HannahCloud, 24h/7 Kopfschmerzen?? seit Februar'17, Schmerzmittel wirken nicht

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  • Hannah Cloud
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    Beitragsanzahl: 4

    Guten Tag,

    mein Name ist Hannah und ich bin 21 Jahre jung, ich bin neu hier und suche Hilfe.
    Ich habe seit Februar diesen Jahres jeden einzelnen Tag 24h Kopfschmerzen, sie sind nur rechtsseitig, in Extremfällen kann ich es nicht mehr einschätzen ob sie rechts bleiben. Hauptsächlich befinden sich die Schmerzen im Raum: Schläfen, Augen, Hinter- und Oberkopf (also denk ich ist es die ganze rechte Seite). Seit ca. 4 Wochen hat sich der Schmerz extrem verschlimmert und war vorletzte Woche 2x im Krankenhaus in der Notaufnahme, ich erleide mittlerweile Sekunden Zusammenbrüche und kann oft nicht arbeiten gehen oder Autofahren, weil ich es nicht kontrollieren kann.
    Die Ärzte sagen ich wäre Neurologisch abgeschlossen, heißt MRT’s wurden gemacht und es ist nichts zu finden. Hirnflüssigkeit wurde auch überprüft, Augen sind getestet worden, Blut ist in Ordnung, Halsschlagadern sind auch gut, und und und..

    Manchmal hab ich das Gefühl das es etwas mit dem Atmen zutun hat ? beim Einatmen hab ich das Gefühl alles schießt nur so in meinen Kopf, bei Belastung wie aufstehen, Bewegung, Sport wirds nicht besser.. wobei während dem Laufen vergess ich es manchmal, aber dafür bekomm ich die 5fache Dröhnung danach zu spüren.

    Schmerzmittel, ja.. dann kann ich auch ein TicTac essen. Heißt: nichts wirkt mehr.. also aushalten. Ich bin langsam am Ende mit meinen Kräften um den Schmerzpegel aushalten zu können. Durch den Schmerz verschlechtert sich die Psyche.. ich denke damit bin ich nicht allein.
    Ich soll in eine stationäre Behandlung in der Kieler Schmerzklinik kommen, da habe ich noch keinen Aufnahmetermin, mir wurde aber gesagt, dass es mal bestimmt ein gutes halbes Jahr dauern wird. Ich weis nicht wie ich dieses halbe Jahr überbrücken soll.

    Fast niemand glaub einem wenn man sagt das man solche Schmerzen hat, nur weil man sie nicht sehen kann ?! nein mir kann niemand in den Kopf schauen, aber nur weil ich stehe und reden kann, heißt es nicht gleich das alles in Ordnung ist.
    Ich versuche zu lernen sie zu kontrollieren, mit ihnen umgehen zu können, aber das geht nunmal nicht immer.
    Alle sagen „du musst dich ablenken“ hmm ja.. lenk den Kopf mal ab, wie soll das gehen ? Man kann den Kopf nicht einfach mal ausknipsen. Jeder sagt und sagt, aber hat selber noch nie solche Schmerzen erlitten. Ich mein sie wollen einem ja nur gut, aber ich kann mir auch nicht mehr von jedem das selbe Gefasel anhören und alles gut sein lassen, niemand versteht das es einen irgendwann aufregt, wenns jeder versucht runter zu spielen.
    Es ist schonmal gut eine Familie zu haben die sich um einen kümmern und Freunde hat die für einen da sind, aber auf dauer können sie mir nicht helfen. Das ist nunmal leider so..

    Man denkt in extremen Situationen daran es jetzt enden zu lassen. Dann denk ich an die Familie und kann es ihnen nicht antun. Aber selber würde es einem einfach besser gehen.
    Ich selber muss sagen ich bin kein Mensch den man wegen solcher Gedanken in die Psycho stecken muss, weil ich denke das es damit nichts zutun hat.
    Man ist deshalb nicht gleich Psychisch Krank, wenn man solche Gedanken hat.
    Aber ich für meinen Teil, kann es verstehen wenn sich so manch einer das Leben nimmt, weil er mit den Schmerzen nicht mehr klar kommt.
    Ich habe vollstes Verständnis dafür. Man muss so lange auf Hilfe warten.. zu lange manchmal.
    Ich bin nicht Suicid gefährdet, aber die Gedanken das es aufhören würde sind da. Und das macht mir Angst.

