Lara ohne Akutmedikation

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  • Lara22
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    Hallo zusammen,

    jetzt bin ich beim 9. Migränetag in Folge und mag nicht mehr. Die Übelkeit macht es mir auch super schwer, etwas zu essen. Mit Domperidon und Vomex komme ich auch nicht wirklich weiter. Gibt es noch irgendetwas wenigstens gegen die Übelkeit, was „nierenfreundlich“ ist?

    Liebe Grüße
    Lara

    Julia
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    Hallo, liebe Lara,
    tut mir sehr leid, dass du sich so sehr quälen musst.
    Hast du deinen Nephrologen schon auf MCP oder Ondansetron angesprochen? Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass die beiden Medikamente auch bei Niereninsuffienz angewendet werden könnten. Eine Frage, vielleicht auch beim Neurologen oder Hausarzt, wäre sinnvoll, das können auch die wissen.
    Ich wünsch dir eine schnelle Besserung,
    Julia

    Lara22
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    Beitragsanzahl: 41

    Liebe Julia,

    danke, werde ich morgen beides mal erfragen. Bisher kam ich mit Domperidon und Vomex eigentlich meistens ganz gut klar. Wenn die Schmerzen mit Hilfe von Ibuprofen, vergangen sind, wurde auch die Übelkeit immer besser.

    Ohne wirkliche Akutbehandlung scheint auch die Übelkeit sich aber austoben zu wollen. Dazu sind auch die Schmerzen kaum noch auszuhalten.

    Liebe Grüße
    Lara

    Julia
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    Hallo Lara,
    ich noch mal.
    „das können auch die wissen“ oder nachlesen!!! Ich hab es nachgelesen: Ondansetron oder Granisetron (günstiger, aber gleichwertig) solltest du nehmen können! MCP eventuell auch.
    Also sprich deine Ärzte an, denn wenn schon mal die Übelkeit weg oder besser ist, ist das ja schon ein großer Teil der Miete ?.
    Alles Liebe,
    Julia

    Lara22
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    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Julia,

    vielen Dank für den Tipp! Ondansetron habe ich heute bekommen und die Übelkeit ist damit tatsächlich besser! Immerhin etwas 🙂
    Nur die Schmerzen machen mir zu schaffen. Der Kopf tut so unglaublich doll weh, ich kann so weder richtig liegen, noch sitzen. Ich dachte immer, in einen Status gerät man leichter, wenn man behandelt.
    Dazu habe ich Donnerstag den Nachschreibtermin meiner Klausur und muss bis dahin irgendwie wieder auf den Beinen sein.

    Liebe Grüße
    Lara

    Julia
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    Hallo Lara, da freu ich mich, dass ich dir wenigstens ein bisschen helfen konnte. Mir ging es früher oft deutlich besser, wenn die Übelkeit durch Erbrechen verschwand oder zumindest weniger wurde, und oft hat sich dann auch der Kopfschmerz gebessert.
    Das wünsche ich mir dann jetzt mal für dich!
    Liebe Grüße zurück,
    Julia

    Lara22
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    Hallo zusammen,

    ich habe meine Nachschreibklausur am Donnerstag mitschreiben können. 🙂 Wenn auch unter Schmerzen und warte jetzt auf das Ergebnis.
    Seit ich die Migräne akut gar nicht mehr behandle (außer mit Vomex und/oder Ondansetron) scheine ich von einem Status in den nächsten zu geraten und ich weiß nicht, was ich falsch mache. Ein MÜK ist definitiv ausgeschlossen, da ich Dank meiner Nierenproblematik ja gar keine Schmerzmittel mehr nehme und Triptane wirken nicht, nehme ich also auch nicht. An manchen Tagen sind die Schmerzen aushaltbar, dann kurz mal weg und dann kommen sie mit voller Wucht immer wieder, sodass ich gar keinen ganzen schmerzfreien Tag mehr habe.

    Liebe Grüße
    Lara

    Julia
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    Hallo, liebe Lara.

