Exilfränkin sagt Hallo

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  • Exilfränkin
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    Hallo zusammen!

    Irgendwie überfordert mich alles im Augenblick. Lauter neue Ideen prasseln auf mich ein, der eine sagt Dies, der andere Jenes…

    Ich bin 42 und kommte aus dem Süden – Bayern – und wohne mittlerweile in Südbayern. Beruflich hat es mich aus Franken dahin verschlagen. Ich bin Grundschullehrerin und der Staat eröffnet uns Lehrerin immer mal wieder neue unergründliche Wege. So bin ich nun seit 16 Jahren hier unten – 850 km von Kiel entfernt.

    Meine Kopfschmerzkarriere ist relativ kurz. Eigentlich hatte ich nie richtig schlimme Kopfschmerzen. Letzten Herbst fing es plötzlich an. Wir dachten, dass die Nasennebenhöhlen – wie immer – das verursachen. Aber nix …
    Nach 6 Wochen ging dann nicht mehr viel und ich hatte dann 2 Wochen derartige Kopfschmerzen, dass ich nicht mehr stehen konnte. Über Weihnachten beruhigte es sich, aber seitdem habe ich mind. 2-3 Tage pro Woche Kopfschmerzen, die sich in der Länge immer mehr ausweiteten.
    So dümpelte es so bis Juli herum – mal mehr, mal wengier…. Neurologe ratlos … HNO sagt nix ist da … Stress beruflich reduziert … weiter da …

    Seit Anfang Juli habe ich nun täglich Kopfschmerzen. Meistens beginng es am Morgen und bleibt den ganzen Tag. Die Intensität ist ein mittlerer Schmerz. Dazu kommen immer wieder alle 4-5 Tage richtig starke Kopfschmerzen dazu, so dass gar nichts mehr machbar ist. Zum Glück sind gerade Sommerferien und ich schiebe meine Arbeit so vor mich her und werde sie wohl kurz vor Schulbeginn erledigen. (Hoffentlich!)

    Ich erhoffe mir nun hier ein wenig Input und regen Austausch.

    Herzliche Grüße, EXILFRÄNKIN

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Herzlich willkommen bei headbook liebe Exilfränkin 🙂

    Ich bin auch Fränkin, Oberfränkin um genau zu sein und auch mich hats beruflich in den Süden verschlagen…aber anderes Bundesland und noch südlicher…898km bis Kiel sagt Google.

    Hast du denn eine klare Diagnose?

    Was machst du gegen die Kopfschmerzen?

    Sind es einseitige Schmerzen?

    Gibts Begleiterscheinungen (wie Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen)?

    Wir sind hier keine Ärzte (bis auf den Dr. Göbel….auch a Frange…) – „nur“ ebenfalls Betroffene mit vielen Erfahrungen.

    Für mich sind die Sommerferien eher anstrengend – da sind einfach zu viele Touristen unterwegs ;o) Aber ich bin ja auch keine Lehererin sondern Handwerkerin – die haben keine Ferien, schon gar nicht im Sommer ;o)

    Naja ich wünsche dir auf jeden Fall viele gute Gespräche, einen guten Austausch hier und wünsche dir, dass du weiter kommst, mit deinen Kopfschmerzen.

    Grüßle Daniela

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

    Daniela hat dir schon ganz wichtige Fragen gestellt, damit wir genauer erfahren können, um welche Art Kopfschmerzen es sich handeln könnte. Dass der Neurologe ratlos ist, ist für dich natürlich weniger schön, in welche Richtung hat er sich denn überhaupt geäußert?

    Interessant ist ja, dass du neben dem täglichen Kopfschmerz immer wieder tageweise Verstärkungen hast. Unterscheiden sich diese Ausprägungen denn voneinander? Es gibt nämlich Mischformen z.B. von Spannungskopfschmerzen und Migräne.

    Führst du einen Kopfschmerzkalender? Das wäre auf jeden Fall wichtig, um einen guten Überblick über die Schmerzstärke und Art der Kopfschmerzen zu erhalten. Nicht nur für dich, sondern für die weiteren behandelnden Ärzte.

    Könntest du noch eine Zweitmeinung bei einem anderen Neurologen einholen? Was meint dein Hausarzt zu deiner Situation?

    Viele Fragen, ich weiß, aber je mehr wissen, desto eher können wir dir helfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 12 Monate von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Willkommen bei uns, liebe Exilfränkin. 🙂

    Ich häng mich mal hier an und warte, bis Du auf die Fragen eingegangen bist.

    Bis dann und liebe Grüße
    Bettina

    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Daniela, liebe Heika, liebe Bettina,..
    zuletzt notierte mein Neuologe persis. li. frontale Cphalgien DD Migränekopfschmerz. Wobei das Links sich nun je länger, die Kopfschmerzen vorhanden sind, sich auch nun über die gesamte Stirn zieht mit links Schwerpunkt und auch mal in den Hinterkopf.

