Body Mass Index, Übergewicht und Lebenserwartung

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  • Hartmut Göbel
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 459

    Viele Menschen stören sich an überschüssigen Pfunden. Doch Übergewicht und sogar geringe Fettleibigkeit erhöhen offenbar die Lebenserwartung. Das zeigt eine Übersichtsstudie mit fast drei Millionen Teilnehmern weltweit:

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/uebergewicht-und-lebenserwartung-vom-nutzen-des-fettes-1.1563403

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Das ist ja irgendwie beruhigend. 🙂 Allerdings – gefällt man sich mit seinen Pfunden selbst nicht, hilft auch so eine Studie nicht wirklich weiter. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    ja, ich finde es auch beruhigend. Aber man sollte den Artikel auch ganz lesen, und entsprechend werten. Nicht nur die Überschrift für sich nutzen, und der hemmungslosen Völlerei freien Lauf lassen. Das wird hier im Artikel deutlich geschrieben.
    Lieber Gruß
    Sternchen

    sonja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 248

    Hallo,

    @bettina: Finde meine „Rundungen“ auch nicht besonders schön, hab aber doch meine liebe Mühe sie im Zaum zu halten. 😉

    @sternchen: Ich bin ganz Deiner Meinung. Hatte über diese Studie schon woanders gelesen, aber der Artikel in der Sueddeutschen ist viel ausführlicher…

    LG

    Sonja

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Hallo an alle Interessierten,
    die Bewertung von Übergewicht ist derzeit im Fluss befindlich und es gibt eine Vielzahl von Studien, die sich nicht nur mit der quantitativen Bewertung des Gewichtes beschäftigen, sondern qualitative Bewertungen vornehmen.
    Der Zusammenhang von Bauchfett und koronaren Herzerkrankungen ist hier nur eine Betrachtungsweise. In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass Probanden mit Normalgewicht (laut BMI) aber einem kritischen Bauchumfang (Frauen >88cm und Männer>102) zu diesen Herzerkrankungen neigen. Übergewichtige (laut BMI) mit einer Fettverteilung über den gesamten Körper und unkritischem Bauchumfang zeigten ein geringeres Risiko für derartige Herzerkrankungen. Diese Probanden wurden als sogenannte „happy obese“ bezeichnet.
    Auch die Einfärbung des Körperfettes und deren speziellen Eigenschaften steht mittlerweile im Mittelpunkt vieler Untersuchungen. Sogenannte braune Fettzellen werden z. B. als deutlich vorteilhafter bewertet als weiße Fettzellen. Die braunen Fettzellen befinden sich vom Hals abwärts unter den Schulterblättern entlang des Rückgrates und sind zur vermehrten Thermogenese fähig, verbrauchen also mehr Energie als weiße Fettzellen. Leider bilden sich genau diese Fettzellen nach dem Säuglings-und Kleinkindesalter immer weiter zurück.
    Untersuchungen in Kältekammern zeigten aber, dass diese Fettzellen eben durch Kälte wieder neu gebildet werden können und dadurch der Energiebedarf steigt.

    Was fangen wir nun mit solch einem Artikel an?
    Ich gebe allen recht, die zwar beruhigt, nicht aber bereit sind nun mit der Völlerei zu beginnen.
    Ein paar Kilos mehr, wodurch sie auch immer entstanden sind, können ein gesundheitliches Problem darstellen, müssen es aber nicht. Dies zu bewerten bedarf es einer differenzierten ärztlichen Untersuchung, in der mehrere Faktoren zum Tragen kommen.
    Ist kein medizinisches Risiko mit dem Gewicht verbunden, bleibt es ein kosmetisches Problem und das wiederum ist höchst individuell zu bewerten.
    Gerade mit fortschreitendem Alter und unter eine Prophylaxe müssen wir ein wenig gnädig mit uns sein, unser Gewicht aber trotzdem im Auge behalten ohne uns unter Druck zu setzen.
    LG Gudrun

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hier ist wieder eine Studie, die vielleicht all diejenigen gerne lesen werden, die nicht so schlau waren wie ich, bereits im Advent mit dem Abspecken zu beginnen. 😉 Na ja, mehr als 3 Kilo hab ich bis jetzt auch nicht geschafft, aber ich bleibe dran. 🙂

