Gesichtsschmerzen oder Hemicrania Continua? (Indie)

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  • Anna
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    Hallo Indie,

    ist halt alles nicht so einfach. Da sind wir krank und sollten am besten noch Medizin studiert haben. Nur gut, dass wir uns hier so gut informieren können.
    Das mit dem „narkotisch“ kenne ich. Komme auch heute wieder kaum vom Sofa hoch.
    Mein Mann ist jetzt alleine spazieren gegangen.

    Übrigens hat mich das Topiramat auch todmüde gemacht, das kann mit dem Flunarizin lustig werden. Man muss sich zu allem zwingen.

    So wie ich deinen Schmerzverlauf lese, wäre es wohl wirklich am besten, du kämtest mal in eine Klinik mit Rundumversorgung also auch psychologischer Betreuung, denn du drehst dich gerade im Hamsterrad und kommst gar nicht zur Ruhe.
    Das ist mit Sicherheit kontraproduktiv.
    Es gibt doch auch Rehakliniken, die auf sowas spezialisiert sind.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4577

    🙂 hm, bitte nicht falsch verstehen. Den ganzen Tag nicht „hochkommen“ 🙂 kann natürlich nötig sein. Grundsätzlich gehört es aber nicht zum regelmäßigen Tagesablauf und kann für den Körper und dein Nervensystem auch eine große Belastung sein.

    Die Balance zu finden, zwischen dem was geht, und was gut ist. Immer mit einem ganz klein BISSCHEN Steigerung, dass stelle ich mir unter dem Ziel einer Verhaltensanpassung vor. Das es da auch mal rückwärts geht ist schon klar.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27910

    Hallo Indie,

    Jetzt behauptet er aber vehement, dass ich erst bei über 10 Einnahmetagen im MÜK sein könnte (Zitat: das kann überhaupt nicht sein). Ich frage mich was soll es denn sonst sein, wenn es mir in der Medikamentenpause besser geht? Zum anderen hat er mir zum Start der Medikamentenpause an drei Tagen hintereinander jeweils eine Infusion mit 250 mg Cortison gegeben (was ja viel zuviel ist wie ich mittlerweile gelesen habe) und bei meiner Nachfrage nach einem Ausschleichen meinter er, das würde die Nebenwirkungen nur verlängern. Außerdem soll diese Stoßtherapie 3 Monate „vorhalten“, wo ich mich frage was genau er damit meint. Ich hatte fast 3 Tage Herzrasen nach dem Absetzen (natürlich übers Wochenende), dazu Migräne und mein ganzes Gesicht war zugeschwollen. Ich habe gefühlt nochmal eine Woche gebraucht mich alleine davon zu erholen und meine Magenschleimhaut hat sich bis heute auch noch nicht wieder ganz erholt (trotz Magenschutz).

    es gibt genug Leute, die nur fünf oder sechs Behandlungstage „vertragen“. Die zehn Tage sind ein Richtwert mit Ausschlägen nach unten und nach oben.

    Die Kortisontherapie war aber in Ordnung. 100 mg sollte es mindestens sein, bei schweren Verläufen können die Dosen aber auch kurzfristig mal höher sein. Nach drei Tagen braucht man auch nicht auszuschleichen, da die körpereigene Cortisolproduktion noch nicht so runtergefahren wurde. Muss länger dosiert werden, schleicht man aus. Je länger man Kortison gibt – und das betrifft auch das Ausschleichen -, desto mehr belastet es den Körper. Nach drei Tagen ist es daher schonender, abrupt abzusetzen. Nach längerer Gabe muss ausgeschlichen werden, da der Körper die Produktion ziemlich runterfährt und ein abruptes Absetzen extrem anstrengend für den Körper wäre.

    Mit den Schmerzrezeptoren und überreagiblem Schmerzsystem habt Ihr, Indie und Sternchen, im Grunde beide recht. 😉 Einerseits stumpfen die Schmerzrezeptoren ab, wenn man Schmerzen zu oft mit Medikamenten behandelt. Sie müssen immer weniger selbst aktiv werden, da Schmerzen immer von außen gedeckelt werden. Der Körper hat ein eigenes Schmerzabwehrsystem, das Endorphine ausschüttet, die Opiaten ähnlich sind. Der Körper kann sich oft selbst helfen, aber die Sensoren, die Rezeptoren müssen fein reagieren können und es auch dürfen. Je mehr Medikamente von außen, desto unsensibler die Rezeptoren und desto weniger können sie selbst aktiv werden. Daher geht es einem ja nach einer Medikamentenpause wieder so gut, da der Körper sich auch wieder selbst helfen kann.

    Macht man keine Pause nach häufigem Gebrauch, muss immer häufiger therapiert werden, immer mehr Hilfe von außen ist nötig, was der Körper früher selbst zu einem gewissen Teil erledigen konnte.

    Sternchen hat auf der anderen Seite schon schön erklärt, dass durch die Reizleitungsstörung die Nervenzellen immer empfindlicher und immer häufiger auf Reize reagieren, die auf das Nervensystem einströmen. Wir werden immer empfindlicher, Reize können immer schlechter verarbeitet werden und auch normale Reize werden dann teilweise schon missinterpretiert und als Schmerzreize (was sie gar nicht sind) nach oben ins Gehirn geleitet. Eine Medikamentenpause und insgesamt eine Pause, die einen raus aus dem Alltag bringt, kann alles wieder verbessern.

