Insomnia alte Migräne und nun Blutverdünner. Hilfe.

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  • Insomnia
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    Liebe Leser,
    um mich kurz vorzustellen, ich habe Migräne seit ich 5 bin, die mal mehr oder weniger schlimm war. Die Diagnose bekam ich mit Ende 20 und da auch das erste Mal Sumatriptan. Ich hatte danach noch 10 Jahre Glück und brauchte die Triptane nur selten, weil auch Ibuprofen bei mir eine Weile half und ich schon immer großen Respekt vor den Nebenwirkungen von Triptan hatte. Seit ca 1 Jahr ist meine Migräne aber furchtbar geworden, ich liege zwischen 13 und 19 Schmerztagen im Monate. Zumeist dauert ein Anfall auch fast drei Tage und kommt trotz Triptan oft wieder. Im März war ich eine Woche mit Status Migraenosus im Krankenhaus und dort wurde ein MRT gemacht, welches Läsionen in meinem Gehirn zeigte.

    Ich habe danach topamax (ging gar nicht), Flunarizin (habe sehr zugenommen) und zuletzt Amitriptylin als Prophylaxe probiert. Bei Betablocker gehen wegen Asthma nicht. Amitriptylin habe ich nach drei Tagen abgebrochen, weil ich nun zu allem Übel noch eine tiefe Beinvenenthrombose bekam. Vermutlich mit Mikroembolien. Das wurde nicht mehr untersucht, weil es nichts an der Behandlung geändert hätte. Vor 10 Jahren hatte ich bereits schon einmal eine TVT mit gesicherten Mikroembolien.

    Im Krankenhaus (nur Notaufnahme) sagte man mir, ich müsse nun lebenslang Xarelto nehmen. Dieses Medikament ist aber sehr umstritten und so bat ich meine Hausärztin, mich auf Marcumar umzustellen. Sie hat mir die notwendigen Medikamente verschrieben. Zum Glück habe ich den Beipackzettel gelesen, denn Gefäßschäden (Hirnläsionen) sind eine absolute Kontraindikation bei Marcumar. Jetzt nehme ich seit drei Tagen Xarelto, fühle mich total unwohl damit und verzweifele langsam. Die Migräne ertrage ich grade ohne Medikamente, weil ich auch Sumatriptan als kontraindiziert bei Xarelto gefunden habe. Alle NSARs sind auch verboten und gegen Novalgin bin ich allergisch.

    Ich freue mich, wenn mir jemand helfen kann oder auch von mehreren blöden Krankheiten geplagt ist und mir erzählt, wie er damit umgeht. Was kann ich nun noch gegen meine Kopfschmerzen tun? So kann ich jedenfalls nicht arbeiten gehen. Und gibt es Alternativen zu Xarelto?

    Liebe Grüße und sorry für den langen Text.

    Julia
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    Hallo und herzlich willkommen in Headbook, liebe Insomnia.

    Dass es dir gerade so schlecht geht, tut mir sehr Leid und du solltest m. E. deswegen ganz schnell einen Arzt, der sich mit der Blutgerinnung auskennt, ansprechen. Denn so, wie du davor zu scheinst, kann es wohl nichts werden. Du bekommst eines der neuesten Blutgerinnungsmittel, bist damit nicht einverstanden und wechselst mal eben zu einem sehr alten. Dann wieder zurück. Alles, weil du meinst, sie vertrügen sich nicht mit Triptanen und NSAR.
    Wir hier kennen uns (mehr oder weniger) gut mit Kopfschmerzen aus, können dir aber ganz sicher nicht helfen, jetzt und sofort das richtige Mittel zur Thromboseverhinderung und Linderung deiner Migräneschmerzen zu finden.

    Bitte sei jetzt nicht böse über meine direkte Antwort, aber im Moment kann dir sicher nur ein Arzt helfen, der dir die richtigen Medikamente verschreiben kann. Danach können wir uns dann gern über die ungeliebte Migräne austauschen.

