ein Mal köpfen bitte! (Schmerzverlauf von Charlene)

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  • Charlene
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    Ach und was ich vergessen habe liebe Katrin:
    Nach diesem Putzwahn bin ich zwar tatsächlich körperlich erschöpft sobald ich zur Ruhe komme, aber absolut zufrieden mit mir selbst und dem, was ich geschafft habe.
    🙂

    Die Erschöpfung führe ich dann aber eigentlich auch eher darauf zurück, dass ich dann arbeiten war + mehrere Stunden ohne Pause gewienert habe. Es hat jetzt aber überhaupt nichts von ausgebrannt sein oder so.

    Im Gegenteil , ich hatte mal letztens drei richtig gute, energievolle Tage, da steht als Notiz in meinem migränetagebuch
    „Ich habe Angst vor mir selber und meiner Energie ?

    Aber ja, eine Migräne ist für mich leichter zu „ertragen“ bzw auszuliegen, wenn zumindest das Wichtigste erledigt ist. Deswegen musste ich auch bei der Passage „an wie vielen Tagen im Monat können sie nicht ihrem Haushalt nachgehen“ im Kieler Fragebogen schmunzeln, weil tatsächlich war es schon öfter so, dass, egal wie schlecht es mir ging, zumindest nicht all zu viel rumliegen durfte ? aber dahingehend hat mich mein Freund Gott sei dank schon sehr entschleunigt. Jetzt werde ich quasi dazu „genötigt“ mich öfter mal hinzulegen, mir die Ruhe zu nehmen, die ich brauche und er macht dann halt mal alles, was zu erledigen ist – ein unfassbar schönes Gefühl!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Schön, dann mal direkt weiter so „direkt“ ???

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5603

    Liebe Charlene,

    ich kann jetzt nicht alles durchlesen, was geschrieben wurde, nehme aber wenigstens zu deinem letzten Post Bezug:

    Ich selber bin auch ein äußerst arbeitsfreudiger Mensch, wobei sich meine Aktivitäten, was das Putzen betrifft, in den durchschnittlich notwendigen Grenzen halten ? , doch es betrifft andere Bereiche.

    Viele von uns sind mit ihren hochaktiven Porsche-Gehirnen arbeitsfreudig und fühlen sich extrem belastbar. Unser Körper ist es aber nicht. Auch wenn wir uns nach langen Anstrengungen, ob körperlich oder geistig, wundervoll fühlen, für unseren Körper war es Stress pur. Und selbst das geniale Gefühl, nun alles geschafft zu haben und sich nun absolut tiefenentspannt Ruhe gönnen zu können, wird gegen die abgelaufene Stressphase und ihre Konsequenzen nicht mehr ankommen.

    Es gibt u.a. zwei wichtige Dinge, die ich aus meinem Kieler Aufenthalt mitgenommen habe:

    1. Reize sind Reize. Unser Körper unterscheidet nicht zwischen schönen und stressigen Reizen, wir empfinden bzw. werten diese Reize für uns nur anders. Freude ist etwas Wundervolles, kann aber auch eine Migräneattacke auslösen.

    Weil unser Körper extrem leicht auf Reize reagiert, müssen wir mit entsprechenden Ruhephasen gegensteuern, damit wir zwischendurch mal runterfahren können. Ansonsten befeuern wir unsere Schmerzerkrankung, ohne uns dessen bewusst zu sein.

    2. „Vergessen Sie das Wörtchen ’schnell‘!“ riet mir die Psychologin in Kiel. Ist man so schön im Schwung, macht man „noch schnell“ dies und jenes dazu, und wenn man schon mal dort in der Gegend ist, kann man auch noch „schnell“ dort einen Besuch abstatten oder den Großeinkauf dranhängen, usw.

    So packt man auf die normale Arbeit viele „noch Schnells“ drauf und wir merken gar nicht, wie stark wir uns überbelasten, es wird jedoch trotzdem zu viel, unser Körper merkt das durchaus und unser Kopf reagiert.

    Eine kleine gepresste Blume aus Kiel in meiner Küche erinnert mich täglich daran, dass – in der Gesamtheit gesehen – weniger für meinen Kopf meist mehr ist.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von  heika.
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