Fragen rund um den Aufenthalt und den Weg bis zum Aufenthalt (Janine)

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  • Janine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Community,

    endlich habe ich es (annähernd) hinbekommen, in diesem Forum zu Wort zu kommen. Wahrscheinlich habe ich mich nur ganz schön blöd angestellt. Daher verzeiht mir bitte, wenn dies nicht der geeignete Ort für meinen Redebedarf darstellt. Für diesen Fall wäre ich euch sehr dankbar für einen entsprechenden Hinweis und Tipp, an wen oder welche Gruppe ich mich besser wenden soll.

    Seit nunmehr mehr als einem Jahr leide ich unter einer chronisch diagnostizierten Migräne. Ich bin seither in intensiver Behandlung bei meiner Neurologin. Migräneprophylaxe, Entspannungstechniken, Physiotherapie und Botoxbehandlung etc. zeigen bislang keine nachhaltige Wirkung. Deshalb möchte ich den Schritt in die Klinik gehen – auf Anraten meiner Ärztin, die mir sagt, ich würde die „Kriterien“ hierfür mehr als erfüllen.

    Ich habe bislang mit Hilfe eines Schreibens meiner Ärztin eine Zusage auf Kostenübernahme meiner Versicherung erhalten. In dem Schreiben ist aufgeführt, was mein privater Versicherungsschutz bei der DBV im Rahmen eines Klinikaufenthaltes beinhaltet. Wie gesagt, die Zusage der Kostenübernahme liegt mir schriftlich vor.

    Ich habe mich auf der Klinik-Homepage eingelesen und bin nun stark verunsichert, was den korrekten und vorgesehenen Ablauf angeht. Daher wäre ich euchsehr sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet.

    – Ist der erste Schritt für einen Klinikaufenthalt, dass meine behandelnde Ärztin eine Verordnung zur Krankenhausbehandlung ausstellt? Diese Verordnung sowie die Aufnahmecheckliste sende ich dann gemeinsam mit den übrigen Unterlagen (Vorbefunde, Schmerztagebuch, Schmerzfragebogen) per Post an die Klinik? Oder lässt meine Ärztin die o.g. Unterlagen der Klinik gesondert zukommen?
    – Ich führe bereits seit über einem Jahr ein lückenloses Kopfschmerztagebuch mit Hilfe einer Vorlage meiner Ärztin. Ist es in Ordnung, wenn ich von nun an das Format der Klinik übernehme oder kann ich auch mit dem mir vertrauten Bogen weiterarbeiten?
    – Könnt ihr einschätzen, wann ich nach Einreichen der Unterlagen eine Rückmeldung erhalten werde, ob ich stationär in der Klinik behandelt werden kann? In dem Headbook wurde von einer langen Wartezeit (ca. 6 Monate) gesprochen. Daher zielt meine nächste Frage darauf ab, ob diese Wartezeit realistisch ist oder ob die Wartezeit voraussichtlich davon abweicht (und wovon diese abhängig ist).
    – (Inwiefern) kann man Einfluss auf den Aufenthaltszeitraum nehmen? Bestünde z.B. die Möglichkeit auf Berücksichtigung meiner Schulferien?
    – In welchem Abstand folgen Vorstellungstermin und Klinikaufenthalt aufeinander?

    Ich hoffe, dass jemand die Zeit findet, mir mit meinen Fragen zu helfen.

    Der Klinikaufenthalt ist momentan der einzige Strohhalm, der mich hoffen lässt, dass ich irgendwann mal wieder aus der Schmerzschlaufe rauskomme.

    Ich bedanke mich recht herzlich!

    Janine

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 years, 11 months von Janine.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28653

    Herzlich willkommen bei uns, liebe Janine. 🙂

    Ich habe mal Deinen Nachnamen rausgenommen, sicher ist sicher. Manche wollen erst mit vollem Namen teilnehmen, später entscheiden sie sich dagegen. Daher passe ich hier immer ein bisschen mit auf. Solltest Du doch mit realem Namen teilnehmen wollen, ergänze ich natürlich wieder.

