Versicherung stellt Leistungen ein

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  • Anakin
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    Ihr Lieben,

    Seit bald drei Jahren habe ich nichts mehr gepostet und einfach „still“ mitgelesen.
    In der Zwischenzeit war ich bei verschiedenen Neurologen und habe nach versch. Prophylaxen nun vor zwei Wochen das dritte Mal Botox erhalten – leider ohne Erfolge. Das Studium musste ich leider abbrechen und arbeite nun in einem Büro.

    Seit Januar 2018 bin ich nun zu 30% krank geschrieben, nach meinem Besuch bei meinem Neurologen im Mai hat dieser wieder ein Zeugnis ausgestellt von 30% bis Juli, mit der Begründung, dass ich momentan einfach nicht zu 100% arbeitsfähig sei und wir die jetzige Behandlung abwarten wollen. Anfang Juni kam dann der Brief der KTG Versicherung mit der Information, dass sie die Leistungen per sofort einstellen (ohne Begründung, ohne Einladung um von einem Vetrauensarzt begutachtet zu werden). Die Personalverantwortliche in unserer Firma hat dann mit mir alle Arztberichte, Therapieverläufe und Kopfwehtagebuch der Versicherung eingereicht. Wir dachten es würde Ihnen wohl an Informationen fehlen, leider hat auch dies nichts gebracht. In meinem Bekanntenkreis waren die meisten mit chron. Migräne jeweils 50 – 100% krank geschrieben und dies 2 Jahre lang ohne wenn und aber. Erst nach diesen 2 Jahren kam dann die Rente ins Spiel. Ich kann gar noch nichts machen bzgl Rente, da man bei uns mind. 1 Jahr zu mind. 40% krankgeschrieben sein muss (toll, und ich pochte auf 30% anstelle von 50% damit es der Versicherung weniger kosten würde). Mir ist bewusst, dass es in Deutschland nicht dasselbe ist, habe aber die Hoffnung, dass jemand hier im Forum Erfahrung mit so etwas hat?!

    In der letzten Zeit bin ich wieder relativ verzweifelt, weil ein normales Leben einfach so nicht mehr möglich ist. Aber das kennt ihr ja sicherlich.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Liebe Anakin,

    wo lebst Du denn? In Deutschland kann man sich vom VdK beraten und unterstützen lassen, aber mir scheint, Du lebst ja nicht hier.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anakin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    Liebe Bettina

    Ich komme aus der Schweiz 🙂

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Anakin

    Wir haben uns ja schon per PN besprochen.

    Ich möchte Deine Frage noch mal nach Oben holen – da mich die Antwort auch interessieren würde…

    Wer ist hier aus der Schweiz und kennt sich aus?

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Anakin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    Hallo Zusammen

    Nun endlich haben wir den Bericht der Versicherung erhalten und dieser macht mich relativ wütend. Einerseits, dass wir diesen Bericht nicht bereits mit dem Brief bezüglich der Einstellung der Leistungen erhalten haben, andererseit bezüglich dem Inhalt des Berichtes, verfasst von der Vertrauensärztin (keine Neurologin) der Versicherung. Normalerweise, wird man von den Vertrauensärztin für eine Begutachtung einberufen – dies war bei mir nicht der Fall. Folgende Punkte kurz zusammengefasst aus dem Bericht:

    – Es bestehe ein MÜK -> dies wurde mir von drei Neurologen verneint, ich wollte mich selbst letzte Jahr in den stationären Medi Entzug einweisen (Triptaneinnahme meistens 12 – 14x pro Monat, darüber sind die Neurologen auch informiert worden)
    – Trigger durch Stress am Arbeitsplatz und sonstige ungelöste Lebensprobleme

    Lustigerweise findet man über besagte Vertrauensärztin relativ viele negative Berichte im Internet.

    Es kann doch nicht sein, dass mir Spezialisten für Migräne und Cluster, unabhängig voneinander, bestätigen, dass ich nicht in einem MÜK bin.
    Was meint ihr?

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4602

    Liebe Anakin,

    du kommst nicht aus Deutschland. Hier wüßte ich was ich dir raten würde. Die Frage ist, welche Möglichkeiten hast du in der Schweiz, Widerspruch einzulegen. Ich denke es gibt auch in der Schweiz Stellen, an die man sich wenden kann. Notfalls muss man es über einen Rechtsanwalt regeln.

    Hier in Deutschland ist das u. U. ein langer schwieriger Weg, den manche Betroffene scheuen, weil sie eh schon sehr geplagt sind.

    Höre dich mal um, welche Maßnahmen du ergreifen mußt, um zu deinem Recht zu kommen.

