Ambulant austherapiert?? (FrauEmma)

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  • FrauEmma
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    Hallo!
    Dann stelle ich mich jetzt auch mal vor. Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Meine Migräne begleitet mich seit ich 15 Jahre alt bin. In der Zeit bis heute habe ich viel ausprobiert: Magnesium, Betablocker, Physiotherapie und Akupunktur. Aktuell nehme ich 75mg Topiramat täglich. Auf die 100mg darf ich nicht, weil ich zu leicht bin. In Attacken nehme ich 20mg Imigran Nasal, MCP, Naproxen oder Novalgin. Teilweise wirkt gar nichts mehr.

    Gerade bin ich sehr verzweifelt, weil die Migräne trotz der Prophylaxe 1-2 mal in der Woche auftritt und dann mit einer massiven Aura. Die Aura hat sich in den letzten 2 Monaten auch mal wieder verändert. Dazugekommen ist ein massiver Drehschwindel. Ich kann in solchen Attacken dann gar nicht mehr reagieren. Ich schaffe es gerade noch mich irgendwie auf den Boden zu legen. Ich bin wie eingeschlossen. Typisch für meine Aura ist sonst: Sprachausfälle, Wahrnehmungsstörungen Raum und Körper, massive Schwäche, Übelkeit, Sehstörungen und sensibles Hören. Ich kann teilweise die Augen kaum aufmachen. In der letzten Attacke vor 4 Tagen waren meine Augen ziemlich zugeschwollen. Das Aufhalten der Augen fiel mir sehr schwer. Nach den Schmerzen kommt dann immer das Kribbeln im Gesicht.Das hält mehrere Stunden an. Ebenso bleibt die Wotfindungsstörungen und die Schwäche für einige Tage bestehen. Schlimm für mich ist auch, dass wirklich nichts in den Attacken wirkt.
    Mein Neurologe empfiehlt, dass ich bei der nächsten Attacke in die Notaufnahme gehe. Ich brauche noch eine weitere Diagnostik. Ein gerade durchgeführtes MRT ist ohne Befund. Eigentlich dürfte ich auch nicht Autofahren, weil ich nie weiß, wann die nächste Schwindelattacke kommen kann.

    Und wie geht es jetzt für mich weiter? Ich bin ängstlich und unsicher! Wirklich sehr!

    Liebe Grüße
    FrauEmma

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Hallo FrauEmma,

    schön, dass du zu uns gefunden hast. Sei ganz herzlich willkommen. Deine Verunsicherung kann ich gut verstehen. Diese Auren mit ihren ganzen Ausfällen, können schon sehr viel Angst machen. Viele deiner Symptome kenne ich auch sehr gut.

    So lang anhaltende Auren müssen genau untersucht sein. Eine genaue Diagnose ist sehr wichtig. Dafür ist ein guter Neurologe/Spezialist unverzichtbar. Schau ob du gut versorgt bist. Wie gut, dass das MRT schon mal ohne Befund ist.

    Was meinst du mit „das nichts in den Attacken wirkt“ oder „Teilweise wirkt gar nichts mehr“? Hast du einen genauen Überblick, was du im Monat für Medikamente einnimmst, und auch wofür genau? Das wäre mal interessant zu wissen.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo Sternchen,

    danke für deine Antwort!
    Ich hatte in den letzten Attacken wirklich das Pech, dass mein ImigranNasal nicht gewirkt hat und die anschließenden „normalen“ Schmerzmittel (Novalgin) auch nicht. Ich musste dann so durch meine Attacke durch. Das war ein Graus!
    Gerade weil meine Aura-Symptome so stark sind, soll ich bei der nächsten Attacke in die Notaufnahme und mich stationär aufnehmen lassen. Dann können im Krankenhaus einmal weitere Diagnostiken (Lumbalfunktion) in der Attacke gemacht werden. Es soll wohl eine Ausschlussdiagnostik stattfinden.

    Jetzt warte ich auf die nächste Attacke. Weil es gerade so viele Attacken in kurzer Zeit waren, befürchte ich fast, dass ich jetzt warten muss und mit der Angst/ Ungewissheit klarkommen muss.

