Migräne und Urlaub

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  • Anna
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    Beitragsanzahl: 511

    Um den Aimovig-Thread nicht zu sprengen, möchte ich hier mal eine neue Diskussionsrunde aufmachen.

    Begonnen hat es damit, dass manche offenbar das Fliegen nicht vertragen.
    Mir hingegen macht das Fliegen nichts aus. Ich habe aber große Probleme mit längeren Autofahrten vor allem, wenn sie mit Staus verbunden sind.

    Urlaube, die mich zu längeren Autofahrten zwingen sind von vorneherein gestrichen, auch wenn das viele in meinem Bekanntenkreis überhaupt nicht verstehen können.

    Grundsätzlich gilt aber auch bei mir, dass die Länge der Anreise im Verhältnis zur Länge des Aufenthalts stehen muss. Kurz mal fürs Wochenende wohin fliegen ist auch mir zu stressig. Daher habe ich z.B. auch ein kleines Problem mit dem Forentreffen, das für mich weiter weg ist als Italien.

    LG Anna

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 73

    Liebe Anna,
    vielleicht kann dir helfen, wesentlich langsamer als normal autozufahren. Mein Mann ist ein sehr geruhsamer Autofahrer und „schleicht“ meist mit 100 km/h über die Autobahn. In diesem Tempo komme ich problemlos bis Kroatien. Wenn ich bei anderen Fahrern mitfahre, die 160 km/h fahren, ist die Migräne dagegen vorprogrammiert. Genauso bereitet mir das Fahren im ICE ordentliche Migräneattacken. Geschwindigkeit scheint also auf jeden Fall eine Rolle zu spielen und dazu die optischen Eindrücke, wie die Landschaft am Auge vorbeizieht. Dies entfällt beim Fliegen, sodass es für dich schonender sein kann.
    Ich bin neugierig, ob dir so eine Geschwindigkeitsbegrenzung helfen kann!
    Liebe Grüße,
    Elfe

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 months von Elfe.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 511

    Hallo Elfe,

    ne, das ist dieses Mal bei mir nicht die Lösung. ?
    Ich fahre sowieso nur noch wenn es sein muss. Ich muss schon jeden Tag ins Geschäft fahren, das reicht mir.
    Und mein Mann ist beim Autofahren die Ruhe selbst und fährt nie schnell höchstens 120km/h.
    Mich stresst ja noch mehr der Stau, also wenn nichts vorwärts geht, oder wenn die Autos dicht an dicht hintereinander her schleichen.

    Vor Jahren sind wir mit den Kindern mal in den Skiurlaub gefahren. Es waren gut 350km und wir haben dafür ca. 8h gebraucht. Von einem Stau in den nächsten. Mein Mann war damals krank, litt neben mir auf dem Beifahrersitz und ich musste alles fahren. Die Migräne war damals allerdings noch nicht so präsent.
    Am Schluss bin ich völlig ausgerastet, stand total neben mir.
    Die Kinder wissen das heute noch. Ich habe mir damals geschworen, dass ich sowas nie wieder mache.

    Bei unserer Kroatienreise wollten wir es schlau machen. Sind schon mal bis Salzburg vorgefahren. Trotzdem standen wir über eine Stunde bis wir über die Grenze in Kroatien waren. Und auf dem Rückweg sind wir sonntags gefahren, weil das ja angeblich so viel besser sei und hatten von Salzburg bis Stuttgart nur stop and go.
    Danach hätte ich gleich wieder Urlaub gebraucht.
    Seither gibt es für mich Kroatien nur noch mit Flug oder gar nicht.

    Fliegen oder auch Zug fahren finde ich sowas von entschleunigend.
    Zug fahren liebe ich sogar noch mehr, aber die Entfernungen sind natürlich etwas beschränkter.
    Ich setze mich rein und entspanne. Ich kann im Zug stundenlang einfach nur rausschauen und im Flugzeug vor mich hin dösen und während ich entspanne, komme ich ans Ziel.
    Die Geschwindigkeit kann es also nicht sein.

    Und ich erinnere mich an einen Flug von Stuttgart nach Berlin, bei dem ich relativ viel sehen konnte und ich dachte nur die ganze Zeit, wie faszinierend doch das Fliegen ist.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 months von Anna.
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    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Ihr Lieben,

    ich finde es interessant, eure Beschreibungen zu lesen 🙂 Ich selbst kann beim besten Willen nicht über längere Strecken Zug (ICE) fahren – das triggert bei mir richtig heftige Migräne – Bummelbahn geht wesentlich besser, vor allem dann wenn es ein alter Zug ohne Klimaanlage ist, der einen so richtig heftig durchschüttelt.

