Berufstätig und wahrscheinlich im MüK

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  • Katja84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo an alle,

    ich bin ganz neu hier im Forum.
    Ich vermute das ich seit einiger Zeit im Mük bin und habe momentan sehr starke Probleme auf Arbeit durch den vielen Ausfall.

    Ich leide seit 2003 an Migräne, bin seitdem auch in neurologischer Behandlung. Habe 2009 bereits in einem Schmerzzentrum einen Entzug gemacht.
    Laut meiner Neurologin gelte ich als austherapiert.

    Ich habe folgendes bereits durch:

    Migräneprophylaxen (unwirksam):
    Topiramat
    Betablocker
    Migravent

    Triptane habe ich die gängigen bereits die ganzen Jahre getestet. Eine weile half Maxalt. Momanten nehme ich Rizatriptan, was aber meist nur 1-2 Stunden anhält wenn es überhaupt anschlägt.

    Migräne-Botox seit 1 Jahren (unwirksam)

    Sonstige Medikamente (unwirksam):
    Amitriptylin 100 mg
    Tramadol
    Tavor
    Orthoton
    Diclofenac
    Paracetamol
    Aspirin
    Voltaren
    Ibuprofen
    Naproxen 500 mg
    Novalgin

    Auch alternative Behandlungen wie Akupunktur, Osteopatie usw. haben bisher keinen Erfolg gebracht.

    Dieses Jahr ist es bei mir sehr schlimm. Ich habe fast durchweg Probleme. Sehr häufig kommt die Migräne mit dem Wetterwechsel, dabei wechselt sie die Seiten je nach Wetterlage. Auch Spannungskopfschmerzen triggern bei mir oft.

    NUn vermute ich das ich im Mük bin, wobei ich auch sonst als chronische Migräne mit Aura diagnostiziert wurde. Ich versuche zwar nicht an jedem Schmerztag etwas zu nehmen (bspw. lasse ich die Wochenenden aus), aber da ich auf Arbeit schon viel Ärger hatte mir Ausfallzeiten, eher gehen, später kommen etc. muss ich irgendwie durch die Wochen kommen. Meist dauern die Anfälle bei mir auch länger als 1 Tag, so das ich im Endeffekt schon mehr als an 10 Tagen Schmerzmittel nehme. Vor 2 Wochen habe ich jedoch auch eine Woche komplett ohne Anfälle verbracht, seitdem nun aber täglich Anfälle.

    Ich weiß im Moment nicht mehr weiter, da sich auch auf Arbeit die Situation immer mehr verschärft. Im Schmerzzentrum von damals gibt es Wartezeiten von einem Dreiviertel Jahr.

    viele liebe Grüße
    Katja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Herzlich willkommen im Headbook, liebe Katja. 🙂

    es könnte schon sein, dass Du im MÜK bist – vielleicht schon längere Zeit – und und diesem Fall wirken Prophylaxen kaum, Akutmedikamente auch nur bedingt. Wichtigstes Vorgehen wäre eine konsequente Medikamentenpause, am besten stationär. Hast Du schon über einen weiteren Klinikaufenthalt nachgedacht?

    Das Wort austherapiert sollte man weder vor einem Patienten erwähnen, noch trifft es zu. Es gibt schwierige Verläufe, das stimmt, aber Therapien gibt es immer noch. Vor allem wenn ich sehe, wie wenig Du bist jetzt getestet hattest. 😉

    Nimmst Du ein Antiemetikum vor dem Schmerzmedikament oder Triptan? Es verbessert die Aufnahme des Medikaments und daher auch die Wirkung. Aber wie gesagt hilft im MÜK fast nichts.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katja84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Bettina,

    ich habe Vomex oder MCP Tropfen gehabt.
    Auch medikamtentechnisch hatte ich in den Jahren noch anderes, aber mir fallen nicht alle Namen ein :-).Hatte mir vor 2 Jahren auch eine Zweitmeinung bei einem anderen Neurologen geholt. Aber ihm war auch nicht viel mehr eingefallen was ich testen könnte. Wir hatten da nochmal einige Prophylaxen neu eingeführt, aber die gingen wieder nach hinten los.

