Dauerkopfschmerz (Jumacation)

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    Hallo Zusammen, ich wäre für die ein oder andere Meinung zu meinem Problem total dankbar! Ich habe schon seit Jahren mit Migräne zu kämpfen und vor 2 Jahren wurde schonmal ein Status Migraenosus diagnostiziert, der sich aber mit einer Infusion beim Neurologen wieder auflösen ließ. Ich hatte dann immer so zwischen 4 und 6 Migränetagen im Monat die sich mit 800mg Ibuprofen gut behandeln ließen. DIe letzten Wochen sind die Anfälle immer häufiger gekommen und wenn das Ibu nicht geholfen hat habe ich Ascotop Nasal genommen. Damit war es dann immer OK. Trotzdem war ich vor einigen Wohen nochmal beim Neurologen – ein neuer, da ich umgezogen bin. Der meinte ich soll die Medikamtente so weiternehmen und am Rest wäre ich selbst Schuld. Menschen die unter Migräne leiden wären halt absolute Perfektionisten und wollen auf allen Hochzeiten tanzen und sagen nie Nein und der einzige der das ändern könnte wäre ich selbst. Mitte September bin ich für 2 Wochen in die USA geflogen. Während des Fluges habe ich absolute Schmerzen bekommen, wollte aber nichts nehmen weil ich so Angst vor einem MIK habe. Die kommenden zwei Wochen hatte ich bis auf 4 Tage jeden Tag übelste Migräne. Wenn es nicht anders ging habe ich wieder Ibuprofen genommen. Seit dem 1. Oktober bin ich wieder zurück und am Sonntag wurde es so schlimm, dass ich in die neurologische Ambulanz gefahren bin. Die haben dann ein CT gemacht, da war alles OK. Dann hab ich eine Schmerzmittelinfusion (Novalgin) bekommen und sollte 2 Tage lang 3 x täglich Paracetamol nehmen. Das Krankenhaus hat mich zu einem Neurologen geschickt, der mich zum Kernspin überweisen sollte. Hat er aber nicht gemacht, er meinte da würde wohl eh nix rauskommen und hat mir Topiramat 25mg/Tag verschrieben. Da er aber parallel privat telefoniert hat konnte er mir dazu nicht viel erklären. Jetzt habe ich gestern Abend das letzte Mal Paracetamol genommen und jetzt spüre ich schon wieder ein leichtes Pochen. Ich hab dann heute nochmal im Krankenhaus angerufen udn die meinten ich soll wieder kommen wenn es wieder anfängt und dann müsste ich halt mal ein paar Tage da bleiben. Das Topiramat habe ich noch nicht genommen. Der Arzt im Krankenhaus meinte auch ein Betablocker wäre da die erste Wahl. Was soll ich denn jetzt tun? Ich kann jetzt nicht noch mehr Schmerzmittel einwerfen…. Ich bin gerade dabei mich in der Uniklinik Erlangen im Kopfschmerzzentrum anzumelden, aber bis ich da einen Termin bekomme können noch gut 2 Wochen vergehen….

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
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    Hallo,

    wie viele Medikamente nimmst du denn im Monat. Wenn du im Moment einen Dauerkopfschmerz hast könnte es ein Anzeichen auf einen MÜK sein. Mich wundert es das dir Paracetamol und Ibuprofen bei Migräne helfen mir bringt es bei einem Migräne Anfall nichts. Da helfen wirklich nur Triptane. Man sollte Schmerzmittel nur an 10 Tagen im Monat nehmen und 20 Tage ohne. Dabei spielt es keine Rolle wie viele du an den Tagen nimmst es zählen nur die Einnahme Tage. Welche Prophylaxen hast du bisher versucht? Nimmst du Magnesium? Ich nehme seit ein paar Tagen auch Topiramat auch noch in 25 mg.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28445

    Herzlich willkommen, liebe Jumacation. 🙂

    Ich bin zwar keine Ärztin, aber diese „Paracetamol-Therapie“ ist Unsinn. Tut mir leid, wenn ich so deutlich werde, aber manchmal stehen mir schon die Haar zu Berge. Paracetamol wirkt bei Migräne zu schwach und die Halbwertszeit ist extrem kurz. Eine bessere Möglichkeit, ganz schnell in einen MÜK zu kommen, gibt es eigentlich nicht. Diese Art der Behandlung würde ich in Zukunft einfach ablehnen!

    Mit Topamax würde ich an Deiner Stelle noch warten, bis Du den Termin in der Uniklinik hast. Betablocker würden sich eher mal als Prophylaxe anbieten, da die Nebenwirkungen meist geringer sind. Insgesamt sind sie besser verträglich bei oft guter Wirkung.

