Auch ich bin neu hier (Butterfly)

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  • Butterfly
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    Beitragsanzahl: 54

    guten tag
    ich habe heute dieses Forum gefunden und wollte mich erstmal vorstellen.
    Ich bin 24 Jahre alt. Migräne habe ich seit etwa drei Jahren.
    Am Anfang hatte ich nur gelegentlich Kopfschmerzen. Richtig schlimm wurde es aber im Mai letztes Jahr. Da hatte ich einen Monat lang Migräne. Da ich damals noch andere Probleme hatte, bin ich im Krankenhaus gelandet. Gebracht hat es allerdings nichts.
    Im Oktober letztes Jahr habe ich dann das erste Mal Triptane bekommen. Die helfen auch recht gut. Allerdings hatte ich weiterhin sehr oft Migräne.
    Zur Prophylaxe habe ich nun Betablocker. Ein halbes Jahr lang 23.75mg und seit 2 wochen 47.5mg.
    Leider habe ich momentan wieder eine sehr schlimme Phase. Seit Anfang Oktober habe ich wieder so gut wie jeden Tag Kopfschmerzen. Meistens ist es nicht so schlimm, aber es zermürbt einfach total.
    Meist sieht es so aus:
    Die Kopfschmerzen sind meist nur leicht, aber manchmal auch ganz plötzlich stark.
    Zwar habe ich selten Übelkeit mit dabei, aber IMMER ist mir schwindelig, alles ist zu hell und zu laut ihr kennt das ja.
    Zwischenzeitlich habe oder hatte ich die Vermutung, es könne an meinem Zyklus liegen, da ich immer in der Pillenpause Migräne hatte. Aber momentan bin ich mir da nicht so sicher.
    Gestern war es wieder sehr schlimm. Mit Übelkeit, Schwindel, extremer Müdigkeit und alles drum und dran. Trotzdem musste ich arbeiten. Allerdings ist das nicht einfach unter Triptanen. Ich bin fast eingeschlafen…
    Kann man noch was anderes gegen Migräne tun als Tabletten schlucken?
    Wie kann ich herausfinden, was meine Trigger sind?
    manchmal bin ich echt am Verzweifeln.
    So, mehr fällt mir gerade nicht ein.
    werd mich mal hier einlesen.
    liebe grüße, Butterfly

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7433

    Guten Tag und ganz herzlich willkommen, liebe Butterfly.

    Ja, lies dich erstmal ein bisschen ein und wenn dann Fragen auftauchen, bitte stellen. Wir werden uns alle Mühe geben, sie zu beantworten.

    Ja, man kann viel mehr tun, als nur Tabletten zu schlucken, aber ohne wird es sicher nicht gehen.
    Führst du bereits einen Schmerzkalender? Das wäre schon mal sinnvoll.

    Viel Erfolg beim Lesen und liebe Grüße,
    Julia

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    ja ich führe einen Schmerzkalender. Zwar nicht durchgehend aber jetzt seit Oktober wieder.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27821

    Herzlich willkommen, liebe Butterfly. 🙂

    Ich würde auch vorschlagen, dass Du im Forum erst ein wenig stöberst. Es gibt hier unglaublich viel Wissen und Informationen.

    Denke doch mal über die Möglichkeit nach, die Pille durchzunehmen. Manche kommen damit gut klar, da die schwierige Zeit der Pillenpause wegfällt. Frag mal Deinen Gynäkologen danach.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Guten abend,
    heute war wieder so ein Tag…

    Ich habe letzte Woche eine neue Pille bekommen, die kann ich auch durch nehmen. Mein Problem ist einfach, dass ich momentan nicht vernünftig arbeiten kann, weil ich ständig Kopfschmerzen, Schwindel und nun gehäuft auch Übelkeit habe. Triptane kann ich in der Arbeit nicht nehmen, die machen mich total meschugge. Und das geht nicht als Arzthelferin.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7433

    Hast du denn schon alle Triptane probiert? Mich machen einzelne auch total meschugge, Almotriptan aber nicht. Man muss sie wirklich alle mehrfach probieren. Eventuell auch mal das Imigran inject oder die Nasensprays.