    Ich habe jetzt awengala was durchprobiert. Angefangen mit Ibu, dann Novalgin, Indometacin – das hilft recht ordentlich, aber geht nicht weg damit. Dann mit Amitriptylin weiter, was mich nur schrecklichst müde gemacht hat. Das ging gar nicht. Und nun Rizatriptan. Nachdem ich noch nie gerne Medikamente genommen habe und auch früher schon immer auf Schmerzmittel verzichtet habe (Sogar ohne Schmerzmittel entbunden.), nehme ich nur das Nötigste. Aber so 12 Indometacin hätte pro Monat locker in 15 Tagen nehmen können. Hebe es hat immer auf, damit ich es bei den ganz starken Attacken nehmen kann. Oft stellt sich auch Übelkeit ein, Licht- und Lärmempfindlichkeit unterschiedlichen Grades.
    Ein eindeutiges Muster ist nicht erkennbar.

    Kopfschmerz-App führe ich brav. Die sieht gruselig aus.

    Zum Glück habe ich einen tollen Hausarzt, der sehr sorgfältig guckt. Haben somit auch schon alles andere abgecheckt:
    Zähne – nix
    Augen – nix
    Physio – fast wöchentlich
    Osteopath – alle 8 Wochen spätestens
    HNO – beschwerdefrei
    Beruf – Stress reduziert und Arbeitszeitsmaximum eingeführt
    Nun sagt Neurologe „Schmerzklinik“ und Hausarzt: Hab ich Ihnen ja schon länger gesagt und Sie sollten unbedingt gehorchen. 😉

    Nun sind die Sommerferien und nix ist bisher gemacht. Nicht mal die Sachen vom letzten Jahr weggeräumt. Aber es geht halt nicht. Aber leider leiden gerade die Kinder unter den wenig aktiven Sommerferien.

    Aber wenn ich mich hier im Forum so herumlese, dann denke ich immer … so schlecht geht es mir ja gar nicht. Das muss doch irgendwie gehen.

    Nun geht es aber ins Bett ….

    Viele Grüße, Exilfränkin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    nun, mit dieser Diagnose kannst du nicht viel anfangen, denn auf deutsch heißt das nichts anderes, als dass du auf der linken Seite vorne einen dauerhaft bestehenden Kopfschmerz hast. Und das hast du ja wirklich bereits selber gewusst. ?
    Hast du denn noch schmerzfreie Stunden? Weiter oben schreibst du, dass die Schmerzen morgens beginnen. Heißt dass, dass du nachts ohne Schmerzen bist oder dass sie abends auch schon besser werden, nachdem sie den Tag über geblieben sind?

    Hilft dir denn das Rizatriptan? Ibuprofen, Novalgin und Indometacin helfen dir bereits, wenn auch nicht vollständig, doch wenn Triptane wirken, ist die Migränediagnose eigentlich sicher. Auch die Licht-und Lärmempfindlichkeit und die Übelkeit sprechen für Migräne.

    Sind deine Schmerzen eigentlich immer nur auf einer Seite und immer nur links oder auch mal beidseits oder rechts?

    Und zu folgendem Satz

    Aber wenn ich mich hier im Forum so herumlese, dann denke ich immer … so schlecht geht es mir ja gar nicht. Das muss doch irgendwie gehen.

    möchte ich jetzt ganz mahnend den Zeigefinger erheben ? und dir eindrücklich ins Gewissen reden: Wenn Neurologe und Hausarzt dich in die Schmerzklinik Kiel schicken möchten, dann tu es! Sofort! Kiel hat lange Wartezeiten und Schmerzen erschöpfen viel stärker als man am Anfang noch denkt.

    Genau diese Worte hätten nämlich auch von mir stammen können, viel zu lange habe ich sie für mich selber gebraucht. Zu meiner Migräneerkrankung hinzu habe ich seit Januar einen Dauerkopfschmerz. Habe ich das am Anfang noch ganz gut gepackt, natürlich auch gehofft, dass die eines Tages von alleine wieder verschwinden (sind ja schließlich auch alleine gekommen ? ), geht es mir inzwischen ordentlich an die Substanz, physisch und psychisch. Ich habe das eindeutig unterschätzt, kann man vorher aber auch nicht wissen, wie sich das entwickeln wird. Und meine Kräfte habe ich eindeutig überschätzt. Denn meine Migräneerkrankung dauert schon über 20 Jahre, Tendenz in den letzten Jahren stärker werdend, das hat auch schon seine Spuren hinterlassen.

    Ich befinde mich übrigens in der Warteschleife für Kiel, mir braucht man also nicht mehr zureden (ich sehe gerade ein paar mir bekannte Headbook-Mitglieder breit vor sich hin grinsen ? ? )

    Besorge dir doch auch mal das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“. Es enthält einen umfassenden Wissensschatz zum Thema Kopfschmerzen und Migräne, man kann noch so viel dazulernen.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 12 Monate von  heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Irgendwie überfordert mich alles im Augenblick. Lauter neue Ideen prasseln auf mich ein, der eine sagt Dies, der andere Jenes…

    Sind das kompetente Leute, die auf dich einreden? Dann hinhören und schauen, was für dich passen könnte. Oder vielleicht nur gut meinende Verwandte und Bekannte, die dir gerne helfen wollen, aber von nix eine Ahnung haben?

