Janosch stellt sich vor

Ansicht von 19 Beiträgen - 91 bis 109 (von insgesamt 109)
  • Autor
    Beiträge
  • heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5600

    Hallo Janosch,

    ich wünsche dir, dass das Botox anschlägt. Musst dich halt noch ein wenig in Geduld üben, doch das sind wir Schmerzpatienten ja eh gewohnt. 😉

    Wenn eine Akutmedikation gut passt, würde ich auch dabei bleiben. Wobei deine Worte „recht gut“ und „ganz gut“ durchaus noch Spielraum hin zu „sehr gut“ lassen. Ich selber habe auch 2-tägige Attacken und nehme das Frovatriptan mit der mit Abstand längsten Halbwertszeit von ca. 20 Stunden. Naratriptan hat nur ca. 6 Stunden. Doch wenn es in Kombination mit Naproxen bei dir am zweiten Tag auch noch reicht, ist doch gut.

    Flunarizin drückt halt eher auf die Stimmung, von daher kam ich auf die Idee eines Antidepressivums, mit dem man sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Vielleicht später mal ein anderes ausprobieren, falls dann überhaupt noch nötig, neuere Mittel können ein geringeres Nebenwirkungspotential aufweisen.

    Alles Gute für die nächste Zeit,
    Heika

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Mal was zum Schmunzeln (oder auch nicht):

    Da ich jetzt seit etwas mehr als 1 Jahr krankgeschrieben bin, hatte man mich im Juni zum MDK geladen.
    1. Gutachten hier: arbeitsfähig
    nach Widerspruch von mir
    2. Gutachten nach Aktenlage: gravierende Gefährdung der Erwerbsfähigkeit, dringend wird REHA angeraten

    Ich habe also einen Antrag auf medizinische REHA gestellt.
    Nachdem 2 Stellen der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See nicht zuständig waren, hat mir nun heute die 3. Instanz
    geantwortet: Abgelehnt!
    Begründung: Meine Erwerbsfähigkeit sei aufgrund von „gesundheitsschädlichem Substanzmissbrauch gefgährdet“.
    … „Wir halten für Sie jedoch ggf. eine Krankenhausbehandlung (Schmerzmittelentzug akut-psychiatrisch) für angezeigt.“

    Nach einem Telefonat mit der RV muss ich nun gemeinsam mit meinem Arzt „nachweisen“, dass mein Gebrauch an Schmerzmitteln entsprechend
    meiner Erkrankung gerechtfertigt ist.
    Das finde ich schon sehr sehr frech, da ich mich nachweislich stets an die 10/20er Regel gehalten habe.

    Ich frage mich, warum wir immer und immer wieder Steine in den Weg gerollt bekommen?
    Wie soll ich meine „Grübeleien bzgl. meiner Migräne“ denn jemals abstellen, wenn ich (übertrieben) täglich auf ein Neues
    mich dafür rechtfertigen und behaupten muss?

    Ich frage mich zudem gerade, wie wir es alle samt schaffen, nicht gänzlich zu resignieren.

    Positiver Nachtrag: 20.12.18 – 05.01.19 Aufnahme (die 2te) in der Schmerzklinik 🙂

    nachdenklich
    janosch

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7421

    Für den positiven Nachtrag: ????
    Der Rest ist wohl eher nicht zu begreifen, aber leider läuft es wohl sehr oft so ab bei der RV.

    Alles Gute für Kiel

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Kurzer Zwischenbericht zu Botox:

    Zuerst mal die Frage, an diejenigen unter Euch, die sich mit Botox auskennen:
    –> Kann es sein, dass es innerhalb weniger Tage Wirkung zeigt?

    oder ist es nun ein Placebo-Effekt dass

    ich seit nun dem 24.10., also seit 17 Tagen
    – 1X Migräne
    – 1X Migräne-Aura ohne folgende Kopfschmerzen und
    – 2x Migräne, so leicht dass keine Akutmedikation erforderlich war und ich all meinen Alltagsanforderungen nachkommen konnte

    Es wäre natürlich ein Traum, denn ich glaube nicht, dass sich „per Zauberei“ eine derartige Veränderung einstellt.

