Führt Ihr einen Kopfschmerzkalender?

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  • Katharina
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    Beitragsanzahl: 322

    Hallo,
    ich hatte die letzten Jahre einen KS Kalender aus dem Internet, der soweit ganz gut war, allerdings recht aufwändig zum Ausfüllen und wenn man dann mal was nicht eingetragen hatte, z.B. Im Urlaub, dann saß man nachher ganz schön lange da……
    das Gute war, dass man eine Statistik hatte, in der man die Jahre und Monate vergleichen konnte, allerdings wurde er immer automatisch ge-updatet und dann stimmte auf einmal der Statistik Vergleich nicht mehr, da am
    Anfang z.B. jeder Tag einzeln eingetragen werden musste und später dann eine Attacke zusammengefasst wurde….

    Als ich jetzt in Kiel war und dort den Kleinen KS-kalender ausgefüllt habe, hatte ich keine Lust danach zum Nachtragen und bin beim kleinen Kieler KS Kalender geblieben, allerdings passt da ja kaum was rein…..dafür kann man ihn aber mitbringen, meinen ausführlichen online Kalender hat kein Arzt angeguckt, zu aufwändig……

    also weiß auch nicht, was besser ist, aber Führen tu ich auf jeden
    Fall immer einen, sonst verlier ich den Überblick mit den Prophylaxen und der Akutmedikation

    Liebe Grüsse, Katharina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Eure Argumentation spricht auf jeden Fall dafür, wieder mit einem Schmerztagebuch anzufangen 🙂 Danke
    Bin gleich sowieso 2 Stunden im Zug unterwegs, da hab ich n bisschen Zeit, um mich mit der App vertraut zu machen.

    Ich werde dann auf jeden Fall wieder Essen und Trinken mit protokollieren. Ist zwar einiges an Aufwand, aber das hatte mir zumindest einige Erkenntnisse gebracht. Durch die habe ich jetzt immer Milch im Haus und verzichte mittags auf Kohlenhydrate, damit der Nachmittag nicht ganz verloren ist.

    Liebe Grüße

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Hab nochmal ne etwas doofe Frage. Fülle jetzt seit 16 Tagen fleißig die WebApp der Schmerzklinik aus (find die wirklich gut) – nur wenn ich mir die Auswertung anschaue, schockt es mich ziemlich, schwarz auf weiß zu sehen, dass jeder einzelne Tag mit 15-18 Stunden Schmerzen beaufschlagt ist – und die Zeitvariation ergibt sich allein aus der Schlafdauer…

    Ich komme glücklicherweise weitgehend gut damit zurecht, die Schmerzen im Alltag auszublenden – aber das Bewusstsein, wie viel Zeit man nicht schmerzfrei verbringt lässt meine Laune gerade in den Keller wandern…

    Wie kommt ihr damit zurecht? Schaut ihr euch die Auswertung überhaupt selbst an?

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Tanni,

    ich schaue mir die Auswertungen immer wieder mal an und manchmal schockt es mich schon auch. Dann klicke ich einfach schnell weg. 😉

    Man hat nicht mehr oder weniger Migräne, ob man sich das ansieht oder nicht. 🙂 Dokumentation ist wichtig und man braucht sich ja die Statistik nicht anzusehen. Ist Selbstschutz. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Hanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 94

    Liebe Tanni,
    ich führe seit Februar wieder regelmäßig den App-Migränekalender und sehe mir auch regelmäßig die Auswertungen an. Bei mir hatte es von Anfang an den positiven Effekt, dass ich wieder einen Überblick über meine Medikameneinnahme bekommen habe und seither gut überlege, ob ich noch ein Triptan einnehme oder nicht. Ich schaffe es trotzdem noch nicht, die 10/20- Regel einzuhalten, bin mir jetzt aber dessen bewusst.
    Nach ein oder zwei Tagen ohne Migräne habe ich immer das Gefühl, mir gehe es super gut und die letzte Triptaneinnahme sei auch schon länger her. So habe ich, glaub ich, den Überblick verloren, wieviel ich wirklich geschluckt habe. Wenn die Packung leer war, gab’s ja eine neue….

    Für mich macht die Auswertung des Kalenders Sinn!

    Liebe Grüsse
    Hanna

    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Hallo, ihr Lieben!

    Jeder Mensch ist anders, und jeder soll es so handhaben, wie er möchte, und in vielen Fällen ist das Führen eines Kopfschmerzkalenders sicher sinnvoll und auch notwendig.

