MÜK unklar – Pause sinnvoll?

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  • Tini
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    Beitragsanzahl: 51

    Hallo, nehme momentan an 10 Tagen Sumatriptan und Novalgin. Versuche nicht darüber zu kommen.

    Hatte letztes Jahr schon einmal eine Medikamentenpause von 10 Tagen. War leicht besser…

    Nun überlege ich nochmal eine Pause zu machen. Mein Neurologe sagt dass es bei 10 Einnahme Tagen eigentlich noch nicht notwenig ist?!

    Macht es denn dann Sinn? Wenn ja.. wo kann ich mir Hilfe suchen? Überlege ob ich die erste Woche mit stationär ins KH einweisen lasse. Weiss nämlich nicht ob ich es zuhause „aushalte“.

    Über Tipps und Ratschläge freue ich mich. Danke Tini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Liebe Tini,

    wirken denn die Akutmedikamente nicht mehr, oder warum möchtest Du eine Pause machen?

    Grundsätzlich schadet es dem Nervensystem nicht, mal konsequent auf Triptane oder Schmerzmittel zu verzichten. Das muss dann aber eine ordentliche Pause sein, die man z. B. mit Sedierung einigermaßen überstehen kann. Oder man „muss“ sie machen, weil man im MÜK ist, dann kann auch Kortison zum Einsatz kommen zusammen mit Sedierung, Krankschreibung und absolutem Rückzug.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo Bettina,

    doch die akut Medikamente wirken schon noch.
    Ich denke mir dass vielleicht mein täglicher Dauerkopf – Gesichtsschmerz von dem MÜK kommen könnte?!
    Vielleicht muss ich das nochmal ansprechen beim Neurologe. Da ich momentan auch nicht weiss wo ich die Unterstützung für diese Zeit bekomme.

    Hat jemand Erfahrung ob Gesichtsschmerz von dem MÜK kommen könnte?

    Grüße

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Tini,

    ja, ich vermute zumindest, dass meine jahrelangen Schmerzen im mittleren Trigeminusast (Oberkiefer) durch die heftige Migräne entstanden sind, auch ohne MÜK. Wohl eine Überreizung der Kopfnerven durch die ständigen Anfälle.
    Ich hatte viele Jahre „Zahnschmerzen“ für die kein Grund gefunden werden konnte. Mit der Botoxbehandlung waren auch diese Schmerzen immer weg.
    Sprich also deinen Neurologen darauf unbedingt an.

    Alles Gute,
    Julia

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Danke für die Tipps. Dann werd ich mich nicht quälen mit einer Pause.
    Hab nochmal ein neues Medikament bekommen zur Prophylaxe- vielleicht wird es dann ja mal weniger.

    Für die Gesichtsschmerzen dosiere ich gerade Pregabalin. Hoffe auch das wirkt. Nimmt es jemand und hat Erfahrungen?

    Grüsse Tini

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Liebe Tini,

    eventuell können Migräneattacken auch Gesichtsschmerzen triggern, aber meist ist das dann wieder ein Schmerz anderer Qualität und leider oft primär. Sprich, nicht das Symptom einer anderen Erkrankung. Pregabalin und andere Antiepileptika können gut wirken bei dieser Art Schmerz.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Manfred
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo liebe Headbooker,

    Hatte vor fast 4 Jahren meine erste Medikamentenpause in Kiel in der Klinik, ging mir danach das erste mal so richtig gut da ich zum ersten mal spürte nach über 20 Jahren Migräne wie sich das anfühlt für längere Zeit keine Schmerzen zu haben. Leider fiel ich nach ca. 1-1/2 Jahren wieder in den alten Rhythmus und nahm wieder viel zu viel Triptane. Machte dann die nächste Pause im Winter voriges Jahr daheim, diese verlief ganz gut und auch da stellte sich nach der Pause wieder ein positiver Aufschwung ein. Wie auch nach der ersten Pause bin ich leider wieder so weit das ich wahrscheinlich schon wieder in MÜK bin, nehme seit ca. 7-8 Wochen wieder fast zweitägig ein Triptan (Relpax) mit Naproxen ein. Bin derzeit bei 15-18 Triptaneinnahmen im Monat. Meine Mirgäne fängt immer ganz leicht an. Werde dann zunehmend nervöser im Alltag, bekomme hört sich blöd an eine sehr kalte Nasenspitze das diese schon zu schmerzen beginnt und ich mir wenn ich zu hause bin mir was warmes auflege. Zudem leichte Nackenschmerzen.
    Nun meine Frage da ich gestern beim Hausarzt war und ich ihn gebeten habe das er mir Infusionen mit Magnesium und Vomex verabreicht zum etwas rauskommen aus der zweitäglichen Einnahme von Triptanen. Ich erzählte ihm davon das mittlerweile eine Spritze zur Migränevorbeugung am Markt ist, er wollte mir diese sofort besorgen und informierte sich sofort über die Liefermöglichkeiten (bin Österreicher).
    Mir stellt sich aber vorher noch die Frage ob ich vor dem Einsatz der Spritze noch eine Medikamentenpause machen soll ? Oder soll ich sofort Aimovog probieren. Hatte im Forum etwas gestöbert und hab da auch einige Beiträge gefunden die Aimovig auch anwenden obwohl sie mehr als 10 Triptane ihm Monat nehmen ?