    Kann das wirklich schon das Botox sein?
    Normalerweise bin ich nach 17 Tagen schon bei 5-7 schweren Migräneattacken.

    LG
    janosch

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7421

    Hallo Janosch,
    so genau wird dir das niemand sagen können, nimm es also einfach als eine tolle Zeit, die deinem Nervensystem ganz sicher richtig gut getan hat ☺.
    Ich kann es mir so vorstellen, dass da eine Mischung aus anfänglicher Euphorie, also Placebo, und dann folgender schneller Wirkung im Spiel ist. Eine unproblematische Schmerzmittelpause ist es auf jeden Fall.

    Freu dich drüber und mach dir nicht zu viele Gedanken über das Warum und ob überhaupt usw.. Einfach nur genießen!

    Viel Erfolg und gute Wirkung weiterhin wünsch ich dir so sehr,
    Julia

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Hallo Janosch,
    nach der ersten Behandlung ist es zwar etwas erstaunlich, aber bei weiteren Botoxbehandlungen hatte ich auch teils schnelle Wirkung. Also: nichts ist unmöglich;)
    Habe mir deinen Verlauf etwas durchgelesen, da hast du es wirklich schwer gehabt! Ich habe selbst über 20 Jahre auf eine gute Ärztin gewartet und bin dem HImmel dankbar, dass ich mich nicht mehr dauernd für meinen Medi-Verbrauch rechtfertigen muss etc.
    Ich drücke dir alle Daumen, dass es bei dir weiterhin bergauf geht!!
    Herzliche Grüße
    Jasmin

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 468

    Hallo Janosch,

    ich kenne mich mit Botox nicht aus, aber ich drücke dir die Daumen, dass du für dich das Richtige gefunden hast.

    Ist doch toll, dass du so eine gute Zeit hast.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27789

    Hallo Janosch,

    also ich kann sagen, dass ich immer wieder bereits nach zwei oder drei Tagen positive Wirkung merke. Nicht eingebildet, sondern tatsächlich. Dann gibts aber auch wieder mal Monate, die einfach trotz Botox total mies sind. Das kann bei schwer Betroffenen leider auch mit der besten Prophylaxe passieren.

    Ich drücke die Daumen, dass Du maximal profitierst. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Ich drücke die Daumen, dass Du maximal profitierst. ?

    Also mittlerweile glaube ich dran!
    Seit dem 01.11.18 zwei „grüne Kreise“ im Schmerzkalender, beide so schwach dass ich die Tage
    locker ohne Akutmedikation aushalten konnte.
    Meine Analyse der letzten 30 Tage sagt:
    7 Schmerztage
    3 Tage mit Akutmedikation

    Das habe ich seit 2014 nicht erlebt und merke gerade, wie ich mehr und mehr „auflebe“, selbst wenn
    ich stets dazu geneigt bin, die Euphorie in Grenzen zu halten.

    Ich war in der Zwischenzeit in einer, der Schmerzklinik sehr gut bekannten Praxis in Essen, NRW.
    Termin stand schon vor dem Botox, daher habe ich diesen auch wahr genommen.
    Auch hier wurde mir nocheinmal bestätigt, dass Botox sehr schnell sehr gute Wirkung zeigen kann.
    Ich hoffe, dass dieser Zustand etwas anhält und ich noch eine Weile „Spaß am Botox haben kann“.

