Vegane Ernährung und Migräne

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  • seemoewe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 144

    Liebe Bettina
    du bist echt ein Schatz. Ich danke dir für deine ausführlichen Erklärungen. Auch wenn mein Thema nicht so gut hierher passte, es hat mit doch den inneren Druck etwas genommen. Ich konnte bisher mit Niemandem darüber schreiben/reden, ausser mit meinem Sohn. Aber der lebt ja weit weg und kommentiert nur: lass ihn Mama. Und genau das mache ich.

    Liebe Grüsse
    Seemoewe

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28336

    lass ihn Mama. Und genau das mache ich.

    Wahrscheinlich wirklich der beste Rat und trotzdem versuchen, die gemeinsame Zeit zu genießen. 😉

    Maik
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Ich wurde letztes Jahr vegan, weil ich beschloss, abzunehmen und gesünder zu essen. Außerdem war ich auf Diät und ging ins Fitnessstudio. Ich möchte Ihnen von meiner Orlistat Erfahrung erzählen. Ich nahm es als Nahrungsergänzungmittel zu meiner Diät. Ich entschied mich so selbst, nachdem ich 24-pharm Bewertungen gelesen habe.
    In den ersten zwei Wochen schien alles in Ordnung zu sein, aber wahrscheinlich, weil ich vegan und zusätzlich auf eine strenge Diät war, hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und ein andauerndes Gefühl der Müdigkeit. Ich würde dieses Mittel denjenigen empfehlen, die nicht vegan sind.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28336

    Hallo Maik,

    man muss nicht vegan werden um abzunehmen. 😉 Hast Du starkes Übergewicht, weil Du dieses Mittel genommen hast? Hoffentlich machst Du das alles ärztlich begleitet, alleine sollte man so etwas nicht durchziehen.

    Dieses Mittel sollte der Arzt verordnen und die Einnahme überwachen. Einfach so empfehlen ist keine gute Idee. Und was nun nun die vegane Ernährung damit zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Klee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 8

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade über diese Gruppe gestolpert, weil heute bei meiner Gynäkologin das Thema aufgekommen ist.
    Ich habe seit meinem 11 Lebensjahr Migräne ohne Aura, bin jetzt 43.
    In den letzten 4 bis 5 Jahren hat die Schwere und Häufigkeit meiner Anfälle zugenommen. Seit April probiere ich jetzt auf Vorschlag meiner Neurologin einige Dinge aus.
    Magnesium mindert ein bisschen die Zahl der Anfälle. Vitamin B brachte nichts.
    Rizatriptan hilft bei mittelschweren und kürzeren Anfällen.
    Die richtigen „Katastrophen“ (ca. 2-3 Tage) meistens am Beginn meiner Periode und um den Eisprung herum bremst es nicht aus.
    Jetzt zum Thema:
    Heute fragte ich meine Gynäkologin, ob man vielleicht von hormoneller Seite etwas machen könne. Sie ist nicht so richtig darauf eingegangen. Ich hatte den Eindruck, dass sie da nicht so für ist. Hat mir aber auch nicht genau erklärt, warum nicht.
    Stattdessen gab es einige „hilfreiche“ Ratschläge, ob ich denn dieses und jenes (kein Alkohol, keine Zigaretten, Ausdauersport, kein Kaffee, etc.) schon ausprobiert hätte. Ich musste mich ein bisschen zusammenreißen, um nicht genervt zu reagieren. Ich trinke äußerst selten Alkohol (schon gar keinen Rotwein), rauche nicht, jogge regelmäßig und versuche natürlich, meinen Alltag mit Erholungspuffern zu planen (ist im Job natürlich auch nicht immer umsetzbar).
    Trotzdem kommen die Anfälle, mal halt seltener mal öfter.

    Jedenfalls meinte sie dann, ob ich es schon mit kompletten Zuckerverzicht versucht hätte.
    Das hatte ich noch nicht. Bin aber auch nicht sicher, ob es etwas bringt, und ob sich der Stress für mich lohnt. Ich bin Vegetarierin, koche meist selbst, esse auch mal ein Stück Kuchen oder Kekse zum Kaffee…

    Hat jemand Erfahrungen damit? Außerdem bin ich da immer gespalten, zum einen, möchte ich natürlich mithelfen, die Anfälle zu vermeiden. Andererseits gibt es so viele „Experimente“ , was angeblich alles helfen soll, um Migräne in Schach zu halten. Da könnte ich sicher die nächsten 40 Jahre mit verbringen, Dinge auszuprobieren. Und irgendwie muß es für mich ja auch umsetzbar sein. Manchmal drängt sich mir halt der Eindruck auf, nur weil x bei y geholfen hat, bin ich als Patient jetzt auch verpflichtet, dass zu probieren. Sonst bin ich ja selber schuld…

    Übrigens schrieb hier jemand, dass Cola zu Beginn manchmal helfe. Ist bei mir auch so 🙂

    Was denkt ihr zum Thema Zucker und überhaupt zu Ernährungsexperimenten?