    Länger leben mit Fettpölsterchen

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Und wenn Du nur ein kg oder Pfund pro Monat schaffst, ist doch suuuper! 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Danke, find ich auch. 🙂

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Und wieder eine Studie, die nicht wirklich hilfreich ist für den Einzelnen.
    Wir orientieren uns in aller Regel an dem Gewicht, das wir vor Jahren, vor der Schwangerschaft, vor den Wechseljahren, vor einer Erkrankung oder vor bestimmten Medikamenteneinnahmen hatten.
    Niemand wird sein Gewicht plötzlich aufgrund so einer statistischen Auswertung für akzeptabel halten und das ist auch richtig so.
    Wie schon oben beschrieben, ist die Bewertung des Gewichts oft ein kosmetisches Problem und weniger ein medizinisches, dafür müssten immer mehrere Faktoren von ärztlicher Seite bestimmt werden.
    Es gibt bezüglich dieser Studie keinen Grund sein Bestreben, ein akzeptables Gewicht zu erreichen oder zumindest nicht weiter zuzunehmen, aufzugeben.
    Wohl sollte es uns aber etwas ruhiger werden lassen, wenn wir in einem BMI-Bereich von < 30 liegen und der Taillenumfang < 88 cm ( Männer < 102 cm) ist.
    Aber das diskutieren wir ja immer wieder, sowohl Nachlässigkeit als auch Panik ist in Bezug auf das Gewicht wenig sinnvoll.

    LG Gudrun

    Die Kommentare zur Studie sind sehr interessant und sollten unbedingt mitgelesen werden.

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Bettina,
    3 kg Gewichtsverlust sind immer noch große Klasse. Respekt!!!! Ulrike bringt es auf den Punkt, auch 500g/Monat wären gut. Wenn Du das über die nächste Zeit halten kannst, ist es ein toller Erfolg.
    LG Gudrun

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Ich bin eh zufrieden, liebe Gudrun. 🙂

    Die Kommentare sind nicht selten interessanter als der Beitrag selbst. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hi,

    ich find das Thema Gewicht echt schwierig.

    Als es mir vor 2 Jahren sehr schlecht ging wurde die Migränevorbeugung neu aufgebaut. Außerdem habe ich begonnen die Pille zu nehmen,

    Im Laufe eines Jahres habe ich dann ca. 20kg zugenommen.
    Ich hab das anfangs gar nicht wirklich registriert. Hab keine Waage daheim, kontrolliere das nicht regelmäßig.
    Ich war einfach nur glücklich, weil ich endlich weniger Migräne hatte und wollte erst mal nix verändern.

    Dann kam ein Familientreffen. 2 Wochen nach dem Familientreffen eine Mail von meiner Schwester, die mir ausführlich darlegte wie geschockt sie ist, dass ich so fett geworden bin.

    Das war echt hart. Wir hatten uns 2 Jahre nicht gesehen und alles was sie mir mitteilen will, ist dass sie mich zu dick findet??

    Ich hab ihr dann geantwortet, dass die letzten 2 Jahre nicht leicht für mich waren und ich grad andere Probleme habe als mein Gewicht.
    Darauf kam von ihr nichts mehr.

    Mittlerweile hab ich wieder die Kraft über Sport und und Gewichtsreduktion nach zu denken.

    Die Menschen in meinem direkten Umfeld – Freunde, Kollegen interessiert mein Gewicht gar nicht. Da bin ich als Person wichtig. Aber bei meiner Familie ist das immer ein Thema.

    Auch wenns hart ist; mittlerweile kann ich sagen, es ist mir egal, was andere über mich sagen und denken. Ich muss mich wohl fühlen.

    Klar will ich nicht noch mehr zunehmen, Und da einige der Klamotten, die ich mir Ostern gekauft hab mittlerweile schon zu weit geworden sind…gehts glaube ich in die richtige Richtung.

    Aber es wird viel geurteilt – vorverurteilt. Menschen denken oft nicht bevor sich „dicke“ Menschen bewerten.

