Ernährung bei Migräne und Kohlenhydrate im Speziellen

Schlagwörter: , ,

Ansicht von 30 Beiträgen - 61 bis 90 (von insgesamt 156)
  • Autor
    Beiträge
  • Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7663

    Leider nur mein Winterurlaubsquartier, liebe Bettina. Und Freitag muss ich zurück.
    Ist aber wirklich sehr schön die Gegend hier.
    Ich war eben mit meinen Stöcken im Watt und hätte mir, wenn ich sie denn mögen würde, eine dicke Portion Austern mitbringen können. Und der Sonnenuntergang über Amrum war auch nicht mehr zu überbieten.

    Ich wünsch dir einen wunderschönen Aufenthalt auf Sylt 😀

    Meine Migräne lässt sich auch nicht wirklich beeinflussen durch irgendwelche Änderungen der Lebensweise. Einzig das abendliche späte Essen von Kohlenhydraten und Koffein bringt mir deutlich was. Kohlenhydratmangel und Rotwein sind für mich aber absolute Trigger.

    Und ich hatte jetzt das 1. Mal überhaupt eine Prophylaxe, die mir geholfen hat. 2 Jahre lang, dann ließ auch das wieder nach.
    Aber ich habe mich schon lange mit der Migräne arrangiert. Das ist meiner Meinung nach die beste Waffe gegen die Verzweiflung.

    Ich wünsche jedem, dass er/sie es schafft, die Migräne zu akzeptieren. Dann wird es bei gleicher Anzahl der Anfälle trotzdem deutlich leichter.

    LG
    Julia

    Doro
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1605

    du hast so recht liebe julia,
    akzeptieren udn arrangieren…….. hattest du 2 jahre lang ruhe vor der migräne? oder wie muss ich mir das vorstellen?
    lg
    doro

    keha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 137

    ..habe eure diskussion nicht im einzelnen verfolgt..aber es gibt im netz ein ganzes forum was sich mit kh reduzierter ernährungsumstellung bei migräne beschäftigt. mit zum teil wohl sehr gutem erfolg….habe gerade dort mal quer gelesen, widerspricht nicht der hier befürworteten kh angereicherten zuckeramen nahrung…wobei hier sozusagen von außen kh zugeführt wird und mit der ernährunsgumstellung dort so umgestellt wird, dass das gehirn weniger kh braucht da man dort von einer glucose intoleranz ausgegangen wird….also eher kh arm… gibts auch ein buch zu…lg keha

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7663

    Hallo Doro,

    2 Jahre Ruhe, das wäre schön gewesen. Nein, nur etwas moderatere Anfälle und etwas seltener, so dass ich die 10ner Regel einhalten konnte.

    LG, Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28434

    Hallo Keha,

    es gibt im Netz eine Unzahl von Foren, die sich mit Ernährung beschäftigen. Bis jetzt gibt es keine Bestätigung dafür, dass es irgend eine spezielle Art der Ernährung gibt, die für eine Verbesserung der Migräne gesorgt hätte länger als der Placeboeffekt anhält. Wäre dies der Fall, würden doch Studien en masse gestartet werden, denn jeder würde sich gerne eine goldene Nase verdienen wollen. Aber es gibt so eine Migräne-Diät nun mal nicht. 😉 Trotzdem wird weiter gefastet, versucht, weggelassen, hinzugefügt, Fett gegessen, auf dies verzichtet und auf jenes und viel Genuss und Lebensqualität bleiben dabei auf der Strecke. Das finde ich für die selbsternannten Versuchkaninchen sehr schade, aber irgendwie kann ich sie auch verstehen. Man sucht halt doch nach jedem Strohhalm und will nicht wahrhaben, dass man wahrscheinlich sehr viel mehr und langfristigere Erfolge haben könnte durch Gleichmäßigkeit, Entspannung, Achtsamkeit, moderaten Ausdauersport und halt ausgewogene Ernährung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    keha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 137

    das stimmt wohl…wobei -weiss nicht, ob du das forum kennst genau das dort auch empfohlen wird und versucht wird sehr wissenschaftlich fundiert zu erläutern, warum man dort eine glucose intoleranz für ursaechlich hält….ist von einem ehemals stark betroffenen migraene patienten gegründet worden..hat ein buch dazu geschrieben. die kritiiken über amazon dazu lesen sich recht gut, ich werde interssehalber mal reinschauen. habe ja zwei jahre kh arm gelebt aufgrund meines lipödems und hatte daduch zuimndest keine zunahme meiner migräne….aber so straight wie dort habe ich das natürlich nicht gelebt .gibt vom forum dort auch einige hinweise hier rüber- also ganz so weit sind eure themen nicht voneinader weg- nur ernährunsgtechnisch .-) lg keha

