Astrid stellt sich vor und braucht Rat

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  • akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo liebe Headbooker,

    Ich fühle mich gerade wieder überfordert mit meiner Situation.

    Im Moment arbeite ich 3 Tage in der Woche. Mittwoch ist eh mein freier Tag und durch meine lange Krankheitsphase hatte ich noch so viel Urlaub, dass ich den Donnerstag auch noch frei habe (bis Ende März).

    Trotzdem ist es soooo anstrengend und heute musste ich wieder nach Hause, weil nichts ging. Ich habe ständig Schmerzen und bin so erschöpft, dass ich mich fast nur noch ausruhen kann an meinen freien Tagen. Und der Haushalt liegt ja auch noch an.

    Ich habe so gehofft, dass ich es schaffe mit der Arbeit. Aber mittlerweile zweifle ich, ob es wirklich geht. Vielleicht denke ich einfach auch zu viel darüber nach. Schwierig….

    Liebe Grüße
    Astrid

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28212

    Liebe Astrid,

    könntest Du einiges vielleicht im Homeoffice machen? Manche Firmen bieten dies ja an, wobei ich natürlich nicht weiß, ob dies bei Deiner Art der Arbeit überhaupt möglich wäre. Es kann nämlich schon entlasten, sich Hin- und Rückweg zu sparen und eventuelle Trigger am Arbeitsplatz.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4622

    Liebe Astrid,

    ich kann hier wirklich nichts gescheites mehr beisteuern.

    Aber ich möchte dir unbedingt sagen, dass ich ganz fest die Daumen für dich drücke, dass du endlich mal schmerzfrei bist.

    Alles Liebe
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3993

    Liebe Astrid,
    ich kann dir deine Stimmung gut nachfühlen.
    Ich bin seit einem Jahr im Ruhestand und habe festgestellt, dass „nicht arbeiten gehen“ keine automatische Linderung in der Migränesituation mit sich bringt. Aber jetzt habe ich die Möglichkeit, rechtzeitige Pausen einzulegen und das Tempo meiner Aktivität selbst zu steuern. Das hilft.
    Ich bin gerne arbeiten gegangen. Jetzt im Nachhinein denke ich, dass für mich die Arbeitstage einfach zu lang waren. Hätte ich mehr Pausen machen können, Pausen, in denen ich wirklich „wegtreten“ kann, Augen zu machen, Geräusche wegdämmen usw., dann wäre es vielleicht nicht so hart geworden.
    Wenn du drei Tage in der Woche arbeitest, dann sind das wahrscheinlich die drei echt anstrengenden Tage. Und die freien Tage reichen zum wirklichen Regenerieren nicht mehr aus.
    Es stört das Gleichmaß, das für uns Migräniker so hoch geschätzt wird.
    Wäre eine Lösung vorstellbar -wenn Homeoffice nicht gehen sollte- dass du eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeitszeiten aushandeln könntest. Auch mit großen Pausen nach spätestens vier Stunden z.B.? Und eine Reduzierung der Stundenzahl, wenn dein Urlaub aufgebraucht sein wird?

    Ich bin im Moment nicht auf dem Laufenden: Hast du bereits einen GdB von 50 ? Auf der Grundlage kann man bestimmt verhandeln.

    Ich hoffe, dass dir unsere Beiträge ein paar Impulse geben, so dass es nicht mehr ganz so schwarz aussieht.

    Liebe Grüße
    alchemilla

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe es leider nicht geschafft früher zu antworten,da es mir nicht ging. Ich glaube, diese ständigen Wetterwechsel machen mir ziemlich zu schaffen.

    @bettina: Ja, Homeoffice wäre noch eine gute Alternative. Obwohl ich Schwierigkeiten habe mich zu Hause zu motivieren, erst recht wenn es mir nicht gut geht. Aber bevor ich noch mehr Stunden reduzieren muss, sollte ich es zumindest testen.

