Medikamentenpause – wie lange?

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  • Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Liebe Jane,

    nun hat Dir Johanna schon alles erzählt, was es dazu zu wissen gibt. 🙂 Dem Nervensystem ist es mehr oder weniger egal, ob es an einem Tag nur ein einziges Medikament erhält – oder mehrere. Deshalb an einem Tag lieber ausreichend dosieren und damit eine Attacke vielleicht sogar kupieren zu können, als immer nur ein bisschen und dadurch womöglich sogar mehr Behandlungstage zu haben.

    Chiropraktik ist eine Alternativtherapie, die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Aufpassen, manchmal geht mehr kaputt, als dass gerichtet wird. 😉

    Um auszuschließen, dass man nach einer Pause noch im MÜK ist, sollte man drei aufeinanderfolgende schmerzfreie Tage abwarten und erst dann wieder behandeln.

    Liebe Grüße
    Bettina

    JaneK
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Liebe Bettina,

    danke für die Infos 🙂

    Da bin ich ja mal sehr gespannt, wie sich das die nächsten Wochen noch entwickeln wird. Heute bin ich auf den Tag genau 4 Wochen medikamentenfrei!

    Viele Grüße und bis bald mal

    Jane

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Wow, vier Wochen schon geschafft – total klasse! 🙂

    ReadyforAdventure
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    ich schreibe einfach mal in diesem Forum weiter, da es mir thematisch zu meiner Frage am besten zu passen scheint.
    Ich habe vom 18.6. bis zum 27. eine Cortison-kur gemacht um eine Medikamentenpause einzulegen. Die ersten Tage waren nicht sehr schön, was ich hier ja niemandem erzählen muss, aber Sonntag bis Dienstag war ich fast schmerzfei (ich hatte jeweils beim Aufstehen ca eine halbe Stunde sehr leichte Kopfschmerzen, die nach dem Frühstück weg waren, ich empfinde das als schmerzfei) Mittwoch ubd Donnerstag hatte ich auch nur zwei oder drei Mal sehr leichte Kopfschmerzen.
    Seit gestern abend habe ich allerdings wieder Migräne und frage mich jetzt, ob die paar schmerzfreien Tage schon anzeigen, dass ich nicht mehr im MÜK bin (so schnell?) Oder ob die irgendwie doch nicht als schmerzfrei zählen, aufgrund der kurzen leichten Schmerzen… Gerade bin ich sehr in Versuchung ein Triptan zu nehmen, allerdings wäre es natürlich ärgerlich die Pause abzubrechen bevor sozusagen das Ziel erreicht ist. Ist es möglich, dass ich nach 6 oder 7 Tagen ohne Medikamente schon aus dem MÜK raus war?
    Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und das richtige Forum erwischt.
    Viele Grüße
    Ready for Adventure

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 380

    Auf jeden Fall Pause weiterführen!! Meine Ärztin sagte mir „schmerzfrei heißt komplett schmerzfrei“, es wäre schade, wenn sonst bisher die Pause umsonst gewesen wäre. Nach meiner Erfahrung sind zwei wo.auch wirklich das Mindestmaß, besser und effektiver sogar noch länger. Die Attacken können dann auch nach und nach leichter werden, weil die körpereigene schmerzabwehr wieder aufgebaut wird.
    Ganz viel Kraft und Mut wünsche ich dir!
    Jasmin

    ReadyforAdventure
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Vielen Dank für deine Antwort.
    Zwei Wochen war auch das Mindestmaß das ich mir gesetzt hatte, idealerweise natürlich länger und ich werde jetzt auf jeden Fall versuchen noch eine Weile durchzuhalten. Immerhin ist ja erst mal Wochenende und ich kann es relativ „entspannt“ ausliegen. Nach einer harten Nacht war die Versuchung recht groß, in solchen Situationen finde ich es serh hilfreich das man hier auf die Erfahrung von anderen zurückgreifen kann, die es ja auch überstanden haben und Nutzen davon hatten.
    viele Grüße
    Ready for Adventure

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Je länger die Pause durchgeführt wird, desto effektiver und nachhaltiger. Das Nervensystem kann sich dadurch gut erholen, das körpereigene Schmerzsystem greift wieder. Versuche es lieber noch mit Sedierung und ganz viel Ruhe.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Sumi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5

    Hallo zusammen,

    ich möchte meine Frage hier kurz anschließen, auch auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht in den letzten 4 Seiten bereits beantwortet wurde. Ich habe aber gerade nicht die Kraft, alles im Detail durchzulesen.

