Nahrungsmittelunverträglichkeiten

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  • Toomi
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    Beitragsanzahl: 9

    Hallo,
    ich habe eine Frage diesbezüglich, ich war gestern bei einer Schmerztherapeutin hier in hamburg ( sie wird auch über die Schmerzklinik Kiel angezeigt) und sie erzählte nun, dass Ernährung ein wichtiger Teil der Migräne ist ( ich hoffe ihr wisst wie ich das meine), eben um die Anfälle zu reduzieren.
    Sie hat mir Blut abgenommen um unter anderem den Vitamin D Spiegel und sämtliche B Vitamine zu messen und meinte auch, dass ein Vorscann zu Nahrungsmittelunverträglichkeit gemacht wird und wenn dieser positiv anschlägt, genauer geprüft wird ( für ca 80 €) auf welche Lebensmittel ich reagiere und welche ich dann künftig besser weg lassen sollte…

    Ich bin ein bisschen irrtiert (es ist keine Heilpraktierin) sondern eine Schmerztherapeutin, Fachärztin für Anästhesie, mit einigen Zusatzqualifikationen, denn hier wird ja ziemlich deutlich gesagt, dass Nahrungsmittel keine Migräne triggern…

    Meine Kollegin ist auch bei dieser Ärztin, schon viele Jahre, und hat sich an die Vorgaben aus den Testergebnissen gehalten und fährt sehr gut damit, die Anzahl ihrer Anfälle hat sich deutlich reduziert, und merkt zb, wenn sie mal wieder Schafskäse isst, sie einige Tage später defintiv einen Anfall hat. Ich versteh nicht, wie das gehen soll, wenn mir was nicht bekommt, dann merke ich das doch umgehend, kann es nicht sein, dass in den Tagen bis zjm Anfall, andere Trigger dazukommen?

    Für mich ist Essen wirklich Lebensqualität, ich ernähre mich ausgewogen, bis auf wenige Ausnahmen. Ich würde mir die 80 Euro gerne sparen, wenn es da keinen Zusammenhang gibt.

    Was meint Ihr?

    Ich freue mich von Euch zu hören.

    Gruß

    Christiane

    Toomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Nachtrag:
    ich habe eben in der Praxis angerufen und gebeten mich anzurufen und mir zu berichten wie der Vorscann ausgefallen ist, wenn die Ergebnisse vorliegen und ich dann entscheiden kann, ob ich den weitern Test mache oder nicht. Die Reaktion war ein bisschen irrtierend, die Dame sagte mir, dass das natürlich meine Entscheidung wäre, aber die Ärztin nicht happy wäre (sie hat ja mit den Kosten für den Test nichts zu tun) wenn ich den Test nicht mache, denn bei ihnen in der Praxis hätte sich gezeigt, dass sie bei Patienten damit gute Ergebnisse erzielen (wenn diese auf bestimmte Lebensmittel verzichten). Es gäbe ja nachweislich Lebensmittel die viel Histamin enthalten und Histamin kann mit dazu beitragen, dass ein Anfall kommt. und hat man darüberhinaus Lebensmittelunveträglichkeiten würde der Körper dagegen mit einer Histaminausschüttung reagieren und dann habe ich eben auch zuviel Histamin. Sie sagte auch, dass sie weiß, dass da die Meinungen weit auseinander gehen, aber der Erfolg ihnen recht gibt.

    Bin verwirrt

    Flummi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 230

    Hallo Toomi

    Nur ganz kurz, da ich gleich einen Termin habe.

    Ich war auch bei einer Schmerztherapeutin die genau so reagierte wie deine. Grundsätzlich ist das ein veraltetes Denken, denn Nahrungsmittel für sich sind eigentlich keine Trigger für Migräneattacken. Sondern die Summe von vielen Reizen sorgen irgendwann dafür, dass dein Nervensystem überreizt ist und mit Migräne reagiert.