    Erst in dieser Woche bekam ich wegen meiner komplizierten Kopfschmerzproblematik von einer netten, aber völlig ahnungslosen Frau den Tipp, ob ich denn schon an meine Amalgamfüllungen gedacht hätte… (das mit dem Amalgam ist auch beliebig austauschbar gegen Borreliose, Darmsanierung, Säure-Basen-Gleichgewicht, Histamin, Lebensmittelallergien und-was-sonst-noch-alles).

    • Diese Antwort wurde geändert vor 12 Monate von  heika.
    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Liebe Exilfränkin,

    du hast die ganzen Medikamente in einer Reihe aufgezählt – es sind aber nicht alles Akutmedikamente… Hast du das Amitriptylin als Vorbeugung genommen oder im Akutfall? Wenn vorbeugend, wie lange?

    Nebenwirkungen wie starke Müdigkeit sind am Anfang normal, bilden sich aber mit der Zeit oft zurück. D.h. manchmal lohnt es sich, eine Zeit lang mit den Nebenwirkungen zu leben. Bei einer neuen Prophylaxe sollte man mindestens 3 Monate durchhalten um einen positiven Effekt zu bekommen. Außerdem kann man da viel mit der Dosis spielen – man fängt ganz niedrig dosiert an und pendelt sich irgendwann ein.

    Wenn deine Ärzte dich nach Kiel schicken wollen, dann geh nach Kiel :o) wir sind hier voll der Kiel-Fanclub. Ich persönlich war noch nie da, aber hab es mir schon oft gewünscht. Momentan gehts mir aber zu gut dafür ;o)

    In Kiel ist die geballte Kompetenz an Kopfschmerzspezialisten – da bekommst du eine gute Diagnose und viele gute Ansätze, wie du mit deinem Schmerz besser umgehen kannst.

    Ich wünsche mir oft einen Arzt, der mich ernst nimmt, der nicht sauer ist, wenn ich als Patient viel, teilweise mehr weiß als der Arzt. Einfach mal einen Arzt, der mehr über Migräne weiß als ich 😉 das ist leider nicht einfach zu finden…zumindest hier 😉
    Also wenn du die Chance hast nach Kiel zu gehen, dann mach das auf jeden Fall! Du hast nichts zu verlieren – du kannst nur Lebenqualität gewinnen.

    Grüßle Daniela

    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Daniela, Heika …

    Ibu und Novalgin halfen nicht. Nur Indometacin und jetzt das Rizatriptan. Die bekommen die Kopfschmerzen zwar nicht ganz weg, aber es ist erträglich.
    Amitriptylin haben wir schleichend erhöht und Gabe war über 5 Wochen. Aber es war eine derartige Müdigkeit, dass gar nicht mehr ging. Selbst eine Verringerung der Dosis – niedriger hätten wir nicht gehen können – ging dann nicht. Habe es dann nach einer weiteren Woche dann abgesetzt. Ich war ab 14 Uhr so müde, dass ich mindestens 3 Stunden Mittagsschlaf gebraucht hätte und danach war ich immer noch müde und völlig gerädert. Hatte was von Schwangerschaftsmüdigkeit. Da war keine weitere Woche mehr drinnen, denn das kann ich mit Kindern nicht machen. Eine dauernd auf dem Sofa liegende Mama … das funktioniert nicht.

    Kopfschmerzen beginnen meistens innerhalb der ersten zwei Stunden des Tages und ich schlafe mit ihnen dann mühsam ein. Wenn ich aufwache, sind sie mal da oder kommen dann wieder. Fangen meistens links an und mittlerweile ziehen sie sich dann über die ganze Stirn mit Schwerpunkt links. Schmerzfreie Stunden habe ich, wenn ich schlafe, also nix merke. Schmerzstärke variiert von 3 an sehr guten Tagen bis 6. Und dann immer mal wieder 2 Tage in der Woche mit 8-9.

    Besorge dir doch auch mal das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“.
    Ja, ist besorgt, aber lesen geht gerade nur nicht. …. Wartet nun auf dem Nachttisch.

    Kiel:
    Der Hausarzt sagt Kiel, der Neurologe sagt Tutzing oder Chiemsee… Tutzing hätte den Vorteil, dass ich in 6 Wochen dort wäre. Kiel … anscheinend dauert das auch mal 8 Monate. Ob ich das aushalte?
    Hab das Gefühl, dass der Neurologe nun auch nicht mehr unbedingt weiter weiß, außer neue Medikamente zu probieren. Nächster Termin ist aber in erreichbarer Nähe.

