Bea – Vorstellung und Ratsuche

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  • Beatrice
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    Hallo liebes Forum,

    ich wende mich mal wieder ratsuchend an euch… Es geht um das Thema Akutmedikation. Ich habe immer noch nichts gefunden, was wirkt. Ich komme mir langsam vor wie der letzte Trottel weil sie einfach auf nichts anspricht.

    Meine letzten Versuche waren:
    – Formigran
    – Dolotriptan
    – eine Kombination (!) aus Vomex, Novalgin 30 Tropfen, 10 ml MCP und 120 mg Etoricoxib. Diese Kombi war ungefähr so als hätte ich mir einen Schuss gesetzt (zumindest stell ich es mir so vor ;)) aber meine Schmerzen waren komplett unbeeindruckt. Also wirklich komplett!! Nach 5 Stunden lies die Attacke dann nach, meiner Erfahrung nach hatte das aber keinen Zusammenhang mehr mit der Kombi, bei mir lassen schwere Attacken oft mal nach 5, 6 Stunden nach. Mittlere Attacken bleiben dafür gerne auch mal 6 Tage :/
    – Phenazon 2 Tabletten (Eumed), ebenfalls als wenn ich einfach nichts genommen hätte
    – Aspirin 1.500 mg: Keinerlei Auswirkung, auch nicht in Kombi mit Ephedrin

    Am besten wirken nach wie vor Thomapyrin Intensiv (ich weiß, nicht gut, aber was soll ich machen??) und Ibuprofen 800 bis 1.200 mg. Die 10 Tage Regel halte ich eisern ein, aber das Problem ist, dass ich einfach keinerlei Idee habe, wie ich schwere Anfälle so mildern kann, dass mit meiner Zeit irgendetwas anzufangen ist. Ich schaffe es selbst mit einer Einmalgabe Ibuprofen 1.200 nur, dass die Schmerzen ein bisschen sanfter und damit aushaltbarer werden. An irgendwelche Unternehmungen oder wie manche es schreiben, dass das Triptan wirkt und dann kriegen sie den Alltag halbwegs gebacken, ist nicht zu denken :/
    Dazu kommt, dass ich Ibu einfach nicht gut vertrage und selbst wenn sie etwas mildert, bin ich dann den halben Tag mit Kamillentee, Milchtrinken und Bullrich Salz damit beschäftigt meinen Magen wieder zu beruhigen.

    Mein Hausarzt meinte, ich soll mich mal an ein humangenetisches Institut wenden, ob da irgendein Gendefekt vorliegt oder so etwas und das werde ich auch mal machen, er findet es jedenfalls sehr seltsam. Und ich auch…

    Kennt ihr noch irgendwelche Schmerz(-)Mittel, die vielleicht eher ungewöhnlich oder Off-Label sind, die ich aber einfach einmal testen könnte? Mein Hausarzt ist zum Glück super super toll und hilft mir wo er kann.

    Ich beginne morgen mit Bisoprolol und habe mir auch ein Cefaly bestellt, weil ich es mal testen will. Vielleicht muss ich einfach weiter nach guten Prophylaxen suchen.

    Liebe Grüße,
    Bea

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 146

    Liebe Bea,

    es tut mir leid, dass du bisher kein Akutmedikament gefunden hast, das dir hilft.

    Als ich im August letzten Jahres aus Kiel entlassen wurde, durfte ich wegen einer Verdachtsdiagnose einige Zeit keine Triptane nehmen. In meinem Entlassbrief empfahl Kiel mir, folgende „Ersatzmedikation“ auszuprobieren:

    1. Paracetamol comp.500/30 mg bis 3x täglich (das ist NICHT das „normale“ Paracetamol, sondern eine Kombi mit Codein)
    2.Indometacin 75-100mg retardiert oder auch unretadiert, ggf. auch als Zäpfchen 100mg bis 200mg/Tag
    3. Diclofenac 20 Tropfen bis 3x täglich
    4. Phenazon 1000mg bis 3x täglich (hast du ja schon probiert)

    Vielleicht ist da etwas dabei?

