Gewicht und Anzahl der Migräneattacken

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  • Petra
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    Hallo Zusammen, ich habe aus nicht-migränegründen im letzten halben Jahr 7kg (gesund) abgenommen und festgestellt, dass die Anzahl meiner Attacken scheinbar drastisch reduziert wurde. Eine Literatursuche ergab, dass es einen Zusammenhang zwischen Adipositas und Untergewicht mit der Anzahl der Migräneattacken gibt (z.B. Bigal et al. 2006 Obesity and migraine A population study oder Gelaye et al. 2017 Body composition status and the risk of migraine: A meta-analysis)- sprich: bei Normalgewicht ist die Anzahl an Attacken am geringsten. Da Fettgewebe (v.a. am Bauch) den Hormonhaushalt beeinflusst, erscheint mir das auch sinnig. Allerdings: gesundes Gewicht wird hier über den Body Mass Index (BMI) definiert, mit 18,5-25 = normal, Adipositas ab 30. Ich habe meinen BMI nur von 27,6 auf 25,4 reduziert (alles im Bereich „Präadipositas“… ich sehe/sah auch schlank aus – auch Bauchumfang ist laut Gürtel einige cm weniger geworden). Migräneattacken von circa 7 pro Monat auf 3-4 pro Monat reduziert.
    Haben Andere ähnliche Erfahrungen? Sind ja bisher nur vorläufige Ergebnisse… aber hätte ich das vorher gewußt, hätte ich schon deutlich früher abgenommen (supergute Motivation!). Gudrun: wie schätzen Sie den Zusammenhang von BMI und Anzahl der Migräneattacken bzw. Bauchumfang und Anzahl der Migräneattacken ein? Viele Grüße Petra

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Liebe Petra,

    da der Artikel nicht auf deutsch ist, kam ich beim Lesen leider schnell an meine sprachlichen Grenzen und kann deshalb nur aus meiner Eigenbeobachtung schreiben.

    Da es mir in diesem Jahr gesundheitlich sehr schlecht ging, habe ich ebenfalls mehrere Kilos verloren, bei einer gleichzeitig sehr gesunden Ernährung. Mein Gewicht lag und liegt im Normalbereich. Meine Migräne hat die Gewichtsreduktion leider überhaupt nicht beeindruckt. Dass du selber in etwa eine Halbierung deiner Migräneattacken erleben darfst, freut mich riesig für dich.

    Ob „nur“ (sorry… ? ) 7 kg Gewichtsunterschied im Hormonhaushalt eine derart große Rolle spielen, wie du vermutest, kann ich als Laie nicht beurteilen. Fakt ist auf jeden Fall, dass ein regelmäßiges, ausgewogenes und gesundes Essverhalten sich günstig auf unsere Köpfe auswirkt. Alle starken Schwankungen können triggern, dazu gehören auch zu schnelle Anstiege und Abfälle des Blutzuckerspiegels bei stark zuckerhaltigen Produkten. Auch das Auslassen von Mahlzeiten führt durch den Blutzuckerabfall bei manchen zu einer Migräneattacke.

    Ich weiß nicht, wie du dich vorher ernährt hast, ob du an deinem Essverhalten während der Abnehmphae generell etwas verändert hast.

    Mit weniger Gewicht fühlen sich viele Menschen wohler, bewegen sich lieber und mehr, was ebenfalls einen positiven Effekt darstellen kann, zudem auch auf unsere Psyche, was nicht zu unterschätzen ist.

    Ich wünsche dir, dass diese Besserung bei dir dauerhaft anhält, was auch immer sie letztendlich ausgelöst hat.

    Und alle, die an diesen Festtagen beim Essen üppig zugreifen, sich vorwiegend gemütlich auf der Couch räkeln und sich das eine oder andere Pfündchen anfuttern, sollten diese überaus logische Tatsache im Hinterkopf behalten: Was man jetzt nicht ruckzuck zunimmt, muss man später auch nicht mühsam abnehmen! ? ? (Wie gut, dass ich das geschrieben habe, da wäre sonst ja auch niemand von alleine drauf gekommen… ? ? )

    Liebe und fröhliche Weihnachtsgrüße
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 3 Wochen von  heika.
    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27786

    Willkommen, liebe Petra. 🙂

    Heika hat mit ihren Überlegungen schon viel auf den Punkt gebracht. In aller Regel ist es das Gesamtpaket, das zu einer Besserung führt und nicht eine einzelne Sache. Wenngleich der Mensch dazu tendiert, einfache Antworten auf komplexe Fragen finden zu wollen. 😉

    Richtig ist auch, dass schwere Adipositas manchmal mit vermehrten Attacken korreliert. Wobei man hier differenzieren muss, ob es sich tatsächlich um Migräne handelt, oder nicht doch eher um einen sekundären Kopfschmerz der z. B. aufgrund eines erhöhten Hirndrucks (Idiopathische intrakranielle Hypertension) bei Adipositas auftreten kann.

    Insgesamt aber für Dich ein sehr erfreulicher Effekt, der hoffentlich lange anhält. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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