Benutzung des Kopfschmerzkalenders

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  • Susanne
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    Beitragsanzahl: 12

    Hallo,
    ich bin normalerweise nicht der „Forums-Mensch“, deshalb tut es mir Leid, falls meine Frage schon mal irgendwo beantwortet wurde. Ich habe viel gelesen und gesucht, aber mein matschiges Hirn gibt mir gerade keine sinnvolle Antwort.
    Ich führe jetzt seit 2 Jahren regelmäßig einen Kopfschmerzkalender, aber bisher wollte ich damit ja nur den Überblick über die Schmerzmittel behalten. Nächste Woche habe ich einen Termin in der Ambulanz und kämpfe mich so nach und nach durch die ganzen Anamnesebögen. Wie führt man den Kalender eigentlich richtig? Heute ist ein gutes Beispiel, obwohl es eigentlich ein ganz untypischer Verlauf ist. Ich bin heute Morgen mit Kopfschmerzen Stärke 3 (Skala von 1-8 bzw. 10) aufgewacht. Da ich in den letzten 2 Wochen fast täglich Kopfschmerzen hatte und schon viele Tabletten genommen habe, die aber kaum gewirkt haben, wollte ich den Tag so überstehen. Glücklicherweise habe ich heute auch frei. Um 10 Uhr musste ich mal aus dem Haus, doch auf dem Rückweg hatte ich das Gefühl eine pulsierende, stechende Bombe mit mir herum zu tragen. Ich habe das Level auf 6 angehoben und dann doch eine Ibuprofen genommen und mich für eine Stunde mit Wärmkissen ins Bett gelegt. Als ich aufgewacht bin, war ich wundersamer Weise nur noch auf Level 1. Wie trägt man sowas ein und wie wertet man das auf diesem Midas-Bogen? Normalerweise würde ich Level 3 eintragen und als Dauer so lange bis es ganz weg ist bzw. der nächste Tag anbricht. Dass es jetzt Level 1 ist, fällt bei mir dann eher unter Wirksamkeit der Ibuprofen. Aber die Explosion heute Mittag war schon heftig. Wäre das bei der Arbeit passiert, hätte ich mich da auch kurz auf die Couch legen müssen. Autofahren hätte ich damit nicht gekonnt. Damit müsste ich auf dem Midasbogen wieder ankreuzen, dass ich 50% reduziert war. Das passt mit Level 3 aber nicht zusammen, das mache ich sonst erst ab 5 und auch nur, wenn die Tabletten nicht gut geholfen haben. Ist das falsch?

    Vielen Dank für Eure Hilfe beim Entwirren meiner Gedanken.
    Susanne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7476

    Hallo und herzlich willkommen bei uns im Headbook, liebe Susanne.

    Willst du in die Ambulanz der Schmerzklinik Kiel? Ich nehm es mal an.
    Mach dir wegen des Kalenders keine Sorgen, das kannst du in aller Ruhe ansprechen, wenn du da bist. Ich schreibe immer nur auf, dass und an welchem Tag ich Migräne habe und was ich dagegen nehme. Alles andere kann man dann erklären.

    Sinnvoll wäre es, dir gedanklich den ersten Termin vorzubreiten. Mach dir einen Spickzettel, auf dem du alle für dich im Moment wichtigen Fragen stichwortartig notierst. Solltest du in Kiel sein, das Gespräch verläuft dort völlig entspannt und zugewandt ab. Der nette Dr. Heinze wird dir da schon helfen, Vertrauen und Gelassenheit zu erlangen. 😀 Ganz bestimmt!

    Liebe Grüße und viel Erfolg,
    Julia, die seit 19 Jahren dort Hilfe findet.

    Susanne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Julia,

    ja, ich meine die Ambulanz der Schmerzklinik Kiel. Es hat noch nie jemand so viele Details über meine Kopfschmerzen haben wollen und ich laufe damit ja auch schon deutlich über 20 Jahre herum. Irgendwie denken ja doch die meisten Menschen in Schubladen und wenn man erstmal in der falschen steckt, kommt man da nur schwer wieder raus. Deshalb will ich die ganzen Zettel nach Möglichkeit richtig ausfüllen.
    Einen Spickzettel habe ich schon. Aber ich bin 3-5 Minuten Gespräche beim Arzt gewöhnt, wovon die Zeit für Blutdruck messen noch ab geht. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um auch noch Dokumentationsfehler zu besprechen. Allerdings muss ich fairer Weise sagen, dass er sich mehr Zeit nimmt, wenn ich das konkret einforder.

    Auf jeden Fall schon mal Danke für deine Hilfe. Etwas nervös werde ich langsam nämlich schon.
    Susanne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7476

    Oh je, du Arme, da wirst du dich bei Dr. Heinze aber gewaltig umstellen müssen ? . Schubladen? Hat er nicht! Und irgendwelche schon fertigen Pläne im Kopf? Auch nicht. Und Zeit nimmt er sich auch, so viel Ihr braucht! In Kiel stellt der Arzt sich voll und ganz auf jeden einzelnen Patienten neu ein. In meinem Fall schon viele viele Male (ca 75 mal?) in all den Jahren und immer wieder neu.

    Freu dich drauf und füll nur aus, was du leicht und locker beantworten kannst. Ich habe es noch nie! geschafft, diese Midasbögen wirklich richtig auszufüllen. Und geschimpft wird auch nicht! Garantiert ?

    Mach dir keine Sorgen, du wirst nicht von dir aus genau berichen müssen, Dr. Heinze fragt (und weiß ja auch) was er wissen muss.

    Susanne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Danke, das beruhigt mich.

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