    Liebe Grüße
    FrauEmma

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7469

    Liebe FrauEmma,

    ich lese gerade, dass bei dir wohl so einiges an Ausschlussdiagnostik angedacht ist. Das sind leider oft ins Blaue gestreute Diagnoseverfahren, die bei diagnostizierter Migräne oft auch keinen Sinn machen.
    Normale Krankenhausneurologien sind oft nicht wirklich kompetent, was die Migräne angeht. Darum wäre es wichtig, dass du einen Migränespezialisten an deiner Seite hast. Weißt du, ob dein Neurologe das nötige Wissen hat? Kaum ein Neurologe kann alle Aspekte seines Faches gleich gut versorgen.

    Bevor du also tatsächlich ins Krankenhaus gehst, mach dich bitte hier erstmal schlau, denn eine Lumbalpunktion würde ich nur zur Migränediagnsotik wohl nicht machen lassen. Dazu kann dir aber unsere Moderatorin Bettina noch viel genauer Auskunft geben.

    Sehr viel kannst du, außer in den Gruppen hier, rechts unten in der Sidebar unter Migränewissen finden.
    Außerdem ist der Ratgeber von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ in meinen Augen unverzichtbar für alle, die Migräne haben. Du findest ihn auch rechts unter Buchtipps.

    Also, erst schlau machen und dann vielleicht ins Krankenhaus! Bei deinem Beschwerdebild würde sicher auch ein Aufenthalt in der Schmerzklinik Kiel viel bringen.

    Versuch dich ein bisschen zu beruhigen. Migräne an sich ist nicht gefährlich, außer z. B. man fährt während so einer Beeinträchtigung wie du sie hast mit dem Auto.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 6 Monate von  Julia.
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Liebe FrauEmma,

    Angst ist kein guten Begleiter. Besonders bei der Aura kann sie zusätzlich für Verkrampfung sorgen. Deshalb ist es wichtig sich schlau zu machen. Nur durch Wissen, kannst du der Angst entgegentreten. Magnesium kann in der Aura helfen. Ich pers. nehme die Direkttütchen. Ein Granulat, welches ohne Wasser zu sich genommen werden kann. Sie gehen sehr schnell auf das Energiedefizit im Gehirn ein.

    Du hast noch nicht geschrieben, wie deine genaue Medikamenteneinnahme aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass da noch Möglichkeiten offen sind, wirklich erfolgreich zu behandeln. Führst du einen Kopfschmerzkalender? Auch die Akutmedikation muss nach gewissen Regeln eingenommen werden. Ansonsten kann es natürlich dazu kommen, dass sie nicht wirken.

    Alles Liebe
    Sternchen

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo!
    Ich habe die Woche einen Termin um zugucken, wie es weiter geht. Bislang stand die Basilarismigräne im Raum, weil ich auch isolierte Schwindelattacken habe. Aber deswegen soll wohl die Ausschlussdiagnostik gemacht werden. Der Chefarzt hier im Krankenhaus ist wohl auf Migräne spezialisiert.

    Eigentlich kam ich mit meiner Akutmedikation (bei Schwindel nur Naproxen und bei beginnenden Migräneschmerzen ImigranNasal) gut zurecht. In den letzten Attacken hat aber nichts gewirkt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich evtl. doch zu spät die Medikamente genommen habe.
    Ich führe seit den letzten Tage wieder einen Kopfschmerzkalender. Vorher war ich wirklich gut eingestellt. ICh weiß nicht, warum es in den letzten 4-6 Wochen so eskaliert.
    Ich nehme außerdem als Prophylaxe Topiramat. 25mg morgens und 50mg abends. Jeden Morgen trinke ich außerdem hochdosiertes Magnesium.

    Ich vermeide es sonst Schmerzmittel zunehmen. Obwohl ich letztes Jahr eine große Op hatte und auch dort immer noch mit Schmerzen zu kämpfen habe. Ich habe einfach zu viel Angst vor der Gewöhnung….

    Nur für die Endometriose brauche ich immer im Monat mein BuscopanPlus. Sonst kippe ich aus den Latschen.

    Liebe Grüße
    Frau Emma

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Hallo Frau Emma,

    Kennst du die 10/20 iger Regel? Leider schreibst du nicht genau, wie viel und wann du welche Medikamente im Monat einnimmst.

    Im Laufe der Zeit kann sich die Migräne und auch die damit verbundene Wirksamkeit der Medikamente ändern.