    Mein nächster Schritt wird die Osteopathie werden, hat da jemand Erfahrung mit ?

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5597

    Liebe Hannah,

    herzlich willkommen in Headbook!

    Puh, da hast du ja wirklich knallharte Monate bereits hinter dir!

    Gut ist, dass neurologisch schon viele Ausschlussdiagnosen gelaufen sind. Gut ist auch, dass nichts Schlimmes (Gehirntumor o.ä.) gefunden wurde. Aber gerade das ist auch wiederum extrem schwierig, weil man – noch – keinen Ansatzpunkt hat für etwas anderes gefunden hat. Und derart extreme Dauerschmerzen sind nicht weniger belastend als eine handfeste, schwierige Diagnose.

    Welche Schmerzmittel wurden von dir denn alle schon ausprobiert? Könntest du uns das mal detaillierter aufzählen?
    Hast du auch mal Triptane (wirken oft gut gegen Migräne, wobei die Schilderung deiner Symptome nicht für eine klassisch verlaufende Migräne spricht) versucht? Falls ja, welche?

    Diverse Reaktionen deines Umfelds machen es dir leider noch schwerer. Der Tipp, sich von den Schmerzen abzulenken, kann nur von jemandem kommen, der solche schlimmen und gerade auch dauerhaft schlimmen Schmerzen noch nie hatte.
    Dass du mit deinen Kräften am Ende bist, ist kein Wunder. Es gibt übrigens auch eine Erschöpfungs-Depression. Leider leiden darunter viele Schmerzpatienten, auch solche, die eigentlich eine ganz stabile Psyche haben, die von Natur aus überhaupt nicht zu Depressionen neigen, doch durch diese extreme Schmerz-Dauer-Belastung irgendwann einfach nicht mehr können und grenzenlos erschöpft sind. Körperlich und psychisch.

    Und mit deinen jungen 21 Jahren solltest du dich eigentlich mit ganz anderen Dingen in deinem Leben beschäftigen als nur mit dem „reinen Überleben“.
    Es ist übrigens viel hilfreicher, seine Gedanken ehrlich zu äußern, auch wenn sie einem selber Angst machen. Nur so kann man von außen Hilfe erfahren und sich selber auch in angemessener Weise auseinanderzusetzen. Wie gut, dass du den Mut dazu gefunden hast!

    Bei deinem Teilnehmer-Namen bist du mit deinem richtigen Namen angemeldet? Magst du das vielleicht noch ändern, wenn wir uns hier so offen austauschen? Anonymität wäre in diesem Fall erst recht wünschenswert.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  heika.
    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5597

    Und noch ein Wort zur Osteopathie: Du wirst dir nicht schaden, wenn du es ausprobierst, aber große Hoffnungen würde ich nicht darin setzen.
    Wer hat dir das denn empfohlen?

    Deine Diagnose steht ja noch aus. Doch wir haben hier viele Migräne-Patienten, die das als eine Hilfsmöglichkeit ausprobiert haben, ohne dass es sich jedoch irgendwie positiv auf den Schmerzverlauf ausgewirkt hätte.

    Eine liebe Freundin von mir, zutiefst bei ihren anderen (!) Problem(ch)en von der Osteopathie überzeugt, lag mir zeitweise auch damit in den Ohren. Ihre Osteopathin hätte ihr erzählt, sie hätte schon vielen Migräne-Patienten helfen können. Tja, frag ich mich dann nur, wo die denn alle sein sollen? ?
    Nun, war ihre Antwort, man müsste das eben dauerhaft machen, nicht nur ein bisschen. Viele würden eben zu früh aufhören. Das ist natürlich ein allgemein beliebtes Totschlag-Argument, wer will schon dagegen was sagen können? Wer hat schon die Zeit und vor allem das viele Geld dazu?

