Vegane Ernährung und Migräne

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  • biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Hallo ihr Lieben.
    Habe mal darüber nachgedacht, eine Zeit lang vegan zu essen. Tatsächlich in erster Linie aus Neugierde. Nicht weil ich mir einen speziellen Effekt erwarte.
    Wenn ich mich ausreichend mit langkettigen Kohlenhydraten versorge ,müßte es doch meinem Kopf auch gefallen ?
    Da ich super gerne alle Arten von Hülsenfrüchten esse ,müßte es doch vom Eiweiß-Anteil zu machen sein.
    Gibt es denn hier jemanden ,der sich schon lange vegan ernährt und mir mal etwas erzählen kann?
    Wenn sich rausstellt ,dass es so gar nicht gut ist für das Schädelchen ,würde ich natürlich meine Finger davon lassen.
    Irgendwie reizt es mich aber, es mal zu probieren.
    Chiao ,die Biko

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Liebe Biko,

    ich kann etwas zu diesem Thema beitragen.
    Motiviert durch Aussagen vieler Leute, die sich vegan ernähren und sich u.a. seitdem deutlich besser fühlten und mehr Energie hätten, habe ich mich 3 Monate vegan ernährt. Ich kann aufgrund meines Reizdarms keine Hülsenfrüchte essen kann, habe ich andere Eiweißquellen wie z.B. Quinoa für mich entdeckt.
    Ich habe mich weder besser gefühlt, noch hatte ich mehr Energie und mein Kopf bzw. die Migräne und Spannungskofschmerzen haben sich überhaupt nicht davon beendrucken lassen, d.h. es gab weder Verbesserung noch Verschlechterung.
    Gelohnt hat sich für mich die Entdeckung von neuen Lebensmitteln, die ich auch heute noch konsumiere aus dem einfachen Grund, weil sie mir schmecken und meinen Darm nicht so belasten, weil sie für mich leichter verdaulich sind. Langkettige Kohlenhydrate kann man sich auch unabhängig von einer veganen Ernährung zuführen
    Wie hier schon oft geschrieben wird, reagieren wir alle unterschiedlich, so dass man vieles selbst ausprobieren muss und die eigenen Erfahrungen andere sein können. Aber ich würde an einen Versuch der veganen Ernährung keine große Hoffnungen knüpfen.

    Alles Liebe für dich!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2045

    Liebe Biko,

    aus meiner Sicht spricht erstmal nichts dagegen, sich vegan zu ernähren – man muss einfach ein wenig mehr darauf achten, dass der Körper ausreichend Nährstoffe – insbesondere jene, die vor allem in tierischen Produkten enthalten sind – erhält. Vitamin B12 zum Beispiel ist inzwischen zwar einigen veganen Produkten zugesetzt, aber muss in der Regel zusätzlich genommen werden. Auch Eisen und Vitamin D sind teilweise problematisch.

    Wie du schon richtig sagst – der Migränekopf braucht langkettige Kohlenhydrate – die sind auch in veganen Lebensmitteln ausreichend enthalten. Daher schätze ich die Auswirkung der Ernährungsumstellung auf die Migräne als quasi nicht vorhanden ein (sowohl im positiven als auch im negativen Sinne) – das hängt natürlich auch davon ab, wie empfindlich der eigene Körper bzw. die eigene Migräne auf die Ernährung reagiert – es gibt Patienten, die selbst bei kleinsten Unregelmäßigkeiten in der Ernährung Migräne bekommen und andere, bei denen die Ernährung kaum einen Einfluss hat.

