Nebenwirkungen Botox

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  • KaGo
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    Liebe Eva,

    das Einhergehen einer nachlassenden Botox-Wirkung mit der Zunahme von Nackenschmerzen und Migräne, so wie Johanna treffend beschreibt, kann auch ich nur bestätigen.
    Für mein Empfinden scheint die ruhigste Migränephase im zweiten Monat sowie im ersten Viertel des dritten Monats zu sein.

    Liebe Grüße
    KaGo

    Eva
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Johanna, Hallo KaGo!

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Mir leuchtet ja ein, dass die Nackenschmerzen zum Ende der drei Monate wieder stärker werden, wenn die Migräne vorher auch schon immer mit Nackenschmerzen einhergegangen ist.

    Meine Migräne spielt sich aber nur im vorderen Kopfbereich ab. Nackenverspannungen habe ich dabei nie. Zum ersten Mal habe ich diese Nackenschmerzen direkt nach der Botoxgabe gehabt… Deshalb frage ich mich, ob es da einen Zusammenhang geben kann…

    Wenn bei den Botoxbehandlungen bei mir in Zukunft auf eine Woche voller Nackenschmerzen, zwar sieben gute Wochen folgen, die dann aber wieder von vier schmerzhaften abgelöst werden, dann ist der Preis doch ziemlich hoch. Daher hoffe ich mal, dass meine momentanen Beschwerden vielleicht doch eine andere Ursache haben.

    LG, Eva

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28451

    Liebe Eva,

    ich kann von mir nur sagen, dass meine sehr schmerzhaften Nackenverspannungen seit der Botoxbehandlung enorm viel besser geworden sind. Da Du vorher keine Nackenprobleme hattest, solltest Du auch jeden Fall einen zweiten Versuch machen. Es kann Zufall sein, oder die Migräne wurde insgesamt aggressiver in den letzten Jahren … Nackenverspannungen sind meist Folge einer langen Schmerzerkrankung. Die Nervenzellen reagieren über und interpretieren Reize, die nicht schmerzhaft sind, falsch. Jeder weitere Reiz (Migräne, Überanstrengung usw.) verstärken die Problematik.

    Dass neu Nackenschmerzen direkt nach der Behandlung auftreten, ist bekannt und sie vergehen auch schnell wieder. Wenn sie nach Ende der Wirkzeit des Botox erneut autreten, „kann“ es fast nur bedeuten, dass Botox die Schmerzen (ob neu hinzugekommen, oder nicht) unterdrückt hatte. Aber wie gesagt, lass es auf einen erneuten Versuch ankommen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo liebe Leidensgemeinde,

    als gefühlt einer der wenigen Männer hier steht bei mir am Montag meine erste Botoxbehandlung mit „nur“ 150 Einheiten bei Dr. P. in Bremen an. (Name von der Moderation abgekürzt)

    Über die Folgen mache ich mir bei aller Hilflosigkeit meiner chr. Migräne mit 8-10 Attacken und bis zu 20 Schmerztagen, doch Gedanken.

    Habe alles gelesen und wollte von Euch gerne wissen, ob ich neben Schmerzen bei der Injektion, einer „Cher-Optik“ und Nackenschmerzen mit ggf. noch mehr Negativbegleiterscheinungen rechnen muss. Aus Kiel weiß ich, dass die Chancen einer Besserung bei ca. 50:50 liegen sollen.

    Topi i. V. m. Venlafaxin hat mich psychisch runtergezogen und ist ausgeschlichen. Escitalopram wieder eingeschlichen. Dahingehend gehts mir jetzt viel besser, aber die Migräne ist wieder intensiver, wenn auch nicht öfter geworden.

    Botox ist nun meine (fast) letzte Hoffnung. Nach Kiel durfte ich bereits zwei Mal (2010 & 2015). Jetzt war ich noch in Reha in der „Migräne-Fach-Reha“ in Löhne/Bad Oeynhausen und war doch recht enttäuscht. Anyway… .

    Könnt Ihr mir noch Tipps für die Botoxbehandlung geben und womit ich rechnen muss an Nebenwirkungen? Ärzte haben es bei der Aufklärung ja oftmals recht eilig oder verweisen auf ein Papier auf dem nicht wirklich viel steht, außer dass Botox Migräne im Einzelfall sogar verschlimmern könnte ?!?