    Ich habe ca. 25 Jahre lang meine Schmerzen in einem Kalender notiert. Seit Januar mache ich das nicht mehr. Und ich habe gemerkt: Das ist für mich so besser! Ich schreibe nur noch auf, wann ich Triptane und Naproxen nehme, da es mir wichtig ist , die 10/20-Regel einzuhalten.

    Warum es mir mit dieser Vorgehensweise besser geht: Früher habe ich ständig in mich hineingehorcht: Wo sind jetzt die Schmerzen? Ist noch ein Restschmerz da? etc. Der Fokus war ständig auf die Schmerzen gerichtet!
    Ich glaube, dass ich jetzt vor allem die LEICHTEN Schmerzen und die Restschmerzen nach einem Migräneanfall viel weniger bis gar nicht wahrnehme, seit ich sie nicht mehr aufschreibe.

    Früher war ich total deprimiert, wenn ich den Kalender mit den fast täglichen Eintragungen gesehen habe. Jetzt sehe ich da pro Monat höchstens 7- bis 10mal „A“ (Allegro) und „N“ (Naproxen).

    Von allen meinen Ärzten hat sich nur EINE Ärztin (Schmerztherapeutin) für meinen Kopfschmerzkalender interessiert. Aber auch sie konnte keinerlei Regel in dem Ganzen erkennen.

    Ich wiederhole: Das sind meine persönlichen Erfahrungen! Bei euch ist vielleicht alles ganz anders.

    Liebe Grüße
    Josefine

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    guten morgen ihr,

    nachdem ich sehr intensiv einen kalender geführt habe über ca. 1,5 jahre, habe ich auch mehr frust als nutzen gehabt, mit ausnahme bei dem antrag auf schwerbehinderung. da war das DER grund für meinen einspruch gegen die 40°, denn nach der tabelle wird der schweregrad bemessen unter anderem auch nach der anzahl schmerzfreier tage. mit dem tagebuch konnte ich nachweisen, dass ich nach der definition „nur wenige schmerzfreie tage“ zwischen den migräneanfällen hatte und so mindestens 50% bekommen müsste. das hat auch geklappt.

    außerdem will meine neurologin auch immer wissen, wie mein schmerzstatus ist und so schau ich immer nach, wie der letzte monat war.

    mein schreibverhalten hat sich aber insofern verändert, dass ich nicht mehr tagebuch insofern führe, indem ich aufschreibe, was ich wo wie gemacht und gegessen habe, weil ich wie josefine keine regel erkennen konnte.
    stattdessen schreibe ich einfach in eine kalenderübersicht (analog!!! = papier) m= migräne, smt= schmerzmitteltag
    mehr nicht.

    damit behalte ich die übersicht über die anzahl der schmerzmitteltage wg der 20/10 regel und kann meiner ärztin immer sagen, wieviel migräne ich insgesamt die letzte zeit hatte.
    that’s all.
    leine stunden, minuten, nix.
    nur ja oder nein.
    und das merkt man sich auch schneller.
    und am ende weiß man eh, dass man ziemlich leidet, irgendwann ist man auch ignorant gegenüber dieser statistik.
    wie bettina sagte, ob sie da ist oder nicht, die statistik, die migräne ist eh da…

    by the way
    es gibt auch monate, da hab ich keine lust.
    das muss man sich gönnen können ohne schlechtes gewissen!
    dann einfach weiter machen, wenn man wieder meint, weiter machen zu wollen!

    tanja

    Miriam
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Ich führe auch schon seit mindestens 8 Jahren einen Kopfschmerzkalender. Ich habe immer Ärzte gehabt, die ihn sehen wollten und die Tage gezählt haben.

    Ich habe immer mal wieder den Kalender gewechselt, so hatte ich zu Beginn den Kieler Kopfschmerzkalender, wo alle Begleiterscheinungen mit aufgeführt waren. Zwischenzeitlich hatte ich mir mal selber einen viel ausführlichen Kalender „gebastelt“ mit Essen, Besonderheiten, welchen Dienst ich hatte, wie der Schlaf war…..Hat mir keine großen Erkenntnisse gebracht, also ließ ich auch das wieder bleiben.

