Grüsse aus Split (Kathrin)

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  • Kathrin
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    Hallo
    ja ich nehm 50 mg, normalerweise hält die Wirkung jetzt ca 12 Stunden an, teils auch länger, 24…. das war eben die Idee mit dem Naproxen das zu verlängern vielleicht auch.

    Anderes Triptan da hab ich auch mit dem Arzt drüber gesprochen, ein Problem ist halt dass ich beim Sumatriptan nichts dranzahlen muss, kann sein das ist das einzige, das meine Krankenkasse voll übernimmt, ich weiss auch nicht sicher warum.

    Und danke für die Mitfreude und bitte seid nicht neidisch, sonst trau ich euch fast nicht zu erzählen, dass (ok, ich erzähls, es ist nämlich super) ich heute nicht nur ohne Kopfweh aufgewacht bin, sondern auch das oftmalige Nachgefühl nach Migräne ausblieb (ausser wenn ich grad danach suche, wie jetzt, ha ha) und ich heute soviel Energie hatte wie schon lange lange nicht mehr.

    Ich weiss auch icht, warum die Medikamente am Sonntag/Montag nur so halbpatzig geholfen haben, und dann am Dienstag normal. Ist aber nicht das erste Mal. Kann sein ich habe etwas zu lange gewartet am Sonntag Abend mit Nehmen der ersten Dosis. Andererseits hatte ich auch schon länger gewartet und es wirkte ausgezeichnet.

    War heute auch nach dem Musizieren kurz schwimmen. Das Meer ist aber jetzt schon gut aufgewärmt! 23 Grad am Nachmittag hier, hab ich gelesen.

    Jetzt mal sehen was der nächste Sonntag sagt??? :-O :-O ;)))
    Muss aber nicht sein, dass es wieder kommt, ich darf es nicht erwarten! Kam von den letzten 5 Sonntagen nur an 2. Komiiiisch das mit dem Sonntag, ich hab letzten versucht einen ähnlichen Rhythmus zu halten wie sonst in vielem. Hm.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 4 Monate von  Kathrin.
    Kathrin
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    Update

    letzte ein bis zwei Monate hatte ich wieder häufiger Migräne, war auch ein paarmal beim Arzt, hatte mich sehr beunruhigt, mein Arzt so super, einfühlend, beschwichtigend…

    ok und dann vor zwei Wochen eine Migräne die vier Tage dauerte :-O aber das war auch während wir hier bei Split eine grossen Waldbrand hatten, zwei Nächte liess ich das Fenster zu weil der Wind aus der Richtung kam bei gut 30 Grad im Zimmer (wobei ich die Woche zuvor noch heisser gehabt hatte trotz offenem Fenster, weil wir eine stärkere Hitzewelle hatten, und das hatte keine ausgelöst… aber war vielleicht auch der Stress gewesen wegen dem feuer und so…) die erste Nacht wurde sogar gesagt man solle zulassen, da war dichter schwarzer Rauch über der Stadt, das war wohl auch nicht so gesund.

    Und das war dann auch das erste Mal wo ich das Sumatriptan an 11 Tagen genommen hatte in 30, vorher war ich nie über 10 gekommen, vielleicht nicht mal über 8 oder 9… Gut, und dann dauerte das also von Sonntag bis Mittwoch (hatte am Sonntag angefangen vor dem Feuer, aber kann sein das hat den Anfall verlängert), und dann am Sonntag darauf, letzten Sonntag, kam es auch nochmals aber eine Dosis reichte am nächsten Tag brauchte ich keines mehr.
    (da war ich so unten gefühlsmässig an dem Sonntag, weil es schon wieder gekommen war nach nur drei Tagen Pause… und dann am Montag ging es mir so gut, und wieder dachte ich, Gott erhört die Gebete etwas anders als wir denken… ohne das unten auch nicht so oben… oder so…. da bekam ich ein ganz grosses Geschenk an dem Montag etwas das mich glücklich machte… und die Migräne war weg…. ganz wenig noch am Anfang und ging dann von allein weg….)

