Bea – Vorstellung und Ratsuche

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  • Beatrice
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    Hallo liebes Forum,

    ich wende mich mal wieder ratsuchend an euch… Es geht um das Thema Akutmedikation. Ich habe immer noch nichts gefunden, was wirkt. Ich komme mir langsam vor wie der letzte Trottel weil sie einfach auf nichts anspricht.

    Meine letzten Versuche waren:
    – Formigran
    – Dolotriptan
    – eine Kombination (!) aus Vomex, Novalgin 30 Tropfen, 10 ml MCP und 120 mg Etoricoxib. Diese Kombi war ungefähr so als hätte ich mir einen Schuss gesetzt (zumindest stell ich es mir so vor ;)) aber meine Schmerzen waren komplett unbeeindruckt. Also wirklich komplett!! Nach 5 Stunden lies die Attacke dann nach, meiner Erfahrung nach hatte das aber keinen Zusammenhang mehr mit der Kombi, bei mir lassen schwere Attacken oft mal nach 5, 6 Stunden nach. Mittlere Attacken bleiben dafür gerne auch mal 6 Tage :/
    – Phenazon 2 Tabletten (Eumed), ebenfalls als wenn ich einfach nichts genommen hätte
    – Aspirin 1.500 mg: Keinerlei Auswirkung, auch nicht in Kombi mit Ephedrin

    Am besten wirken nach wie vor Thomapyrin Intensiv (ich weiß, nicht gut, aber was soll ich machen??) und Ibuprofen 800 bis 1.200 mg. Die 10 Tage Regel halte ich eisern ein, aber das Problem ist, dass ich einfach keinerlei Idee habe, wie ich schwere Anfälle so mildern kann, dass mit meiner Zeit irgendetwas anzufangen ist. Ich schaffe es selbst mit einer Einmalgabe Ibuprofen 1.200 nur, dass die Schmerzen ein bisschen sanfter und damit aushaltbarer werden. An irgendwelche Unternehmungen oder wie manche es schreiben, dass das Triptan wirkt und dann kriegen sie den Alltag halbwegs gebacken, ist nicht zu denken :/
    Dazu kommt, dass ich Ibu einfach nicht gut vertrage und selbst wenn sie etwas mildert, bin ich dann den halben Tag mit Kamillentee, Milchtrinken und Bullrich Salz damit beschäftigt meinen Magen wieder zu beruhigen.

    Mein Hausarzt meinte, ich soll mich mal an ein humangenetisches Institut wenden, ob da irgendein Gendefekt vorliegt oder so etwas und das werde ich auch mal machen, er findet es jedenfalls sehr seltsam. Und ich auch…

    Kennt ihr noch irgendwelche Schmerz(-)Mittel, die vielleicht eher ungewöhnlich oder Off-Label sind, die ich aber einfach einmal testen könnte? Mein Hausarzt ist zum Glück super super toll und hilft mir wo er kann.

    Ich beginne morgen mit Bisoprolol und habe mir auch ein Cefaly bestellt, weil ich es mal testen will. Vielleicht muss ich einfach weiter nach guten Prophylaxen suchen.

    Liebe Grüße,
    Bea

    soulsurfer
    Teilnehmer
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    Liebe Bea,

    es tut mir leid, dass du bisher kein Akutmedikament gefunden hast, das dir hilft.

    Als ich im August letzten Jahres aus Kiel entlassen wurde, durfte ich wegen einer Verdachtsdiagnose einige Zeit keine Triptane nehmen. In meinem Entlassbrief empfahl Kiel mir, folgende „Ersatzmedikation“ auszuprobieren:

    1. Paracetamol comp.500/30 mg bis 3x täglich (das ist NICHT das „normale“ Paracetamol, sondern eine Kombi mit Codein)
    2.Indometacin 75-100mg retardiert oder auch unretadiert, ggf. auch als Zäpfchen 100mg bis 200mg/Tag
    3. Diclofenac 20 Tropfen bis 3x täglich
    4. Phenazon 1000mg bis 3x täglich (hast du ja schon probiert)

    Vielleicht ist da etwas dabei?