    Jetzt führe ich ihn Online und komme damit super klar. Wie viele Schmerztage ich pro Monat habe, weiß ich meist eh aus dem Kopf. Aber ab und zu vergleiche ich die Monate und manchmal hilft es mir auch, wenn ich sehe, da und da habe ich mehrere Schmerzfreie Tage am Stück gehabt. Das beruhigt mich, denn im MÜK hat man das nicht.

    Liebe Grüße
    Miriam

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Guten morgen allerseits,

    ich bin jetzt seit 2 Monaten fleißig dabei, den Kieler Kalender auszufüllen – ohne diesen hätte ich vermutlich gar nicht so sehr gemerkt, dass die Intensität ab Mitte Juni ein Stück weit abgenommen hat… Sehr praktisch finde ich auch die Eintragungen der kontinuierlichen Medikamenteneinnahme, dadurch kann ich problemlos dokumentieren, wann ich aufdosiert hab.

    Allerdings spiele ich jetzt wieder mit dem Gedanken, mir doch nochmal selbst einen zu basteln – in erster Linie, um die Stundenzahl aufzudröseln… Vor allem möchte ich gerne wissen, wann und wie lange ich bewusst schmerzfrei war (im Juli war das bislang genau eine Stunde) – und auch wann, wie lange und womit ich mich soweit von meinem Kopf ablenken konnte, dass der Schmerz im Hintergrund kaum noch wahrnehmbar war. Ich weiß zum Beispiel schon, dass ich in Stresssituationen den Schmerz komplett ausblenden kann – auch wenn mir das für die Gesamtbilanz wenig bringt, denn sobald der Stress vorbei ist, haut mein Kopf doppelt rein…

    Liebe Josefine, das Problem hatte ich auch in den ersten Tagen, dass der Fokus immer auf die Schmerzen gerichtet ist… War für mich insofern nicht ganz leicht, weil ich mir davor angewöhnt hatte, die Schmerzen als vorhanden zu akzeptieren und dann zu ignorieren.
    Ich behelfe mir jetzt so, dass ich die Eintragung in den Kalender immer erst am nächsten Tag mache. Ich registriere, wenn sich der Schmerz stärker als üblich meldet oder vom gewöhnlichen Verlauf abweicht – und dann ignoriere ich ihn weiter. Dadurch ist vielleicht der Eintrag nicht 100% korrekt, aber dass der Schmerz täglich vorhanden ist weiß ich auch ohne Kalender und wenn er mal tatsächlich weg und nicht nur ignoriert ist, bin ich so glücklich, dass ich das auch nicht so schnell vergesse 😉

    ganz nebenbei: Hat jemand von euch schonmal eine Access-Datenbank als Schmerzkalender programmiert?

    Euch allen einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße, Tanni

    Maestra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Hallo zusammen! 🙂

    Ich habe seit Mai wieder den Kalender geführt. Vor Jahren hatte ich das schon mal gemacht, aber es frustriere mich so sehr, dass ich es irgendwann lies. Es bekam mir einfach besser, nicht jeden tag erinnert zu werden, wie schlecht es einem wirklich geht.

    Heute allerdings weiß ich, dass ich das mal lieber weiter führen hätte sollen. So hätte ich echt besseren Überblick bei der 10/20 Regel.

    Ich führe den Schmerzkalender von der Schmerzklinik Kiel und habe noch zusätzlich einen eigenen gebastelt, den ich auf meine Bedürfnisse angepasst habe. z.B. notierte ich bis vor kurzem noch Essen und Trinken, bemerkte aber, dass es in meinem Fall wohl nicht relevant ist. Also lies ich es wieder. Dafür schrieb ich in die Spalte sämtliche Symptome und hatte so einige AHA-Erlebnisse. 🙂

    @ Tanni: eine Access-Datenbank fand ich zu aufwändig. Ich blieb beim schnöden Excel 😉

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 489

    Liebe Maestra,

    da ich immer Interesse an Zusammenhängen zwischen Schmerzen und anderen Kriterien habe würde mich das ja interessieren was Du für AHA Erlebnisse hattest und wie Du das rausbekommen hast.

    Zeitgleichheiten oder Aufeinanderfolgen?

    Wenn Dir das Forum für die AHA Erlebnisse zu öffentlich ist bin ich auch an einer PM über die AHA Erlebnisse interessiert.

