Lilli 13 stellt ihren Sohn Ole vor

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  • Lilli 13
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    Hallo,
    ich habe in den letzten Tagen schon einiges in den Foren gelesen und möchte mich bzw. meinen Sohn nun auch vorstellen.
    Ole ist 13 und hat vermutlich schon seit dem Grundschulalter Migräne, die aber sich nicht typisch äußerte und dementsprechend nicht erkannt und nicht richtig behandelt wurde. 2012 wurde nach einer zweiwöchigen Kopfschmerzphase eine Schmerzstörung (Spannungskopfschmerz und Migräne) diagnostiziert und das erste Mal Triptan verordnet. Ich erspare Euch die Details, im Endeffekt wurden die Kopfschmerzen langsam besser von 25 Schmerztagen im Mai 2012 bis zu 5 im Juni 2013.

    Im Oktober 2013 begannen plötzlich wieder Dauerkopfschmerzen, 2 Wochen Migräne danach dumpfe Kopfschmerzen, die sich durch Bewegung verschlimmern, laut Prof. Göbel ebenfalls Migräne. Dieser Zustand hält bis heute ohne nennenswerte Pause an, d.h. 3, 5 Monate Dauerkopfschmerzen.

    Anfang Januar war Ole zwei Wochen stationär in Kiel, ich habe ihn begleitet. Es war einerseits sehr hilfreich, da wir endlich eine Diagnose erhalten haben (chronische Migräne) und eine Prophylaxe (Stangyl 50mg, Magnesium und Vitamin B2). Die Diagnose ist ziemlich entsetzlich für einen 13 jährigen, aber wir waren sehr motiviert und dachten mit einer gescheiten Attackenmedikation werden wir die Zeit überbrücken können bis die Prophylaxe wirkt. Und in der Pubertät ist ja alles offen, auch für positive Entwicklungen.

    Jetzt ist es allerdings so, dass Ole schon in der Klinik klassische Migräneattacken hatte, viel häufiger und stärker als jemals zuhause. Nach der Rückreise hat sich ein Status migränosus entwickelt, das hat ihn auch psychisch böse erwischt, mich auch. Der behandelnde Arzt hier hat ihn mit 3 x Cortison 100mg Infusionen behandelt, zweimal davon inklusive ASS 1gr. Davon ist der Kopfschmerz besser geworden, aber nicht weg gegangen. Bewegung war nach wie vor nicht gut möglich. Die letzte Infusion war vorgestern, heute sind die Schmerzen zwar dumpf nicht pochend, aber schon wieder schlecht aushaltbar, tagsüber war Comic lesen noch möglich, jetzt geht nur noch Fernsehen, was natürlich nicht gut ist und nicht lange sein darf.

    Schmerzmittelgaben hat Ole nur noch drei übrig für diesen Monat, eigentlich besser weniger aufgrund des Alters. Wir drehen uns im Kreis und ich bin völlig ratlos, wie wir die Zeit überstehen sollen, um zu schauen, ob das Stangyl wirkt.

    Jetzt ist die Vorstellung deutlich zu lange geraten und ich fürchte auch nicht so eindeutig wie ich es gerne gehabt hätte.
    Ich habe eine Menge Fragen: zum Schmerzgedächtnis bei Migräne, zu chronischer Migräne bei Kindern/Jugendlichen und zu den Vorgängen bei einem Status migränosus. Wenn Ihr mir dazu Verweise schicken könntet oder Infos gebt, würde ich mich freuen.
    Viele Grüße Lilli 13

    Bettina Frank – Admin
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    Herzlich willkommen, liebe Lilli und Ole. 🙂

    Wenn unsere Kinder leiden, leiden wir Eltern umso mehr. Auch meine beiden Kinder sind betroffen, sodass ich Dir alles von Herzen nachfühlen kann.

    Die gute Nachricht: Nach der Pubertät kann sich bei Jungs alles so gut verbessern, dass diese Zeit jetzt nur noch böse Erinnerung bleibt. So war das auch bei meinem Sohn (jetzt 18), der inzwischen nur noch einige Attacken im Jahr hat.

    Wie Du sicher weißt, kann die medizinische Prophylaxe bis zu 3 Monaten dauern, bis sich Wirkung einstellt. Habt noch Geduld, sie wird hoffentlich belohnt werden!

