14 Tage Cortisontherapie und 21 Tage kein Schmerzmittel….

Ansicht von 21 Beiträgen - 1 bis 21 (von insgesamt 21)
  • Autor
    Beiträge
  • papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo zusammen,
    es ist mal wieder passiert 🙁
    Nachdem ich das Flunarizin aufgrund der NW abgesetzt habe und weil ich mit 7-9 Migränetagen, die relativ kurz und manchmal sogar ohen Triptane möglich waren, ging es mir eigentlich ganz gut.
    Mitte Ende März ging es dann los: Nächtliche Attacken, Nackenkopfschmerz, das ganze Programm bis hin zum Notarzteinsatz.
    Die Schmerzen sind in der Regel recht lange auszuhalten,-leider beginnt es oft nachts gegen zwei/drei und da ich aber da ich arbeite, nehme ich dann doch Zolmitriptan. Inzwischen bin ich bei fast vier Wochen am Stück, vielleicht mal mit einer Nacht Pause.
    Meine Schmerzärztin riet zur Cortisontherapie. Erst wollte ich weiter arbeiten gehen, aber heute habe ich mich dann doch für 14 Tage krank schreiben lassen und heut früh mit dem Cortison begonnen. Ich soll 2 Tage 60 mg, 2 50mg, usw nehmen. Dazu Doxepin zur Nacht, bei Bedarf Melperon und MCP.
    Ehrlich? Ich bin total angespannt, weil ich nicht eiß, ob ich das wirklich schaffe.
    Wenn ich nicht klar komme, soll ich zur Cortisoninfusion in die Praxis kommen…ich fühle mich nicht besonders gut damit.
    Beim letzten Mal habe ich es ja in Eigenregie gemacht, nachdem ich mich mit dem Arzt gestritten hatte. Hier hatte ich aber 100mg und dann abwärts und habe mich jede Nacht zugedröhnt mit Vomex, Doxepin und allem was ich finden konnte. Nun habe ich so meine Zweifel, dass das reicht, was ich jetzt angeboten bekommen habe.
    Zumindest bin ich dieses mal zu Hause.
    Die Frage nach Kiel wurde wieder abschmetternd beantwortet…nun machen wir erstmal das und dann sehen wir weiter.
    Ich bin ziemlich erschöpft und verstehe auch gerade nicht, wie ich so da reingeraten konnte, da ich im Prinzip ein sehr geordnetes Leben führe und es mir wirklich rundherum gut geht,- etwas zu tun auf Arbeit gibt es immer und hier und da eine kleine Sorge,- aber das ist doch normal.
    Also meine Fragen: Reichen 60mg abwärts wirklich?
    Was kann ich noch tun, außer mich zudröhnen mit Beruhignungsmitteln wenn die Schmerzen kommen?
    Wie kann es sinnvoll weitergehen?
    Danke
    LG
    papu
    Warum wird das so unterschiedlich gehandhabt?

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    sorry, manche Sätze sind etwas schräg geraten :-/

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Papu,

    ein stationärer Aufenthalt ist gerechtfertigt, wenn man mit ambulanten Möglichkeiten nicht mehr weiterkommt. Könnte es sein, dass ambulant noch Luft ist? Das kann ich jetzt so nicht nachvollziehen.

    Grundsätzlich ist es so, dass Medikamentenpausen besser gelingen, wenn sie stationär begleitet werden. Zumal Du ja sicher voll im MÜK bist. Deine Erschöpfung kann ich nur zu gut nachvollziehen.

