Ibuprofen MÜK wie lange nach Entzug

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  • Makadamia
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    Hallo Zusammen,
    Ich nehme seit über 15 Jahren regelmässig Ibu wegen meiner Migräne. Hatte zuletzt 17-23 Schmerztage im Monat, ca. 30-40 Ibus im Monat vertilgt. Ich habe schon lange die Vermutung gehabt dass ich durch dass IBU Dauermigrände bzw. Dauerkopfschmerzen habe. Ich habe vor 4 Wochen einen Entzug gemacht. Seit dem nur 4 Naratriptane genommen. Ansonten nichts weiter. Entzug wurde 5 Tage mit Cortison begleitet. Sonst hätte ich es auch nicht überlebt. Nun ist es so dass ich immernoch vereinzelt starke migräneartige Schmerzen habe. Es fühlt sich an wie ein Migräneanfall beginnend im Nacken und Schmerzen an Stirn. Dazu Übelkeit. Aber nach einiger Zeit tut der gesamte Nacken und Vorderkopf weh als ob mir jemand mit voller Wucht ein Brett auf den Schädel geschlagen hätte. 2 Mal seit dem Entzug nahm ich umsonst ein Triptan da ich dachte die Migräne kommt. Umsonst, Null Wirkung.Auch habe ich das Bedürfniss zu laufen und kann nicht liegen dann wirds noch schlimmer. Wogegen ich auch seit dem Entzug zwei echte Migräneanfälle hatte ganz klar einseitig und mit erfolgreichem Triptangebrauch kupiert habe. Ich bin der Meinung dass mein Kopf nach Ibu schreit und ich immer noch vereinzelt mit Entzugserscheinungen zu kämpfen habe. Wie lange kann das noch gehen? Ich hatte diese Kopfschmerzen schon vorher so stark sodass ich letzten Oktober dass erste Mal für 3 Tage ins KH musste wg.Status Migränosus lt. Diagnose.

    Ps ich nehme seit 4 Wochen Topiramat und hatte anfänglich morgends Kopfschmerzen, diese waren aber anderer Art eher wie Spannnungskopfschmerzen und nicht so stark. Allerdings sind die seit einer Woche weg.

    Es ist ein elendiger Weg. Lg Makadamia, 35 Jahre

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27898

    Ein herzliches Willkommen im Headbook, liebe Makadamia. 🙂

    Es ist gut, dass Du eine Medikamentenpause gemacht hast, denn aus so einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) kommt man nicht anders raus. Es kann noch eine Zeit dauern, bis Du wieder die klaren Kopfschmerzen abgrenzen kannst.

    Topiramat scheint Dir ja zu helfen, das ist klasse. Führe unbedingt auch einen Schmerzkalender, damit Du die 10 erlaubten Einnahmetage im Blick hast.

    Versuche, in der Hauptsache nur noch mit Triptanen zu behandeln. Vor dem Triptan könntest Du auch ein Antiemetikum einnehmen, damit das Triptan besser weitertransportiert wird. Und Vomex kann gut helfen gegen die Übelkeit und sediert auch angenehm.

    ES ist ein elendiger Weg, da gebe ich Dir recht, aber es gibt einen Ausweg und darauf kommts an. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Makadamia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Liebe Bettina vielen Dank für die Rückmeldung ich hoffe es wird vorbei gehen. Ich rechne mal insgesamt drei Monate ein in denen der Kopf doch nochmal nach seiner Droge schreit. Komischerweise waren die letzten Attacken nach Stresssituationen entstandem, es ist erstaunlich wie sich das gesamte System auf das Ibuprofen eingependelt hat.

    Num ja, weiter gehts

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5622

    Liebe Macadamia,

    es ist nichts Ungewöhnliches, dass Migräneattacken NACH Stresssituationen entstehen, das muss nichts mit den Medikamenten zu tun haben, mit denen man behandelt.
    Jede Unregelmäßigkeit, jede Umstellung kann triggern, im positiven wie im negativen Sinn. So kann also auch die Umstellung nach einer Stressphase von Anspannung zu Entspannung triggern, auch wenn das auf den ersten Blick unlogisch erscheint.

    Lieber Gruß
    Heika

    jana
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Macadamia
    Auch ich hatte einen Mük durch Ibuprofen und hauptsächlich Thomapyrin. War 16 Tage in der Schmerzklinik Kiel und habe dort erfolgreich einen Entzug gemacht.Anschließend durfte ich weitere 2 Wochen keinerlei Schmerzmittel nehmen.Der Entzug war sehr erfolgreich.Ich habe nur noch ganz selten Migräne und wenn, dann nur nachts. Wenn ich hoch genug schlafe,bekomme ich aber das in den Griff.Ich darf jetzt nur noch an 10 Tagen im Monat Schmerzmittel nehmen,aber damit komme ich zurecht.Allein zuhause hätte ich es aber nicht geschafft.Ich kann nur jedem die Klinik in Kiel empfehlen. LG. Jana

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Liebe Makadamia,

    nicht Dein Körper schreit nach Ibuprofen (denn dem ist es egal, wie der Schmerz kupiert wird), sondern Deine Psyche. 😉 Du hattest ewig mit dem Ibuprofen an Deiner Seite gelebt und diese vermeintliche Sicherheit fehlt Dir jetzt. Wenn Du es auch gedanklich aus dem Kopf bekommst, wird es sich nicht mehr „melden“ bei Dir. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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