    Lg Manfred

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Lieber Manfred,

    ich habe eine Gegenfrage: Kann der Hausarzt das einfach so verschreiben? Ich bin auch Österreicherin und habe da meine Zweifel. Und wäre das nicht eine Situation, in der du dich mit dem Neurologen grundsätzlich beratschlagen solltest – egal, ob man das nun im MÜK einsetzen kann oder nicht?

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    Manfred
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo Regenbogen,

    hab leider seit vielen Jahren keinen Neurologen, war zwar mal im KH auf der Schmerzambulanz die haben mir nur gesagt das ich weniger Triptane nehmen soll, zudem probierten sie bei mir alle drei Monate neue Prophylaxe aus obwohl ich das stellte sich später heraus im MÜK war, das mit der 10/20 Regel sagten sie mir auch nicht das erfuhr ich erst im Buch von Prof. Göbel. Später war ich noch im Wagner-Jauregg Krankenhaus in Linz das eigentlich eine Spezialklinik für Neurologische Erkrankungen sein soll, da sagte mir der Oberarzt das er nichts machen kann bei mir ich soll zu ihm in die Privatpraxis kommen (Wahlarzt-Kosten übernimmt der Patient) und er hat jetzt Dienstschluss ! Seitdem vertraue ich nur mehr meinem Hausarzt, er schrieb mir auch die Einweisung nach Kiel und beschaffte mir auch Naramig das ja normalerweise in Österreich nicht erhältlich ist. Er begleitete mich auch durch meine zweite Medikamentenpause ich zuhause machte. Wegen Aimovig hat er mir gesagt das er schon glaubt das er es bekommt für mich, natürlich mit Bewilligung vom Chefarzt der O.Ö.GKK !

    Würde gern schon auch zu einem kompetenten Neurologen gehen der die Behandlung von Prof. Göbel kennt und die Behandlung zumindest etwas weiterführt, hab leider da keine Adressen, kannst du mir da oder auch ev. andere Leidgenossen aus Österreich mir da helfen !

    Lg Manfred

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Du liebe Güte, das ist ja noch eine schlimmere Ärztewüste als bei uns.
    Da glaubt man in einem Großraum zu leben und hat keine Spezialisten in der Nähe.
    Da hilft wirklich nur selber schlau machen.

    Meine Eltern haben mir neulich wieder einen Ausschnitt aus dem Apothekerheftchen, mit Zitaten von Prof. Göbel, hergelegt. Ich las nur kurz drüber und meinte nur:
    „Das weiß ich doch schon alles.“

    Dann bekomme ich zu hören, ich sei halt Dr. Besserwiss.
    Aber was will man machen, wenn man sein eigener Anwalt sein muss?!

    Was ich bisher so gelesen habe, kann man mit Aimovig auch aus dem MÜK raus starten.
    Ich meine, das hätte sogar Jemand hier im Headbook geschrieben.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  Anna.
    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Lieber Manfred,

    ich schicke dir eine PN, weil man hier keine Namen nennen darf.

    LG
    Regenbogen

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Googelnd sehe ich gerade, dass es bei den Barmherzigen Brüdern in Linz eine Kopfschmerzambulanz gibt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  regenbogen68.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hallo Manfred,

    es ist immer besser, man ist nicht im MÜK, bevor man eine neue Prophylaxe startet. Der Hausarzt wird mit Aimovig nicht behandeln können, das muss der Neurologe machen. Und auch von denen nimmt nicht jeder Aimovig auf ins Programm.

    Insgesamt muss man meist noch ein wenig warten bis es mit der Behandlung klappt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Manfred
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo Regenbogen,

    die Schmerzambulanz bei den Barmherzigen Brüdern in Linz die du netterweise für mich gegoogelt hast das war das KH das ich beschrieben habe in meinen Zeilen !

    Danke dir trotzdem für deine Mühe !
    Lg Manfred

    Solea
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo Manfred!

    Bin noch ziemlich neu bei den Headbookern, fand deinen Beitrag bzgl. „Migräne-Betreuung“ hier in Österreich sehr interessant. Habe ähnliche Erfahrungen in der Kopfschmerzambulanz im AKH Wien gemacht. „Achten Sie auf die 10/20 Regel“, „nicht zu viel Triptane nehmen“ bzw. „nehmen Sie´s nicht so tragisch, anderen geht es viel schlechter als Ihnnen“ – da fühlt man sich ziemlich allein gelassen. Selbst beim Neurologen war es nicht besser, und meine Hausärztin kennt sich nicht aus, schlägt immer nur die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ich mir ein Zomig-Rezept hole.
    Da meine Abstände zw. den Attacken immer kürzer werden und ich über kurz oder lang wohl auch auf den MÜK zusteuere, wollte ich fragen, wie es denn möglich ist, hier in Österreich eine Zuweisung für Kiel zu bekommen? Wurde bisher immer damit weggeschickt, dass es hier in Österreich ja genauso gute Spezialisten gibt. Wäre dir dankbar, wenn du mir schreiben könntest wie du das hingekriegt hast.
    LG, Solea

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Solea,

    nehmen Sie´s nicht so tragisch, anderen geht es viel schlechter als Ihnnen

    Das ist natürlich eine unmögliche Aussage. Die beiden anderen Empfehlungen sind aber richtig.
    Ich wurde längere Zeit auf der Kopfschmerzambulanz im AKH Wien gut betreut und gehe nun privat zu einem Arzt. Ich schicke dir mal den Link als PN.