    Normalerweise startet man für die ersten Tage mit 100 mg und dosiert dann absteigend ab. Es könnte sein, dass die 60 mg gar nicht ausreichen, was sehr schade wäre. Kannst Du noch irgendwie Rücksprache halten, eventuell auch per Mail? Dann könntest Du ja nach Absprache mit der Ärztin einfach übers Wochenende mit 100 mg starten und Dir ab Montag ein ergänzendes Rezept ausstellen lassen. Doxepin, Melperon, Vomex usw. sind gut als Begleitmedikation. Magenschutz nicht vergessen! Immer morgens zusammen mit dem Kortison einnehmen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo Bettina,
    ich habe sie dazu befragt und sie hat es abgelehnt.
    Beim letzten Mail hatte ich ja 100mg genommen.
    Ich warte mal ab, was heute nacht passiert,- bisher bin ich schmerzfrei.
    Das Doxepin sollte ich abends nehmen und zwischendurch wenn es schlimm wird Melperon oder MCP-Zäpfchen.
    Ich werde sehen was passiert.
    Schlimmstenfalls dosiere ich mich ab morgen auf 100mg um,- genug Tabletten habe ich ja.
    Ich habe schon einiges ausprobiert, aber ehrlich?
    Ich traue den wenigsten Ärzten noch. Heute saß sie auch wieder vor mir und sprach über eine abgesetzte Medikation, die ich noch nie hatte und eine die gerade nehme, die wir abgesetzt haben. Noch Fragen 🙁 ?
    Ich habe jetzt seit 35 Jahren damit zu tun und seit den Wechseljahren und einer blöden OP noch mehr. Es gibt Monate da geht es gut, aber bei 10-12 liege ich immer, dann aber auch mit der angemessenen Triptanmenge, also auch mal schmerzen aushalten oder Kaffee hillft.
    Ich denke, ich bin echt „reif für die Insel“- hatte ja extra die Kasse dafür gewechselt und bin jetzt auch bei den Ärzten, die Kiel verordnen dürfen.
    Aber auch da mache ich komische Erfahrungen, wie zum Beispiel, dass einer mir sagte ich hätte keine Migräne, sondern sei nur hysterisch, um dann meiner Hausärztin zu schreiben, dass ich schwere Migräne mit Aura hätte. :-/
    Ich weiß nicht,- mein Vertrauen ist da echt begrenzt.
    Wie auch immer. Ich hoffe es geht irgendwie so, dass es nicht zu schwer wird.
    Danke 🙂
    LG
    papu

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Papu,

    denke daran, dass Ärzte auch nur Menschen sind und manchmal erschöpft und am Ende mit ihrer Kraft. Das scheint man oft zu vergessen und erwartet immer 100 % Leistung vom Arzt. 😉 Ich würde Dir wünschen, dass das Vertrauen wiederkommt, denn sie sind nunmal Partner für uns, die wir brauchen.

    Ganz sicher wird es gut weitergehen und wenn die ambulanten Möglichkeiten erschöpft sind, dass wirst Du sicher mit Nachdruck einen stationären Aufenthalt für Dich einfordern. Einweisen kann Dich übrigens auch der Hausarzt. In der Klinik wird dann geprüft, ob ein stationärer Aufenthalt Sinn macht und auch von den Kassen getragen wird.

    Wie gehts Dir heute? Hatte die Kortison-Dosis gereicht?

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Liebe Bettina,
    da ich aus der medizinischen Branche komme, ist das mit dem Vertrauen so eine Sache ;-), aber ich werde mich bemühen 😉
    Ich bin heute den ersten Tag Schmerzfrei, war allerdings vom Doxepin total erledigt und habe lange schlafen müssen. Ich bin sehr happy darüber. Und ich muss gestehen, dass ich die Dosis des Cortisons erhöht habe und es so mache wie beim letzten Mal.
    Nun werde ich sehen ,was in der nächsten Nacht passiert und ich hoffe, dass es weiter gut geht. Der Tag heute war sehr erholsam für mich.
    Ich bin froh, dass ich zu Hause sein kann, während dieser schmerzmittelpause. Es würde mir sonst sehr schwer fallen.
    Mit der Klinik verbinde ich die Hoffnung endlich die richtige Propylaxe zu finden da es in der ambulanten Behandlung ja irgendwie nicht klappt und meine Ärztin meint, ich hätte aus den drei Kategorien der Propylaxen ja schon die jeweils bestverträglichlichsten ausprobiert.
    Und nach dem Flunarizin wollte ich auch erstmal nicht mehr.
    Ich werde sehen was kommt.
    Danke fürs Lesen.
    LG
    papu

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Bemühe Dich, liebe Papu, denn es gibt so viele gute, engagierte und dem Menschen zugewandte Ärzte. Sie haben ein enormes Arbeitspensum und manchmal erwartet man auch zu viel.