    Allerdings: Eine schlagartige radikale Änderung deiner Ernährung kann für deinen Körper Stress bedeuten und dieser wiederum deiner Migräne nicht gefallen – ich würde daher an deiner Stelle lieber langsam und Stück für Stück vorgehen. 😉

    Ich selbst bin kein Veganer und auch kein Experte für Ernährung – dies ist also nur meine laienhafte Einschätzung…

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Biko,

    versuche es einfach mal, wenn Du es gerne für Dich ausprobieren möchtest. Wie schon geschrieben wurde, wird es sich auf die Migräne nicht auswirken. Auch ist es nicht gesünder, sich vegan zu ernähren, eher das Gegenteil ist der Fall. Zudem musst Du einiges an Aufwand betreiben, dass Dir mit der Zeit nicht wichtige Vitamine und Spurenelemente fehlen. Aber das kommt eher zum Tragen, wenn Du Dich dauerhaft vegan ernähren willst. Soll es nur mal so ein Versuch sein, macht es sicher nichts aus und Du brauchst auch keine Ernährungsbücher zu wälzen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5603

    Liebe Biko,

    ich selber habe mal das Experiment mit einer Zeitlang Industriezucker-frei gemacht. Wenn ich mich recht erinnere, waren das über zwei Monate. Mich hatte das auch gereizt, das mal auszuprobieren, wie sich das in der Praxis so gestaltet, denn ich gebe zu, ich bin eigentlich ein Zucker-Junkie 😉 .

    Ich habe ganz strikt alles weggelassen, was nicht natürlichen Zucker enthalten hat, Obst also gegessen, aber trotzdem keinen Honig. Kein Weißbrot, ingesamt auf Vollkorn umgestellt, auch bei den Nudeln.

    Interessant ist, in wie vielen Produkten Zucker enthalten ist, wo wir das gar nicht vermuten. Noch interessanter ist, wie sich der eigene Geschmack umstellt, wenn man den „Zucker-Entzug“ hinter sich hat. Man kommt mit der normalen Süße nämlich sehr gut zurecht, empfindet das als ausreichend süß und wenn man dann plötzlich wieder etwas stark Zuckerhaltiges isst, empfindet man das als widerlich süß.

    Meinen Migränekopf hat das alles leider nicht beeindruckt, wobei ich einen positiven Effekt auf meinen Migräneverlauf nur allzu gerne so nebenbei mitgenommen hätte. 😉

    Zurzeit bin ich gerade „auf Zucker-Droge“, Adventszeit halt… 🙂 Doch ab 1. Januar kommt ja für viele von uns die Zeit der guten Vorsätze. 😉 😉

    Lieber Gruß
    Heika

    Frank
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 95

    Guten Morgen,

    ich finde es immer wieder erstaunlich, welche zusätzlichen Lasten sich manche Betroffene auferlegen wollen. Sofern man keine Allergien oder Unverträglichkeiten hat, sollte man im Prinzip alles essen, wozu man Lust hat, das allerdings in Maßen. Von jedem was, ein gesunder Mix halt. Ich denke, es ist für keinen Körper gesund sich einseitig zu ernähren. Und vegan zählt für mich zu einseitig. Und aus meiner Erfahrung wird man durch Verzicht sicher keine Besserung der Migräne erreichen. Vielleicht wenn man vorher zu viel von bestimmten Dingen hatte (Fleisch, Zucker, Salz, etc.) . Solange aber es ein gesunder Mix ist, ist doch alles gut, oder?

    LG

    Frank

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Eine gesunde Mischkost ist auch das Beste und gleichzeitig Stressfreieste, das wir zu uns nehmen können. 🙂

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Hey ,ihr Lieben.
    Erstmal vielen Dank für eure Kommentare.
    ich habe keineswegs vor ,dauerhaft vegan zu leben. Es ist vor allem die Neugierde, zu erfahren, wie stressig es wirklich ist.
    Klar ,will ich nichts machen ,was mein Gehirn zusätzlich stresst.
    Und nur darum ging es mir hier mit der Frage.
    Also ,keine Sorge ,ich werde auch weiterhin meine Eier & co essen. Mich hat halt nur interessiert, ob jemand hier eigene Erfahrungen gemacht hat.
    Und einen positiven Effekt auf die Migräne hatte ich auch damit nicht im Kopf.
    Euch wünsche ich einen schönen 2. Advent und einen klaren Kopf….

    Liebe Grüße,
    Biko

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Hallo Biko,
    „Es ist vor allem die Neugierde, zu erfahren, wie stressig es ist wirklich ist.“
    ? Wer absolut keinen Grund für Stress hat, der macht sich welchen? ? ? ?
    Wurde es dir tatsächlich schon wieder zuuu langweilig mit deinem Stressabbau im Beruf und auch privat?