    Anna: wenn ich nur ein Mon Cherie gegessen habe, hatte ich nach 5 Minuten schon ein Duckgefühl im Schulterbereich und einen leichten Schwindel.

    Anna, das kann aber auch die negative Erwartungshaltung sein. Du hast es einige Male so erlebt (was aber auch möglicherweise andere Ursachen gehabt haben könnte) und bist dann irgendwann so konditioniert, dass Mon Cherie verknüpft sind mit Druckgefühl und Schwindel. Dazu gibts sehr interessante Studien und den Pionier zu diesem Thema Pawlow, kennst Du sicher. Er hat das mit seinen Hunden, den sog. Pawlowschen Hunden eindrucksvoll Anfang des 20. Jhds. demonstrieren können. Man macht ein paar Mal die Erfahrung und im Gehirn setzt sich sehr schnell fest, dass auf eine gewisse Aktion eben immer diese Reaktion folgt.

    In Folge dieser Erwartungshaltung verzichten viele Menschen ohne Grund auf gewisse Nahrungsmittel, weil sie dem „post hoc ergo propter hoc“-Fehlschluss erliegen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Bettina,

    ich kenne Herrn Pawlow und seine Hunde.

    Das mit dem Mon Cherie war aber nur ein bildhaftes Beispiel für die Menge.
    Ich mag Mon Cherie gar nicht und habe die auch früher so gut wie nie gegessen.

    Da ich aber auch früher schon eher selten Alkohol konsumiert habe, habe ich halt auch kleine Mengen schon sehr schnell wahrgenommen.
    Wenn ich in manchen Lebensphasen mal öfter Alkohol konsumiert habe, hat sich das mit der Gewöhnung daran gelegt, daher denke ich eher nicht, dass das bei mir etwas mit Konditionierung zu tun hat sondern eher mit Gewöhnung.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo Anna,

    Übrigens hat mich das Topiramat auch todmüde gemacht, das kann mit dem Flunarizin lustig werden. Man muss sich zu allem zwingen.

    Dann habe ich dich falsch verstanden. Du hattest in deinem eigenen Schmerzverlauf ja geschrieben, das Topiramat wäre „deine“ Prophylaxe gewesen. Da dachte ich, du hättest es super gut vertragen.

    Bettina: Die Kortisontherapie war aber in Ordnung. 100 mg sollte es mindestens sein, bei schweren Verläufen können die Dosen aber auch kurzfristig mal höher sein. Nach drei Tagen braucht man auch nicht auszuschleichen…

    Dann bin ich jetzt etwas beruhigt und die Nebenwirkungen kamen wohl vom Cortison selbst und nicht vom absetzen. Das nächste mal sage ich, dass ich nur 100 mg möchte. Das hätte sicher auch gereicht ? Und ich verstehe, wie es mit dem aprupten Absetzen gegenüber Ausschleichen gemeint ist.

    Zum Thema Erwartungshaltung, gerade in Bezug mit Ernährung und Migräne könnte ich ganze Bücher füllen. Bestes Beispiel bei mir: schwarzer Tee und Cola. Ich hatte einmal eine Attacke nach einer Tasse schwarzen Tee und ab da war ich der festen Überzeugung, dass ich kein Koffein u.ä. vertrage. Mittlerweile trinke ich wieder meine eine Tasse Tee morgens und hin und wieder ein Glas Cola und es macht wirklich keinen Unterschied, da ich sowieso fast immer Schmerzen habe. Das gleiche gilt für Tomaten (wegen dem Histamin). Um mich selbst davon zu überzeugen habe ich mal ein paar Tage ein Ernährungstagebuch geführt und überhaupt keine Zusammenhänge feststellen können.

    Sternchen hm, bitte nicht falsch verstehen. Den ganzen Tag nicht „hochkommen“ ? kann natürlich nötig sein. Grundsätzlich gehört es aber nicht zum regelmäßigen Tagesablauf und kann für den Körper und dein Nervensystem auch eine große Belastung sein.

    Alles gut, da hast du natürlich recht. Ich achte auch darauf jeden Tag spazieren zu gehen (wenn es mich nicht wirklich ans Bett fesselt) und versuche 1x die Woche zum (sanften, auch da habe ich mittlerweile dazu gelernt) Yoga zu kommen. Aber das reicht irgendwie alles nicht, mich mal schmerzfrei zu bekommen. Aber gut, der nächste Prophylaxeversuch ist ja in Aussicht.

    Liebe Grüße

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Hallo Indie,

    ich habe jetzt nicht alles in deinem Schmerzverlauf gelesen, möchte aber trotzdem gerne auf diesen Satz in deinem vorherigen Beitrag eingehen:

    Aber das reicht irgendwie alles nicht, mich mal schmerzfrei zu bekommen.

