Fragen zur Diagnose „Chronische Migräne“

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  • Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27906

    Gerne, liebe Anne. 🙂 Hoffentlich hast Du diese lange Attacke mithilfe von Kortison schnell wieder im Griff. Viel Ruhe während der Kortisonzeit!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Elisabeth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 169

    Ihr Lieben, ich merke gerade wieder wie gut es ist bei euch im Forum zu sein 🙂 !!!!
    Mein Neurologe hat mir ja auch chronische Migräne und einen MüK diagnostiziert. Wobei ich im Moment immer weniger vertrauen zu hm habe. Er nimmt mich anscheinend nicht ernst und ich befürchte, das er denkt, ich würde mich nur anstellen.
    So langsam zweifel ich an mir selber.

    Liebe Grüße,
    Elisabeth die gespannt ist was sie von euch noch lernen kann

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Elisabeth,

    wieso zweifelst Du an Dir selbst? Je mehr Du hier liest, desto weniger wirst Du zweifeln. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Du bist doch schon auf der Suche nach Mister B. 😉
    Kein Grund an Dir zu zweifeln!!!

    Ich habe neulich auch mal wieder die positiven Auswirkungen des Forums mitgekriegt.
    Eine Migräne war auf dem Weg und , ohne das bewußt zu steuern, habe ich gedacht: O.K. ich habe eine neurologische Erkrankung. Mir hat das auf der Stelle geholfen, etwas Distanz zwischen mich und die aufkommenden Schmerzen zu bringen.

    Das regelmäßige Lesen und Schreiben hier bringt mir sehr viel, vor allem im Umgang mit der Migräne. Neben den manchmal ganz praktischen Tipps! 🙂

    Dir alles Gute!
    Hoffentlich bald mit neuem Neurologen. 😉

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Ute mit Pauline
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 163

    Liebe Ulrike,

    Du sprichst mir gerade richtig aus der Seele!

    Mich hat es gestern und heute auch etwas erwischt, nichts wirklich dolles, halt Matschkopf, ein bisschen übel, nach allem, was ich schon erlebt hab mit Migräne, wirklich ganz gut auszuhalten.

    Dann lese ich Deine Worte und denke, genau das ist es, lass es heute einfach noch vergehen, morgen ist wahrscheinlich vorbei.

    Will sagen, das, was Du sagst, Distanz dazwischen legen, kann wirklich helfen. Die Erfahrung hab ich auch schon gemacht. Krampfhaft mit Ärger darüber nachdenken ist oft kontraproduktiv.

    Vielen Dank für Deine Worte!

    Liebe Grüsse von Ute

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    😀 😀 😀

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Das freut mich, liebe Ute! 🙂

    delira
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo,
    ich bin neu hier und habe mich die letzten Tag mal kreuz und quer durch´s Forum gelesen, danke für die vielen Info´s, die da so zusammen kommen. Was mir noch nicht so klar ist, ist die Sache mit den Schmerz“tagen“.

    Nachdem ich eine neue Arbeitsstelle angefangen habe, steigerte sich die Migränehäufigkeit auf (seit 7 Monaten) täglich, bzw. nächtlich (aus dem Schlaf heraus nachts)
    Das wäre ja schonmal ein Kriterium für „chronisch“.

    Allerdings bekomme ich es sehr gut behandelt (mit Coffein+Zitone) und habe kaum (das heißt teilweise nur 1 mal im halben Jahr) wirklich Migräne, die nicht weg geht, also bis 2 Schmerztage. Dann aber richtig mit Übelkeit, Erbrechen. Ansonsten bin ich den ganzen Tag schmerzfrei (außer ich setze mich einem meiner Auslösefaktor aus).

    Laut zwei Ärzten habe ich auch keinen MÜK/MIK (gibt´s einen Unterschied?)

    Über das Koffein habe ich jetzt aber auch schlechtes gelesen, dass es die ganze Schmerzproblematik unterhalten kann. Aber ich habe noch nicht von einem Coffeininduzierten-Kopfschmerzm gehört… sondern nur von Kopfschmerzen durch Coffein-Entzug. Das trifft bei mir auch nicht zu, ich nehme es ja schon, bevor ich im Entzug bin ;-).