    Ganz viel Erfolg
    wünscht
    Sternchen

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 43

    Liebe Anakin

    Dass dich der Bericht wütend macht, verstehe ich sehr gut, und es tut mir leid. Leider kenne ich mich mit diesen versicherungstechnischen Sachen auch nicht wirklich aus, aber vielleicht weiss jemand, ob Vertrauensärzte grundsätzlich das letzte Wort haben – bzw. weisst du das?

    Denn sonst könntest du evtl. Bestätigungen der drei Neurologen einreichen, vielleicht würde das etwas bewirken? Denn das wären ja fachärztliche Gutachten.

    In der Schweiz gibt es sonst die Pro Infirmis, an die man sich wenden kann. Ich weiss nicht genau, was sie alles machen, aber ich habe schon gehört, dass sie auch Anwälte haben. Vielleicht wäre das allenfalls einen Versuch wert?

    Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen und schicke dir dicke Ersatznerven!

    Liebe Grüsse
    Siena

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Liebe Anakin,

    Ich verstehe leider Deinen Beitrag nicht so ganz.

    – Es bestehe ein MÜK -> dies wurde mir von drei Neurologen verneint, ich wollte mich selbst letzte Jahr in den stationären Medi Entzug einweisen (Triptaneinnahme meistens 12 – 14x pro Monat, darüber sind die Neurologen auch informiert worden)

    Drei Neurologen hatten Dir bestätigt, dass Du keinen MÜK hast? Vielleicht hast Du dann auch keinen. Beschreibe doch mal, wie Du behandelst, wie gut die Medikation wirkt und wie es Dir insgesamt geht. Nicht jeder kommt automatisch in einen MÜK, wenn er an mehr als 10 Tagen im Monat behandelt.

    Wir haben hier in Deutschland den VdK, der in solchen Fällen hilft. Schau doch mal, ob Du hier Hilfe und Beratung erhalten kannst. http://zh.patientenstelle.ch/de/ueber_uns

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anakin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    Herzlichen Dank für die lieben Ratschläge liebes Sternchen & Siena!

    Bitte entschuldigt mein – in Wut verfasster – Bericht, war wohl etwas ungenau und chaotisch.

    Ich nehme an 12 – 15 Tagen pro Monat (12 – 15 Schmerztage) Triptane (Sumatriptan T-50), in 90% der Fälle wirkt es. Wenn ich eine hartnäckige Attacke habe, dann muss ich nach ca. 15 Stunden nochmals ein Triptan nehmen (womöglich ist dies aber einfach eine neue Attacke?!). Triptane nehme ich seit etwas mehr als 10 Jahren.
    Zudem nehme ich Magnesium und Vitamin B Komplexe. Seit März hatte ich 3x Botolinumtoxin, dies hat leider nichts gebracht – ausser eine schöne Stirn.

    Prophylaxe habe ich bis jetzt Betablocker, Amitriptylin und Sertralinum genommen.Ich hatte jeweils starke Nebenwirkungen und die Medis dann relativ schnell abgesetzt.

    Obschon die Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft für einen Cluster Kopfschmerz nicht vollständig erfüllt seien, wurden die nächtlichen und morgendlichen Attacken mit dem Clusterkopfschmerz vereinbart.

    Es war auch einmal die Vermutung da, dass ich evtl. an einer paroxysmale Hemikranie leiden würde, dafür hätte ich aber Indometacin nehmen sollen, war mir dann von einem anderen Neurologen abgeraten wurde, da das Medikament angeblich nicht mehr zugelassen sei.

    Ich weiss nicht wie gewisse Patienten, nachdem sie an 10 Tagen Schmerzmittel genommen haben, eine Attacke ohne Medikamente durchstehen. Ich würde womöglich aus dem Fenster springen – dies vor allem bei den nächtlichen Attacken.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28128

    Hallo Anakin,

    Indometacin gibt es nur noch retardiert mit 75 mg. Für die Diagnosestellung (paroxysmale Hemikranie oder nicht) wäre so eine Versuch schon wichtig. Er könnte Dich weiterbringen und Du müsstest nicht mehr rätseln.

    Prophylaxe habe ich bis jetzt Betablocker, Amitriptylin und Sertralinum genommen.Ich hatte jeweils starke Nebenwirkungen und die Medis dann relativ schnell abgesetzt.

    Eventuell wurden sie vielleicht zu schnell hochdosiert, so dass Du mit den Nebenwirkungen nicht zurecht kamst? Diesen Fehler machen nämlich viele (wird aber oft auch vom Arzt so verordnet) und dann sind diese Prophylaxen für immer abgehakt. Zudem hast Du erst drei Prophylaxen versucht, es gibt noch so viele.

    Wende Dich doch sonst wirklich mal an die beiden Stellen, die Siena und ich Dir genannt hatten.

    Liebe Grüße
    Bettina

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