    Ich wünsche dir ansonsten, dass Bisoprolol oder Cefaly Wirkung zeigen! 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Danke Liebe Soulsurfer, das sind doch immerhin zwei Dinge die ich noch nicht versucht habe! Indometacin und das Paracetamol mit Codein spreche ich beim nächsten Termin an.

    Vielleicht ist da was dabei was mir hilft… Diclophenac leider auch nicht, das hatte ich auch schon als Kombi mit Codein und hat auch nichts gebracht.

    Liebe Grüße,
    Bea

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 161

    Sehr gerne, ich hoffe, du findest bald was Passendes für dich 🙂

    Liebe Grüße und einen sonnigen Samstag 🙂

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Dankeschön Soulsurfer, Dir auch 🙂

    Ich würde gerne noch etwas zu Betablockern fragen. Mein Hausarzt hat mir Bisoprololfumarat 2,5 mg verschrieben (nach Arztbrief vom Neurologen). Ich soll mit einer halben Tablette morgens starten. Nun habe ich gelesen, dass es auch Retardtabletten gibt, meine sind aber keine. Ist das schlimm?
    Kann ich das Medikament nach einer Woche beispielsweise auch auf morgens eine halbe und abends eine halbe Tablette erhöhen und habe dann auch einen guten Wirkstoffspiegel?

    Ich hätte mir gar keine Gedanken gemacht aber habe es hier gelesen, dass viele die Retardpräparate verwenden. Und alle nehmen eher Metoprolol oder Propanolol und ich habe jetzt ein anderes – es hatte aber einen Grund warum mein Arzt dieses wollte, ich weiß ihn nur nicht mehr ??

    Liebe Grüße,
    Bea

    Julia
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    Hallo Bea,
    das Bisoprolol ist ein bewährtes Mittel und hat eine Halbwertszeit von 10-12 Stunden, da reicht es, die Tabletten 1x täglich zu nehmen.
    Schönes Wochenende,
    Julia

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Danke Julia, super, das erleichtert mich 🙂

    Dir auch ein schönes, schmerzarmes wochenende 🙂

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo ihr Lieben,

    ich brauche bitte Hilfe von jemandem, der sich mit Betablockern auskennt. Ich nehme seit 4 Wochen Bisoprolol und habe mich nun innerhalb eines Monats hochgearbeitet von 1,25 mg auf 5 mg.

    Dieser Monat war aber leider was Migräne anging so schlimm wie recht lange nicht. Ich hatte eigentlich jeden bis jeden zweiten Tag eine Attacke und das oft völlig ohne „Vorwarnung“ quasi innerhalb von Sekunden (für mich eher untypisch) und oft so, dass ich morgens und mittags noch dachte der Tag wird ganz gut und ab nachmittags ging’s dann richtig los. Bei mir ist es sonst eher so, dass der Tag oft morgens gleich gelaufen ist.

    Ich vermute ehrlich gesagt einen Zusammenhang mit dem Betablocker weil ich sonst alles mache wie immer ??

    Kann man Betablocker einfach absetzen von heute auf morgen wenn man sie erst so kurz nimmt? Denkt ihr es kann ein Zusammenhang bestehen?

    Könnte ein Wechsel auf einen anderen Betablocker etwas bringen? Oder eine Dosisreduzierung?

    Edit: Oder durchhalten und auf meine Zieldosis von 10 mg warten?? Ich will auch nicht wegen falsch vermutetem Zusammenhang eine Chance vertun… Evtl. ist es auch nur der Frühling mit seinem Wetter??

    Liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate, 3 Wochen von  Beatrice.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate, 3 Wochen von  Beatrice.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 570

    Liebe Bea,

    zu den Betablockern kann ich nichts beitragen ?!

    Mir scheint es eine gute Idee zu sein, wenn du morgen früh gleich bei deinem Arzt anrufst, um nachzufragen und dein Problem zu besprechen! Vielleicht lässt sich das ganz schnell klären.

    Liebe Grüße und Wünsche, dass es dir schnell wieder besser geht!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Liebe Bea,

    vermutlich ist es eher Zufall, dass sich die Schmerzen nun so gesteigert haben. Der Betablocker wirkt wahrscheinlich noch gar nicht, daher würde ich Dir zum Durchhalten raten. Wäre schade, wenn sich später doch gute Wirkung einstellen könnte, Du aber jetzt schon absetzt.

