Eure Erfahrungen mit Tageskliniken?

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  • Claudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    hallo ihr lieben,

    ich überlege momentan, ob ein aufenthalt in einer tagesklinik für mich sinnvoll ist.

    ich habe fast jeden tag schmerzen und bin bis nachmittags alleine zuhause. häufig kann ich es gut aushalten (ab ca. schmerzstärke 7 ist es der einzige erträgliche zustand), aber an anderen tagen könnte ich ein bisschen mehr ablenkung und gesellschaft gebrauchen. aber eben nur ein bisschen mehr. und es wäre gut, wenn ich meine gedanken und gefühle mehr teilen könnte. sonst fange ich an zu grübeln.

    letztes jahr hatte ich mir schon mal überlegt, in eine schmerz- tagesklinik zu gehen. aber abgesehen davon, dass keine davon dicht genug war, hatte ich auch nicht so lust auf neue ärzte, die mir was über migräne erzählen wollen bzw. sie anders behandlen wollen.
    für die behandlung meiner migräne ist kiel für mich die einzige und richtige anlaufstelle.

    jetzt bin ich auf psychosomatische tageskliniken gestossen, in denen auch chronische schmerzpatienten sind. hier geht es wohl eher darum, zu lernen mit den schmerzen umzugehen und sich auszutauschen.

    wer hat schon erfahrungen gesammelt und kann sie mit mir teilen?
    vielleicht sogar konkrete tipps für hamburg?

    liebe grüsse, claudia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Claudia,

    was sagt denn Dein behandelnder Arzt zu dieser Idee? Was ist Dein persönliches Ziel?

    Ist denn an Deiner Situation aktuell nichts zu verbessern?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Liebe Claudia,

    bei einer Entscheidungsfindung ist es sicher von Bedeutung, was in einer Tagesklinik „angeboten“ wird und welche Erwartungen du daran knüpfst – wie du, liebe Bettina, schon schreibst.

    ich habe fast jeden tag schmerzen und bin bis nachmittags alleine zuhause. häufig kann ich es gut aushalten (ab ca. schmerzstärke 7 ist es der einzige erträgliche zustand), aber an anderen tagen könnte ich ein bisschen mehr ablenkung und gesellschaft gebrauchen. aber eben nur ein bisschen mehr. und es wäre gut, wenn ich meine gedanken und gefühle mehr teilen könnte. sonst fange ich an zu grübeln.

    Ablenkung und Gesellschaft können hilfreich sein. Der Wunsch nach Austausch und Teilen von Gedanken und Gefühlen ist ein nachvollziehbares Bedürfnis. Hier bietet headbook eine Möglichkeit, eine weitere wäre z.B. eine Selbsthilfegruppe.

    Ideal – wenn auch nicht einfach, aber möglich – wäre es sicher, möglichst gar nicht erst in die Grübelfalle“ zu tappen bzw. Wege zu finden, sich dort selbst herauszuholen (evtl. mit (schmerz)psychologischer Hilfe). Damit wärst du unabhängiger und würdest deine Selbstwirksamkeit stärken, die dir mehr Sicherheit geben kann.

    für die behandlung meiner migräne ist kiel für mich die einzige und richtige anlaufstelle.

    Hattest du schon einen stationären Aufenthalt in Kiel oder strebst ihn an? Ich halte diesen für sinnvoller als eine Tagesklinik – wobei ich mit meiner Meinung sehr vorsichtig bin, da ich noch nicht in einer Tagesklinik war und somit keine Vergleichsmöglichkeit habe!

    jetzt bin ich auf psychosomatische tageskliniken gestossen, in denen auch chronische schmerzpatienten sind. hier geht es wohl eher darum, zu lernen mit den schmerzen umzugehen und sich auszutauschen.

    Ich glaube, genau das – nämlich mögliche Strategien und Wege im Umgang mit den Schmerzen zu finden – ist wesentlich zielführender. Diese können durchaus u.a. Ablenkung sein, Gesellschaft würde ich eher unter „Ergänzende Maßnahmen“ einordnen, da hier eine Abhängigkeit von den „Gesellschaftern“ besteht.

    Alles Gute für dich!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

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