    Liebe Grüße

    langeselend

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Maestra, bei der Arbeit bastle ich seit mehreren Monaten an einer Datenbank, die die gesamte Qualitätssicherung im Labor umfasst – ich glaube ein Schmerzkalender ließe sich im Vergleich dazu wesentlich leichter umsetzen 😉 nur derzeit habe ich keinen Plan, welche Infos für mich wichtig sind, und ehrlich gesagt auch nicht unbedingt den Kopf, mich näher damit zu befassen…

    Aha-Erlebnisse finde ich immer sehr hilfreich – wobei ich festgestellt habe, dass nur die Wenigsten dieser Erkenntnisse sich wiederholen. Grübel ja immer noch, warum ich manchmal Heißhunger auf Milch habe und mir diese dann meinen Kopf erträglicher macht…

    Ich denke, vor allem die Schmerzmitteldokumentation ist wichtig – unabhängig davon, ob man einen Schmerzkalender führt oder nicht…

    Liebe Grüße, Tanni

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 489

    Liebe Tanni,

    ich habe mir auch einen Kalender mit Excel gebastelt der meinen Bedürfnissen entspricht. Manche ‚öffentlichen‘ Kalender sind mir zu kompliziert oder haben wieder nicht alle Kriterien, die ich brauche.

    Ich habe einen ‚täglichen‘ Kopfschmerzkalender und einen über die durchschnittliche Schmerzstärke pro Monat sowie einen über die Schmerzmittelgebrauchstage pro Monat die sich automatisch aktualisieren.

    So habe ich auch längerfristig einen Überblick über Veränderungen der Schmerzstärke und des Schmerzmittelgebrauches. Vermutete Veränderungen und Zusammenhänge kann ich dann mit Notizen festhalten.
    So kann ich dann auch über Monate z.B. sehen, dass bei mir die Magnesiumprophylaxe wirkt und dass ich wesentlich weniger Kopfschmerzen habe wenn ich keine Antidepressiva nehmen. Das ist schon hilfreich das auch über Monate hinweg an Hand des Kalender sehen zu können.

    Manchmal tut es mir auch gar nicht gut den Kalender zu führen weil es mich zu sehr deprimiert. Dann lass ich es eben und hole das eventuell aus dem Gedächtnis nach. Meistens wird es dann ja doch wieder besser!
    (nach dem Motto: „Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können. Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.)

    Liebe Grüße

    langeselend

    Maestra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    @ langeselend: 🙂
    Dann will ich dir meine AHA-Erlebnisse mal mitteilen. *gg*

    Mein Kalender beinhaltet folgende „allgemeinen“ Dinge:
    – tägliche Medikamente (z.B. L-Thyroxin, Pille, blabla)
    – an welchem Zyklustag ich mich befinde
    – wann die Regelblutung einsetzte und wie lange sie dauert
    – wieviel Schlaf in Stunden
    – ob Sport und wenn ja, wie lange
    – wann und was gegessen
    – was und wieviel getrunken

    Dann die schmerzspezifischen Dinge:
    – wann Kopfschmerzen (morgens, mittags, abends und/oder nachts)
    – die Dauer der Schmerzen
    – welche Akutmedikamente
    – haben sie geholfen? Und wenn ja, mit welcher Qualität (mässig, gut, sehr gut)
    – wie fühlen sich die Schmerzen an? (rechts oder links, pochend, usw.)
    – Aura oder nicht
    – besondere körperliche Auffälligkeiten (z.B. PMS oder Sonnenbrand oder besonders müde etc.)
    – besondere Anlässe (z.B. bis in die Nacht gefeiert, Streit, …

    Das habe ich einige Wochen durchgezogen und dabei bemerkt, dass ich einige Migräneattacken identifizieren kann. Mein größtes Problem ist nämlich: Ist es Migräne oder nicht?!
    Bei der zugegeben sehr umfangreichen Dokumentation allerdings, stelle ich fest, dass ich zB sehr wohl Aura habe. Das nahm ich vorher gar nicht wahr. AHA!
    Auch kündigen sich manche Attacken mit massiven Gähnen ein paar Stunden vorher an. War mir nicht bewusst! Hab aber das Gähnen immer mit notiert und irgendwann dabei bemerkt, dass anschließend Migräne folgte. AHA!
    Der nächste AHA – Effekt: Ich fresse zu viel (Übergewicht lässt grüßen 😉 ) und ich trinke nur blödes Zeug. *gg* Wenn man sowas schwarz auf weiß liest, wird einem erstmal bewusst, was man dem Körper alles so antut, zu was er fähig ist, was er leistet und was er nicht mehr kann.

