Tiefgründiges

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 551)
  • Autor
    Beiträge
  • heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5819

    Nicht gut ist, dass sich alles erfüllt,
    was du wünschest:
    durch Krankheit
    erkennst du den Wert der Gesundheit,
    am Bösen
    den Wert des Guten,
    durch Hunger
    die Sättigung,
    in der Anstrengung
    den Wert der Ruhe.

    Heraklit

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28656

    Zeitnehmen….

    Zwei Herren, beide ernsthaft erkrankt, belegten dasselbe Krankenzimmer.

    Einer der Herren hatte die Erlaubnis, sich jeden Nachmittag für eine Stunde
    aufzusetzen, damit die Flüssigkeit aus seiner Lunge abfließen konnte. Sein
    Bett stand am einzigen Fenster des Raumes.

    Der andere Herr musste die ganze Zeit flach auf dem Rücken liegen.

    Letztendlich unterhielten sich die beiden Männer stundenlang.

    Sie sprachen von ihren Frauen und Familien, ihrer Heimat, ihren Jobs, ihrem
    Militärdienst und wo sie im Urlaub waren.

    Jeden Nachmittag, wenn der Herr im Bett am Fenster sich aufrecht hinsetzte,
    ließ er die Zeit vergehen, indem er seinem Zimmernachbarn all die Dinge
    beschrieb, die er draußen am Fenster sah.

    Der Herr im anderen Bett begann aufzuleben in jeder dieser Stunden, wo
    seine Welt erweitert und belebt wurde durch all die Geschehnisse und Farben
    der Welt dort draußen.

    Das Fenster überblickte einen Park mit einem schnuckligen See. Enten und
    Schwäne spielten auf dem Wasser während Kinder ihre Modellboote segeln
    ließen. Junge Verliebte bummelten Arm in Arm durch die unzählig bunten
    Blumen und eine schöne Aussicht auf die Silhouette der Stadt lag am
    Horizont.

    Wenn der Herr am Fenster all dies beschrieb mit allen kleinsten Details,
    schloss der Herr auf der anderen Seite im Raum die Augen und stellte sich
    die bildhaften Szenen vor.

    An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine
    vorüberziehende Parade.

    Obwohl der andere Herr die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie vor
    seinem geistigen Auge sehen, während der Herr am Fenster sie mit
    anschaulichen Worten beschrieb.

    Tage, Wochen und Monate vergingen.

    Eines Morgens, die Tagschwester kam um Wasser für das Bad zu bringen, fand
    sie den leblosen Körper des Herrn am Fenster, der friedvoll in seinem
    Schlaf verstorben ist.

    Sie war traurig und rief die Bediensteten, um die Leiche wegbringen zu
    lassen.

    Nach einer angemessenen Weile fragte der andere Herr, ob man ihn ans
    Fenster verlegen könnte. Die Schwester war erfreut über den Tausch und
    nachdem sie sich vergewisserte, dass er sich wohlfühlt, ließ sie ihn
    allein.

    Langsam, schmerzvoll stützte er sich auf einen Ellenbogen um seinen ersten
    Blick auf die echte Welt draußen zu richten

    Er strengte sich an, sich langsam zu drehen um aus dem Fenster am Bett zu
    gucken. Es zeigte auf eine leere Wand..

    Der Mann fragte die Schwester, was seinen verstorbenen Zimmernachbarn
    veranlasst hatte, ihm so wundervolle Dinge von draußen vor dem Fenster zu
    erzählen.

    Die Schwester erwiderte, dass der Herr blind war und nicht einmal die Wand
    sehen konnte.

    Sie sagte „Vielleicht wollte er Sie nur aufmuntern.“

    Autor unbekannt

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 1356

    Der Blumentopf des Lebens – oder wie setze ich Prioritäten

    Ein Lehrer bringt zum Unterricht eine Reihe von Gegenständen mit:
    einen großen Blumentopf, Golfbälle, kleine Kieselsteine und Sand.
    Er füllt den Blumentopf bis oben hin mit den Golfbällen und fragt die Schüler:
    “Ist der Topf voll?”. Die Schüler bejahen dies.