    Viel Erfolg mit der Pause und versuche es einfach mal mit einem Antrag zur stationären Aufnahme.

    Liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo,
    ich habe noch eine Frage,- warum werden die Pausen und die Menge des Cortisons so unterschiedlich gehandhabt?
    Ich soll jetzt insgesamt drei Wochen Schmerzmittelpause machen,bei eigentlich angesetzten 60mg alle zwei Tage, dann runter mit dem zwei Tage Rhythmus bis auf 5mg. Was ich hier so gelesen habe sind eher 100mg usus, so wie du es auch beschreibst liebe Bettina.
    Von Herrn Prof. Göbel habe ich gelesen, sind vier Wochen angedacht, wenn ich es richtig verstanden habe.
    Was macht nun Sinn?
    Ich habe heut nacht sehr unruhig geschlafen und bin trotzdem schmerzfrei aifgewacht,-das ist für mich ein gutes Zeichen.
    Bettina, ich habe Kiel wieder beiseite gelegt,- wenn ich hier lese, was andere Menschen so aushalten, bin ich noch lange nicht fällig.
    Vielleicht habe ich sogar noch Spannungskopfschmerz dazu, weil vieles über den Nacken kommt und ich dann den Kopf außer nur noch oben in einer bestimmten Stellung, gar nicht mehr ablegen kann.
    Wie auch immer.
    Ich habe Mitte Mai wieder einen offiziellen Termin, in dem mir mehr Zeit zusteht, wie wenn ich zwischendurch komme,- dann spreche ich das nochmal an.
    LG und Danke
    papu

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Hallo Papu,

    ich denke, das liegt daran, dass Therapien in der Migränebehandlung fast immer aus der Erfahrung heraus entwickelt werden. Fast jeder Patient hat zu unterschiedlichen Zeiten sehr unterschiedliche Eindrücke was die Wirkung der Therapieversuche betrifft. Und gerade beim Kortison bestimmen ja auch immer gewünschter Erfolg und Risikoabwägung für den Arzt eine große Rolle. Das kann und muss halt jeder Arzt individuell entscheiden und da kommen dann Empfehlungen der Experten mit großer Erfahrung und eigene Erkenntnisse zusammen.

    Ich z.B. brauche weder zum Kupieren einer langen Attacke noch zum Beenden eines MÜK initial 100mg. Dafür aber meistens eine Aufteilung der Kortisonmenge auf morgens die Hauptmenge und gegen Abend noch mal einen kleineren Nachschlag.
    Würde ich das einem Arzt mit wenig Migränetherapieerfahrung erzählen, könnte das seine Entscheidungen beeinflussen.

    Generell sollte aber eigentlich eine einmalige Gabe des Kortisons morgens zwischen ca. 4 und 8 Uhr gelten, da da der Körper die höchste eigene Kortisonproduktion hat.

    Ist alles nicht so einfach, auch für die Ärzte nicht.