    Grüßle Daniela

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5626

    Liebe Daniela,

    wenn du dich in der jetzigen Situation wohl fühlst, oder vielleicht besser gesagt, mit deiner Gewichtszunahme arrangieren konntest, weil du eindeutig Vorteile aus der med. Prophylaxe ziehst, ist dies das Allerwichtigste. Hilfreich, dass auch dein Freundeskreis da kein Problem damit hat.

    Ja, die „liebe“ Familie… Da finden normalerweise die direktesten Aussagen statt und oft ohne jegliche Hemmschwelle. Hast du ihnen denn erklärt, dass die Gewichtszunahme von den Medikamenten kommt?

    Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich auch erst hier im Forum gelernt habe, dass man von Antidepressiva und anderen Medikamenten als Nebenwirkung eine Gewichtszunahme haben kann. Von Kortisonbehanldungen hatte ich das schon gehört gehabt, das andere nicht. (Aber später auch mal am eigenen Leib erfahren.)

    Als ich neulich eine junge Frau traf, die früher gertenschlank war und jetzt ordentlich zugelegt hat, habe ich auch erst ein wenig erstaunt geschaut. Dann fiel mir ein, dass sie seit längerem mit Depressionen zu tun hat und die Gewichtszunahme sicherlich auch medikamentenbedingt ist. Doch der erste Gedanke war auch bei mir zuerst gewesen, dass sie wohl ordentlich gefuttert haben muss in der letzten Zeit.
    Zum Glück sind wir alle noch lernfähig! 🙂

    Lieber Gruß
    Heika

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hi Heika,

    leider habe ich nicht mehr wirklich viel Kontakt zu meiner Schwester.
    Wir leben in so unterschliedlichen Welten. Ich finds immer wieder hart…aber wir haben uns nichts zu sagen.

    Besonders hart ist es für mich, weil wir früher sehr viel gemeinsam hatten. Den Sport, Freunde, Vereine, die Liebe zur Musik.
    Dann hat sie geheiratet, später auch ich. Anfangs habe ich noch oft mit ihr telefoniert, aber irgendwann hat sie mir zu verstehen gegeben, dass sie das nervt, und dass sie eh alles schon von unserer Mutter weiß…naja;
    irgendwann hab ich gedacht, okay…ich muss mich nicht aufdrängen…wenn sie den Kontakt nicht will, dann halt nicht.

    Teilweise hatte ich damals als Azubi und Harz4-Empfängerin das Gefühl ich wäre ihr peinlich.

    Naja; schweres Thema.

    Der Rest der Familie…naja; Mütter sind halt Mütter…machen sich Sorgen…schenken mir Gutscheine fürs Fitness-Studio. Da ich freiwillig nie ein solches betreten würde, weil ich wenn dann Sport draußen mache…fand ich das auch relativ daneben. Ich weiß dass es kein böser Wille ist; aber das macht es nicht besser.

    Mein Vater ist der Typ, der mir direkt nachm Nervenzusammenbruch sagt: ja früher warst du mal so schön schlank und guck dich jetzt mal an…da denkt man nur na danke, das brauchte ich jetzt *g*.

    Hab manchmal das Gefühl, meine Familie kennt mich nicht mehr.

    Es hat (nachdem ich daheim ausgezogen war) immer noch 9 Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe mir psychologische Hilfe zu suchen; da hatte ich mich schon fast vollständig verloren…

    Mittlerweile bin ich wieder selbstbewusst genug um sowas an mir abprallen zu lassen.
    Ich habe einen Mann der mich liebt (seit 12 Jahren verheiratet). Gerade habe ich einen beruflichen Neustart gewagt. Fühl mich super.

    Gibt nix, an dem man langfristig nicht arbeiten könnte ;o)

    Grüßle Daniela

    Hanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 94

    Liebe Daniela,
    in eine Gesellschaft, die sich in erster Linie durch Karriere und Erfolg definiert, haben „Dicke“ keinen Platz. Sind die doch undiszipliniert, faul, lethargisch, maßlos usw. Dass das genau so wenig oder häufig zutrifft wie auf Normalgewichtige, spielt dabei keine Rolle.
    Diese oberflächliche Betrachtungsweise treibt aber viele Übergewichtige in den sozialen Rückzug!