    Liebe Grüße und immer schön cool bleiben und nicht stressen,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Biko,

    muss auch grad etwas schmunzeln. 😉 Nun hast Du mit arger Mühe grad wieder Oberwasser, kommst mit Deinem Leben durch die Prophylaxe wieder mal eben so über die Runden – und nun lachst Du Dir künstlich neuen Stress an. Merkst Du es selbst, dass das grad ein bisschen irrwitzig ist? 😉 😀

    Vielleicht magst Du mit diesem Versuch noch etwas warten? Habe immer vor Augen, dass Dein eben erst „überlebter“ fast totaler Zusammenbruch aufgrund einer permanenten Reizüberflutung zustande gekommen ist. Achte auf Dich, schone Dich und Dein Nervensystem und lache Dir keinen künstlichen Stress an. Zumindest jetzt noch nicht. 😉 Ist nicht böse gemeint, aber denke mal ein bisschen darüber nach.

    Liebe Grüße
    Bettina

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Der Satz mit dem „ich will nur schauen wie stressig usw“ist tatsächlich sehr ungeschickt formuliert. Ich will ,und werde mir damit keinen Stress machen.

    Habe nicht wirklich damit gerechnet, zum Teil doch sehr harte Worte zu meiner Frage zu bekommen.
    Es mag stimmen ,dass ich mich zur Zeit mehr mit anderen Dingen ,außer meinen Schmerzen ,beschäftige.
    Und dafür bin ich mehr als dankbar.

    Biko

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3971

    Liebe Biko,
    ich denke schon, dass du dir nicht Stress machen willst in dem Sinne, dass du dir ständig Gelüste auf Fleisch u.ä. verkneifst.
    Es ist nur so, dass eine, dass JEDE Ernährungsumstellung den Körper stresst. Vielleicht, ohne dass es dir bewusst wird.
    Unser Organismus hat sich im Laufe der jahrtausenden Evolution auf „Alles(fr)esser“ umgestellt.
    Vegane Ernährung bedeutet für den Körper, dass er mit Müh und Not die notwendigen Nährstoffe,z.B. die essentiellen Aminosäuren bekommt.
    Auch bestimmt B-Vitamine führen wir uns vor allem über Fleisch zu.
    Es ist nicht zufällig, dass es für Veganer Nahrungsergänzungsmittel gibt. Auch das ist aber Stress, denn der Organismus ist darauf eingestellt, selbst aus der Nahrung das zu gewinnen, was er braucht.

    Das nur zur Überlegung.
    Was du letztendlich tust, ist ja sowieso deine Sache.
    Ich weiß nur nicht, warum du es hier in headbbook schreibst, wenn du die Kommentare nicht hören, bzw lesen willst.

    Mach dir einen SCHÖNEN Tag!
    LG
    alchemilla

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Liebe Biko,

    jetzt bin ich doch auch etwas erstaunt. Du stellst eine Frage, auf die wir, die wir hier meistens antworten, eingehen. Und das sehr oft wenn auch wir uns gerade mit unserem eigenen Kopf auseinandersetzen müssen, denn auch wir haben große Probleme und schlimme Schmerzen.
    Auch wir haben dummerweise neben der Migräne noch ein ganz normales Leben. UND das Headbook, wobei da besonders Bettina stark beansprucht ist. Und wenn uns dann eine nicht ganz ernsthaft gemeinte Frage gestellt wird……?

    Wünsch, dir einen schönen Sonntag, egal ob mit Braten oder Gemüse,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 6 Monate von  Julia.
    Frank
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 95

    Guten Morgen zusammen,

    ich habe mal Ketogene Ernährung probiert, ganz im Gegensatz zu Kohlenhydrat reicher Kost. Es hat geholfen, zumindest habe ich 4 kg abgenommen. Aber die Migräne hat es nicht beeinflusst. Durchgezogen habe ich das 6 Wochen lang. Momentan habe ich durch den Wechsel auf Citalopram leider wieder 4kg zugenommen. Da muss ich in Kürze wieder ran. Nur mir fehlt dazu gerade die Kraft, da ich schon wieder bei 10+ Medikationstagen bin, obwohl ich im September erst in Kiel eine Pause durchgeführt habe. Aber so ist sie nun mal die chronische Migräne .