    Ich vermute das ich dieses Jahr mir den mük geholt habe. Obwohl ich auch da mal eine ganze Woche ohne Anfälle war ab und an.

    Über einen Klinikaufenthalt habe ich schon nachgedacht, vermute aber das ich dann meine Stelle verlieren werde – was aber jetzt wohl eh bald passieren wird.

    Liebe Grüße
    Katja

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Hallo liebe Katja,

    herzlich willkommen hier im Forum. Gut, dass du uns gefunden hast. Puuuuuh, da hast du ja schon eine ganze Menge an Medikamenten durch.

    Es ist natürlich schwer dir auf deinen Beitrag hin etwas zu raten. Grundsätzlich braucht man einen guten Spezialisten an der Seite, der einem im Leben mit der Migräne begleitet.

    Ich habe den Eindruck, wohlgemerkt es ist nur ein Eindruck, dass du etwas unstrukturiert und ohne Plan die Medikamente einsetzt. Besonders auch im Akutfall. Wenn man sich nicht so auskennt, die Schmerzen immer wieder behandelt,besonders bei chronischer Migräne, dann kommt man zwangsläufig in den Mük. Welche Kopfschmerzdiagnosen hast du bekommen? Hast du noch andere Schmerzen?

    Du erwähnst Akutmedikamente gleichzeitig mit Prophylaxemitteln. Kennst du die Unterschiede der einzelnen Mittel? Warum nimmst du schon 1 Jahr Botox, wenn es doch nicht hilft?

    Wie behandelst du genau im Akutfall? Nimmst du ein Antiemetikum? Nimmst du als Wirkverlängerter zu den Tristanen ein anderes Schmerzmittel?

    Lieber Gruß
    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 11 Monate von  sternchen.
    Katja84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Sternchen,

    sorry ich habe erstmal alles aufgeschrieben gehabt was mir an Medikamenten über die Jahre einfiel. Den Unterschied zu Akut und Prophylaxe kenne ich natürlich und auch wie ich was wann nehmen soll. Botox war nur ein Versuch, zwischen den Behandlungen liegen immer paar Monate und man meinte erst nach 3 Behandlungen kann man was merken. Da bei mir nach 3 Behandlungen nichts besser wurde hat man noch weiter geschaut ob sich was tut.

    lg Katja

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Katja,

    hast Du einen Schwerbehinderten-Ausweis? Dieser schützt auch im Berufsleben und ermöglicht längere Pausen und ein paar Urlaubstage mehr im Jahr.

    Sonst würden mich Sternchens Fragen auch interessieren.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Da sind sie wieder, die Tristane, liebes Sternchen. 😀

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    Oh man, stimmt.
    Ich glaube ich ändere meinen Nicknamen in Sternchens Tristane ? ? ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 11 Monate von  sternchen.
    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Hallo Ihr Lieben,

    was Bettina geschrieben hat klingt so, als ob man mit Schwerbehindertenausweis automatisch mehr oder längere Pausen bekommt. Ich glaube, das stimmt so nicht. Zu Pausenregelungen können nur individuelle Vereinbarungen nach besonderem ärztlichen Attest getroffen werden.

    Aber 5 Tage mehr Urlaub gibt es für jeden Schwerbehinderten im Jahr 🙂

    Liebe Grüße
    MiRi

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    😉 Über die Tristans haben wir gar nicht gelacht, es ging um die Medikamente 😉 !

    Sorry Katja, das war ein anderer Thread, aber Aufklärung muss sein! 😀 😉

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    ????? hm, hab ich jetzt den Zug verpaßt? 🙂

    Katja84
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,

    also ich glaube auch das ich grad nicht so mitkomme 😉
    Aber zu der Frage noch: nein ich habe bisher keinen Schwerbehindertenausweis oder Ähnliches.
    lg katja

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Joah… Sternchen, gab 2 Züge 😉 😉 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Katja, dann würde ich mich an Deiner Stelle um einen Schwerbehindertenausweis kümmern. Es gibt gewisse Privilegien und auch einen gewissen Schutz für Dich als Arbeitnehmerin.