    Du merkst, ich bin äußerst skeptisch. ?
    Wobei die Behandlung selber sicherlich angenehm ist und es auch gut tut, wenn sich jemand um einen kümmert. Man selber hätte vor sich auch das Gefühl „etwas zu tun“, sich nicht nur hilflos zu fühlen.
    Nur das würde mir persönlich nicht reichen, schon gar nicht zum in Relation zur Behandlungsdauer immer schmaler werdendem Geldbeutel. ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  heika.
    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 486

    Liebe Hannah,

    tut mir leid zu hören, dass Du so heftige und chronische Kopfschmerzen hast. Auch dass die Unterstützung durch Dein Umfeld offenbar zu wünschen übrig lässt, ist sicher zusätzlich sehr belastend.

    Aber hier bist Du nun im besten Kopfschmerzforum des Universums gelandet (und dem freundlichsten noch dazu), und hier wird Dir sicher auf Deinem Weg weiter geholfen!

    Es wäre schön, wenn Du schreiben würdest, welche und wie viel Medikamente Du einnimmst und bislang eingenommen hast.

    Hast Du denn eine klare und verlässliche Diagnose von einem Kopfschmerzspezialisten bekommen? Am Anfang jeder sinnvollen Behandlung steht eine möglichst differenzierte Diagnose.

    Mir fallen spontan zu den von Dir geschilderten Schmerzen vier unterschiedliche Kopfschmerzerkrankungen ein:
    Hemicrania continua, chronische Migräne, chronischer Spannungskopfschmerz sowie Medikamentenübergebrauchskopfschmerz.

    Jede Art davon würde anders behandelt werden und wenn man sie falsch behandelt kann man auch keinen Erfolg haben. Gegen Fußpilz sollte man kein Diclofenac nehmen, das hilft nicht wirklich;-)

    Wenn Du, wie ich vermute, keine belastbare Diagnose hast, dann versuche so schnell wie möglich einen Termin bei einem Kopfschmerzspezialisten zu bekommen. Unter ‚Schmerztherapeuten‘ findest Du hier rechts eine Auswahl.

    Ich halte Dich, wenn Du so heftige und chronische Kopfschmerzen ohne klare Diagnose und Behandlung hast, für einen Notfall. Sag das auch bei der Anmeldung bei einem Spezialisten, weil die Wartezeit häufig sehr lang ist.

    Notaufnahmen sind im Allgemeinen eher der falsche Ort für eine chronische Erkrankung (die Du sicher hast). Dort triffst Du auf (hoffentlich) kompetente Neurologen, die aber im seltensten Fall auf Kopfschmerzen spezialisiert sein werden.

    Ich selber bin in einer ähnlichen Situation wie Du in eine spezialisierte Klinik gegangen und würde Dir das auch dringend raten, weil man Dir in einer Fachklinik sicher helfen kann, dass die Schmerzen erträglicher werden.

    Dies ist ja das Forum der Schmerzklinik Kiel. Aus meiner Sicht wirst Du keine kompetentere und freundlichere Klinik finden.

    Liebe Grüße
    glückdererde

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Herzlich willkommen im Headbook,liebe Hannah und schön, dass Du meiner Einladung so schnell gefolgt bist. ? Wir hatten uns bereits auf der Schmerzklinik-Seite auf Facebook getroffen. ?

    Es ist gut, dass Du bereits in Kiel angemeldet bist (lieber Glückdererde, sie kennt die weltbeste Klinik bereits ? ), denn das würden wir Dir jetzt auch so raten.

    Triptane wurden bereits angesprochen, hast Du denn schon eine Prophylaxe zum Testen erhalten? Gerade auch im Hinblick darauf, dass die Akutmedikation wohl nicht mehr greift.

    Osteopathie ist Beschäftigungstherapie, mehr auch nicht.