    Schönen 2. Advent euch.

    LG

    Frank

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Liebe Biko,

    du darfst nicht vergessen, dass die meisten hier schon alles mögliche ausprobiert haben, immer in der Hoffnung, dieses Mal den „Schalter“ gefunden zu haben.
    Wir alle wissen, dass all diese Hoffnungen enttäuscht wurden.
    Das spiegelt sich jetzt halt auch in diesen Antworten wieder.

    Wenn du das mal ausprobieren willst, ganz ohne Hintergedanken bezüglich der Migräne, dann tu das doch.
    Du musst uns doch gar nicht fragen.

    LG und einen schönen 2. Advent
    Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Biko,

    schreibend passieren manchmal Missverständnisse, das ist einfach so. Säße man sich gegenüber und wir würden ganz flapsig sagen: „Liebe Biko, nun mach Dir nicht extra Stress mit so einer Sache, die eh nix bringt.“ Würdest Du wahrscheinlich ebenso flapsig sagen: „Nun haltet mal den Ball flach, ich teste das jetzt mal ganz ohne Erwartungen.“ Und schon wäre alles beendet gewesen. 😉

    So ist das aber hier nicht, denn hier bemühen wir uns wirklich um unsere Mitglieder und da wir uns nicht gegenüber sitzen, schreiben wir halt unsere Gedanken dazu auf. Du hast gefragt – wir haben geantwortet. Du wolltest wahrscheinlich Zustimmung für Dein Vorhaben, die erhältst Du von uns halt nicht. Ist einfach so, dass einseitige Diäten Stress für Körper (und später) Seele sind. Aus die Maus.

    Aber versuche es einfach mal, denn manche Erfahrungen muss man einfach selbst machen. Da können wir uns den Mund fusslig reden, bzw. die Finger wund tippen, man glaubt es trotzdem nicht. 😉

    Jetzt schließen wir das am besten ab und Du liebe Biko, erinnere Dich bitte daran, dass wir Dir keinesfalls Böses wollen, ganz im Gegenteil: Die 222 mitfühlenden und aufrichtenden Beiträge in Deinem eigenen Forum sprechen eine deutliche Sprache. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4564

    Stimmt Frank, 🙂 so ist sie 🙁

    deshalb kann ich so Verzweiflungstaten wie Ernährungsumstellungen etc. gut verstehen.

    Vielleicht lenkt es auch ein ganz wenig vom Migränegeschehen ab. ….und man hat das Gefühl, nicht nutzlos zuschauen zu müssen. Für mich ist dies ganz typisch Migränemensch. Soeben ist die wirklich aussichtslose Lage überstanden, sitzt man da und möchte mehr, mehr, mehr. Dieses nicht stoppen können, sind bei dem einen nur Gedanken, und bei dem anderen Gedanken und Taten. Das kenne ich von sehr vielen Betroffenen. Diese Art der Hyperaktivität erweckt in anderen den Eindruck, „Na, so schlimm kann es ja nicht gewesen sein.“

    Hier im Headbook, die teilweise heftige Gegenwehr geschieht m.E. aus der Erfahrung und damit verbundenen Enttäuschung heraus.

    Sich selbst wirklich einmal zu hinterfragen, und mal zu schaun, was ist tatsächlich gut für meinen sensiblen Kopf. Was kann ich tun, um ihm das Leben leichter zu machen. Wie bekomme ich Ruhe, Enspannung und Erholung am wirksamsten für mich hin. Das sind für mich die wichtigen Felder, auf denen man arbeiten kann, wenn man sich nicht bremsen kann.

    Alles Liebe
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4564

    Oh, sorry, den Schlußpunkt habe ich nicht mitbekommen. Mein Beitrag saß schon in der Pipeline. Dann kam erst mein Mittagessen, bevor ich abgedrückt habe. 🙂 🙂 🙂

    Auch von mir, einen schönen 2. Advent.