    Wenn mein beitrag hier falsch ist: Bitte löschen:-)

    Viele Grüße

    Klee

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5725

    Liebe Klee,

    in der Gruppe „Ernährung“ bist du richtig, bei „vegan“ nur teilweise ;-), wobei das zu einer der vielen Ernährungsformen gehört, die uns Migräneköpfen manchmal empfohlen werden. Dir wurde jetzt also der Zuckerverzicht nahegelegt.

    Diesen Eigenversuch habe ich tatsächlich mal gestartet und zwar über viele Wochen hinweg. Ich habe komplett auf jeglichen Industriezucker verzichtet, allerdings nicht auf Kohlenhydrate. Ich habe Obst sehr wohl gegessen und auch Vollkornprodukte. Es ist interessant festzustellen, wie viel Zucker in normalen Nudeln enthalten ist und wie wenig in Vollkornnudeln. Ich habe in dieser Zeit also auch auf helle Brötchen, Hefezopf, u.ä. verzichtet. Wenn ich schon ein Experiment mache, dann richtig! ?
    Fazit: Meinen Kopf hat das kein bisschen interessiert!

    Allerdings erlebte ich den sehr positiven Nebeneffekt, dass mein Appetit nach Zuckersüßem auch komplett verschwunden war und ich ein sehr gesundes Essverhalten an den Tag gelegt habe. Der Hunger-/Sättigungsmechanismus funktionierte super und ich hatte auch viel mehr Appetit auf Gemüse, allgemein auf „Gesundes“, als wenn die Geschmacksknospen ständig mit starken Reizen wie bei den hohen Zuckergehalten überflutet werden. Die Süße im Obst reichte mir völlig. Jede Ernährungsfachfrau wäre in dieser Zeit an meiner Seite tagtäglich in Begeisterungsrufe ausgebrochen. ? ? ?

    Es gibt gute andere Gründe, auf Industriezucker zu verzichten oder ihn zumindest einzuschränken, mein Migränekopf war keiner. Man sollte den Aspekt allerdings nicht außer Acht lassen, dass generell in allen Bereichen eine Regelmäßigkeit empfohlen wird. Haut man sich also den Magen voll mit Süßigkeiten oder Softdrinks, lässt das den Blutzuckerspiegel schnell und stark ansteigen, was tatsächlich triggern kann. Doch hin und wieder was Süßes in Maßen, versüßt auch das Leben, und deshalb sollte man sich nicht mit einem künstlichen Verzicht unnötig quälen.

    Wenn man Cola (mit Zucker und Koffein!) in der Anfangsphase einer Migräneattacke zu sich nimmt, setzt man es sozusagen als Therapie ein, denn die Attacke läuft ja schon, das Energiedefizit ist schon vorhanden, und dann macht es Sinn, da schnell gegenzusteuern mit etwas, das möglichst schnell ins Blut übergeht. Und Flüssiges eignet sich da am besten.

    Oh ja, soooo viele Tipps sollten wir ausprobieren! Würden wir das wirklich tun, hätten wir damit einen Fulltimejob und einen leeren Geldbeutel ? . Und wenn etwas nicht wirkt, würden wir bestimmt noch zu hören bekommen, dass wir das halt noch länger ausprobieren müssten. So eine Freundin bei mir, der ich erklärt habe, dass mit ihrer Empfehlung hier in Headbook noch keine einzige Hilfe gegen Migräne erfahren hätte. Da kam prompt die Antwort, man müsse das halt dauerhaft machen. Wer kann das schon bei einer teuren Therapie, die man selber bezahlen muss? Doch die Argumente werden unseren „Helfern“ nie ausgehen.

    Noch ein Ernährungsexperiment habe ich lange Zeit gemacht: Auf Schweinefleisch verzichtet. Unabhängig voneinander haben mir zwei nette und glaubwürdige Menschen erzählt, dass sie jemanden kennen, der seitdem keine Migräne mehr habe. Gut, da hielt sich für mich der Verzicht wahrlich in Grenzen, doch auch dies war völlig ohne Wirkung, obwohl ich das über ein Jahr lang durchgezogen habe.

    Vor drei Tagen bekam ich den Tipp, ich müsse nur eine bestimmte Stelle an der Hand massieren, das würde super helfen. Dieser Mensch wird mir nie wieder etwas raten ? , ich habe ihn über Migräne „engagiert aufgeklärt“. ?

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 year, 2 months von heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5725

    Damit es keine Missverständnisse gibt:
    Diverse einseitige bzw. extreme Ernährungsformen werden uns zwar empfohlen, sind aber ohne Wirkung auf die Migräne und deshalb ist davon abzuraten.

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