    Ich verstehe deine Worte so, als würden deine „Aktivitäten“ allein darauf abzielen, SCHMERZFREIHEIT zu erlangen. Das ist sehr verständlich, wer von uns hätte diese nicht gerne…! Und die unterschiedlichen Möglichkeiten, die jedem von uns zur Verfügung stehen, sich diesem Ziel zu nähern, dürfen gerne genutzt werden – möglichst aber ohne Druck.

    Wenn wir uns nun aber in diesen (Dauer)Schmerzen befinden, könnte man das Ziel vielleicht auch so formulieren, sich durch die „Aktivitäten“ – welcher Art auch immer – gut zu tun. Dann liegt der Fokus nicht mehr nur auf dem (vielleicht auch utopischen?) Ziel der Schmerzfreiheit, sondern AUCH auf dem, was einem Wohlgefühl beschert und womit man sich gut tun kann, trotz der Schmerzen.

    Ich wünsche dir herzlichst einen Blick auch in diese Richtung!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate, 3 Wochen von  Katrin.
    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo Katrin,

    Ich verstehe deine Worte so, als würden deine „Aktivitäten“ allein darauf abzielen, SCHMERZFREIHEIT zu erlangen.

    Ganz unrecht hast du damit nicht. Ich bin grundsätzlich sehr Lösungs- und Ergebnisorientiert (nicht ohne Grund bin ich Ingenieurin geworden) und natürlich mache ich nichts, ohne die Motivation dahinter auch einen Effekt zu erzielen 😉
    An der Schmerzfreiheit hängt aber natürlich noch ein ganzer Rattenschwanz an anderen Dingen, die dann wieder möglich wären. Von der Ausübung meines Berufs bis zu einem kleinen bisschen Lebensqualität. Wie diese Lebensqualität aussehen kann, da habe ich meine Ansprüche schon erheblich runtergeschraubt. Also ich erwarte nicht mehr, dass alles so wird, wie es 2017 noch war.

    Trotzdem vielen Dank auf jeden Fall für deine Anregung und Erinnerung mich auch mit weniger zufrieden zu geben.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Dann habe ich dich falsch verstanden. Du hattest in deinem eigenen Schmerzverlauf ja geschrieben, das Topiramat wäre „deine“ Prophylaxe gewesen. Da dachte ich, du hättest es super gut vertragen.

    Ich habe es auch gut vertragen bis ich die Myalgie bekommen habe, aber welche Prophylaxe hat halt keine Nebenwirkungen.
    Beim Eindosieren bin ich jeden Abend beinahe ins Koma gefallen.
    Dann habe ich mich daran gewöhnt aber ich schlafe immer noch wie eine Tote und kaum dass ich im Bett bin.
    Wie sehr es mich lähmt wurde mir erst bewusst als ich es drastisch abdosiert habe.
    Da sind plötzlich neue Lebensgeister in mir erwacht aber leider hat auch die Migränefrequenz sofort wieder zugenommen.
    Deshalb habe ich ja vorsichtig wieder etwas aufdosiert und sofort wurde ich auch wieder deutlich träger und antriebsloser.

    Trotzdem war und bin ich mit der Wirkung auf die Migräne zufrieden und wäre die Myalgie nicht, würde ich die Müdigkeit wohl hinnehmen.
    Immerhin brauche ich keinesfalls ein Schlafmittel. 😉

    LG Anna

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo zusammen,

    ich habe eine kurze Frage.
    Mein Hausarzt war so nett mir Opipramol zu verschreiben, weil ich Anfang der Woche psychisch auf dem Zahnfleisch gegangen bin und das Gefühl hatte ich ertrage das alles gerade nicht mehr.
    Da ich bekanntlich super empfindlich auf alles was auch nur annähernd sediert reagiere, habe ich die 50 mg Tablette geviertelt, also 12,5 mg erst einmal abends genommen.
    Ich habe quasi sofort eine Wirkung gehabt und mich direkt leicht beruhigt gefühlt. Der Hangover (Müdigkeit) hält sich bis mittags, damit komme ich klar, weil ich weiterhin krankgeschrieben bin.
    Zu meiner Überraschung hat sich die Migräne und der neuralgischer Schmerz in der Intensität quasi halbiert, was ich auch unfassbar entspannend finde.
    Mein Problem ist jetzt allerdings mein Magen. Ich muss die ganze Zeit aufstoßen und habe ein brennendes Gefühl in der Brust und Speiseröhre. Seit heute außerdem leichte Halsschmerzen. Ich habe versucht Ranitidin zu nehmen, das hilft gar nicht. Esomeprazol hilft, aber ich bekomme davon Kopfschmerzen (genau wie von allen anderen Prazols auch). Andere Hausmittel sind auch nicht wirksam.
    Diese Magenprobleme habe ich übrigens auch von Vomex und Amitriptylin. Mein Darm ist auch etwas träge, aber das kann ich mit Magnesium regeln.

    Ich bin jetzt leicht beunruhigt, weil bei mir Reflux in der Familie liegt und ich schon immer eine leicht reizbare Magenschleimhaut habe.

