Migräne und nächtliches Zusetzen der Nase

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 33)
  • Autor
    Beiträge
  • Tine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Ich bin vor einigen Wochen auf diese Forum gestoßen und war sehr sehr froh darüber. Ich habe hier schon mehr Aufklärung erhalten als in der ganzen Zeit, die ich von einem Arzt zum anderen gerannt bin und als von meinem Schmerztherapeuten.
    Ich verstehe meine Krankheit nach wie vor kaum und deshalb meine Frage. (Dies ist meine vierter Anlauf und ich weiß nicht, wo ich sie stellen soll, also versuche ich es an dieser Stelle.)
    Ich habe irgendwo im Forum gelesen (und den Eintrag nicht wiedergefunden), dass es Migräne gibt, die nachts beginnt und ich bin dadurch auf den Gedanken gekommen, dass mein allnächtliches Problem vielleicht Teil meiner Migräne sein kann.
    (Ich habe seit Jahren Migräne, Schmerzmittel helfen bei mir nicht mehr und ich bekomme erst seit einem guten halben Jahr Triptane und bin total glücklich über die Erleichterung, die mir das gebracht hat.)

    Vor fast zwei Jahren hat sich mein Schmerz plötzlich verändert und bei mir setzt sich zusätzlich nachts, und seit etwa eineinhalb Jahren jede Nacht die Nase zu. Es fühlt sich an, als verstopfe sie. Je nach Verlauf bleibt die Verstopfung in einem Nasenflügel oder setzt sich in die Neben- oder Stirnhöhle. Abhängig davon, in welchem Stadium ich aufwache, wie ich liege und von Faktoren, die ich nicht kenne, fließt in der Nase etwas und sie wird wieder frei oder ein Schmerz entsteht, der dann eine leichte bis heftige Migräneattacke auslöst. Diese kann ich dann wenn nötig (in der Regel) mit Maxalt stoppen.
    Meine Nächte sind dadurch seit zwei Jahren überhaupt nicht mehr erholsam, leider auch kurz (zwischen 5 und 6 ist die Nacht immer vorbei) und der Schmerz eine Qual.
    Ich verstehe bis heute nicht, ob das ein Teil der Migräne ist oder vielleicht eine ganz andere Erkrankung, die dann die Migräne auslöst. Erschreckenderweise hilft mir bei dieser Frage auch keiner der X-Ärzte weiter… ( und laut HNO’s lässt sich nichts feststellen).

    Könnt ihr mir sagen, ob das die Migräne ist oder was ich noch abklären kann?

    Evken
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 484

    Liebe Tine,
    Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum! Du wirst bestimmt viele Antworten auf deine Fragen bekommen . Bettina, die Leiterin dieses Forums , weiß (fast) alles 🙂

    Bevor Bettina zu deiner Frage Stellung bezieht hier mein Eindruck .

    Ich denke dass du nachts Cluster -Kopfschmerattacken bekommst . Dabei verstopft die Nase meist einseitig und /oder das Augenlid hängt. Diese Schmerzen sind meist noch heftiger als Migräne! Triptane helfen auch bei Cluster …..aber es gibt noch einige andere Therapiemöglichkeiten . Lies doch mal etwas über Cluster . Vielleicht findest du dich darin wieder!

    Wichtig ist, dass du eine gesicherte Diagnose bekommst, damit du richtig behandeln kannst!

    Warst du auch bei Neurologen ?

    Liebe Grüße
    Eva

    Tine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Liebe Evken,
    herzlichen Dank für Deinen Hinweis, ich werde mich da mal einlesen.
    Ich bin beim Neurologen gewesen. Der hat mir Sport für die Migräne empfohlen und meinte, das nächtl. Zusetzen und der Stirnkopfschmerz kämen vom Spannungskopfschmerz.
    Das fand ich eher enttäuschend und vorallem wenig hilfreich.
    Triptane helfen mir (die bekomme ich vom Schmerztherapeuten), aber ich kann sie ja leider nicht so oft nehmen, wie ich eigentlich gerne würde…

    Hermine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 74

    Liebe Tine,

    ich finde es interessant, dass dein Arzt meinte, die Nase würde sich durch den Spannungskopfschmerz zusetzen. Ich habe nämlich auch dieses Problem und habe bisher eher Milben verantwortlich gemacht. Weiß jemand ob der Zusammenhang “ Spannungskopfschmerz- Nase zu “ bekannt ist ? Ich helfe mir immer mit Erkältungssalbe, macht sich auch gut mit Minzöl.