    Kurz zu mir:
    – 34 Jahre alt, Migräne seit ich 16 bin, i.d.R. 1-2x pro Monat
    – seit der Geburt meiner Tochter vor 1 Jahr habe ich 1-2x pro Woche Migräne
    – inzwischen wirken Triptane nicht mehr immer,
    – die Attacken werden länger,
    – seit ca. 3 Wochen habe ich auch zwischen den Migräne-Attacken Kopfschmerzen.
    – eine Botox-Behandlung hat Linderung verschafft, kann ich mir aber im Moment nicht leisten
    – eine Prophylaxe habe ich noch nicht versucht.

    Ich befürchte, ich bin in einen MÜK gerutscht. Nun weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll? Ich habe erst Ende März einen Termin beim Neurologen. Was mache ich bis dahin? Weiter Medikamente nehmen? Die Dosierung steigern, damit sie wirken? (Ich habe langsam Angst um meine Organe). Eine Medikamenten-Pause auf eigene Faust? Das stelle ich mir sehr schwierig vor, denn ich muss mich ja um mein Kind kümmern und kann mich nicht ins Bett legen. Das geht vielleicht mal für 2 Tage, wenn mein Mann dann Urlaub nimmt, aber nicht über einen längeren Zeitraum…
    Mein Hausarzt ist hier definitiv keine große Hilfe.

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, ich bin gerade ziemlich am verzweifeln…
    Danke und liebe Grüße
    Sumi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Willkommen bei uns, liebe Sumi. 🙂

    Ich gehe mal der Reihe nach Deine Fragen durch.

    – eine Botox-Behandlung hat Linderung verschafft, kann ich mir aber im Moment nicht leisten

    Botox wird von den Kassen erstattet, sofern die Diagnose chronische Migräne besteht. Frage Deinen Arzt, ob er Dir aufgrund Deiner Betroffenheit diese Bestätigung erteilen kann.

    – eine Prophylaxe habe ich noch nicht versucht.

    Dann wird es an der Zeit, da Du offensichtlich die 10 „erlaubten“ Behandlungstage im Monat nicht mehr einhalten kannst. Hochdosiertes Magnesium und Vitamin B2 kann unterstützend helfen.

    Ich befürchte, ich bin in einen MÜK gerutscht.

    An wie vielen Tagen im Monat behandelst Du? Führst Du einen Kopfschmerzkalender? Die Schmerzklinik bietet eine tolle kostenlose App an, die „Migräne App“.

    Nun weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll?

    Wenn Du tatsächlich im MÜK bist, müsste eine Medikamentenpause gemacht werden. Diese sollte besser unter stationären Bedingungen stattfinden. Oder aber mit enger Betreuung durch Deinen Arzt. Dann müsstest Du aber auch jemanden für Dein Kind haben, damit Du entlastet bist. Hast Du Verwandte in der Nähe, Freunde, die Dir das Kind abnehmen könnten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo Sumi,

    wie oft nimmst du denn Triptane oder Schmerzmittel im Monat? Ist das mehr als 10 mal und das regelmäßig?

    Ich habe es ohne Klinik gemacht mit der Schmerzmittelpause (bzw. mache es gerade noch) aber habe auch keine kleinen Kinder. Ich glaube dir sofort, dass das sehr hart ist :/ Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das zuhause ohne Kinderbetreuung in dieser Zeit wirklich geht, aber vielleicht kann ja eine gute Freundin oder eine Verwandte auf Bitten etwas mehr einspringen die nächste Zeit damit du dich rausnehmen kannst?
    Oder dein Mann Urlaub nehmen wenn es nicht anders geht?

    Botox bezahlt bei chronischer Migräne auch die Krankenkasse, vielleicht könnte dein Neurologe es Dir verschreiben? Die Kunst ist dann nur einen Arzt zu finden, der das überhaupt auf Kasse anbietet, das war bei mir das Problem :/

    Wenn du noch gar keine Prophylaxe nimmst kannst du zumindest Magnesium hochdosiert einnehmen, außerdem hat glaube ich Pestwurz in Studien eine Wirkung gezeigt (Petadolex zum Beispiel). Ob das aber auch greift wenn man im MÜK erst damit anfängt das weiß ich nicht…

    Bettina meldet sich bestimmt noch.

    Liebe Grüße,
    Bea