    Nun schüttet der Lehrer Kieselsteine in den Topf, bis diese alle Zwischenräume ausfüllen. Wieder fragt er: “Ist der Topf nun voll?” Und wieder bejahen die Schüler dies.

    Nun gibt der Lehrer Sand in den Blumentopf, bis auch die kleinsten Hohlräume ausgefüllt sind.
    “Nun”, sagt der Lehrer, “der Blumentopf symbolisiert euer Leben. Die Golfbälle stehen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wie eure Gesundheit, eure Familie, eure Kinder, eure Freunde. Wenn ihr nur diese Dinge hättet und alles andere verloren ginge, dann wärt ihr trotzdem sehr reich und euer Leben wäre erfüllt.

    Die Kieselsteine stehen für die Dinge wie euer Haus, euer Auto, eure Arbeit. Der Sand symbolisiert all die anderen Dinge wie etwa neue Kleider, Einrichtungsgegenstände, ein neues Handy, den neuen LCD-Fernseher.
    Wenn ihr den Blumentopf zuerst mit Sand füllt, dann ist für nichts anderes mehr Platz in ihm.

    Dasselbe trifft auf euer Leben zu. Wenn ihr eure Energie und Zeit dafür aufwendet, Kleinigkeiten anzusammeln, dann habt ihr keinen Platz mehr für die wichtigen Dinge in eurem Leben und euer Leben wird nicht wirklich erfüllt sein.

    Achtet also darauf, dass ihr eure Zeit und Energie zuerst für die wichtigen Dinge verwendet.”

    Autor unbekannt

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5819

    Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling.
    Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.

    Hans Christian Andersen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5819

    Nicht was wir erleben,
    sondern wie wir empfinden,
    was wir erleben,
    macht unser Schicksal aus.

    Marie von Ebner-Eschenbach

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 1356

    Everyone seems to have a clear idea of how other people should lead their lives, but none about his or her own.

    – Paulo Coelho, The Alchimist

    pinky66
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Das letzte Blatt am Baum
    schlug sich verzweifelt mit dem Herbstwind,
    der seinen Triumph endgültig machen wollte.
    Alle meine Brüder sind zum Opfer gefallen, sagte das Blatt.
    Sie wehrten sich kaum. Aber ich werde kämpfen!
    Schaut euch das an!-stürmte der Wind
    und riss das Blatt ab.
    Wer bin ich und wer ist dieses Laubzeug?
    Ich habe den Baum endgültig entblättert!
    Aber der stärkste Sturm ist im Grunde schwächer
    als der schmächtigste Baum, solange der wurzelt.
    Das Treiben der Blätter im Herbstwind stellt den Baum zwar in Frage.
    Doch welche Antwort, wenn der Baum dann im Frühling sein Blatt treibt!!!
    (Mark Rasumny)

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.

    (William Shakespeare)

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 44

    Im Schmerz ist soviel Weisheit wie in der Lust: er gehört gleich dieser zu den arterhaltenden Kräften ersten Ranges. Wäre er dies nicht, so würde er längst zu Grunde gegangen sein; dass er weh tut, ist kein Argument gegen ihn, es ist sein Wesen. I
    (Friedrich Nietzsche)

    Sonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    @ronjazo said:
    An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.

    (William Shakespeare)

    Diese Weisheit sollten wir uns täglich vor Augen führen 🙂

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 12

    Kleine Augenblicke

    Es ist immer wieder überraschend,
    welch ein kleiner Teil des Lebens,
    von bedeutsamen Augenblicken bestimmt wird
    Meist sind sie schon vorüber,
    bevor sie begonnen haben
    Obgleich sie ein Licht auf die Zukunft werfen
    Und den Menschen der sie hervorgerufen hat,
    unvergesslich machen

    Sie haben ein solches Licht,
    auf mich geworfen
    Auch wenn es im Verhältnis zu all der übrigen Zeit,
    sehr kurz war
    Ich zehre von diesem Licht noch heut
    und ich denke,
    das es mich noch lange erfreut

    Dieses Gedicht habe ich einer Krankenschwester zum Abschied geschrieben
    Liebe Grüße
    Christiane-Maria

    heika
    Teilnehmer