    Alles Gute, vielleicht hast du es ja schon geschafft, den Schmerzdauerzustand zu unterbrechen,
    Julia

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Danke Julia für die Antwort 😉
    aufgrund der geschriebenen Erfahrungen hier habe ich einfach mal die Cortisonmenge aufgeteilt. Also bereits ab der ersten Gabe. Die erste Nacht verlief gut damit, in der zweiten habe ich jetzt sehr unruhig geschlafen. Ich schaue mal, wie es heute wird, ansonsten nehme ich dann die gesamte Dosis aufeinmal.
    Und ich wusste auch nicht, dass es gut ist das Cortisoneinnahme zwischen vier und acht Uhr morgens sein sollte :-/,- ich habe es heute und gestern erst um neun und genommen.
    Das Doxepin hatte mich ja gestern völlig schachmatt gesetzt,- heute war es schon besser,- ich hatte es aber bereits um 20.00 Uhr eingenommen,- den Tag zuvor erst gegen 21.15 Uhr,- war wohl zu spät.
    Ich versuche wenig zu machen und nur das was muss. Das letzte Mal hatte ich unter Cortison wahre Arbeitsanfälle und hab alle auf Arbeit irre gemacht, weil das Cortison mich so getriggert hat. Dieses Mal versuche ich das schon sehr zu steuern und mich in die Ruhe zu bringen. Das Doxepin tut seins und ich habe für den Notfall noch Melperon und MCP. Hat jemand mit MCP als Sedierung Erfahrung?
    Weil es den Kreislauf runterfährt soll es wohl hilfreich sein.
    LG
    papu

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Papu,

    jeder Behandler hat unterschiedliche Erfahrungswerte und danach wird dann empfohlen. Auf 5 mg dosiert man in Kiel nie runter! Meist gibt man Kortison maximal 10 Tage lang und man startet so gut wie immer mit 100 mg, manchmal sogar mit mehr. Zu niedrige Dosierungen und Abdosieren bis auf 5 mg machen keinen Sinn, da unter 40 mg keine therapeutische Dosis für den Migräneschmerz mehr besteht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Liebe Bettina,
    Danke für die Antwort 🙂
    Dann werde ich die 5mg Tage gleich mal streichen und so absetzten, dass ich auf zehn Tage komme. Ist schon spannend, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. Ich fühle mich mit meiner individuell gestalteten Einnahme bisher recht gut und habe tatsächlich seit drei Tagen keine nächtlichen Schmerzanfälle mehr. Da fühle ich mich gleich wie neugeboren, nach vier Wochen jede Nacht….ist ein echt tolles Gefühl, auch wenn ich dem Frieden nicht traue. Heißt das jetzt, dass ich im MÜK war?
    Auf jeden Fall hat es auch die Wirkung, dass ich es jetzt wieder komisch finde zu Hause zu sein….aber ich werde diese Woche brav sein und nicht zur Arbeitsstätte rennen 😉 Ich denke schon, dass es beim letzten Mal nicht so gut geklappt hat, lag daran, dass ich unter 100mg Cortison total viel gearbeitet und alle wuschig gemacht habe, einschließlich mich, mit der Quittung Migräne zu provozieren :-/
    Letzte Nacht lag ich eine Stunde wach, weil ich ein starkes Rauschen im rechten Ohr hatte….manchmal fühle ich mich wie eine Psychopathin 🙁
    Woher das nun wieder kommt?
    Ich werde heute noch eine Feldenkreis CD für den Nacken und die Schuter ausprobieren,-leider sind solche Sachen nicht so meins und ich habe da auch noch keine Lösung für mich.
    Was könnte da noch hilfreich sein?
    Wie sieht es aus mit Vitaminen? Ich finde hier nicht so recht was ich suche. Vitasprint (B12) soll sehr gut sein und ich überlege mal so ne Kur zu machen,- was meint ihr?
    Danke und einen schönen Tag wünscht Dir / euch
    papu

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Guten Tag,
    ich kann verkünden, dass ich aktuell keine Schmerzen habe und ich freue mich verhalten. Tag fünf der Cortisontherapie…..
    Ich bin ziemlich erledigt vom doxepin und soll ab Freitag auf 50mg abends gehen. Gibt es da Erfahrungswerte, wann es gut zu nehmen ist, sodass man morgens auch aus dem Bett kommt? Ich nehme es derzeit so gegen 20.00 Uhr abends und bin dann ab 21.30 Uhr richtig schlafbereit.
    Ich bin ja jetzt zu Hause, aber wenn ich wieder arbeiten gehen muss, finde ich das echt abenteuerlich. Sehe morgens total zerknautscht aus 🙁
    Habe mir jetzt noch Migravent besorgt und nehme das nun auch morgens und abends je zwei Kapseln.
    Fühle mich wie eine wandelnde Tablettenbude…..;-)
    LG
    papu