    Du kannst hier ja noch Wichtiges nachlesen. Somit kannst du dem Arzt auf Augenhöhe begegnen, und einschätzen ob er kompetent ist.

    Alles Gute für dich!

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo FrauEmma, willkommen auch noch von mir. 🙂

    Solange die Diagnose Hirnstammauren (früher Basilarismigräne genannt) noch im Raum steht, sollte eigentlich auf die Behandlung mit Triptan verzichtet werden. Diese Migräneattacken sind nämlich eine andere Hausnummer und können mit stärkerer Gefäßverengung einhergehen als „normale“ Auren oder Attacken ohne Aura. Es gibt bei starken Auren teilweise gute klinische Erfahrungen mit Diclofenac in Tropfenform.

    Ein erfahrener Neurologe wird als Ausschlussdiagnostik bei stark vermuteter Migräne keine Liquorpunktion anstreben. Was soll diese aussagen und welche Erkrankung sollte damit ausgeschlossen werden, die mit Deinen Symptomen einhergeht? Das würde ich mir sehr genau und ausführlich erklären lassen. Diese Untersuchung ist nicht so ohne und gar nicht so selten kommt es zum postpunktionellen Syndrom, das mit fiesen langanhaltenden Kopfschmerzen einhergehen kann. Meist werden noch keine atraumatischen Nadeln benutzt und auf die Liegezeit danach wird auch nicht immer geachtet.

    Hattest Du schon mal Flunarizin zur Prophylaxe? Dieses wäre Mittel der Wahl bei starken Auren, die auch mit schweren Schwindelattacken einhergehen.

    Magnesium wurde schon genannt, das ist nie verkehrt.

    Wie oft nimmst Du Buscopan Plus, das ja auch Paracetamol enthält und in die 10/20-Regel zählt?

    Kopfschmerzkalender ist wichtig, hast Du vielleicht schon unsere kostenlose Migräne App? 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo!

    Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich habe keinen Überblick, was ich ganz genau und wann einnehme. Ich weiß nur, ich versuche es immer zu vermeiden! Aber ich schreibe mir nie auf, was ich wann schon genommen habe. Vielleicht ist dadurch ein ziemlicher Mix entstanden. Für starke Regelschmerzen nehme ich das BuscopanPlus; also immer wenn ich meine Regel habe. Dann bei Hüftschmerzen Arcoxia, und die Triptane bei Migräne…wenn die nicht wirken ein Mix aus Nolvalgin und Naproxen. Wenn ich das so schreibe, dann hört sich das für mich auch ziemlich grusselig an!
    Von Ibuprofen bin ich abgewichen, nachdem ich damit starke Unverträglichkeitsbeschwerden bekommen habe. Vorher hatte mir das Ibu immer gut bei den Schwindelattacken geholfen.

    Ich soll jetzt erstmal doch nicht bei der nächsten Attacke ins Krankenhaus. Dafür bekomme ich zusätzlich zum Topiramat einen Betablocker und soll über eine östrogenfreie Pille nachdenken. Gefühlt esse ich nur noch Tabletten….

    Und die kurzen Schwindelattacken oder das Kribbeln im Gesicht bleiben gerade. Eine starke Schmerzattacke hatte ich jetzt zum Glück 1 Woche nicht, dafür aber immer kurze Aura-Phasen. Das nervt ziemlich!

    Die App habe ich. Ich komme aber noch nicht so gut damit zurecht. Ich muss mich da in Ruhe nochmal einfuchsen.

    Kann ich mich nicht auch erstmal ambulant in Kiel anmelden um eine genaue Diagnostik zuerhalten?

    Liebe Grüße
    FrauEmma

    @Sufferer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo Frau Emma
    Es scheint sich bei Dir um eine vestibuläre, oder eventuell sogar Basilaris Migräne zu handeln.
    Dies ist eine seltene und komplizierte Form der Migräne unter welcher auch ich leide, wobei bei mir der Kopfschmerz in den Hintergrund getreten ist, aber alle anderen neurologischen Symptome zum Leidensalltag gehören. Hat Dir Dein Arzt schon Lamotrigin empfohlen? Dies ist ein Antiepileptikum,
    das für die Vorbeugung von Auren schon seit einigen Jahren von Neurologen angewandt wird. Auch ich habe es bis zu einer Tagesdosis von 200mg ausprobiert, es hat bei mir aber leider nicht gewirkt. Dies soll aber nicht heissen, dass es bei Dir nichts bringt. Würde es unbedingt Deinem Arzt vorschlagen.
    Topimarat hat bei mir ausser einer Verschlechterung meines Zustandes auch nichts gebracht.