    Legen sich Magen-Darmbeschwerden bei Antidepressiva wieder oder handele ich mir gerade ein ernsteres Magenproblem ein, wenn ich das Opipramol weiter nehme? Ich möchte eigentlich nicht absetzen, weil es mir sonst eben ganz gut tut. Ich kann wieder gut einschlafen, grübel weniger und hab eben auch weniger Schmerzen bzw. achte da irgendwie weniger drauf.

    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo Indie,
    Ich nehme schon lange abends Opipramol 25 oder 50mg zum schlafen, – morgens ein Antidepressivum, Paroxetin.
    Habe keine Magenprobleme, obwohl beim Paroxetin auch Übelkeit eine mögliche Nebenwirkung ist.
    Aber ich hab immer drauf geachtet, daß ich’s nicht nüchtern nehme.
    Sicher sind die Menschen verschieden, aber Opipramol ist ja ein mildes Beruhigungsmittel, deshalb kann ich mir nicht vorstellen, daß es Magenprobleme verursacht.
    Alles gute
    uns viele Grüße
    Ruth

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27910

    Hallo Indie,

    es hört sich eher so an, als meldet sich die Refluxkrankheit bei Dir. Das kann jetzt zufällig zusammenfallen mit dem neuen Medikament und muss damit gar nichts zu tun haben.

    Sprich mal den Arzt dazu an, er wird Dir raten können. Pass jetzt auch mal auf, dass Du keine so großen Portionen auf einmal isst, abends nicht mit vollem Bauch ins Bett, nichts zu Scharfes, Fettiges, Süßes, keinen Alkohol usw.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Ein freundliches HALLO mal wieder in die Runde,

    ich habe eine kurze Frage zur Akutmedikation.
    Seit meiner Medikamentenpause habe ich fürchterliche Probleme mit dem Gefühl der Brustenge und Nackenstarre, wenn ich ein Triptan nehme. Letzte Woche habe ich Relpax genommen und es hat mir fast die Schuhe ausgezogen. Ich freue mich ja, dass die Triptane wieder so prima wirken (zumindest kurzfristig), aber selbst das schlappe Allegro macht mir super unangenehme Gefühle. Was so einigermaßen auszuhalten ist, ist Almotriptan, aber das wirkt viel zu kurz gegen meine 48 h Migräneattacken.

    Ich würde also beim nächsten mal gerne das Almo mit Naproxen verlängern, das „haut“ mir aber die Magenschleimhaut kaputt, weswegen ich also einen Magenschutz noch dazunehmen möchte.

    Jetzt kommt meine Frage (kurzfassen ist nicht mein Ding): WANN nehme ich den Magenschutz, wenn ich am Anfang noch das Domperidon nehme? Ich nehme mal an, dass ich da schon einen gewissen Abstand bräuchte, weil sonst der Magenschutz ja zu schnell in den Dünndarm weitertransportiert wird, oder? Das Almo gibt nach 2-3 Stunden leider dann nämlich schon seine Wirkung auf.

    Danke schonmal!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27910

    Liebe Indie,

    ich würde gar nicht hantieren mit Naproxen bei diesen Problemen mit der Magenschleimhaut. Wenn Allegro gut und lange wirkt, würde ich jetzt mal damit weitermachen. Leg Dich danach hin, wenn es möglich ist und steh auf, wenn die Nebenwirkungen weg sind und die Migräne im Griff ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo zusammen,

    zunächst noch Danke für deinen Ratschlag Bettina. Ich lasse das Naproxen weg und mein letzter Versuch mit Allegro war auch echt ok. Auch was die Nebenwirkungen betrifft. Diesmal haben sich meine Nebenhöhlen mit zusammen gezogen. Sachen gibts…
    Ich habe übrigens von Magnesiumcitrat auf Magnesiumoxid wieder ungestellt, seitdem haben sich meine Magenprobleme deutlich verbessert und mein Darm kommt mit dem Oxid auch besser klar.

    Ich habe doch nochmal eine Frage. Ich beobachte schon länger bei mir, dass ich gelegentlich eine art Gangunsicherheit habe. Meistens vor oder auch nach einer starken Migräneattacke. Ich habe dann das Gefühl ich muss mich auf das gehen regelrecht konzentrieren und als würde ich gegen einen Widerstand angehen. Der Gang ist auch etwas trudelig, also ich eier quasi rum.
    Kennt das jemand? Muss ich mir Sorgen machen? Oder sind das neurologische Ausfälle?

    Mein zweiter Botoxversuch mit 200 Einheiten läuft übrigens leider wieder ins leere. Ich habe jetzt 6 Wochen um und es hat sich nichts getan.

    Danke schonmal!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Indie,

    beim Magnesiumoxid gibt es nach meiner Erfahrung ein Problem, wenn man Protonenpumpenhemmer, wie Omeprazol, Pantoprazol o.ä. nimmt. Dann fehlt die nötige Magensäure, um das Magnesium aufzunehmen. Eventuell mal versuchen, auf eine andere organische Verbindung umzusteigen. Frag da mal in der Apotheke.
    Ich geh jetzt gerade in meine Apotheke, mal sehen, ob die Apothekerin, die da Ahnung hat, da ist. Dann frag ich mal.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  Julia.
    Indie
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    Beitragsanzahl: 153

    Hallo Julia,

    das ist super lieb von dir, dass du fragen willst.
    Tatsächlich nehme ich Säureblocker nur im absoluten Notfall, da ich davon nämlich Kopfschmerzen bekomme. Also ist es keine Dauermedikation bei mir. Das sollte sich ja dann nicht mit dem Magnesiumoxid beissen. Es ist aber eine gute Info, die mir so vorher nicht bekannt war.

