g. Überlegungen mit rundem Ergebnis ohne bitteren Beigeschmack abhaken oder eben zugreifen.

    Viel Glück
    Übrigens ich habe eine feste 20 Stunden Stelle, bin vor ca. 4 Jahren von Vollzeit-auf Teilzeit runter. Parellel arbeite ich zusätzlich, aber das ist eine andere Baustelle und dies von zu Hause aus.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28456

    Also irgendwie denke ich sowieso, dass Venus es so machen wird, wie Du, liebe Semi, das vorgeschlagen hattest. 😉 Dann sind wir mal gespannt, was da rauskommen wird. Was immer es dann sein wird, es ist sicher das Richtige für Dich, liebe Venus! 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    venus
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 78

    Also, ich hab mich auf diese Stelle beworben – aber leider oder vielleicht auch Gott sei Dnak eine Absage erhalten.

    Ich hab mir zwar schon erhofft, zu einem Gespräch eingeladen zu werden, nachdem ich jetzt bereits fast genau die gleichen Tätigkeiten erledige – aber was solls.

    Das zusätzliche Geld wäre zwar im Hinblick auf das Studium und die Ausbildung unserer Tochter gut gewesen. Doch der Streß wäre sicher auch mehr geworden, obwohl mir die Arbeit an sich sicher auch Spaß gemacht hätte.

    Vielleicht klappts wo anders.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4653

    Liebe Venus,
    auch ich habe das Gefühl, es ist genau so gekommen, wie es gerade richtig ist.
    Bettinas zetierter Spruch von Goethe passt sicher gut. Genieße die Zeit. Diese bringt Dir und Deiner Migräne mehr alls alles andere. Übrigends, mir hat das Relpacx auch nicht so gut getan. Ich habe mich auch umorientiert. Man muss halt schaun, bis man das richtige Triptan für sich gefunden hat.
    Dir alles Gute weiterhin.
    Lieber Gruß
    Sternchen