    Erstmal Glückwunsch, dass du es geschafft hast, die Klausur zu schreiben, ein Problem weniger. ??

    Ich bin gerade über deine Aussage, ein MÜK sei unmöglich gestolpert. Seit wann nimmst du denn keine Schmerzmittel mehr. Ich hatte es so verstanden, als wäre erst im April Schluss damit gewesen. Wenn das so ist, denke ich, kannst du durchaus noch im MÜK sein. Und dann wäre eine Überlegung, ob du da vielleicht mit Kortison etwas machen könntest. Wäre natürlich auch für einen Status sinnvoll.
    Das muss aber natürlich dein Nephrologe entscheiden. Sprich aber bitte mit beiden Ärzten darüber, falls dein Nephrologe die Belastung durch die Migräne immer noch nicht erkannt hat und darum vielleicht gar nicht auf dein Problem eingeht!

    Alles Liebe,
    Julia

    Lara22
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    Liebe Julia,

    danke dir! Ich habe seit Anfang März gar kein Schmerzmittel mehr genommen, Januar und Februar insgesamt schon nur noch an 5 Tagen, davor an bis zu 10 Tagen im Monat. Fast durchgängig Migräne habe ich aber jetzt erst seit einigen Wochen. Mit meinem laienhaften Wissen schließe ich damit einen MÜK aus, mein Neurologe auch.

    Der Nephrologe sieht leider auch weiterhin keinen dringenden Grund Migräne zu behandeln, wenn es die Nieren gefährden könnte. Einen anderen finde ich so schnell aber auch nicht. Ich bezweifle, dass er bei Kortison zustimmen würde, werde es aber morgen mal erfragen. So kann es jedenfalls nicht bleiben!

    Liebe Grüße
    Lara

    Julia
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    Sprich es noch mal an, aber dass der Nephrologe keine auch nur eventuell nierenschädigende Therapie machen will, spricht ja eigentlich für ihn. Bisher hatte ich dich so verstanden, dass er die Migräne an sich nicht für behandlungsbedürftig hält.
    Also frag noch mal, wer weiß, was da möglich ist.

    Hast du schon über einen Aufenthalt in Kiel nachgedacht? Das würde ich für dich als extrem sinnvoll erachten. Bei der Konstellation hoch frequente Migräne-Niereninsuffizienz sollte es eigentlich auch relativ schnell gehen, denn trotz der eigentlich recht langen Wartezeit kann ich mir vorstellen, dass du als höchstdringlich angesehen werden könntest. Besprich das doch mal mit deinem Neurologen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Julia.
    Lara22
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    Naja er ist der Meinung, dass die Migräne ja nicht gefährlich sei und man sie deshalb nicht behandeln müsse- Und erst recht nicht, wenn es die Nieren gefährden könnte. Er ist als Nephrologe auch sicher gut, dagegen will ich gar nichts sagen. Und e sist sicher auch super wichtig, meine Nieren zu jetzt schonen, aber dafür habe ich jetzt kein Leben mehr. Bzw. ein Leben, was nur noch aus einem stark pochenden Kopf besteht mit dem gar nichts möglich ist. Mein Sozialleben liegt komplett auf Eis und wie ich ab nächster Woche so wieder in die Uni soll, ist mir auch schleierhaft.

    Julia
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    Na ja, Lara, mal ganz knallhart gesagt: mit kaputten Nieren ist das Leben auch nicht schöner!
    Und ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe seit meinem dritten Lebensjahr eine schlimme Migräne, so schlimm, dass ich gar nicht erst eingeschult werden konnte. Ich war zu der Zeit länger im Krankenhaus. Und erst ab 44 hatte ich die erste ungefährliche Behandlungsmöglichkeit mit den Triptanen. Das wünsch ich garantiert niemandem, denn es war nicht einfach, und heute auch nicht mehr wirklich vorstellbar. Aber meine Nieren hätte ich mir nicht kaputtmachen wollen.
    Dass dich das jetzt nicht gerade aufbaut, weiß ich genau! Tut mir auch leid, dass ich es so geradeheraus schreibe, aber ich denke, du solltest andere Wege, wie z.B. mit Hilfe von Kiel versuchen. Und auch vielleicht mit einem verständnisvolleren Nephrologen, der sich um eine verträgliche Behandlung bemüht.
    Gib nicht auf, es kommen auch immer wieder bessere Zeiten. Das kann ich nach fast 70 Jahren mit Migräne ganz sicher sagen.