    Ich wünsche dir ansonsten, dass Bisoprolol oder Cefaly Wirkung zeigen! 🙂

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Danke Liebe Soulsurfer, das sind doch immerhin zwei Dinge die ich noch nicht versucht habe! Indometacin und das Paracetamol mit Codein spreche ich beim nächsten Termin an.

    Vielleicht ist da was dabei was mir hilft… Diclophenac leider auch nicht, das hatte ich auch schon als Kombi mit Codein und hat auch nichts gebracht.

    Liebe Grüße,
    Bea

    soulsurfer
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    Beitragsanzahl: 146

    Sehr gerne, ich hoffe, du findest bald was Passendes für dich 🙂

    Liebe Grüße und einen sonnigen Samstag 🙂

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Dankeschön Soulsurfer, Dir auch 🙂

    Ich würde gerne noch etwas zu Betablockern fragen. Mein Hausarzt hat mir Bisoprololfumarat 2,5 mg verschrieben (nach Arztbrief vom Neurologen). Ich soll mit einer halben Tablette morgens starten. Nun habe ich gelesen, dass es auch Retardtabletten gibt, meine sind aber keine. Ist das schlimm?
    Kann ich das Medikament nach einer Woche beispielsweise auch auf morgens eine halbe und abends eine halbe Tablette erhöhen und habe dann auch einen guten Wirkstoffspiegel?

    Ich hätte mir gar keine Gedanken gemacht aber habe es hier gelesen, dass viele die Retardpräparate verwenden. Und alle nehmen eher Metoprolol oder Propanolol und ich habe jetzt ein anderes – es hatte aber einen Grund warum mein Arzt dieses wollte, ich weiß ihn nur nicht mehr ??

    Liebe Grüße,
    Bea

    Julia
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    Hallo Bea,
    das Bisoprolol ist ein bewährtes Mittel und hat eine Halbwertszeit von 10-12 Stunden, da reicht es, die Tabletten 1x täglich zu nehmen.
    Schönes Wochenende,
    Julia

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Danke Julia, super, das erleichtert mich 🙂

    Dir auch ein schönes, schmerzarmes wochenende 🙂

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo ihr Lieben,

    ich brauche bitte Hilfe von jemandem, der sich mit Betablockern auskennt. Ich nehme seit 4 Wochen Bisoprolol und habe mich nun innerhalb eines Monats hochgearbeitet von 1,25 mg auf 5 mg.

    Dieser Monat war aber leider was Migräne anging so schlimm wie recht lange nicht. Ich hatte eigentlich jeden bis jeden zweiten Tag eine Attacke und das oft völlig ohne „Vorwarnung“ quasi innerhalb von Sekunden (für mich eher untypisch) und oft so, dass ich morgens und mittags noch dachte der Tag wird ganz gut und ab nachmittags ging’s dann richtig los. Bei mir ist es sonst eher so, dass der Tag oft morgens gleich gelaufen ist.

    Ich vermute ehrlich gesagt einen Zusammenhang mit dem Betablocker weil ich sonst alles mache wie immer ??

    Kann man Betablocker einfach absetzen von heute auf morgen wenn man sie erst so kurz nimmt? Denkt ihr es kann ein Zusammenhang bestehen?

    Könnte ein Wechsel auf einen anderen Betablocker etwas bringen? Oder eine Dosisreduzierung?

    Edit: Oder durchhalten und auf meine Zieldosis von 10 mg warten?? Ich will auch nicht wegen falsch vermutetem Zusammenhang eine Chance vertun… Evtl. ist es auch nur der Frühling mit seinem Wetter??

    Liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Beatrice.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Beatrice.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Liebe Bea,

    zu den Betablockern kann ich nichts beitragen ?!

    Mir scheint es eine gute Idee zu sein, wenn du morgen früh gleich bei deinem Arzt anrufst, um nachzufragen und dein Problem zu besprechen! Vielleicht lässt sich das ganz schnell klären.

    Liebe Grüße und Wünsche, dass es dir schnell wieder besser geht!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Bea,

    vermutlich ist es eher Zufall, dass sich die Schmerzen nun so gesteigert haben. Der Betablocker wirkt wahrscheinlich noch gar nicht, daher würde ich Dir zum Durchhalten raten. Wäre schade, wenn sich später doch gute Wirkung einstellen könnte, Du aber jetzt schon absetzt.