    Sodala …
    Viele Grüße, Exilfränkin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    bei mir ist das auch mit der sich ändernden Schmerzstärke so, es kann von Tag zu Tag variieren, aber auch innerhalb eines Tages. Auch die 2 Tagen mit einer sehr hohen Schmerzstärke erlebe ich, wobei sich meiner Meinung nach dann eine rechtsseitige Migräneattacke draufgesetzt hat, denn der sonst eher ziehende Schmerz wird dann auch stark pulsierend, bei kleinster Bewegung verstärkend.
    Doch kein Medi hilft, dieser doppelte „Kopf-Genuss“ 🙁 scheint resistent dagegen.

    Schlafen geht bei mir auch zum Glück, zumindest bis zu einer gewissen Schmerzintensität.

    Mit den Kliniken kenne ich mich überhaupt nicht aus. Doch es ist extrem wichtig, in gute ärztliche Hände zu kommen. Wir hatten hier schon viele Mitglieder, die das in nicht spezialisierten Kliniken nicht waren, und hinterher erzählten, dass es ihnen überhaupt nichts gebracht hätte und es schade ums Geld (der KK) gewesen sei.

    Wenn dir Indometacin hilft, könnten deine Beschwerden Richtung Hemicrania continua gehen, denn die Schmerzen bei diesem Krankheitsbild sprechen wohl außerordentlich gut auf Indometacin an. Dass das Rizatriptan hilft, spricht für Migräne, doch wahrscheinlich setzt du das auch erst bei den hohen Schmerzstärken ein, und dann könnte es bei dir doch genauso sein wie bei mir, dass sich zu dem Dauerkopfschmerz eine Migräneattacke noch zusätzlich draufsetzt. Nur mal so angedacht…
    Dieser ganze Bereich der atypischen Kopfschmerzen ist äußerst schwierig, sogar für die Fachleute! 😉

    Und noch mal meine Frage, weil sie unbeantwortet geblieben ist: Rechts hast du gar nie Schmerzen, immer nur links?

    Lieber Gruß
    Heika

    Daniela
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    Hi Exilfränkin,

    du schreibst dein Neurologe weiß nicht weiter, außer neue/andere Medikamente auszuprobieren… So blöd wie das jetzt klingt, aber im Prinzip ist das halt so; man braucht eine Diagnose – und oft passiert die auch indem man ausprobiert, mit welchen Mitteln die Schmerzen besser werden.

    Leider gibts in diesem Bereich keinen Schnelltest. Es ist mühsam und dauert meist lange – man muss im Prinzip die richtigen Medikamente in der richtigen Dosis für sich finden.

    Was die Triptane angeht: da gibt es auch verschiedene; 7 oder 8 glaube ich. Die unterscheiden sich in der Schnelligkeit des Wirkeintritts und in der Wirkdauer. Auch da könnte es sich lohnen auch mal andere zu probieren. Außerdem gibt es verschiedene Triptane auch nicht nur als Tabletten, sondern auch als Nasenspray oder Pen. Vielleicht schaffst du es mal ein bisschen im Buch zu stöbern; du musst es ja nicht sofort ganz durchlesen; aber einfach mal in den Bereichen stöbern, die dir jetzt schnell helfen könnten.

    Ich nehme beispielsweise ein recht schwaches Triptan, das eigentlich eher langsam, dafür langanhaltend wirkt (Naratriptan). Aber mit Naproxen als Wirkbeschleuniger tritt die Wirkung deutlich schneller ein. Damit komme ich momentan gut klar.

    Viele hier kennen deine Situation – die Hilflosigkeit, mit der man am Anfang seinen Schmerzen gegenüber steht – aber ich möchte dir Mut machen, dich auf die Medikamente einzulassen. Auch wenn es mal schief geht – es gibt ziemlich viele gut wirkende Medikamente – du musst halt nur dein Optimum finden.

    Grüßle Daniela

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Ich musste ein bisschen suchen, habs aber doch gefunden: hier hat Bettina mal die Triptane vorgestellt:

    https://headbook.me/groups/notfallplan/forum/topic/uebersicht-ueber-die-7-triptane/

    Grüßle Daniela

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Unter diesem Punkt kann man auch noch sehr ausführliche Informationen zu jedem einzelnen Triptan finden. Für die, die es gerne noch genauer hätten. 😉

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Also, auf der linken Seite stehen dann die einzelnen Triptane.

    Exilfränkin
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    Beitragsanzahl: 12

    Sodala, war nun eine Woche im Urlaub in der Hoffnung, dass die KOpfschmerzen dann besser werden. Sie wurden zwar weniger, aber gingen nicht weg. Kein Tag war schmerzfrei. Aber an zwei Tagen waren es nur 3 Stunden – also endlich schmerzfreie Stunden. Aber seit Donnerstag wieder zum Teil deutliche Kopfschmerzphasen und dauernde leichte Kopfschmerzen.

