Status migraenosus

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  • Julia
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    Beitragsanzahl: 7456

    Ach Collien, jetzt sei bitte nicht gleich böse.
    Ich kann deine Idee, in die passende Gruppe zu schreiben sehr gut verstehen. So war Headbook ja auch ursprünglich konzipiert mit den vielen Gruppen und Foren. Ich war auch lange nicht davon überzeugt, dass die Bevorzugung der Schmerzverläufe sinnvoll ist. Es ist, da hast du recht, für alle, die was speziell suchen, deutlich schwieriger. Aber für die Fragenden, die oft noch einen gewissen Grundstock an Wissen zu ihrer Krankheit aufbauen müssen, ist ein Ansprechen aller Probleme an einer Stelle deutlich einfacher. Und auch für diejenigen, die qualifiziert antworten wollen, und ja auch müssen, sonst macht Headbook keinen Sinn, ist es oft sehr schwierig und enorm zeitaufwändig, sich aus verschiedenen Gruppen und über lange Zeit, einen Überblick über bereits Geschriebenes zu verschaffen.

    Wie du es machen möchtest, ist natürlich dir überlassen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27907

    Liebe Collien,

    noch mal kurz zur Erklärung: Die einzelnen Foren eigenen sich gut für kurze Fragen, die jetzt nicht direkt mit der eigenen Geschichte zu tun haben. Z. B. kann man dieses oder jenes Medikament kombinieren. Oder was sind insgesamt sinnvolle Dosierungen, wenn man … oder … hat. Oder was wären „übliche“ Nebenwirkungen bei …

    Der eigene Schmerzverlauf ist sozusagen Dein Zuhause. 🙂 Da kann man nachlesen, wie die Situation bei Dir ist und auf Dich individuell eingehen. Daher hat sich auf lange Sicht der Schmerzverlauf sehr bewährt und wir achten auch darauf, dass jedes Mitglied nur einen öffnet.

    Neuraxan ist Homöopathie und daher unwirksam. Macht auch keinen Sinn, es weiter einzusetzen. Minzöl kann durchaus helfen, hat aber leider versagt. Bei schwerem Verlauf und eventuellem Status/MÜK sind die sanften Dinge leider eben zu sanft. 😉

    Versuche, mit Sedierung und viel Ruhe über die Runden zu kommen. Extra Magnesium vielleicht noch versuchen, Vomex, Entspannungsübungen wie PMR oder was Dir sonst noch gut tun könnte.

    Gute Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Ich bin nicht böse. Alles gut.
    Wollte meinen Beitrag nur passend unterbringen, zumal aktuelle Situation,
    persönlicher Schmerzverlauf und Fragen dazu, nicht immer forengerecht zu trennen
    sind.

    Danke Bettina,

    letzte Nacht ohne Triptan und Schmerzmittel (freu). Fühl mich grad noch etwas wacklig.
    Mal sehn, wie der Tag wird.

    Schönes Wochenend euch!
    Collien

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    ? ? ?
    Liebe Collien, dann wünsch ich dir einen schönen Tag, oder lieber gleich das ganze Wochenende, ohne Migräne und Triptane.
    Julia

    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Danke der Nachfrage liebe Collien,

    ja, es geht mir langsam besser. Aber ich mußte nochmal 4 Tage lang Kortison einnehmen bis ich aus dem Status raus war. Die Migräne sitzt mir nicht mehr im Nacken, der hat sich entspannt inzwischen. Jetzt ist die Migräne wieder so (schlimm) wie vor dem Status. Ich kämpfe fast jeden Tag mit Migräne oder Migräneartigen Kopfschmerzen und damit keine Medikamente zu nehmen. Aber es wird nach und nach besser. Heute schon der 3. Tag ohne Triptan 🙂

    Und bei dir? Hast Du es ohne Triptan geschafft? Halte durch!
    Viele liebe Grüße von Ingrid