    Dass Du verzweifelt bist, kann ich und jeder hier bestens nachvollziehen. Aber es wird sich ein Weg finden auch für Dich, sei da mal ganz zuversichtlich.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Liebe Tanni, das ist wohl nicht ihr Nachname, die Mail lautet anders. 🙂

    Hannah Cloud
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Guten Morgen erstmal und danke für die Antworten,

    Übereinnahme der Medikamente kann ich ausschließen da ich nie viel genommen habe, mein Neurologe war erstaunt das ich probiere es auszuhalten anstatt mehr zu nehmen, da ich aber wusste das es mir nicht hilft sah ich es auch als sinnlos mehr zu nehmen. Selbst Infusionen helfen nicht.
    Mirgäne wurde auch ausgeschlossen, weil es dafür zu lange anhält.
    Ich habe 2 bekommen mit Aspisol, die erste half die zweite nicht.
    Ich kann neue Medikamente 1x nehmen und das zweite mal bin ich resistent dagegen und nehm es nicht mehr an.

    Medikamente:

    Sumatriptan Bluefish
    Voltaren Schmertabletten
    Ibuprofen 600
    Asperin 500
    Indomettacin AL50
    Novalgin

    Ich habe nichts davon lange eingenommen.

    Ich habe sogar schon ehrlich beim Arzt nachgefragt, wie es aussieht mit Gras, ob es helfen könnte, sie meinten ja es könne helfen nach mehrmaligen Gebrauch es könne aber auch nach hinten los gehen, die Schäden die es anrichtet kann man nicht mehr Rückgängig machen und das wäre in meinem Fall auch weil ich so jung bin zu riskant.

    Ich weis aber nicht mehr wie ich das aushalten soll, heute ist wieder ein besonders schlechter Tag. Wenns zumindest Schmermzittel geben würde die dauerhaft wirken würden.

    Natürlich gibt es immer Menschen denen es noch schlechter geht, aber in diesem Moment oder in der Zeit geht es einem selber sehr schlecht.
    Der Clusterkopfschmerz muss übel sein ich denke damit kann man es nicht vergleichen aber ich halt das nicht mehr aus. Ich bin mit meinen Nerven als auch mit meiner Kraft am Ende dagegen wirken zu können.

    Mein Neurologe ist im Urlaub und als ich in die Neurologie sollte als Ersatz für ihn, da bin ich durch die Notaufnahme und wurde von einer „Neurologin“ behandelt. Sie wollten mir Blut abnehmen. ( ich habe Angst vor Nadeln) Alles gut und schön. Die Helferin hat 4 mal durchgestochen, also erster Arm war hin. Dann wollte die Ärztin persönlich den Zugang für die Infusion legen, sie war schon genervt, und die Helferin fragte ob sie daraus jetzt Blut entnehmen könne, und da hätte es bei mir schon „klick“ machen müssen als sie sagt „ehm nein das geht nicht“, sie ließ die Infusion laufen und ich hatte höllische Schmerzen im Arm, niemand glaubte mir und sie sagten ich würde mich anstellen. nach 15 min war mein Oberarm komplett dick und fest und meine Hand wurde Taub und ich hab meine Mutter aus Panik angeschrien und gesagt sie solle es ausstellen.
    Anschließend wollte sie die Ärztin zurück holen, niemand zu finden in der ganzen Notaufnahme, es war Nachts um 3 Uhr. Jap die Damen waren dann mal draussen Rauchen. Was wenn ich gekrampft hätte ? Niemand wäre da gewesen. Sie wussten schließlich nicht was ich hab.

    Die Ärztin wusste das sie durchgestochen hat und die Infusion para lief und sie hat nichts gesagt. Kränkt ja den Stolz. Sie wollten mich stationär aufnehmen, da ich aber nach den Aktionen so durch war hab ich mich geweigert und hab gesagt ich lebe lieber mit Schmerzen anstatt von ihr aufgenommen zu werden und bin gegangen.

    Solche Aktionen machen einen nicht gerade zuversichtlicher das einem geholfen wird.