    Heute war ich wieder arbeiten – nach 3 Wochen. Zwar nur Verwaltung, aber trotzdem hatte ich den ganzen Tag Kopfschmerzen. Und zwar nicht leichte. 🙁 Da ich schon am Maximum der 30-Tagesdosis bin, verzichte ich dann aufs Schmerzmittel.

    Donnerstag geht es nun zum Neurologen mit Schmerzkalender. Antrag auf Kiel ist weggeschickt, aber KK macht wieder alles umständlich. Keine Ahnung, wie lange es dauert, bis da alles in trockenen Tüchern ist. Befürchte, dass ich bis Fasching locker noch warten muss. Beruflich kann ich definitiv nicht im Februar gehen.

    Abwarten und Tee trinken.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Auf derartige unangenehme Mitreisende wie Kopfschmerzen könnten wir wahrlich verzichten! Und irgendwie lassen die sich so gar nicht abschütteln, man kann die nicht einmal bei der Abreise am Urlaubsort „zufällig vergessen“. ? Wenigstens war es besser im Urlaub, das freut mich für dich, liebe Exilfränkin.

    Dein Termin in Kiel kann terminlich sicherlich an deine berufliche Situation angepasst werden.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate, 2 Wochen von  heika.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Liebe Exilfränkin,

    der Urlaub hat Dir offensichtlich gut getan. Schade, dass Du jetzt wieder im selben Fahrwasser bist.

    Mit der Kasse ist das manchmal mühsam, das stimmt. Termine in der Klinik können durchaus besprochen und so angepasst werden, dass es für alle passt. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Bettina, liebe Heika,
    vielleicht sollte es nicht passend gemacht werden. Sondern einfach raus aus der Arbeit, weil es sein muss und nötig ist. Man muss doch ersetzbar sein. Und wenn nicht, dann müssen die Anderen damit leben. Ich warte nun erst einmal auf einen Kostenvoranschlag von Kiel.

    Leider ist die Urlaubserholung nach 2 Tagen Verwaltung wieder dahin. Die „Zusammenarbeit“ mit dem Chef ist einfach kaum zu ertragen. Aber so einfach lässt sich diese Situation nicht ändern. Hoffentlich geht es zum Ende des nächsten Jahres. Der Staat ist mit Versetzung sehr langsam.

    Liebe Grüße

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    nach zwei Tagen ist es bei uns auch immer so, als seien wir nie im Urlaub gewesen, trotz nettem Chef und gutem Arbeitsklima. Vor dem Urlaub schaufelt man sich diese Zeit mühsam frei, danach arbeitet man auf, was liegengeblieben ist. Ist bei uns nicht zu ändern.

    Nun, das ist ja ein flotter Gesinnungswechsel ? zwischen

    Beruflich kann ich definitiv nicht im Februar gehen.

    und

    vielleicht sollte es nicht passend gemacht werden. Sondern einfach raus aus der Arbeit, weil es sein muss und nötig ist. Man muss doch ersetzbar sein. Und wenn nicht, dann müssen die Anderen damit leben.

    Es könnte sein, dass der Mittelweg langfristig für alle Beteiligten von Vorteil ist ? . In vorhersehbaren Belastungszeiten wird es deinen „Mitstreitern“ schwerer fallen, deine Arbeit auch noch mitzumachen. Warte am besten ab, wann dir ein Termin zugeteilt wird, vielleicht haben sich alle Gedanken darüber dann eh von alleine erledigt.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate, 2 Wochen von  heika.
    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Heika,
    vielleicht ist der Gesinnungswechsel doch das Einzige, was hilft. Ich habe blöderweise sehr lange Raubbau an mir betrieben.
    Die Kinder werden schon nicht ohne Lehrerin da stehen. Vielleicht gibt es keine Mobile Reserve wegen Lehrermangel, dann müssen die kleinen im schlimmsten Fall drei Wochen auf unterschiedliche Klassen aufgeteilt werden. Dann ist das so. Unterrichtsvorbereitung muss ich sowieso vorher erledigen. Da müssen wohl alle durch. Und wenn da Zeugnisgespräche sind, dann müssen die halt früher oder später stattfinden.

    Es fällt mir immer schwer, mich krank zu melden und schleppe mich lieber rein, weil es immer auf dem Rücken der Kollegen und Kinder ausgetragen wird, wenn die Lehrkraft fehlt. Ich bleibe nur daheim, wenn mich mein Arzt anbettelt, ich soll doch bitte auf ihn hören, weil er den Zustand nicht verantworten kann. Und oft bin ich dann trotzdem gegangen und hab mich bis zum nächsten Wochenenede geschleppt. Wegen der Verantwortung der Schüler/Eltern/Kollegen gegenüber.

    Ich habe mich Jahre gegen eine Kur (Nasennebenhöhle) gewehrt, weil es nicht ging – wegen den eigenen Kindern und den Kindern in der Schule. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo die Kinder (egal ob Eigenen oder die Geliehenen) auf mich Rücksicht nehmen müssen.