    Mach erst mal weiter, würde ich Dir raten und gib dem Betablocker noch eine Chance. Normalerweise sind drei Monate realistisch, um Nutzen und Wirkung beurteilen zu können.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Liebe Bea,
    ci habe die Erfahrung gemacht, dass die Betablocker sehr unterschiedlich bei mir wirken.
    Mit Bisopolol kam ich rein gar nicht zurecht. Da haben mich Nebenwirkungen umgehauen.
    Propanolol hatte ich auch eine lange Zeit
    aber bei Metoprolol habe ich nach wie vor die beste Wirkung als Prophylaxe.
    Das hilft mir immer ziemlich prompt.

    Sprich mit deinem Arzt darüber. Auch was evtl. Absetzen anbelangt.
    Ich hatte Bisopolol drei Tage genommen und es dann sein gelassen.

    Alles Gute
    alchemilla

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Alchemilla und Bea,

    da die Wirkung der großen Gruppe der sehr unterschiedlichen Betablocker auf die Migräne ja eigentlich auch nur eine von vielen Nebenwirkungen ist, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass sie auch bei Migräne unterschiedlich anschlagen. Inzwischen sieht man ja auch schon, dass die Meinung „Betablocker helfen fast immer gut und nebenwirkungsarm und sind deshalb Mittel der 1. Wahl“ nicht mehr so absolut gesehen wird unter den Fachleuten. Es war wohl auch ein bisschen so ein Hype, der jetzt wieder der Realität ein wenig weichen muss.
    Leider ist aber aufgrund der enormen Schwankungen im Auftreten der Migräne ein ungefährer Zeitraum von 3 Monaten nötig, um eine sichere Wirkung erkennen und bestätigen zu können. Und da beißt sich der Hund leider oft in den Schwanz!

    Und da die Betablocker ja ursprünglich in der Herzkreislaufmedizin ihren primären Einsatz haben, sollte nicht vergessen werden, dass die auf dem Gebiet auftretenden möglichen Wirkungen (Kreislauf, Kopfschmerzen, Schwindel etc.) sich auch auf die Migräne negativ auswirken könnten und darum nicht außer acht gelassen werden dürfen.

    Ich denke deshalb, dass sich der verordnende Arzt dann auf jeden Fall noch einmal Gedanken machen muss, wenn eventuelle Nebenwirkungen unklarer Art auftreten. Jeder Betablocker hat schließlich sein eigenes Profil.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 3 Wochen von  Julia.
    alchemilla
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    Beitragsanzahl: 3975

    genau so.

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Bettina, Julia und Alchemilla,

    vielen Dank für eure unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen. Ich habe vorhin mit dem Arzt telefoniert und er kann sich nicht vorstellen, dass die Attacken wirklich mit dem Betablocker zusammenhängen. Ich werde es jetzt mal weiter beobachten und vorerst nicht steigern. Wenn es so bleibt wie jetzt, dann muss ich wechseln oder absetzen. Aber ich muss sagen, dass ich sonst bisher außer bei jeder Dosissteigerung nachts ein paar Tage lang seltsame gruselige Empfindungen (sich bewegende Schatten, ein Gefühl als wäre jemand im Zimmer, das Gefühl als würden sich Gestalten vor meinen Augen bewegen wenn ich sie zu habe) keinerlei Nebenwirkungen habe und das ist bei mir wirklich selten… ich habe noch mehr Hunger und das nervt mich, und ich hoffe, ich nehme nicht zu viel zu. Ich bemühe mich, nicht mehr zu essen als sonst.

    Also hoffe ich, dass die Attacken vielleicht nur durch das komische Wetter hier hervorgerufen werden (wir hatten an einem Tag 28 Grad und am nächsten 9, dauernd schwül und dann wieder kalt etc.) oder einfach weil der liebe Gott mich mal wieder quälen will 😛

    Also mal sehen, was die nächsten 2, 3 Wochen so bringen…

    Danke euch allen sehr!!