    Viele Dinge dokumentiere ich inzwischen nicht mehr. Ist halt natürlich auch mühseelig. Sobald ich für mich nach 3-4 Wochen z.B. den AHA-Effekt hatte, brauchte ich ja nichts mehr notieren. Oder anders herum: Wenn ich keinerlei Beziehung zur Migräne feststellte (z.B. ist es der Migräne völlig egal, an welchem Zyklustag ich mich befinde), habe ich diesbezüglich auch die Notizen dazu eingestellt.

    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. 🙂

    LG
    Maestra

    PS: Ich führe zusätzlich den Kieler Schmerzkalender, weil man da auf Anhieb super den Verlaug der Migräne und der Medikamente erkennt.

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 489

    Liebe Maestra (Meisterin oder Lehrerin?),

    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

    Da schreibst Du zumindest teilweise ja wirklich viel auf. Ich weiss immer gar nicht, was aus meinem Leben ich in einen solchen Kalender mit aufnehmen sollte weil ich trotz jahrelanger aufmerksamer Beobachtung nur einen Zusammenhang zwischen liegen und Kopfschmerzen heraus gefunden habe.

    So wüsste ich gar nicht was ich denn in den Kalender übernehmen sollte. Die Menge der täglich zu mir genommenen Gummibärchen in Kilogramm?
    Wie hast Du das denn gemacht?

    langeselend

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Katja,
    das ist wirklich ausführlich und erinnert mich an den ersten Kalender, den ich angefertigt habe, nachdem ich gemerkt habe, dass mit meinem Kopf etwas nicht stimmt (war 9 Tage nach dem ersten Schmerztag). Hatte mir damals auch keine Erkenntnisse gebracht – und wenn ich ihn heute nochmal aufrufe, bin ich einfach nur dankbar, dass ich mich mit der Medikation gebremst habe (im Juni 2012 waren es 14 dokumentierte Schmerzmitteltage, in Wirklichkeit noch mehr…).
    Damit aufgehört habe ich in erster Linie, weil ich unter dem Feld „Bemerkungen“ jeden Tag einen Roman geschrieben habe.

    Was ich esse ist sowieso dokumentiert, da ich vor 4 Monaten meine Ernährung umgestellt habe und seitdem nach Plan esse 🙂 Damit ist glücklicherweise auch mein Konsum an Süßigkeiten zurückgegangen… Und solche ausufernden Tage wie heute – mit Schweinefilet, Pfifferlingen, Rösti und dazu ein Glas Rotwein – genehmige ich mir seitdem die Waage lieb ist umso lieber 😉

    Liebe langeselend,
    dein Motto gefällt mir – also lächle ich jetzt mal und bin froh – und weiß genau, dass zumindest ein Kriterium nicht schlimmer werden kann… Ich kann dich gut verstehen – mir geht es ab und an ähnlich – dass der Schmerzkalender deprimierend ist. Eigentlich eine ganz gute Idee, ihn dann mal sein zu lassen 🙂

    Liebe Grüße, Tanni

    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Liebe Maestra,
    ich glaube, es ist gut, dass du inzwischen nicht mehr sooo viele Details notierst.
    Also, MICH würde das jedenfalls verrückt machen, nicht nur, weil es viel Arbeit ist, sondern auch, weil ich mich nicht so viel mit der Migräne und allem Drumherum beschäftigen möchte.
    Liebe Grüße
    Josefine

    Maestra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Liebe Josefine,
    mich hat es auch völlig irre gemacht, gebe ich durchaus zu. Aber ich habe quasi non stop Kopfschmerzen. Im Juni waren es 24 Tage. 🙁 Ich wollte einfach unbedingt wissen, ob es irgendeinen Zusammenhang mit irgendwas gibt.
    Ich habe also überlegt, an was es liegen könnte … Pille vielleicht (steht im Beipack als Nebenwirkung)? Dann müssten die Schmerzen ja in der Pillenpause wenigstens abflachen oder wenigstens anders sein. Da ich aber nichts erkennen konnte, flog diese Spalte in dem Schmerzkalender also einfach raus. Nach und nach habe ich also für mich unrelevante Informationen rausgekickt.
    Das war für mich und meinem Gefühl einfach wichtig. Ich wollte mir einfach sicher sein, das ich nichts übersehe … und das geht nur, wenn ich alles bedenke. 😉
    Ich hab das nicht lange gemacht … wie gesagt, nach einigen wenigen Wochen war die Hälfte der Spalten schon gestrichen. 🙂

    Ich habe damit wertvolle Hinweise (eben der AHA-Effekt) gewonnen, das war die Mühe wert.