    Sport treiben ist eine gute Idee, wobei für Migräniker weniger oft mehr ist, da körperliche Überanstrengung triggern kann. mir hilft Ausdauersport meine Schwelle so hoch zu halten, dass ich nicht jedesmal Migräne bekomme wenn ich nur nach dem Bus renne.

    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Behandlung
    Liebe Grüße Hermine

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Liebe Hermine,

    mein erster Gedanke war eigentlich auch, ob du nicht zusätzlich zur Migräne eine Hausstaubmilbenallergie hast. Gerade nachts hat man stundenlang innigen Kontakt zu Kissen und Decken, die die reinen „Milbenschleudern“ darstellen. Es ist typisch für eine Hausstaubmilbenallergie, dass die Beschwerden nachts auftreten und morgens noch anhalten. Auch die laufende Nase würde dazu passen.

    Wurde mal ein Allergietest durchgeführt? Der HNO hat vermutlich auch in diese Richtung gedacht, oder?

    Da du diese Beschwerden ja jede Nacht hast, unabhängig von der Migräne, würde ich da nur bedingt einen Zusammenhang sehen. Und dieser wäre dann, dass ein gestörter Schlaf Migräne triggert und ein „dumpfer Spannungskopf“, der durch das Zuschwellen der Schleimhäute entstehen kann, ebenso.

    In Richtung Cluster-Kopfschmerz würde ich bei dir eher nicht denken. Diese Art von Schmerzen sind so speziell und schlimm, dass das zu einer normalen Schmerzbelastung nicht passt.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Herzlich willkommen, liebe Tine. 🙂

    Grundsätzlich muss gesagt sein, dass „Nasensymptome“ ein ganz normales und bekanntes Problem im Zusammenhang mit der Migräne sein können. Viele Migräniker kennen es, dass die Nase entweder verstopft um die Attacken herum, oder Sekret fließt.

    Du schreibst, dass die Nase nun jede Nacht zu ist. Heißt das, dass Du auch jede Nacht Schmerzen hast? Mal abgesehen von einer Allergie, die Du abklären lassen solltest, könnte es trotzdem zum Migränegeschehen dazugehören.

    Clusterkopfschmerz wurde auch angesprochen und ich denke, Du hast bereits zum Thema gelesen. Wir haben auch eine spezielle Gruppe hier zum Clusterkopfschmerz. Dieser Schmerz ist vernichtend stark, daher warte ich einfach mal, was Du weiter dazu berichten kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hallo Hermine,

    ich kenne die von dir beschriebene „Nasen-Symptomatik“ im Zusammenhang mit Migräne, die mich fast ausschließlich nachts weckt.

    Je nach Schmerzseite zeigt sich sehr häufig auch ein etwas hängendes Augenlid, grundsätzlich ein dickes ödematöses Auge sowie verstopftes Nasenloch, kann jedoch auch die ganze Nase betreffen. Aber ich kenne auch, dass die trockene, verstopfte Nase plötzlich „läuft“.

    Nun aber auch meine Frage. Hast du jede Nacht Schmerzen oder unabhängig von den Schmerzen jede Nacht diese verstopfte Nase? So wäre ein Gang, wie schon geschrieben, zum HNO empfehlenswert, der auch auf Allergien testet.

    Gruß
    Semi

    Hermine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 74

    Liebe Heika und liebe Semi,

    ich habe Milbenallergie wegen nächtlicher verstopfter Nase vor Jahren schon testen lassen. Das Ergebnis war negativ. Ich habe eine Ungenauigkeit im Test und trotzdem einen Zusammenhang vermutet.

    Da ich es zum Einschlafen ziemlich warm brauche im Zimmer, wäre das eine Erklärung für die nächtliche Verschlimmerung. Da schwillt die Schleimhaut dann noch mehr an.

    Bei Migräne wird es bei mir sowieso in der Nase eng. Da ich unter chronischen Spannungskopfschmerzen leide, bin ich hellhörig geworden als Tine berichtete, dass ihr Arzt die Symptomatik mit dem Spannungskopfschmerz in Verbindung bringt und wollte mal wissen ob da auch ein Zusammenhang bekannt ist.