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Also ich bitte Dich, liebes Sternchen, Mittagessen geht doch wohl vor Abschicken so eines Beitrags. 😀

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4564

    Grundsätzlich schreibe ich meine Beiträge zu Ende und sende dann auch unmittelbar ab. Aber manchmal kommt es eben anders 🙂 Das Essen heute Mittag war eine kleine Sünde. 🙂 Aber lecker 🙂 🙂 🙂

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 505

    Liebe Heika, ihr Lieben,

    auch ich habe auf Anordnung eines Arztes 6 Wochen zuckerfrei gelebt. Das hieß, keinen Industriezucker, keinen Zuckerersatz und keinerlei Obst. Ziel war es, Ruhe in meinem Bauch aufgrund der Fruktosemalabsortion und des Reizdarmes zu bringen. Das sollte sich wiederum positiv auf meinen Kopf auswirken, d.h. die Migräne sollte ebenfalls positiv beeinflusst werden. Mir ist der Verzicht nicht besonders schwer gefallen, außer, dass ich mir meine Frühstücksbreie weder mit Honig noch mit Banane süßen konnte, sehr gewöhnungsbedürftig. Nach dieser Zeit sollte ich langsam wieder einzelne zuckerhaltige Lebensmittel zu mir nehmen und beobachten, ob und wenn, welche Beschwerden bauchmäßig auftreten.
    Ich habe so gar Rezepte für zuckerfreien Kuchen und Plätzchen gefunden, die ich auch nach wie vor gerne esse.
    Als ich dann meine erste halbe Banane aß, habe ich die Süße dieser als sehr intensiv wahrgenommen. Ich kann dir, liebe Heika, nur zustimmen, dass sich der Geschmackssinn sehr verändert! Was man vorher als normal süß empfunden hat, wirkt nachher als übersüßt. Wir hatten vor diesem „Experiment“ unser Einkaufsverhalten auch schon in der Hinsicht verändert, dass wir keine Lebensmittel mit Zucker kaufen, in die kein Zucker hinein gehört (z.B. Senf). Man fragt sich wirklich bei so vielen Produkten , warum überhaupt und/oder warum so viel Zucker drin sein muss!
    Beibehalten habe ich, dass ich meinen Quark nicht mehr süße, sondern mit Kräutern wie Süßdolde und Pfefferminze „würze“, das schmeckt mir sehr gut, da fehlt mir der Honig überhaupt nicht.
    Wenn ich Kuchen backe, verwende ich immer 50 g weniger als im Rezept angegeben. Und er ist dann trotzdem ausreichend süß und schmackhaft.
    Aber wie auch der vegane Versuch hat sich die Migräne nicht davon beeindrucken lassen, sie war unverändert da. Aber meinem Bauch geht es etwas besser, ich kann nun etwas besser einschätzen, wovon und ab welcher „Dosis“ ich Bauchschmerzen bekomme.
    Auch ich genieße meine Adventsplätzchen mit Zucker. Aber wie du, lieber Frank, schon geschrieben hast, ist wie bei vielem Anderen das Maß entscheidend. Gemäß Paracelsus, die Dosis macht das Gift.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Adventsabend, ich verbringe ihn mit Vomex auf der Couch, hilft ?!

    Alles Liebe
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Liebe alchimilla ,
    diese Wirkung auf den Körper hatte ich tatsächlich überhaupt nicht im Kopf. Das auch fehlende Substanzen das Gehirn unter Stress setzen können.
    Ihr habt mich alle davon überzeugt, es sein zu lassen.

    Lieber Frank ,auch ich habe fast1 Jahr lang ketogen gelebt. Super abgenommen, aber Kopf gleichgeblieben bis schlimmer geworden. Daher würde ich grade nichts machen wollen was so extrem ist.

    Liebe Bettina ,ja diese Missverständnisse im Schreiben sind manchmal ganz schön tricky.

    Nochmal Danke für euer Engagement.