    Bei schweren Anfällen bietet sich Imigran Inject an. Zusätzlich kann man mit Naproxen 500 mg (NSAR) „verlängern“. Vorrangig sollte aber erstmal ein MÜK ausgeschlossen werden, oder gegebenenfalls eine Medikamentenpause stattfinden vor Beginn der Prophylaxe. Solltest Du im MÜK sein, wirken Prophylaxe und Akutmedikation entweder gar nicht mehr oder nicht ausreichend.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 10

    Vielen Dank für Eure Antworten! Ich habe noch nie eine Prophylaxe genommen. Ich habe auch immer versucht unter den 10 Tagen zu bleiben und das ist mir eigentlich auch immer glungen.

    Wieviel Magnesium nimmst Du denn Anna? Kann ich die Dosierung freiverkäuflich in der Apotheke bekommen?

    Wiie hält man es denn dann im MÜK aus wenn man hämmernde Schmerzen hat und man sich übergeben muss und der Schmerz bis in die Ohren ausstrahlt? Solange der Schmerzmittelentzug dauert (4 Wochen, oder?) ist man ja dann sicher auch nicht arbeitsfähig….

    Wenn ich wenigstens einen Arzt finden würde bei dem ich das Gefühl hätte, dass er weiß was er tut….

    Sternenhimmel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 945

    ich nehme 600 mg Magnesium manchmal auch 900 mg. Zu Anfang habe ich Magnesium aus der Apotheke gekauft. Jetzt kaufe ich mein Magnesium in Drogerien das ist günstiger.

    Anonym
    Inaktiv
    Beitragsanzahl: 10

    Vielen Dank für den Tip, das werde ich auf jeden Fall mal probieren! Lg, Juliane

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28445

    Liebe Jumacation,

    hier in diesem Forum Prophylaxe mit Vitamin B2 und/oder Magnesium kannst Du viel zum Thema nachlesen.

    Eine Medikamentenpause kann man gut mit Kortison und Medikamenten überstehen, die eine Schmerzdistanzierung bewirken. Man sollte mindestens 14 Tage auf jegliche Schmerzmedikation verzichten, länger ist natürlich besser, da sich das gesamte Schmerzsystem dann erholen kann.

    Wenn Du einen neuen Arzt suchst, kann Dir vielleicht diese Liste mit Schmerzspezialisten bundesweit weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Harald Rupp
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 90

    Hallo Juliane,

    Du hast geschrieben, daß Du einen Termin im Schmerzzentrum der Uniklinik Erlangen machst. (Hab Dir deswegen eine Benachrichtigung geschrieben.)
    Sowohl das Schmerzzentrum und auch die Kopfschmerzambulanz in Erlangen sind gute Adressen.

    Ich wohne in Nürnberg und kenne einige Ärzte „die wissen was sie tun“.

    Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit

    Harald Rupp

    Silvia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und finde die Seiten und Foren sehr interessant und ich bin froh Leute gefunden zu haben die das selbe Problem wie ich haben.
    Ich bin 46 Jahre alt und leide schon seit ich 12 bin an Migräne. Am Montag war ich zum erstenmal in der Kopfwehklinik und endlich habe ich eine Ärtztin gefunden die mir glaubt, dass ich Kopfweh habe. Mein Hausartzt meinte immer das kommt vom zu hohen Blutdruck ich soll mich nicht so anstellen.
    Ich habe Betablocker also Inderal bekommen und habe die Dosis täglich gesteigert jetzt bin ich bei 2x 40 mg. Ich habe auch Zomig und Maxalt bekommen mir wird nur so furchtbar übel von diesen Medikamenten. Muss das so sein? Ich habe jetzt auch viele Untersuchungen vor mir. Auf eine Art bin ich sehr froh, dass endlich etwas unternommen wird es macht mir aber auch etwas Angst. Was wäre wenn sie etwas schlimmes herausfinden?
    Liebe Grüsse Silvia

    Johannes Teitge
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo Silvia,

    mit der Behandlung von Bluthochdruck, hatte ich mit meinen Medikamenten eine positive Erfahrung gemacht.
    siehe: https://headbook.me/groups/vorbeugung-mit-arzneimitteln/forum/topic/vorbeugung-mit-amlodipin/.
    Vielleicht kann Dir Dein Arzt andere Medikamente verschreiben, die in Wechselwikung positiv auf Deine Migränebeschwerden wirken.

    Viele Grüße
    Johannes Teitge

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28445

    Herzlich willkommen, Silvia und Johannes. 🙂

    Silvia, Ausschlussdiagnostik wird mehr oder weniger routinemäßig gemacht, sollte aber auch nicht übertrieben werden. Schil