    @sternchen: Danke, für Deine lieben Worte. Ja, Schmerzfreiheit wäre mein Wunder 2017. ☺️ Vielleicht passiert es ja!!!

    @Alchemilla: Da es während meiner langen Krankschreibung von knapp 1 Jahr nur langsam etwas besser wurde, glaube ich es auch nicht, dass die Arbeit der ausschlaggebende Trigger ist. Aber wie du sagst, es ist eben sehr anstrengend und mal eben für 2 Stunden hinlegen ist nicht. Allerdings wenn es ginge, hätte ich immer im Hinterkopf:“Oje, das musst du nacharbeiten, dann sitzt du hier noch länger im Büro.“

    Ich habe ein GDB von 50 und mein Arbeitgeber weiß Bescheid und tut schon viel für mich. Z.B Einzelbüro, dunkler Tisch damit die Sonne nicht so reflektiert, keine eigenen Projekte mehr, um mir den Druck rauszunehmen…
    Ich denke, ich werde das Thema Homeoffice nun mal angehen und schauen was passiert.

    Lieben Dank für Eure Hilfe!

    Habt einen schön Tag heute?

    LG
    Astrid

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Hallo Zusammen,

    Ich wollte mal wieder von mir hören lassen.

    Ich hatte Ende März mein Mitarbeitergespräch und dabei meine Arbeitssituation besprochen. Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass ich jeden Tag 6 Stunden arbeite und Dienstag sowie Donnerstag jeweils zu Hause. Ich glaube damit fahre ich ganz gut.

    Trotzdem ist es anstrengend und nach 6 Stunden bin ich auch geschlaucht, sodass in der Woche kaum Kraft und Zeit für Hausarbeit da ist.
    Am Wochenende geht es mir auch nicht besser und hatte dann bisher auch mit starken Attacken zu kämpfen und die Triptane haben die letzten Male auch schlecht gewirkt und wenn sie wirken, habe ich trotzdem eine starke Erschöpfung.

    Und damit entsteht mein Problem, dass ich wieder anfange mich zu überfordern und nicht den richtigen Weg finde.
    Soll ich in der Woche die Hausarbeit liegen lassen, damit es nicht zu viel wird? Das bedeutet alles am Wochenende machen zu müssen. Nur leider bin ich dann auch so kaputt oder falle komplett aus. Ich kriege da richtig schlechte Laune von.

    Damit kein falscher Eindruck entsteht, mein Mann unterstützt mich und übernimmt auch viel (soweit er kann, er ist ja auch krank). Und er sagt immer, dass hier keiner verlangt, dass ich regelmäßig putze. Er schon gar nicht. Nur ich habe das Gefühl wenn ich nicht wenigstens die Grundsauberkeit erhalte, dann wird der Berg ja noch größer.

    Tickt hier zufällig jemand wie ich oder bin ich als einzige so „blöd“.
    Wie macht ihr denn das, fast tägliche Migräneschmerzen, Job, Haushalt, Freiteit unter einen Hut zu bringen?
    Manchmal denke ich, ich bin total bescheuert.

    Sorry, für den langen Text. Ist mal wieder mehr geworden als ich wollte.

    Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

    LG
    Astrid

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5697

    Liebe Astrid,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Seit Wochen geht es mir auch außergewöhnlich schlecht und ich bekomme mein normales Pensum überhaupt nicht auf die Reihe.
    Mein Mann ist ein Goldstück und würde hier zuhause durchaus mehr zupacken, doch er arbeitet viel und hart und seine eh zu geringen Erholungsphasen soll er nicht damit zubringen, den Staubsauger zu schwingen oder Wäsche aufzuhängen.

    Mein Glück ist, dass ich beruflich flexible Arbeitszeiten habe. In schlechten Phasen kann ich weniger arbeiten, in besseren mehr. Wobei ich den Stapel, der sich in den letzten Wochen aufgehäuft habe, lieber nicht ständig vor mir sehen möchte. ?