    Liebe Grüße,
    Bea

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Bea,

    dann hoff ich mal, dass die Kopfschmerzen ganz schnell wieder verschwinden! ☺

    Wenn du mehr Appetit hast, solltest du dein Essverhalten anpassen, das heißt nicht die Menge/Volumen verringern, sondern den Kaloriengehalt. Das ist sehr wichtig, denn mit einem dauernden Hungergefühl, wird es nicht klappen, das hält man nicht durch. Und, wenn irgendmöglich, ein bisschen mehr bewegen, denn es kann vorkommen, dass durch den Betablocker der Grundumsatz gesenkt wird, so dass der Körper einfach weniger Kalorien braucht.

    Alles Liebe,
    Julia

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Aber ich muss sagen, dass ich sonst bisher außer bei jeder Dosissteigerung nachts ein paar Tage lang seltsame gruselige Empfindungen (sich bewegende Schatten, ein Gefühl als wäre jemand im Zimmer, das Gefühl als würden sich Gestalten vor meinen Augen bewegen wenn ich sie zu habe)

    Liebe Bea,
    bewegende Schatten habe ich zwar nicht, aber sehr lebendige Träume, so dass ich schon schreiend aufgewacht bin.
    Ich glaube, das hängt irgendwie mit dem Melatonin zusammen, dessen Bildung die Betablocker hemmen.
    Wenn du weißt, dass es „nur“ vom Medikament kommt, ist es vielleicht nicht mehr ganz so gruselig?!

    LG Anna

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Julia,

    da hast du recht, ich bemühe mich… Das mit der Bewegung war die letzten zwei Wochen nicht so einfach, ich habe halbwegs meinen Spaziergang auf die Reihe bekommen aber an was anderes war leider gar nicht zu denken. Ich frage mich immer, wie es andere mit chronischer Migräne schaffen, wirklich konsequent Sport (egal wie leicht) zu machen. Aber ich hab mir einen kleinen Stepper gekauft und bin hoch motiviert 😉

    Hallo Anna,

    das mit den Albträumen hab ich zum Glück vorher gelesen, sonst hätte ich am Anfang totale Panik gehabt als diese seltsamen, ich nenne es mal „Minihalluzinationen“ losgingen. Ich habe es dann doch dem Betablocker zugeschrieben weil ich sowas sonst nicht kenne. Ich finde es zwar etwas befremdlich aber zum Glück macht es mir keine Angst und drei Tage nach dem Erhöhen war es auch immer vorbei.
    Regelmäßig aus dem Schlaf aufschrecken stell ich mir aber auch alles andere als toll vor :/

    Liebe Grüße,
    Bea

    Indie
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    Hallo Bea,

    Ich frage mich immer, wie es andere mit chronischer Migräne schaffen, wirklich konsequent Sport (egal wie leicht) zu machen.

    also ich schaffe es auch nicht. Regelmäßig wäre aber ja auch „nur“ 3x die Woche 30 Minuten. Ich mache mir da aber auch keinen Stress mehr mit. Momentan geht bei mir auch nur zügiges spazieren gehen und ganz sanftes Yoga. Von allem anderen bekomme ich direkt ne Attacke. Dann ist das eben so. Aber ich werde einen Teufel tun und jetzt noch zusätzlich triggern.

    Vom Betablocker hatte ich übrigens auch beunruhigende Träume und war jede Nacht um vier wach. Man kann versuchen die Tablette schon morgens zu nehmen, um das zu umgehen.

    Liebe Grüße

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Bea,

    ich hatte auch Phasen, da war an Sport nicht zu denken. Da war ich froh, wenn ich den Alltag bewältigt bekomme.

    Ich nehme den zweiten Betablocker jetzt immer am späten Nachmittag. Jetzt träume ich zwar immer noch viel aber nicht mehr ganz so plastisch.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
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    Man kann versuchen die Tablette schon morgens zu nehmen, um das zu umgehen.

    Ganz genau! Wenn Albträume oder Schlaflosigkeit als Nebenwirkungen auftauchen, dann einfach morgens einnehmen.

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Liebe Bea,

    ich beziehe mich auf deinen Beitrag in MaRas Schmerzverlauf:

    https://headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/topic/mara-meine-migraene-entgleist/#post-154288

    Erstmal wirklich alle Achtung, es liest sich gut, wie du dein Leben trotz der ständigen Schmerzen lebst.