    Mach erst mal weiter, würde ich Dir raten und gib dem Betablocker noch eine Chance. Normalerweise sind drei Monate realistisch, um Nutzen und Wirkung beurteilen zu können.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3988

    Liebe Bea,
    ci habe die Erfahrung gemacht, dass die Betablocker sehr unterschiedlich bei mir wirken.
    Mit Bisopolol kam ich rein gar nicht zurecht. Da haben mich Nebenwirkungen umgehauen.
    Propanolol hatte ich auch eine lange Zeit
    aber bei Metoprolol habe ich nach wie vor die beste Wirkung als Prophylaxe.
    Das hilft mir immer ziemlich prompt.

    Sprich mit deinem Arzt darüber. Auch was evtl. Absetzen anbelangt.
    Ich hatte Bisopolol drei Tage genommen und es dann sein gelassen.

    Alles Gute
    alchemilla

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Hallo Alchemilla und Bea,

    da die Wirkung der großen Gruppe der sehr unterschiedlichen Betablocker auf die Migräne ja eigentlich auch nur eine von vielen Nebenwirkungen ist, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass sie auch bei Migräne unterschiedlich anschlagen. Inzwischen sieht man ja auch schon, dass die Meinung „Betablocker helfen fast immer gut und nebenwirkungsarm und sind deshalb Mittel der 1. Wahl“ nicht mehr so absolut gesehen wird unter den Fachleuten. Es war wohl auch ein bisschen so ein Hype, der jetzt wieder der Realität ein wenig weichen muss.
    Leider ist aber aufgrund der enormen Schwankungen im Auftreten der Migräne ein ungefährer Zeitraum von 3 Monaten nötig, um eine sichere Wirkung erkennen und bestätigen zu können. Und da beißt sich der Hund leider oft in den Schwanz!

    Und da die Betablocker ja ursprünglich in der Herzkreislaufmedizin ihren primären Einsatz haben, sollte nicht vergessen werden, dass die auf dem Gebiet auftretenden möglichen Wirkungen (Kreislauf, Kopfschmerzen, Schwindel etc.) sich auch auf die Migräne negativ auswirken könnten und darum nicht außer acht gelassen werden dürfen.

    Ich denke deshalb, dass sich der verordnende Arzt dann auf jeden Fall noch einmal Gedanken machen muss, wenn eventuelle Nebenwirkungen unklarer Art auftreten. Jeder Betablocker hat schließlich sein eigenes Profil.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate, 2 Wochen von  Julia.
    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3988

    genau so.

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo Bettina, Julia und Alchemilla,

    vielen Dank für eure unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen. Ich habe vorhin mit dem Arzt telefoniert und er kann sich nicht vorstellen, dass die Attacken wirklich mit dem Betablocker zusammenhängen. Ich werde es jetzt mal weiter beobachten und vorerst nicht steigern. Wenn es so bleibt wie jetzt, dann muss ich wechseln oder absetzen. Aber ich muss sagen, dass ich sonst bisher außer bei jeder Dosissteigerung nachts ein paar Tage lang seltsame gruselige Empfindungen (sich bewegende Schatten, ein Gefühl als wäre jemand im Zimmer, das Gefühl als würden sich Gestalten vor meinen Augen bewegen wenn ich sie zu habe) keinerlei Nebenwirkungen habe und das ist bei mir wirklich selten… ich habe noch mehr Hunger und das nervt mich, und ich hoffe, ich nehme nicht zu viel zu. Ich bemühe mich, nicht mehr zu essen als sonst.

    Also hoffe ich, dass die Attacken vielleicht nur durch das komische Wetter hier hervorgerufen werden (wir hatten an einem Tag 28 Grad und am nächsten 9, dauernd schwül und dann wieder kalt etc.) oder einfach weil der liebe Gott mich mal wieder quälen will 😛

    Also mal sehen, was die nächsten 2, 3 Wochen so bringen…

    Danke euch allen sehr!!