    Wäre eine Putzhilfe für dich eine Option? Dann wäre das Gröbste einmal in der Woche erledigt und für dich wäre der Druck weg, das spätestens am Wochenende machen zu „müssen“. Diesen Druck baust du dir ja selber auf.

    Mein Mann (habe ich schon erwähnt, dass er ein Goldstück ist? ? ), ist völlig unkompliziert, sowohl was das Essen oder den Haushalt allgemein angeht. Ich selber habe gelernt, Staubflocken auch mal liegen zu sehen. Die Vervollkommnungsstufe, diese auch noch lieben zu können, habe ich allerdings noch nicht erreicht ? . (Falls jemand die Geschichte nicht kennen sollte: Geht ein Mann, der dem Löwenzahn in seinem Garten nicht Herr wird, zu einem Weisen und fragt ihn, was er machen könne. Mein dieser: Wenn du dem Unkraut nicht beikommen kannst, dann lerne, den Löwenzahn zu lieben. ? )

    In guten Phasen koche ich doppelt und fülle meinen Tiefkühlschrank für anstrengende Migränezeiten.

    Ich habe in vielen Bereichen das Loslassen gelernt.
    Das Loslassen von der Vorstellung, wie ich gerne in allen Bereichen leben würde, denn das kann ich mit meiner Migräneerkrankung nicht.
    Das Loslassen von Erwartungen an mich selber, welche Arbeiten wann wie wo erledigt sein sollten. (Bsp: Fenster werden erst geputzt, wenn es schwierig wird zu erkennen, ob es draußen regnet. ? )
    Das Loslassen von dem Wunsch, alles unter einen Hut zu bringen. Ich bringe es nicht unter einen Hut. Doch ich habe die Wahl im Setzen meiner Prioritäten, und das mit der Zeit und der Kraft, die mir meine Erkrankung lässt.
    Ich musste auch Freundschaften loslassen. Wenn man immer wieder Termine nicht wahrnehmen kann oder sich Triptan-dösig in einer lustigen Gesellschaft bewegt, die mir dann zu laut und zu anstrengend ist, ist beiden Seiten nicht geholfen. Und so reduzieren sich gewisse Beziehungen einfach von alleine.
    Ich kann mein Leben nicht mit Volldampf leben, eher auf Sparflamme. Es war die größte Herausforderung von allen in Bezug auf meine Migräneerkrankung, diesen Zustand akzeptieren zu lernen und das Beste draus zu machen und damit zufrieden zu sein. Und es ist durchaus sehr entspannend, wenn man diesen Druck mal los ist, immer mehr machen zu müssen als man kräftemäßig kann. Und ebenso, wenn man sich von der Hoffnung verabschiedet hat, dass alles mal wieder „gut“ wird. Sollte dieser Zustand jemals eintreffen, wäre es genial, aber ich rechne nicht damit und verschwende auch keine Energie mehr in diverse Hoffnungsszenarien.

    „Carpe diem“ = pflücke den Tag. Was eben heute geht.

    Lieber Gruß
    Heika

    P.S. Unsere Texte nicht zu lang. 😉
    Man kann nicht immer alle Gedanken in drei Zeilen pressen. 😉

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  heika.
    KaGo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 196

    Liebe akascha,

    die tagtägliche Herausforderung ist, sich vom Perfektionismus zu trennen, um Zeit zum leben zu gewinnen.

    Weißt Du eigentlich, wie Du jede „Wollmaus“ aus dem Haus vertreiben kannst?

    Öffne alle Fenster und Türen ganz weit, lass Wind und Sonne in alle Räume hinein, auf dass dann der Durchzug die „Wollmaus“ vertreibt ?

    Ganz liebe Grüße,
    KaGo

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  KaGo.
    Josefine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1809

    Du hast sehr schön über das Loslassen geschrieben, liebe Heika!

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 281

    Liebe Heika,
    deine Zeilen unterschreibe ich mit Links!!!!