    Liebe verständnissvolle Grüße,
    Julia

    Lara22
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    „Knallharte“ Worte kommen wenigstens auch in meiner momentanen Hoffnungslosigkeit an. 😉
    Ich möchte mir meine Nieren auch nicht weiter kaputt machen. Wenn mir das egal wäre, würde ich einfach wie gehabt mit Ibuprofen weiter behandeln und mein Leben leben. Genau damit habe ich sie mir aber höchstwahrscheinlich ja schon kaputt gemacht. Und die Schuld, dass es überhaupt dazu kam liegt auch alleine bei mir. Dass Ibuprofen an 10 Tagen im Monat in Höchstdosis nicht gesund sein kann, war mir durchaus theoretisch bewusst. Der Wunsch nach einem halbwegs normalen und schmerzfreien Leben war einfach zu groß.
    Und jetzt sehe ich gar keine Optionen mehr, der Betablocker bleibt mir, bisher hat er mir von 25 auf 15 Schmerztage im Monat geholfen, jetzt bin ich plötzlich bei täglicher Migräne. Schmerzmittel werden nie wieder wirklich eine Option sein, wenn überhaupt selten Novalgin, was auch in der Vergangenheit nie gewirkt hat. Triptane zeigen keine Wirkung, die Hoffnung, dass sie das jemals tun werden, habe ich auch aufgegeben, Magnesium und sämtliche anderen Prophylaxen fallen weg.

    Dieses Gefühl diesem rasenden Kopfschmerz völlig ausgeliefert zu sein und festzustellen, dass er nicht wieder aufhört, macht mich trotzdem völlig fertig.

    Lara22
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht so stark. Meine Mutter kann ja auch mit unbehandelter Migräne ihrem Alltag nachgehen und versteht nicht, wieso ich das nicht kann. Bei starker unbehandelter Migräne geht bei mir vor Schmerzen gar nichts, auch nicht wenn ich mich noch so sehr anstrenge.

    Julia
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    Ach Lara, als Schuld solltest du das jetzt nicht sehen, das könnte dich nur daran hindern, jetzt ganz schnell zu versuchen, etwas zu tun. Auch ich hab mir in deinem Alter „alle Mühe“ gegeben, meine Nieren oder Leber kaputtzumachen. Gelonida, Ergotamin, und alles andere auch, waren meine bevorzugten Mittel. Also, ich habe nur mehr Glück gehabt als du.

    Darum ist es mir auch so wichtig, auch wenn ich jetzt ziemlich rabiat rüberkomme, dass du dich aufraffst und ganz schnell mit deinem Neurologen über einen Aufenthalt in Kiel sprichst.
    Alles andere, sogar auch das Studium demnächst, sollte dabei zweitrangig sein.

    Auf der Seite der Schmerzklinik kannst du dich informieren. Und ich bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass dein Alter und deine schlimme Situation zusammen mit einer Einweisung „höchstdringlich“ recht schnell zu einer Aufnahme führen könnte. Ich kenne die Kieler jetzt seit 22 Jahren und weiß, wie hilfsbereit sie, wenn irgendmöglich, sind. Wichtig wäre dafür sicher, dass du zeitlich flexibel bist, um vielleicht einen plötzlich freigewordenen Platz zu nehmen.

    Es liegt jetzt allein bei dir, die Hoffnungslosigkeit durch Aktion zu überwinden und nur noch an dich zu denken. Du musst jetzt stark sein, auch wenn es enorme Kraft braucht.