    Ich würde gerne nochmal meine Frage nach der Gangunsicherheit nach oben bringen.
    Kennt das jemand und kann das mit Migräne zusammen hängen? Ich denke bei sowas natürlich sofort an MS.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7456

    Hallo Indie,

    Mg-Orotrat wäre auch ein organisches Magnesium, das seine nötige Säure schon dabei hat.

    Zur Gangunsicherheit kann ich dir nur sagen, dass es ein Schwindel sein kann, der zur Migräne gehört. Mir sind dann immer alle Türöffnungen zu schmal, ich renne ständig irgendwo gegen. Sprich doch bei Gelegenheit deinen Neurologen mal an. Gibt aber eigentlich keinen Grund, da gleich an MS zu denken!

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Guten Morgen liebe Indie,

    ich bin mir nicht sicher, ob meine (späte) Reaktion noch wichtig für dich ist. Falls nicht —> idP (in den Papierkorb ?)!

    Seit meiner Medikamentenpause habe ich fürchterliche Probleme mit dem Gefühl der Brustenge und Nackenstarre, wenn ich ein Triptan nehme. Letzte Woche habe ich Relpax genommen und es hat mir fast die Schuhe ausgezogen.

    Ich weiß nicht, wie lange deine Medikamentenpause gedauert hat. Aber ich könnte mir vorstellen, dass der Körper sich durch den „Entzug“ bei erneuter Einnahme eines Triptans möglicherweise erst wieder an die Nebenwirkungen „gewöhnen“ muss. Ich habe Relpax vor Jahren ein einziges Mal genommen und hatte das Gefühl, kaum noch Luft bekommen zu können. Deshalb habe ich mich seitdem an dieses Triptan bis heute nicht wieder rangetraut.

    Hast du es mittlerweile nochmal eingenommen? Wenn ja, bist du besser damit klargekomen?

    Ich würde also beim nächsten mal gerne das Almo mit Naproxen verlängern, das „haut“ mir aber die Magenschleimhaut kaputt, weswegen ich also einen Magenschutz noch dazunehmen möchte.

    Vielleicht könnte dir Wermutkrauttee zur Stärkung deines Magens/deiner Magenschleimhaut helfen. Mir hat die Einnahme von Indometacin lange Zeit teils heftigste Magenschmerzen und Darmkrämpfe bereitet. Seit ich von Zäpfchen auf Tabletten umgestiegen bin und seit bestimmt 2 Jahren täglich vor jeder Mahlzeit 3 Schluck Wermutkrauttee (2 TL mit 200 ml heißem Wasser aufgegossen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen) trinke, geht es meinem Magen und meinem Darm deutlich besser. Bitterstoffe sind sehr wichtig für unsere Verdauung und zur Anregung derselben, leider wurden sie weitestgehend aus unseren Lebensmitteln herausgezüchtet.

    Sehr hilfreich können auch die Essens-Empfehlungen von dir, liebe Bettina, sein. Ich habe heute morgen wieder ziemliche Darmbeschwerden, weil ich gestern eine leckere und gut gewürzte Bratwurst mit Senf gegessen habe ? – das ist schon zu viel für meinen Reizdarm. Aber ich hatte Lust und Appetit darauf und – ganz wichtig – den Genuss beim Essen! Gerade trinke ich einen Süßholzwurzeltee, der es meinem Darm in Kürze wieder besser gehen lässt. Ich kann schon gut verzichten, aber so ab und zu muss es eben doch mal diese schmackhafte Bratwurst sein ?!

    WANN nehme ich den Magenschutz, wenn ich am Anfang noch das Domperidon nehme?

    Ob ein zeitlicher Abstand zum Domperidon notwendig ist und wie lang er sein sollte, kann ich dir nicht sagen. Steht dazu eventuell etwas im Beipackzettel?
    Empfohlen wird die Einnahme des Magenschutzes 20 Minuten vor der Einnahme von z.B. Naproxen. Besser wäre – wie du, liebe Bettina, schon schreibst – wenn du es gar nicht bräuchtest. Ist es doch mal nötig, würde ich im Hinblick auf deine Problematik dieser Empfehlung folgen.

    Als ich das erste Mal in Kiel war, wurde mir dort von meinem betreuenden Arzt gesagt, dass ich ruhig alles zusammen „einwerfen“ könne, was ich auch tat. Seit dem Eintrag von dir, liebe Julia – https://headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/topic/meerestaenzer8-chronische-migraene-und-unbekannter-kopfschmerz/#post-153775 – halte ich mich bei Einnahme meines Indometacins wieder an diese Empfehlung.

    Ich würde gerne nochmal meine Frage nach der Gangunsicherheit nach oben bringen.