    Nicht aufgeben 🙂 .

    Kennst du das Buch von Prof. Göbel: „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“? Es gibt nichts besseres, finde ich.
    Bei Interesse sieh mal rechts unten unter Buchtipps.

    Erstmal gute Besserung,
    Julia

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    ich hatte bisher nur Sumatriptan (nicht vertragen da steifer Nacken) , Zolmitriptan (nicht geholfen) jetzt habe ich Rizatriptan, das wirkt meistens, macht mich aber total platt

    nein das Buch kenne ich nicht. werd mal sehen ob das unsere Bücherei hat

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7433

    Ach liebe Butterfly,

    da scheint bei dir noch viel an Verbesserungen möglich. Zum Glück 🙂
    Rizatriptan haut mich auch immer um.
    Wenn dir übel ist und die Triptane auch nicht so richtig wirken, könntest du vorher MCP nehmen, das setzt die lahme Magendarmmotorik wieder in Gang.
    Zur Wirkverstärkung und-verlängerung hilft es z.B. 500 mg Naproxen zumTriptan zu nehmen.
    Du siehst, da ist noch so einiges möglich. Das Buch würde ich mir aber an deiner Stelle kaufen. Das braucht man immer zum Nachschlagen.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7433

    Hier findest du auch noch jede Menge gute Infos:

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Danke, Julia.
    Das mit der Übelkeit habe ich erst seit einer Woche gehäuft, davor waren die Begleitsymptome immer „nur“ Schwindel, Müdigkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Daher habe ich bisher (außer gestern) kein MCP gebraucht.
    Das mit dem Naproxen kenne ich allerdings auch. Habe ich auch daheim (und immer dabei genau wie Triptane, denn ohne gehe ich nicht aus dem Haus).
    Wegen dem Buch, ich handhabe das immer so: wenn ich einen Buchtipp bekomme schaue ich es mir in der Bücherei an und wenn ich dann denke, ja das kannst du gebrauchen dann kaufe ich es mir.

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Guten Abend,
    nu muss ich wieder mal jammern. Hoffe das ist ok. Ich weiß langsam einfach nicht.mehr weiter. In den letzten 6 Wochen hatte ich 7 Schmerzfreie Tage. Und seit neuestem ist IMMER Übelkeit und starker Schwindel mit dabei. Ich kann noch nicht einmal sagen, ob es wirklich MIGRÄNE ist. Denn es wechselt immer wieder die Seite und hört dazwischen ganz auf…
    ich gehe jeden Tag arbeiten, aber manchmal bin ich kurz davor zu sagen, ich kann nicht mehr ich gehe. Aber dann bleibe ich doch. Ich habe einfach Angst, dass sie mir nicht glauben.
    Ich habe jetzt angefangen, auch am Wochenende früh aufzustehen und zu frühstücken. Danach kann ich ja wieder schlafen gehen. Auch habe ich immer was dabei zum knabbern für den kleinen Hunger zwischendurch.
    Was kann ich noch tun? Ich habe den Eindruck, dass die Betablocker nichts.mehr bringen…
    ich.will diese verdammten Kopfschmerzen endlich wieder los werden. Ich will keine Fahrstunde mehr absagen müssen deswegen. Ich will nur normal arbeiten. Ist das zu viel verlangt? ???
    danke fürs zuhören

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27821

    Liebe Butterfly,

    ich würde Dir raten, das Buch einfach auf „Risiko“ zu kaufen und schnell mit dem Lesen zu beginnen. Dort findest Du alles an Infos, die wichtig sind im Zusammenhang mit der Erkrankung. Dies wird Dir auch Sicherheit vermitteln können.

    Die Diagnose Migräne hast Du doch, oder bist Du Dir nur nicht sicher, dass die aktuellen Kopfschmerzen Migräne sind? Was Du schilderst, könnte aber zur Migräne passen.