    Maestra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Liebe langeselend, du schriebst vorhin:

    „So wüsste ich gar nicht was ich denn in den Kalender übernehmen sollte. Die Menge der täglich zu mir genommenen Gummibärchen in Kilogramm?
    Wie hast Du das denn gemacht?“

    Ich bin mir selber nicht sicher, warum ich ausgerechnet diese Dinge in meinem Kalender aufnahm. Aber ich las das Buch von Prof. Göbel und darin werden ja auch viele Trigger wie gestörter Tagensrhythmus, zu wenig Schlaf, zu viel Schlaf, kohlenhydratreiche Ernährung, Zyklus pipapo … erwähnt und da ich absolut keine Ahnung hatte, was bei mir Trigger sein könnten, ob ich überhaupt Trigger habe, und ob ich was dagegen tun kann … hab ich einfach so einen mega Kalender erstellt.

    Ergebnis: Maestra sollte immer einen Hut tragen 😉 , denn direkte Sonne auf dem Kopf macht Migräne.
    Hunger zu kriegen ist auch ganz böse, denn dann jault der Kopf ebenfalls los und heiß baden triggert auch.
    DAS war mir vorher halt nicht aufgefallen, und ich kann das als Versuch immer wieder testen und es endet immer in Migräne. Ist für mich ein phänomenales Ergebis aus dem Kalender. 🙂

    Dass ich nun zu heiß gebadet habe oder zu viel in der Sonne stand, schreibe ich nicht mehr auf. *gg*
    Diese drei Dinge vermeide ich nun …

    Maestra
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 217

    Liebe Tanni,
    darf ich fragen, wie deine Ernährung aussieht? Ist sie „migränerelevant“?

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Liebe Katja,
    ich weiß nicht, inwiefern meine Ernährung migränerelevant ist – in erster Linie wollte ich ausgewogen essen und sehen, ob das möglicherweise auf meinen Schmerzkopf eine Auswirkung hat – soviel vorneweg: Auf die Schmerzen hatte es keine Wirkung…

    Zum Frühstück Müsli, je nach Laune kombiniert mit Joghurt, Quark, Obst…
    Mittags Salat – Blattsalat mit viel gemischtem Gemüse, dazu Käse oder Ei und Brot
    Abends koche ich – immer mindestens eine Sorte Gemüse, dazu Kohlenhydrate (Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot etc.) und 2 Tage die Woche Fleisch, ein Tag Fisch…

    Die Zwischenmahlzeiten sind üblicherweise Obst und Gemüse, manchmal auch Joghurt…
    Für das süße Gewissen esse ich alles, worauf ich Lust habe – bei schönem Wetter am liebsten Eis, ansonsten Kuchen, Kekse, Schokolade, Gummibärchen…. Dafür halte ich mir jeden Tag ein paar Kalorien „frei“, damit ich in Maßen ohne schlechtes Gewissen naschen kann. 😉

    Grundsätzlich achte ich darauf, dass ich wenig Fett verwende, immer Gemüse und Obst dabei ist und dass ich (da mein Blutzucker gerne absackt) bei jeder Mahlzeit genug Kohlenhydrate dabei habe…

    Wenn du genauere Infos magst, würde ich vorschlagen entweder per PN oder die Unterhaltung im Ernährungsforum fortzusetzen… 🙂

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Das Führen des Kopfschmerzkalenders macht nicht nur Sinn für den Arzt und sich selbst, um Überblick zu erhalten, sondern dient auch als wichtiger Nachweis bei offiziellen Stellen. Wie schon erwähnt ist er wichtig beim Antrag für Schwerbehinderung, wenn man mal Rente beantragen will usw.