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Hallo Ingrid,
    dann kämpfen wir wohl grad gemeinsam . . .
    Gestern waren die Kopfschmerzen relativ harmlos, dafür hatte ich starke Kreislaufprobleme.
    Normalerweise hätte ich das auf die Medikamente geschoben, aber die nehm ich ja grad nicht.
    Das letzte Triptan Donnerstag 23.00 Uhr. Das hielt dann freitags über. Samstag gabs nur Vomex.
    Und gestern Abend fühlte ich mich fast gesund.
    Tja, und bin vor 20 min. mit starken Kopfschmerzen aufgewacht.
    Bloß gut, dass ich eh schon krankgeschrieben bin.
    Heute Nachmittag hab ich eigentlich einen Zahnarzttermin (Kontrolle).
    Ich geb mir noch ne Tasse Kaffee, bevor ich entscheide ihn abzusagen.

    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Guten Morgen Collien,

    is ja toll, daß du es jetzt schon 3 Tage ohne Triptan geschafft hast :-)!!! Hattest du denn Kortison genommen; oder ging es ohne?
    Ich an deiner Stelle würde den Zahnarzttermin absagen, daß ist nur zusätzlicher Stress, den du zur Zeit überhaupt nicht brauchen kannst.
    Ich drück dir die Daumen, daß du einigermaßen über den Tag kommst.

    Ich hatte gestern Abend, wie die Abende zuvor, leichte Migräne; die ist heute Morgen „erstmal“ weg. Ich hab heute noch einen Ostheopatietermin. Ich hoffe der wird mir guttun. Über soviele Tage hintereinander Migräne laugt einen so unglaublich aus. Ich brauch mal ein bischen „Aufbauarbeit“.

    Schöne Grüße von Ingrid

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Guten Morgen,
    Den Zahnarzttermin hab ich abgesagt. Hätte später zwar hingehen können, aber
    besser so, als andersrum. Konnte etwas spazieren gehen.

    Ich hab zuletzt Freitag Kortison genommen. Danach nicht mehr, weil es mich
    innerlich sehr unruhig machte.

    Die Kopfschmerzen kommen aber nach wie vor einmal am Tag recht stark zurück.
    Bislang kann ich sie noch aushalten, aber habe zur Zeit das Vertrauen in meinen
    Körper total verloren. Kann den Neurologen Termin am Donnerstag kaum erwarten.

    Bin gespannt, wie es weitergehen kann. Ob er mir Emgality verschreibt. Meine
    Erfahrungen mit Aimovig waren ja nicht so gut. Aber momentan kann`s nicht
    schlechter werden.

    Ingrid, wie war dein Osteopathie Termin?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Liebe Collien,

    es ist eine ganz normale Nebenwirkung von Kortison, dass es unruhig machen kann. Deshalb empfiehlt man, sich evtl. etwas zum Sedieren für nachts verschreiben zu lassen, damit man gut schlafen kann.
    Unter Kortison können die entzündlichen Prozesse heruntergefahren werden, der Kopf kann mal richtig zur Ruhe kommen. Von daher kann ein gut geplanter und gut durchgeführter Kortison-Einsatz dem Schmerzsystem sehr gut helfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Hallo Heika,
    ja das stimmt. Ich spreche auch tatsächlich sehr gut aufs Kortison drauf an.

    Allerdings machen meine Venen allmählich schlapp (sind teilweise schon sehr vernarbt).

    Vielleicht reichen beim nächsten Status ja die Tabletten. Ich sollte dann allerdings
    früher beginnen. Hab mich dieses Mal ne Woche gequält, bevor ich damit begonnen hab.
    Das war defitiniv zu lang. Wenn erstmal alles in Fahrt ist, kommt man immer schwerer
    „dazwischen“.
    Aber man hofft ja immer: Morgen ist es bestimmt besser.

    Jedenfalls bin ich grad ohne Migräne aufgewacht und total happy!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Hallo Collien,

    wie schön, dass dein Kopf jetzt ruhig ist. Soll er auch mal schön lange bleiben! 🙂

    Ich habe immer 20mg Kortison-Tabletten zuhause, das kann ich selber gut dosieren. Allerdings setze ich Kortison zum Beenden eines Status nur im äußersten Notfall ein und das wäre niemals unter einer Woche Migräne am Stück. Man kann das ja nicht beliebig wiederholen. Nimmt man über mehrere Tage hinweg Kortison, sollte man das nicht häufiger als einmal im Vierteljahr tun.