    Bis bald ,
    Biko

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Darauf ein schönes Schnitzel mit Sahnesauce. 😀

    Vinifera
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Hallo liebe Biko,

    ich lebe seit 10 Jahren vegan. Auf die Migräne hat das keinen Einfluss. Ich habe durch diese Lebensweise viele gesunde Produkte kennengelernt, die ich vorher nicht angerührt habe. Wenn man in der Küche gerne neues entdeckt, dann ist vegan eine super Sache.

    Gemüse sollte sowieso einer der Hauptbestandteile der Ernährung darstellen, von daher kann man mit veganen Gerichten vielleicht neue Dinge entdecken, die dies auch umsetzen. Kommt natürlich darauf an wie man vorher gegessen hat.

    Wenn man vorher eher der Typ Fleisch, Kartoffeln, Gemüsebeilage war, dann könnte die Umstellung allerdings schon sehr groß sein und den Körper auch stressen. Und Stress wollen wir hier ja alle wirklich nicht, um nicht die Migräne zu füttern.

    Zu den Nährstoffen: Der Körper hat einen großen B12 Speicher, sodass man vegan ausprobieren kann, ohne sofort supplementieren zu müssen. Vielleicht schmeckt es einem ja auch einfach nicht.
    Vitamin D ist bei vegan im Winter nicht anders problematisch als bei Mischkost.
    Protein: Dank Hülsenfrüchten, Quinoa und co gibt es da keine Probleme. Sofern man die Quellen nutzt.
    Eisen: das pflanzliche Eisen wird zwar nicht so gut aufgenommen, allerdings wird ohne Zufuhr von tierischen Proteinen auch kein Eisen „unnötig“ ausgeschieden. Von daher haben viele Veganer mit Eisen tatsächlich keine Probleme! (im Gegensatz zu Vegetariern).

    Du muss ja nicht 100% vegan Essen um es kennen zu lernen. Ich denke diesen Stress der radikalen Veränderung solltest du dir sparen.

    Aber mach doch einen Wochentag zum veganen Tag, wenn du es ausprobieren möchtest.

    Wenn du dazu Fragen hast, kannst du mich gerne anschreiben.

    lg Vinifera

    CloudyGirl
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo,
    auch ich habe vor einigen Jahren auf vegan umgestellt und kann Viniferas Erfahrungen bestätigen. Keinen Einfluss auf die Migräne, teilweise sogar negativ, da man versucht ist in der Umstellungsphase auf industriell gefertigte Ersatzprodukte zurückzugreifen. Die sind vegan genauso wenig hilfreich wie nicht vegan… 😉
    Aber es hat mir mit der Zeit geholfen den Anteil an Gemüse und Obst beim Essen zu erhöhen und das in Verbindung mit Vollkornprodukten schadet auf jeden Fall nicht. So weit meine Erfahrung.
    Ich muss aber auch ganz klar sagen, nachdem ich schon einige Ernährungsumstellungen gemacht habe im Laufe meines Lebens, immer mit der Hoffnung, dass die Migräne zumindest weniger wird, hat nichts davon auf Dauer wirklich geholfen.
    Das einzige, was bei mir hilft, ist alles in Maßen und möglichst keine Fertigprodukte. Und manchmal eine Cola, wenn ich die ersten Anzeichen spüre.
    Aber weshalb ich Headbook immer mehr schätze, ist, weil es meinen Migräne-Tunnelblick weitet.
    Und als ich eben die Beiträge hier gelesen habe, dachte ich zum ersten Mal, ja klar, jede größere Ernährungumstellung, sowie sicher auch jedes Fasten (habe ich auch immer mal gemacht) löst Stress im Körper aus. Warum mache ich mir mit Migräneschmerzen diesen Stress zusätzlich und versuche nicht einfach auf die Bedürfnisse meines Körpers zu achten und den Schaden in meiner Umwelt dabei in Grenzen zu halten.
    Ich habe den veganen Weg vor Jahren aus ethischen Gründen gewählt, ihn aber immer mal wieder durchbrochen, wenn mein Körper bei beginnender Migräne andere Signale ausgesendet hat. Das ist nicht immer der Fall aber manchmal. Und manchmal hilft ein Schinkenbrot. Sicher nur bei mir. Warum auch immer. Und danach hatte ich ein schlechtes Gewissen. Weil andere schaffen das doch auchethisch korrekt zu bleiben.
    Für gesunde Menschen ist es leicht, Ernährungsgewohnheiten zu verändern, genauso wie Fernreisen zu unternehmen oder die Nacht mal in der Disco durchzumachen. Die Beiträge hier haben mich daran erinnert, dass ich es mir nicht schwerer machen muss als notwendig. Ich kann bewusst leben, sicher auch im Schwerpunkt pflanzlich aber es sollte keinen Stress auslösen, wenn ich mal davon abweiche. Danke für Eure Gedanken und Erfahrungen!