    Ich kenne diese Gangunsicherheiten, wie du, liebe Julia, sie beschreibst, im Zusammenhang mit Migräne ebenfalls. Mir sind nicht nur manchmal die Türöffnungen zu klein, sondern mir kommen auch Wände zu nah. Ich schwanke manchmal leicht und beginne zu fallen – nicht im Sinne von Ohnmacht oder wirklichem Hinfallen – sondern eher die gefühlte Anfangsphase von beidem. Ich bleibe dann sofort stehen und halte mich konzentriert irgendwo fest, diese „Anfälle“ gehen auch meist schnell vorüber, deshalb messe ich dem eigentlich kaum Bedeutung zu und sehe das Ganze als zur Migräne gehörig.

    Letztens ist es mir oben an der Treppe passiert, ich sah mich schon fast runterstürzen, aber ich konnte mich noch reflexartig „retten“ und kam mit einem kleinen Schrecken in den Gliedern und einem Adrenalinausstoß davon!

    Deswegen schließe ich mich da sehr gerne dir, liebe Julia, an, sich nicht in ein Gedankenkarussell zu setzen, was einem nicht gut tut und möglicherweise unnötige Ängste schürt. Wenn dich eine Abklärung beruhigen würde – so wie mich das Ergebnis meiner Knochendichtemessung vor einigen Wochen – könntest du mit deinem Arzt eine mögliche Untersuchung besprechen.

    Wenn ich in diesem Zustand mal einen kleinen Schleichgang nach draußen mache, gibt es sicher auch den ein oder anderen Menschen, der vielleicht kurz denkt, dass ich mir einen „Kurzen“ genehmigt hätte…! Aber das ist mir mittlerweile egal. Und sollte mich doch mal jemand darauf ansprechen, was noch nie passiert ist, hätte ich auch schon eine passende Antwort parat ?!

    Alles Liebe
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo liebe Katrin,
    deine Nachricht ist in jedem Fall eine Bereicherung!

    Was du über deine Erfahrungen mit Relpax geschrieben hast, ist mir so auch mit Zolmitriptan passiert. Davon lasse ich jetzt komplett die Finger. Das Relpax habe ich im Dezember noch ganz gut verpackt, da war ich aber schon im MÜK. Schwächere Triptane haben da schon nicht mehr geholfen. Ich denke es ist der von dir auch vermutete Gewöhnungseffekt, auch was die Nebenwirkungen angeht. Momentan wirken Naratriptan und Allegro wieder ausreichend bei mir ohne mich umzuhauen.
    Ich behandel momentan sehr wenige Attacken, was langfristig nur auch keine Lösung ist, wenn ich dann drei Tage im Bett liege. Ich muss da weiterhin für mich einen Mittelweg finden. Momentan sitzt nur die Angst vorm MÜK sehr tief.
    Die Medikamentenpause habe ich vier Wochen gemacht.

    Mein Magen ist weiterhin so ein Thema für sich. Neulich habe ich mir mit der Einnahme von Vomex für eine Woche die Magenschleimhaut schwer durcheinander gebracht. Ich versuche mir mal Wermutkrauttee zu besorgen. Selber behelfe ich mir immer mit Kamillenblütentee (aus der Apotheke).
    Meine Überlegung betreffend des Magenschutzes und Domperidon war, ob das Domperidon den Magenschutz nicht zu schnell aus den Magen rausbefördert, wenn da der Abstand nicht groß genug ist. 20 Minuten vor Naproxen ist aber auch schonmal eine Information, die mir hilft.

    Was das Thema Gangunsicherheit betrifft, sind die Symptome bei mir doch etwas anders. Da ich sie aber nur draussen und nicht in meiner Wohnung habe, könnte schon der Gleichgewichtssinn dabei eine Rolle spielen. Ein Aspekt dabei ist aber auch, dass ich das Gefühl habe, ich weiss nicht mehr wie man geht.
    Ich werde meinen Neurologen beim nächsten Termin mal danach fragen. Und richtig: bloß nicht zuviel Aufmerksamkeit darauf richten.

    Ende Januar hast du mir übrigens das hier geschrieben:

    Wenn wir uns nun aber in diesen (Dauer)Schmerzen befinden, könnte man das Ziel vielleicht auch so formulieren, sich durch die „Aktivitäten“ – welcher Art auch immer – gut zu tun. Dann liegt der Fokus nicht mehr nur auf dem (vielleicht auch utopischen?) Ziel der Schmerzfreiheit, sondern AUCH auf dem, was einem Wohlgefühl beschert und womit man sich gut tun kann, trotz der Schmerzen.

    Das habe ich zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, aber mittlerweile weiss ich ganz genau was du meinst. Ich habe aufgehört Dinge zu tun „damit“ die Migräne aufhört, sondern sorge dafür, dass ich mich gut fühle. Im Zweifel auch mit (leichten) Schmerzen. Das macht es tatsächlich im Gesamtempfinden sehr viel besser.