    Bist Du Lehrerin oder Schülerin?

    Eigentlich wird auf der Website sehr genau erklärt, wie man sich anmeldet. Einige Bögen sind für Deine Ärztin, die anderen für Dich. Alles ausfüllen und zusammen mit der Einweisung Deiner Ärztin und Schmerzbogen, Kopfschmerzkalender und sonstigen Befunden an die Klinik senden. Nach einigen Tagen nach Eingang erhältst Du dann die Eingangsbestätigung der Klinik. Danach kann es ca. drei bis sechs Monate dauern, bis Du aufgenommen werden kannst. Von der Klinik erhältst Du ca. drei Wochen vorher ein Schreiben mit dem genauen Termin.

    Mit den Unterlagen zusammen kannst Du einen Wunschtermin nennen. Wenn es irgendwie möglich zu machen ist, geht die Klinik darauf ein. Du kannst ruhig Deinen eigenen Kopfschmerzbogen verwenden, das ist kein Problem.

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5817

    Liebe Janine,

    wie wäre es, wenn du morgen einfach mal in der Klinik anrufst? Die können dir dort sicherlich ein ganz großes Stück weiterhelfen.

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4681

    Liebe Jannie,

    schön, dass du hierher gefunden hast.

    Ich habe das Gefühl, dass dich das alles sehr anstrengt. Mach dir keinen Kopf. Du siehst, es ist nicht so schlimm. Bettina hat alles aufgezählt und in der Klinik wird man dir auch helfen.

    Auch die Wartezeit wirst du gut hinbekommen. Deine Arztin kann dich in dieser Zeit unterstützen.

    Alles, alles Gute für dich
    und ganz schnellen Erfolg

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Janine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo zusammen,
    sehr lieb von euch, dass ihr so schnell geantwortet habt! Ihr habt mir sehr weitergeholfen! Ich habe erstmal den Weg über das Forum gewählt, da ich vermute, dass die Klinik gut ausgelastet ist.
    Ich hbae mir schon alle Unterlagen ausgedruckt und werde sie schnell ausfüllen und auf den Weg bringen.
    Ja, mich strengt das Thema Migräne sehr an. Mein Alltag richtet sich momentan nur noch nach meinem Kopf. Kann momentan keinen Sport machen, bin dünnhäutig geworden, kann immer häufiger nicht arbeiten gehen. Und dabei gehe ich wirklich gerne arbeiten (bin Lehrerin) und treibe Sport etc.!
    Ich mache uns tue, damit es mir besser geht, aber immer gibt es einen auf den „Deckel“! Ich fühle mich so machtlos. Damit ich nicht zu viel Tabletten einwerfen muss, was aber nötig wäre, halte ich den Schmerz aus.
    Ich bin mittlerweile echt geknickt, merke, dass ich zunehmend bedrü bin, nicht mehr so lebensfroh wie sonst. Das verunsichert mich ganz stark. Und es macht mir zu schaffen, dass man bei Migräne häufig beäugt wird…! Das kann nat meine Einbildung sein…aber mich beschäftigt das sehr.
    Der Aufenthalt in der Klinik hilft mir hoffentlich!
    Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen guten Start in den morgigen Tag!
    Alles Gute!
    Janine
    P.s.: @Bettina: Vielen Dank für die Anpassung meines Namens!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5817

    Liebe Janine,

    du schreibst „damit ich nicht zu viele Tabletten einwerfen muss, was aber nötig wäre, halte ich den Schmerz aus“. Wie sieht das denn bei dir in der Praxis aus? Wie viele Schmerzmitteltage hast du pro Monat? Kennst du die 10-/20-Regel, also dass man nicht an mehr als 10 Tagen pro Monat ein Schmerzmittel einnehmen sollte? Da du in intensiver neurologischer Behandlung bist, hat dich deine Neurologin hoffentlich gut darüber informiert.