    Liebe Grüsse und ich wünsche Dir gute Besserung!
    @sufferer

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28031

    Hallo FrauEmma,

    blickst Du schon besser durch mit der Migräne App? Es ist ganz wichtig, alles zu notieren, damit sowohl Du als auch Dein Arzt den Überblick erhalten kann. Wenn Du Probleme hast, frage gerne hier nach.

    Kann ich mich nicht auch erstmal ambulant in Kiel anmelden um eine genaue Diagnostik zuerhalten?

    Ja klar kannst Du das machen. Rufe mal in der Klinik an und frage nach einem ambulanten Termin.

    Liebe Grüße
    Bettina

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo!

    endlich melde ich mich auch mal wieder! Ich war gerade lange krank und wurde dann noch operiert. Meine Migräne macht gerade rambazamba! Mir ist nur noch schwindelig und ich habe so starke Migräne. Bei der letzten schweren Attacke tat mir mein Gesicht so sehr weh, dass ich wahnsinnig geworden bin. Aber am schlimmsten sind wirklich diese ständig auftretenden Schwindelattacken und die anschließende Schwäche.

    Die Wartezeit in der Klinikbeträgt gerade 6-8 Monate und ich werde im Sommer auch wieder operiert. Für mich gerade eine völlig unzufriedene Situation. Ich kann einfach nicht mehr!

    Liebe Grüße
    Emma

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo!

    Ich schon wieder….

    Ich bin unsicher. Und ich brauche einen Rat von Gleichgesinnten, Menschen, die mich verstehen.

    Ich komme mir so blöd vor, wenn ich schon wieder zum Arzt gehe. Mein Körper streikt irgendwie. Der will nicht mehr.

    Nach der letzten Attacke mit starken Schwindelattacken und entsprechender Schwäche in den Beinen und Händen, (3 Tage Migräne!) merke ich jetzt: meine Blase will nicht. Ende Januar hatte ich das auch schon so. Ich hatte es auf etwas gynäkologisches geschoben. Erst jetzt fällt mir auf: ich hatte vorher auch diese massiven Schwindelattacken.

    Die Blase bringt mich gerade um! Ständig muss ich auf die Toilette. Ich habe das Gefühl; sämtliche Nerven spinnen oder spielen verrückt.

    Ich habe Angst, vom Arzt jetzt nur belächelt zu werden.

    Habt ihr einen Rat oder kennt ihr
    Das?

    Liebe Grüße Emma

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Emma,

    das ist ja übel, so viele belastende Attacken wieder. Häufiger Harndrang ist nicht ungewöhnlich bei starken Attacken, das sollte auch der Arzt kennen. Hast Du das Gefühl, die Blase ist nur gereizt, oder entleerst Du auch viel? Trotzdem solltest Du ausreichend trinken, also jetzt nicht auf Flüssigkeit verzichten.

    Versuche, trotz allem ganz ruhig zu bleiben. Iss ausreichend Kohlenhydrate, achte darauf, den Stress runterzufahren und halte viel Ruhe ein. Magnesium könnte auch Sinn machen. Das sind mal die verhaltensmäßigen Dinge, die vielleicht helfen könnten.

    Hattest Du auch Schmerzen mit dabei, oder „nur“ Schwindel und Schwäche?

    Schnelle Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo Bettina,

    Danke, für deine schnelle Antwort!
    Bei der letzten schweren Attacke hatte ich erst die schwere Aura mit den Schwindelattacken und dann den Schmerz. Danach oder ungefähr zu den Schmerzen kommt die Muskelschwäche in den Beinen und Armen. Mit viel Pech, das hatte ich bei dem Mal davor, kribbelt noch Tage lang mein halbes Gesicht.

    Jetzt ist meine Blase gereizt. Sie tut weh (ähnlich wie bei einer Blasenentzündung) und ich muss ständig auf die Toilette. Eigentlich immer direkt, wenn ich schon auf der Toilette war. Das macht mich wahnsinnig. Ich renne nur. Und dieser Schmerz dazu, dieses gereizt sein ist gräßlich.

