Langjährige Behandlung mit Botox

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  • Petra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo zusammen
    Ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet, musste erstmal damit klar kommen das sich eine Therapieform für mich etwas lange heraus schiebt.
    Zum Thema, ich habe nach einer ca. 16 monatigen Botox Pause wieder damit angefangen. Seid ca. 2001 habe ich alle drei Monate Botox gespitzt bekommen. Da ich zwischen 16 und 20 Attacken im Monat habe alle Prophylaxen durch habe, ist mein Leben mit Botox erträglicher, ich hab immer noch genau so viele Attacken aber es ist besser auszuhalten. Und ein Kopfschmerz ist komplett weg, der Spannungskopfschmerz ist während der Wirkungszeit vollkommen verschwunden und zum ende der Wirkungszeit fängt er pünktlich wieder an. Im allgemeinen kann ich diese Therapie nur empfehlen ich hatte nach all der Zeit Angst das Botox irgendwelche Schäden verursacht, aber bis her ist nichts bekannt soviel ich weiß. Mein Sohn hat auch mit dieser Therapie angefangen ich kann es nur empfehlen. Aber vielleicht gibt es ja bald noch mehr Alternativen.
    Lg Petr

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4584

    🙂 🙂 🙂 Ja liebe Petra, das hoffe ich auch. 🙂 🙂 🙂

    Möge die Forschung sicher und schnell voranschreiten

    Schön, dass Botox dir dann doch helfen kann, und du diese Einstellung hast, auch wenn es nicht die totale Beschwerdefreiheit bedeutet. Das geht hier ja so manch einem so, dass man sich durchwurschtelt.

    Alles Gute für dich und deinen Sohn
    und für uns alle weitere Mittel die helfen.

    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Liebe Petra,

    auch ich freue mich mit Dir, dass Du gut von Botox profitieren kannst. Ich erhalte es auch schon sehr lange und Menschen mit Spastiken, Schiefhals usw. werden schon seit mehr als 20 Jahren erfolgreich mit Botox behandelt. Bisher gibt es keinerlei Nachweis von Schäden, somit ist zur Zeit Botox die Prophylaxe mit den wenigsten Nebenwirkungen überhaupt. Wenn Nebenwirkungen auftreten, dann sind sie reversibel, vergehen ganz schnell.

    Alles Gute weiterhin und halte uns gerne weiterhin auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nelie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo an alle, seit 3 Jahren bekomme ich alle 3 Monate Botox und werde jedes Mal gefragt:
    1. Ob es bei mir gewirkt hat (schließlich sei die Therapie sehr teuer und sollte nur bei deutlicher Besserung weiter betrieben werden.
    2. Dass man nach 3 bis 4 Spritzterminen, dh ca nach einem Jahr auf jeden Fall eine Pause einlegen solle, da sonst die wirkung nachlässt (und es ja so ein teures Medikament ist, s.o.)
    3. Ob ich nach wie vor meine, dass ich diese Prophylaxe brauche, wenn ich nach wie vor täglich migräneartige Kopfschmerzen habe (immer einseitig li oder re, verschwommenes Sehen), licht/lärm/geruchsempfindlich, neuerdings wieder mit Aura

    Jedesmal fühle ich mich trotz diagnostizierter chronischer Migräne wie eine Simulantin, die nur, weil es die Kasse bezahlt, unnötig teure Behandlungen beansprucht, ohne beweisen zu können, dass botox wirklich hilft.

    Ist man Simulantin, wenn man seit 5 Jahren keine schmerzfreien Tage kennt, sich trotzdem aus Furcht vor MÜK sich stets streng an die 10/20 Regel hält (oft echt eine Qual), moderat Sport treibt, regelmäßig isst, schläft und Entspannung betreibt, Psycho- und Physiotherapie macht, an medikamentösen Prophylaxen über inzwischen 20 Jahre fast alle gängigen Präparate probiert hat in allen denkbaren Kombinationen (SSRI (Citalopram), SNRI (Venlafaxin), Trizyklika (Trimipramin, Amitryptilin,), Betablocker, (Metoprolol, Bisoprolol), Ergenyl, Topiramat, Magnesium, alles mit kaum messbarem Erfolg?

    Gefühlt hat botox bei mir folgende Wirkung. Nach den Injektionen zunächst deutliche Verschlimmerung über ca 14 Tage . Dann sind die Attacken etwa 2 Monate lang nicht mehr ganz so lang (2 bis 3 Tage statt 3-4Tage) und die Schmerzspitzen nicht ganz so hoch. Die letzten 2 bis 3 Wochen vor dem nächsten Termin wieder deutliche Zunahme der Frequenz und Schwere.

    Ich schaffe es bisher, auf der Fortführung der Behandlung zu bestehen (schließlich gehe ich deswegen extra mit Überweisung in unsere Schmerzambulanz).