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Papu,

    wie schön, dass es Dir heute gut geht. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. 🙂

    Doxepin würde ich noch nicht hochsteigern an Deiner Stelle, wenn Du noch so geschafft davon bist. Warte doch lieber erst ab, bis sich diese starke Müdigkeit wieder legt und steigere dann hoch. Lass Dich vom Arzt dazu beraten, er wird da sicher mitziehen.

    Vitasprint kannst Du Dir getrost ersparen, da gönne Dir lieber Magnesium und Vitamin B2, denn nur diese beiden Stoffe haben in Studien Wirksamkeit bei Migräne gezeigt.

    Schone Dich noch weiterhin, denn dann gelingt die Pause besser.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo liebe Bettina,
    ja es geht mir immer noch gut und ich mache langsam,- aber: Macht das Cortison aggressiv?
    Ich bin total gereizt wenn hier nicht alle zackig tun, was ich möchte…..das ist etwas anstrengend gerade.
    Oder kommt das vom Doxepin? :-/
    Ich dachte an Vitasprint, weil ich jetzt so schlapp bin und ja auch nicht wirklich aktiv werden „darf“
    LG
    papu

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo,
    heute ist ein blöder Tag :-/
    nun bin ich seit dem 21.04.15 ohne Triptan oder Schmerzmittleleinnahme und war unter Kortison weitestgehend schmerzfrei.
    Seit dem 11.5 ist es ganz raus und heute habe ich seit den frühen Morgenstunden wieder linksseitig Migräne, übers Auge drückend mit Beteiligung des Oberkiefers.
    Was mache ich jetzt?
    Aushalten oder wieder mit Triptan starten wenn es sich nicht bessert?
    Es war eine so gute Zeit ohne dass es jetzt echt emotional reinhaut wieder damit „so schnell“ konfrontiert zu werden. Ich hatte gehofft, dass es auch ohne Kortison noch etwas ruhig bleibt.
    Soll ich das Kortison nochmal erhöhen?
    Danke
    LG
    papu
    Hab heut nacht schon MCP genommen.

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Nachtrag: Kortison war vom 24.4-11.5 in einer individuellen Dosierung.
    LG

    Bettina Frank
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 36

    Liebe Papu,

    Kortison hast Du lange genug genommen, das würde ich jetzt nicht erneut einnehmen. Es soll ja nicht zu lange und zu oft eingenommen werden.

    Sei nicht allzu traurig, denn das ist doch der normale Weg. Nach Absetzen des Kortisons gibt es oft den Rebound-Kopfschmerz, das kennen wir alle so. Vielleicht schaffst Du es, diesen Kopfschmerz ohne Akutmittel durchzustehen. Versuche mit Melperon, Diazepam und/oder Vomex, die Schmerzen ein bisschen zu verschlafen. Zusätzlich hochdosiertes Magnesium, so könnte es vielleicht klappen.

    Sei stolz auf Dich, dass Du nun so lange ohne Akutschmerzmittel warst, das tut Deinem Nervensystem sehr gut. Wenn noch der Rebound-Kopfschmerz überstanden ist, geht es danach ganz sicher wieder besser weiter. Aber ganz verschwinden wird die Migräne natürlich auch nicht, die Erwartungen müssen realistisch bleiben. 🙂