    Ich nehme bis zu 10 Tage zusätzlich Aspirin oder mal ein Trpitan, wenn´s nicht angeschlagen hat, teilweise auch weniger.

    Naja, die ursprüngliche Frage war ja: gehört zur Diagnose „chronische Migräne“ auch, dass sie sich nicht behandeln lässt und man Schmerz“tage“ hat, oder bezieht es sich auf die Häufigkeit der Attacken, unabhängig ob die Behandlung anschlägt oder nicht?

    Vielleicht weiß ja jemand, wie die genauen Diagnosekriterien sind.
    Vielen Dank und viele Grüße
    Silvia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Silvia, sei herzlich willkommen. 🙂

    Ich würde Dich bitten, ein neues Thema für Dich in unserer Gruppe Mein persönlicher Schmerzverlauf zu eröffnen.

    Da ich einige Antworten auf Deine Fragen habe und sich sicher ein Austausch entwickeln wird, wäre es besser, diesen in Deinem eigenen Forum durchzuführen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Silvia,

    die Fragen rein zur chronischen Migräne kann ich Dir aber hier beantworten, sie passen ins Forum.

    Es ist sehr wichtig, dass man die chronische Migräne vom MÜK (dieser ist für uns relevant) abgrenzt und genau diagnostiziert. Chronische Migräne hat man mit mehr als 15 Kopfschmerztagen im Monat, davon 8 eindeutige Migränetage seit mindestens schon seit 3 Monaten. Es darf kein (!) MÜK bestehen und auch eine Medikamentenpause hatte die Frequenz nicht weiter absenken können. Das sind die wichtigsten Kriterien.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    huhu, jetzt bin ich auch mal hier!

    zu der diagnose cm habe ich doch noch eine frage, auch wenn ich die leitlinien etc. schon fast auswendig kenne. denn:

    ich habe während meiner arbeitsjahre mehr als 15 migränetage/monat (mt/m) gehabt, allerdings auch viele schmerzmedikamente genommen.
    in 2012 bin ich ent-mük-t worden, war ja lange krankgeschrieben, da war ich dann unter 15, aber immer über 10mt/m. dann mit der wiedereingliederung stieg die zahl wieder auch über 15mt/m, aber ohne mük!
    das blieb während der arbeitsmonate, die ich noch abgerissen habe, ab meiner arbeitslosigkeit und anschließenden au bin ich nun wieder unter 15 aber über 11mt/m, meist bei 13tagen.

    die große frage aller fragen:
    habe ich nun cm oder nicht?
    denn würde ich weiterarbeiten, bzw wieder arbeiten, wäre ich wieder über 15 tage, was ich bei meiner reha mit dem praktikum gemerkt habe.
    da ich aber nicht mehr arbeite, bin ich deshalb kein cm-iker?

    es geht mir schon um eine diagose, die greifbarer ist als bisher, denn ich bin offiziell nie als cm-iker beschrieben worden. steht nirgendwo.

    da ich zur zeit ja viel mit den behörden rummache, ist mir diese frage nun wichtig geworden, bisher wars mir wurscht, ob cm oder m. kommt aufs gleiche raus, wenn sonst nix weiter läuft.

    erzählt mir mal was, ihr lieben profis, bin gespannt. auch was ich tun könnte, um klarheit zu bekommen.

    toäääää
    tanja
    achnee, ist ja noch gar keins gefallen
    krchichihihihi

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    achso, im mük bin ich nicht, bleibe immer bei max. 8 smt.
    und alle prophylaxen (betablocker, antieepileptikum, antidepressiva) haben bisher nicht angeschlagen.
    außer entspannung mit ohne arbeiten.
    jetzt ihr:

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Tanja,

    Aus meiner Sicht, zählt der Zeitpunkt der Diagnose. Es ist ja gut möglich, dass Du durch entsprechende Medi´s, Therapie und auch Verhalten aus einer chronischen Migräne heraus kommst. Der Tatbestand einer CM bleibt dann für die Vergangenheit bestehen.