    Denk drüber nach, aber mach dir dabei bitte keine Vorwürfe, dafür gibt’s keinen Grund.
    Sei stark,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Julia.
    Brain
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    Hi Lara,

    ich mags nochmal deutlich sagen: Deine Mutter checkts nicht. Wenn bei meinem Kind mit 22 eine beginnende Niereninsuffizienz bei schwerer chronischer Schmerzerkrankung festgestellt werden würde, ich würde vor Sorge vergehen. Ich würde alles tun, um es dem Kind so leicht wie möglich zu machen und es so gut wie möglich zu unterstützen. Das Letzte, was ich tun würde, wäre, ihm mangelnde Widerstandskraft vorzuwerfen. Ich finde das ehrlich gesagt erbärmlich.

    Ich drück dir die Daumen für das Klausurergebnis! Hoffe, du kannst neben den Schmerzen dennoch auch ein wenig Ruhe finden.

    Liebe Grüße
    Brain

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Jetzt haben wir gleichzeitig geschrieben!

    So ein Quatsch!!! Selbst, wenn du nicht sooo stark sein solltest, wie deine Mutter, hast du doch eine ordentliche Behandlung verdient! Und wer, außer deiner wohl nicht sehr mitfühlenden Mutter, sagt denn, dass ihre Migräne nicht schwächer und deutlich besser zu ertragen ist?
    Da wird dir nur eins helfen: abnabeln und selbstbewusst deine dringend nötige Behandlung durchziehen. Kein Mensch darf Schmerzen, die jemanden fertig machen, mit den eigenen vergleichen. Lass dich bitte nicht beirren, du hast ein Recht auf eigene Schmerzen. Darum bist du nicht empfindlicher, oder was deine Mutter noch so darüber sagen mag.
    Es ist dein Leben! Das musst du dir bewusstmachen, nicht ihres.

    Ich komm richtig in Rage…

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Brain hat sooo recht!!!

    Brain
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    P. S.: Und ich möchte mich Julia anschließen. Die Behandlung dieser akuten und wirklichen Krisensituation sollte jetzt im Vordergrund stehen. Vielleicht kapieren deine Eltern ja auch mal eher, was los ist, wenn du Unterstützung von medizinischer Seite bekommst. Und wenn nicht, dann hast du die wenigstens, das wäre sehr, sehr wichtig.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Ich schon wieder.

    Ich vermute mal, du bist jetzt gerade total überfordert und aufgewühlt, und ich glaube, ich würde vor Erschöpfung jetzt heulen.
    Wenn möglich, nimm ein bisschen Vomex und versuch erstmal zu schlafen. Dadurch sortieren sich dann die Gedanken und du kannst morgen viel klarer neue Schritte gehen.
    Alles alles Liebe und neue Zuversicht schick ich dir,

    Julia

    Lara22
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Danke ihr Lieben!

    Julia, da hast du mich jetzt aber gut durchschaut- mir laufen tatsächlich die Tränen in Strömen. Jetzt gibt es ein Kühlkissen, Tschentücher und Vomex und dann schließe ich die Augen erstmal. Morgen werde ich aber alles nochmal lesen.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Dann wünsch ich dir jetzt einen ganz tiefen und erholsamen Schlaf ??.

    Indie
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    Liebe Lara,
    mach dir bitte keine Vorwürfe, weil du die letzten Jahre mit Ibuprofen behandelt hast. Ich würde das auch machen, wenn Triptane nicht bei mir wirken würden.

    Vielleicht ist deine Migräne momentan auch deswegen gerade so schlimm, weil du dich hoffnungslos und ausgeliefert fühlst. Mir ging es da letztes Jahr ähnlich. Immer wenn ich nicht mehr weiter wusste, ist die Migräne erst recht zur Höchstform aufgelaufen. Und wenn ich mich so richtig reingesteigert habe während einer Attacke, waren die Schmerzen auch viel schlimmer. Das Gefühl jetzt keine Migräne haben zu dürfen, weil ich funktionieren (in meinem Fall arbeiten) muss hat mir schon zweimal einen Migränestatus beschert.
    Ich will jetzt um gottes willen nicht sagen, dass du an der vielen Migräne gerade selber Schuld bist. Ich möchte nur erklären, dass Angst, Sorgen und Panik erst recht das Nervensysthem in Unruhe versetzen und das die Migräneneigung steigert.