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Ihr Lieben ,
    vielen, lieben Dank für die zahlreichen Kommentare. Natürlich ist mir bei manchen auch recht kräftiger Wind entgegen gepustet worden. Ich habe aber tatsächlich nützliches daraus ziehen können.
    Mir war nie der Gedanken gekommen, dass, egal was für eine, Ernährungsumstellung ,den Körper erstmal beschäftigt. Das war für mich ein logischer Gedanke.
    Ich koche mir jetzt immer mal wieder ein veganes Gericht ,in dem ich auch mehr Soja/Tofu einsetze. Tut mir bei meinen beginnenden Wechseljahren doppelt gut. Grins…
    Mein absolutes Lieblingsgericht ist aber zur Zeit ein Linsensalat mit roter Paprika und Zwiebeln.
    Hhmmmm.
    In diesem Sinne, lasst euch euer Essen schmecken ,hört auf die Bedürfnisse eures Körpers (da hast du ganz recht @Cloudigirl).
    Eure Biko

    seemoewe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 133

    Hallo im Neuen Jahr und allen wünsche ich nur das BESTE !
    Die Berichte über die Ernährung haben mich nachdenklich gemacht.
    Ich esse eigentlich was mir schmeckt.d.h. aber, dass ich auch etwas umgestellt habe. Kein rotes Fleisch, aber ein leckeres Putenfilet mit Gemüse. 🙂
    Vielleicht bin ich mit meinem Beitrag hier auch falsch, wenn ja, liebe Bettina darfst ihn löschen. !!
    Mein Mann, 85 Jahre alt, hat seine Ernährung radikal umgestellt. Keinen Käse, keine Wurst, viel Eiweiss, auch in Pulverform. Es wäre zuviel wenn ich alles aufzählen würde. Das Problem ist aber er hat seit einigen Jahren, ca. 2-3 ,Schwäche in den Beinen, hat alle Ärzte durch, vom Neurologen, einschl. einer Klinik. Man hat Polyneuropathie festgestellt, mal ja, mal nein. Zudem hat er eine Spinalkanalstenose.
    Nun gut. Es ist ja seine Krankheit. ABer oft kommt mir der Gedanke, ob diese ganze Erkrankung nicht von der Ernährungsumstellung kommt??
    Er nimmt Vit. 1, B 12, Colin , Vit. D .
    Langes Laufen von einigen Stunden geht n icht mehr.
    Vielleicht kennt sich Jemand hier aus.
    Vielen Dank.
    Seemoewe

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Auch Dir ein gutes neues Jahr, liebe Seemöwe.

    Ist zwar vom Thema her off topic, aber ist schon ok. 😉 Mit 85 sollte man gar nichts mehr radikal umstellen, so gehts schon los. Eventuell schadet er sich mehr, als dass er einen Nutzen (wenn ja, welchen?) davon hat. Von der erworbenen Polyneuropathie sind mehr als 200 Auslöser bekannt. U. a. auch Mangel von Vitamin B12, wenn man sich vorwiegend vegetarisch/vegan ernährt. Isst er denn sonst Fleisch, Fisch, Eier usw.? Wenn er den Käse weglässt, aber dafür Quark und Joghurt isst, wäre das auch kein Problem.