    Nun zu Deinen Fragen:

    Bei Migräne entwickelt sich kein Schmerzgedächtnis. Hier findest Du alles zum Thema Schmerzgedächtnis

    Hier findest Du viele Informationen zur kindlichen Migräne

    Und noch viel mehr zum Thema Kinder mit Migräne auf der Homepage der Schmerzklinik.

    Lies Dich mal in Ruhe durch, weitere Fragen beantworten wir gerne.

    Alles Gute Euch beiden und dem Rest der Familie.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Beitragsanzahl: 168

    Hallo Bettina,
    vielen Dank für Deine rasche und nette Antwort und die links. Ich werde mich gleich ans Lesen machen. Weder mein Mann noch ich haben Migräne, das verstärkt die Unsicherheit im richtigen Umgang damit noch. Da sind wir um so mehr auf Infos von Betroffenen angewiesen.
    Viele Grüße Lilli 13

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    ich kann Eure Unsicherheit sehr gut verstehen, andererseits könnt Ihr so voll und ohne Einschränkung für Euren Sohn da sein.

    Wichtig ist auch die Regelmäßigkeit im Tagesablauf. Dies betrifft die Aufsteh- und Bettgehzeiten, die Mahlzeiten mit ausreichend Kohlenhydraten, ausreichend trinken und genügend Pausen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Beitragsanzahl: 168

    Hallo Bettina,
    danke, ja das machen wir. Unfairerweise sind wir eine Familie, die ohnehin schon immer relativ regelmäßig, relativ reizarm, ohne Freizeitstress usw. gelebt hat und lebt. Unser grundsätzliches Problem ist, dass durch die Dauerkopfschmerzen, die immer durch Bewegung schlechter werden, Prophylaxemaßnahmen wie Sport und aktivere Ablenkung als lesen oder anderes was im Liegen oder Sitzen geht, nicht möglich sind. Seit Januar haben wir das zusätzliche Problem mit den heftigeren Migräneattacken.: Das Triptanspray nimmt nur die Schmerzspitzen, dumpfe, starke Schmerzen bleiben. Schlafen kann Ole dann selten, wie sollen wir den Tag rumkriegen, ohne Reize, den ganzen Tag im Dunklen liegen und Schmerzen aushalten geht mal, aber nicht ständig. Und dann noch nicht mal die Sicherheit, dass es nach drei Tagen weggeht. Die ersten Male haben wir uns noch ganz gut über den Tag gehangelt, mal dies, mal das mit Ruhepausen zwischendrin, aber mittlerweile…
    Wie ist das bei einem 13jährigen mit den Medikamenten bei chron. Migräne? In Kiel haben sie uns sehr eingeschärft auf die 10/20 Regel zu achten. Was wir auch die ganzen Jahre getan haben, schlimme Migräneattacken gab es ja bis vor kurzem nicht so viele. Jetzt habe ich hier gelesen, dass die Regel für chron. Migräne nicht gilt. Fragen über Fragen…
    Irgendwie müsste Ole mal wieder aktiv werden können, am normalen Leben teilnehmen, wenigstens teilweise, dann könnte der Schmerz auch mal in den Hintergrund treten, hoffentlich.
    Liebe Grüße Lilli13

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    Dein letzter Satz ist enorm wichtig! Ole muss auch mit Kopfschmerzen sachte aktiv bleiben, muss sich ablenken, muss am Leben teilhaben. Tut er das nicht, verkriecht er sich immer mehr, wird er zusätzlich auch noch depressiv.

    Bei jungen Kindern schlagen Triptane oft nur bedingt oder sogar gar nicht an. Das wird im Laufe der Zeit auch besser werden.

    Er könnte mal abends Vomex zum Schlafen und zur Beruhigung der überaktiven Nerven nehmen.

    Medikamentös behandelt werden sollte in der Hauptsache die Migräne. Der Spannungskopfschmerz lässt sich vielleicht auch mit Euminz und Bewegung an der frischen Luft etwas eindämmen.
    So kann er dann die Regel besser einhalten, das ist nämlich sehr wichtig.