    Meinen Termin in der Schmerzklinik nehme ich dennoch wahr.
    Zuerst habe ich überlegt abzusagen aber ich denke es kann nicht verkehrt sein.
    Ich habe einfach noch zu viele Fragen und sicherlich noch nicht „ausgelehrnt“.
    (und immer die Angst, was wird wenn…)

    LG
    janosch

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Hallo Janosch,

    das was du schreibst ist einfach nur wunderbar. Ich freu mich für dich und hoffe weiterhin auf einen guten stabilen Verlauf. Unglaublich, wie man aufblüht. Oder?

    Lieber Gruß
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27789

    Hallo Janosch,

    ich freue mich sehr für Dich und jetzt genieße einfach. Nicht zu sehr nachdenken, sondern der Wirkung trauen – denn sie ist offensichtlich da. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Danke, Bettina.

    Ich hänge hier gleicht mal eine Frage an die Botox-Kenner unter Euch an:

    – Erstmalige Behandlung war bei mir am 24. Oktober.
    – Im Monat November NUR 2 Attacken, jeweils ohne Akutmedikation händelbar
    – Jetzt im Dezember bereits wieder bei 7 Einträgen im Schmerzkalender, wobei hier die Hälfte der Attacken „erträglich“ waren,
    nur 5 Mal Medikation

    Jetzt ist etwa Halbzeit, da ja Botox alle 3 Monate gespritzt wird.

    Ich weiß, dass Botox bei mir Wirkung zeigt, siehe November.
    Interessant wäre zu wissen, ob ich damit rechnen muss, dass sich das so einspielt? Also etwa 1,5 Monate Ruhe und dann wieder
    schwere Zeiten ertragen bis zur nächsten Behandlung oder ob Eure Erfahrungen hier sagen, dass sich das nach mehrmaliger Behandlung
    oder vielleicht gezielterem Setzen der Injektionen auch noch verändern kann?

    Ich weiß das ist bei jedem individuell aber um jede Erfahrung Eurerseits wäre ich schon mal froh.

    LG aus MA
    janosch

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27789

    Hallo Janosch,

    die Wirkung kann im Laufe einer längeren Behandlung auch noch besser werden. Bei manchen hält die Wirkung aber auch nicht die gesamten drei Monate vor. Sollte sich dies weiterhin zeigen, eventuell die Behandlung ein wenig vorziehen. Immer wieder ist auch das Thema Antikörper-Bildung im Raum. Zur Zeit geht man wieder davon aus, dass man damit rechnen könnte. Ein Abstand von mind. zwei Monaten sollte daher eingehalten werden, zumal die Kasse auch häufigere Therapien nicht erstatten würde.

    Ich erhalte schon lange Botox und habe meist eine gute Wirkung. Es gibt aber auch Monate (und die können direkt nach der Behandlung sein), die mies aussehen. Alles ist möglich, aber das wirklich Wichtige ist, dass Du auf Botox positiv ansprichst.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 150

    Hallo Janosch,

    ich hab meine Glaskugel befragt und die wusste es auch nicht 😛
    Scherz beiseite (ich hoffe du bist nicht böse).
    Ich habe erst vor knapp zwei Wochen das erste mal Botox gespritzt bekommen und warte noch auf Erleichterung.
    Ich habe auch schon gelesen, dass Leute nach der ersten Behandlung überhaupt keinen Effeckt hatten und nach der zweiten wars dann viel viel besser.
    Ich würde daher jetzt gerade nicht davon ausgehen, dass es stetig schlechter wird bis zur nächsten Behandlung. Wenn ich etwas in den letzten Monaten gelernt habe ist, dass bei der Migräne (auch unter einer Profilaxe) wirklich auf nichts Verlass ist. Immer wenn ich denke jetzt hab ich ein Muster verstanden ändert sich wieder etwas.
    Vielleicht liegts auch einfach am „Weihnachtsstress“ gerade bei dir.
    Ich drück dir die Daumen, dass die nächsten Wochen wieder etwas besser werden.
    Liebe Grüße

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 61

    Danke euch, für die Antworten.