    Du hast eben erst den Betablocker erhöht. Es wäre sicher nicht schlecht, noch ein wenig abzuwarten, ob sich etwas verbessert.

    Deine Maßnahmen sind schon recht gut und könnten dazu beitragen, dass es Dir bald wieder besser geht. Achte auch auf regelmäßige Pausen zwischendurch und Entspannungsübungen.

    Es ist nicht zuviel verlangt, dass Du nur normal leben willst. Leider gibt es bei uns allen mal Zeiten, da ist nicht mal das möglich. Aber trotzdem nie die Hoffnung aufgeben, dass es bald besser wird.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Danke für deine lieben Worte, Bettina.
    Ja also mit der Diagnose war das so: ich habe damals (ich glaube es war Mitte Mai letztes Jahr) meinem Neurologe die Symptome geschildert. Er sagte, es KÖNNTE Migräne sein und hat mir Triptane verschrieben. Die haben auch geholfen. Daher meinte er, es ist Migräne… Damals hatte ich von meinem Hausarzt Amitriptylin bekommen. Allerdings hatte ich dadurch keinerlei Verbesserung und war immer eine wandelnde Schlaftablette. also ließ ich es weg (ich weiß, das soll man nicht). Inzwischen nehme ich Betablocker. Von denen dachte ich, dass sie gut helfen, allerdings bin ich mir nun nicht mehr so sicher…
    Ich habe jetzt die letzten 42 Tage glaube ich 7 Schmerzfreie Tage oder so gehabt…
    Auch heute hatte ich wieder keine Ruhe. Der Stress auf Arbeit hat es natürlich auch nicht besser gemacht…

    Heute habe ich mir Naratriptan gekauft. Wenn es mal nicht anders geht werde ich die versuchen. Momentan ist es ja meist nur ein Hintergrundschmerz. Aber der ist vom Aufstehen bis zum Schlafengehen da. Mal mehr mal weniger. Zwischendurch hab ich auch das Gefühl, ein Messer im kopf stecken zu haben…

    Das Buch habe ich mir auch bestellt. Bin schon gespannt.

    Es ist nicht so, dass ich mich.mit dem Thema Migräne nicht auseinandergesetzt habe, aber ich habe das Gefühl, ich könnte noch so viel mehr drüber lernen.

    Hoffentlich kann ich morgen meine Fahrstunde machen, die letzte musste ich leider absagen. Wegen Migräne.
    Abends habe ich dann noch Manuelle Therapie.

    schönen Abend euch,
    Butterfly

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Guten Abend,
    heute war wieder so ein schrecklicher Tag. Schon seit dem Aufwachen Kopfschmerzen. Die Fahrstunde habe ich noch halbwegs vernünftig hinbekommen. Danach heftige einseitige Kopfschmerzen mit massivem Schwindel und Übelkeit. Und wie immer Licht und Lärm Empfindlichkeit.
    Naratriptan genommen und später Naproxen. Jetzt geht es einigermaßen.

    Das Buch hab ich heute abgeholt, so bald ich dazu in der Lage bin werde ich es lesen.

    schönen Abend euch,
    Butterfly

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27821

    Gute Besserung, liebe Butterfly.

    Machst Du grad den Führerschein? Hoffentlich kommst Du gut zurecht mit dem Naratriptan. Es ist sehr sanft, hat kaum Nebenwirkungen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    hallo Bettina,
    ja ich mache gerade den Führerschein.
    Das Naratriptan heute hat ganz gut geholfen. Ich denke, das ist ein Mittel mit dem ich auch arbeiten kann – vorausgesetzt, der Schwindel ist nicht so stark.
    Aber wenn ich nicht arbeiten muss bleibe ich glaub ich bei Rizatriptan, das hilft noch ein Ticken besser (wobei ich das nach 1x Naratriptan nicht wirklich beurteilen kann…)
    Heute durfte ich die Erfahrung machen, dass mein Chef sich auch ein wenig mit Migräne auskennt (ein Allgemeinmediziner der alten Schule 🙂 ). Das ist schon mal gut.

