Kostenübernahme KK auch bei Botox vom Dermatologen?

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
  • Autor
    Beiträge
  • Nele63
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Ich war letztes Frühjahr in Kiel und bin mit dem Verdacht auf chronische Migräne entlassen worden.
    Ich habe etliche Prophylaxen ausprobiert die alle nicht zum Erfolg geführt haben.
    Regelmäßige Ernährung, Sport und Entspannung sind fester Bestandteil meines Alltags geworden und dennoch habe ich Monate mit 12 Anfallstagen 🙁
    Manche Monate sind (warum auch immer) auch besser.
    Im Mük bin ich nicht.

    Mein Neurologe bei dem ich in Behandlung bin, spritzt kein Botox, dafür eine wirklich große dermatologische Praxis. Die Ärztin von dort konnte gleich den Bezug von Botox und Migräne herstellen und nach meinem Eindruck fundiert erklären.

    Nun meine Fragen:
    Ist es möglich, dass die KK die Kosten dennoch übernimmt?
    Und: Ich habe großen Respekt vor Botox und möchte gerne zunächst nur die Punkte an der Stirn behandeln lassen und auf keinen Fall den ganz Kopf wie es beim PREMPT Verfahren üblich ist.
    Habt ihr eine Idee wie ich Vorgehen kann?
    Wie habt ihr eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse (Techniker) erreicht?

    Ich bedanke mich fürs Lesen und für Eure Ideen,
    Nele

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28451

    Liebe Nele,

    wenn die eindeutige Diagnose chronische Migräne besteht, kann die Krankenkasse die Behandlung übernehmen. Mit ca. 10 – 12 Anfallstagen ist die Diagnose chronische Migräne aber fraglich, da 15 Kopfschmerztage bestehen müssen, davon mindestens 8 eindeutige Migränetage.

    Die Behandlung sollte vom Neurologen vorgenommen werden und nicht vom Dermatologen, der Botox wahrscheinlich hauptsächlich in der ästhetischen Therapie einsetzt. Ob die Kosten durch den Dermatologen überhaupt von der Kasse übernommen werden, könntest Du direkt bei Deiner Kasse erfragen.

    Eine Behandlung nur an der Stirn hat keinen gesicherten Wirknachweis, weshalb so ein Vorgehen nicht empfohlen wird. Entweder nach PREEMT-Schema, oder besser gar nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nele63
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Bettina,

    Danke für Deinen Rat.
    Mir ist schon klar, dass eine Behandlung nur an der Stirn beim Dermatologen
    nicht sooo sinnvoll ist, wie die übliche Behandlung.

    Leider kennt mein Neurologe keinen Arzt im Umkreis der Botox spritzt.
    Die Dermatologin kennt die Preempt Punkte, aber das privat zu bezahlen kann ich mir schwer leisten.
    Theoretisch müsste ich mir jetzt auf eine eigene Faust einen zugelassenen Arzt suchen und auch finden. Dann brauche ich noch die Diagnose chronische Migräne, die ich evtl. gar nicht bekommen werde. Und dann wäre ich wieder davor, die Botox Behandlung selbst zahlen zu müssen.

    Dabei wünsche ich mir so dringend eine Verbesserung der Migräne.

    Wie könnte ich noch vorgehen?

    Falls ihr noch einen Rat habt — sehr gerne!
    Nele

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.