    Also abwarten … und auf zügigen Termin hoffen. Vielleicht kann ich ja über Weihnachten nach Kiel fahren. 😉 Blöderweise liegt dann da kein Schnee. Ich liebe weiße Weihnachten!

    Grüße, Exilfränkin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    viele Kopfschmerzgeplagte sind sehr verantwortungsbewusste und fleißige Menschen und arbeiten trotz zunehmender Beschwerden unbeirrt weiter. Herzlich willkommen im Club! ?

    Ja, es sollte der Punkt kommen, wo wir uns gegenüber genauso verantwortungsbewusst handeln, wie wir es die ganze Zeit anderen Menschen gegenüber tun. Und dazu scheint es bei uns leider oft erst einen starken Leidensdruck zu benötigen, bis wir dazu fähig sind. Doch Hauptsache, es kommt überhaupt!

    Ich bin ja schon lange dafür, dass die Schmerzklinik Kiel einen Ableger in Süddeutschland gründet ? . Würde man Bayern wählen, stünden die Chancen für deinen Wunsch nach weißen Weihnachten eindeutig besser ? .
    Wobei die Wartezeiten für einen Klinikaufenthalt lang sind und wir jetzt schon September haben.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate, 2 Wochen von  heika.
    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Update:
    Es dauert, es dauert. Unglaublich, wie lange KK brauchen für eine Kostenzusage. Beihilfe ging ganz schnell. KK lässt sich aber nicht auf einen Betrag ein. „Nach Prüfung der Rechnung“ heißt es. Also muss ich nun haften.

    Nun liegt alles in Kiel. 7 Monate dauert es auf jeden Fall. Und wenn ich einen Termin bekomme, dann wird er mir 3 Wochen vorher mitgeteilt. Das kann ich aber leider nicht managen. Ich brauche länger, um meine Horde Kinder unterzubekommen. Mein Mann kann sich nicht so spontan Urlaub nehmen, eine Familienhelferin bekomme ich nicht von der KK, Eltern hab ich nicht, die einspringen können.
    Arbeit: Eine Mobile Reserve für 3 Wochen muss ich früher als 3 Woichen anmelden – wenn es da dann überhaupt noch eine gibt. Könnte ich jetzt den Termin nennen, könnte man sie einplanen. Aber nicht 3 Wochen vor Kiel-Aufenthalt.
    Somit gibt es weder eine familiäre Lösung für mich – noch eine berufliche, die für mein Seelenheil sehr wichtig gewesen wäre, aber die Schüler würden es überleben im GEgensatz zur Familie. Das wäre der Supergau, wenn die Kinder bis in den Abend alleine wären.

    Der jetzige Zustand mit KEINEM Tag kopfschmerzfrei seit dem 4.7. lässt eigentlich kein so langes Warten zu. Jeder Monat wird „roter“ in der App. Es war mal eine Woche etwas besser mit nur 6 Kopfschmerzstunden am Tag für ca. 5 Tage. Nun sind wir bei kontinuierlich starken Kopfschmerzen angelangt vom Aufstehen bis zum Einschlafen.
    Ich werde nun zurückziehen und ne schnellere Alternative suchen müssen. Zwei Klinkaufenthalte werden mir innerhalb von 8 Monaten nicht erstattet. Also verabschiede ich mich von KIEL, obwohl ich mir davon wahnsinnig viel versprochen hatte. Bis April kann ich nicht warten.

    LG Exilfränkin

    Flummi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 200

    Liebe Exilfränkin

    Hab bitte etwas Geduld. Ich werde ab dem 11. Oktober in Kiel sein und hatte mich Anfang Mai dort angemeldet. Den Aufnahmetermin habe ich 6 Wochen vorher bekommen.

    Ich war Anfangs auch ungeduldig, da ich auf Grund meiner Dauerkopfschmerzen seit Januar nicht nur Krank geschrieben, sondern auch im privatem Leben deutlich eingeschränkt bin.

    Man wollte mich auch in einer Klinik hier vor Ort aufnehmen, aber ich habe das nicht zugelassen, weil ich sicher bin das eine spezialisierte Klinik wie in Kiel, für mich absolut geeigneter ist. Ich verspreche mir dort eine gesicherte Diagnose. Welche als Grundlage zu allem was noch kommt wichtig ist. Diese Vorraussetzungen sah ich hier in der Klinik nicht, obwohl sie auch über ein multimodales Programm in der Schmerzbehandlung verfügen.

    Des weiteren möchte ich dir sagen, das ich nunmehr 24 Jahre Dauerkopfschmerzen ohne eine schmerzfreie Sekunde hinter mir habe und seit Januar auch in allen Bereichen eingeschränkt bin. Ich habe hier für die Zeit bis zur Klinik eine Schmerztherapeutin gefunden die auch mit der Klinik in Kiel kooperiert.