    Ich habe jetzt nicht in deinem Schmerzverlauf nachgelesen, vielleicht ist meine Überlegung Unsinn (dann wech ?!):
    Hast du schon die Kombination Triptan + Schmerzmedikament probiert? Denn mir hilft NUR das Triptan eingenommen auch nicht, deshalb kombiniere ich mit Indometacin.

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Beatrice
    Teilnehmer
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    Hallo zusammen,

    ich wollte mich mal wieder melden und bin interessiert an Erfahrungen anderer Kopfschmerzgenoss/innen 🙂

    Ich habe ja schon ein paar mal geschrieben, dass Triptane bei mir nicht wirken (liebe Katrin, leider habe ich deinen Post erst gerade gesehen, der ist mir wohl durchgerutscht. Vielen Dank fürs Mitdenken, leider habe ich es auch schon in Kombi probiert).
    Nun habe ich die letzten Wochen immer wieder verschiedene Triptane getestet und bin sogar darauf gestoßen, dass bei mir Triptane die Migräne verschlimmern. Habt ihr sowas schon mal gehört??
    All meine, ich nenne sie mal „abartigsten“, Anfälle der letzten Zeit waren bei Triptaneinnahme – das heißt erst nachdem ich das Triptan genommen hatte, hat der Anfall dann noch so richtig Fahrt aufgenommen und war gar nicht mehr zu stoppen, bis ich dann wieder Ibu 800 mit Koffein genommen habe.
    Spricht das dafür, dass ich vielleicht gar keine Migräne habe sondern das etwas anderes ist?
    Früher haben die Triptane meine Migräne nicht verschlechtert sondern einfach nicht gewirkt, dafür aber zu starken Muskelschmerzen und Atemnot geführt. Das habe ich heute zwar obendrauf, aber außerdem Verschlechterung der Migräne bis ins unaushaltbare.

    Ich habe ja auch schon öfter geschrieben, dass mein Körper irgendein Problem mit einer Veränderung des Serotoninspiegels oder mit allem hat, was den Serotoninspiegel irgendwie stark beeinflusst – ich bekomme Grippegefühl, starke Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Zittern, Müdigkeit und Migräne. Das konnte ich schon so oft beobachten (ich habe früher ja sehr viel anderes, alternatives ausprobiert, da ich neben der Migräne noch andere Beschwerden hatte/habe und habe auch schon 5-HTP, Tryptophan etc. eingenommen und immer das gleiche Ergebnis sobald irgendwie eine starke Serotoninbeeinflussung stattfindet, also ein Anheben des Spiegels das Ziel ist, die Schmerzen steigern sich innerhalb weniger Tage ins fast nicht mehr aushaltbare, ich setze das Mittel ab, die Schmerzen klingen ab. Ich nehme es wieder, wenige Stunden danach beginnt der Spaß wieder.).

    Kann irgendjemand von euch was damit anfangen, ob das untypisch für Migräne ist?

    Ich habe auch mal recherchiert und es gibt ein Antidepressivum, Tianeurax, das das Gegenteil der gängigen Antidepressiva bewirkt, es senkt quasi laienhaft gesagt den Serotoninspiegel, statt die Wiederaufnahme zu hemmen, steigert es sie. Es scheint Menschen zu geben, denen das viel besser hilft und das wollte ich mal ausprobieren, da alles andere wie Steigerung des Serotoninspiegels oder Imitation von Serotonin (Triptane) bei mir ja immer eine Verschlimmerung bewirken.

    Ende Mai bin ich auch bei meinem Neurologen und bespreche das mal aber vielleicht hat ja der ein oder andere noch eine schlaue Anmerkung dazu?

    Liebe Grüße,
    Bea

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Bea,

    Nun habe ich die letzten Wochen immer wieder verschiedene Triptane getestet und bin sogar darauf gestoßen, dass bei mir Triptane die Migräne verschlimmern. Habt ihr sowas schon mal gehört??

    wie Du weiter unten geschrieben hattest, wirken sie wohl einfach nicht und die Migräne entwickelt sich weiter. Dann eskaliert die Attacke irgendwann, bis Du mit dem bei Dir wirkenden Ibuprofen gegensteuerst. Migräne ist eine progredient verlaufende Erkrankung, so dass es gut sein kann, dass sie jetzt aggressiver ist als früher und Du daher die Nichtwirkung als Verstärkung empfindest. So meine Überlegung zur Sache.