    Liebe Grüße

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 4 Wochen von  Indie.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Guten Morgen liebe Indie,

    das Schreiben ist für mich selbst auch meist „Therapie“, setze ich mich dabei doch mit den entsprechenden Themen und mir selbst (Denken, Handeln, Einstellung, Sichtweisen…) auseinander, was mich den Themen, meinem Verständnis dafür/dagegen und mir selbst näher bringt.
    Das kann und muss nicht immer und bei jedem (gut) ankommen, was verständlich ist. Doch über deine Reaktion/Rückmeldung freue ich mich sehr, zeigt sie mir, dass man von einem Austausch – auch wenn man nicht immer einer Meinung sein muss/ist – sehr profitieren kann.

    Ich behandel momentan sehr wenige Attacken, was langfristig nur auch keine Lösung ist, wenn ich dann drei Tage im Bett liege. Ich muss da weiterhin für mich einen Mittelweg finden.

    Du behandelst – wenn ich richtig vermute – deshalb sehr wenige Attacken, um Medikamententage zu sparen? Kannst du denn die 10/20-Regel schwer einhalten? Ob und wie man behandelt, kann immer wieder zu einer neuen Gratwanderung werden. Die Frage in deinem Beispiel könnte lauten, ob du es dir „erlauben“ kannst und möchtest, drei Tage im Bett zu verbringen und ob es dir gut tut. Wenn du berufstätig bist, Kinder hast usw., wird deine Antwort sicher anders ausfallen als meine.

    Und was sind mögliche Alternativen (neben dem gleichmäßigen Tagesrhythmus, der Lebensweise, der Entspannung, der vorbeugenden Medikamente usw.)? Mir hilft es oft zu schauen, wie machen es andere Betroffene, was davon könnte ich für mich nutzen. Wir haben hier schon oft gelesen und wissen es eigentlich auch, dass nicht alles für jeden gut ist. Nicht einmal auf meine „Strategien“ kann ich mich immer gleich gut verlassen – meist klappt‘s gut und sehr gut, manchmal so lala und ab und zu auch überhaupt nicht. Aber mit genau dieser Erfahrung hake ich die Möglichkeiten nicht mehr so schnell ab wie früher und kann länger „am Ball bleiben“ – außer, wenn sich Methoden gar nicht bewähren.

    Momentan sitzt nur die Angst vorm MÜK sehr tief.
    Die Medikamentenpause habe ich vier Wochen gemacht.

    Gerätst du denn schon unter den erlaubten 10 Tagen in den MÜK?
    Wow, vier Wochen Medikamentenpause! So lange durchzuhalten, ist kein Spaziergang und sehr bewundernswert!
    Diese tief sitzende Angst vor dem MÜK kenne ich nur zu gut… ?! Mein Arzt geht nach meiner letzten Medikamentenpause davon aus, dass ich nicht im MÜK sei. Und ich mache mir mit meinem erlesenen Migränewissen hier und im Buch von Professor Göbel immer wieder neu bewusst, dass bei mir eigentlich auch nichts für einen MÜK spricht: meine Medikamentenpause ergab keine Veränderung der Migräne und meine Akutmedikation wirkt meist sehr gut und gut, auch dann, wenn ich sie noch sehr spät einnehme. Diese Fakten „müssten“ mich doch sehr beruhigen, tun sie aber nicht wirklich. Und deshalb wird das zu meinem nächsten Thema bei meiner Schmerzpsychotherapeutin ?!

    Mein Magen ist weiterhin so ein Thema für sich. Neulich habe ich mir mit der Einnahme von Vomex für eine Woche die Magenschleimhaut schwer durcheinander gebracht. Ich versuche mir mal Wermutkrauttee zu besorgen. Selber behelfe ich mir immer mit Kamillenblütentee (aus der Apotheke).

    Wenn du magst, schau mal auf der Seite der Apothekenumschau. Dort wird die Wirkung des Wermutkrautes so beschrieben, dass die darin enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle dazu führen, dass mehr Magensaft „produziert“ wird, der die Magenschleimhaut schützt – so verstehe ich es jedenfalls. Und deshalb glaube ich, dass es über die lange Zeit des täglichen Trinkens meinen Magen und meinen Darm gestärkt und widerstandsfähiger gemacht hat.
    Ab und zu trinke ich auch einen Tee aus dem sehr hübsch anzusehenden Tausendgüldenkraut – entweder allein oder in einer Mischung „Verdauungstee“. Schmeckt genauso bitter wie Wermut, wirkt aber außerdem noch gegen Blähungen und Völlegefühl. Wen das Rezept interessiert, findet ein Foto davon in meinem Album.
    Ich kaufe diese Kräuter auch in „Arzneitee-Qualität“, da dort der gleichmäßige Wirkstoffgehalt geprüft und garantiert wird.

    Magenschutzes und Domperidon

    Im Beipackzettel von Domperidon (und auch MCP) steht, dass es sowohl gegen Übelkeit und Erbrechen wirkt als auch eine schnellere Magenentleerung fördert und die Darmbewegung anregt. Wie sich das auf den Magenschutz auswirkt, wäre eine interessante Frage für den Arzt. Ich habe darüber – ehrlich gesagt – noch nie nachgedacht.
    Vielleicht wäre es auch sinnvoll, die beiden Medikamente zusammen 20 Minuten vor dem Triptan und/oder Schmerzmittel einzunehmen?