    Leider gehöre auch ich zu den Adipösen. Schon als Kleinkind zu dick weiß ich, wie schwer es als Übergewichtige ist, seinen Platz im Leben zu erringen und dann auch zu behaupten! Medikamente wie Antidepressiva und vor allem Cortison haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass ich schleichend von „nur“ übergewichtig Adipositas Grad 2 erreicht habe.

    Artikel wie zu Beginn dieses Themas eingestellt beruhigen mich keineswegs. Das mag vielleicht bei Menschen zutreffen, die sich mit ein paar Kilos zuviel rumärgern….

    Denn „gesunde“ Dicke kenne ich nur bis zu einem Alter von ca. 40 Jahren. Die älteren haben alle ihre gewichtsabhängigen gesundheitlichen Probleme. Der eine mehr, der andere weniger. Und plötzlich ist er da, der erhobene Zeigefinger der Ärzte: „Sie müssen unbedingt abnehmen!“

    Ich habe die Reissleine gezogen. Seit einem Jahr nehme ich an Ernährungsberatung, Verhaltenstherapie (jawohl!), und an zwei Sportprogrammen teil. Zum Schluss folgte jetzt als äußerst drastische Maßnahme (die ich keinem empfehlen werde!) eine bariatrische OP.

    Warum jetzt diese Geschichte von mir?
    Weil dies ein Reizthema für mich ist. Ich habe im letzten Jahr zu viele Adipöse mit schwerwiegenden Problemen kennengelernt. Alles liebenswerte, wertvolle Menschen, die zum Teil um ihr Leben kämpfen….
    Und aus Übergewicht kann sich leider nur zu schnell auch eine Adipositas per Magna entwickeln.

    LG
    Hanna

    sternthaler
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 412

    Hallo,

    ich gehöre auch zu den jetzt ,,Dicken“, aber ich habe weniger Migräne.
    Ich habe wirklich alle Prophylaxen dieser Welt durch und da muss Bettina mir beipflichten, auch sehr abenteuerliche.
    Als ich ich dann bei 30 Tagen im Monat Migräne gelandet war, habe ich die letzte Alternative Doxepin genommen. Ich hatte 68 kg und jetzt sind es wohl 99,9999999 kg, aber mir geht es besser!!!!
    Es ist schlimm wenn man so arg zunimmt, ich habe mich zuerst auch gehasst dafür, aber ich kann das Doxepin nicht absetzen, das geht voll nach hinten los.

    Wie sagte Dr. Heinze mal so schön,, beides zusammen geht nicht, sie müssen sich entscheiden, mehr Migräne und schlank oder weniger Migräne und rund.
    Ich habe das letztere gewählt, weil ich mit dieser Migräne so nicht leben konnte. Meiner Migränefreundin im Dorf ist es ähnlich ergangen.
    Aber mit den TZA braucht man das Essen nur ansehen und schon ist ein Kilo mehr drauf. Klar werde ich oft doof angesehen, alle meine Sachen habe ich weggegeben in Größe 40-42 komme ich eh nicht wieder rein.
    Es war auch schwer sich wieder was neues zu kaufen EU Rente ist nicht so üppig. Aber jetzt habe ich wieder eine ,,Grundausstattung“.
    Auch mein Mann ist mir nicht davongelaufen, wir sind jetzt 30 Jahre verheiratet.
    Also ich habe weder Diabetes, noch Cholesterinprobleme und einen Topblutdruck, also eine gesunde Dicke, mal von der Migräne abgesehen.
    Ich denke ich kann mich so wie ich bin annehmen, ich hätte zwar nicht gegen 10 kg weniger, aber nicht um jeden Preis.

    Liebe Grüße Pamela

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Ich geh jetzt mit dem gesunden Doxepin-Hüftgold und gut iss

    Gruß Semi

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Sehr interessante Beiträge zu dem Thema, auch wenn ich selbst nicht betroffen bin! Danke für eure Offenheit! 🙂

    Hanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 94

    Liebe Pamela,
    ich drück Dir beide Daumen, dass es so bleibt!
    An Deiner Stelle hätte ich genau so die Option „weniger Migräne“ gewählt. Denn die Lebensqualität ist durch endlose Migräneanfälle mit Sicherheit wesentlich schlechter als durch ein paar Kilos zuviel auf der Waage.