    Ich bin gerade etwas geknickt.
    Jetzt scheint es gesundheitlich endlich einmal einen Lichtblick zu geben und bergauf zu
    gehen,
    da hat mir heute der Arbeitgeber mitgeteilt, dass er aber diesen Weg nicht mehr mit gehen mag.

    Meine Migräne sei eine zu unsichere Sache, ich wäre schlicht weg nicht mehr geeignet.

    Trotz der Anwesenheit von Integrationsfachsienst und Integrationsamt so geschickt verpackt,
    dass es nichts mehr zu machen gibt, als den Auflösungsvertrag anzunehmen.

    So bin ich nun ab Januar arbeitslos – und kann nicht mal was dafür…

    …jedem Drängen der KK und dem MDK, eine Wiedereingliederung zu probieren bin und musste ich nachkommen,
    trotz dass ich jedesmal gesagt habe „ich bin noch nicht so weit“.
    Hätte ich nur mal früher einen guten Arzt gehabt (so wie jetzt) der von vorne rein gesagt hätte,
    Herr X, so können sie noch nicht wieder anfangen, haben sie noch Geduld. Am Ende war es einmal zu viel
    Wiedereingliederung.

    Hätte, hätte, …

    … so mache ich mich morgen auf die erste Etappe Richtung Kiel (700km).
    Am Donnerstag ist Aufnahme.
    Am 05.Januar fahre ich dann zurück in eine „rosige Zukunft“.

    Ich behaupt jetzt mal frech, mit einer anderen Erkrankung wäre es anders gelaufen.

    janosch

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 228

    Lieber Janosch,
    so eine K…!!!
    Da ist man schon krank und muss sich auch noch damit rumschlagen.
    Ich weiß nicht, wie es bei anderen Erkrankungen wäre aber es ist auf jeden Fall sehr doof!
    Manchmal denke ich, wir bräuchten noch ganz andere Bedingungen für kranke Menschen. Aber der Trend geht wohl gerade in eine andere Richtung zumindest in meinem Bereich!
    Viele Grüße
    lili

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27789

    Hallo Janosch,

    Mist aber auch, das tut mir leid für Dich. Aber dann war das nicht die richtige Firma für Dich. Jetzt nach vorne sehen, Du hast Zeit für die Klinik und danach startest Du neu durch. Manchmal muss eine Sache enden, damit eine andere, bessere starten kann. Das wünsche ich Dir sehr.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 150

    Hallo Janosch,

    das tut mir wirklich leid für dich.
    Ich denke aber das wichtigste ist ersteinmal, dass es dir mit der Migräne besser geht. Dann findest du auch sicher schnell einen neuen Job, der vielleicht viel besser ist als der Alte.
    Ich drücke dir alle Daumen!

    Liebe Grüße

    Sini05
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo Janosch,

    das mit deinem Arbeitgeber ist echt bescheiden. Ich kann nachvollziehen, wie sich das für dich anfühlt. Mir erging es letztes Jahr ähnlich, dass ich krankheitsbedingt gekündigt wurde. Dabei ist es eigentlich leider relativ egal, um welche Erkrankung es sich handelt. Die meisten Chefs wollen einfach nur gesunde, fitte, belastbare Mitarbeiter. Das ist leider in der heutigen Leistungsgesellschaft ein riesengroßes Problem. Wer da nicht mithalten kann bleibt auf der Strecke. Ich kämpfe da selber jedesmal damit und hoffe, dass ich mal einen verständnisvollen Chef treffe und einen Job länger als 6 Monate behalten kann.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du bald einen besseren Job findest. Ich finde, chronisch kranke Leute brauchen zu ihren gesundheitlichen Problemen nicht auch noch Sorgen und Probleme um ihre berufliche Existenz. Das wirkt sich nämlich nicht gerade förderlich auf unser Migräne aus.

    LG

    Sini

Ansicht von 19 Beiträgen - 91 bis 109 (von insgesamt 109)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.