Medikamentenpause – wie lange?

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  • Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Jane,

    nun hat Dir Johanna schon alles erzählt, was es dazu zu wissen gibt. 🙂 Dem Nervensystem ist es mehr oder weniger egal, ob es an einem Tag nur ein einziges Medikament erhält – oder mehrere. Deshalb an einem Tag lieber ausreichend dosieren und damit eine Attacke vielleicht sogar kupieren zu können, als immer nur ein bisschen und dadurch womöglich sogar mehr Behandlungstage zu haben.

    Chiropraktik ist eine Alternativtherapie, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Aufpassen, manchmal geht mehr kaputt, als dass gerichtet wird. 😉

    Um auszuschließen, dass man nach einer Pause noch im MÜK ist, sollte man drei aufeinanderfolgende schmerzfreie Tage abwarten und erst dann wieder behandeln.

    Liebe Grüße
    Bettina

    JaneK
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Bettina,

    danke für die Infos 🙂

    Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie sich das die nächsten Wochen noch entwickeln wird. Heute bin ich auf den Tag genau 4 Wochen medikamentenfrei!

    Viele Grüße und bis bald mal

    Jane

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Wow, vier Wochen schon geschafft – total klasse! 🙂

    ReadyforAdventure
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    ich schreibe einfach mal in diesem Forum weiter, da es mir thematisch zu meiner Frage am besten zu passen scheint.
    Ich habe vom 18.6. bis zum 27. eine Cortison-kur gemacht um eine Medikamentenpause einzulegen. Die ersten Tage waren nicht sehr schön, was ich hier ja niemandem erzählen muss, aber Sonntag bis Dienstag war ich fast schmerzfei (ich hatte jeweils beim Aufstehen ca eine halbe Stunde sehr leichte Kopfschmerzen, die nach dem Frühstück weg waren, ich empfinde das als schmerzfei) Mittwoch ubd Donnerstag hatte ich auch nur zwei oder drei Mal sehr leichte Kopfschmerzen.
    Seit gestern abend habe ich allerdings wieder Migräne und frage mich jetzt, ob die paar schmerzfreien Tage schon anzeigen, dass ich nicht mehr im MÜK bin (so schnell?) Oder ob die irgendwie doch nicht als schmerzfrei zählen, aufgrund der kurzen leichten Schmerzen… Gerade bin ich sehr in Versuchung ein Triptan zu nehmen, allerdings wäre es natürlich ärgerlich die Pause abzubrechen bevor sozusagen das Ziel erreicht ist. Ist es möglich, dass ich nach 6 oder 7 Tagen ohne Medikamente schon aus dem MÜK raus war?
    Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und das richtige Forum erwischt.
    Viele Grüße
    Ready for Adventure

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Auf jeden Fall Pause weiterführen!! Meine Ärztin sagte mir „schmerzfrei heißt komplett schmerzfrei“, es wäre schade, wenn sonst bisher die Pause umsonst gewesen wäre. Nach meiner Erfahrung sind zwei wo.auch wirklich das Mindestmaß, besser und effektiver sogar noch länger. Die Attacken können dann auch nach und nach leichter werden, weil die körpereigene schmerzabwehr wieder aufgebaut wird.
    Ganz viel Kraft und Mut wünsche ich dir!
    Jasmin

    ReadyforAdventure
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Zwei Wochen war auch das Mindestmaß das ich mir gesetzt hatte, idealerweise natürlich länger und ich werde jetzt auf jeden Fall versuchen noch eine Weile durchzuhalten. Immerhin ist ja erst mal Wochenende und ich kann es relativ „entspannt“ ausliegen. Nach einer harten Nacht war die Versuchung recht groß, in solchen Situationen finde ich es serh hilfreich das man hier auf die Erfahrung von anderen zurückgreifen kann, die es ja auch überstanden haben und Nutzen davon hatten.
    viele Grüße
    Ready for Adventure

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Je länger die Pause durchgeführt wird, desto effektiver und nachhaltiger. Das Nervensystem kann sich dadurch gut erholen, das körpereigene Schmerzsystem greift wieder. Versuche es lieber noch mit Sedierung und ganz viel Ruhe.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Sumi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Hallo zusammen,

    ich möchte meine Frage hier kurz anschließen, auch auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht in den letzten 4 Seiten bereits beantwortet wurde. Ich habe aber gerade nicht die Kraft, alles im Detail durchzulesen.