    LG
    Hanna

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Genauso ist es Hanna, mehr ist dem definitiv nicht hinzuzufügen.

    Lg Semi

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hi allerseits,

    ist echt ermutigend, eure Berichte zu lesen ;o)

    Meine Mutter hat mir mal gesagt: wenn du n bisschen längere Haare hättest und noch ein bisschen abnehmen würdest, dann hättest du sicher beruflich mehr Erfolg haben.
    Damals hab ich gesagt so einen Job wollte ich nicht haben. Entweder man will mich wegen meiner Leistung oder eben nicht.

    Übrigens: kurz nachdem mir meine Schwester ihren Unmut über meine Körperfülle mitgeteilt hatte; hatte ich ein Bewerbungsgespräch für meinen für mich momentanen Traumjob am Traumstandort…und man hat mir noch im Bewerbungsgespräch zugesagt und ich habe angenommen.

    Also so schlimm kann ich ja nicht aussehen :o)

    Ich war halt früher immer schlank, konnte essen was ich wollte und bin nie dick geworden…da schockt es denn schon…wenn man in einem Jahr so viel zu nimmt.

    Aber mittlerweile habe ich wieder gute Geschäfte zum Klamotten kaufen gefunden.

    Und ich mach mir mittlerweile Scherze draus, das Klischee zu bedienen.
    In Freiburg habe ich teilweise Catering für Jugendveranstaltungen gemacht… dafür musste ich auch einkaufen gehn…wisst ihr wieviel Spaß es macht, für 200€ Süßkram einzukaufen *g* sich an der Kassen vor eine Familie mit kleinen Kindern zu stellen und dann so nebenbei fallen zu lassen, dass das nicht mal bis übermorgen reicht? *g* Einfach geil *g*

    Grüßle Daniela

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Pamela,

    danke für Deinen Beitrag!
    Wir müssen uns in der Tat entscheiden, ob die Bekämpfung des Schmerzes im Vordergrund steht oder unser Gewicht.
    Trotzdem, und ich glaube da sind sich alle einig, dürften es gerne ein paar Kilos weniger sein, um Folgeerkrankungen durch das Übergewicht zu minimieren.
    Dies ist aber durch unsere Grunderkrankung und den damit einhergehenden Einschränkungen nicht leicht.
    Bewegung und eine disziplinierte Ernährung bekommen selbst sonst Gesunde nicht in den Griff und tragen ihr Übergewicht lange mit sich herum.
    Wie viel schwerer ist es da mit unseren zusätzlichen Einschränkungen, dem Übergewicht den Kampf an zu sagen?
    Ich zolle jedem von uns Respekt wenn er unter den gegebenen Umständen sein Gewicht reduziert, habe aber großes Verständnis wenn dies nur schwer gelingt.
    Häufig ist eine begleitende Ernährungsberatung vor Ort unumgänglich, um erfolgreich zu sein und jeder sollte bei seiner KV prüfen, ob eine solche professionelle Ernährungsberatung finanziell unterstützt wird.