    Ich wünsch dir alles alles Gute und ganz schnell die richtige Medikation, die dir auch die Kopfschmerzen lindert.
    Julia

    heika
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    Liebe Insomnia,

    was die Blutverdünner betrifft, schließe ich mich vollumfänglich Julia an. Dazu können wir nichts sagen.
    Ich selber musste mal ein halbes Jahr lang Clopidogrel nehmen. Schon wenn ich mal nur ein wenig wo angestoßen hatte, bekam ich große Hämatome.

    Was die Triptane betrifft, sind die wahrscheinlich sowieso wegen deiner Thrombosevorgeschichte verboten. Es hängt vor allem vom Zustand der Gefäße ab, ob man Triptane nehmen darf oder nicht. Weißt du, weshalb du vor 10 Jahren eine Thrombose hattest?

    Ich schreibe dir noch eine PN.

    Lieber Gruß
    Heika

    Insomnia
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    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Julia, liebe Heika,
    danke für eure schnellen Antworten. Vielleicht habe ich mich in meiner momentanen Panik nicht gut genug ausgedrückt. Ich war natürlich beim Arzt und habe morgen einen Termin bei einer Neurologin sowie leider erst im August bei einem Hämatologen. Es ist für mich wahnsinnig schwer, gute Ärzte zu finden. In der Notaufnahme haben sie mich mit dem Rezept für Xarelto und dem Hinweis, dass ich das nun mein Leben lang nehmen soll entlassen. Trotz den Läsionen und meiner Angst. Ich hatte die 2. Thrombose erst am Dienstag und hab natürlich nicht erst xarelto, dann marcumar und dann wieder xarelto genommen, Julia. Ich wollte nach 2 Xarelto auf Marcumar wechseln, habe aber vor der Tat nochmal recherchiert.

    Meine eigentliche Fragen, entschuldigt bitte, dass es nicht klar rüber kam, lauten:

    Welche Erfahrungen habt ihr mit Migräne im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, die die Einnahme von Gerinnungshemmern erfordern?

    Welche Schmerzmittel kann man dann überhaupt noch nehmen?

    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Migräne und Thrombose (beides Gefäßerkrankungen)? Ist es vielleicht sogar die gleiche Grunderkrankung? Könnte ich die zweite Thrombose durch die Triptane bekommen haben? Kein Arzt hat je was dazu gesagt, obwohl ich die Migräne immer erwähnt habe.

    So, ich hoffe, nun ist es etwas deutlicher geworden.

    Liebe Grüße

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7468

    Oh, liebe Insomnia, das klingt ja schon deutlich entschärfter ?!

    Kannst du nicht deine HÄ auf deine Bedenken hinsichtlich der Unverträglichkeiten von NSAR und Xarelto ansprechen? Ich vermute, du hast dich bei Dr. Google erkundigt? Sollte man nicht machen, wenn man nicht ganz genau weiß, wo man suchen darf! Genauso zu den Läsionen, die im MRT zu sehen waren? Die hat fast jeder und sind meist ein völlig irrelevanter Nebenbefund.
    Ob du jetzt Triptane nehmen kannst, muss sicher der Neurologe entscheiden, da kann ich dir nicht helfen.

    Wende dich doch zur Beruhigung noch mal an deine HÄ, die kann dich sicher noch ein wenig besser beraten als wir.

    Unsere Moderatorin Bettina meldet sich sicher mit ihrem ganzen Wissen auch noch ☺.

    Von mir erstmal gute Besserung,
    Julia

    P.S. Nein, Triptane machen keine Thrombosen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Julia.
    Insomnia
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    Liebe Julia,
    kann es sein, dass du etwas vorschnell vermutest, dass ich irgendwie bescheuert bin? ? Natürlich habe ich meine Infos nicht von Dr. Google, sondern vom Internisten in der Notaufnahme, der die Thrombose festgestellt hat. Zumindest was NSAR und Xarelto angeht. Meine HÄ schließt sich übrigens seiner Meinung an. Wahrscheinlich hat sie gegoogelt ?

