Gesundheitsrisiken in Kräutertees

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  • Bettina Frank – Admin
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    Bundesamt warnt vor Gesundheitsrisiken durch Kräutertees

    Berlin – Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat vor gesundheitlichen Risiken durch Kräutertees gewarnt. Der Tee könne hohe Dosen sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe enthalten, die bestimmte Pflanzen ganz natürlich zur Abwehr gegen Fressfeinde bilden, teilte das Bundesamt heute in Berlin mit. Eine akute Gesund­heitsgefährdung durch die sogenannten Pyrrolizidinalkaloide (PA) sei zwar unwahr­scheinlich. Bei einem langfristigen hohen Verzehr der betroffenen Lebensmittel bestehe aber ein Gesundheitsrisiko vor allem bei Kindern, Schwangeren und Stillenden.

    Die Experten untersuchten 221 verschiedene handelsübliche Kräutertee- und Teeproben sowie Teedrogen, also getrocknete Heilpflanzen. Darunter waren unter anderem Babyfencheltee, Kamillentee, Brennnesseltee und Pfefferminztee. In Einzelfällen seien „unerwartet hohe Gehalte“ der sekundären Pflanzenstoffe gefunden worden, erklärte BfA-Präsident Andreas Hensel. Da sich einige dieser Stoffe im Tierversuch als krebs­erregend erwiesen haben, sollte die Belastung der Lebensmittel so weit wie möglich gesenkt werden.

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    Liebe Grüße
    Bettina

    Mella Krümmelcookie
    Teilnehmer
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    Das klingt ja toll…
    Mir hat mal jemand geraten, der in irgendeinem südamerikanischen Entwicklungsland war, dass man dort gegen Migräne und Kopfschmerzen immer Matetee trinkt und ich muss sagen, wenn man nur mal leichte „normale“ Kopfweh hat, dann kann so eine Tasse schon helfen.
    Zu kaufen gibt es Matetee im dm-Drogeriemarkt oder in gut sortierten Teeläden.

    Liebe Grüße
    Mella

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Danke für den Link Bettina 🙂
    Das ist ein durchaus interessanter Artikel – lässt für mich aber deutlich mehr Fragen offen, als er beantwortet… (Könnte daran liegen, dass mein Studium gerade meine Einstellung zu CMR-Substanzen geprägt hat)

    Ich denke, in diesem Fall ist mal wieder Paracelsus angebracht – werde mir jetzt erstmal nen schönen Tee kochen 😉

    Liebe Mella,
    ich trinke auch ab und an gern eine Tasse Matetee – geschmacklich hab ich am liebsten den Fastentee von Sidroga, ist eine Kräuterteemischung mit Mate.
    In Südamerika wird allgemein sehr viel mehr Matetee getrunken als hierzuande – und ich denke, dass nichts dagegen spricht, die eine oder andere Tasse zu trinken, solange alles in Maßen bleibt 🙂

    Euch allen einen schönen Tag!
    Liebe Grüße, Tanni

    Gudrun
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 194

    Liebe Bettina,
    Du bist ja schneller als der Wind mit Deinem Artikel.
    Das Zauberwort heißt „Risikostreuung“ wenn es um belastete Nahrungsmittel geht. Dies ist schon seit Jahrzehnten die wünschenswerte Verhaltensweise, die von den Kieler Toxikologen, wie z. B. Dr. Kruse, gefordert wird.
    So fällt auch hier meine Empfehlung aus. Immer mal einen anderen Tee trinken, also anderer Hersteller andere Kräutersorte.
    So haben wir keine Aufdosierung einzelner toxikologischer Stoffe.
    Paracelsus mit seinem Grundsatz:“ Die Dosis macht das Gift, “ haben wir damit auch berücksichtigt, liebe Tanni.