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Hannah,

    mich macht es tief traurig, zu lesen, dass du im Moment in einer so ausweglosen Situation stecktst.

    Zu irgendwelchen Medikamenten und Maßnahmen brauche ich dir nichts mehr zu schreiben. Du hast alles durch, und wie Bettina schreibt, ja wohl auch schon die besten Ärzte konsultiert.

    Nichtsdestotrotz möchte ich dir Mut machen. Dein Aufenthalt in Kiel wird dir Erleichterung bringen. Diese Klinik ist mit anderen nicht vergleichbar. Man wird dir Verständnis und Sachverstand entgegenbringen. Jeder Einzelne dort ist bemüht dir irgendwie zu helfen.

    Nun gilt es, die Zeit bis dahin zu überstehen. Aus meiner Sicht ist da alles erlaubt. Genau wie die anderen hier, weiß auch ich, wie oft irgendwelche Behandlungen eigentlich als „Pseudomedizin“ herhalten muss. Aber in deinem Fall würde auch ich alles annehmen, was nur eben nach Besserung aussieht.

    Ich hoffe inständig, dass du bald einen Termin in Kiel bekommst. Sicher weiß man dort auch schon von der Dringlichkeit.

    Die Situationen wie du sie oben geschildert hast, kennen viele hier von uns. Aus meiner Sicht sind sie vor allem der Hilflosigkeit dieser Menschen geschuldet.

    Alles, alles Gute
    wünscht
    Sternchen

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 486

    Liebe Hannah,

    solche Dinge, die Du auf der Notaufnahme erlebt hast sind schrecklich. Gerade wenn man am meisten Hilfe braucht, fühlt man sich da häufig allein gelassen. Die Ärzte auf Notaufnahmen sind meistens grundsätzlich überlastet, weil sie zu viele Patienten gleichzeitig betreuen müssen.

    Dass Du nicht so viele Akutmedikamente genommen hast hat schon mal einen Vorteil. Da bist Du ziemlich sicher nicht in einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz.

    Du erzählst allerdings auch gar nichts von Prophylaxe. Hast Du denn noch gar keine bekommen? Die richtige Prophylaxe ist mittel- langfristig das Wichtigste bei Kopfschmerzen.

    Ich bin mir sicher, das man in Kiel die richtige Diagnose finden wird und dann auch eine Medikation und Verhaltensänderung, die wirksam sein wird und die Schmerzen lindert.

    Leider kann ich Dir für den Moment auch kein Medikament empfehlen (oder gar geben), dass die Kopfschmerzen lindert. Falls Du es noch nicht versucht hast ist natürlich ‚Euminz‘ immer einen völlig ungefährlichen Versuch wert. Da gibt es auch eine Studie zur Wirksamkeit und wenn man es nicht in die Augen bekommt, gibt es keine Nebenwirkungen.

    Nimmst Du Magnesiumcitrat und Vitamin B2? Kannst Du hier im Forum, auch was die Dosierung angeht, nachlesen.
    Das kannst Du auch gefahrlos nehmen (langsam aufdosieren) ohne einen Fehler zu machen, falls Du doch eine andere Diagnose haben solltest. Magnesium hilft vielen hier ganz erheblich das Schmerzniveau zu senken.

    Und dann lies Dir doch mal im ‚Migräne Wissen‘ auf der Headbook Seite die Verhaltensänderungen durch. Die gelten nicht nur bei Migräne sondern auch bei vielen anderen Kopfschmerzarten.

    Wissen ist überhaupt eines unserer besten Mittel gegen Kopfschmerzen. Wir müssen zu unseren eigenen Experten werden.
    Ich (und viele andere) finden das Buch von Prof. Göbel: ‚Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne‘ enorm hilfreich.

    Mir tut es immer schon gut zu wissen, dass Hilfe naht und es nicht mehr ewig so weiter gehen wird. Und Hilfe naht ja jetzt bei Dir.