    Falls es bei mir die „üblichen“ Läsionen sind, frage ich mich schon, wieso ich dann nach 3 Monaten ein weiteres MRT machen sollte. Ist meine Neurologin übervorsichtig? Ich hoffe, du hast recht,denn ich hätte lieber keine kaputten Gefäße im Gehirn.

    Danke dir für deine guten Wünsche und dein Eingehen auf meine Fragen. Hast du selbst Erfahrungen mit Blutverdünnern?

    Zur Migräne : ich wäre wirklich dankbar für Tipps gegen diese fiesen Schmerzen. Ich habe seit Samstag mit kleinen Unterbrechungen Kopfschmerzen und oder Migräne. Triptane haben Montag noch geholfen, aber solange ich keine Klarheit habe, möchte ich die nicht nehmen.

    Danke an alle.
    Habt einen schmerzfreien Tag!

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7468

    Liebe Insomnia, nein ich vermute absolut nicht, dass du bescheuert bist, gewiss nicht!

    Und ich kann deine Verzweifung im Moment sehr gut verstehen, Schmerzen und keine Aussicht auf Linderung ist der Horror.

    Leider ist das Googlen meist der Weg, den verzweifelte Menschen heute als erstes gehen, und selten wird die Angst und Panik danach besser. Das erleben wir hier fast täglich.

    Dass du die Informationen alle von deinen behandelnden Ärzten hattest, konnte ich aus deinem Beitrag nicht entnehmen und habe gehofft, dich erstmal ein wenig beruhigen zu können. Es klang nämlich so, als hätte man dich nur mit Rezept kurzerhand mal schnell entlassen.
    Das hat wohl nicht geklappt, tut mir wirklich Leid,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Julia.
    Insomnia
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    Beitragsanzahl: 12

    Liebe Julia,

    alles gut. Ist ja lieb von dir, dass du mich beruhigen wolltest. Es ist einfach auch zu viel, um alles detailliert zu beschreiben, somit auch meine Schuld.

    Seit der Entlassung aus der Notaufnahme vorgestern versuche ich, Ärzte zu besuchen, um meine Krankheiten in Einklang und in den Griff zu bekommen. Meine HÄ habe ich erreicht und später mit ihr telefoniert. Grade bin ich unterwegs zu einem Phlebologen, den ich selbst bezahlen werde, weil ich als Kassenpatientin bei 12 andern Phlebologen hier in Hamburg erst in frühestens 2 Monaten einen Termin bekommen konnte. Ich kann vor diesem Hintergrund gut verstehen, dass viele Leute googeln. Und ich kann auch die Panik gut verstehen.

    Krank sein ist einfach Mist, besonders wenn es nicht eine 08/15 Sache ist.

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7468

    Alles Gute ☺??

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Ui, da war ja was los … tut mir leid.

    Erst mal ein herzliches Willkommen bei uns im Headbook, liebe Insomnia. 🙂 Ist bei Dir der Name Programm? 😉

    Dass Panik aufkommt bei Beschwerden dieser Art, ist sehr gut nachzuvollziehen. Aber jetzt erst mal der Reihe nach.

    1. Warum hast Du solche Vorbehalte gegen Rivaroxaban (Xarelto)? Es kann im Langzeitverlauf eingenommen werden, die Verträglichkeit scheint gut.

    2. Triptane beeinflussen die Gerinnung nicht, daher stellen sie keine Kontraindikation dar. Muss natürlich alles mit dem Arzt abgestimmt werden, das ist ja klar.

    3. Triptane sind nicht für Thrombosen verantwortlich.

    Alle NSARs sind auch verboten und gegen Novalgin bin ich allergisch.