    Liebe KaGo,
    mein Mann kam grad in die Wohnung und wunderte sich, weshalb es hier so kalt ist ;-). Aber immerhin, alle Wollmäuse sind weg 🙂

    Liebe Astrid,
    meine Vorschreiberinnen haben die Sache so schön geschildert, da schließe ich mich einfach an. Es hat aber auch bei mir lange gedauert, bis ich die nötige Gelassenheit verinnerlicht hatte.

    Liebe Grüße von
    Denkpositiv

    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Oh, so viel liebe Worte. Dabei hatte ich lange überlegt, ob ich das schreiben soll, weil ich mir irgendwie doof vorkam.

    Liebe Heika,
    Dein Text hat mich sehr berührt und hilft mir sehr.
    Eine regelmäßige Putzhilfe geht bei uns leider nicht, da mein Mann in Wechselschichten arbeitet und erst ca. eine Woche vorher weiß in welchen Schichten er arbeitet.
    Aber man kann sich ja mittlerweile auch immer mal wieder für einen Tag bei bestimmten Firmen Hilfe holen. Das werde ich gleich für nächste Woche machen. ?

    Ja, das Loslassen und der eigene Anspruch…
    Ich habe wohl immer noch nicht akzeptiert, dass ich nicht alles so schaffe, als wenn ich gesund wäre.
    Stattdessen dass ich stolz auf mich bin, dass ich nun tatsächlich seit 4 Monaten schon wieder arbeite, will ich wieder zu viel. Und klar den Druck mache ich mir selbst.

    Danke Heika, deine Antwort hat mir noch einmal die Augen geöffnet und gezeigt was wichtig ist.
    Ich freue mich, dass du „ebenfalls“ so ein Goldstück als Mann an deiner Seite hast. Ich würde meinen auch nie wieder hergeben ?

    Liebe KaGo,
    Dein Tipp ist Weltklasse, ich habe sehr geschmunzelt. Aber du hast ja so recht, genauso muss man es machen! ?

    Im übrigen habe ich heute ein migränefreien Tag, wenn das kein Omen ist.?

    Habt alle einen schönen Sonntagabend!

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 507

    Ich lach mich weg. Kälte anstelle von Wollmäusen, das hat was. 😉

    @akascha Vielleicht findet ihr ja eine recht flexible Putzhilfe, die nicht immer unbedingt zur gleichen Zeit kommen muss.
    Man könnte doch vielleicht die Tageszeit wöchentlich abstimmen?!

    LG Anna

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5697

    Das ist doch schön, dass wir uns gegenseitig gut tun! ?

    Als Schmerzpatient lebt man einfach ein anderes Leben, oft komme ich mir wie eine Außerirdische vor in meinem erweiterten persönlichen Umfeld. Nicht nur, dass die anderen in keiner Weise nachvollziehen können, wie schlecht es uns oft geht (denn, wenn sie uns zu Gesicht bekommen, geht es uns ja meist gut), wofür ich durchaus ein gewisses Verständnis habe. Doch wenn man sich die ach so großen „Sorgen“ der anderen betrachtet, tun sich da zwischen dem eigenen Leben und dem der anderen breite Gräben auf.
    Ich weiß, dass es bei anderen auch viel versteckte Not gibt, von der auch wir keine Ahnung haben, aber manchmal denke ich schon beim einfachen Blick von außen drauf: „Deine Sorgen möchte ich haben.“

    Gerade erst heute Morgen habe ich einen guten Spruch gelesen, der Autor ist mir nicht bekannt (im Internet fand ich „Kollegah“, weiß aber nicht, ob es stimmt):

    Du musst das tun,
    was die anderen nicht tun,
    um das zu schaffen,
    was die anderen nicht schaffen.

    Wir geplagte Schmerzpatienten kämpfen oft mit Minderwertigkeitsgefühlen, dass wir leider oft weniger tun können als andere, weniger schaffen als andere. Die Frage nach der Wichtigkeit und Wertigkeit ist jedoch alleine mit der Mengenangabe eines Schaffens keineswegs geklärt!