    Wichtig ist eine regelmäßige Ernährung und ausreichend Kohlenhydrate, damit der Blutzuckerspiegel nicht all zu sehr schwankt.

    Gruß Flummi

    Toomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Flummi,
    so hatte ich es eben auch verstanden, dass es nicht nur den einen Auslöser gibt, sondern mehrere Faktoren zusammen kommen MÜSSEN, damit ein Anfall ausgelöst wird.
    Bin ein wenig erschrocken, von der Reaktion der Praxis und ratlos, ob ich dort weiter hingehen sollte.

    Natürlich wäre ein Verzicht auf etwas was ich gerne esse. wie zb Käse, echt eine große Beeinträchtigung, vielleicht bin ich deswegen auch skeptischer diesbezüglich.

    Danke Dir.
    Gruß
    Christiane

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7626

    Liebe Christiane,

    gut, dass du irritiert bist, denn auf der Schiene kommt man nicht weiter und wird nur viel Geld los. Wenn man all die Ernährungstipps, die es momentan so gibt, befolgt, bekommt man mit Sicherheit schon durch den Stress nur noch mehr Migräneanfälle ?. Eine ausgewogene und kohlenhydratbetonte Ernährung reicht vollkommen aus.
    Und von den B-Vitaminen hat nur das B2 auf die Migräne Einfluss. Außerdem macht es Sinn hochdosiertes Magnesium zu nehmen.

    Hast du das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“? Wenn nicht, besorg es dir! Damit, und mit dem „Migränewissen“ rechts unten unter Links, bist du gut ausgerüstet, um dich um eine vernünftige Migränebehandlung bemühen zu können. Nicht alle Ärzte in der Liste arbeiten nach den neuen evidenzbasierten Leitlinien. Dort kann sich jeder Arzt anmelden, der meint, Migräne behandeln zu können. Viele sind aber auch richtig gut!

    Lieber Gruß,
    Julia

    Toomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Julia,
    ich bin schon gern bereit, mich mit den Triggern auseinanderzusetzen, keine Frage und eben auch zu schauen was ich da beeinflussen kann, natürlich, und grundsätzlich wäre ich auch bereits probehalber auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Ich denke jeder Körper reagiert auch anders, und auch wenn hier geschrieben wird, dass Akupunktur nicht hilft, hat es bei mir einen wirklichen guten Einfluss auf die Häufigkeit und Schwere der Anfälle.

    Und um zu den Lebensmitteln zurückzukommen: ich verstehe eben nicht so richtig, welche Aussagekraft dies hätte, eben weil ich auch Phasen habe, wo ich mal mehrere Wochen keinen Anfall habe, ohne meine Ernährung groß umgestellt zu haben.

    Ich werde mir das Buch einmal besorgen und meine Sammlung an Migränebüchern erweitern, hehe.

    Vielen Dank Julia für deine Einschätzung dazu.

    Gruß

    Christiane

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7626

    Bleib skeptisch!☺

    Wenn es so einfach wäre, die Migräne zu behandeln, würde man in der Schmerzklinik in Kiel schon morgen einen Termin bekommen und nicht erst in Monaten, weil nämlich schon alle geheilt wären!!! ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28365

    Liebe Christiane,

    diese Tests übers Blut sagen nichts aus. Außer Spesen nix gewesen, null Benefit für Dich. Wie andere schon schreiben, ist dies veraltetes Denken und wenn die Ärztin nun auch noch verärgert reagiert – schnell wechseln. Da scheinst Du nicht gut betreut, das bringt Dich nicht weiter.

    Bin ein wenig erschrocken, von der Reaktion der Praxis und ratlos, ob ich dort weiter hingehen sollte.

    Nein, besser nicht! 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 623

    Liebe Christiane,

    beim Thema „Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ bin ich hellhörig geworden.