    Nachts bekomme ich so gut wie nie Migräne. Ich wache auch ganz selten damit auf. Vielleicht hilft mir da die Tatsache, dass ich Spät- und Nachtesserin bin.

    Ich wünsche euch und allen anderen noch einen schönen Ostermontag.

    Liebe Grüße

    Hermine

    Thilly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Hallo Tine,
    auch bei mir geht gerne die Nase zu wenn ich Migräne habe! Auch wenn ich eine Allergie zusätzlich habe! Du hast jetzt schon viele Ideen bekommen, nur noch ein Tipp von mir. Hast du schonmal einige Zeit ein Antiallergikum wie z.Bsp. Cetrizitin versucht. Falls es dir hilft ist eine Allergie sicherlich der Übeltäter. Mir hilft auch regelmäßig die Nasendusche und ein Pflegeprodukt für die Nase. Damit sind die Schleimhäute nicht so reizbar.
    Alles Gute
    Thilly

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Ihr Lieben,

    beim Spannungskopfschmerz ist dieses Symptom mit der Nase nicht bekannt. Dafür bei Migräne und Clusterkopfschmerz umso mehr.

    Wenn keine Allergie besteht, könnte es auch noch helfen, ein bisschen erhöht zu schlafen. Ebenso sinnvoll wäre es, die Zimmertemperatur auf ein „gesundes“ Maß zu senken. 😉 Liebe Hermine, wie warm brauchst Du es denn im Schlafzimmer? Wäre eine dickere Decke eine Lösung, sodass Du etwas kühler schlafen könntest? Wäre insgesamt viel besser für einen erholsamen Schlaf, auch die Nase schwillt wahrscheinlich weniger an bei nierigerer Außentemperatur.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 670

    Sowas,

    hab das Problem mit der Nase auch. Aber beim Schlafen stört es mich eigentlich nicht. Mag wohl dann wirklich daran liegen, dass ich im komplett kalten Schlafzimmer schlafe.

    Mein Mann ist Allergiker, und der braucht das offene Fenster, sonst kriegt der Atemnot nachts. D.h. bei uns ist nie Heizung an im Schlafzimmer. Das höchste der Gefühle ist mal, wenns draußen Minusgrade hat, denn machen wir tagsüber mal das Fenster zu *g*.

    Ich habe keinerlei Allergien (mehrmals getestet) und HNO hat auch nix gefunden. Aber wenn ich jetzt genauer drüber nachdenke…das ist auch zu einem ähnlichen Zeitpunkt aufgetaucht wie die Migräne 😉

    Dachte erst es ist ne Art chronischer Schnupfen. Hihi; naja, denn haken wir das Thema eben auch ab.

    Tine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Guten Morgen Ihr alle,

    herzlichen Dank für eure vielen Reaktionen. Nachdem ich mit Hilfe von Bettina die technischen Schwierigkeiten gelöst habe, kann ich auch endlich antworten.

    Bei mir liegt keine Allergie vor, das ist inzwischen mehrfach getestet. Bei HNOs war ich nun schon mehrfach und die meinen, es sei alles in Ordnung und sie könnten nichts finden. Einer wollte dann die psychische Seite mit Homöopathie behandeln…

    Ich habe das Problem jede Nacht und das Zusetzen ist schmerzhaft und ich bekomme dadurch jede Nacht Druck und Schmerz im Kopf (Stirn und wie von Semi beschrieben teilweise auch über das Auge).
    Ich schlafe kühl bis kalt, habe den Raum austesten lassen und soweit es mir eingefallen ist alle äußeren Faktoren abgeklärt und beseitigt. Es tritt auch außerhalb meines Zuhauses auf.
    Ich hatte letztes Jahr mal etwa sechs Wochen gegen Ende des Sommers in denen ich das nicht hatte-das war herrlich. Aber ich kann nicht mal sagen, woran das lag.

    Zum Thema Cluster habe ich mich eingelesen, denke aber das passt nicht auf mich.