    Kurz zu mir:
    – 34 Jahre alt, Migräne seit ich 16 bin, i.d.R. 1-2x pro Monat
    – seit der Geburt meiner Tochter vor 1 Jahr habe ich 1-2x pro Woche Migräne
    – inzwischen wirken Triptane nicht mehr immer,
    – die Attacken werden länger,
    – seit ca. 3 Wochen habe ich auch zwischen den Migräne-Attacken Kopfschmerzen.
    – eine Botox-Behandlung hat Linderung verschafft, kann ich mir aber im Moment nicht leisten
    – eine Prophylaxe habe ich noch nicht versucht.

    Ich befürchte, ich bin in einen MÜK gerutscht. Nun weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll? Ich habe erst Ende März einen Termin beim Neurologen. Was mache ich bis dahin? Weiter Medikamente nehmen? Die Dosierung steigern, damit sie wirken? (Ich habe langsam Angst um meine Organe). Eine Medikamenten-Pause auf eigene Faust? Das stelle ich mir sehr schwierig vor, denn ich muss mich ja um mein Kind kümmern und kann mich nicht ins Bett legen. Das geht vielleicht mal für 2 Tage, wenn mein Mann dann Urlaub nimmt, aber nicht über einen längeren Zeitraum…
    Mein Hausarzt ist hier definitiv keine große Hilfe.

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, ich bin gerade ziemlich am verzweifeln…
    Danke und liebe Grüße
    Sumi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Willkommen bei uns, liebe Sumi. 🙂

    Ich gehe mal der Reihe nach Deine Fragen durch.

    – eine Botox-Behandlung hat Linderung verschafft, kann ich mir aber im Moment nicht leisten

    Botox wird von den Kassen erstattet, sofern die Diagnose chronische Migräne besteht. Frage Deinen Arzt, ob er Dir aufgrund Deiner Betroffenheit diese Bestätigung erteilen kann.

    – eine Prophylaxe habe ich noch nicht versucht.

    Dann wird es an der Zeit, da Du offensichtlich die 10 „erlaubten“ Behandlungstage im Monat nicht mehr einhalten kannst. Hochdosiertes Magnesium und Vitamin B2 kann unterstützend helfen.

    Ich befürchte, ich bin in einen MÜK gerutscht.

    An wie vielen Tagen im Monat behandelst Du? Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Die Schmerzklinik bietet eine tolle kostenlose App an, die „Migräne App“.

    Nun weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll?

    Wenn Du tatsächlich im MÜK bist, müsste eine Medikamentenpause gemacht werden. Diese sollte besser unter stationären Bedingungen stattfinden. Oder aber mit enger Betreuung durch Deinen Arzt. Dann müsstest Du aber auch jemanden für Dein Kind haben, damit Du entlastet bist. Hast Du Verwandte in der Nähe, Freunde, die Dir das Kind abnehmen könnten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Sumi,

    wie oft nimmst du denn Triptane oder Schmerzmittel im Monat? Ist das mehr als 10 mal und das regelmäßig?

    Ich habe es ohne Klinik gemacht mit der Schmerzmittelpause (bzw. mache es gerade noch) aber habe auch keine kleinen Kinder. Ich glaube dir sofort, dass das sehr hart ist :/ Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das zuhause ohne Kinderbetreuung in dieser Zeit wirklich geht, aber vielleicht kann ja eine gute Freundin oder eine Verwandte auf Bitten etwas mehr einspringen die nächste Zeit damit du dich rausnehmen kannst?
    Oder dein Mann Urlaub nehmen wenn es nicht anders geht?