    Bedauere nicht, dass Ihr reizarm lebt, denn wer weiß, wie früh sonst seine Migräne ausgebrochen wäre. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Bettina,
    vielen Dank für Deinen Zuspruch und Deinen Rat. : )
    Es lässt sich schon etwas besser aushalten, wenn ich lese, dass es anderen auch sehr schlecht gegangen ist, Ihr aber damit leben gelernt habt.
    Von Vomex hat Ole bisher nicht merklich profitiert, macht es trotzdem Sinn, es nochmal zu probieren? Heute kann er wieder nur Comics lesen. Beim Essen beeilt er sich total, weil ihn das Sitzen so anstrengt, jede Unterhaltung ist zu viel. Dabei möchte er unbedingt wieder in die Schule gehen, wenigstens stundenweise, aber so ist daran gar nicht zu denken. Hoffen wir also auf morgen…
    Liebe Grüße Lilli 13

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    ist Ole vom Schulunterricht freigestellt? Hm, ist eine belastende Situation. Er ist so schwach, dass ihn das Sitzen sogar anstrengt? Ist er denn sonst gesund, außerhalb der Migräne? Das hört sich doch recht „dramatisch“ an. Kann es sein, dass er überhaupt keine Kondition mehr hat, lässt sich so diese Schwäche erklären? Das Stangyl kann anfangs auch müde und schlapp machen.

    Er sollte trotz Schmerzen an die Luft, sich mehr bewegen. Vielleicht kannst Du ihn motivieren. Sonst muss erst mal die Wirkung des Stangyls abgewartet werden und ich hoffe, sie kommt bald.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Bettina,
    da habe ich mich leider zu undeutlich ausgedrückt, sorry. Oles Kondition ist soweit o.k. und er ist grundsätzlich gesund. Anstrengend ist das Sitzen, weil die Kopfschmerzen sich verstärken und die Ablenkung zu schlecht ist.
    Mit der Bewegung ist es ein Teufelskreis. Ole ist sehr bewegungsfreudig, wir haben einen Hund und wohnen am Wald, die Voraussetzungen sind da, aber…
    In den letzten Monaten lagen die Schmerzen meist bei mindestens 5. Wenn Ole sich bewegt, gehen sie meist hoch auf 7. Das ist nicht mehr gut auszuhalten und die Ablenkungsmöglichkeiten sind eingeschränkt, also bewegt er sich dann nur wenig. In Kiel hat er trotz Schmerzen am Bewegungsprogramm teilgenommen und hatte auch Spaß dabei. Ich vermute aber, dass das der Grund für die heftigeren Migräneattacken und den status migränosus war. Wir haben auch vorher schon viel ausprobiert, aber Bewegung verschlimmert. Bei nicht so starken Schmerzen nimmt Ole das in Kauf, er muss sich nach einer Weile hinlegen und dann dauert es unterschiedlich lange bis die Schmerzstärke wieder runter geht. Aber bei stärkeren Schmerzen, so wie meist in dem letzten Monaten, ist eine Verschlimmerung nicht tolerabel. Und da beißt es sich in den Schwanz. Vielleicht müssen wir einfach noch aushalten bis das Stangyl wirkt, hoffentlich tut es das.
    Ole ist nicht freigestellt von der Schule in dem Sinne, wir hoffen und probieren ja dauernd, dass er hingehen kann, aber er war seit den Herbstferien nicht mehr da. Die Schule war bisher sehr unkompliziert, toi, toi, toi, Aber es ist natürlich problematisch und verursacht uns mittlerweile auch einen gewissen Druck.

    Vielen Dank für’s Zu“hören“ und Beraten!

    Liebe Grüße Lilli 13

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    das ist ja echt schlimm, dass er auf Bewegung so stark reagiert. Das kennen ja leider doch viele, dass Bewegung Schmerzen verstärkt, wenn sie schon da sind. Verliert die Hoffnung nicht, die Prophylaxe wird hoffentlich bald wirken. Sonst gäbe es noch andere Prophylaxen, die auch Kinder gut nehmen können.

    Vomex kann er übrigens immer wieder mal testen.

    Lernt er denn parallel in der Schule mit? Wie läuft das ab? So ein Glück, dass die Schule keine Probleme macht.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
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    Liebe Lilli,

    in welcher Dosierung hat Ole denn das Vomex genommen?
    Vielleicht war diese nicht ausreichend. Jeder reagiert ja auf Medikamente unterschiedlich.