    NSARs sind nicht möglich, das ist richtig. Inwiefern bist Du allergisch auf Novalgin?

    Jetzt nehme ich seit drei Tagen Xarelto, fühle mich total unwohl damit und verzweifele langsam.

    Warum fühlst Du Dich unwohl? Weil Du schon generell eine Angst gegen das Medikament entwickelt hast? Oder gibt es konkrete Nebenwirkungen?

    Die Migräne ertrage ich grade ohne Medikamente, weil ich auch Sumatriptan als kontraindiziert bei Xarelto gefunden habe.

    Wo hast Du das gefunden?

    Beruhige Dich jetzt erst mal, denn Panik hilft nie weiter. Du warst jetzt gerade in der Klinik und „sofort“ passiert nicht wieder was. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    heika
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    Liebe Insomnia,

    wenn man nach drei Monaten ein weiteres MRT machen möchte, sieht man eben, ob alles noch so wie beim ersten ist. Ein Vergleich ist immer gut. Und wie sagte mal ein künftiger Radiologe zu mir so schön: „Wenn man dir von Ärzteseite aus ein MRT anbietet, sage nie nein. Nimm mit, was du kriegen kannst, auch wenn du selber denkst, du brauchst es nicht unbedingt.“ 😉 😉

    Es stimmt, Triptane machen keine Thrombosen. Doch bei bestehenden Gefäßerkrankungen, also vorgeschädigten Gefäßen, ist bei der Einnahme von Triptanen Vorsicht geboten, so viel ich weiß. Deshalb hatte ich dich ja nach der Ursache deiner Thrombose gefragt gehabt. Weißt du da was?

    Bei der Migräne, eine neurologische Erkrankung, liegt eine Reizverarbeitungsstörung des Gehirns vor. Wenn zu viele Reize auf die Synapsen, die Nervenverbindungsstellen treffen, kommt es zum Energiedefizit, das System bricht zusammen und vermutlich wird dann eine entzündliche Reaktion der Blutgefäße des Gehirns ausgelöst, die die typischen Migräneschmerzen zur Folge hat. Man forscht heute immer noch an den genauen Abläufen der Migräneentstehung.

    Bei einer Thrombose kommt es zur Bildung eines Blutgerinnsels (dafür gibt es verschiedene Ursachen), das an der Venenwand sitzt und das man dort auch möglichst auflösen möchte.

    Es sind also zwei völlig unterschiedliche Mechanismen, die unabhängig voneinander zu sehen sind. Doch immer, wenn eine Blutgerinnselbildung im Spiel ist, muss man vorsichtig sein mit Triptanen, die zu einer Gefäßverengung führen können. Denn wenn sich ein Blutgerinnsel löst und ein kleines Gefäß verstopft und man zusätzlich dann gerade ein Triptan genommen hat, dann wird das Gefäß noch zusätzlich verstopft, das Ausmaß des Geschehens kann dadurch größer werden.

    Oh ja, gute Ärzte zu finden, ist in manchen Gebieten sehr schwierig. Ich nehme inzwischen auch weitere Weg auf mich.
    Und ebenfalls ja, Kranksein ist Mist. Und wenn man verschiedene Dinge gleichzeitig hat, ist das extra großer Mist. Geht mir auch seit Jahren schon so.

    Lieber Gruß
    Heika

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5657

    Da fällt mir noch was ein:
    Hast du es mal mit Eis-Packs auf dem Kopf probiert? Das hilft mir manchmal ein wenig.

    Kommen bei dir Während der Attacke noch Übelkeit und Erbrechen hinzu? Falls ja, mal mit dem Arzt besprechen, ob du ein Mittel nur gegen die Übelkeit nehmen könntest oder ob da etwas dagegen spricht wegen deiner Thrombose. Das hilft nämlich auch manchmal ein wenig. Allerdings machen die oft müde und damit arbeiten ist dann nicht so einfach.