    Grüßle, Butterfly

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27821

    Na, das hört sich doch gut an. Versuche das Naratriptan auf jeden Fall einige weitere Male. Wäre ja ein Glück, wenn es mit der Zeit so richtig gut hilft.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Guten Abend,
    ich weiß nicht, ob das hier der richtige Bereich ist aber ich schreibe es einfach mal hier.
    Ich bin momentan wieder ziemlich verzweifelt. Im Juni hatte ich 19 Migränetage, 19!! Und das, obwohl ich Betablocker nehme. Davon habe ich an 8 Tagen ein Triptan genommen, die anderen 11 habe ich so irgendwie überstanden… bei der Arbeit… geholfen hat es nur mittelmäßig, da ich relativ lang immer warte ob es doch noch so verschwindet…
    Gestern war ich bei einer neuen Neurologin. Die hat mir empfohlen, Metoprolol abzusetzen und dann mit Topiramat anzufangen als Prophylaxe. Aber sie hat auch gesagt, dass ich nicht mehr als 8 Triptane im Monat nehmen soll. Daher bin ich immer am Abwägen. Nehme ich jetzt was oder warte ich noch?
    Und als wäre das nicht genug, habe ich momentan noch massive Probleme in der Arbeit. Ich gehe nicht mehr gern arbeiten, habe Überstunden ohne Ende und.. ach keine Ahnung, ist alles blöd im Moment.
    Ich weiß nicht so genau was ich machen soll, wenn ich wieder so einen Horror-Monat bekomme. Bin schon wieder bei 5 Migränetagen im Juli, 1x hab ich ein Triptan genommen….
    danke fürs Zuhören, das hilft auch schon manchmal
    gute Nacht

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    so.
    diesmal hätte ich wohl besser was genommen. Bin vorher noch nie wegen Migräne wach geworden. Werde jetzt was nehmen (Nummer 2 für Juli). Ich lasse mir nicht schon wieder meinr Pläne kaputt machen.
    bis später

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Butterfly,

    wie lange hast du denn den Betablocker genommen? Grundsätzlich sollte man jeder Prophylaxe 3 Monate Zeit geben.

    8 Triptantage sind nur dann relevant, wenn du sehr schnell in den MÜK gerätst. Tust du das nicht, kannst du an 10 Tagen behandeln. So machen es die meisten hier. Ich möchte dir sehr das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ empfehlen.

    Überstunden sind eine Belastung und können Migräne triggern. Kannst du an den Überstunden etwas ändern?
    Und tagtäglich einer Arbeit nachgehen, die man nicht mag? Da würde ich persönlich mich dahinter klemmen und etwas ändern. Sprich, einen neuen Job suchen.

    Lieben Gruß
    Regenbogen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 11 Monate von  regenbogen68.
    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    guten morgen, Regenbogen.
    Die Betablocker habe ich etwa ein Jahr genommen. Anfangs hat es auch geholfen, inzwischen leider nicht mehr.
    Ob ich schnell in einen MÜK gerate weiß ich nicht, hatte ich noch nie…
    Heute hab ich schon das 2. Triptan intus, da das erste heute Nacht nicht viel geholfen hat. Momentan ist es etwas besser aber gut ist anders…

    Was die Arbeit betrifft:
    An den Überstunden kann ich nichts ändern, im Gegenteil. Da eine Kollegin seit 3 Wochen krank ist, werden es eher noch mehr…
    Und ich bin schon dabei mir etwas anderes zu suchen. Zwei Bewerbungen habe ich schon laufen und dieses Wochenende werde ich noch weitere schreiben.
    Auch warte ich darauf, einen Beratungstermin beim Arbeitsamt zu bekommen, weil ich mir nicht sicher bin ob ich den richtigen Beruf habe…

    Das Buch habe ich schon hier. Ich habe auch reingelesen, aber ganz habe ich es noch nicht duch. Muss ich mal demnächst machen.