    LIebe Grüße an alle Teefreunde
    Gudrun

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Liebe Gudrun,
    das Stichwort Risikostreuung war mir bislang noch nicht begegnet, aber ich finde es passt 🙂
    Da ist mein Teesortiment auf jeden Fall bestens bestückt: 150 Beutel in meiner Teebox, maximal 10 Beutel von einer Sorte und damit Abwechslung reinkommt stehen nebendran mehrere Sorten loser Tee 😉

    Ich weiß noch – im Studium fand ich die Vorlesungen immer spannend in denen es um Toxizität von verschiedenen Stoffen in Zusammenhang mit der Anreicherung im Körper ging… Zu schade dass wir da nur Grundlagenwissen hatten – vertieft wurde später nur die Ökotoxizität…

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28648

    Risikostreuung ist ein nettes Wort und mutet etwas sonderbar an, wenn man sich mit Kräutertees eigentlich nur etwas Gutes tun will. 😉 Gerade gesundheitsbewusste Menschen setzen auf Kräuter und Natur pur. Ich erfahre immer wieder von Menschen, die literweise Tee trinken. Ich trinke literweise Wasser. 🙂

    Seit ich einmal einen Bericht über Gesundheitsrisiken bei Dekokten (Phytotherapie in der TCM) gelesen hatte, bin ich misstrauisch, was all diese ach so „gesunden“ Kräuter betrifft. Nicht selten schluckt man noch Pestizide mit, die Konzentration der Stoffe variiert immer und auch die Reinheit der Stoffe kann nicht wirklich bestimmt werden. Nichtmal auf Bio kann man sich verlassen, da nicht immer Bio drin ist, wo Bio draufsteht. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katharina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 322

    Liebe Bettina,
    Weißt du noch, wo das drinstand mit den Dekokten? würde mich sehr interessieren …… 😉
    Liebe Grüsse, Katharina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Risikobewertung gibt es eine ausführliche Stellungnahme unter Angabe der verwendeten Methodik und Statistik. Die ist wirklich interessant zu lesen 🙂 und hat mir einige Erkenntnisse gebracht, die mich dazu verleiten, mir weiterhin keine Gedanken über meinen doch eher hohen Teekonsum zu machen…

    Liebe Bettina, dieses Misstrauen hab ich seit meinem Studium verinnerlicht – zusammen mit der Erkenntnis, dass überall Dreck drin ist. Seitdem versuche ich, solchen Nachrichten erstmal auf den Grund zu gehen, um dann eine Entscheidung zu treffen, ob irgendwas verändert werden sollte 😉

    Miriam
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Langsam könnte man sich wirklich fragen, was darf man überhaupt noch bedenkenlos zu sich nehmen? Ich bin eine absolute Teetrinkerin (statt Kaffee) und trinke regelmäßig, aber nicht nur, Tee.
    Ich sehe das jetzt auch erst mal locker, denn so richtig geklärt, wie die Auswirkungen nun sind, scheint es ja auch nicht zu sein.

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Liebe Miriam, das ist ganz einfach – bedenkenlos zu sich nehmen kann man noch synthetisch hergestellte genmanipulierte Chemiecocktails, aber erst nachdem sie mindestens 3 Mal geklont wurden – und ganz wichtig: die Luft ist so voll von Schadstoffen, sofort das Atmen einstellen!!! 😉

    Nein, im Ernst – kann deine Frage gut nachvollziehen! Wobei doch auffällig ist, dass so eine Meldung ein paar Mal auftaucht und sobald sie nicht mehr medientauglich ist, untern Tisch fällt…

    Ich könnte hier jetzt noch über die Labortests zu krebserregenden Substanzen philosophieren – aber das lass ich mal lieber. Ich denke, man sollte solche Nachrichten durchaus im Hinterkopf behalten, aber deswegen nicht alles auf den Kopf stellen 🙂

    Euch allen einen schönen Abend!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28648

    Katharina, leider weiß ich nicht mehr, wo das stand. Hab jetzt auch nichts gefunden. Es gab Todesfälle durch verunreinigte Kräuter aus China (um welche Substanzen es da ging, weiß ich auch nicht mehr) und akute Leberversagen.

    Ich mach mich wegen solcher Meldungen nie verrückt, denn sonst könnte man ja tatsächlich paranoid werden. 😉 Andererseits sind eben die vermeintlich gesunden natürlichen Kräutlein schon eher Dauerthema und nicht nur Sommerloch-Füller. Der allgemeine Trend „zurück zur Natur“ kann vielleicht genau das verursachen, wovor man eigentlich flüchtet. 🙂 Wir haben die Zeiten der ungenauen Wirkstoffmengen ja schon lange hinter uns gelassen zum Wohl der Menschen. Aber das führt jetzt zu weit, denn beim Tee ist die Gefahr ja sicher nicht so groß. Wer trinkt schon 2 oder 3 Liter Kräutertee am Tag?

    Liebe Grüße
    Bettina