    Ein Antiallergikum würde wohl nicht helfen. Eine zeitlang hatte ich das Gefühl, sinupret würde helfen, aber das ist auch vorbei und lag vielleicht doch an einem kombinierten Schnupfen (davon habe ich seit Jahren reichlich-deshalb hatte ich auch über einen chronischen Schnupfen nachgedacht, aber die Nebenhöhlen sind in einer Schmerzphase mal geröntgt worden und waren frei).

    Gibt es Mittel, die gezielt auf dieses Nasensymptom wirken?
    Oder könnte ein Besuch im Schlaflabor irgendwas klären?

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Liebe Tine,

    das Problem mit zugesetzter Nase und Druck im Kopf kenne ich auch – lange Zeit zusätzlich mit regelmäßigen Nebenhöhlenentzündungen. Eine konkrete Ursache wurde nie gefunden, jedoch immer wieder vermutet, dass meine Nasenschleimhaut deutlich zu trocken ist, mir keinen richtigen Schutz bietet und dadurch permanent gereizt und angreifbar ist.

    Mein HNO hatte mir dann irgendwann verschiedene Nasensprays zum Testen verschrieben – ich habe Nozoil, Liponasal und Hysan Pflegespray ausprobiert und bin bei letzterem geblieben, weil es mir sehr geholfen hat. Inzwischen nutze ich es seit 2einhalb Jahren fast täglich (da es allein der Befeuchtung der Nasenschleimhaut dient und nicht abschwellend wirkt, ist es zur Daueranwendung geeignet) und meine Nasenprobleme sind deutlich seltener geworden.

    Ansonsten achte ich darauf, regelmäßig zu trinken, häufig zu lüften und wann immer geheizt wird, mit einer Wasserschale oder einem feuchten Handtuch auf der Heizung die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

    Zusätzlich nehme ich auf Anraten meines Hausarztes, wenn die Probleme trotz Nasenspray wieder zunehmen, für ein paar Tage Bromelain.

    Ich weiß nicht, inwiefern deine Probleme in diese Richtung gehen – bei mir gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Nase und Migräne (bin selbst ein chronischer Spannungsdickschädel mit seltener Migräne). Vielleicht kann dir aber das eine oder andere ein wenig Linderung verschaffen.

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tine,

    Tanni hat jetzt schon so viel aufgezählt, mehr fällt mir auch nicht mehr ein. Höchstens vielleicht, dass Du mal versuchen könntest, etwas erhöht zu schlafen. Dann kann das Sekret sich nicht so gut in der Nase festsetzen.

    Du hast zwar keine getesteten Allergien, ich würde den Schlafraum aber trotzem mal versuchsweise so herrichten, wie er für einen Allergiker geeignet ist. Keine Daunen im Bett, Allergikerhülle über die Matratze, keine sonstigen Staubfänger im Schlafzimmer usw. Einen Versuch ist es wert, denn wenn die Sekretion nur nachts übermäßig ist, reizt irgend etwas Deinen Organismus dazu. Nicht immer sind Allergietests zuverlässig positiv, wenn man eine Allergie hat.

    Aber Tannis Tipps sind auch super, vielleicht erleichtern sie ja auch Deine Situation.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Hi Tine,

    ich habe eine Zeit, als meine Nase dicht und auch noch meine Ohren dazu, schlichtweg abends mit ordinärem Salzwasser meine Nase gespült.

    Der Tipp mit dem erhöhten Schlafen solltest du in die nähere Erwägung ziehen, wäre ein Versuch wert.

    Lg Semi

    Tine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Wiederum Dank an euch.
    Das erhöhte Schlafen habe ich schon probiert, hat die Osteopathin dann wieder von abgeraten. Aber ich konnte auch keine Verbesserung spüren.

    Mit Nasensprays habe ich auch keinen Erfolg gehabt.
    Also vielleicht doch eher das Allergikerschlafzimmer…

    Das Bromelain habe ich mir notiert….

    Allerdings fängt das Zusetzen an manchen Tagen auch schon abends an, bevor ich überhaupt ins Bett gehe. Dann kribbelt oder brennt es meist einseitig im Nasenloch. Das wiederum würde dann den Zusammenhang mit dem Schlafzimmer wieder relativieren.

    @ Bettina: Gibt es eine Möglichkeit, noch genauer abzuklären, ob die Symptome zum Migränegeschehen gehören?