    Entscheident ist m. E. weiterhin die Diagnose CM, da sich die Behandlung nach der Diagnose richtet, und anders aussehen kann als bei der Migräne

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    hallo sternchen,
    naja, ist es nicht so, dass jemand, der trotz der behandlung bei 13 mt/m liegt, trotzdem eine chronische migräne hat.
    wenn einer eine chronische gastritis hat, hat er sie auch, wenn er längere zeit keine beschwerden hat, weil er therapeutisch gut eingestellt ist. die diagnose bleibt, solange der bauch nicht durch wunderheilung plötzlich gesund ist.
    in dem moment, wo er die therapien beenden würde, wäre er ja wieder kränker.

    so ist es ja auch bei mir.
    ich liege ohne arbeitsbelastung bei 13mt/m, während der wiedereingliederung und auch jetzt während der reha mit dem praktikum war ich sofort wieder bei über 15.

    verstehst du, was ich meine?
    klar.
    bist ja eine schlaue migränikerin
    hihihihih
    tanja

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Ja genau, das meine ich mit dem Tatbestand der Vergangenheit.

    Wenn du ohne Medikamente, und mit „normaler“ Belastung (da gehört für mich ein normaler Arbeitstag dazu) auf die Kriterien der chronischen Migräne kommst, bleibt die Diagnose Chronische Migräne.

    Es wird aber auch immer wieder Grenzfälle geben, und da bleibt die Diagnose beim behandelnden Arzt.

    Wie lautet denn die Diagnose der Kieler Ärzte? Du warst doch in Kiel. Oder?

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    ja, ich war letzten november in kiel, aber nix mit CM als diagnose.
    das ist ja, was mich so verwirrt, weil okay, ich hatte statistisch „nur“ 13mt/m, zählt also nicht nach den kriterien zur CM mit
    aber da war ich eben schon wieder gut 4 monate aus dem arbeitsleben raus. und gesagt hatte ich es, dass ich bei normalen arbeitszeiten mehr als 15mt habe.
    aber ist vllt nicht so angekommen, mein arzt war ja auch ein ganz neuer und frischer und -naja- noch unerfahrener…

    Sandra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 47

    Hallo zusammen,

    bitte entschuldigt, wenn diese Frage schon einmal hier gestellt wurde, ich konnte sie über die Suchfunktion nicht finden.

    Es ist eine recht simple „Rechen-Frage“: Schmerzen an mindestens 15 Tagen pro Monat – gilt das OHNE die Einnahme von Schmerzmitteln?
    Beispiel: Ich habe an 7 Tagen im Monat Schmerzen und nehme je ein Triptan, das die Schmerzen stoppt. (ergo habe ich keinen MÜK, oder?)
    Würde ich aber nichts nehmen und jede Attacke die vollen 3 Tage aushalten wären es ja 7×3 = 21 Tage Schmerzen, also mehr als 15. Habe ich dann eine normale oder eine chronische Migräne?

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Sandra

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Liebe Sandra,

    für mich ist das eine normale Migräne.

    Die Diagnose chronische Migräne wird u.a. gestellt, um die Behandlung daran auszurichten.

    Zum Beispiel ist Botox für die chronische Migräne zugelassen, wenn man u.a. an mindestens 15 Tagen im Monat betroffen ist, und alle anderen Möglichkeiten erfolglos geblieben sind.

    Bei Dir sind die Triptane m.E. hingegen sehr erfolgreich, und Du bist damit weit unter den 15 Tagen, und für meine Begriffe auch sicher nicht im MÜK.

    Ein MÜK äußert sich u. a. in einem Dauerkopfschmerz, der auch durch Schmerz-Medi´s oder Triptane nicht mehr richtig zu stoppen ist.