    Zu diesem Antidepressivum, das nicht üblich ist in der Migräneprophylaxe, kann ich Dir leider nichts sagen. Dein Arzt wird Dir da sicher weiterhelfen können.

    Ich habe ja auch schon öfter geschrieben, dass mein Körper irgendein Problem mit einer Veränderung des Serotoninspiegels oder mit allem hat, was den Serotoninspiegel irgendwie stark beeinflusst – ich bekomme Grippegefühl, starke Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Zittern, Müdigkeit und Migräne. Das konnte ich schon so oft beobachten (ich habe früher ja sehr viel anderes, alternatives ausprobiert, da ich neben der Migräne noch andere Beschwerden hatte/habe und habe auch schon 5-HTP, Tryptophan etc. eingenommen und immer das gleiche Ergebnis sobald irgendwie eine starke Serotoninbeeinflussung stattfindet, also ein Anheben des Spiegels das Ziel ist, die Schmerzen steigern sich innerhalb weniger Tage ins fast nicht mehr aushaltbare, ich setze das Mittel ab, die Schmerzen klingen ab. Ich nehme es wieder, wenige Stunden danach beginnt der Spaß wieder.).

    Kann irgendjemand von euch was damit anfangen, ob das untypisch für Migräne ist?

    Ich kann leider nichts damit anfangen. „Grippegefühl, starke Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Zittern, Müdigkeit“ können Nebenwirkungen der Triptane sein, die auch viele kennen. Ich auch zum Teil, vor allem, als ich neu mit den Triptanen begonnen hatte. Starke Müdigkeit und Muskelschmerzen habe ich teilweise auch heute noch.

    Hm, tut mir leid, dass ich nicht mehr beitragen kann. Hoffe für Dich, dass Dein Arzt eine gute Idee hat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Bettina,

    Danke für deine Antwort, ich weiß du bist jetzt nicht da aber ich war ein paar Tage nicht online also antworte ich erst jetzt. Da ich leider mehrere Anfälle im Monat immer wieder ganz ohne Medikamente aushalten muss weil ich sonst zu viele Schmerzmittel nehmen würde, bin ich sicher, dass bei mir Triptane die Migräne verstärken – so wie das bei mir „abgeht“ nach der Triptaneinnahme kann das einfach kein Zufall sein…

    Ich berichte mal was der Neurologe gesagt hat!

    Liebe Grüße,
    Bea

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  Beatrice.
    Beatrice
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    Hallo an alle Betablocker-Einnehmer,

    ich nehme seit 6 Wochen Bisoprolol. Ich habe recht schnell wochenweise hochgesteigert, dann bin ich wieder runter weil ich sehr starke Ganzkörperschmerzen und Muskelkrämpfe und Kreislaufprobleme bekommen habe. Ich bin nun bei 2,5 mg und die Probleme sind immer noch da, wenn auch abgeschwächt. Kennt das jemand von euch?
    Sowohl meine Fibromyalgieschmerzen als auch meine Endometriose sind seit Einnahme der Betablocker deutlich stärker, ab etwa Woche 4 ging es los, vorher hatte ich keine Nebenwirkungen.
    Ich habe aber das Gefühl, dass ich nicht mehr so stressanfällig bin und ich habe auch etwas weniger Anfälle. Mein Gesamtbefinden ist aber keineswegs besser, jetzt habe ich halt andere Baustellen…

    Gehen solche Nebenwirkungen mit der Zeit auch wieder weg bei Betablockern oder ist damit zu rechnen, dass es bleibt oder schlimmer wird?

    Mein Hausarzt meint die Muskelschmerzen könnten nicht vom Bisoprolol kommen aber ich sehe den Zusammenhang schon eindeutig eigentlich.

    Ich würde den Versuch ungern vor Ablauf der 3 Monate abbrechen, musste aber im Mai schon zwei kostbare Schmerzmitteltage wegen Muskelschmerzen „hergeben“. Das kann ich mir nicht leisten.

