Sina und Daniel stellen sich vor

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  • Sina 09
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    Hallo,

    da ich jetzt schon seit einiger Zeit hier mit reinlese möchte ich mich heute doch mal vorstellen.

    Ich bin Sina, 42 und mein Sohn Daniel,15 Jahre,hat seit 3 Jahren Dauerkopfschmerzen. Angefangen hat alles eigentlich schon mit 2-3 Jahren, auch da hatte er schon immer wieder mal Kopfweh, gerade wenn er wieder einen Wachstumsschub machte. Diese Kopfschmerzen ließen sich mit Ibuprofen und Magnesium, das uns damals schon der Kinderneurologe verschrieben hat, gut beherrschen.
    Im Sommer 2013 bekam mein Sohn dann eine schwere Virusgrippe mit starken Kopf- und Gliederschmerzen über fast 4 Wochen und danach ging das Kopfweh nicht mehr weg.

    Es folgten mehrere Klinikaufenthalte,Untersuchungen bis zur Lumbalpunktion, Nasen-Op, und an Therapien so alles, was man sich halt vorstellen kann, was aber alles nichts half. Teilweise ging es ihm so schlecht, dass er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte und kaum mehr ansprechbar war.Er hatte 2 Migräneanfälle in der Woche die jeweils 3 Tage dauerten. An Schule war in dieser Zeit nicht zu denken. Medikamente halfen so gut wie gar nicht und schließlich landete er nach 1/2 Jahr ambulanter Schmerztherapie stationär in der Kinderschmerzklinik in Dattel, da er zu diesem Zeitpunkt auch psychisch nicht mehr konnte.

    Inzwischen schlagen wir uns mit der Migräne mal ganz gut, mal weniger durchs Leben. Wir hatten schon ganz gute Zeiten mit nur 4 Migräneanfällen im Monat, aber auch immer wieder schlechte. Sehr positiv ist, dass Daniel sich nicht mehr so durch seine Schmerzen beeinflussen lässt und versucht, alles zu machen. Er trifft sich viel mit Freunden, macht viel Sport. An echten Migränetagen geht natürlich nichts mehr.Er hat als Begleitsymptome immer starke Übelkeit bis zum Erbrechen, starken Schwindel und furchtbare Schmerzen im Auge. Und Medikamente helfen weder Ibu noch Sumatriptan.

    Ein großes Problem ist nach wie vor die Schule, da er gerade zur Zeit doch wieder ziemlich viele Fehltage hat und man sich das im Gymnasium 9.Klasse eigentlich nicht erlauben kann. Zudem ist unsere Schule auch noch der Meinung, wenn er sein „Problem“ jetzt nicht langsam in den Griff bekommt ist er hier eh fehl am Platz.

    Da es bei Daniel komischerweise immer ab Januar schlechter wird und im Sommer wieder besser, hoffen wir jetzt schnell auf gutes Wetter. Gleichzeitig haben wir jetzt endlich eine Ärtzin gefunden, die sich traut einen Betablocker als Prophylaxe zu verschreiben. Er hat gestern die erste Tablette genommen und wir hoffen…

    Ich freue mich sehr über einen Austausch mit Euch denn bei anderen Leuten habe ich oft das Gefühl, dass die nicht so ganz verstehen mit welchen Problemen man so jeden Tag kämpft.

    Liebe Grüße und ein hoffentlich sonniges Wochenende
    Sina

    • Dieses Thema wurde geändert vor 3 years, 10 months von Sina 09.
    • Dieses Thema wurde geändert vor 3 years, 10 months von Sina 09.
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    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28670

    Herzlich willkommen Sina und Daniel bei uns im Headbook. 🙂

    Wir haben hier einige schwer betroffene Kinder, Ihr seid also in „bester“ Gesellschaft. Meine Kinder sind/waren auch schwer betroffen. Meine Tochter ist es immer noch, bei meinem Sohn hatte sich die Lage nach Pubertät super gut beruhigt, sodass er nur noch einige Attacken im Jahr hat.

    Unglaublich, dass ihm erst jetzt Betablocker verschrieben wurden. Ehrlich, wenn ich sowas lese, dann könnte einen schon die Verzweiflung packen. Da war er sogar in der Klinik und wird wie und mit welchen Hilfestellungen entlassen? Nun ja, jetzt hat er ja den Betablocker, der 1. Wahl bei Kindern ist. Er ist sehr gut verträglich und die Wirkung ist oft erstaunlich gut. Ich drücke fest die Daumen für einen durchschlagenden Erfolg.

    Nimmt er Magnesium und Vitamin B2 ein? Wenn nicht, dann gleich mal starten! Ideal sind Migravent Classic (hier auf den Zusatz Classic achten!), da beide Stoffe schon kombiniert sind. Man kann sich aber auch Magnesiumcitrat (z. B. von Pur) kaufen und Vitamin B2 extra (gibts günstig bei Amazon). Die Höchstdosis wären für Magnesium 600 mg, für Vitamin B2 400 mg. Ganz langsam eindosieren, dann ist das Magnesium vom Darm her gut verträglich.