    Wenn man Kortison einsetzt, ist eine Attacke bzw. ein Status immer schon hochgeschaukelt. Es ist nicht mit den Triptanen zu vergleichen, die man möglichst frühzeitig nehmen und die Attacke damit kupieren sollte.

    Und bei längerer Einnahme von Kortison unbedingt an den Magenschutz denken! Ärzte vergessen das manchmal, also müssen wir Patienten „nachhelfen“. 😉

    Nun genieße deinen Tag mit klarem Kopf von ganzem Herzen. Es ist doch ein wundervolles Leben ohne Schmerz! Ich war jetzt vier volle Tage am Stück so gut wie migränefrei, ich weiß kaum wohin mit meiner Begeisterung 😉 . Auf jeden Fall fühle ich mich gerade „geheilt“ 😉 🙂 .

    Lieber Gruß
    Heika

    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Liebe Collien, Heika und alle anderen.
    Collien, hast du das Kortison denn jetzt immer intravenös beim Arzt bekommen? Warum nicht als Tabletten für ZuHause?
    Ich hatte gestern Termin bei meiner Neurologin und habe mir Kortison aufschreiben lassen, damit ich für den nächsten“Supergau“, möge er denn nicht sobald kommen, was zu Hause habe. Demnächst versuchen wir es nochmal mit CGRP-Spritzen. Sonstige Prophylaxen habe ich alle erfolglos durch…
    Ich leide immernoch unter den Nachwirkungen des 3wöchigen Status. Ich hab in der Zeit zuviel Medikamente (zur Sediereung, Beruhigung, gg Übelkeit, Triptane und Schmerzmittel, Muskelralaxians und Kortison) nehmen müssen um das zu „überleben“.
    Fühle mich insgesamt ausgelaugt. Hab immernoch jeden Tag irgendwelche Kopfschmerzen (GottseiDank nicht immer Migräne). Abends um 18 Uhr bin ich so platt, daß ich ins Bett gehen könnte; was ich auch häufig tue 🙁
    Gruß, Ingrid

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Du hast in diesen drei Wochen eine Höchstleistung vollbracht, Ingrid! Kein Wunder, dass du sehr erschöpft bist. Gönne dir bitte die Erholung, bloß nicht alles nacharbeiten, was in dieser Zeit liegengeblieben ist, das kann auch noch länger warten… 😉 Und dann langsam angehen, step by step.

    Lieber Gruß
    Heika

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Guten Morgen,
    also ich habe letzte Woche Montag, Dienstag und Mittwoch 100 mg Kortison
    als Infusion bekommen. Letzten Freitag habe ich dann Tabletten mit 50 mg
    bekommen. Davon aber nur am Freitag eine genommen. Seitdem geht es bergauf.

    Ich bin zwar heute mit Kopfschmerzen aufgewacht, aber Migräne wird es wohl
    nicht. Vorgestern bin ich geritten. Nach zwei Wochen mal wieder. Und hatte
    gestern ziemlich Muskelkater und war im Eimer.

    Heika, danke für die Info.
    Ja, Kortison ist mein Notnagel und soll es auch bleiben. Aber Puh – eine
    Woche warten.
    Wie machst du das denn in so einer Woche? Jeden Tag Triptan? Oder nur bis
    zum 3. Tag?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Liebe Collien,

    ein Migränestatus ist für mich immer schlimm, weil bei mir nach dem 3. Tag Behandlung die Triptane nicht mehr gut wirken. Also muss ich pausieren, packe mir Coolpacks auf den Kopf und packe mich auf die Couch, die Nächte überstehe ich dann mit 150mg Vomex-Zäpfchen so einigermaßen. Da im Status meine Migräneseiten ca. alle zwei Tage wechseln, halte ich dann die Schmerzen auf der rechten Seite aus, weil die Attacke dort ohne Erbrechen abgeht, auch bei stärkeren Schmerzen. Wechselt dann die Seite wieder auf links, behandele ich und habe in der Regel wieder eine gute Wirkung.