    Liebe Grüße
    glückdererde

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 10 Monate von  glückdererde.
    Hannah Cloud
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo und danke für eure Antworten,

    glückdererde, was meinst du mit Prophylaxe ? Wundert mich das ich noch nichts darüber weis.
    Ich werde mich aufjedenfall noch in weitere Gruppen hier einklinken und nachlesen, danke.

    Liebe Grüße
    HannahCloud

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 486

    Liebe Hannah

    ich fühle so sehr mit Dir, auch weil ich vor 7 Jahren mal in einer ähnlichen Situation war und mich hilflos und verlassen gefühlt hatte.

    Kopfschmerzen (so sie nicht sekundär sind, das heißt durch eine andere Krankheiten bedingt, was selten vorkommt und bei Dir durch die stattgefundenen Untersuchungen weitgehend ausgeschlossen ist) werden hautsächlich auf drei Arten behandelt:

    1. Akutmedikamente (Triptane, alle Schmerzmittel wie Paracetamol, NSAR, ASS und so weiter und so weiter.

    2. Prophylaxe, das heißt vorbeugende Medikamente. Gerade die Prophylaxe hängt sehr von der festgestellten Kopfschmerzart ab. Prophylaxemittel entstammen häufi anderen Gebieten der Medizin und man hat ‚zufällig‘ gemerkt, dass sie Kopfschmerzen verringern. Je nach Kopfschmerzart sind das etwa Sartane und Betablocker (eigentlich Herzmittel) Amitriptylin oder andere meist Antidepressiva. Und natürlich auch Magnesium und Vitamin B2.

    3. Verhaltensänderung. Da gibt es sehr ernst zu nehmende Vorschläge (wie strikte Regelmässigkeit des Alltags, viel Ausdauersport und so weiter. Hat zu Teil eine ganz erhebliche Wirkung.

    Frage beantwortet?

    Liebe Grüße

    glückdererde

    Hannah Cloud
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo glückderernde,

    Akutmedikamente wurden ja schon eingesetzt und bringen nichts, und Punkt 3 Ausdauersport treibe ich seit Februar ich gehe laufen und radfahren.
    Danach wird es allerdings noch schlimmer..

    Danke für die Antwort.

    LG
    Hannah

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Hannah,

    die Notaufnahme ist bei Kopfschmerzen oft nicht so empfehlenswert. Ausgenommen sind sehr starke ganz neu aufgetretene Kopfschmerzen, die muss man ganz schnell abklären lassen.

    Sonst möchte ich nicht wiederholen, was andere schon geschrieben hatten. Dass Dir noch keine Prophylaxe (Beteablocker, Antidepressiva usw.) angeboten wurden, erstaunt mich.

    Hat Dein Arzt Dringlichkeit vermerkt bei der Einweisung? Wenn nicht, sollte dies noch nachgereicht werden, so dass Du eventuell doch einen früheren Termin erhalten kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Calla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 42

    Hallo Hannah!
    Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du nicht die richtige Behandlung erhältst… Hat dein Neurologe keine Diagnostik gemacht? Einfach Migräne auszuschließen, erscheint mir bisschen dürftig. Ich musste auch länger suchen, bis ich die richtige Schmerztherapeutin gefunden habe. Hast du mal auf der Seite der Schmerzklinik geschaut? http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/vor-und-nachsorge/ (ich hoffe, das darf man verlinken?)
    Und dort gibt es auch eine Behandlungsanweisung für Notaufnahmen, da ich auch die Erfahrung machen musste, dass die meistens herzlich wenig Ahnung haben. Ich hab mir die Medikationshinweise ausgedruckt und trage sie immer in meiner Handtasche bei mir.
    Ansonsten kann ich dir „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ von Prof. Göbel empfehlen, ich reiche es auch schon in meiner Familie rum. Da steht alles über Prophylaxe und Akutbehandlung drin!
    Ich drücke dir die Daumen für Kiel, da war ich gerade und bin soooooo heilfroh darüber 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Calla, Links von den Schmerzklinik-Seiten dürfen selbstverständlich eingestellt werden. 🙂

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