    LG Gudrun

    sternthaler
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 412

    Ich noch mal,
    vielleicht ist aber auch entscheidend, was man isst. Da ich ja vieeeel Zeit als EU Rentner habe, machen wir vieles selbst. Also Sauerteigbrot, mit selbst angesetztem Sauerteig und Roggenmehl im 25 kg Sack bei einer Mühle gekauft, also frisch gemahlen. Ansonsten ist nur noch 40 % Weizenmehl, Wasser und Salz drin. Marmeladen mache ich alle selbst, mit sowenig Zucker wie möglich, mein Obstsaft ist wenn es geht auch Eigenproduktion. Kuchen wenn es welchen gibt, auch mit wenig Zucker, wenig Fett und häufig Obst. Ich habe Versuche gemacht, inwieweit man Zucker und Fett reduzieren kann, es aber noch gut schmeckt.
    Cola und ähnlich gibt es nicht zu trinken, es gibt Wasser mit Zitrone, Mineralwasser oder eigenen Kräutertee ohne Zucker. Schokolade habe ich nur eine Tafel im Haus, immer Bitterschokolade, manchmal mit Nuss oder Mandel. Ich finde, da hat man nach einem Stück genug und nicht diesen Jiper wie bei Vollmilch. Oder ich nehme Nüsse und ganze Mandeln und wenig Rosinen, wenn es mich wirklich packt. Wir essen viel Obst und Gemüse aus dem Garten, auch Nudeln machen wir meist frisch selbst.
    Wir essen und kochen auch sehr gern italienisch. Wenige zutaten aber gut und frisch, Kartoffelgnocci mache ich auf Vorrat selbst und friere portionsweise ein.
    Ich denke, dass es vielleicht daran liegt, dass es mir so gut geht, eben keine Diabetis usw. Mein Hausarzt hat zuerst auch immer über meine Blutwerte gestaunt und meinte, sie müssen aber sehr gesund leben.

    Wie alle Migräniker habe ich aber auch diese Heisshungerattacken manchmal vor einem Migräneanfall, dann könnte ich den Kühlschrank auch rauf und runter essen. Ich versuche aber, so gering wie möglich zu halten.
    Mit Sport ist es so eine Sache, meist bekomme ich danach Migräne. Ich habe hier im Ort eine Physiotherapie, die machen Physiofitniss, aber auch danach meckert der Kopf. Obwohl die dort versuchen alles so abzustimmen, dass es nicht zu heftig kommt. Fahrrad fahren bekommt mir aber ganz gut, das versuche ich dann zu machen. Aber der Geist ist willig und das Fleisch schwach, also Bewegung könnte mehr sein gebe ich zu.

    Ich hatte mal eine heftige Grippe, da habe Tage lang fast nur getrunken, aber ich habe echt nix abgenommen. Also Nahrungsmengen reduzieren bringt bei mir nicht viel, wobei mein Mann und meine Freundin meinen, bei den Mengen, die ich esse, müsste ich eigentlich abnehmen, aber nix ist.

    Also das waren mal so meine Überlegungen.

    Pamela

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hi Pamela,

    wie du schon erwähnt hast, hast du wahrscheinlich mehr Zeit als Otto Normal ;o) der wie ich Vollzeit arbeitet.

    Ich finde es toll, wenn du das alles machst und es dir dabei gut geht.

    Klar sollte man sich überlegen, was man isst; aber es sollte kein Krampf werden.

    Ich versuche jeden Tag frisch zu kochen. Manchmal gibts dann halt nur ne Kleinigkeit oder was einfaches. Oder der freundliche Türke von nebenan kocht *g*.

    Ein bewusstes Umgehen mit dem ganzen Thema ist wichtig – ohne dabei über andere zu urteilen, solang man deren Hintergrund nicht kennt.