    Das habe ich zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, aber mittlerweile weiss ich ganz genau was du meinst. Ich habe aufgehört Dinge zu tun „damit“ die Migräne aufhört, sondern sorge dafür, dass ich mich gut fühle. Im Zweifel auch mit (leichten) Schmerzen. Das macht es tatsächlich im Gesamtempfinden sehr viel besser.

    Das freut mich ?!

    Lass es dir gut gehen und sei herzlich gegrüßt!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 4 Wochen von  Katrin.
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    Indie
    Teilnehmer
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    Guten Morgen Katrin,

    Gerätst du denn schon unter den erlaubten 10 Tagen in den MÜK?

    Genau das ist das Problem. Ich bin mir da auch ganz sicher, da ich es letztes Jahr gleich zweimal „ausprobiert“ habe. Meine persönliche Schallgrenze liegt vermutlich bei 6-7 Einnahmetagen im Monat, ab denen es losgeht. Beim letzten mal war ich bei acht Einnahmetagen über 6 Wochen. Am ende wirkten die Triptane auch schon kaum noch.
    Nach der letzten Pause habe ich die Zahl der starken (!) Migränetage von 14 im Dezember auf 8 im Februar (die Pause habe ich im Januar gemacht) quasi halbiert.
    8 ist halt nur immernoch zuviel. An allen anderen Tagen habe ich allerdings auch mittelschwere Migräne oder einen einseitigen Wanderschmerz auf der Migräneseite. Wenn ich jede Migräneattacke behandeln würde käme ich auf ca. 20 Einnahmetage. Und das mit Entspannung, Botox (was nicht wirkt) und einem angepassten Lebensstil. Der Dauerschmerz ist darüber hinaus nicht behandelbar mit Schmerzmitteln.

    Die Frage in deinem Beispiel könnte lauten, ob du es dir „erlauben“ kannst und möchtest, drei Tage im Bett zu verbringen und ob es dir gut tut.

    Momentan kann ich es mir erlauben, da ich schon seit letzten Sommer krank geschrieben bin. Es ist aber klar, dass ich so nicht wieder ins Berufsleben zurückkehren werde und das ist mein Problem bei der ganzen Sache. So wie es momentan ist komme ich irgendwie klar. Die 2-3 Betttage in der Woche und die Schmerzen kann ich irgendwie aushalten, auch die Planungsunsicherheit und das Leben mit der angezogenen Handbremse. Aber mit Ende Dreissig meinen Beruf aufgeben zu müssen, damit kann ich mich nicht abfinden. Mal abgesehen davon, dass ich dann auf Hartz 4 Niveau leben müsste.

    Also halten wir fest, für meine momentane Situation funktioniert es irgendwie, für mein Berufsleben aber noch nicht ?

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Hallo zusammen,
    ich hab mal eine Frage an die Botoxler, die hier sind.

    Ich habe seit einer knappen Woche immer mal wieder starke Schmerzen im Stirnbereich, z.T. ein richtiges Brennen und Hitzegefühl. Ich habe eigentlich keine Spannungskopfschmerzen, deswegen ist das schon sehr ungewöhnlich.
    Dazu kommen heute auch Schmerzen am Hinterkopf und zwar ungefähr da, wo das Botox hingespritzt wird.
    Die letzte Behandlung ist jetzt knapp 10 Wochen her und meine Falten auf der Stirn kommen auch langsam wieder.
    Kann das vom sich abbauenden Botox kommen? Ich kann mich dunkel erinnern, diese Schmerzen auch gegen Ende des letzten Botoxzyklus gehabt zu haben.

    Ne kurze Einschätzung wäre super. Alles was plötzlich anders ist beunruhigt mich immer direkt.
    Merci!

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5626

    Hallo Indie,

    10 Wochen sind eigentlich eine recht lange Zeit, in der das Botox weitgehend abgebaut sein dürfte. Vielleicht sind das einfach Symptome, die sich einstellen, weil sich alles wieder „normalisiert“.

    Bei mir war es so, dass ich erst Wochen nach der Botox-Behandlung schmerzhafte Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich bekam, das kannte ich so auch gar nicht.
    Nach der zweiten Botox-Behandlung hatte ich so etwas Ähnliches bei einem anderen Muskel, aber nur auf einer Seite.

    Beide Male war es nur vorübergehend und hat sich wieder vollständig zurückgebildet.

    Ich würde das an deiner Stelle in aller Ruhe zwei bis drei Wochen beobachten, und nachdem du Ähnliches ja schon mal hattest, kannst du es eigentlich in diese Richtung einordnen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Hallo Indie,

    Kann das vom sich abbauenden Botox kommen? Ich kann mich dunkel erinnern, diese Schmerzen auch gegen Ende des letzten Botoxzyklus gehabt zu haben.

    wie Heike schon schrieb; die normale Migräne kommt jetzt wieder durch und dies zeigt aber insgesamt an, dass Du gute Wirkung durch Botox hast.

    Spricht natürlich für eine Weiterführung der Therapie. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    …und dies zeigt aber insgesamt an, dass Du gute Wirkung durch Botox hast.

    Puh ich wünschte es wäre so 😉

    Danke für eure Einschätzung.

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