    Da ich Allegro (Frovatriptan) verwende, das mit großem Abstand die längste Halbwertszeit hat, wirkt eine Tablette oft zwei Tage lang, das erspart mir natürlich insgesamt Einnahmetage.

    Früher hieß es, dass man nur an maximal drei Tagen hintereinander mit Triptanen behandeln darf, dann nicht mehr. Ganz so streng sieht man es heute nicht mehr, man darf notfalls auch an vier oder fünf Tagen hintereinander mit Triptanen oder Schmerzmitteln behandeln, wenn sie wirken, allerdings nur im Rahmen der 10-/20-Regel.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von  heika.
    Alice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo liebe „Mitleidenden“,
    Ich habe während meiner Recherche dieses Forum gefunden, und habe den Eindruck hier gibt es wichtige Erfahrungswerte, die vielleicht sogar Ärzten fehlen.
    Ich bin seit Montag im Status und nichts hilft. Sumatriptan am Montag, Novalgin am Dienstag, Einweisung von der Hausärztin am Mittwoch. Im Krankenhaus dann erfolglos Aspisol und MCP, danach brachten 200mg Prednisolon ein wenig Linderung. Donnerstag wieder auf der Schmerzskala bei fast 9/10. Habe es dann selbst nochmal mit Rizatriptan versucht, was zumindest ein paar Stunden minimale Linderung verschaffte. Freitag dann zurück ins Krankenhaus, wieder Aspisol und MCP (natürlich genauso erfolglos) und Zolmitriptan (kaum Effekt). Dann nachts stationäre Aufnahme, gestern nochmal Cortison. Und heute? Weiter Migräne. Status Quo: Ich liege mit Schmerzen im Krankenhaus rum und die Ärzte scheinen auch nicht weiter zu wissen. Hatte jemand schonmal einen so langen und resistenten Status? Was hat da geholfen? (MÜK ist es übrigens keinesfalls, habe dieses JAHR vor dem Status erst vier Mal Triptane genommen, auch sonst kaum Schmerzmittel.)

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Liebe Alice,

    schau mal hier:

    Wenn du noch im Krankenhaus bist, könntest du diesen Artikel deinen behandelnden Ärzten zeigen, vielleicht und hoffentlich lassen sie sich auf eine solche Behandlung ein.

    Statt Dexamethason könnte auch Prednisolon (Cortsion) für 3 Tage jeweils 100 mg eingesetzt werden. Du beschreibst, dass du auf die Gabe von 200 mg durchaus angesprochen hast.

    Es wäre sehr gut, wenn du einen behandelnden Arzt vor Ort hättest, der sich in Sachen Kopfschmerzen und Migräne gut auskennt, und du im Notfall nicht ins Krankenhaus müsstest. Meine Erfahrung ist, dass die Ärzte in Fällen wie deinem (oder damals auch meinem) keine ausreichende Erfahrung und somit wenig Wissen über adäquate Behandlungsmöglichkeiten haben.

    Nun wünsche ich dir, dass es dir schnell wieder besser geht und die Migräne sich händeln lässt.

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Katrin.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Katrin.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Herzlich willkommen in Headbook, liebe Alice.

    Ja einen längeren Status kennen hier sehr viele, da bist du nicht die Einzige.

    Um da wieder rauszukommen, kann es helfen, mal für 1-3 Tage täglich mit 100mg Prednisolon zu behandeln. Wichtig dabei ist es auch, die Übererregbarkeit des Gehirns stark runterzufahren, indem man begleitend z.B. Diazepam gibt. Sprich doch gleich mal den behandelnden Arzt darauf an, damit du weiter das Kortison bekommst.
    Absolute Ruhe gehört natürlich auch dazu, sonst verpufft die Wirkung des Kortisons ganz schnell. Ob du dafür allerdings im Krankenhaus sein musst, wo man ja nicht so wirklich zur Ruhe kommt, ist fraglich. Zumal die Ärzte in den Krankenhäusern selten genug über eine adäquate Behandlung des Migränestatus bescheid wissen. Also für morgen, solltest du heute entlassen werden, Tabletten mitgeben lassen.

