Janosch stellt sich vor

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  • Janosch
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    Er sagt, um hier Bezug auf das MRT zu nehmen, er könne sich das nicht vorstellen, dass sich die Migräne bei mir so rapide verschlechtert hat (was sie aber eigentlich gar nicht hat, wenn im Kopfschmerzkalender gucke, nur haben sich die Tage, in denen ich nicht mehr konnte und mir die „Pausen“ gegönnt habe zugenommen.)
    Ich habe zudem auch das Gefühl, dass sich seit ich im Frebruar/März mit den Triptanen begonnen habe, etwas verändert hat.
    Die Anfälle mit Aura haben abgenommen und die Anfälle sind zunehmend ohne Vorboten wie Aura etc. gekommen. Eher habe ich bemerkt, dass es mir am Tag vor dem Anfall sehr schlecht ging, Schwindel, Übelkeit, Gereiztheit.

    Ich glaube, ich habe mich zu sehr an die Triptane gewöhnt, siehe Beitrag vom 19.10. um 13.03 Uhr.

    Ich merke, dass die enorme Anspannung bzgl. der ungewissen Situation, seit ich gestern klare Verhältnisse schaffen konnte, enorm nachlässt.
    Hatte auch ein super gutes Gespräch mit meinem Arbeitgeber.
    Fühle mich gerade angenehm „platt“.

    Leider sind die Kopfschmerzen noch da.
    Wie lange kann das dauern, bis sich das wieder einpendelt?
    Habe bislang noch nichts genommen.

    LG
    Janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Hallo Janosch,

    man gewöhnt sich nicht an Triptane, sie wirken immer gleich gut, wenn man nicht in den MÜK kommt und verstärken oder verändern auch die Migräne nicht.

    Hast Du mit Amitriptylin bereits gestartet? Wenn ja, kann sich recht schnell Entspannung und Besserung einstellen, sonst kann sich der Rebound-Kopfschmerz noch länger hinziehen und auch recht belasten.

    Die Migräne verändert sich immer wieder mal im Laufe des Lebens. Ob mit oder ohne Akutmedikation.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
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    Hallo, lieber Janosch,

    ein Vorschlag als Vorbereitung auf den Aufenthalt in Kiel:
    Schreib dir doch mal immer sofort all deine Überlegungen, und vielleicht auch ein paar Fragen deiner Freundin, rund um Migräne und Kopfschmerzen einfach erstmal ganz ungeordnet auf, wie gerade z.B. die Frage, ob man sich an Triptane gewöhnt. Da kommt sicher eine ganze Menge an Gedanken zusammen. Dann, kurz bevor du hinfährst, gedanklich ordnen und eine Frageliste zusammenstellen. Das hat den ganz großen Vorteil, dass du all deine Fragen dann während deiner Zeit in Kiel „abarbeiten“ kannst, ohne dabei aus Angst, etwas nicht geklärt zu haben, Stress zu entwickeln.

    Alles Gute für den Aufenthalt in dieser wunderbaren Klinik,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 12 Monate von  Julia.
    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    So, Zwischenbericht aus Kiel.
    Bin jetzt seit 10 Tagen hier.
    Ich bin mehr als zufrieden, meine Erwartungen haben sich erfüllt.
    Hier wird dir zugehört, Du wirst ernst genommen, es wird sich um
    Dich gekümmert.

    Ich wußte gar nicht, dass ich so viel noch nicht über die Migräne wußte und
    noch so viele Dinge erfahren kann.
    Der Austausch mit den Mitpatienten hier ist so viel wert und baut einen
    in seiner eigenen Not so sehr auf. Es ist ein Geben und Nehmen.

    Ich habe noch eine ganze Woche vor mir und kann jetzt schon sagen, dass es
    sich gelohnt hat, hier her zu kommen.

    Hoffe ich kann aldas dan auch zu HAuse im Alltag umsetzen!

    LG aus Kiel
    janosch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28228

    Hallo Janosch,

    ich freue mich sehr für Dich, dass Du Dich gut aufgehoben fühlst und zuversichtlich bist. So wie Dir geht es vielen in dieser Klinik. 🙂

    Weiter gute Zeit und viel Erfolg. Das Umsetzen im Alltag wird auch irgendwann klappen, dazu tauschen wir uns ja auch noch hier aus.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Hallo, diesmal wieder aus dem Alltag!

    ich traue mich gar nicht das zu schreiben
    ABER
    ich bin seit dem 08.12.2017 aus Kiel zurück.
    Heute ist der 21.12.
    Ich schaue auf meinen Schmerzkalender und finde folgende Einträge:
    11.12 –> Spannungstyp
    17.12 –> Spannungstyp

    Es ist verrückt! So lange habe ich so lange nicht mehr Anfallsfrei sein können.
    Frage mich jetzt was ist anders?
    So genau weiß ich es nicht – das mitgebrachte Wissen, was mich „entspannter“
    mit der Thematik Migräne & Co umgehen läßt?
    Die vielleicht jetzt greifende Prophylaxe, das regelmäßige Magnesium?
    Wohl der „gesunde“ Mix aus all dem!
    Und das obwohl ich mich bewußt dem Alltag gestellt habe und mich nicht
    geschont habe – bis auf die täglichen Entspannungsübungen.