    Ich wünsche euch viel Durchhaltekraft, bis sich hoffentlich bald eine Besserung abzeichnet!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Ulrike,

    vielen Dank für Deine guten Wünsche.
    Ole hat das Vomex als Zäpfchen mit 80 mg genommen. So hatte es der Arzt gesagt. Wir werden es ev. nochmal probieren.
    Liebe Grüße
    Lilli 13

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Bettina,
    danke für Dein Verständnis, Ole ist so häufig nicht ernst genommen worden.
    Ich würde Prof. Göbel gerne noch fragen, was er von Zolmitriptan 2,5 mg als Schmerztablette und Novalginsaft als Attackenmedikation hält. Hat der Arzt hier verordnet, weil das Immigran nur die Spitzen nimmt. (Ole ist 168 cm groß und wiegt 48 kg). Kann ich das noch als zweite Frage einstellen?
    Liebe Grüße
    Lilli 13

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    ich finde es sehr nett und rücksichtsvoll von Dir, dass Du sozusagen um „Erlaubnis“ fragst. Selbstverständlich stelle diese Frage auch noch. Du kannst Deinen Beitrag editieren und die Frage nachtragen. Schaffst Du es nicht, schick mir einfach die Frage zu, oder ich ergänze sie selbst.

    Ist besser, als wieder ein neues Forum aufzumachen. So hat Prof. Göbel alles an einer Stelle.

    Ich muss leider einfach darauf achten, dass alles noch in einem halbwegs vernünftigem Rahmen bleibt und Prof. Göbel nicht bis tief in die Nacht mit den Fragen beschäftigt ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Bettina,
    ich krieg‘ es leider nicht hin. Kannst Du bitte so nett sein und es ergänzen? Ich schick Dir wenigstens den Text, dann kannst Du es kopieren. Vielen Dank.
    Liebe Grüße Lilli 13

    Als Attackenmedikation hat der Arzt hier Zolmitriptan, 2,5 mg und Novalginsaft verordnet, weil das Imigran mite nasal 10mg plus Ibuprofen 400mg nur die Schmerzspitzen nimmt. Halten Sie diesen Wechsel für sinnvoll und vertretbar für das Alter? Unser Sohn ist 168 cm groß und 48 kg schwer. Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28006

    Mach ich gerne. 🙂

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Hallo zusammen,

    wir sind auch mal wieder hier :-).
    Ole hatte für seine Verhältnisse einen echt guten Sommer 🙂 Mehrere schmerzfreie Tage am Stück, kürzere Attacken… und er konnt einige Wochen ziemlich regelmäßig die Schule besuchen 🙂
    Ich habe ein paar Mal daran gedacht, es Euch zu erzählen, da ja Einige so nett mit Ole (und mir) mitgefühlt und mich beraten haben, aber ich bin mittlerweile fast etwas abergläubisch ;-).
    Das Flunarizin, das Ole seit Mai nimmt wirkt offensichtlich, allerdings nicht so gut, dass es auf Dauer für einen regelmäßigen Schulbesuch ausreicht. Deshalb hat er vor fast 3 Wochen Botox dazu bekommen, aufgrund seines Alters (mittlerweile 14) nur 100 Einheiten. Bisher hat sich noch keine Wirkung gezeigt, im Gegenteil, er hat seit 10 Tagen wieder eine Dauermigräne bzw. eine Attacke nach der nächsten ohne Pause. Er ist auch total müde tagsüber. Ich hoffe, das gibt sich alles wieder.

    Liebe Grüße
    Lilli

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Lilli,

    schön, von dir zu hören! 🙂

    Es freut mich, daß Ole einen guten Sommer hatte und er eine zeitlang regelmäßig zur Schule konnte.

    Aber leider ist es halt oft mit der Migräne ein Auf und Ab, was natürlich für ein Kind, bzw einen Jugendlichen noch schwieriger zu handeln ist als für unserein.

    Ich wünsche euch sehr, daß Botox doch noch mehr Wirkung zeigt. Manchmal klappt das ja nicht auf Anhieb, sondern erst bei weiteren Behandlungen.

    Viele liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Lilli,

    auch ich freue mich von Euch zu hören. 🙂 Der gute Sommer war sicher sehr wichtig für Ole, nicht zuletzt auch für seine Stimmung.