    Helfen würden mir bei der Durchsetzung meines Anliegens Eure Erfahrungen zu den obigen 3 Fragen.
    danke an Euch mit lieben Grüßen, Nelie

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3980

    Liebe Nelie,
    natürlich bist du KEINE Simulantin.
    Das Problem ist, dass man Migräne nicht sieht (außer man kotzt ihnen gerade die Hütte voll ) und dass man sie auch nicht mit bildgebenden Geräten sichtbar machen kann.
    Und jemand, der selbst nie Migräne hatte oder bei einem Mitmenschen hautnah miterlebt hat, der kann sich das meistens nicht vorstellen.

    Versuche beim nächsten Mal dir vorzustellen, dass der arme Mensch, der dir diese Fragen stellt, von einer übergeordneten Instanz strengstens befragt wird, ob er alle diese Fragen gestellt hat und einen Riesenärger bekommt, wenn er es nicht tut.
    Wahrscheinlich gibt es irgendwelche bedrohlichen Bestimmungen, dass solche Fragerei erforderlich ist. Und dagegen kommt man nicht an.

    Vielleicht beruhigt das deine Empörung ein bisschen und vielleicht berichten später noch andere, dass sie diese Fragen auch kennen.

    Lass dich nicht einschüchtern! Die Migräne schränkt und genug ein, da müssen wir und nicht auch noch von sowas innerlich beeinträchtigen lassen.

    LG
    alchemilla

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Jetzt musste ich aber lachen!!! ? Genau so wurde meine Migräne nach 26 Jahren Sucherei nach der Ursache meiner Kopfschmerzen diagnostiziert. Ich stand mit besagter K…-Tüte vor dem Gesicht in der Anmeldung meines Hausarztes. Er kam auf den Flur, sah mich und meinte: das ist ja Migräne, wie konnte ich darauf jahrelang nicht kommen!!!! Komm schnell rein, ich hab was dagegen.

    Nelie, die Verschlechterung habe ich auch immer 2 Wochen vor und nach der Behandlung. Da ist einfach die Wirkung nicht mehr da oder noch nicht wieder da und es wird leider erstmal schlechter. Öfter als alle 3 Monate das Botox zu spritzen geht nicht. Aber eine Pause einlegen muss man nicht, höchstens, um zu sehen, ob eine Besserung bestehen bleibt auch ohne Botox.

    Wie Alchemilla schon schreibt, die Behandlungen werden überprüft und müssen von den Ärzten begründet werden, also betone ruhig ein bisschen mehr die gute Wirkung!!!
    Und lass dich nicht irritieren, Migräne ist schlimm, leider hat sich das noch nicht überall hin rumgesprochen.
    Und allein dadurch, dass du gegen Ende der 3 Monate eine deutliche Verschlechterung hast, ist ja schon bewiesen, dass das Botox über die 2 Monate gut wirkt.

    Bleib stark, denn eine Simulantin bis du mit Sicherheit nicht,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  Julia.
    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 331

    Liebe Nelie,

    Ich verstehe sehr gut, dass du dir Sorgen machst. Da würde ich auch ins Grübeln kommen.

    Hier mal, was ich zur Botoxtherapie weiß. Botox lässt in der Wirkung nicht nach, auch nicht nach einem längeren Zeitraum. So die Worte meines Neurologen.

    Wenn man mit Botox eine gute Wirkung hat und über einen längeren Zeitraum stabil ist, so kann man versuchen, die Abstände zwischen dem Spritzen etwas zu verlängern, es also in die Länge zu ziehen.

    Mein Neurologe hat auch schon gemeint, dass er irgendwann bei mir versuchen wird, die Abstände zu vergrößern. Aber glaube mir, wenn der Versuch misslingt, werde ich alles dransetzen, wieder mein Wundermittel ? zu bekommen.

    Abwarten, Tee trinken und dich nicht ärgern lassen.

    LG

    Jojo

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2851

    Liebe Nelie,

    ich glaube ich bekomme jetzt seit fünf Jahren Botox, anfänglich war mein Arzt auch so ein bisschen „ängstlich“ wegen der Dokumentation. Bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Ich kann jetzt nicht sagen, dass die Schmerztage deutlich reduziert sind. Aber die Anfälle sind kürzer und besser behandelbar. Außerdem schaffe ich es (meistens) die 10/20 Regel einzuhalten und damit sinkt die Gefahr für MÜK, dessen Behandlung und Gefahr für die Gesundheit ja nun auch nicht ohne ist. Nicht zuletzt kann ich immer noch arbeiten, ich denke ohne Botox wäre das anders.

    In den ersten zwei Jahren habe ich Die Migränestunden dokumentiert, da hat man den Effekt sehr deutlich gesehen.

    Du hast chronische Migräne und bekommst ein Medikament, das bei dir wirkt. Die Behandlung ist dafür zugelassen, du erschleichst dir nichts und PUNKT!

    Liebe Grüße
    Johanna

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