Katrin und das Lachen

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  • Flummi
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    Hallo Katrin

    Ich bin in vergleichbarer Situation wie du und habe im März bis jetzt 5 Tage mit mittleren Kopfschmerzen gehabt, die teilweise aber auch migräneartig waren. Der Rest war Migräne.

    Als meine Dauerschmerzen, vor über 24 Jahren anfingen, hatte ich auch immer das Gefühl etwas tun zu müssen um zumindest mal eine Diagnose zu bekommen. Dieses Gefühl war auch immer verbunden mit einer großen Hoffnung, dass sich dann etwas ändert. Genauso ist es seit dem ich meine Diagnosen habe. Das war im Oktober letzten Jahres.

    Mittlerweile sehe ich das Ganze etwas distanzierter, damit ich mir nicht zu viel Hoffnung mache. Denn meine Erfahrungen haben gezeigt, das ich bei jeder Enttäuschung erstmal eine Zeit brauchte um meine Gedanken wieder auf wesentliche (alltägliche) Dinge zu fokussieren.

    Darum versuche ich, meinen Alltag so zu gestalten, dass ich der medizinischen Seite nur soviel Raum zu geben wie unbedingt nötig. Mein Hauptaugenmerk gilt der Familie, Arbeit und Freunden. Auch wenn Tage dabei sind, wo ich einfach nur liegen kann.

    Dieses versuche ich jetzt auch bei allen noch vor mir liegenden Prophylaxen umzusetzen. Denn gerade weil ich neben der chronischen Migräne auch den NDPH habe, könnte es schwierig werden eine geeignete Prophylaxe zu finden.

    Vielleicht kann mich meine o.g. Erkenntnis aber auch ein Stück weit „retten“, wenn dieses Nicht-handeln-müssen für ein Loslassen sorgt, was weniger Druck und Stress und mehr Sein-lassen bedeuten würde.

    Diese Entscheidung, Liebe Katrin, finde ich gut. Und wenn du dein Nicht-handeln-mūssen mit Dingen füllst die dir Freude bereiten, ist der Termin im Mai schneller da als du denkst. ?

    Liebe Grüße Flummi

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Liebe Indie, liebe Flummi,

    habt vielen Dank für eure lieben Worte, Wünsche und wertvollen Gedanken, die mir Hilfe sein werden! Ich empfinde es als wahren Segen, hier ohne viele Worte verstanden und in Notsituationen so gut aufgefangen zu werden! Es tut gut, sich verbunden und nicht alleine zu fühlen.

    Heute morgen sind nochmal ordentlich die Tränen geflossen, nach dem Frühstück ging‘s trotz Kopf raus an die frische Luft zu einem entspannten und gemütlichen Spaziergang und siehe da: mein Wunsch von gestern hat sich erfüllt, und ich hatte einen richtig guten Frühlings-Sonn(en)tag ?!

    Alles Liebe für euch!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Liebe Tanni,

    meine Zeilen an dich wollte ich eigentlich in einer PN verfassen, stelle sie jetzt aber doch mal öffentlich ein, vielleicht helfen deine Antworten auf meine Fragen ja nicht nur mir.

    Vielleicht möchte auch noch jemand hilfreiche Erfahrungen (mit)teilen.

    Magst du – als fleissige Faszienrollennutzerin – mir bei einer Entscheidungsfindung helfen?

    Ich bin körperlich und psychisch ziemlich erschöpft. Die Migräne lässt mir kaum Ruhe geschweige denn Erholungsphasen.

    Mein ganzer unterer Hinterkopf über den Nacken bis in die Schultern hinein ist total verspannt. Naja, diesen Kreislauf kennst du ja selbst!

    Dehnen ist eine Methode, die ich nutze.

    Nun überlege ich, ob ich mir eine Faszienrolle kaufe, um in diesen Bereichen (und in anderen „Schmerz-Problemzonen“) möglichst sanft zu lockern. Ich bin sehr empfindlich, was mich in Bezug auf Massagen u.ä. sehr vorsichtig sein lässt, da die Migräne dadurch bei mir sehr schnell getriggert werden kann.

    Was genau machst du mit der Faszienrolle alles? Kennst du Internetseiten mit „technisch sauberen“ Anleitungen?

    Welchen Härtegrad hälst du aus deiner Erfahrung und meinen Infos heraus für mich als geeignet?