    So dürfen wir auch zusätzlich ermutigt sein, weil wir anderes können. Und das ist oft viel mehr als wir denken.
    Wir können anderen z.B. Blick dafür öffnen oder weiten, wie gut es ihnen geht und wie viel Grund zur Dankbarkeit sie haben. Wir können ihnen helfen, ihre (aus unserer Sicht oft aufgebauschten) Sorgen und Nöte zu relativieren. Ihnen mehr Tiefe ins Leben bringen. Nicht durch belehrende Worte, sondern einfach durch die Wahrnehmung unseres Lebens, das ist, wie es nun mal ist.

    Und wir können sie mit unserer Dankbarkeit und Freude und Lebenslust anstecken, wenn wir mal gute Tage oder gute Phasen haben, denn dann schäumen wir ja oft förmlich über. ?

    Und wir können überhaupt noch sooooo vieles mehr, das ist uns oft nur nicht bewusst, weil wir uns so stark mit unseren Defiziten beschäftigen. Und weil wir unseren Maßstab an dem „allgemein Üblichen“ ausrichten, und da können wir manchmal nur verlieren. Haben wir doch einfach den Mut, unsere Maßstäbe unseren körperlichen und psychischen Grenzen anzupassen, und wir werden mehr Freiheit, mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten, mehr Zufriedenheit, mehr eigene Wertschätzung erleben.

    (P.S. Sorry nachträglich für die Rechtschreibfehler im vorigen Beitrag. Ich musste schnell los und man hat hier ja nur eine gewisse Zeit, in der man hier noch korrigieren kann. Doch unsere Gehirne sind ja zu großer Kompensation fähig. ? )

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  heika.
    akascha
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 155

    Liebe Heika,

    Das hast du noch einmal toll in Worte gefasst!

    Gerade den Satz finde ich toll gesagt:
    „Haben wir doch einfach den Mut, unsere Maßstäbe unseren körperlichen und psychischen Grenzen anzupassen, und wir werden mehr Freiheit, mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten, mehr Zufriedenheit, mehr eigene Wertschätzung erleben.“

    Ja, man lebt definitiv ein anderes Leben als Schmerzpatient.
    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, ist mir auch noch einmal klar geworden, dass ich z.B. bestimmten Gesprächen aus dem Weg gehe.
    Z.B. Montags/Freitag in der Firma….ich versuche das Thema Wochenende zu vermeiden. Es tut mir doch immer etwas weh, wenn die anderen von ihren tollen gemachten/geplanten Ausflügen etc. erzählen. Da wird mir immer klar was ich nicht kann, ich muss mich z.B. öfters zwingen wenigstens mal jemanden anzurufen weil ich so kaputt bin und der Kopf dröhnt.

    Ich habe nun tatsächlich 2 migränefreie Tage hintereinander (keine Ahnung wann ich das zum letzen Mal hatte). ? Ich merke schon, dass es in langsamen kleinen Schritten besser wird.

    Heute dröhnt er wieder und mir ist wieder übel. Es ist noch nicht wirklich schlimm, aber der Kopf fühlt sich ein paar Kilo schwerer auf den Schultern an. Kennt ihr das? Als ob ein Sack Steine auf einem drauf liegt und man sich ersteinmal hochstemmen muss, bevor man irgendwas erledigt.

    Daher habe ich beschlossen den Abwasch heute komplett liegen zu lassen, obwohl ich morgen keine Zeit habe. Das ist doch schon mal ein Anfang, oder? ?

    Liebe Grüße
    Astrid

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3993

    Liebe Astrid,
    ich bin im Moment richtig froh, dass du so ehrlich und offen von deinen Gedanken berichtet hast und damit so hilfreiche und wertvolle Beiträge angeregt hast.
    Da zehre ich auch von. So schön ist das, dass wir diese Gedanken teilen.
    Zu deinem Wochenendkummer habe ich mir überlegt:
    wie wäre es denn, wenn du genau so begeistert und froh von deinen Wochenendplänen berichtest. „Ich werde dieses Wochen