    (Heute habe ich meine berufliche Wiedereingliedrung für Februar eingereicht.
    Bin mir sehr unsicher, wie „fordernd“ oder auch nicht ich beim Wiedereingliederungsgespräch
    auftreten darf, soll, muß?
    Mein Bauch sagt „alles was geht rausholen“ denn es geht um mich und meine Zukunft.
    Wenn dem nicht wiedersprochen wird – dann was anderes suchen?
    Wie hoch soll ich pokern?)–> gibt es hier bereits andere Beiträge, dann klink ich mich da ein.

    Grüße aus MA
    Janosch

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7533

    Hallo, lieber Janosch,

    was für ein wunderbarer und positiver Bericht! ? Ich freu mich für dich.

    Zur Wiedereingliederung kann ich dir leider gar nichts sagen, aber da wirst du sicher morgen noch Antworten bekommen.

    Mach unbedingt weiter so!
    Liebe Grüße,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Hallo Janosch,

    das sind wirklich wunderbare Nachrichten, freu mich grad eine Runde mit. 🙂

    Schau mal in diese Gruppe rein und lies ein wenig quer, das Thema Wiedereingliederung findet sich dort mehrfach: https://headbook.me/groups/berufstaetigkeit-und-migraene/forum/

    Weiter alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Meine Prophylaxe(n)
    Jetzt bin ich mal wieder hier, beim Ursprungs-Thread.
    Ich hoffe, das jetzt passt hier rein, wenn nicht bitte passend verschieben.

    Als aktuelle Prophylaxe nehme ich Amioxid 30 mg.
    Momentan gem. Entlassbrief auf die Zieldosis von 75 mg aufdosiert.

    Nachdem ich Topiramat überhaupt nicht vertragen habe, Betablocker mich in den
    Winterschlaf versetzen war Amioxid gem. meinem früheren Neurologen „meine letzte
    Chance“.

    Ich habe das Gefühl, dass sich meine Attacken verändern, nicht mehr so „schlimm“ verlaufen
    und ja, die Frequenz geht runter.
    Ich nehme seit nun etwa 4 Wochen 75 mg Amioxid.

    Seit etwa dem Zeitpunkt, vielleicht sogar kurz davor haben sich bei mir deutliche Herzrythmusstörungen
    gezeigt, die auch nach wie vor anhalten.
    Der Hausarzt sieht das Übel dafür im Amioxid.

    Was nun, wenn das Amioxid „abgesetzt“ werden muss, so wie es der Hausarzt empfiehlt?
    Welche Möglichkeiten der Prophylaxe gibt es noch oder könnt ihr mir noch empfehlen?
    Ich bin gerade echt guter Dinge, das wäre fatal, wenn jetzt wieder alles von 0 anfängt.

    LG
    janosch

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Janosch,

    Der Hausarzt sieht das Übel dafür im Amioxid.

    Das sieht Dein Arzt richtig, aber Du könntest doch erst mal wieder zur niedrigeren Dosis zurück. Besprich das noch mal mit dem Arzt, denn eine geringere Dosis könnte helfen, die Nebenwirkungen treten aber nicht so zutage.

    Wenn Du doch absetzen musst, gäbe es eine große Auswahl weiterer Prophylaxen, die Du noch testen kannst. Es gäbe noch andere Betablocker (die man dann trotzdem gut vertragen kann), weitere Antidepressiva, Sartane, SSRIs usw.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Liebe Bettina,

    danke.
    Ich muß hier an dieser Stelle wohl sagen, dass mein derzeitiger Schmerztherapeut dann nicht der richtige ist.
    „Ich kann medizinisch nichts weiter für Sie tun“.
    Das waren schon vor einigen Wochen seine Aussagen.
    Derzeit kämpfe ich allein. Er zeichnet brav alles ab was ich ihm sage und vorschlage aber das ist auch alles.
    Ich kann mich nicht weiter „alleine“ behandeln. Seine Praxis ist leider immer sehr voll und Zeit hat er nicht
    wirklich (für mich) um über Veränderungen etc. effektiv zu sprechen.
    Ich werde nun noch bis zur Wiedereingliederung im Oktober dort bleiben aber mir dann jemanden anderen suchen.

    Echt zu dumm, dass Migräne nicht „sichtbar“ ist.

    LG janosch