    Das mit den „Tristanen“ ist ein Witz, weil Sternchen öfter dieses Wort schreibt (statt Triptane) und gestern hatten wir in einem anderen Thread darüber gewitzelt. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Vinifera
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Hallo Katja,

    ich habe dieses Jahr selbst meinen Schwerbehindertenausweis beantragt, um einen gewissen Kündigungsschutz zu erzielen. Es war gar nicht so schwer wie befürchtet. Nur Mut!

    Liebe Grüße
    Vinifera

    Angelito
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    ich möchte hier nichts zu meiner Leidensgeschichte erzählen. Ich bin ja schon länger hier angemeldet und habe immer mal wieder um Rat gebeten, so auch jetzt. Nur soviel: seit frühester Kindheit (seit nunmehr 42 J.) schwere Migräne ohne Aura. Momentan bin ich mal wieder im MÜK, den ich normalerweise zu Hause behandle durch Medikamentenentzug und mich dann einfach für einige Tage ins Bett lege. Danach bin ich in der Regel erstmal zwei Wochen schmerzfrei und die Attackenfrequenz steigert sich dann aber allmählig wieder. Vielleicht sollte ich mal länger pausieren, aber geht leider nicht mit Job und Kindern. Nun ist es leider so, dass ich an der Arbeit zurzeit nicht fehlen kann (Übersetzungsarbeit mit Termindruck – da brauche ich auch einen absolut klaren Kopf). Durch die vielen Fehltage und Stellenkürzungen bei uns mache ich mir ohnehin schon Sorgen um meinen Arbeitsplatz. Daher frage ich mich, ob ich Neuroleptika zur Linderung nehmen kann oder ist man damit komplett „lahmgelegt?“ Außerdem: sind diese mit SSNRI wie Duloxetin vereinbar? Bin leider letztes Jahr zusätzlich an einer Depression erkrankt und muss diese immer noch nehmen. Außerdem habe ich immer Angst zuviele Triptane gleichzeitig mit Duloxetin zu nehmen wegen der Gefahr des Serotoninsyndroms. Wurde letztes Jahr von Citalopram auf Duloxetin umgestellt deswegen, aber beide Antidepressiva greifen doch in den Serotoninhaushalt ein, wenn ich richtig informiert bin??
    Vielen Dank vorab für die Rückmeldung!
    Tina

    Jojo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 330

    Hallo Angelito,

    Was das Serotoninsyndrom betrifft, kann ich dich beruhigen. Es existiert wohl vor allem in der Theorie. Professor Göbel hatte in seiner langen Karriere noch nie einen Patienten, bei dem es aufgetreten ist.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell aus dieser schweren Migränephase rauskommst.

    LG

    Jojo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Hallo Tina,

    Jojo hats ja bereits geschrieben, diese Kombination geht bedenkenlos. Wird Millionen Schmerzpatienten so verschrieben, ist eher ein theoretisches Problem.

    Schnelle Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    Angelito
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Liebe Jojo,
    liebe Bettina,

    vielen Dank für Eure schnelle Rückmeldung. Eure Aussagen zum Serotoninsyndrom beruhigen mich schon sehr. Diese Sorge hatte ich immer zusätzlich noch im Hinterkopf. Könnt ihr mir vielleicht noch was raten in Bezug auf Neuroleptika bei MÜK? Ich sitze hier momentan mit Dauerschmerz an der Arbeit und kriege so mein Arbeitspensum nicht geschafft. 🙁
    Danke vorab!
    Angelito

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Liebe Angelito,

    dass Neuroleptika zum Erhalt oder sogar Steigerung des Arbeitspensums herhalten könnten sehe ich eigentlich nicht. Sie sind doch eher dazu gedacht, im Rahmen der Medikamentenpause für Ruhe und Abschirmung zu sorgen und machen müde.
    Welche Neuroleptika meinst du? Welches Mittel hast du denn zur Verfügung?

    Gute und schnelle Besserung,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Angelito,

    wie Julia bereits schreibt, werden Neuroleptika erfolgreich in der Medikamentenpause eingesetzt. Man kann sie auch mal abends einsetzen oder am Wochenende, wenn man Attacken ohne Akutmedikation überstehen will. Arbeiten kann man damit in aller Regel nicht.

    Liebe Grüße
    Bettina

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