    Ist es normal, dass die Migräne sich plötzlich so verschlimmert?

    Ich muss gestehen, ich bin kein Mensch der gut Ruhe halten kann….

    Ich überlege gerade, ob ich meinen Hausarzt oder Neurologen kontaktieren sollte. Aber irgendwann hat man das Gefühl, einfach zu oft dort zu sein….

    Gibt es irgendetwas, was ich tun kann um die gereizte Blase zu entspannen?

    Liebe Grüße Emma

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Emma,

    kann es nicht eine ganz normale Blasenentzündung sein? Die du dir einfach zusätzlich zur Migräne eingehandelt hast?

    LG Heika

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Emma,

    eventuell hast Du ja tatsächlich was an der Blase und es hat gar nichts mit der Migräne zu tun? Vielleicht eine Blasenentzündung, wie Heika schon anspricht, oder hast Du schon mal mit Nierensteinen zu tun gehabt? Steckt ein kleines Steinchen doof fest, hat man ständigen Druck auf der Blase. Also auch vielleicht mal in diese Richtung denken.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Chroninchen
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    Beitragsanzahl: 75

    Liebe Emma,

    ich kann deine Angst „schon wieder zum Arzt zu gehen“ und „belächelt zu werden“ gut verstehen.
    In den letzten 4 Jahren war ich -zumindest gefühlt- so oft beim Arzt, wie in der vorangegangenen 40 Jahren zusammen ???.

    In der ersten Zeit hatte ich auch das Gefühl, von der meisten Ärzten nicht für voll genommen zu werden und als Hypochonder gebrandmarkt zu sein.

    Mir haben zwei Einstellungen geholfen:
    1. Ich habe meinem Körper vertraut, der mir durch verschiedene Schmerzen signalisiert hat, dass einige Dinge nicht in Ordnung sind und
    2. den Arzt ganz offen darauf angesprochen, dass ich das Gefühl habe, mit meinem Schmerzen nicht ernst genommen zu werden. Die Reaktion der einzelnen Ärzte hat mir meistens meine Frage direkt oder auch indirekt beantwortet. Zwei Ärzte haben mich an dem Tag zum letzten Mal gesehen ?.

    Mein Hausarzt hat sich nach meiner Frage mehr Zeit als die üblichen 10 Minuten genommen und mich gebeten, zukünftig möglichst den letzten Sprechstundentermin zu wählen. Bei diesem Terminen hat die Behandlungszeit oft 40 Minuten oder mehr betragen. Außerdem hat er mich moralisch gestärkt, indem er mir versichert hat, dass ich Schmerzen habe, diese einer Behandlung bedürfen und ich immer kommen soll, wenn ich es als notwendig ansehe.

    Lass dich nicht unterkriegen. Du hast Schmerzen! Und darum hast du jedes Recht, einen Arzt aufzusuchen.

    Liebe Grüße
    Chroninchen

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo!

    Vor einer Weile habe ich mich hier schoneinmal vorgestellt. Mittlerweile habe ich den Neurologen gewechselt und werde wohl Ende November in die Schmerzklinik gehen.

    Als Therapie bekomme ich gerade 50mg Topiramat und 5mg Flunarizin. Viel verändert hat sich meine Migräne gerade nicht. Ich hatte gedacht, dass es sogar besser wird, denn nach einer großen Op im Juli liege ich gerade (entspannt) herum.
    Die Migräne ist trotzdem in gewohnter Stärker vorhanden. Mittlerweile empfinde ich es sogar deutlich schlimmer, da ich auf Gehstützen angewiesen bin und mich kaum bewegen kann.

    Ich leide immer noch unter starken Schwindelattacken. Es folgt ein starke Aura mit: extremer Geräuschempfindlichkeit, massiven Sehstörungen, kribbeln im Gesicht– aber am schlimmsten ist diese Schwäche und Kraftlosigkeit in den Beinen und Armen. Das schmerzt teilweise sehr und dadurch, dass ich auf Stützen angewiesen bin, komme ich manchmal nicht mal zur Toilette.

