Tiefgründiges

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    Beiträge
  • Hermine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 74

    Hallo ihr Lebensfrohen,

    ihr seid alle meine Vorbilder. Ich arbeite auf Beitrag 3333 hin. In der Zwischenzeit wäre etwas virtueller Sekt gut und Josefines Kartenspruch hat in mir einen Teil der Zielgruppe gefunden.
    Es ist ein Bild, dass es einem erleichtert im Sinne der Selbstfürsorge die Latte völlig gelassen immer mal wieder etwas tiefer zu hängen wenn es denn angezeigt ist.

    Macht weiter so, ich schaffe es auch noch ins Lebensfreudeforum: Schacka !

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3391

    Haha, liebe Hermine! Freue mich über deinen Beitrag und deine tolle Interpretation vom Kartenspruch! 🙂 Bis bald im Lebensfreudeforum!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 years, 5 months von Ulrike.
    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Danke für dein nettes Halli-Hallo, liebe Ulrike!
    Und liebe Hermine, ich habe über deine so treffende Interpretation des Spruchs gestaunt – hätte ich selbst nicht hingekriegt!

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2060

    Liebe Josefine, diese Spruchkarte habe ich gleich doppelt zu Hause 🙂

    Ich finde den Spruch herrlich inspirierend – und kann ihn aus ganz verschiedenen Blickwinkeln ansehen!
    Liebe Hermine, deine Interpretation hat auch etwas für sich! Ich wünsche dir eine gute Zeit auf dem Weg Richtung Lebensfreudeforum und ein baldiges Ankommen dort 😀 Oder aber nach alter Weisheit: Der Weg ist das Ziel!

    Ich habe vor kurzem ein tolles Zitat gelesen – kann es nicht genau wortgetreu wiedergeben, aber in etwa so:

    „Wenn ich dir etwas schenken könnte, dann wäre dies die Fähigkeit, dich selbst so zu sehen, wie andere Menschen dich sehen. Damit du merkst, was für ein besonderer Mensch du bist“

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3999

    Heute ist mir dieser Spruch über den Weg gelaufen:

    „Es gibt
    die Zeit zum Fischen
    und
    die Zeit zum Netze Trocknen“

    Es soll eine Weisheit aus China sein.

    Und ich hatte heute einen Tag, wo ich Netze getrocknet habe.

    (klingt viel bessser, als wenn man „Klüngelstag“ dazu sagt)

    Evken
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 484

    Kennt ihr diese Geschichte aus Momo ?
    Immer wenn ich wieder zu schnell rumwusel und ich Tempo rausnehmen möchte denke ich an „ein Besenstrich, ein Atemzug „:
    Autor: Michael Ende
    Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude.
    Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.
    Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.
    Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.
    Während er sich so dahinbewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat. Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“
    Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“
    Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“
    Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“
    Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 years, 4 months von Evken.
    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3391

    Liebe Eva,

    danke für diesen schönen Auszug aus Momo! Ich konnte mich auch gleich an Beppo erinnern. Der hat mich schon beim Lesen des Buches beeindruckt.

    Ich komme, vor allem wenn es um Hausarbeiten geht, auch schnell in den „Schnell-hinter-mich bringen-Modus“ und dann macht es ja erst recht keinen Spaß

    Gerade habe ich übrigens einen Artikel über Michael Ende gelesen, der schon 20! Jahre tot ist. Habe dann gleich mal nachgeschaut ob ich die „Unendliche Geschichte“ noch habe.Zum Wiederlesen!

    Schönen Abend!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2060

    Liebe Eva,

    das ist wirklich ein wunderschöner Text – und Momo eines meiner Lieblingsbücher! 🙂 Jim Knopf war damals in der dritten Klasse das erste „große“ Buch, das ich gelesen hatte – Michael Ende ist einfach fantastisch!

    Ich fürchte nur, dass der Text aus Urheberrechtsgründen hier nicht so komplett stehen bleiben kann…

    Liebe Grüße, Tanni

    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Die Geschichte vom Straßenkehrer Beppo liebe ich auch sehr. 🙂

    Heute kam ich beim Einkaufen wieder nicht an den Kartenständern vorbei und musste mir ein paar Spruchkarten mitnehmen.

    Für alle, die sich – wie ich – manchmal nur schwer aufraffen können, die eigenen vier Wände zu verlassen:

    „RAUSGEHEN
    ist wie
    FENSTER AUFMACHEN.
    Nur krasser.“

    Und wenn einer meiner Wünsche nicht in Erfüllung geht, hilft mir folgende Karte:

    Ich so:
    OCH BITTE.
    Und dann
    mein Leben so:
    NÖ.

    😉 😉 🙂

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2060

    Liebe Josefine, an solchen Spruchkarten komm ich auch nie vorbei!

    Das mit dem Fenster find ich herrlich 😀
    Da hab ich auch mal was nettes gehört: „Ich habe einen Röntgenblick, ich kann durch Wände sehen“ – „Das war ein Fenster“ – „Aber das Fenster war geschlossen!“

    Oder aber: „Arbeiten am Computer ist die U-Boot-Fahren. Sobald man ein Fenster aufmacht, fangen die Probleme an“

    Und was mir auch ganz gut gefallen hat: Lebenskunst ist, eine Pause zu machen, bevor dir gesagt wird, dass du eine hättest machen sollen.