    Was mich im Moment nur sehr belastet ist das Gefühl, dass mich keiner in meiner Umgebung versteht. Mein Freund versucht es zwar, aber ich glaube er weiß auch nach 3 Jahren noch nicht, wie er damit umgehen soll…

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Liebe Butterfly,

    dann war der Wechsel auf eine andere Prophylaxe sinnvoll.

    Auch sonst scheinst du auf einem guten Weg zu sein, v.a. dass du dich beruflich neu orientierst.

    Bitte schlag doch mal das Buch auf und lies zur 10/20-Regel nach.
    Dein Freund könnte die ersten Kapitel lesen, um besser zu verstehen, was Migräne ist. Wie er damit umgehen soll … Da muss er wohl seinen eigenen Weg finden, aber vielleicht kannst du ihm dabei helfen? Ihm klar sagen, was er für dich tun kann – und was nicht.

    Wenn ein Triptan wirkt, aber nicht gut, kann man ein zweites nehmen. Oder man nimmt noch 500 mg Naproxen. Ordentlich behandeln an einem Tag, nicht nur ein bisschen. Infos dazu: im Buch. 🙂

    Hier wirst du auf jeden Fall verstanden. 🙂

    Lieben Gruß
    Regenbogen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 11 Monate von  regenbogen68.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 11 Monate von  regenbogen68.
    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe butterfly,

    ich kenne auch das Phänomen, daß eine Prophylaxe eine Zeitlang gut wirkt und dann in der Wirkung verpufft. Dann ist ein Wechsel angesagt. Es gibt ja noch viel mehr Prophylaxen als Betablocker. Da wird auch etwas für dich zu finden sein. 🙂

    Ich mache es so, daß ich zwischen 2 verschiedenen Prophylaxen ( Betablocker und Flunarizin) wechsle. Meine mehrfache Erfahrung ist, daß bei mir eine Prophylaxe nach einer Zeit von sagen wir einem Jahr auch wieder wirkt.
    Wie immer ist das natürlich bei jedem anders, aber es ist einen Versuch wert.

    Ich möchte dich wie schon regenbogen dazu ermuntern , mit deinem Freund zu reden und ihm so konkret wie möglich zu schildern, was du von ihm brauchst, wenn es dir schlecht geht. Oder was du auch nicht brauchst. 😉 Manche wollen lieber ganz in Ruhe gelassen werden, andere brauchen viel Zuwendung. Das kann sehr unterschiedlich beim Einzelnen sein.
    Vielleicht mußt du dir auch selbst erstmal klarmachen, was dir in der jeweiligen Situation gut tut.

    Ganz viel Erfolg und Glück bei deiner Suche nach einer anderen Stelle oder sogar einem neuen Beruf! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 11 Monate von  Ulrike.
    lili
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    Beitragsanzahl: 229

    Liebe Butterfly,
    das klingt ja ganz schön heftig!
    Ich wünsche dir viel Kraft und auch Geduld mit dir selbst (beides kann ich mir selbst auch immer wünschen).

    Es gab bei mir eine Zeit, da habe ich jede Medikamenteneinnahme als persönliche Niederlage erlebt. Für mich klingt es so als könnte das bei dir ähnlich sein – wenn ich das falsch interpretiere entschuldige bitte und überlies das Kommende 😉
    Medikamente sind eine Hilfe die es glücklicherweise gibt und die ich dann auch dankbar annehme ohne mich dafür zu schelten. Gesundheit ist keine persönliche Leistung sondern ein Privileg und Glücksache (man kann natürlich auch viel dafür oder dagegen tun, aber mitunter reicht es einfach nicht). Krankheit gehört zum Leben dazu und dummerweise hat es nun uns getroffen. Das ist keine Niederlage sondern einfach Sch… Pech.