    Nicht immer folgt auf diese Aura – Phase starker Kopfschmerz, aber häufig bleiben diese Symptome mehrere Tage da.
    Gestern kamen dann doch Schmerzen. Ich hatte das Gefühl, dass sie durch das Imigran sogar noch schlimmer geworden sind. In der Nacht war der Schmerz im Liegen fast schlimmer als in senkrechter Position. Zum Glück liege ich gerade in einem Krankenbett und konnte mein Kopfteil hochstellen.

    Die Sitiuation macht mich gerade wirklich kraftlos! Ich kann mich kaum von der Operation erholen, weil ich nur noch Migräne habe und ich weiß nicht, wie ich das noch schaffen soll.

    Vielleicht hat jemand einen Rat und kennt ähnliche Situationen?

    Liebe Grüße
    Emma

    P.S. Danke Bettina!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Emma,

    wenn du Migräne hast, ist das nicht ungewöhnlich, dass der Schmerz im Liegen stärker ist als in senkrechter Position, weil im Liegen der Druck im Kopf größer ist. Ist das bei dir denn sonst anders? Ich kann bei Migräne gar nicht flach liegen.

    Wie lange nimmst du denn schon Topiramat und Flunarizin? Hat es einen besonderen Grund, dass du zwei verschiedene medikamentöse Prophylaxen gleichzeitig nimmst?

    Dass die Schmerzen durch die Einnahme von Imigran schlimmer geworden sind, halte ich für wenig wahrscheinlich. Im schlechtesten Fall hat es null Wirkung gezeigt und deine Schmerzen sind eben von alleine noch stärker geworden.

    Ich kann jetzt aus Zeitgründen keine älteren Beiträge nachlesen: Hast du schon mal ein anderes Triptan versucht oder wirkt das Imigran normalerweise gut? Nimmst du Magnesium ein? Bei vielen werden die Auren dadurch positiv beeinflusst.

    Ich kann gut verstehen, dass du gerade in einer schwierigen Situation bist. Migräne alleine ist schon mehr als genug, eine OP ebenfalls, doch beides zusammen schlaucht doppelt. Ich wünsche dir viel Kraft und dass bald bessere Tage kommen! Wie gut, dass du bald in Kiel bist. Die Zeit bis dahin bekommst du jetzt auch noch irgendwie rum.

    Lieber Gruß
    Heika

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Liebe Heika,

    lieben Dank für deine Antwort!!

    Ich bekomme zwei verschiedene medikamentöse Prophylaxen, da das Topiramat alleine nicht ausgereicht hat. Seit ca. einem Jahr hat sich die Aura so stark verändert, dass schwere Schwindelattacken hinzugekommen sind. Da ich eine Beta-Blocker und auch ein Anti-Depressiva nicht vertragen habe, fiel die Wahl recht schnell auf Flunazirin. Lange hat mir Topiramat alleine sehr gut geholfen, erhöhe ich jedoch die Dosis (auf 75mg) überwiegen die Nebenwirkungen. Da Flunazirin gerade bei Schwindel eingesetzt wird, sollte es mir auch helfen.
    Ich muss sagen, die Anzahl an Attacken hat sich nicht reduziert. Ich liege monatlich immer noch bei 15/16 Tagen mit Migräne. Die ganz schweren Schwindelattacken sind leicht abgeschwächt, aber die Länge ud Häufigkeit der Attacken macht mir einfach noch sehr zu schaffen.

    Ich muss sagen, mir ist es tatsächlich zum ersten Mal aufgefallen, dass der Kopfschmerz durch das Lagern des Kopfes besser wurde. Das war mir neu. Ein Vorteil des Bettes gerade.

    Ich nehme schon Dauerhaft Magnesium. Erst habe ich Magnesium Verla genommen und bin nun auf Migravent umgestiegen. Ich habe nur nicht ganz das Gefühl, dass es etwas bringt…gerade in der Aura hilft es mir gar nicht.

    Wohlmöglich, dass mir mein Imigran nicht geholfen hat. Ich habe allerdings auch immer bedenken es zu nehmen, weil der Verdacht auf Basiliarismigräne besteht. Ich weiß, dass ich auch häufig zu spät die Medikamente einnehme. Ich achte immer konsequent auf die 10/20 Regel und möchte nicht sofort etwas nehmen…

    Liebe Grüße Emma

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Emma,

    in diesem Fall macht es natürlich absolut Sinn, beide Medikamente gleichzeitig zur Migräneprophylaxe einzusetzen. Ich wünsche dir, dass die Wirkung noch besser wird!