    Ok und dann war ich vorgestern Freitag beim Arzt, erzählte ihm das alles, auch dass das Schlimmste wohl die Angst sei, es könnte wieder kommen, vor allem sonntags, weil es fast immer sonntags kommt (zweimal in letzer Zeit war es jedoch an einem anderen Tag gekommen statt Sonntag)…

    Also er sagte ich müsse mir jetzt nicht so Sorgen machen, wir schauen jetzt wie es weiter geht, ich vertrage die Medikamente ja gut aber wenn es jetzt zwei drei Monate weiterhin so häufig kommt dann fangen wir mit einer Prophylaxe an… da gäbe es auch mehrere Möglichkeiten… es gäbe immer eine Lösung… ich hatte ja im Frühling einmal drei Wochen nichts gehabt, also jetzt mal noch nicht beunruhigt sein… und was die Angst betreffe es könne kommen, sagte er, ich solle an 100 Sachen denken aber nicht daran ;))))

    OK und dann heute wieder Sonntag, uii… eben, ich mach eja Strassenmusik, aber am Sonntag nicht, wobei ich in letzter Zeit darauf geachtet habe, meinen Rhythmus doch nicht so sehr umzustellen am Sonntag (letzten Sonntag fiel mir wieder auf, dass ich am Anfang wie einen Zuckerabfall hatte, fast zittrig und musste was essen, das hab ich auch schon gehabt vor Anfällen, sodass ich da einen Zusammenhang in Erwägung ziehen könnte, das sich anders esse am Sonntag?? weiss zwar nicht, nciht wirklich…)

    Ok, aber da ist auch eine Art Erwartungshaltung. Ich denke dann schon wirklich zuviel daran. Das war ein Grund warum ich heute was ganz anderes machte. Ich fuhr mit der Fähre auf die Insel Brac, ging dort zweimal schwimmen, an einen Ort wo ich vor über einem Jahr mit Angehörigen gewesen war ging ich auch… genoss den Tag… machte viele Fotos… und siehe an, kam nur zweimal so ein bisschen „Gefühl“ von etwas im Kppf, aber nicht mehr als an anderen Tagen auch… jetzt ist Abend und ich bin ok, meistens fängt es am Nachmittag wirklich an… also… vielleicht doch eine psychische Komponente… und das heisst jetzt seit letztem Sonntag kein Schmerzmittel mehr genommen,,,, yesss :)))

    Kathrin
    Teilnehmer
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    also hat es vielleicht doch auch eine pyschische Komponente… Erwartungshaltung…?

    das fänd ich gar nicht so schlecht, da kann man eher was dagegen machen… ???

    Jojo
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    Liebe Kathrin,

    Ganz sicher spielt die Psyche auch bei Migräne eine wichtige Rolle. Sowohl als Placeboeffekt, wie auch als Noceboeffekt.

    Was kann man da tun? Schwere Frage. Ich kann dir da nur meine persönliche Einschätzung geben.

    1) Migräne als einen Teil von sich akzeptieren, der nie mehr „weg geht“. Anfälle werden immer wieder kommen, ganz egal wie „gut“ wir alles tun.

    2) Eine gute Medikation haben. Seit ich meine Medikation optimiert habe, und auch bei Status einen Plan habe, machen schwere und lange Anfälle mir keine Angst mehr. Ich weiß, dass alles normal ist mit mir, und ich weiß, wie ich mir helfen kann.

    3) Das wohl Schwierigste, besonders bei langen Anfällen: die Ruhe bewahren, runterkommen. Angst und Panik macht es höchstens schlimmer.

    Ich finde, dass du heute alles ganz genau richtig gemacht hast. Runterkommen, dir eine Auszeit gönnen, dich „aktiv“ entspannen… Das wäre doch mal ein guter Plan für alle folgenden Sonntage ?

    Weiterhin viel Schmerzfreiheit und ganz liebe Grüße,

    Jojo

    Kathrin
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    danke Jojo 🙂

    das was du sagst geht auch in die Richtung von dem, was mein Arzt sagt 🙂

    🙂

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Kathrin,

    man darf die Erwartungshaltung keineswegs unterschätzen, sie kann zum Selbstläufer werden. Es gibt Menschen, die meinen, dass bestimmte Lebensmittel Attacken triggern. Da braucht man nur zwei- oder dreimal hintereinander „zufällig“ Migräne nach Käsegenuss gehabt haben, beim vierten Mal ist man schon relativ angespannt. Kommt dann wieder Migräne, wird das so weitergehen, oder derjenige verzichtet in Zukunft darauf. Das kriegt man auch nicht mehr aus den Köpfen der Leute, dabei ist der Prozess, wie es dazu kommt, leicht auflösbar.

    So ist das auch mit Deinen Sonntagen teilweise. Nicht nur die negative Erwartungshaltung, sondern auch der Wegfall der Spannung, die Du während der Woche hast. So wie Jojo das eben auch schon erklärt hatte.