    Grüßle Daniela

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Pamela,

    das klingt ja wie aus dem Lehrbuch und Deine allg. Gesundheit steht sicher damit im Zusammenhang.
    Bei Deiner beschriebenen Nahrungsmittelauswahl haben z. B. hohe und schlechte Blutfettwerte gar keine Chance.
    So wie Du Dich im Moment ernährst wirst Du Deine Energiebilanz wahrscheinlich genau in der Waage halten, also genau soviel essen wie Du benötigst.
    Die Medikamente zur Prophylaxe greifen leider, je nach Substanzgruppe, z. B. in die Hunger-Sättigungsregulation ein oder senken den Grundumsatz unserer Zellen. Das Ergebnis ist oft, dass wir mehr Hunger haben und auch mehr essen dabei aber gleichzeitig weniger Energie benötigen als ohne Prophylaxe.
    Hinzu kommen Faktoren wie Hormonschwankungen oder Umstellungen bei uns Frauen und einem in Abhängigkeit vom Alter ohnehin sinkenden Grundumsatz.
    Die eingeschränkte Beweglichkeit durch unsere Grunderkrankung unterstützt diese Entwicklung zusätzlich. Ganz persönliche Stoffwechselkonstitutionen und auch genetische Faktoren spielen hier eine Rolle. Dies ist ein sehr komplexes Thema, dass immer wieder auch neue Erkenntnisse hervorbringt.
    So hat man das Gefühl doch gar nicht viel zu essen und trotzdem ist es immer noch genug, um unseren Gewichtsstatus zu erhalten.
    Wenn Du all dies nicht tun würdest, wäre Dein Gewicht wahrscheinlich noch höher.
    Liebe Pamela, um „Kopfneutral“ abnehmen zu können, müssen wir über einen langen Zeitraum konsequent weniger Energie aufnehmen als wir verbrauchen, überwiegend durch Einsparung der Fettmenge und Zuckermenge.
    Die Einsparung sollte moderat sein und ist deshalb auch nicht sehr deutlich. Um langfristig und dauerhaft abnehmen zu können, muss man essen, weil sonst der Körper den Grundumsatz noch weiter nach unten fährt.
    Solange Dein Arzt mit Deinen Blutwerten zufrieden ist und Du keine gewichtsabhängigen Gelenkbeschwerden hast, ist es doch ok wie es ist.
    Du hast weniger Schmerzen und das ist erst einmal das Wichtigste.
    Der Genuss beim Essen ist ebenfalls von großer Bedeutung und den scheinst Du zu haben.

    LG
    Gudrun

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Daniela,

    der Faktor Zeit spielt eine große Rolle und ist nicht weg zu diskutieren. Ich glaube, Du hast für Dich schon einen guten Mittelweg gefunden und das ist doch schön.
    Bewerten können wir die Situation des Einzelnen in der Tat nicht und es ist gut so wie Pamela oder Du es machen indem ihr einfach von euren Erfahrungen berichtet.

    Ich freue mich immer, wenn ich merke, das jemand mit sich und dem Thema Übergewicht zur Zeit im Reinen ist. Das Bedeutet einfach weniger Kampf an dieser Front.
    Kämpfen müssen wir alle schon genug in anderer Hinsicht.

    LG Gudrun

    sternthaler
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 412

    Hallo,

    klar, das geht nur wenn man Zeit hat, so wie ich. Ich muss auch zugeben, dass ich beim selbst machen von Marmeladen, Säften usw. viel Freude habe.
    Oft gehe ich auch Wildfrüchte sammeln, wie Hagebutten, Holunder, Wildrosenblüten und Pilze. Zum einen macht es mir Freude und wir haben durch das Einkochen, Saften und Einfrieren auch Vorratsnahrungsmittel und es entlastet den Geldbeutel. Weil eben EU Rente nicht so übermäßig viel Geld ist. Auf der anderen Seite habe ich aber die Möglichkeit zu sagen,ich bleibe im Bett bis der Kopf wieder mitspielt. Das sind die 2 Seiten der Medaille. Für mich ist diese selber machen auch eine sinnvolle Beschäftigung, man muss irgendwas finden, wenn man nicht mehr arbeitet, wo man drin aufgeht. Wenn ich nur in der Wohnung sitzen würde, ich würde irre werden.
    Manchmal ist es auch sehr lustig, wenn ich z.B. beim Hagebutten sammeln von Leuten angesprochen werde, was ich damit mache. So habe ich manchmal mehr Vorträge über Wildfrüchte auf dem Feldweg gehalten. Zum Schluss standen schon 10 Leute um mich rum, meistens Urlauber. Die waren dann erstaunt, was man alles so machen kann, mit Sachen aus Wald und Wiese. Ich glaube denen wurde das auch erst bewußt, weil sie Zeit hatten, eben Urlaub. Meist bringe ich mir auch noch Feldblumen mit, ich liebe das und so habe ich auch Bewegung.