    Wenn man durch Magnesium bei längerer Einnahme keine Wirkung verspürt, kann man es auch wieder absetzen. Ein Einnahme-Versuch ist es auf jeden Fall immer wert, manchen hilft es in Bezug auf die Auren sehr. Schade, dass du nicht dazugehörst.

    Den richtigen Triptan-Einnahmezeitpunkt zu erwischen, ist manchmal wirklich nicht einfach, gerade dann, wenn man hin und wieder eine Attacke ohne Triptan durchstehen möchte/sollte/muss. Und wenn Attacken unterschiedlich stark verlaufen. Und gerade nach einer OP hat man sowieso noch weniger „Nerv“ als eh schon, eine Attacke ohne Triptan durchzustehen.

    Ich wünsche dir für sämtliche gesundheitlichen Baustellen gute Besserung,
    Heika

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Heika,

    jetzt muss ich nachfragen: Ich habe hier einmal gelesen (oder hat es der Neurologe gesagt?), dass man Magnesium und Vitamin B2 nehmen soll, auch wenn es nicht als Prophylaxe wirkt. Wie ist das nun?

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Emma,

    Flunarizin ist eigentlich erste Wahl bei Schwindel und Migräne. Ich wünsche Dir auch, dass sich noch bessere Wirkung einstellt. Wie lange nimmst Du Flunarizin schon ein? Eventuell habe ich auch Deine Antwort übersehen. Du könntest auch auf 10 mg steigern, das wäre noch eine Möglichkeit.

    Nimmst Du zwischendurch auch mal Vomex ein? Es sediert angenehm, ist hilfreich bei Schwindel und kann auch mal dazu beitragen, das ein oder andere Triptan einzusparen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Liebe Regenbogen, das hast Du Dir gut gemerkt, ich hatte das mal geschrieben. Auch ohne offensichtliche Wirkung des Magnesiums kann man es weiter einnehmen. Es entspannt die glatte Muskulatur, verbessert die Energie im Gehirnstoffwechsel und kann einen eventuellen Mangel ausgleichen, den Migräniker meist haben. Bei Vitamin B2 ist es ähnlich, es tut den Nerven gut und kann auch weiter eingenommen werden.

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Danke, liebe Bettina! Ich sauge, wie viele andere, das Wissen hier sehr dankbar auf. ??

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Liebe Bettina,

    ich nehme das Flunazirin seit Anfang Juni. Mir wurde gesagt, ich kann das Medikament noch steigern, aber ich habe wahnsinnige Angst vor den Nebenwirkungen bzw. vor der Nebenwirkung Gewichtszunahme. Vielleicht ist dazu gut zu wissen, dass ich in meiner Vorgeschichte eine Anorexie habe. Eine Gewichtszunahme allein durch ein Medikament wäre für mich wirklich schlimm.
    Durch die vielen Attacken habe ich gerade grundsätzlich viel mit Übelkeit zu kämpfen. Das Essen und trinken fällt mir sehr schwer. Forst Case bei Migräne.

    Fast täglich zieht mein Kopf links leicht. Ich bin nicht immer sicher, ob das auch eine leichte Migräne ist und ich das einfach mittlerweile toleriere?

    Ich bin kurz davor, meinen Neurologen anzurufen oder zu meinem Hausarzt zu gehen, aber ich bin gerade noch zu gehemmt.

    Liebe Grüße
    Emma

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Emma,

    ich nehme das Flunazirin seit Anfang Juni. Mir wurde gesagt, ich kann das Medikament noch steigern, aber ich habe wahnsinnige Angst vor den Nebenwirkungen bzw. vor der Nebenwirkung Gewichtszunahme. Vielleicht ist dazu gut zu wissen, dass ich in meiner Vorgeschichte eine Anorexie habe. Eine Gewichtszunahme allein durch ein Medikament wäre für mich wirklich schlimm.

    Das ist absolut verständlich, darauf muss eingegangen werden bei der Wahl der Prophylaxe.

    Ich bin kurz davor, meinen Neurologen anzurufen oder zu meinem Hausarzt zu gehen, aber ich bin gerade noch zu gehemmt.