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28434

    Ich kann mir schon vorstellen, welches Du meinst. 😉 Es wird halt von diesen Stellen aus unerfindlichen Gründen nicht anerkannt, dass Migräne eine neurologische Erkrankung ist. Das, und nur das, ist wissenschaftlich erwiesen. Es gibt sogar inzwischen zwei Genorte, die eindeutige Veränderungen vorweisen. Das waren bahnbrechende Entdeckungen, speziell auch 2010, als am Cromosom 8 eine Veränderung gefunden wurde, die nur Migräniker haben. Also das ist Wissenschaft, alles andere sind Vermutungen und Versuche. Nachzulesen hier, wenn du Interesse hast: Risikofaktor für Migräne im Erbgut entdeckt.

    Was wir hier versuchen, ist, den Mitgliedern ein wenig einen Weg durch den Dschungel der Informationen zu bahnen. Wir können hier seriöse Informationen anbieten, die wissenschaftlich fundiert sind und nicht auf Vermutungen und Selbstversuchen von Betroffenen basieren. Was der Einzelne daraus für sich selbst mitnimmt, muss er selbst entscheiden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5759

    Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die von einem ganz speziellen Ernährungskonzept überzeugt sind, es doch selber ausprobieren können. Aber bitte über einen LANGEN Zeitraum, sagen wir mal, zwei bis drei Jahre, und dabei auch ganz konsequent. Und uns dann davon berichten.

    Nach meinem PFO-Verschluss hatte ich monatelang eine auffallend spürbare Verbesserung meiner Migräne (ohne Aura) und war ganz glücklich. Doch irgendwann pendelte sich die Migränefrequenz wieder auf das alte Maß ein, und ich habe keine Ahnung, warum. Wobei ich monatelang nach der OP starke Blutverdünnungsmittel nehmen musste, vielleicht hatten die auch einen Einfluss. Oder weil ich in dieser Zeit sorgsamer mit mir umgegangen bin. Es ist bei unserer Erkrankung einfach schwierig, eine einzige Sache ganz konkret als Migräneauslöser oder „Migränereduzierer“ zu benennen.
    Selbst wenn ich jetzt im Eigenversuch ein Jahr lang Magnesium nehmen würde und ein Jahr lang nicht, um einen Unterschied feststellen zu können, sind doch die beiden Jahre von so vielen anderen, die Migräne beeinflussenden Lebensumständen begleitet, dass eine exakte Beurteilung schwierig ist.

    Also, Keha, was hindert dich, diese Ernährungsform für dich zu testen? 😉
    (Ist lieb gemeint, nicht provokant.) Aber du müsstest es natürlich schon auch an Weihnachten und Hochzeiten und Tante Lieschens Geburtstag usw. durchziehen…

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28434

    Ich denke auch, dass sich jeder so ernähren kann, wie er es für richtig hält und sich einschränken kann und soll, wie es ihm beliebt. Nur dieses Missionieren (ich meine jetzt nicht Dich, Keha) ist anstrengend, da man ja solche Beiträge auch wieder nicht unkommentiert stehen lassen kann. 😉

    Liebe Heika, es gibt auch Verfechter einer speziellen These, die auch nach Ende des eigenen Placeboeffektes daran festhalten, weil es inzwischen ein Geschäft geworden ist und sie nicht ihr Gesicht verlieren wollen. Ich kenne einen speziellen Fall eines Heilpraktikers, der inzwischen im Ausland „praktiziert“. 😉

    Wie auch immer – jeder ist seines Glückes Schmid. Man kann hier gerne mitteilen, wie man es selbst mit gewissen Dingen hält, aber Missionare sind und bleiben anstrengend.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28434

    Was mir noch einfällt zum Thema Migränediät: Migräniker neigen, wohl mehr als andere, zum Perfektionismus, wie wir bereits an anderer Stelle festgehalten hatten. 😉 Manchen von uns fällt es noch schwer, die Krankheit zu akzeptieren, sozusagen die Kontrolle abzugeben. Was liegt also näher, sich die vermeintliche Kontrolle über die Ernährung wieder reinzuholen? Hier ist man selbst der Boss und auch wenn man sich vieles versagen, auf vieles verzichten muss, man hat noch das Sagen, denn man bestimmt, was auf den Teller darf und was nicht.

    Würde mich mal interessieren, was ein Psychologe dazu sagt. Wäre doch eine Möglichkeit, dass man sich mit bestimmten Tricks so eine Art Selbstbestimmung zurückholt. Leider übersieht man dabei, dass der immense Druck, unter dem man ja sowies