    Bei einer chronischen Migräne hast du natürlich mehr als 10 Schmerztage und da die prophylaktischen Maßnahmen nicht gut greifen, wirst du immer mal wieder eine Attacke so durchstehen müssen. Mir geht es nur darum, dass du nicht mehr als unnötig quälst, denn wir haben hier immer wieder Mitglieder, die aus lauter Angst vor einem MÜK Attacken freiwillig durchstehen, obwohl sie es gar nicht müssten.

    Und eine Attacke ohne Schmerzmittel durchzustehen, ist wirklich eine Qual und kostet Unmengen Kraft und Lebensfreude. Ich kam an diesem Wochenende auch zwei volle Tage und Nächte in diesen „Genuss“. Normalerweise nehme ich dann nachts ein Vomex-Zäpfchen mit 150 mg, das lässt mich meist einige Stunden wenigstens dahindämmern, doch ich musste morgens um 5.00 Uhr jemanden auf den Zug bringen und da mich das Mittel ganz duselig macht, setze ich mich damit nicht hinters Steuer.

    Bei Migräne wird man von der Umgebung wirklich oft falsch eingeschätzt. Es gibt noch viel zu wenig Aufklärung darüber und wer selber noch nie eine Attacke hatte, weiß eh gar nicht, von was wir hier wirklich reden.
    Ein zusätzliches Problem ist, dass uns die erweiterte Umgebung in der Regel nur dann zu Gesicht bekommt, wenn wir gesellschaftsfähig sind. Somit werden wir meist als völlig gesund wahrgenommen und es entsteht leicht der Eindruck, dass es dann „schon nicht so schlimm sein könne“. Hat man ein Gipsbein und humpelt damit an Krücken herum, ist das für alle jederzeit sichtbar und Unmengen Mitgefühl und Hilfsbereitschaft schwappen auf einen hernieder. 😉

    Man müsste die Menschheit zu uns bringen, wenn wir fix und fertig und käseweiß oder grasgrün im Gesicht über dem Spuckeimer hängen. Vielleicht würde das mehr bewirken 😉 . Wobei die Menschheit das nicht sehen will. Und wir die Menschheit in diesen Zeiten ja auch nicht sehen wollen… 😉

    Lieber Gruß
    Heika

    Gigi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 91

    Liebe Janine,
    dein Schreiben hat mich angesprochen, da ich mich total darin wiedergefunden habe!
    Allerdings habe ich den Schritt getan und habe jetzt einen Termin in Kiel umd bin sehr froh darüber!

    Einige deiner Fragen konnte Bettina ja schon beantworten, die Anmeldung ist auch gar nicht so kompliziert, wie sie zunächst zu sein scheint.?Wenn man die Fragebögen beantwortet hat, ist die größte Arbeit getan, dann nur noch (zusammen mit vorhandenen kopierten Befunden) abschicken!!

    Auch ich bin Lehrerin und mag meine Arbeit, aber sie strengt mich zur Zeit auch sehr an, was mit den häufigen Migräneattacken ja eigentlich auch kein Wunder ist…
    Klar geht das alles auf die Psyche, mir geht das ganz genau so!!!
    Da hilft dann echt der Rat bei headbook, denn hier triffst du auf Gleichgesinnte, die genau wissen, was du durchmachst!

    Vllt. hast du Interesse mal auf meinen persönlichen Schmerzverlauf zu klicken und wenn du dann noch Fragen hast, kannst du mir gern auch eine PN schreiben.

    Ich bin jedenfalls optimistisch, dass man mir in Kiel helfen kann, meine Attackenfrequenz wieder zu senken und bis dahin gibt es ja headbook ?!

    Ganz liebe Grüße, ?

    Gigi

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 years, 11 months von Gigi.
    Gigi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 91

    Du hast es auf den Punkt gebracht, liebe Heika!!! ???
    Liebste Grüße!
    Gigi