    Auch wenn ich eine gewisse Akzeptanz, die sicher immer wieder natürlichen Schwankungen unterliegt, gegenüber der Migräne entwickelt und auch keine Angst mehr vor ihr habe, fühle ich mich ziemlich am Ende und bin gerade doch mehr (als erwartet, haha) enttäuscht, dass die zweite „Ladung“ Aimovig mit doppelter Dosis von 140 mg vor gut einer Woche gespritzt null Wirkung zeigt.

    Und das bringt mich wieder ein Stück weit in die Phase, dass ich jetzt handeln, etwas machen möchte – irgendwas…! Was in der Hand haben zu wollen – und wenn es „nur“ eine Faszienrolle ist…!

    Ich danke dir und allen, die sich äußern, schon mal vorab ganz freundlich!

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 months, 2 weeks von Katrin.
    Maresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Liebe Katrin,

    leider kann ich Dir in Sachen Faszienrolle nicht helfen. Es tut mir nur so weh, Deine Verzweiflung zu hören, dass ich Dir wenigstens einen kleinen, mitfühlenden Gruß senden wollte. Im Besten Fall mit einem Foto von meinen 4qm Garten, aber ich weiß nicht recht, ob das klappt…
    Skabiosen

    Schade, dass das Aimovig so gar nicht helfen mag. Zerstörte Hoffnungen sind besonders schwer zu ertragen, finde ich.
    Aber Du machst es genau richtig: neue Pläne schmieden, und das Leben in die Hand nehmen 🙂

    Viva la Vida, sage ich mit mitfühlenden Grüßen,
    Maresa

    Maresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    hmpf….
    ich mach noch einen Versuch:
    Skabiosen

    Sollte das auch nicht klappen, benötige ich wohl Nachhilfe???

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 165

    Liebe Katrin,
    ich habe selber zwei Faszienrollen, die ich feiere wie sonst kein Fitnessgerät dieser Welt. Das gute Stück rettet mir regelmäßig das Leben 😉
    Vielleicht kann ich dir diesbezüglich also Tipps geben.

    Ich empfehle in jedem Fall IMMER die weichen Modelle anzuschaffen. Ich habe von Blackroll daher die „Med“ Variante (klassischer Zylinder mit Loch in der Mitte) und eine kleinere Rolle in „Hantelform“ (gabs mal günstig bei Tchibo, ist völlig ausreichend). Die Rollen kommen immer mit „Bedienungsanleitung“, wobei Übungen empfohlen werden.

    Mit der Hantelrolle arbeite ich im Türrahmen oder an einer freien Wand und über den Zylinder kann ich mich mit der ganzen Rückseite rollen. Bzw. um den Nacken/ Hals und Übergang zum Kopf zu massieren lege ich mich auf den Rücken und lege mir den großen Zylinder in den Nacken. Dann rolle ich Millimeterweise den Kopf von rechts nach links. Den Druck kann man dabei variieren und damit auch die Schmerzen.
    Ansonsten kann man auch intuitiv damit arbeiten.
    Darüber hinaus nutze ich auch viele Übungen aus dem (Yin) Yoga, um meinen Hals/ Nacken/ Schulterbereich zu dehnen. Ein Physiotherapeut kann dir auch Übungen zeigen. Ggf. auch mit der Rolle. Einfach mal nachfragen am besten.

    Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass mir mein Antidepressivum was ich jetzt seit 5 Wochen nehme nicht nur die Stimmung zuverlässig hebt, sondern auch die starken Nackenschmerzen nimmt.
    Vielleicht wäre das momentan auch noch eine Idee, um dich aus deinem Tief und der Enttäuschung zu buddeln.

    Ganz liebe Grüße!

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2061

    Liebe Katrin,
    Ich versuche gerne mal, meine Faszienrollen-Erfahrung mit dir (und allen anderen interessierten) zu teilen, aber ich weiß nicht, wie viel dabei tatsächlich rumkommt 😉

    Also das einfachste zuerst: Es gibt unzählige Faszienrollen auf dem Markt – viele davon haben Rillen oder Noppen in allen erdenklichen Formen – von diesen Rollen rate ich dringend ab! Mit ihnen kann man nicht gleichmäßig arbeiten und der Einsatz ist an manchen Stellen sogar kontraproduktiv.