    Möchte man sich mit Botox behandeln lassen, ist auch hierfür der Nachweis enorm wichtig, um dem behandelnden Arzt einen späteren Regress zu ersparen. Dies könnte der Fall sein, wenn der Arzt nicht nachweisen kann, dass der Patient tatsächlich chronische Migräne hat und die teure Behandlung gerechtfertigt war. Kann der Arzt das nicht nachweisen, bittet man ihn womöglich nach vielen Jahren noch zur Kasse. Das ist nicht ausgeschlossen …

    In die Schmerzklinik und andere Kliniken wird man auch nur aufgenommen, wenn man zumindest einige Monate Tagebuch geführt hat. Es macht also Sinn, auch dann, wenn sich einem der Sinn nicht gleich erschließt. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 764

    hallo bettina,
    dazu kurze rückfrage:
    um in die schmerzklinik aufgenommen zu werden, wie lange muss der kalender geführt worden sein und wie genau? denn wie bereits erwähnt, inzwischen bin ich bei nur noch m und smt auf meinen übersichten, manchmal auch mit pausen-monaten, weil keine lust. aber ältere monate sind vorhanden, längere phasen immer, sollte ich mich noch „schnell“ umstellen mit meinem kalender, wenn ich mich dieses jahr anmelden will?
    gruß
    tanja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Tanja,

    mindestens die letzten drei Monate müssen dokumentiert sein. Wie gesagt, macht Euch die Mühe aus vorgenannten Gründen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    orchidee68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    Hallo liebe Leute,
    ich führe den KS Kalender der Schmerzklinik Kiel. Momentan habe ich das Problem, dass ich immer lange Auraphasen habe, dann sich über den Tag hinweg wiederholende, relativ kurz aufwallende nicht behandlungsbedürftige aber eindeutige Migräne Schmerzereignisse, Dauer jeweils so ca. 1 bis max 2 Stunden. Und zweimal im Monat ca. eine drei bis fünf Tages Tortur. So läuft das, seit ich Topamax genommen habe und wieder absetzen musste. Davor hatte ich entweder ganz eindeutig behandlungsbedürftige, Stunden dauernde Aura plus Attacken oder nichts.
    Wie geht ihr Kalender technisch mit sowas um, sofern ihr das kennt? Ich könnte das Teil gerade täglich offen lassen und täglich etwas eintragen und sei es nur ein 30 min. Schmerz ohne Triptan oder eine „hab meinen Chef grad wieder nur auf seiner linken Körperhälfte klar gesehen, seine andere Hälfte stand im Nebel“ Aural.Ich finde es auch immens lästig, ständig etwas eintragen zu müssen, anderseits ist es halt auch wichtig, schon klar.
    Glg!
    Orchidee68

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Orchidee,

    sag mal, kannst Du keine „ordentliche“ Migräne haben? 😉

    Spaß beiseite, so wird das Eintragen etwas knifflig. Es zählt als ein Tag und im Feld „Bemerkungen“ würde ich stichwortartig den Verlauf festhalten. Auch dann, wenn keine Medikation erfolgt ist. An Stunden würde ich die Summe des Tages eintragen.

    Lästig ist es, keine Frage, aber damit plagen wir uns alle rum. Ich nutze ja nur noch die Handy-App, die finde ich super. Vor allem kann ich auch unterwegs schnell mal eintragen und vergesse nichts.

    Liebe Grüße
    Bettina

    orchidee68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    Liebe Bettina, ich hab meiner Migräne auch schon gesagt, sie muss sich entscheiden, das Topi hat sie irgendwie verwirrt-;) ich habe ein Android phone, damit läuft die app nicht, ich mach mir jetzt mal die mühe und schreib alles rein. Glg

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Orchidee,

    ich habe immer den Schmerzkalender der Charité genommen, der ist in 4 Stunden unterteilt, aber jetzt reicht er mir irgendwie auch nicht mehr, ich hatte zu viele Einzelnotizen…ich habe mir jetzt endlich einen in EXCEL „gebastelt“, der rechnet auch gleich alles zusammen und färbt die Migränetage ein….

    LG Johanna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Johanna,

    ist dieser Excel-Kalender auch als Homecsreen für Android-Handys zu nutzen?

    Liebe Orchidee, auch die Web-App kannst Du als Homescreen auf Deinem Handy nutzen, das nur als Tipp. Und so funktioniert die Sache: Migränekalender auf Android

    Aber er ist halt nicht optimiert (Responsive-Design) für Smartphones, sodass die Eingabe dann eine „Fieselei“ wird.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Bettina,

    was ist ein Homescreen, was ist ein Android-Handy…also mit anderen Worten, ich habe keine Ahnung ob dieser EXCEL Kalender da läuft…, wenn den jemand haben möchte ich verschicke ihn gern per Mail, also bitte Mail-Adresse per PN.

    Die Datei könnte man ja auch auf seine Bedürfnisse abwandeln…ich werde da bestimmt auch noch optimieren, das ist erst einmal der erste „Entwurf“.

    LG Johanna

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