    Im Umgang mit den Lieben um mich herum habe ich im Moment den Eindruck, dass es für die (wie auch für mich) oft schwierig ist die Hilflosigkeit gegenüber Krankheit und Schmerzen zu erleben und mit auszuhalten. Wir sind dieser Krankheit ausgeliefert und auch wenn wir vielleicht Einiges tun können um Verbesserungen zu erzielen (ich bin auch noch auf der Suche), stehen wir auch hilflos vor einer unheilbaren Krankheit, die uns Lebenszeit und Lebensqualität nimmt. Und das ist auch für Angehörige schwer auszuhalten. Für mich geht es (momentaner Erkenntnisstand) dann um Standhalten und Einfühlung. Standhalten heißt für mich emotional da bleiben, Hilflosigkeit mit aushalten und nicht in irgendeiner Form weglaufen (was nicht heißt dass jemand immer körperlich da bleiben muss, wenn wir im Bett bleiben müssen). Denn die Krankheit mag dir viel nehmen, aber niemals deinen Wert als Mensch! Und dann kommen natürlich noch die Vorurteile vieler Menschen gegenüber Migräne hinzu, da hilft das Buch! Aber einfach ist das nicht und auch ich finde das auch in meiner Beziehung immer wieder schwierig.

    Ich dachte auch an die 10/20 Regel, aber das hat regenbogen ja schon geschrieben. Mir hilft auch Vomex zusätzlich um noch mehr Tage und Nächte zu überstehen (da haben ein paar nette andere in meinem Schmerzverlauf was zu geschrieben) …

    Puuh das ist lang geworden, ich weiß nicht ob du was damit anfangen kannst …
    ich wünsche dir schöne Momente an diesem Tag
    liebe Grüße
    lili

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    hallo,
    bis vor einigen Monaten etwa habe ich versucht, die Wirkung der Riza zu verlängern, indem ich Naproxen 500 dazunehme. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Kombination zu heftig ist, dann bin ich müde ohne Ende, hab Sprachstörungen, kann nicht denken usw…
    Mit Riza alleine habe ich das nicht. Im Moment zieht es ziemlich von der rechten Schulter über den Nacken bis hoch zur Stirn… ziemlich unangenehm.

    Die 10/20 Regel kenne ich und genau das ist das Problem. Ich weiß, dass ich nicht mehr als 10 Tage im Monat Tabletten nehmen soll. Daher warte ich oft ab, ob es von allein besser wird. Leider passiert es dann hin und wieder – so wie heute, dass ich zu spät was nehme und dann wirkt es nicht so richtig…
    Auch versuche ich, wenn ich andere Schmerzen habe wie beispielweise bei der Menstruation, einfach mit Wärme zu behandeln und keine Tabletten zu nehmen…

    @ulrike, ich hoffe sehr, dass das Topa wirkt. Amitriptylin hatte ich auch schon ohne Erfolg. Meine Neurologin meinte, wenn das Topa nicht helfen sollte, gibt es noch Botox. Aber ich frage mich, ob ich denn wirklich schon so weit bin. Ich meine, es gibt ja auch noch andere Prophylaxen, oder?

    @lili, ja deinen Strang habe ich auch gelesen 🙂
    Werde mal schauen, was ich zu Vomex finde. Das wäre ja schon gut, wenn es eine Möglichkeit gibt, die 10er Regel sozusagen „auszutricksen“.
    Immerhin bin ich schon bei Tag 2 und heute ist erst der 11.

    Ich werde mir am Wochenende das Buch nochmal vornehmen. Vielleicht finde ich ja doch noch weitere nützliche Sachen.
    Aber nächste Woche wird die Arbeit wieder anstrengend. Vor allem Freitag, da haben wir wieder OP Tag. Das heißt, mit Musik (die oft zu laut für mich ist), Hitze und dem strengen Geruch von viel Desinfektionsmittel umgehen zu müssen. Und das ganze kombiniert mit Stress und der Angst, etwas falsch zu machen… naja, den Rest könnt ihr euch denken.

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Butterfly,

    du könntest mal versuchen, das Triptan mit Novalgin (gibt es in verschiedenen Darreichungsformen) zu verstärken. Ich weiß, dass es hier Mitglieder mit Erfolg anwenden.