    Lies bitte auch in unserer Gruppe zur kindlichen Migräne, da wirst Du viele wichtige Tipps finden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sina 09
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 45

    Vielen Dank Bettina für Deine herzliche Aufnahme.

    Im Bereich kindliche Migräne hab ich mich schon quer durchgelesen.

    Magnesium und B12 nimmt er schon seit einigen Jahren, allerdings mit eher wenig deutlichem Erfolg. Wobei seine Kopfschmerzen eh ziemlich unberechenbar sind von mal bis zu 3 Wochen „nur“ Spannungskopfschmerz, mit dem er inzwischen gut leben kann, bis zu fast dauernden Migräneanfällen. Dabei sind die Übergänge oft so fließend und schnell, daß man gar nicht unterscheiden kann, was welcher Kopfschmerz gerade ist.

    Was vielleicht noch eine Anregung für manche ist: Da das für die Übelkeit verschriebene Domperidon bei Daniel erst nach einer Stunde wirkt und auch eher mäßig, sind wir dazu übergegangen Ingwerkapseln zu nehmen. Die wirken zumindest bei ihm deutlich schneller und besser und haben so gut wie keine Nebenwirkungen.
    Dazu hab ich bei Euch im Forum noch nichts gelesen.

    Wir machen jetzt bei schönstem Wetter eine Radtour! Ein sehr guter Tag!

    Liebe Grüße

    Sina

    Sina 09
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 45

    Was ich noch vergessen habe zu fragen: Wieso unbedingt Migravent Classic und nicht das normale, da da ja die Dosierung höher ist und man so ja weniger nehmen muss. Oder sind die ganzen anderen Inhaltsstoffe auf die Dauer nicht gut?

    Lg Sina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Sina,

    die anderen Inhaltsstoffe sind vor allem unnötig, deshalb die Empfehlung für migravent classic.

    Vielen Dank für deinen Tipp mit den Ingwerkapseln. Davon habe ich hier tatsächlich noch nichts gelesen. Ich lebe im Ausland und bekomme hier kein Domperidon. Deshalb werde ich gleich mal nach den Kapseln fragen.

    Einen schönen Samstagabendausklang nach hoffentlich toller Radtour! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7760

    Liebe Sina,

    wie Ulrike schon schreibt, die vielen Zusatzstoffe sind unnötig und sogar, wenn man sie ständig nimmt, eher schädlich. Außerdem ist im Migravent „ohne“ nur das Magnesiumoxid enthalten. Es ist nicht so schnell verfügbar, wie das Magnesiumcitrat im Migravent Classic. Daher macht es einfach für die Migräne weniger Sinn.

    Die Ingwerkapseln helfen gegen die Übelkeit, aber wohl nicht,denk ich, um die bei Migräne stillstehende Magendarmmotorik wieder zu aktivieren. Die Antiemetika wie Domperiden und Metoclopramid nimmt man darum schon 15-30 Minuten vor den Triptanen oder Schmerzmitteln. Erst danach werden sie nämlich in den Darm weiterbefördert und können dann schnell wirken.
    Kennt Ihr die Magnesium Direkt Präparate? Die schüttet man sich so früh wie möglich bei einer beginnenden Attacke in den Mund. Das Magnesium wird dann sofort schon über die Mundschleimhaut aufgenommen. Beim Kauf muss man aber sehr darauf achten, dass auch Citrat enthalten ist. Z.B. die Stix von Verla oder Diasporal sind da geeignet.

    Einen deutlich erkennbaren Erfolg muss man nicht unbedingt haben, bei den meisten, und das ist in Studien nachgewiesen, hilft es unterstützend. Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, das ganz regelmäßig zu nehmen.

    Alles Gute für den Daniel und natürlich auch für dich,
    Julia

    Sina 09
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 45

    Hallo Ulrike und Julia,

    danke für die schnellen Infos. Das mit dem Magnesium direkt hatten wir noch nicht, werden wir auf jeden Fall ausprobieren. Bisher hatten wir immer Magnesium und B2 einzeln.

    Das mit dem Domperidon hat bei uns so nicht funktioniert. Auch oft 1/2 bis 1 Std. nach Einnahme hat Daniel oft die ganze Schmerzmedikation erbrochen. Deshalb kamen wir auf Ingwer (die Kapseln heißen Zintona). 1 bis 2 Kps. und die Übelkeit ist nach ca. 20 Min. weg.

    Schönen Abend noch

    Sina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7760

    Da sieht man es mal wieder, Sina, jeder muss alles immer selbst ausprobieren. Was dem Einen hilft, wirkt beim Anderen gar nicht. Und oft bringt es auch was, immer mal wieded das Gleiche zu testen.

    Dir auch einen schönen Abend,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28670

    Liebe Sina,

    Ingwerkapseln helfen nicht gegen den Sti