    Ich weiß jetzt nicht welche medizinische Betreuung du hast, aber es ist wichtig sowohl vor als auch nach der Klinik jemanden zu haben der einen betreut. Vielleicht wirst du ja auf der Klinikseite fündig.

    Ich hoffe ich konnte dich ein wenig entlasten beziehungsweise dir Mut zusprechen. Und 6 Wochen zur Planung könnten ja vielleicht für dich reichen.

    Gruß Flummi

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Exilfränkin,

    könnte dein Mann die Problematik nicht mal offen in seinem Unternehmen schildern, so dass für ihn ein dreiwöchiger Urlaub doch binnen weniger Wochen möglich ist? Oder hat er das schon gemacht?

    Und kann man den Kiel-Termin notfalls bei Eintreffen der Zusage nicht allenfalls ein wenig nach hinten verschieben?

    Lieben Gruß
    die Regenbogen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Liebe Exilfränkin,

    Du solltest bitte auch bedenken, dass die Wartezeiten so lange sind in „guten Kliniken“, weil es einem Großteil der Patienten exakt so geht wie Dir. Sicher gibt es auch in der Klinik leichtere Verläufe, wenn Patienten schon rechtzeitig gegensteuern, aber die meisten warten mit dem Antrag, bis nichts mehr geht. So ging es übrigens mir auch vor ca. 15 Jahren. Ich war sowas von am Ende, mag gar nicht mehr daran denken. Erst dann kam die Überlegung auf, ob ich vielleicht doch mal in eine Klinik sollte …

    Eventuell könntest Du zur Überbrückung von Deinem Arzt vor Ort ein Antidepressivum verschreiben lassen, das Du bis zum Klinikaufenthalt einsetzt. Mit etwas Glück taugt es sogar als Prophylaxe, die den Dauerschmerz eindämmt.

    Ich kann Dir nur versichern, dass sich das Warten trotzdem lohnt. Du hast nichts gewonnen, in eine Klinik zu gehen, in der Migräne nur nebenbei halt auch mitläuft. Aber entscheiden musst natürlich Du.

    Alles Gute,
    Bettina

    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Austherapiert! Ein wahres Zauberwort! Ein schönes Wort für einen Arzt, damit er nicht zugeben muss, er weiß nicht mehr weiter. Er ist am Ende seines Lateins angelangt, hat keine Ideen mehr, jegliche Kreativität ist ihm zu mühsam und evtl. auch zu arbeitsintensiv.
    Hiermit hat mir mein Neurologe letzte Woche erklärt, dass er nicht mehr weiter kommt. Er hat alle Schmerzmittel (5 Arten waren es) ausprobiert. Ich soll doch nun doch wenigstens ambulant mich in der empfohlenen Schmerzklinik anmelden. Er kann mir nicht mehr helfen.
    Halt Austherapiert!

    Diese Woche ist es wieder ganz schlimm. Im Prinzip Dauermigräne seit Montag. Es wäre wieder Zeit, nicht arbeiten zu gehen, aber das kann ich meinen Mäusen nicht zumuten. Die Arbeit meiner Mobilen Reserve war …. Letztendlich habe ich alle Lerninhalte (hatte meiner Vertretung alles vorbereitet und Verlaufspläne, etc. geschrieben) nun in der letzten Woche nochmals eingeführt. Jetzt sitzt der Stoff, aber im Prinzip eine Woche verloren. Dafür wieder die Erkenntnis, dass sie mich sehr vermisst haben, meine Kinder, und froh sind, dass gerade alles in geregelten Bahnen läuft. Außerdem lenkt mich die Schule ab. Daheim denke ich nur über Kopfschmerzen nach.

    Einen letzten Medi-Versuch hat nun mein Neurologe noch gestartet: AscoTop. Hat heute Morgen ganz gut gewirkt: Es bescherte mir das Gefühl einer feuchtfröhlichen Nacht. Voll berauscht mit schwachen Kopfschmerzen, aber der Kater kam dann zügig. Aber die Linderung war wenigstens mehr als 3 Stunden, wie beim Rizatriptan. Nach 6 Stunden waren die Kopfschmerzen aber wie in den letzten Tagen. 15 Euro kostet da ein Hub. Da bekommt ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn man das Zeug sich hineinbläst. Ein Zweites wollte ich dann doch nicht nehmen. Habe ja nur noch 5 und bin in den letzten 30 Tagen bei 10 Tagen mit Medis.

    Montag geht es nun zur Akupunktur (Empfehlung nicht vom Neurologen, sondern von meiner Physio.). Einmal war ich schon. Besser wurde noch nichts, aber nach einer Sitzung hab ich auch keine Erwartung daran. Es wird sich zeigen, ob das hilft. Im Augenblick ist das mein letzter Strohhalm.
    Kiel bleibt. Ich werde warten, auch wenn es Frühsommer wird. (DANKE für Euren Zuspruch!)