    Habe jetzt nochmal wieder Arzttermine vereinbart, vielleicht nimmt mich ja mal einer ernst…

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tine,

    das Phänomen ist ja durchaus bekannt im Zusammenhang mit Migräne- und Clusterattacken. Aber halt um die Attacken herum, nicht außerhalb der Attacken.

    Du hast das Problem ja völlig unabhängig von den Attacken, wenn ich das richtig verstehe. Dann wüsste ich nicht, wie man einen Zusammenhang zur Migräne herstellen könnte. Aber löchere doch nochmal Deinen Neurologen dazu.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Danny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 141

    Hallo ihr Lieben,

    ich verfolge dieses Forum schon längere Zeit mit großem Interesse.

    Auch ich habe das Problem, dass sich die Nase bei mir ständig zusetzt – was aber – bei um die zwanzig Migränetage monatlich und – wie bereits öfter geschrieben – ansonsten Spannungskopschmerzen – vermutlich dann doch nicht verwunderlich ist.

    Mir war bisher – bevor ich eure Beiträge gelesen habe – nie bewusst, dass es einen Zusammenhang zwischen der zugesetzten Nase und den Kopfschmerzen geben kann.

    Ich hatte auch zunächst den Gedanken mit der Allergie (insbesondere, da ich auch Heuschnupfen habe, der teilweise asthmatische Züge annimmt), kann das aber eigentlich, da meine Böden entweder aus Laminat oder aus Fliesen besteht, meine kompletten Heimtextilien aus antiallergischer Mikrofaser sind und die zugesetzte Nase das komplette Jahr über besteht, ausschließen.

    Ich glaube, ich muss einfach einmal genauer darauf achten, wann die Nase stärker und wann sie nicht so stark zugesetzt ist.

    Nasensprays kann ich leider auch nicht benutzen, da ich darauf mit starkem Nasenbluten reagiere.

    Viele Grüße und euch allen einen schönen – hoffentlich weitestgehend schmerzfreien Wochenstart
    Danny

    Ute
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Das selbe Problem…Nase setzt sich bei Migräne zu.
    Ich spüle ebenfalls vor dem Schlafengehen mit Salz. Absolut zu empfehlen…

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Hallo Danny,

    auch wenn du deinen Wohnbereich deiner Allergie entsprechend günstig gestaltet hast, kannst du nie ausschließen, dass es daran nicht liegen kann. Allergene setzen sich bei einem Aufenthalt im Freien in der Kleidung und den Haaren fest, so dass man sie immer in die Wohnung mit hineinträgt.

    Auch bei einer Hausstaubmilbenallergie kann man die Aufenthaltsorte für die Milben höchstens reduzieren, ihre Lebensbedingungen erschweren, ausschalten kann man sie nie.

    So können dabei (bei den Hausstaubmilben, nicht natürlich bei Heuschnupfen) ganzjährige Beschwerden vorhanden sein, wobei die Sommermonate meist besser sind, weil da die Luftfeuchtigkeit deutlich höher ist, was den Milben entgegenkommt.

    Lieber Gruß
    Heika

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Liebe Tine,

    es gibt für dich auch die Möglichkeit, einige Zeit lang ein leichtes Mittel gegen Allergiebeschwerden zu nehmen, z.B: Cetirizin, 10 mg täglich abends.

    Solltest du dann keinerlei Besserung verspüren, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es mit einer Allergie zusammenhängt.

    Manchmal ist der Weg, über Ausschlussverfahren zu arbeiten, einfacher als die Ursachenforschung selber.

    Lieber Gruß
    Heika

    Danny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 141

    Hallo Heika,

    vielen Dank für die Informationen.

    Die Pflanzen, auf dich ich allergisch reagiere, sind bzgl. Pollen etc. zumeist von März bis Juli aktiv – d.h. das ist bei mir auch die Heuschnupfenzeit mit den asthmatischen Zügen. Ab Mitte / Ende Juli „blüht“ eigentlich nichts mehr, wogegen ich allergisch bin.

    Auf Hausstaub und Milben habe ich mich testen lassen – aber zum Glück keine Allergie dagegen.

    Deshalb war ich so dankbar für dieses Forum – denn – wie gesagt – den Zusammenhang mit den Kopfschmerzen / mit der Migräne kannte ich zuvor noch nicht.