    Und dass dir außer dem Betablocker keine andere Prophylaxe bleibt würde ich so nicht pauschalisieren. Nach einer kurzen Suchanfrage bei google konnte ich z.B. schon rausfinden, dass Antidepressiva unter Beachtung der Dosis durchaus auch bei Niereninsuffizenz gegeben werden können. Du solltest darüber nur unbedingt mit einem fähigen Neurologen sprechen und das zügig in Angriff nehmen. Auch eine Behandlung in Kiel ist sicher eine Option. Ggf. wäre es auch hilfreich dir psychologische Hilfe zu holen, um die aktuelle Situation besser meistern zu können und dich nicht mehr so alleine zu fühlen.

    Und falls es dich tröstet: meine Mutter erinnert mich regelmäßig daran, dass mein Arbeitgeber mich aufgrund meiner langen Krankschreibung bestimmt bald rausschmeisst. Das ist auch ziemlich daneben und ich habe mich daher momentan stark von ihr distanziert und mir jegliche Kommentare in die Richtung verbeten.

    Bitte nicht verzweifeln!

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Mal so richtig heulen kann sehr entlastend sein, also nicht unterdrücken!
    Dann wünsch ich dir jetzt einen ganz tiefen und erholsamen Schlaf ??.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Doppelt hält wohl besser ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28012

    Jetzt komm ich auch noch hinterher. 😉 Liebe Lara, Du bist an nichts schuld, Deine Mutter kapiert es nicht und Du hast die Klausur geschafft. 🙂

    Es ist wichtig, dass Du auf lange Sicht eine Prophylaxe erhältst, denn diese kann man Dir nierenschonend aussuchen. So hast Du insgesamt viel weniger Attacken und im besten Fall auch leichter verlaufend.

    Botox wäre auch jetzt schon möglich, vielleicht auch in der Kombination mit einer weiteren Prophylaxe. Das Problem ist in den Griff zu bekommen, mache Dir da mal keine Sorgen. Und Kiel würde ich auch anpeilen, nirgends ist mehr Wissen vorhanden!

    Alles Liebe,
    Bettina

    Anna
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    Liebe Lara,

    möglicherweise fühlt sich deine Mutter ja auch in gewisser Weise schuldig, weil sie dir die Krankheit vererbt hat und spielt sie deshalb herunter, damit es für sie selbst nicht so schlimm ist.

    Das ist aber nicht dein Problem. Du musst dich jetzt um dich selbst kümmern.

    Ich habe auch lange Zeit viel Ibuprofen genommen, bevor es die Triptane gab.
    Es wurde immer behauptet, die wären harmlos und gut verträglich.
    Vielleicht hatte ich einfach Glück bzw. meine Migräne war eben nicht so häufig wie deine.
    Aber wenn man so richtig schlimme Schmerzen hat, kommt man auch an den Punkt an dem einem alles egal ist.

    Ich drücke dir dir Daumen, dass sich auch für dich eine gute Lösung findet und dass du die Prüfung mit einem guten Ergebnis geschafft hast.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 549

    Liebe Lara,

    lass dich in Gedanken erstmal ganz sachte umarmen und lehne dich an uns allen an, vielleicht können wir dir so ein bisschen Halt geben und dir ermöglichen, ein kleines bisschen los- und lockerzulassen ???!

    Ich kann den anderen Lieben nur zustimmen. Wenn zum körperlichen Schmerz auch noch der seelische Schmerz des Nicht-gehört-und-gesehen-werdens durch deine Mutter hinzukommt, kann das sowohl den einen als auch den anderen Schmerz verstärken.