    Und dass deine Hausärztin die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn du ein Triptan-Rezept brauchst, geht auch nicht.
    Schau mal, ob du die Ärztin wechseln kannst. Meine Hausärztin hat das Triptan-Rezept vom Neurologen gescannt. Einmal das OK vom Facharzt und ich bekomme es von ihr problemlos wieder.

    Herzlichen Gruß
    die Regenbogen

    Nordlicht_A
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Ich könnte auch hilfe gebrauchen. Ich hatte vor ca einer Woche in Verbindung mit meiner Periode schon an 7 Tagen Kopfschmerzen/Migräne, mit nur einem schmerzfreien Tag dazwischen. Nun ging es bei mir am Freitag wieder los, allerdings zuerst mit Übelkeit, Magenkrämpfen, was ich sonst nicht als Vorbote habe. Könnte also auch ein Virus sein? Ging dann aber über in Migräne Kopfschmerzen, den ich mit Relpax 40 behandelte. Hab aber seit Samstag mit ein paar Stunden Pause immer noch Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Augenschmerzen.(Sonntag auch noch Mal ziemliche Magenschmerzen) Jetzt frag ich mich, ob ich Müller habe. Allerdings habe ich NIE an mehr als 7 Tagen Schmerzmedikamente genommen. Kann es trotzdem sein, oder hab ich gerade nur Pech?
    Ich wäre dankbar für einen Ratschlag bin etwas ratlos (und weiß auch nicht, ob ich jetzt „aushalten“ soll oder etwas einnehme). Danke!

    Sommerwind
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Hallo liebes Nordlicht_A

    Wahrscheinlich hast Du einfach nur eine schlechte Phase diesen Monat. Wenn es auszuhalten ist, dann würde ich nicht behandeln, wenn es nicht auszuhalten ist, würde ich definitiv behandeln.

    In einen MÜK kommt man eigentlich erst, wenn man an 3 Monaten in Folge, an mehr als 10 Tagen Schmerzmittel genommen hat, das trifft bei Dir ja nicht zu, von daher denke ich, kann man einen MÜK ausschließen.

    Hattest Du schon mal einen MÜK?

    Klar, reagiert jeder anders und der eine kommt schneller und der andere weniger schneller in den Übergebrauchskopfschmerz.

    Aber ich denke Du hast keinen.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße

    Sommerwind

    Nordlicht_A
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Danke Sommerwind, für die schnelle Antwort. Nein, ich hatte noch nie einen Mük. Ich werde es wahrscheinlich so machen, wie du sagst: aushalten, wenn es geht ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hallo Nordlicht,

    das nennt man einen Status migraenosus, den fast alle von uns auch kennen.

    Du könntest versuchen, mit Sedierung (z. B. mit Vomex) und viel Ruhe die Attacke auslaufen zu lassen. Behandeln könntest Du aber trotzdem innerhalb der 10/20-Regel.

    Gute Besserung!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nordlicht_A
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Vielen Dank, Bettina! Ich hab das jetzt gerade mal auf Eurer Seite nachgelesen und ja, das passt! Und umso froher bin ich, dass ich gestern und heute auch noch ohne Medikamente durchgehalten hab. Hoffentlich bin ich jetzt damit durch! Wieder was dazugelernt ;-), danke!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hoffentlich ist es bald überstanden. 🙂

    Manfred
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo liebe Headbooker

    Nehme seit Ende Mai alle 24 – 35 Stunden ein Triptan, hab so diesem Monat schon 15 relpax eingenommen. In den letzten drei Monaten war ich immer zwischen 9-11 relpax. Was soll ich tun das ich die Phase unterbrechen kann. War auch schon beim Arzt und hab mir eine Kortison Infusion und Magnesium Infusion geben lassen. Dann war einen Tag länger Pause 🤕🤕
    Hab schon wieder Angst vor morgen, nahm die letzte gestern Abend 😰

    Danke

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hallo Manfred,

    Du postest schon im richtigen Forum, denn ein MÜK könnte möglich sein.

    War auch schon beim Arzt und hab mir eine Kortison Infusion und Magnesium Infusion geben lassen. Dann war einen Tag länger Pause 🤕🤕

    Das reicht leider oft nicht, eventuell muss eine Medikamentenpause gemacht werden. Oder Du nimmst jetzt mal einige Tage Kortison, müsstest Dich aber krankschreiben lassen und sehr schonen. Sonst wird das nichts, weiterarbeiten geht nicht. Würde Dein Neurologe Dich auch zu Hause begleiten und unterstützen?

    Liebe Grüße
    Bettina

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