    Viele Grüße
    Danny

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2044

    Liebe Tine,

    wenn du von Nasensprays schreibst, meinst du dann abschwellende Sprays oder welche rein zur Befeuchtung? Bei mir hat zweiteres den durchschlagenden Erfolg gehabt. Vor allem wenn es anfängt, in einem Nasenloch zu brennen, kann ein Sprühstoß Hysan bei mir sehr schnell Linderung verschaffen.
    Bromelain könnte für dich auf jeden Fall ein Versuch wert sein.

    Hallo Danny,
    wenn du schreibst, dass du von Nasensprays Nasenbluten bekommst – darf ich dann davon ausgehen, dass du damit in erster Linie abschwellende Nasensprays meinst?

    Wenn ja, würde ich dir sehr ans Herz legen, einen Versuch mit einem nicht abschwellenden Nasenspray mit Dexpanthenol (nicht aus der Drogerie, sondern aus der Apotheke – meine Empfehlung: Bepanthen Nasenspray oder mein Favorit Hysan Pflegespray) rein zur Befeuchtung zu starten. Wenn man auf abschwellende Nasensprays so stark reagiert, ist in der Regel die Schleimhaut in der Nase arg angegriffen – gerade bei Allergien ist das eh verstärkt der Fall. Unabhängig davon, ob dein Zusetzen der Nase mit der Migräne zusammenhängt oder nicht, kann eine angegriffene Nasenschleimhaut zu allerlei Problemen führen…

    Liebe Grüße, Tanni

    Tine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Liebe Bettina,

    ich glaube mein Problem ist gerade, dass ich eben nicht weiß, ob das Zusetzen um die Attacken herum ist oder ob es nicht eher Teil der Attacken ist…
    Hast Du einen Tip, wie ich das herausfinde?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Liebe Tine,

    die geschwollene Nasenschleimhaut bei einem Anfall habe ich auch jedes Mal. Und da ich auch Monate mit bis zu 20 Migränetagen kenne, habe ich mir statt des normalen NasenSPRAYS TROPFEN besorgt. Tropfen für Kinder oder auch schon Säuglinge. Die haben eine Pipette und wenn ich die nicht mit Flüssigkeit fülle, sondern nur eintauche, bekommt meine Nase nur einen winzigen Bruchteil Wirkstoff ab. Und um meine Nase nicht „süchtig“ werden zu lassen, wechsel ich immer mal für einige Tage die Seite oder bei ständiger Einseitigkeit gibt’s dann mal Pausen.
    Auf die Weise konnte ich gut die Mengen reduzieren und bei echtem Schnupfen wird dann eben öfter eingetaucht. Spray kommt mir gar nicht mehr ins Haus.
    Versuch es mal, vielleicht löst es zumindest das Problem mit dem Nasenbluten. Vielleicht ist es aber doch allergisch, Allergieforschung dauert oft viele Jahre und braucht einen seeehr denkfähigen Arzt, das ist mit Tests allein oft nicht zu schaffen. Da wäre ein kurzzeitiger Test mit kortisonhaltigem Spray evtl. zielführend ohne großen Aufwand.

    Gute Nacht,
    Julia

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    ich habe seit Jahren mit allergischem Schnupfen zu tun und auch schon alles mögliche ausprobiert. In diesem Jahr haben wir es homöopathisch geschafft mit Euphorbium Nasenspray und Sinusitis Tabletten. Es hat sehr sanft und wirklich gut geholfen und ich bin nicht der Homöopathieverfechter.

    LG Johanna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Tine,

    was möchtest Du jetzt genau wissen? 😉 Wenn das Problem um die Attacken herum auftritt, hat es mit den Attacken zu tun.

    Liebe Julia, ich würde keinesfalls (!) mit abschwellenden Nasensprays arbeiten, auch nicht tröpfchenweise. Die Abhängigkeit entsteht auch dann, wenn man nur ganz wenig Wirkstoff fast täglich zusetzt.

    Bei mir ist eigentlich fast immer eine Nase ziemlich zu beim Liegen, ist mir jetzt aufgefallen. Ich halte mich damit gar nicht länger auf und mir würde im Traum nicht einfallen, dies zu therapieren.