    Wir hier empfehlen: 100mg Prednisolon iv. oder oral für 1-3 Tage, zusammen mit einem Magenschutz, wie Pantoprazol/Omeprazol, und Sedierung mindestens für die Nächte.
    Wir gehören zur Schmerzklinik Kiel und beraten nach deren Richtlinien, wäre vielleicht als Hinweis an den Arzt ganz wichtig!

    Solltest du die Schmerzen trotz der obengenannten Behandlung nicht aushalten, kannst du auch ein Triptan, eventuell sogar das Sumatriptan Inject nehmen. Besser wäre es allerdings, wenn erträglich, ohne.
    Das Kortison ist kein Akutmittel und wirkt in der Regel erst am zweiten oder dritten Tag, die leichte Wirkung der 200 mg war da wohl eher der Hoffnung geschuldet.

    Sprich mit dem Arzt. Ich wünsche dir eine schnelle Besserung.
    Liebe Grüße,
    Julia

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Oh, Katrin war schneller und besser mit dem Link 😃, dann bist du ja jetzt gut gerüstet für das Gespräch mit dem Arzt. Ich hoffe, er/sie geht drauf ein und kann dir helfen.

    Alice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Vielen Dank für eure Antworten! Den Link habe ich schon mehrmals ausführlich durchgelesen in den letzten Tagen. Im Grunde habe ich ja nun auch schon zwei Mal Cortison bekommen, Mittwoch (200mg) und Samstag (100mg).
    Grade waren die Schmerzen aber doch wieder so präsent, dass ich klingeln musste. Hing nun am Novalgintropf, leider kaum irgendeine Besserung.
    Wenn ich den Arzt mal zu Gesicht bekomme, werde ich versuchen mit ihm zu reden. Ich fühle mich hier tatsächlich etwas verloren, habe auch nicht den Eindruck, die Ärzte wissen so richtig, was sie tun, obwohl ich immerhin schon auf der Neurologie liege. Allerdings kann es auch passieren, dass man mir den Vogel zeigt, wenn ich mit Wissen aus dem Internet ankomme :/ Googlende Patienten sind ja für viele Ärzte die schlimmsten. Von Entlassung war nun noch gar nicht die Rede, ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht was der Plan ist, redet ja keiner mit mir.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Das Nichtwissen, wenn es um Migräne geht, ist leider sowohl auf neurologischen Stationen in Krankenhäusern als auch bei vielen niedergelassenen Neurologen der Normalfall, liebe Alice. Deshalb geht auch fast niemand von uns Migräneerprobten hier mit einer längerdauernden Attacke ins KH.
    Darum ist es so absolut wichtig, sich einen auf die Migränebehandlung spezialisierten Arzt zu suchen!
    Für heute hilft dir das allerdings noch nicht. Ich würde nach einem Arzt fragen und betonen, dass das nicht irgendwas aus dem INet ist, sondern eine Empfehlung der, was Kopfschmerzen anbelangt, führenden Klinik in Deutschland/Europa ist.
    Und sonst? Die Schmerzen würde ich dann lieber zuhaus in Ruhe aushalten und morgen meine Hausärztin kontaktieren. Aber das ist nur meine Erfahrung, entscheiden musst du.
    Hast du zuhause irgendwas zum Sedieren? Das wäre eine gute Möglichkeit, die Schmerzen besser aushalten zu können.

    So oder so, gute und vor allen Dingen schnelle Besserung.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von  Julia.
    Alice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Meine Hausärztin hat mich erst eingewiesen. Einen Termin bei einer vom DKMG empfohlenen Neurologin habe ich Ende August. Zum Sedieren habe ich nichts zu Hause und auch meine Hausärztin würde mir niemals Benzodiazepine aufschreiben, das ist eines ihrer Prinzipien. Ich bin also im Grunde ziemlich aufgeschmissen. Nachdem die Novalgininfusion nicht gewirkt hat, fragte die Pflege beim Arzt nach und kam mit Ibuprofen zurück. Ich fragte, ob das ein Scherz sei. Danach kam er dann mit Aspirin intravenös und ich wies darauf hin, dass das Mittwoch und Freitag schon nicht geholfen hat. Jetzt gabs Topiramat. Wenn morgen in der Visite keine sinnvollen Antworten kommen, gehe ich. Aber dann liege ich mit Status zuhause. Hört der theoretisch irgendwann von alleine auf?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Oh weh, die Unkenntnis lässt grüßen!
    Was soll denn da jetzt Topiramat? Das ist ein Prophylaxemedikament, dass man aber ganz bestimmt nicht im Notfall einsetzen sollte.
    Die Schmerzen werden zuhause ja nicht anders sein als jetzt in der Kinik, da würde ich sie lieber im eigenen Bett ertragen. Und ja, jeder Status geht auch von alleine wieder weg. Da hab ich große Übung!