    Warst Du beim Neurologen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    FrauEmma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Hallo liebe Bettina,

    jetzt melde ich mich auch wieder. Ich hatte eine ganz schlimme Migräne und war so schlapp, dass ich nur schlafen konnte. Ich habe auch den Neurologen angerufen- allerdings außerhalb der Telefonzeiten. Jetzt 2-3 Tage später ohne Migräne ist der Grund anzurufen für mich dann wieder weg. Gucke ich allerdings in meinen Schmerzkalender, dann bin ich diesen Monat auch schon wieder bei 13 Schmerztagen.
    Es ist ein Teufelskreis. An schlechten Tagen kann ich nicht mehr und an guten Tagen denke ich immer „ich bin ja gar nicht so schwer krank“.

    Ich habe außerdem das Gefühl, gerade nicht wirklich klar zukommen und erneut in eine „Schublade“ gesteckt zu werden. Ich weiß, ich brauche Hilfe, aber ich habe Angst davor mir sie zu holen.

    Liebe Grüße
    Emma

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5663

    Liebe Emma,

    oh ja, wir Migränepatienten sind oft erstaunliche Stehaufmännchen. Hat unser Kopf mal 2-3 Tage Ruhe, erscheint alles nicht mehr so schlimm, haben wir sogar mal eine ganze Woche Ruhe, fühlen wir uns schon geheilt. ?

    Zur realistischen Einschätzung der Situation kenne ich übrigens eine sehr gute Maßnahme: den MIDAS-Fragebogen der Schmerzklinik Kiel ausfüllen; das ist der Teil, den der Patient selber ausfüllen muss. Und dann füll ihn so als, als hättest du keine Triptane oder Schmerzmittel zur Behandlung deiner Schmerzen. Das Ergebnis ist dein IST-Zustand.
    Ich ticke nämlich auch so, dass ich mich oft weniger krank fühle, als ich wirklich bin.

    Deine Angst, wieder in eine Schublade gesteckt zu werden, ist bei deiner Vorgeschichte wirklich verständlich. Du solltest sie überwinden, denn du hast nichts zu verlieren. Was ist das Schlimmste, was passieren könnte? Du landest sofort in der Schublade. Nun, damit lebst du jetzt auch. Es könnte aber auch anders laufen, und dann hättest du viel gewonnen.

    Das Schubladendenken erfahren übrigens auch andere ohne eine psychische Vorgeschichte. Ärzte bemühen gerne die Psyche des Patienten als Ursache eines Problems, wenn sie selber nicht mehr weiter wissen. Denn dann liegt die Verantwortung beim Patienten.
    Ich habe kein Problem damit, wenn ein Arzt zugibt, dass er mit seinem Wissen nicht mehr weiterkommt. Ich bedanke mich dann immer für seine Ehrlichkeit. Es spricht für einen Arzt, wenn er das zugeben kann. Ich habe eher Mühe, wenn ein Arzt auf sinnlose Therapien ausweicht, um aufs Geradewohl irgendetwas zu machen, damit der Patient das Gefühl hat, der Arzt tut etwas. Patienten haben ja oft auch eine hohe Erwartung an den Arzt, die dieser nach Möglichkeit nicht enttäuschen möchte.

    Wobei zu einer gelungenen Migränetherapie immer gehört, dass die Hauptverantwortung beim Patienten bleibt, der Arzt rät und unterstützt und verschreibt die nötigen Medikamente, die dauerhafte Umsetzung der ganzen Maßnahmen ist jedoch unser Teil, und den müssen wir wahrnehmen. Und das ist ein fortlaufender Prozess, der nicht immer einfach ist.
    Viele hoffen, dass „der Arzt das schon hinkriegen wird“. Bei manchen Krankheiten mag das auch stimmen, bei schweren Kopfschmerzerkrankungen nicht.

    Das waren jetzt einfach noch so ein paar allgemeine zusätzliche Gedanken, kamen mir noch so in den Sinn.

    Nur Mut, pack´s an mit dem Hilfe-holen! Zu erkennen, dass du sie brauchst, ist der viel schwierigere Schritt, und den hast du bereits geschafft!

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Emma,

    Heika hat schon alles gesagt, was man sagen kann. 😉

    Ruf an beim Neurologen, denn die nächste schwere Attacke grinst schon um die Ecke. Und Du weißt das. Also gleich morgen, ok?

    Liebe Grüße
    Bettina

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