    Liebe Gudrun, dass mit den Prophylaxemitteln, die leider, je nach Substanzgruppe, z. B. in die Hunger-Sättigungsregulation eingreifen oder den Grundumsatz unserer Zellen senken, ist glaube ich ganz wichtig. Du hast mal bei einem Vortrag gesagt, wir sind nicht schwach und diziplinlos, weil wir es nicht schaffen abzunehmen, wir haben es eben auch schwerer, weil wir eben diese Medis nehmen. Das kann natürlich nicht immer unsere Ausrede sein, wir müssen auf unser Gewicht achten, aber wir sollten uns dabei nicht so negativ sehen.
    Ich denke dieser Satz hat auch vielen Mut gemacht, wir haben hinterher noch weiter erzählt mit ein paar Leuten und vielen ist da erst mal ein ,,Kronleuchter“ aufgegangen, waren eben es so ist mit den Gewichtsproblemen. So wie Du gesagt hast und wenn man erst bei einem Nahrungsmittel anfängt, wie z.B. fettarmer Milch und dann weiter schaut.

    Aber wir sollten auch genießen können, dann gibt es eben mal einen Eisbecher oder ein Stück Torte ohne schlechtes Gewissen., da müssen wir nicht noch gegen uns selbst kämpfen, wir haben schon mit der ,, Matschbirne“ genug zu tun.

    LG Pamela

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Ich habe mich jetzt gerade durch die sehr interessanten und bewegenden Berichte durchgelesen. Ich bewundere wirklich jeden Menschen, der sich dem „Kampf“ stellt. Vor allem, wenn man schon adipös ist, scheint das Ziel nicht mehr zu erkennen.

    Der Kreislauf aus Schmerzen, Bewegungsarmut, Prophylaxen, die „runterfahren“ und träger machen, ist sehr schwer zu durchbrechen. Ich kämpfe ja auch immer wieder mit einigen Kilos zu viel, aber eigentlich erst, seit die Migräne mich auch bewegungsmäßig so einschränkt. Nun ja, die Prophylaxen kommen noch erschwerend dazu.

    Liebe Hanna, hast Du ein Magenband legen lassen? Bist Du nicht zufrieden mit der OP, oder warum würdest Du sie nicht mehr machen lassen?

    Liebe Pamela, dass Du so eine Kräutertante bist, finde ich toll. Deinen köstlichen Hollungersirup durfte ich ja schon genießen. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Pamela,

    Du machst das ganz toll. Sich eine sinnvolle Beschäftigung suchen, die auch noch den Geldbeutel schont, ist perfekt. Es ist nicht leicht im Hause zu sitzen wenn alle anderen zur Arbeit gehen, Du hast das gut für Dich gelöst, und wirst so zu einer Fachfrau in Sachen Beeren und Kräuter.

    Es rührt mich sehr, dass Du mir so gut zugehört hast und ich freue mich, dass die Botschaft damals bei euch angekommen ist und ich sage es jetzt noch einmal ganz laut und deutlich:

    “ Kopfschmerzpatienten sind nicht schwach und nicht disziplinlos!!!!“

    Im Gegenteil, aber gegen all diese Einflüsse, die die Kopfschmerzen mit sich bringen, können wir oft nicht ankommen und da geht uns manchmal die Kraft aus, um auch noch gegen das Übergewicht zu kämpfen.

    LG
    Gudrun

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 672

    Hey Pamela,

    ich find das auch total toll. Ich bin auch so aufgewachsen…mit großem Garten mit Beeren, Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Gemüse, Kräutern.

    Bei gekauftem Obst und Gemüse hat meine Mutter rationiert…alles was ausm Garten kam durften wir so viel wir wollten ;o)

    Und wir sind mit den Eltern auch noch Holunder sammeln gegangen oder in die Champignons oder in die Blaubeeren oder im Winter Schlehen sammeln.

    Sicher wurde damals schon der Grundstein für meine Kochleidenschaft gelegt.
    Momentan habe ich halt nicht die Zeit, noch selber los zu gehen zum sammeln, Aber verarbeite gerne ;o)

    Wenn ich mit meinem Mann einen Wald-und-Wiesen-Spaziergang mache zeige ich ihm auch immer was man so alles essen kann ;o) von Brennnesselblüten bis Sauerampfer…er als Stadtkind hat da keine Ahnung von *g*. und ich genieße diese Zeiten auch total..

    Hier am Bodensee hat man ja auch das ganze Jahr Gelegenheit durch duftende Felder zu laufen.

    Grüßle Daniela

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