    Kann natürlich auch sein, dass du auch davon starke Reaktionen hast. Deshalb wenn, dann vielleicht mal zur Nacht hin ausprobieren.

    Natürlich gibt es noch einige andere Prophylaxen, die du versuchen kannst!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    hallo Ulrike,
    danke für den Tipp, das werde ich demnächst mal ausprobieren. Vielleicht ist es nicht ganz so heftig wie mit Naproxen…
    Heute habe ich mir Ohropax gekauft. Wir haben eine 1-Zimmer-Wohnung und ich finde es ziemlich doof, wenn mein Freund andauernd auf lautere Spiele am PC verzichten muss, weil ich wieder mal geräuschempfindlich bin.
    Gerade sitze ich mit Stöpsel in den Ohren vor dem PC (Helligkeit runtergestellt) und die Wohnung ist abgedunkelt. So lässt es sich ertragen. Da wir heute doch nicht ins Kino gehen, habe ich beschlossen, die Schmerzen die gerade bei Stufe 4 sind auszuhalten. Habe vorhin auch ein wenig geschlafen.

    Frage:
    Kennt das hier eigentlich noch jemand, dass die Migräneattacke nicht von Übelkeit sondern von Schwindel begleitet wird? Ich habe nur dann Übelkeit, wenn es eine besonders heftige Attacke ist…
    Und nutzt Vomex überhaupt was gegen die Attacke, wenn man keine Übelkeit hat?

    Danke für eure Hilfe.

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Butterfly,

    dann bin ich mal gespannt auf deine Erfahrung!

    Zu Oropax: Ich habe aus diesem Forum mal die Empfehlung von laser lite Stöpseln gelesen und mir jetzt aus D mitbringen lassen.
    Ich kann es kaum glauben, aber ich höre keine speziellen Schlafgeräusche 😉 meines Mannes mehr. Sie verschließen wohl wirklich besser als die üblichen Dinger! 🙂

    Nur mal so als Tipp! 😉

    Mit Schwindel als Begleitsymptom von Migräne kenne ich persönlich nicht, habe aber hier schon von anderen Mitgliedern davon gelesen.

    Vomex wirkt wohl auf das Brechzentrum, und kann dadurch einen Einfluss haben auf die Migräne, weil diese beiden Zentren dicht nebeneinander liegen. Bitte korrigiert mich, wenn ich das vielleicht nicht ganz richtig wiedergebe! 😉
    Damit würde es keine Rolle spielen, ob dir nun übel ist oder nicht.

    Außerdem sediert Vomex angenehm und man kann mal auch einen Teil der Migräne wegschlafen.

    Trotz all dem trouble grad wünsche ich dir einen noch einen schönen Abend! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Butterfly
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Nochmal ich,
    habe doch noch eine Naproxen nachgelegt. Inzwischen ist es schon besser, Gott sei Dank.
    Scheinbar geht bei mir wegen den Nebenwirkungen nicht Riza + Naproxen gleichzeitig, aber mit einigen Stunden Abstand.

    Das mit Vomex ist wirklich gut zu wissen, es erleichtert doch ungemein, dass es noch Alternativen gibt, wenn die 10 Tage erreicht sind. Vielleicht muss ich dann nicht mehr so viel ertragen.

    Wo finde ich eigentlich die Smileys?

    Wünsche euch allen noch einen angenehmen Abend.
    Butterfly

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27821

    Liebe Butterfly,

    Du bist ja heute schon gut versorgt durch den Tag gekommen. 🙂 Smilies gibts rechts in der Sidebar.

    Naproxen macht als Wirkverlängerung natürlich viel mehr Sinn, daher nimm es 2 Stunden nach dem Triptan. So könnte das klappen, obwohl ich mir grad nicht vorstellen kann, warum Du so stark reagierst in der Kombi.

    Viele kennen den Schwindel als Begleiterscheinung der Migräne, oder auch als Aurasymptom vor den Schmerzen. Hast Du auch Migräne mit Aura?

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

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