    So hangle ich mich von Tag zu Tag. Vielleicht wird es morgen besser. Nun genug UPDATE!

    Grüße, Exilfränkin

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Liebe Exilfränkin,

    wenn ein Arzt zugibt, dass er nicht mehr weiter weiß, spricht das mehr für einen Arzt als dagegen. Jeder Arzt hat sein persönliches Spektrum an Wissen und Erfahrung und manchmal ist das eben ausgeschöpft. Unlust oder mangelnde Einsatzbereitschaft würde ich keinem Arzt unterstellen.
    Ich selber habe mehr Mühe mit Ärzten, die nicht weiter wissen, aber immer noch so tun als ob und einem dann teure Therapien aufschwatzen wollen, die man selber zahlen muss. So ging es mir mehrfach.

    Als mein Schmerztherapeut mir sagte, dass er bei mir nicht mehr weiterkommen würde und mich gerne an eine Uni-Ambulanz weiterleiten möchte, konnte ich das gut annehmen.

    Das Wort „austherapiert“ klingt durchaus hoffnungslos, ohne Perspektive. Bei diesem Arzt geht es nicht mehr weiter, doch es gibt noch andere. Und Kiel. Gemeint ist eben, dass man ambulant erst alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, bevor man in die Klinik geht. Denn für viele Schmerzpatienten lassen sich evtl. nach einem Arztwechsel vor Ort doch noch neue Perspektiven und Behandlungsansätze finden.

    Ich wünsche dir so sehr, dass bald wieder mehr Ruhe in deinen Kopf kommt.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von  heika.
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    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Da hast du vollkommen Recht, Heika. Das Wort „austherapiert“ sollte eigentlich nie benutzt werden, schon gar nicht für Kopfschmerzerkrankungen, bei denen noch so viel an Forschung und weiter zunehmender Erfahrung möglich ist. Es ist für mich das medizinische Unwort der letzten Zeit, denn selbst in der Palliativmedizin, aus der es wohl ursprünglich kommt, kann man bis zum letzten Tag ja zumindest lindernd noch helfen.
    Würde mir das ein Arzt so wörtlich in Bezug auf meine Migräne sagen, gäbe es eine Diskussion, die ihn in Erklärungsnot bringen würde! ?
    Natürlich finde ich es absolut gut und richtig, wenn mir ein Arzt sagt, dass sein Wissensrepertoire erschöpft ist. Das ehrt ihn in meinen Augen sogar, aber bitte nicht mit dem Wort austherapiert. Das kann eventuell mal für andere Erkrankungen nötig sein. Für Migräne aber sicher nicht.

    Euch allen einen schönen Tag ?
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Liebe Exilfränkin,

    zu „austherapiert“, Unwort des Jahres, habe ich die selbe Meinung wie meine Vorschreiberinnen. Geht nicht, gibts nicht – zumindest ist das das Motto in Kiel. 😉

    Montag geht es nun zur Akupunktur (Empfehlung nicht vom Neurologen, sondern von meiner Physio.). Einmal war ich schon. Besser wurde noch nichts, aber nach einer Sitzung hab ich auch keine Erwartung daran. Es wird sich zeigen, ob das hilft. Im Augenblick ist das mein letzter Strohhalm.

    Diesen Strohhalm ergreifen viele, aber Akupunktur wirkt leider nicht. Wenn überhaupt ein Effekt zu verzeichnen ist, dann über die Entspannung und die positive Erwartungshaltung. Ist ja besser als nix, aber dauert halt nicht lange an – sofern Du überhaupt auf dieses Placebo reagierst. Ich sage das jetzt mal so platt, da es Dir zu schlecht geht für unwirksame Versuche. Da wäre es glatt besser, Du machst zu Hause PMR, Yoga oder was auch immer Dich sonst noch entspannt. Dann entfallen An- und Abfahrten und die schmerzhaften Stiche. Nur so als Tipp von mir so nebenbei und überhaupt. 😉

    Kiel bleibt. Ich werde warten, auch wenn es Frühsommer wird. (DANKE für Euren Zuspruch!)

    Ja, das finde ich sehr gut!

    Halte durch, nach den schlechten Zeiten kommen auch wieder die guten. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Exilfränkin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Ihr,
    in 3 Stunden geht mein Zug – nach KIEL!!!! Ich hab sowas von Angst und Bammel … es fällt mir voll schwer, meine Kinder und meinen Mann hier zu lassen.

    Es wird Zeit. Die Prophylaxe vertrage ich GAR NICHT. Bin sowas von müde und erschöpft. Ich bin gespannt, aber freuen kann ich mich noch nicht. Es hat was von einer Reise ins Ungewisse mit unbekanntem Ausgang. Nicht mal das Wetter meint es gnädig mit mir.
    Also nun noch das Strickzeug in die Handtasche …. KIEL ich komme.

    Nun wird noch gemeinsam gegessen und dann geht es mit dem Nachtzug nach Hamburg.

    LG Exilfränkin

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