    Insomnia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Ui, klasse, ihr habt mir ja richtig viel geschrieben. ???
    Erstmal tausend Dank an euch drei, dass ihr da seid und euch um mich kümmert. Das ist wirklich eine schöne Erfahrung.

    Ich antworte mal der Reihe nach, erst auf Bettinas Fragen. Danke für dein nettes Willkommen. Ja, Insomnia ist ein bißchen Programm, vor allem, wenn die Migräne bei mir wohnt, kann ich kaum schlafen. Darum fand ich den Namen irgendwie passend ?

    Xarelto ist ein noch relativ neues Medikament, dass von Bayer sehr gepusht wurde. Das macht mich per se skeptisch. Bin da eher ein Fan des lang Erprobten. Und zudem gibt kein es noch wirklich sicher wirksames Antidot, so dass man bei spontaner OPs oder spontanen Blutungen ggf. die Arschkarte (sorry) hat. Nebenwirkungen hab ich nach dem 5 Tabletten noch keine. Mir wird ganz schlecht und mein Kreislauf geht in die Knie, wenn ich Novalgin nehme, sowohl als Tablette als auch intravenös. Sumatriptan… Hmmm weiß nicht mehr, wo ich die Info her habe. Ich werde morgen die Neurologin befragen.

    Aber natürlich hast du recht und Panik bringt nichts. Ich versuche, ruhig zu bleiben /werden. Danke für dein Feedback.

    Zu Heika:
    Stimmt mit dem MRT. Gemacht wurde es ja schon, finde die Röhre auch nicht so schlimm. Bin auch gespannt, wie sich meine weißen Flecken entwickelt haben(hoffentlich gar nicht).

    Die erste Thrombose hatte ich wohl wegen Pille und Rauchen. Der Test beim Gerinnungsarzt damals ergab nichts. Wo die zweite nun herkommt, weiß ich nicht.

    Das mit den Eispacks kenne ich. Ich laufe auch oft mit vor die Stirn geschnalltem Waschlappen rum…nur drinnen, versteht sich. Ich hab letzes Mal meinen Nacken mit einem Eiswürfel abgerieben, das hat auch etwas geholfen, weil sich die Nackenmuskeln danach lockern.

    Das mit dem Erbrechen hat seltsamerweise letzes Jahr aufgehört, als die Migräne selbst so schlimm wurde.

    So, ich hoffe, ich habe alles beantwortet.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend an alle. Ich freue mich, dass ich euch gefunden habe.

    Beata
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    Beitragsanzahl: 40

    liebe insomnia,
    kurz vor pfingsten 2014 hatte ich eine beidseitige lungenembolie. seitdem nehme ich xarelto, ganz ohne nebenwirkungen und probleme. 3 tage vor großen, geplanten ops – tumorentfernung- setze ich es ab. mir wurde aber schon von einigen ärzten – chirurgen und anästhesisten- gesagt, das sei nicht unbedingt notwendig. vor kleinen eingriffen, wie entfernen von muttermalen, mach ich das nicht… muss ich auch nicht. langzeit- infusionen wie chemotherapie sind auch nicht problematisch. die hämatome, die ich anfangs bekam, kamen wohl eher vom hochdosierten heparin. mein schwiegervater hatte mit ass und auch mit marcumar viel mehr problkeme mit hämatomen, als ich mit xarelto. ops unter marcumar oder ass sind bedeutend komplizierter…. beide musst du unbedingt einige tage vorher absetzen. viele ärzte verschreiben xarelto ungern, weil es teurer ist als andere mittel. für den patienten ist es komfortabel, weil keine häufigen blutentnahmen zur kontrolle der konzenzentation im blut nötig sind… ich muss eh oft genug zu diversen ärzten und auch zu blutkontrollen, da bräuchte ich echt nicht noch mehr…..