    Eva
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Bettina!
    Vielen Dank für Deine Antwort. 🙂 Ich werde der Botoxbehandlung auch weiterhin eine Chance geben – dieser Entschluss steht fest. Allerdings frage ich mich schon, wo diese Schmerzen „plötzlich“ herkommen… Aber auch dafür gibt es leider keine Pauschalantwort. Ich werde es einfach abwarten und beobachten, in den letzten zwei Tagen sind die Nackenschmerzen glücklicherweise etwas besser geworden, so dass ich guter Dinge bin bis zur nächsten Botoxinjektion zu kommen! 🙂

    Hallo Sascha!
    Ich habe erst eine Botoxbehandlung (Ende Januar) hinter mir und kann daher nur auf wenig Erfahrung zurück greifen. Die Behandlung fand ich wirklich halb so wild. Es gab Stellen – zum Beispiel oberhalb der Augenbrauen, wo ich die Einstiche als unangenehm empfunden habe. Die meisten anderen Einstichstellen merkt man zwar, aber von Schmerzen kann ich bei mir gar nicht reden. Wir Migräniker sind da definitiv anderes gewohnt! 😉

    Direkt nach der Behandlung habe ich allerdings gemerkt, dass mein Hals/Nacken steif wird. Zum Glück habe ich vorab hier im Forum schon gelesen, dass das passieren kann und war darauf vorbereitet. Die Klinik, in der ich mir das Botox spritzen lasse, liegt ca. 45 km von meinem Wohnort entfernt. Ich war dankbar, dass mein Mann mich gefahren hat, denn nach der Behandlung wäre mir Autofahren nicht wirklich möglich gewesen! Darauf hat mich niemand hingewiesen (obwohl ich gezielt gefragt habe, ob ich danach Auto fahren darf), wahrscheinlich sind die Reaktionen auf das Botox da einfach sehr unterschiedlich!

    Die Nackenschmerzen blieben eine Woche, waren aber gut auszuhalten. Am gleichen Tag hatte ich für ein paar Stunden leichte Grippesymptome, dabei war mir etwas übel und ich hatte leichte Hitzewellen. Aber alles nicht dramatisch! 🙂

    Meine Stirn konnte ich anfangs noch bewegen, nach ca. 2 bis 3 Tagen wurde das „Stirnrunzeln“ dann immer schwieriger. Gerade wenn ich versucht habe, die Augenbrauen hochzuziehen, haben sich nur noch die äußeren Bereiche anheben lassen. Etwas verändert sah ich schon aus, aber ich vermute, dass es mir selbst am meisten aufgefallen ist! 😉 Das Gesicht sieht in keinem Fall „gebotoxt“ aus, die Angst brauchst Du nicht haben!

    Ich verspüre in den letzten Wochen eine Erleichterung bei der Migräne und nehme die Nebenwirkungen gerne in Kauf. Meine nächste Botoxbehandlung findet in drei Wochen statt und ich hoffe, dass sich die positive Wirkung fortsetzt! Dir wünsche ich viel Erfolg bei der ersten Behandlung am Montag. Hoffentlich gehörst Du auch zu den „glücklichen“ 50%!!! 🙂

    LG, Eva

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28451

    Liebe Eva, Abwarten und Teetrinken ist in diesem Fall sicher der beste Rat. 😉

    Lieber Sascha,

    Eva hat schon alles Relevante gesagt, lies auch hier in dieser Gruppe noch quer. Und nein, Botox ist nicht die letzte Chance, es gibt immer noch Möglichkeiten oder Kombinationen, alles hast Du sicher noch nicht getestet. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    @ Bettina und Eva,

    lieben Dank für Eure Infos!

    Das man hinterher ggf. kein Auto mehr fahren kann, wurde mir auch nicht gesagt… ? Haben mehrere von Euch das Problem gehabt?

    Sorry, wusste nicht, dass man seinen Arzt hier nicht nennen darf. Hätte ich mir aber denken müssen ?.

    LG, Sascha

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2851

    Lieber Sascha,

    seit 2013 bekomme ich Botox und konnte immer Auto fahren. Bei der allerersten Anwendung war mir ein bisschen komisch hinterher, aber das war wohl eher fie Psyche, die mit dem spritzen von Gift in den Kopf nicht zurecht kam. Jetzt setze ich mich hin, es word rundherum gespritzt und gut ist es. Tut mal mehr mal weniger weh, ist tagesformabhängig. Auch hilft es nicht immer gleich gut. Aber insgesamt leichtere und besser behandelbare Attacken.

    Oben in der Einleitung zu dieser Gruppe der eingestellte Aufsatz von Professor Göbel, da steht alles super drin.

    Viel Glück

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28451

    Lieber Sascha,

    ich bin immer hinterher Auto gefahren, hatte überhaupt kein Problem damit. Beim ersten Mal sind manche recht aufgeregt und vielleicht gestresst, sodass sie vielleicht lieber gefahren werden möchten. Aber nötig ist es nicht und empfohlen werden muss es auch nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Lieben Dank Euch beiden für die beruhigenden Worte.

    Heute war es soweit. Fand die Injektionen nach dem PREEMPT-Verfahren nicht schlimm. Gegen eine Migräne-Attacke ist das nichts. Mal schauen, ob sich Nebenwirkungen entwickeln und vor allem hoffentlich eine Positivwirkung!

    Etwas „fraglich“ fand ich nur die Dosismenge. Die min. Dosis soll ja bei 155 Einheiten bis max. 195 liegen. Ich habe ein Rezept über 100 und 50 Einheiten bekommen. Ich hoffe die 150 Einheiten reichen aus. Der Doc Dr. P. aus Bremen hat auf die Frage nicht wirklich reagiert. Ärzte mögen es ja häufig nicht, wenn man zuviel hinterf