    Ich hatte mich mal mit meinem Arzt darüber unterhalten – die Bahn hat insbesondere in ihren ICEs Techniken verbaut, durch welche die Bewegung auf der Strecke weitgehend abgefangen und in „sanfte gleichmäßige Schwingungen“ umgewandelt wird. Und es gibt Menschen, die genau diese nicht vertragen – ich gehöre wohl dazu 😉 Auch freischwingende Stühle, Schaukelliegen und Co kann ich nur für ganz kurze Zeit aushalten…

    Fliegen und Autofahren geht bei mir wesentlich besser, auch wenn ich bei beiden schon am Ziel mit dickem Kopf ausgestiegen bin (meist wenn die Nacht davor kurz war oder die Fahrzeit extrem lang) – nur bei Weitem nicht in solcher Regelmäßigkeit wie beim Bahnfahren…

    Ich denke, dass man versuchen sollte, seine Reisen möglichst stressfrei zu planen – also nicht direkt vom letzten Arbeitstag aus starten, die Koffer in der Nacht davor noch kurz gepackt, dreimal die Hälfte zu Hause vergessen, für 800 Kilometer 6 Stunden und maximal 2 Pausen geplant… Lieber einen Tag extra zu Hause, um alles zu richten, genügend Pausen einplanen, gute Verpflegung für unterwegs einpacken und mit viel Reservezeit losfahren.
    Und das Nächste ist, wie ihr schon schreibt, dass die Zeit im Urlaub zur Reisezeit passen sollte. 10 Stunden Flug für 7 Tage Urlaub steht für mich einfach in keinem Verhältnis zueinander…

    Liebe Anna, deine Stauerfahrungen klingen für mich ganz schön heftig und ich kann gut verstehen, dass du das nicht mehr möchtest und lieber auf Bahn und Flugzeug umsteigst!

    Letztlich geht es ja für jeden darum, die für sich geeignete Reiseart zu finden – da kann man vielleicht ein paar Grundsätze beachten, zum Beispiel genügend Zeit einzuplanen – aber im Grunde genommen ist Reisen so individuell wie wir es sind 🙂 Und da lässt sich schwerlich ein Patentrezept entwickeln, aber vielleicht doch ein reger Austausch dazu…

    Ich bin gespannt, welche Erfahrungen hier zusammenkommen werden.

    Liebe Grüße, Tanni

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 511

    Hallo Tanni,

    ich finde das ein total spannendes Thema.

    Ich hatte hier ja schon oft einen Aha-Effekt, aber dass man vom Zug fahren Migräne bekommen könnte, darauf bin ich noch nicht gekommen, fand ich das doch immer die entspannendste Art zu reisen.
    Sehr interessant!

    Was mich allerdings auch stresst, ist wenn mich das Reisen aus dem Rhythmus bringt und sehr lange Reisen bringen mir auch manchmal einen dicken Kopf. Da reicht mir dann aber meist eine einfache Ibu und dann ist es wieder weg.

    Ich achte aber auch, wie du Tanni, darauf, dass das Drumherum möglichst stressfrei ist.
    Kein Start in den frühen Morgenstunden, wenn es sich vermeiden lässt, kein Stress beim Koffer packen, ausreichend Zeitreserven usw.

    Nur reise ich einfach fürs Leben gern und wenn ich wegen der Migräne nicht mehr reise, dann hat mir die Migräne wieder ein Stück meines Lebens genommen und das will ich nicht zulassen.

    Bin ebenfalls sehr gespannt, welche Erfahrungen hier noch dazu kommen.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 months von Anna.
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    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Danke liebe Anna fürs Eröffnen der Gruppe!

    Regelmässig weile ich für etwa eine Woche in einer Hütte auf dem Berg (ca. 1400m). Mit dem Aufstieg habe ich keine Probleme, doch bei der Rückkehr, am Tag darauf, habe ich immer für etwa 5 Tage einen heftigen Donnerkopf.
    Ich fühle mich dort Oben jedes Mal unglaublich frei und glücklich, bisher ordnete ich die Attacke als eine Art „Zurück-in-den-Käfig-negativer-Stress-Syndrom“ ein. Erst seit der Diskussion Gestern und den Beiträgen von Matthias über den Druckunterschied habe ich den Link gemacht, dass es der Höhenunterschied plus die anschliessende 3 Stündige Zugfahrt sein könnten.

    Das Zugfahren hatte ich schon früher im Verdacht, dachte aber ich Spinne. Könntest Du Tanni, etwas mehr dazu sagen? Wie gehst Du das Zug-Problem an?

    Ich bin auch gespannt, was hier noch kommt. Ich LIEBE Reisen, habe den Radius in den letzten Jahren aber sehr eingeschränkt.

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 511

    Hallo Pepita,

    ich habe das einmal beobachtet auf dem Heimweg vom Skiurlaub.
    Normalerweise kommt Migräne bei mir sehr langsam. Ich kann ihr quasi dabei zusehen.
    Aber da hatte ich ganz leichte beginnende Migräne und wir sind auch von gut tausend Meter herunter gefahren und da kam sie schlagartig.

    Dieser Druckunterschied kann schon was ausmachen. Er kann auch beim Fliegen was ausmachen.
    Bei mir kommt es eben immer darauf an, wie der Allgemeinzustand ist.
    Mich schlaucht es auch mehr, wenn der Luftdruck hoch geht, also wenn man vom Berg runterkommt.
    Ich muss aber sagen, dass es mir öfter nichts ausmacht als es mir was ausmacht.

    Vielleicht ist das auch wie mit dem Essen. Man beobachtet es ein paar mal und glaubt, es hängt zusammen. Hm, ich weiß auch nicht so recht.
    Wäre schon interessant, ob es Studien dazu gibt.

    Aber Pepita es wäre doch wirklich sehr schade, wenn dir die Migräne wieder ein Stück deines Lebens nimmt, dass dir sehr viel bedeutet und dich sehr glücklich macht.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 months von Anna.