    in den letzten 5 jahren habe ich en masse jede art von schmerzmitteln bekommen… ibu, parazetamol, diclo, novalgin, antidepressiva, lyrica, indomethacin, arcoxia, opiate wie tilidin, palexia, aktuell wegen krebserkrankung fentanyl-pflaster und wegen chronischem clusterkopfschmerz sumatriptan- inject….. ich hatte nie wechselwirkungen oder probleme.

    natürlich kann ich dir nicht garantieren, dass niemand nebenwirkungen durch xarelto hat. für mich ist es aber fast so genial wie das verapamil zur clusterprophylaxe. vielleicht gibst du ihm mal ganz unvoreingenommen eine chance? ich war anfangs auch skeptisch, weil ich auch lieber auf bewährte medikamente setze, aber bin schon lang überzeugt.nicht jedes neue medikament ist reine geldmacherei der pharmaindustrie. es gibt wirklich gute innovationen.

    liebe grüsse
    beata
    ich wünsch dir eine schmerzarme zeit und gute besserung

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Beata.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28014

    Liebe Insomnia,

    Sumatriptan… Hmmm weiß nicht mehr, wo ich die Info her habe. Ich werde morgen die Neurologin befragen.

    Besprich das unbedingt mit der Ärztin, denn ich konnte nichts finden, was gegen eine Einnahme sprechen würde. Wäre ja schade, wenn Du umsonst auf die wirksame Medikation verzichten würdest.

    Xarelto ist ein noch relativ neues Medikament, dass von Bayer sehr gepusht wurde. Das macht mich per se skeptisch.

    Neue Medikamente werden immer gepusht, das ist aber kein Grund für generelles Misstrauen. 😉 Wenn man bedenkt, wie die Migräne-Impfung gespusht wird, müsste man da auch misstrauisch werden. Also das alleine ist kein Grund, sondern im Grunde immer so bei neuen Medikamenten. Vor einer OP setzt man halt ab und im Notfall muss der Chirurg halt besser aufpassen. 😉 Ist aber mit Marcumar und selbst mit NSARs so, dass man im Notfall dann halt enger betreut werden muss.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Liebe Beate, schön, dass Du Dich auch noch dazu gemeldet hast und ihr sicher damit Mut machen kannst. 🙂

    Insomnia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo ihr Lieben,
    entschuldigt, dass ich etwas länger zum antworten brauchte. Ich hab erstmal Zeit zum Sammeln gebraucht und mit Migräne gekämpft. Ich werde nun noch einen weiteren Arzt konsultieren und ggf. zu diesem als Hausarzt wechseln. Die Kombination von Migräne mit Aura, dieser Xarelto-Sache und dem grade noch aufgetauchten Verdacht auf MS wegen der Flecken in meinem Gehirn möchte ich lieber bei einem Hausarzt koordinieren lassen, der weniger unsicher auf mich wirkt als meine derzeitige Hausärztin. Vielleicht ist das nicht unbedingt ihre Stärke. Ach ja, Asthma hab ich auch noch.

    Jedenfalls hab ich mir überlegt, dass mir das ganze Jammern und Angst haben nicht hilft und ich möchte daran etwas ändern. Auch Beatas Antwort hat mich wachgerüttelt, vielleicht geht es mir trotz Allem noch gar nicht so schlecht. Vielen Dank für deine Antwort, Beata!!! Und deine Offenheit.

    Ich habe noch immer Angst und bin zwischendurch ganz traurig und hadere mit meinem Schicksal, aber ich denke parallel darüber nach wie ich zu einer hilfreicheren Einstellung kommen kann. Achtsamkeit? Positive Thinking? Buddhismus? Alles Dinge mit denen ich mich schon etwas, aber noch nicht genug beschäftigt habe.

    Möchte jemand darüber mit mir schreiben oder sollte ich einen neuen Thread eröffnen?

    Liebe Grüße und einen schönen, zum Glück etwas kühleren Sonntag.

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