    Zur Unterstützung könntest du dir auf dem Weg in einer Notdienst-Apotheke Dimenhydrinat, also Reisetabletten oder das teurere Vomex besorgen, bei Erbrechen als Zäpfchen. Das sediert gut und lässt die Schmerzen erträglicher werden. Oder hast du eventuell Amitriptylin im Haus? Auch damit kann man sich gut „abschießen“. Auch MCP könnte, wenn es dich sediert, Sinn machen.
    Sollte einer meiner Vorschläge infrage kommen, sag ich dir gern was zur jeweiligen Dosierung. Dann bitte melden.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27907

    Ein herzliches Willkommen, liebe Alice. 🙂

    Ein Status migraenosus ist leider nicht so selten und sollte bestenfalls zu Hause in den Griff bekommen werden. Nicht oft kann einem in einer Klinik geholfen werden, diese Erfahrung machen viele von uns.

    Habe es dann selbst nochmal mit Rizatriptan versucht, was zumindest ein paar Stunden minimale Linderung verschaffte.

    Du könntest es im Grunde mit Rizatriptan weiter versuchen, da es Dir ja trotz Status geholfen hatte. Manchmal helfen Triptane nach einigen Migränetagen am Stück nicht mehr, aber testen kann man es trotzdem.

    Zum Sedieren wäre auch Vomex möglich, wie Julia bereits schreibt. Ausreichend dosiert hilft es super gegen die Übelkeit und macht so müde, dass man oft sogar trotz Schmerzen schlafen kann.

    Ich war kürzlich wegen einer OP in der Klinik und die Migräne drehte auf wie selten mal. In der Klinik waren sie damit komplett überfordert und waren froh, dass ich mich selbst behandelt hatte. Was mir noch gefehlt hatte, brachten sie mir. Also für mich hatte das gut funktioniert, da man mich unterstützte und nicht versuchte, selbst zu experimentieren. Aber diese Situation hat man leider nicht automatisch in einer Klinik, was einmal mehr bestätigt, dass man in so einem Fall zu Hause besser aufgehoben ist. Vorausgesetzt, man hat die nötige Unterstützung vor Ort. Dies scheint bei Dir aber auch noch nicht gegeben zu sein, daher solltest Du Dir einen Neurologen suchen. Hausärzte kennen sich oft nicht ausreichend aus mit der Migräne, verschreiben daher nicht die hilfreiche Medikation mangels Erfahrung und haben zudem auch nicht das Budget für teure Verschreibungen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Alice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Habe nun endlich den Arzt auch mal zu Gesicht bekommen, statt immer nur stille Post über die Pflege zu spielen. Er ist nun der Meinung, er könne mir gar nichts mehr geben heute, weil das Risiko für Wechselwirkungen zu hoch ist. Na danke dafür. Morgen setzen sich die Oberärzte nochmal zusammen und überlegen sich was, vermutlich gibt es wieder Cortison. Ich habe ihm die Empfehlung der Schmerzklinik gezeigt, seine Reaktion war mehr oder weniger „Na, das haben wir ja gemacht“. Gut, die Sedierung komplett weggelassen und Cortison unsystematisch mal hier mal da ein wenig. Ich warte ab was die Visite morgen bringt, lass mir eventuell nochmal Cortison geben und entlasse mich dann selbst.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Auf jeden Fall wünsch ich dir eine schnelle Besserung, egal wie und durch wen 😀.

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