    Botox bezahlt bei chronischer Migräne auch die Krankenkasse, vielleicht könnte dein Neurologe es Dir verschreiben? Die Kunst ist dann nur einen Arzt zu finden, der das überhaupt auf Kasse anbietet, das war bei mir das Problem :/

    Wenn du noch gar keine Prophylaxe nimmst kannst du zumindest Magnesium hochdosiert einnehmen, außerdem hat glaube ich Pestwurz in Studien eine Wirkung gezeigt (Petadolex zum Beispiel). Ob das aber auch greift wenn man im MÜK erst damit anfängt das weiß ich nicht…

    Bettina meldet sich bestimmt noch.

    Liebe Grüße,
    Bea

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Oh da hat sich meine Antwort mit Bettina überschnitten!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Doppelt gemoppelt hält besser. 😀

    Sumi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Zu Botox: Wer spritzt denn sowas? Der Neurologe? Und wie finde ich einen Arzt, der das auf Kasse macht? UND der auch weiß, was er tut…Ich möchte nicht 10 Wochen mit hängendem Augenlid herumlaufen 😉
    Meine Botoxbehandlung war bei Dr. M. aus Berlin/Düsseldorf, der auch die Migräne-OP macht. Vielleicht kennt ihn der ein oder andere. Er ist glaube ich ästhetischer Chirurg, macht das aber soweit ich weiß nur privat.

    MÜK: Ich führe seit langem die App der Schmerzklinik Kiel. Eigentlich kam ich bisher nicht über die 10 Behandlungstage hinaus. Ich muss aber sagen, dass meine Schmerztoleranz in letzter Zeit abnimmt und ich mal eher Triptane (oder bei anderen Kopfschmerzen Aspirin) nehme. Letztens hatte ich 4 Tage Migräne am Stück Migräne und habe 4x Maxalt 10mg genommen…Mit mal guter und mal schlechter Wirkung.

    Möglicherweise ist aber der Kopfschmerz, den ich im Moment tagelang NACH einer Migräne habe, eine Nebenwirkung von Naratriptan? Diese habe ich nämlich aus Mangel an einem Rezept für Maxalt (mein Hausarzt ist wie gesagt keine große Hilfe) kürzlich ausprobiert und erst dann sind diese anhaltenden Kopfschmerzen aufgetreten…

    Falls ich eine Medikamentenpause machen muss, ist dies derzeit nicht stationär möglich. Mein Mann könnte natürlich mal Urlaub nehmen, aber nicht für einen längeren Zeitraum, eher einzelne Tage und das auch nicht so spontan, wie ich das vielleicht brauche. Meine Eltern, die meine Tochter 1x pro Woche betreuen, wohnen leider zu weit weg um spontan einspringen zu können, ausßerdem sind sie auch selbst berufstätig.
    Ich selbst bin übrigens auch berufstätig, wenn auch nur stundenweise. Wird man dann krankgeschrieben, wenn man eine Medikamentenpause machen muss?

    Zur Prophylaxe: Magnesium nehme ich, aber nicht so hoch dosiert. Von Vit. B2 wusste ich gar nichts. Danke für den Tip! Das werde ich mir gleich in der Apotheke besorgen.
    Muss ich erst verschiedene Medikamentöse Prophylaxen ausprobieren, bevor ich Botox verschrieben bekomme?

    Nochmals herzlichen Dank für Eure schnellen Antworten!
    Heute freue ich mich über den (bisher) zweiten „kopfklaren“ Tag in Folge 🙂

    Liebe Grüße
    Sumi

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Sumi,

    es gibt ein Schema, nach dem das Botox gespritzt wird, das sog. PREEMPT-Schema, das muss der Arzt anwenden.
    Ich habe alle Neurologen und Kliniken in der Umgebung angerufen und hatte irgendwann Glück, weil mir eine Klinikmitarbeiterin den Hinweis auf eine andere Klinik gab, die das macht.