    Liebe Grüße,
    Bea

    sternchen
    Teilnehmer
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    Hallo Bea,

    Die Zeit, in denen man Prophylaxen ausprobiert ist oftmals nicht so toll. Man weiß eben vorher nicht, wie die NW aussehen, und ob sie dann vielleicht auch verschwinden. Ich pers. habe mit Betablockern keine eigenen Erfahrungen.

    Würde die Prophylaxe aber nicht zu früh abbrechen. Es ist eben dann leider u.U. eine vertane Chance. Natürlich müssen die NW im Rahmen sein. Das kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Selbst wenn im Juni auch nochmal kostbare Schmerzmitteltage für Muskelschmerzen draufgehen. Wäre es das vielleicht wert. Ab Juli wäre die Sache ja entschieden.

    Drücke dir die Daumen und hoffe auf ein gutes Händchen bei der Entscheidung.

    Alles Liebe
    Sternchen

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3975

    Liebe Bea,
    vor ca drei Wochen hast du dieses Thema schon einmal angesprochen und einige Stellungnahmen dazu bekommen.
    Du wolltest schauen, was die folgenden Wochen bringen und sie brachten: keine Veränderung.
    Ich glaube nicht, dass jetzt wesentlich andere Beiträge kommen werden als vor drei Wochen.
    Letztlich wirst du selbst die Entscheidung treffen, ob du das Bisopolol weiter nimmst oder nicht.
    Wenn du so ein ziemlich sicheres Körpergefühl hast, dann würde ich mich fragen: warum nicht darauf hören?
    Man MUSS nicht jede Prophylaxe drei Monate lang testen, vor allem nicht, wenn man das Gefühl hat, dadurch andere Baustellen zu bekommen.
    Dein Hausarzt kann nur beurteilen, was bisher über das Medikament bekannt ist und was statistisch ermittelt wurde.
    Aber hier in headbook gab es schon manch einen, der auf sorgfältig untersuchte Medikamente genau entgegengesetzt reagierte. Sogenannte paradoxe Reaktion.
    So etwas ist im Einzelfall immer möglich, denn statistische Werte sind immer Rechenergebnisse. Kaum jemand passt real zu 100% in solch eine Statistik.
    Es kann also durchaus sein, dass bei den Untersuchungen zu dem Medikament jemand dabei war, dem es genau so erging wie dir, statistisch aber eben nur ein Einzelfall war.
    Es GIBT ja noch andere Betablocker, du musst nicht gleich auf null Prophylaxe herunter gehen.
    Und die unterschiedlichen Betablocker haben durchaus verschiedene Nebenwirkungen.

    Es ist DEIN Körper. Niemand von uns kann dir so eine Entscheidung abnehmen.

    Liebe Grüße
    alchemilla

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo liebe Leute,

    jetzt ist es einen Monat her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe und ich wollte mich mal wieder melden. Erst einmal zum Danke sagen für all die Ratschläge und Tipps bzgl. Betablocker. Ich hatte damals geantwortet aber die Nachricht wurde nicht abgeschickt, ich weiß nicht was schief lief. Dann dachte ich ich schreibe sie wenn ich mal wieder zeit habe ein zweites mal und habe es einfach vergessen…

    Das Experiment Betablocker ist leider gescheitert und ich habe es abgebrochen (in Rücksprache mit dem Arzt). Die Muskelschmerzen waren nicht mehr aushaltbar, schade, denn ich hatte das Gefühl ich wurde dadurch ruhiger und irgendwie gelassener, was mir auch gut getan hat.

    Im letzten Monat war sehr viel los, und leider geht es mir nicht gut. Familiär gab es große Probleme mit meiner Schwester (bis hin zu zweimal Einweisungen in die Psychiatrie) und das ganze hat mich sehr mitgenommen. Da ich ihr Hauptansprechpartner und engste Vertraute bin, war ich quasi tagesaktuell immer hautnah dabei 🙁

    Neben unserer Wohnung ist ein Industriemischgebiet und dort ist ein Werk, das seit einigen Wochen auch Nachts und am Wochenende (auch Sonntags!) in heftiger Lautstärke arbeitet. Beschwerden bringen nichts, die haben eine Sondergenehmigung. Es ist ein Betonwerk und sie stellen für die tausend Baustellen hier in der Umgebung den Beton her, der ja immer frisch sein muss. Teilweise hatte ich mehrere Nächte am Stück nur 3-5 Stunden Schlaf, für mich ein totaler Horror. Auch an Fensteraufmachen war Nachts trotz der Hitze kaum zu denken.