    Mangel an B-Vitaminen (B1) kann auch infolge einer Alkoholkrankheit oder als Folge einer Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente kommen. Diabetes könnte auch Polyneuropathien auslösen, aber das wird man ja sicher schon ausgeschlossen haben. Sonst fällt mir jetzt nichts ein, was mit Nährstoffmängeln zu tun haben könnte.

    Wenn er eine Spinalkanalstenose hat, dann wird diese auch bleiben, sich schlimmstenfalls verschlechtern. Dies ist ein mechanisches Hindernis, bzw. ein knöcherner Vorbau, der mehr und mehr den Spinalkanal einengen kann. Hat aber nichts mit der Ernährung zu tun.

    Nun, 85jährige können meist nicht mehr mehrere Stunden am Stück laufen. 😉 Vielleicht sollte er auch ein bisschen vor Augen haben, dass er keine 18 mehr ist. 😉 😀

    Liebe Grüße
    Bettina

    seemoewe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 133

    Liebe Bettina,
    Vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und mir alles erklärt hast. Du kennst Dich aus 🙂
    Ich möchte das Thema auch nicht ausbreiten, es gehört ja nicht hierher.
    Wir sind durch eine Ärzte-Odysee gegangen, einschl. einer Neurol. Klinik.
    Die B Vitamine sind jetzt im Normalbereich, B 1 lag bei o,4 , B 12 bei 1000.
    Das konnte sich niemand erklären.
    Die Bandscheibenops liegen ca. 22 Jahre zurück. Im letzten Jahr wurde noch der Spinalkanal erweitert, dann hatte er 2-3 Monate keine Beschwerden, danach kamen sie zurück bis zum heutigen Tag.
    Keinen Alkohol, keine Diabetes. Er ernährt sich hauptsächlich von Nudeln ( Volkorn) und viel Gemüse, kein Quark, kein Joghourt, kein Käse, kein Fleisch.
    Er kennt keine Kopfschmerzen , geschweige denn eine Migräne !!.
    Es wäre zu schön, wenn er in seinem Alter das Leben mit mir etwas schöner geniessen könnte, aber es dreht sich alles nur um diese Ernährung.
    Männer reden ja nicht gerne und viel und somit weiss ich auch garnicht genau, wie es ihm geht.
    Lieben Dank nochmals und ein schönes WE.
    Seemoewe

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Seemoewe,

    eine Spinalkanalstenose kann leider an anderer Stelle oder ein bisschen versetzt zur vorigen Stelle wiederkommen und manchmal wäre dann eine erneute OP fällig. Im Grunde ist nichts so dankbar zu operieren wie eine Spinalkanalstenose.

    Er ernährt sich hauptsächlich von Nudeln ( Volkorn) und viel Gemüse, kein Quark, kein Joghourt, kein Käse, kein Fleisch.

    Schade, dass Dein Mann all die wichtigen Eiweißlieferanten weglässt ausgerechnet jetzt im Alter, weil er mit einem vorzeitigen Schwund der Muskulatur rechnen muss. Das ist verheerend für einen alten Menschen, da Schwäche, Stürze und Bettlägerigkeit dadurch oft um Jahre vorgezogen sind. Er ernährt sich dann wohl vegan und das ist nur was für Gesunde. 😉 Er müsste ganz gezielt und gut überlegt all die Vitamine zuführen, die er über die Nahrung nicht mehr aufnimmt. Aber er wird wohl nicht abgehen von seiner extremen Ernährungsform, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Dann wird man wohl nichts machen können.

    Er kennt keine Kopfschmerzen , geschweige denn eine Migräne !!

    Glück für ihn, er hat halt die Anlage dafür nicht. Daher ist es auch egal, ob er sich gut oder schlecht ernährt, Kopfschmerz wird dann bei ihm nie die Folge sein.

    Es wäre zu schön, wenn er in seinem Alter das Leben mit mir etwas schöner geniessen könnte, aber es dreht sich alles nur um diese Ernährung.

    Das ist wirklich mehr als schade, wenn man sich die letzten vielleicht noch guten gemeinsamen Jahre durch so eine Fixierung selbst vers…

    Liebe Grüße
    Bettina

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