    Ich kenne wie ihr, liebe Lara und liebe Indie, diese „Taub- und Blindheit“ einer Mutter, die das Leid ihrer Tochter nicht sehen will, möglicherweise nicht sehen kann, weil es sie vielleicht selbst zu sehr schmerzen würde. Vielleicht braucht sie ihre um sich selbst herum errichtete Mauer, damit das Ganze für sie „erträglicher“, irgendwie auszuhalten ist.

    Das sind alles Spekulationen, aber scheinbar wirst du bei aller noch so größten Anstrengung, von ihr gehört und gesehen zu werden, nichts erreichen, weil sie von deiner Krankheit, deinen Sorgen, deinen Ängsten vielleicht nichts hören oder sehen will! Vielleicht wäre das auch viel zu gefährlich für sie, weil sie dann möglicherweise mit ihrer eigenen Krankheit, ihren eigenen Sorgen und Ängsten in Verbindung käme, was sie scheinbar unter allen Umständen zu vermeiden versucht. Und all das möchte sie neben ihrem körperlichen Schmerz, den sie nach außen hin scheinbar „gut“ erträgt, vielleicht nicht spüren, weil sie eben vielleicht doch nicht so stark ist, wie es scheint, und daran zerbrechen würde?

    Schau, dass du Menschen hast und findest, die dich nehmen, wie du bist. Und vielleicht kannst du selbst auch gerade jetzt versuchen, dich selbst zu nehmen, so wie du bist – Schritt für Schritt, auch wenn jeder einzelne noch so klein sein mag – es ist ein Schritt vorwärts! Auch wenn dein Leben durch die Migräne und deine Nierenproblematik sehr stark beeinflusst wird – du bist gut, wertvoll und liebenswert, so wie du bist!!! JA – DAS IST DIE WAHRHEIT!

    Niemand kann dich zu etwas zwingen, aber ich halte die sehr klugen und lieb gemeinten Empfehlungen, JETZT an dich zu denken, für dich zu sorgen und dich umgehend an die Schmerzklinik Kiel zu wenden, für absolut sinnvoll und notwendig! Du wirst dort von kompetenten, engagierten und aufmerksamen Spezialisten sehr gut aufgenommen, betreut und versorgt werden!

    Ich wünsche dir aus tiefstem Herzen alles Gute!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  Katrin.
    Lara22
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    So viele mutmachende Worte, danke euch allen! 🙂

    Ich glaube tatsächlich bei meiner Mutter ist es wirklich einfach so, dass sie es nicht verstehen kann. Sie kann mit der Erkrankung schließlich auch relativ normal leben und geht wohl davon aus, dass es dann ja möglich ist auch mit unbehandelten Attacken seinen Alltag zu meistern. Und irgendwie gehe ich wohl auch davon aus, dass es mir eigetnlich auch möglich sein müsste.

    @bettina: Ich nehme seit einigen Jahren schon einen Betablocker als Prophylaxe, vorher lag ich bei ca. 25 Schmerztagen im Monat, mit dem Betablocker waren es nur noch um die 15. Bessere und schlechtere Phasen gab es natürlich immer mal, aber wochenlange „Dauermigräne“ wie jetzt, eigentlich nicht.
    Ich dachte immer für Botox müsste man relativ viele Prophylaxen durchprobiert haben? Ich hatte erst 3 und vieles kommt ja jetzt gar nicht mehr in Frage.

    Mit Vomex habe ich wenigstens etwas Schlaf bekommen, heute morgen gewittert der Kopf aber weiter. Mittig hinter der Stirn und die Übelkeit kommt auch schon wieder durch.

    Ich wünsche euch allen einen schmerzfreien Tag.

    Liebe Grüße
    Lara

    haldirchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Liebe Lara
    Ich hoffe, die Migräne ist nicht durchgekommen und Du hattest einen erträglichen Tag!
    Ein Status geht irgendwann vorbei, auch wenn man sich das, so mittendrin, schlecht vorstellen kann. Bitte sprich Deinen Neuro-/ Nephrologen auf Kortison an!
    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, baldige Besserung und eine schnelle Aufnahme in Kiel.

    Mitfühlende Grüße
    Judith

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