    Sehr skeptisch werde ich bei der von dir geschilderten Reaktion der Praxis. Da liegt die Vermutung nahe, dass eher deiner Ärztin geholfen werden soll – nämlich mit einem Nebenverdienst! Eine Arztpraxis ist heute eben auch ein Wirtschaftsunternehmen.

    Wenn wir bei solchen Reaktionen irritiert reagieren, dann ist das gesund! Ist ein Nach- oder Hinterfragen nicht erwünscht, stinkt die Sache mächtig!

    Um welchen Test soll es sich handeln?

    Ich bin vor einigen Jahren, als ich noch kein Wissen über meine Erkrankung hatte, bei einem „Un“Heilpraktiker auf einen solchen Test reingefallen und habe dafür viel Geld bezahlt. Er nahm mir Blut ab und führte mit dem Labor, mit dem er gerne zusammenarbeitet ?, einen Test auf IgG-Anitkörper durch. Und nun darfst du gerne raten, was dabei herauskam: alles, was ich gerne und wovon ich am meisten gegessen habe, sollte ich jetzt nicht mehr essen! Wenn, dann muss man sich schließlich quälen – Medizin muss ja auch bitter schmecken, sonst nützt sie nichts (Prof. „Schnauz“ in „Die Feuerzangenbowle“)…!
    Habe ich auch durchgezogen. Und? Nichts passierte, außer, dass ich einige für mich sehr schmackhafte neue Lebensmittel für mich entdeckte.

    Das ich mit meinem Reizdarm und einer Fruktosemalabsortion dann Lebensmittel empfohlen bekam, die meinem Darm erst recht nicht gefielen und er rebellierte, führte dann zu der Reaktion, dass er sich erst daran gewöhnen müsse – so ein Quatsch!

    Lass dir bitte nichts aufschwatzen! Bevor du aktiv wirst (oder deine Schmerztherapeutin), informiere dich genau und achte auf seriöse Quellen!!! Das Argument, es hätte schon vielen der Patienten geholfen, ist keine nachprüfbare Aussage, dafür braucht es seriöse Studien!

    Im Übrigen ist es auch bei IGEL-Leistungen sehr sinnvoll, sich vorher zu informieren, ob und wie sinnvoll und aussagekräftig diese sind, dafür gibt es den Igel-Monitor.

    Also, iss und trinke, was dir bekommt und worauf du Lust hast, in Maßen, das ist dann genau das Richtige für dich!

    Guten Appetit!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Toomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen, das hilft mir sehr.

    Es ist ja nicht so, dass ich nichts ausprobieren und neue oder andere Wege gehen möchte, nur dass kam mir dann ein wenig seltsam vor, denn man muss ja als Patient nachfragen dürfen.

    Liebe Katrin,
    mir wurde Blut abgenommen um den Vitamin D Wert und B Vitamine zu messen, und einen Vorscann zur Lebensmittelunveträglichkeit, und wenn dieser Vorscann positiv ausfällt, dann würde sie mein Blut weiter in ein Labor geben, wo eben rausgefunden wird, auf welche Lebensmittel ich reagiere. Kostenpunkt dann 80 Euro Laborkosten, und die Ärztin betonte, dass sie daran GAR NICHTS verdient, das würde direkt ans Labor gehen, ich würde da eine Rechnung erhalten und die dann mit dem Labor begleichen. Sie würde das immer extra sagen, sie hat mit den Kosten dort nichts zu tun…

    Was für ein Test das sein soll, keine Ahnung, die Sprechstundenhilfe sagte eben, dass es histaminreiche Lebensmittel gibt, auf die ein Mirgäniker reagieren kann und wenn man dazu eben diese Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, dann schüttet der Körper körpereigenes Histamin aus und dann kann das eine Migräne auslösen.

    Es mag ja sein, dass der Verzicht auf manche Lebensmittel einigen Menschen hilft, wie sie sagte, und wenn man dazu googelt, kann man auch was finden, ebenso den genauen Gegenbeweis dazu, auch die Ernährungsdoc