    Während Attacken ist bei mir die Nase eigentlich auch immer mitbetroffen, aber dann auch in der aufrechten Lage.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Frank
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo,
    mit Erleichterung lese ich, dass ich nicht der einzige bin, der mit mit Migräneanfallen und nächtlichem Zusetzen der Nase kämpft.
    Ich leide seit mehr als zehn Jahren unter eine chronischen Sinusitis, Migräneanfallen von ca. 7 pro Monat, und einer ausgeprägten Hausstauballergie.
    Besondere Schwierigkeit: Mein Neurologe sieht eher keine Zusammenhänge und kann mir auch nicht helfen. Mein HNO-Arzt stellt bei der akuten Krise gar keine Sinusitis fest und meint, das sei nur das Problem des Neurologen.
    Meine Fragen sind:
    1) Kann Sinusitis oder auch nur eine gereizte Schleimhaut ein Trigger für Migräneanfälle sein? Mein subjektives Empfinden lautet ja.
    2) Kann eine Operation (Empfohlen von vielen HNO-Ärzten) auch die Migränehäufigkeit lindern?
    3) Wie kann man akut das gehäufte Auftreten von Anfällen mit gereizter Schleimhaut/Sinusitis lindern oder vermeiden?
    Durch ausprobieren haben Massnahmen etwas geholfen:
    – Unbedingt SOFORT aufstehen (insbesondere Nachts) damit die Nasenschleimhaut abschwellen kann, Luft durch die Nase fliesst und Sekret abfliesst. Auf keinen Fall liegen bleiben und weiterschlafen
    – Intensiv kauen, z.B. (eine rohe Karotte) hilft Sekret abfliessen zu lassen
    – Frische Luft und etwas Bewegung hilft
    – rechtzeitig Schmerzmittel oder Tiptan einnehmen
    Ich bin gespannt, ob es Lösungen gibt.
    Frank

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Hallo Frank,

    Migräne ist eine Reizverarbeitungsstörung der Nervenzellen im Gehirn, so dass eigentlich alles, was starke Reize setzt, triggern kann. Eine „nur“ gereizte Schleimhaut wird deine Migräne wohl nicht beeinflussen, wenn du allerdings starke Symptome hast durch die Hausstaubmilbenallergie, dann schon. Ich leide selber unter einer starken Hausstaubmilbenallergie, und wenn alles dick zu ist, die Nase läuft und die Augen tränen, ist das sehr unangenehm und kann die Entstehung einer Migräneattacke begünstigen. Es braucht ja oft mehrere Trigger, der Allergie-Trigger kann durchaus das „Migräne-Entstehung-Fass“ auch mal zum Überlaufen bringen.

    Was für eine OP wurde dir denn empfohlen? Was soll sie nach Aussagen der Ärzte bewirken?

    Empfehlenswert ist immer, gewisse Maßnahmen zu ergreifen, um den Hausstaubmilben den Nährboden zu entziehen. Dazu wurde weiter oben schon einiges geschrieben.
    Kurzzeitig kann man auch mal Kortison-Nasenspray einsetzen, um in diese Reizzustände Ruhe reinzubringen. Das mache ich gerade auf Anraten des HNO-Arztes. Wobei das unabhängig von meiner Migräne behandelt wird.
    Ansonsten hast du selber ja schon gute Hilfen für dich herausgefunden.

    Lieber Gruß
    Heika

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Hallo Zusammen

    Eine Verstopfte Nase habe ich nachts auch immer und zwar einseitig, wenn ich dann die Seite wechsle, wechselt auch die Seite der verstopften Nase. Ich finde das nicht weiter schlimm, aber doch interessant zu lesen, dass Euch das auch so geht und da ein Zusammenhang zu bestehen scheint. (Ich habe chronische Migräne ohne Aura).

    Bei Attacken habe ich dann immer gleichzeitig das Gefühl einer Erkältung: Einen Donnerkopf wie bei einer Grippe, Juckende und geschwollene Augen, mehr Schleim in Nase und Rachen ect. und habe mich immer gefragt, ob ich nicht doch einen chronischen infekt habe…

    Nun würde es mich schaurig interessieren, ob es eine medizinische Erklärung dafür gibt, was da genau passiert?
    Also im Sinne – triggert die Migräne diese Symptome oder sind die Syptome teil der Migräne (und wenn ja warum?)

    Liebe Grüsse
    Pepita

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 33)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.