Verbeamtung öffentlicher Dienst/Justiz möglich?

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  • Rheinkind
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo liebe Leute,

    Ich habe bisher nur immer mal wieder in das Forum rein gelesen, aber da bei mir in nächster Zeit der Berufsstart absteht, hoffe ich hier ein paar Tipps zu bekommen.

    Habt ihr Erfahrungswerte ob und inwiefern Migräne ein Hindernis bei der Verbeamtung im öffentlichen Dienst und auch in der Justiz ist?

    Ich habe seit meiner frühsten Kindheit Migräne. Meistens ohne Aura. Ein Anfall dauert bei mir idR 48-72 Stunden und lässt sich in 85% der Fälle relativ gut mit Triptanen kontrollieren. Nicht so, dass ich den Anfall beenden kann, aber so, dass ich in der Anfallzeit halbwegs schmerzfrei bin und lediglich etwas matschig und schlapp. Seit zwei Jahren nehme ich Topi, wodurch ich meine Anfallhäufigkeit auf ca. 2-3 pro Monat herabgesetzt habe. Manchmal habe ich auch 3 Wochen am Stück Ruhe. Manchmal hänge ich aber auch in einer Phase, in der ich von einem Anfall in den nächsten rutsche. Mein Versuch mit Ami habe ich vor einigen Wochen beendet, da es keine Verbesserung im Vergleich zum Topi gebracht hat und ich langsam aber stetig zugenommen hatte.

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Liebe Rheinkind,

    da meine Kollegen mich unbedingt verbeamtet haben wollen, habe ich mich vor einiger Zeit bei meinem Arzt erkundigt, inwiefern chronische Kopfschmerzen bzw. Migräne hier ein Hinderungsgrund sein könnten. Er hatte schon viele Patienten (insbesondere Lehrer), die dieselbe Frage gestellt haben und in aller Regel gab es keine Probleme.

    Wichtig ist, zu wissen, dass viele Ärzte, die die Eignung zur Verbeamtung beurteilen sollen, wenig Ahnung von Kopfschmerzen haben. Zugleich sind sie angehalten, unter anderem nach eingenommenen Medikamenten (auch aus der Vergangenheit) zu fragen. Wenn hier plötzlich Antidepressiva oder Antiepileptika auftauchen, werden die Ärzte nicht an Kopfschmerzprophylaxen denken.
    Deswegen ist es wichtig, hier genau zu differenzieren, wofür die Medikamente eingesetzt wurden. Zum Beispiel ist die Dosierung bei Amitriptylin zur Kopfschmerzprophylaxe idR deutlich geringer, als bei dessen Einsatz als Antidepressivum. Hiermit kann eine eindeutige Abgrenzung erfolgen.

    Ich kann dir nur empfehlen, dich für dein Bundesland bzw. für den Status als Bundesbeamte genau zu informieren, welche Voraussetzungen in deinem Fall bezüglich der gesundheitlichen Eignung festgelegt sind (das kann von Land zu Land variieren) und zusammen mit deinem Arzt deine individuelle Situation in Hinblick auf eine Verbeamtung zu besprechen.

    Ich selbst bin immer noch Angestellte – 1,5 Stunden je Woche mehr arbeiten und dies für wesentlich weniger Geld, da fehlt mir einfach die Überzeugung 😉

    Liebe Grüße, Tanni

    Lisa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo Rheinkind,

    ich bin auch Beamtin und bei mir gab es keine Probleme wegen der Migräne (Land Berlin).
    Ich kann aber Tanni nur zustimmen, dass es je nach Bundesland/Bund unterschiedlich ist – und hängt natürlich auch von der_dem begutachtenden Ärztin ab.
    Ich bin froh, dass ich es getan habe – Beamtin sein, hat einige Vorteile, allerdings nur, wenn man in dem Job bleiben will.
    Alles Gute!
    Lisa

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28225

    Willkommen im Forum, liebe Lea. 🙂

    Danke fürs Umsetzen Deines Beitrags, hier ist er besser aufgehoben.

    Wie die anderen bereits raten, solltest Du Dich in Deinem Bundesland zu diesem Thema beraten. Nicht überall gelten die selben Regeln. Migräne sollte hoffentlich kein Problem darstellen, aber wirklich sicher kann man sich natürlich nicht sein. Meine Cousine ist übrigens sogar mit MS verbeamtet worden – war allerdings nicht so einfach.

    Liebe Grüße
    Bettina

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