    Man muss chronische Migräne haben (also so 10-15 Migränetage im Monat) und (laut der Vorzimmerdame des Neurologen bei dem ich jetzt den Termin habe) andere Prophylaxen nicht vertragen haben oder sie haben nicht gewirkt (ich hatte vorher zum Beispiel schon Amitriptylin und Topiramat).

    Wegen der Medikamentenpause wird man glaub ich nicht pauschal krankgeschrieben, aber wenn du dann jeden Tag erst einmal Migräne hast kannst du natürlich nicht arbeiten und dann wirst du ganz bestimmt krank geschrieben. Vielleicht hast du ja auch so ein gutes Verhältnis zu deinem Arzt, dass dieser Dir vertraut und dich „vorauseilend“ krankschreibt um dich zu entlasten.

    Liebe Grüße,
    Bea

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Liebe Sumi,

    bei chronischer Migräne bezahlen die Krankenkassen die Botox-Behandlung. Ob man davor gewisse medikamentöse Prophylaxen ausprobiert haben muss, weiß ich leider nicht.

    Die genaue Definition von chronischer Migräne ist, dass man an mindestens drei Monaten hintereinander jeweils mindestens 15 Schmerztage hat, davon mindestens 8 mit Migräne.

    Bea hat schon auf das bewährte PREEMT-Schema hingewiesen. Dennoch sind die Ärzte ein wenig flexibel. Meine Attacken z.B. entstehen immer im Kopf direkt, da zieht nichts über einen verspannten Nacken den Hinterkopf hoch, um sich dann in einer Kopfhälfte festzusetzen. Deshalb wurde bei mir der Hinterkopf komplett ausgelassen, was auch Sinn macht. Dafür wurden dann die anderen besonders betroffenen Gebiete ausreichend versorgt.

    Die Nebenwirkungen bei Botox sind komplett reversibel, es bildet sich also alles zurück. Das mit dem hängenden Augenlid kommt eher selten vor, das würde mich nicht von einer Behandlung abhalten.

    Ein wichtiges positives Kriterium bei Botox ist, dass es an Ort und Stelle eingesetzt wird und dort direkt seine Wirkung entfaltet.

    Schau doch mal auf der Kieler Liste der Schmerzärzte, die findest du re. unten in der Sidebar. Vielleicht ist jemand in deiner Nähe, der Botox-Behandlungen bei Migräne durchführt. Ansonsten bei Neurologen und Schmerzärzten, evtl. im Krankenhaus nachfragen, wie Bea es gemacht hat.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Sumi,

    Meine Botoxbehandlung war bei Dr. M. aus Berlin/Düsseldorf, der auch die Migräne-OP macht. Vielleicht kennt ihn der ein oder andere. Er ist glaube ich ästhetischer Chirurg, macht das aber soweit ich weiß nur privat.

    diese sog. Migräne-OP ist nicht empfehlenswert und wird aus gutem Grund nicht von den Kassen erstattet. Migräne kann man nicht wegschneiden und Migräne ist auch nicht die Folge einer Druckbelastung des Corrugator-Muskels (der bei der OP entfernt wird).

    Alles andere wurde bereits beantwortet. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sumi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Nochmals vielen Dank für eure Antworten!

    Vor der Migräne-OP habe ich bisher auch noch zurück geschreckt, allerdings ist man ja irgendwann so verzweifelt, dass man alles in Betracht zieht. Und da die Botox-Spritzen auch wirklich Erleichterung verschafft haben, habe ich darüber nachgedacht. Allerdings sehe ich auch nicht ein, mich operieren zu lassen, wenn regelmäßiges Botox quasi nebenwirkungsfrei ist und hilft.