    Zum Glück ziehen wir in wenigen Tagen um, aber das war der nächste Stressfaktor. Jeder, der schon mal als Erwachsener mit komplettem Hausstand umgezogen ist weiß, was das für ein Stress ist. Zum Glück ist das bald vorbei, aber natürlich habe ich meine selbst erstellten Pläne wann was zu tun ist kaum einhalten können, weil ich dauernd Migräne hatte.

    Seit 10 Tagen habe ich nun Dauermigräne, aber eine seltsame Form. Mein Kopf ist halbwegs erträglich, aber mir ist ständig schlecht und mein Kreislauf ist total im Keller. Ich frage mich, ob der ganze Stress der letzten Zeit mir auf den Magen schlägt (ich bin eher ein Magentyp was das angeht).

    Ich könnte gerade nur weinen, weil mir alles zu viel ist, und arbeiten muss ich ja auch noch. Und heute morgen hatte ich auch schon wieder eine verzweifelte Sprachnachricht meiner Schwester auf meinem Telefon, hier weiß ich auch nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich will da sein und ihr helfen, aber irgendwie merke ich, dass es mich auch kaputt macht.

    Ich hoffe, dass ich nach dem Umzug etwas zur Ruhe komme und ich muss lernen, mich mehr abzugrenzen, aber das ist nicht immer so leicht.

    Freitag bekomme ich ENDLICH das erste Mal Botox, für mich ein riesen Lichtblick!! Mal sehen, wie es mir damit ergeht. Die Übelkeit versuche ich mit viel und gut kauen und Ingwertropfen in Schach zu halten, ich kann ja nicht den ganzen Tag halb belämmert mit Vomex rumlaufen 🙁

    Außerdem wollte mein Neurologe gerne eine experimentelle Therapie versuchen, von der er bei menstrueller Migräne gelesen hat (habe trotz Hormonersatztherapie und besten Werten immer noch Krämpfe, Cervix und dazu dann meine Hauptmigräne und es kann sich niemand erklären – meine Eierstöcke sind ja quasi totgestellt). Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus niedrigdosierten Statinen und hochdosiertem Vitamin D. Er meinte, es gibt erste vielversprechende Studien dazu? Naja ich werde es versuchen.

    Alles Liebe und Danke, dass ich hier mal meinen „Müll“ abladen durfte…
    Bea

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo zusammen,

    ich habe meine erste Botoxbehandlung hinter mir und es war gar nicht schlimm. Ich hab die Spritzen kaum gespürt. Abends hatte ich etwas Kreislaufprobleme und bin früh schlafen gegangen, sonst bisher keine Nebenwirkungen. Was mir nicht so gefällt, ist, dass mein Gesicht minimal anders aussieht weil ich die Stirn nicht mehr heben kann, das ist etwas seltsam, aber außer mir scheint es keinem aufzufallen.
    Über Wirkung kann ich natürlich nach so kurzer Zeit (knapp 1 Woche) noch nichts sagen.

    Ich wollte einmal fragen, ob jemand von euch das Magazin der Migräne Liga liest/abonniert hat und ob sich das lohnt? Überlege es zu kaufen aber wollte mal nach Erfahrungen fragen wie ihr es so findet?

    Liebe Grüße,
    Bea

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Bea,

    die Mimik ändert sich nach der Botoxbehandlung temporär (!) ein wenig, ist ja auch eine der Wirkungen des Botox. 😉 Muskelgruppen werden lahmgelegt, ist aber alles reversibel. Ich wünsche Dir gute Wirkung!

    Bezüglich der experimentellen Therapie durch Deinen Neurologen: Es ist immer sehr ungünstig, gleichzeitig mit zwei neuen Dingen zu starten. Eine eventuelle Wirkung ist dann nicht zuzuordnen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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