    Liebe Grüße,
    Bea

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7479

    Hallo Bea,

    dann hoff ich mal, dass die Kopfschmerzen ganz schnell wieder verschwinden! ☺

    Wenn du mehr Appetit hast, solltest du dein Essverhalten anpassen, das heißt nicht die Menge/Volumen verringern, sondern den Kaloriengehalt. Das ist sehr wichtig, denn mit einem dauernden Hungergefühl, wird es nicht klappen, das hält man nicht durch. Und, wenn irgendmöglich, ein bisschen mehr bewegen, denn es kann vorkommen, dass durch den Betablocker der Grundumsatz gesenkt wird, so dass der Körper einfach weniger Kalorien braucht.

    Alles Liebe,
    Julia

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 502

    Aber ich muss sagen, dass ich sonst bisher außer bei jeder Dosissteigerung nachts ein paar Tage lang seltsame gruselige Empfindungen (sich bewegende Schatten, ein Gefühl als wäre jemand im Zimmer, das Gefühl als würden sich Gestalten vor meinen Augen bewegen wenn ich sie zu habe)

    Liebe Bea,
    bewegende Schatten habe ich zwar nicht, aber sehr lebendige Träume, so dass ich schon schreiend aufgewacht bin.
    Ich glaube, das hängt irgendwie mit dem Melatonin zusammen, dessen Bildung die Betablocker hemmen.
    Wenn du weißt, dass es „nur“ vom Medikament kommt, ist es vielleicht nicht mehr ganz so gruselig?!

    LG Anna

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 127

    Hallo Julia,

    da hast du recht, ich bemühe mich… Das mit der Bewegung war die letzten zwei Wochen nicht so einfach, ich habe halbwegs meinen Spaziergang auf die Reihe bekommen aber an was anderes war leider gar nicht zu denken. Ich frage mich immer, wie es andere mit chronischer Migräne schaffen, wirklich konsequent Sport (egal wie leicht) zu machen. Aber ich hab mir einen kleinen Stepper gekauft und bin hoch motiviert 😉

    Hallo Anna,

    das mit den Albträumen hab ich zum Glück vorher gelesen, sonst hätte ich am Anfang totale Panik gehabt als diese seltsamen, ich nenne es mal „Minihalluzinationen“ losgingen. Ich habe es dann doch dem Betablocker zugeschrieben weil ich sowas sonst nicht kenne. Ich finde es zwar etwas befremdlich aber zum Glück macht es mir keine Angst und drei Tage nach dem Erhöhen war es auch immer vorbei.
    Regelmäßig aus dem Schlaf aufschrecken stell ich mir aber auch alles andere als toll vor :/

    Liebe Grüße,
    Bea

    Indie
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    Beitragsanzahl: 158

    Hallo Bea,

    Ich frage mich immer, wie es andere mit chronischer Migräne schaffen, wirklich konsequent Sport (egal wie leicht) zu machen.

    also ich schaffe es auch nicht. Regelmäßig wäre aber ja auch „nur“ 3x die Woche 30 Minuten. Ich mache mir da aber auch keinen Stress mehr mit. Momentan geht bei mir auch nur zügiges spazieren gehen und ganz sanftes Yoga. Von allem anderen bekomme ich direkt ne Attacke. Dann ist das eben so. Aber ich werde einen Teufel tun und jetzt noch zusätzlich triggern.

    Vom Betablocker hatte ich übrigens auch beunruhigende Träume und war jede Nacht um vier wach. Man kann versuchen die Tablette schon morgens zu nehmen, um das zu umgehen.

    Liebe Grüße

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 502

    Hallo Bea,

    ich hatte auch Phasen, da war an Sport nicht zu denken. Da war ich froh, wenn ich den Alltag bewältigt bekomme.

    Ich nehme den zweiten Betablocker jetzt immer am späten Nachmittag. Jetzt träume ich zwar immer noch viel aber nicht mehr ganz so plastisch.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28125

    Man kann versuchen die Tablette schon morgens zu nehmen, um das zu umgehen.

    Ganz genau! Wenn Albträume oder Schlaflosigkeit als Nebenwirkungen auftauchen, dann einfach morgens einnehmen.