    Das PREEMPT-Schema habe ich mir gerade angesehen und war erstaunt, dass dort so viele Injektionsstellen behandelt werden. Mir wurde an nur 2 Stellen Botox gespritzt (Corrugator und im Nacken) und das hatte schon einen guten Erfolg.
    Ninja, zunächst mal muss bei mir vermutlich „chronische Migräne“ diagnostiziert werden. Sonst wird es ja nicht erstattet.

    Per Zufall habe ich auch gerade eine Klinik ganz in meiner Nähe gefunden, die die Botox-Behandlung auf Kasse anbieten.

    Ein großes Lob an dieses Forum, es hilft wirklich, einen Überblick über Möglichkeiten und „Unmöglichkeiten“ der Therapie zu bekommen. Und auch das Migräne-Wissen ist wirklich hilfreich. Gut, dass ich das nun nach fast 20 Jahren gefunden habe 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27906

    Liebe Sumi,

    Und da die Botox-Spritzen auch wirklich Erleichterung verschafft haben, habe ich darüber nachgedacht. Allerdings sehe ich auch nicht ein, mich operieren zu lassen, wenn regelmäßiges Botox quasi nebenwirkungsfrei ist und hilft.

    aus der Tatsache, dass Botox wirkt, kann man keinerlei Rückschlüsse ziehen, dass so eine OP eine Wirksamkeit hat. Das ist ein völlig unlogisches Konstrukt, das da zusammengestellt wurde. Botox wirkt auf mehreren Ebenen, eine OP für diese Indikation ist nicht haltbar, es ist keinerlei Wirkung zu erwarten und auch nicht nachgewiesen.

    Mir wurde an nur 2 Stellen Botox gespritzt (Corrugator und im Nacken) und das hatte schon einen guten Erfolg.

    Das soll ja dieser „sonderbare“ Test sein und danach gehts dann ans Geschnippel.

    Ein großes Lob an dieses Forum, es hilft wirklich, einen Überblick über Möglichkeiten und „Unmöglichkeiten“ der Therapie zu bekommen. Und auch das Migräne-Wissen ist wirklich hilfreich. Gut, dass ich das nun nach fast 20 Jahren gefunden habe ?

    Danke und wir werden auch weiterhin laut und deutlich sagen, was von unwirksamen (teilweise auch irreversibel schädigenden) „Therapien“ zu halten ist. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5624

    Glaube mir, Sumi, wenn die Migräne-OP auch nur ansatzweise auf Dauer Erfolg versprechen würde, also außer einem gewissen Placebo-Effekt, hätte sich das in den Fachkreisen der Schmerzspezialisten und Neurologen sicherlich herumgesprochen und würde uns schwer betroffenen Patienten nicht vorenthalten.

    Doch ich verstehe verzweifelte Patienten durchaus, wenn sie nach irgendwelchen Strohhalmen greifen. Große Vorsicht ist aber immer geboten, wenn gleichzeitig der Griff in unseren Geldbeutel erfolgt. Bei mir wurde das bei zwei anderen Methoden auch versucht, da habe ich mich jedoch vehement gewehrt – sehr zur Enttäuschung der Ärzte. 😉

    Als ich endlich in ärztlich kompetenten Händen war, konnte mir wunderbar „normal-medizinisch“ geholfen werden, und noch dazu alles auf Kassenkosten.

    Lieber Gruß
    Heika

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Doch ich verstehe verzweifelte Patienten durchaus, wenn sie nach irgendwelchen Strohhalmen greifen.

    Das verstehe ich auch, aber wenn man an mir rumschnibbeln will, dann überlege ich mir schon zweimal, ob das wirklich was bringt.
    Das ist dann doch gleich nochmal eine andere Hausnummer als irgendwelche Placebobehandlungen, die halt einfach nur deinen Geldbeutel belasten.

    LG Anna

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