    Alles Gute und schnelle Besserung,
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo Bettina,
    ich habe dann leider nicht durchgehalten gestern und ne halbe Zolmitriptan genommen 🙁 Wie oft bzw wie lange kann der Rebound kopfschmerz denn auftreten?
    Ich erhöhe jetzt das Migravent ein wenig und schaue wie ich über die nächsten Tage komme.
    Ab Montag geht es wieder in die Arbeitswelt.
    Gleichzeitig habe ich noch einen Termin bei der Schmerzärztin und wir werden den Antrag für Kiel besprechen und ausfüllen.
    Da ich kein so schwerer Fall bin, wird es sicher ein paar Monate dauern bis ich evtl einen Platz bekomme, aber das wäre ja okay.
    Ich weiß nicht, ob das mit dem Doxepin fruchten wird,- es war ja jetzt eher eine Zufallsentscheidung im Rahmen der Cortisontherapie es als Prophylxe auszuprobieren und
    ich bin jetzt bei 50mg und auch schon bei drei Kilo mehr und einem ständigen Heißhunger….das ist echt anstrengend, sich permanent dagegen zu wehren nicht in den Kühlschrank zu fallen….
    Wielange dauert es bis das Doxepin prophylaktisch anschlägt?
    LG und Danke
    papu

    Bettina Frank
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 36

    Liebe Papu,

    dann ist das eben so und nun wünsche ich Dir eine gute Wirkung des Zolmitriptans. Welche Dosierung hattest Du denn letztendlich eingenommen? Wenn schon behandeln, dann bitte ausreichend dosieren. Denn eine niedrige Dosierung ist nicht besser für Dein Nervensystem, Du läufst aber Gefahr, dass sie nicht ausreichend wirkt und Du dann gar nichts davon hast.

    Ob Du ein „schwerer Fall“ bist, werden die Ärzte entscheiden. 😉 Manch Betroffener spielt die eigene Erkrankung herunter, dabei hat er einen Klinikaufenthalt bitter nötig.

    Jeder Prophylaxe sollte man mindestens 3 Monate Zeit lassen und dann erst die Wirkung beurteilen. Vorausgesetzt, die Nebenwirkungen beeinträchtigen nicht zu stark. Wie immer, ist auch hier der Wirkeintritt von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    Der Rebound-Kopfschmerz dürfte bald vorbei sein, dauert meist einige wenige Tage und fällt immer leichter aus.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    papu64
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 121

    Hallo Bettina,
    ich nehme das Zolmitriptan nach Bedarf und entscheide mich immer nach Gefühl für die Dosierung.
    In der Regel nehme ich 2,5 oder 5 mg als Schmelztablette. Ich teile eine 5mg Schmelztablette hierfür.
    Leider hatte ich gestern wieder von morgens an eine starke rechtsseitige Migräne. Ich habe noch MCP und Vomex über den Tag verteilt genommen, aber heut nacht um drei dann doch 5mg Zolmitriptan genommen. Jetzt bin ich entspannt.
    Morgen werde ich wieder arbeiten gehen und stehe dem nun mit gemischten Gefühlen gegenüber. Ich freue mich drauf,- mich verunsichert aber auch, dass es jetzt ohne Cortison eigentlich wieder beginnt.
    Ich habe den Eindruck, dass das Doxepin mich dazu völlig fertig macht. Kann es sein, dass das Cortison die Wirkung vom doxepin etwas zurückhält?
    Unter Cortison war ich mit dem Doxepin nixht so schlapp und antriebslos…..Ich bin jetzt erstmal wieder auf 37,5mg runter.
    Morgen abend sehe ich die Ärztin und dann werde ich mit ihr das weitere procedere besprechen.
    Ich möchte noch sagen, dass ich meine Migräne nach sovielen Jahren schon als starke und wesentliche Beeinträchtigung in meinem Leben empfinde,- mir aber wohl klar ist, dass es hier Menschen gibt, denen es wirklich viel schlechter und schmerzvoller ergeht…..das meine ich , wenn ich sage meine Geschichte ist „ein nicht so schwerer Fall“ und das weiß ich zu „schätzen“.
    Einen schönen sonnigen Sonntag.
    LG
    papu

Ansicht von 21 Beiträgen - 1 bis 21 (von insgesamt 21)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.