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Nelie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo, bei mir ist die chronische migräne seit 5 jahren diagnostiziert. Habe noch nie die 10/20 regel unterlaufen in dieser zeit und halte mich auch streng an die regel 1 kalendertag ist 1 einahmetag.
    Prophylaxe Botox seit 3 jahren alle 3 monate. Dazu ne kombi aus venlafaxin 150, amitriptilin 35 (25+10) und bisoprolol 2.5. + Magnesium600mg

    Bei akutbehandlung nehme ich relpax 40 plus 500 mg naproxen. Vorher domperidon. Hilft 4 bis 6 stunden, dann wiederkehrkopfschmerz. Attacke dauert 3 tage, dann manchmal 1 tag etwas besser, jedoch keine schmerzfreiheit. In jeder dieser 3 tage phasen erlaube ich mir jeweils nur 1 einahmetag, ansonsten versuche ich mit cefaly, magnes

    Leider wird es trotzdem immer schlechter. Doch ein MÜK, selbst bei 6 bis 8 einnahmetagen??

    Meine Frage: darf ich domperidon täglich einnehmen? Wenn ja wie viel? Es wirkt ganz leicht schmerzlindernd, nicht nur gegen die übelkeit. Oder zählt das auch als schmerzmittel und fällt damit in die 10/20 regel?

    Danke und liebe grüße nelie

    Ratlos
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo,

    Ich wende mich wieder an die kollektive Weisheit des Forums. Meine Migräne hat in 2016 angefangen mit monatlich 11 Migränetage. In 2017, als ich Amitriptylin genommen habe, hatte ich immer abwechselnd eine gute Monat (4 oder sogar 1 Migränetage), dann eine schlechte Monat (17-18 Tage). Um platz zu sparen hier der Verlauf Nach absetzung der Amitriptylin:
    Januar: 16, Februar: 14, März: 11, April: 13 Migräne 4 kopfschmerztage (Davor hatte ich eigentlich immer nur migräne). In Mai war ich schon verzweifelt weil ich an eine woche 5 tage migräne hatte, aber seitdem ist ruhe, nur 2 kopfschmerzen in 2 wochen. Insgesamt in Mai: 8 Migräne und 4 kopfschmerztage.

    Der Neurologe (der leider sehr unkomunikativ ist und mit dem ich mich nicht beraten kann) hat eine chronifizierung der Migräne vermutet und deshalb einen Botox Behandlung verordnet und der Termin ist nächste Woche. Ich habe aber den Eindruck dass ich an der schwelle zwischen episodischen und chronischen bin – ich hatte ja auch eine monat mit nur 11 Tage.

    Die frage ob ich tatsächlich chronische Migräne habe oder ob da eine zeitweilige Verschlimmerung der episodischen Migräne wegen der Absetzung des Medikaments war, beschäftigt mich, denn wenn ich tatsächlich „nur“ episodische Migräne hab, macht es doch kein sinn Botox zu spritzen. Prof. Göbels schreibt und auch hier im Forum wird immer gesagt dass es bei episodische Migräne nicht wirkt.

    Ich wurde mich über Eure Meinung sehr freuen, ob es chronische oder episode migräne ist? Soll ich den Botox nehmen oder eher verschieben und sehen wie die migräne sich entwickelt? Im nächsten Monat gehe ich für 4 wochen ins Schmerz-Tagesklinik, vielleicht sollte ich erst dass eine chance geben?

    Ich bedanke mich im Vorraus für Rückmeldungen und Erfahrungen,
    Ratlos

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Ratlos,

    nicht immer kann man genau die Grenze zwischen chronischer und episodischer Migräne mit hoher Frequenz ziehen.

    Soll ich den Botox nehmen oder eher verschieben und sehen wie die migräne sich entwickelt?

    Ja, würde ich ausprobieren. Die Studien wurden nicht mit Betroffenen mit episodischer Migräne gemacht und auch die Kassen zahlen nur bei der Diagnose chronische Migräne. Aber es ist nicht gesagt, dass Botox nicht trotzdem gut wirken kann. Umso mehr, da Du ja eh ein Grenzfall bist.

    Liebe Grüße
    Bettina

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