    Das Einfache Teil 2: Ich nutze meine Faszienrolle für fast alles – am meisten für Füße, Beine, Gesäß, Schulter und meine verspannte Nackenmuskulatur. Mein Physiotherapeut gibt mir regelmäßig den Auftrag, mit der Rolle zu arbeiten, weil ich viele Muskeln nicht weiter dehnen kann. Ich hab die Rolle bei mir im Wohnzimmer liegen und immer wenn mir danach ist mache ich ein paar Übungen. Gelernt habe ich das Ganze in einem Kurs (der leider nicht mehr stattfindet 😥) – dort hat man einfach den großen Vorteil, dass der Trainer direkt sieht, ob die Ausführung stimmt und auch Alternativen zeigen kann. Und im Kurs ist die Variation der Übungen viel größer, als wenn man nur zu Hause die paar macht, an die man gerade denkt.
    Wenn man eine Faszienrolle kauft, ist in vielen Fällen eine gut verwendbare Anleitung für die klassischen Übungen dabei, jedoch ohne Variation. Ich hatte noch keinen Bedarf, mir online Übungen zu suchen, wenn ich eine brauchbare Seite finde geb ich gerne Bescheid. Ein guter Physiotherapeut kann dir in der Regel auch Übungen zeigen.

    Nun das schwierigere – der Härtegrad: ich selbst nutze eine Rolle aus Holz🌳 härter geht kaum, aber ich möchte auch keine andere mehr 🙃 inzwischen finde ich die weicheren Rollen sogar weniger angenehm als mein Holz. Aus dem Kurs weiß ich allerdings, dass es Teilnehmer gibt, die lieber Tennisbälle statt Holzkugeln nehmen, deshalb würde ich hier nicht von mir auf andere schließen 😉 Wobei der Härtegrad auch nur zum Teil entscheidend ist – je härter die Rolle, desto weniger Gewicht lässt man auf ihr lasten,dadurch relativiert sich dieser Punkt ein wenig. Ich würde hier tatsächlich am ehesten zum ausprobieren raten (geht meistens in gut sortierten Sportläden)

    Zum Stichwort sanft: der Vorteil einer Faszienrolle ist, dass du selbst die Intensität bestimmen kannst. Meistens geht das über Gewichtsverlagerung, manchmal kann man einen Yogaklotz zur Entlastung nutzen oder vom Boden an die Wand wechseln… Die Möglichkeiten sind immer da.

    Und noch etwas aus meiner persönlichen Erfahrung für den Nacken: Viele Faszienrollen sind einfach nur eine durchgehende Rolle – mein Rollholz hat in der Mitte eine Aussparung. Hierdurch kann man den Rücken ausrollen, ohne die Wirbelsäule zu belasten und was noch besser ist: die Kerbe ist so geformt, dass man den Hinterkopf darauf ablegen kann, so dass der Nacken genau in der Aussparung liegt und man mit kleinen Bewegungen die Verspannungen dort selbst lösen kann. Oder einfach ganz entspannt darauf liegen… Es gibt Faszienrollen, die nur eine minimale Aussparung für die Wirbelsäule haben, da geht das mit dem Nacken leider nicht, also darauf achten, dass die Kerbe tief genug ist.
    Es gibt auch sogenannte Doppelkugeln, diese nehme ich sehr gerne für den Bws-Bereich, im Nacken kann man sie auch anwenden, aber aus meiner Sicht nicht so optimal wie die Rolle, weil da der Nacken ein wenig überstreckt wird.

    Lange Rede, kurzer Sinn – meine Empfehlung: Ich würde eine Rolle suchen, die bestenfalls in der Mitte eine Kerbe für den Nacken aber keine Noppen oder Rillen hat, den Härtegrad musst du wohl selber austesten, manchmal gibt es auch Rollen, bei denen man die Härte über ein Innenteil variieren kann…

    Als günstige Alternative: mit 2 Tennisbällen in einer Socke kann man wunderbar eine Doppelkugel simulierten – damit kannst du schonmal schauen, ob dir die Doppelkugel für den Nacken liegt.

    Wenn du das Rollholz mal testen möchtest: ab August gibt es wohl in Norderstedt ein Yoga – Studio, das mit den Faszienrollen aus Holz Kurse anbietet. Oder du kommst mich mal hier im Süden besuchen 😊

    Soviel zum Thema Rollen – ich hoffe, man konnte es halbwegs verstehen (hab gerade 6 Stunden Autofahrt hinter mir und kann nicht mehr denken).

    Es tut mir wirklich leid für