    Alles Gute,
    Bettina

    Kathrin
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    Beitragsanzahl: 48

    Mal ein Update.
    Ich muss zugeben, ich schreibe nicht immer gerne hier. Ich will möglichst nicht an die Migräne denken. Eines meiner grössten Probleme ist die Angst vor einem neuen Anfall…
    Ich hatte schon recht häufig Anfälle, seit Anfang dieses jahr vor allem. mit Phasen aber dazwischen wo es besser ist, mal eine längere Pause etc…. so Mitte Juli bis Ende August war gar nicht gut, dann etwas besser, dann wieder jede Woche ein Anfall (zum Glück meistens nur zwei Tage) Da hatte ich auch mal die oft genannten 10 Tage überschritten…. Arzt sagte, wir beobachten mal, wenn es länger so weiter geht, dann fangen wir mit Prophylaxe an.
    Jetzt grad hatte ich aber wieder anderthalb Wochen Pause, und jetzt kam ich nur grad auf 10 Tage, eingerechnet einen Anfall von gestern und vorgestern. ?

    Ok also ich hätte ein paar Fragen.

    1. diesen letzten Anfall habe ich jetzt nur mit Sumatriptan behandelt, ohne Nalgesin (Naproxen). (frühzeitig eingenommen, wirkte super). Wirkte genausogut wie mit Nalgesin. Ich habe nämlich den Verdacht, dass das Nalgesin bei mir mehr „Nachwehen“ bewirken könnte, bzw dass auch zwischen den Attacken die Nerven überreizt bleiben, immer mal wieder wo was ums Auge sticht oder wo drückt… allerdings könnte das auch psychisch sein, das war dann nämlich oft so dass es durch sich-zwingen-nicht-dran-zu-denken (bzw gekonnte Ablenkung ? ) praktisch wegging.
    Also die erste Frage, könnte das sein? Ich mekre das vermehrt in letzter Zeit, und Nalgesin nehme ich so seit Frühjahr. Und kombinierte dann praktisch immer, das heisst, ich nahm sie gleich zusammen, schwupps runter.

    Also mir hat das Sumatriptan allein jetzt auch geholfen, wobei es am Montag Nachmittag wiederkam, aber das war auch mit der Kombination oft so. 2 bis 3 Tage oft.

    2. Frage
    falls es doch mal soweit kommen würde, dass ich eine Prophylaxe nehmen muss. Ich glaube da gibt es v.a. zwei Möglichkeiten, Amitriptylin und Beta-Blocker.
    Ich glaube die Empfehlung war zuerst Amitriptylin gewesen, aber mein Arzt sagte, man könne auch Beta-Blocker nehmen. Was mich mehr anmacht. (übrigens ich nahm schon mal ein Antidepressivum über Jahre, aus anderen Gründen, Zwangsgedanken v.a. das war Fluctin, und habe es super vertragen) aber irgendwie ist es mir lieber nicht ein Antidepressivum zu nehmen und jetzt vorgestern hab ich noch gelesen dass viele vom Amitriptylin sehr zunehmen ist das wahr??? Wie wahrscheinlich ist das?)

    ok das wären die Fragen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre von  Kathrin.
    Kathrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 48

    ok, also ich war heute noch wegen was anderem beim Arzt; und hab ihn das dann auch gefragt. Die erste Frage da konnte er natürlich nicht gross was sagen, das ist ja nur eine Vermutung, die ich habe.
    wegen Amitriptylin sagte er, ja Gewichtszunahme sei eine mögliche Nebenwirkung, aber als Vorbeugung könnte ich auch einen Beta Blocker nehmen.

    Vorläufig aber bleibe ich bei Akut Therapie.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28225

    Liebe Kathrin,

    die Migräne wird nicht automatisch weniger, wenn man nicht an sie denkt oder nicht hier schreibt. 😉 Das wäre ja zu schön, dann würde sich das alles hier erübrigen. Aber ich weiß schon was Du meinst. 🙂

    Zu Nr. 1: Das musst Du einfach individuell ausprobieren. Eher mal Sumatriptan alleine nehmen, die Kombi nur dann, wenn Du das Gefühl hast, dass Du das kurzwirkende Sumatriptan verlängern musst.

    Zu 2: Von Amitriptylin kann man in höheren Dosen zunehmen, aber auch das muss nicht sein. Betablocker können auch zur Gewichtszunahme führen theoretisch. Sie sind halt nicht geeignet, wenn schon mal Depressionen oder Angststörungen bestanden. Es gibt auch noch andere Antidepressiva oder SSRIs, die man testen könnte.

    Liebe Grüße
    Bettina