    Wann hatte er denn das Botox erhalten? Nach der ersten Behandlung haben manche Probleme mit Nackenschmerzen, Attacken und Müdigkeit. Das gibt sich aber bald wieder, danach sollte dann Entspannung und gute Wirkung eintreten. Im besten Fall. Ich drück Euch die Daumen, dass es noch anschlägt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Liebe Ulrike, liebe Bettina,

    Danke für’s Mut machen und Daumen drücken. 🙂
    Wir sind ja mittlerweile – wie auch Ihr alle- unfreiwillig geübt im Abwarten 😉 Das Botox wurde vor genau drei Wochen gespritzt, die Müdigkeit wird auch schon langsam besser.
    Was mir zunehmend Sorge macht ist, dass die aktuelle Attacke schon seit 14 Tagen ohne Unterbrechung andauert, wie in den schlimmsten Zeiten. In den letzten Monaten haben die Attacken zwischen 1 und 7 Tage angedauert, d.h es ist gerade ein deutlicher Rückfall.
    Wann sollte sich denn die Wirkung des Botox spätestens zeigen, wenn es wirkt?
    Ich hoffe, Euch und Euren Köpfen geht es gut 🙂

    Liebe Grüße
    Lilli

    Ulrike
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    Liebe Lilli,

    es tut mir sehr leid, daß Ole gerade eine schlechte Phase hat.

    Trrotzdem: versucht, nach vorne zu schauen! Die Lage kann sich jederzeit auch wieder zum Positiven wenden.

    Die Frage zum Botox wird dir Bettina beantworten können, wenn es denn eine konkrete Antwort gibt. Ich vermute, daß das Einsetzen der Wirkung wie üblich 😉 sehr individuell ist.

    Alles Gute! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Lilli,

    Botox sollte jetzt wirken. Ich hoffe sehr, dass sich noch Wirkung einstellt. Gelegentlich hat man erst bei der nächsten Behandlung Erfolg, daher sollte mindestens ein zweiter Versuch drin sein, sollte es diesmal nicht wirken.

    Aber nun wartet mal in Ruhe ab, es kann durchaus noch kommen. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
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    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Ulrike, liebe Bettina,

    vielen, lieben Dank.
    Wir warten und hoffen und oft gelingt es uns auch noch die gute Laune zu behalten. An den wenigen migränefreien Tagen in den letzten Wochen, hatte ich den Eindruck Ole „lebt besonders intensiv“, als ob er auftanken wollte für die nächste Durststrecke. 🙂

    Würdet Ihr es für sinnvoll halten zu versuchen die momentane Dauerattacke mit einer Kortisoninfusion zu unterbrechen?
    Es hat in der Vergangenheit nur mäßig gut gewirkt. Ole hat in diesem Jahr 1x drei Tage im Januar eine bekommen und 1x 1Tag im Juli.

    Liebe Grüße
    Lilli

    Ulrike
    Teilnehmer
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    Liebe Lilli,

    ich habe auch schon an Kortison gedacht. Mal hören, was unsere Spezialistin 😉 dazu meint!

    Ich finde es toll, daß ihr es schafft, sicher nicht immer, aber wie du schreibst oft, bei guter Laune zu bleiben. Das heißt ja, daß bei euch allen viel mentale Stärke und sicher ein großer Zusammenhalt da ist. Das ist alles andere als selbstverständlich!

    Euch ein gutes Wochenende! 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Liebe Ulrike,

    wir sind insgesamt zu viert: mein Mann, ich, Ole und sein älterer Bruder und da bin ich sehr froh darum. Um die Stärke muss ich manchmal ringen, aber dadurch, dass wir es gemeinsam tragen, wird es erträglicher. Und durch den großen Bruder kommt einfach auch der Alltag und das Leben draußen zu uns nach Hause, das hilft auch, nicht in der Krankheit zu versinken.
    Du hast völlig recht, selbstverständlich ist das nicht und ich bin auch sehr dankbar dafür.
    Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende 🙂

    Liebe Grüße
    Lilli

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    Ihr alle leistet sehr viel, Du sicher am meisten.

    Wirkt das Kortison denn gut genug, dass die Attacke beendet werden könnte? Wenn ja, wäre nichts dagegen einzuwenden, jetzt wieder Kortison einzusetzen. Immer vorausgesetzt natürlich, der Arzt befürwortet es.

    Alles Gute für den „Kleinen“,
    Bettina

    Lilli 13
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    Liebe Bettina,

    die „Kleine“ zuhause bin inzwischen ich, mit immerhin 172cm 😉

    Das Kortison wirkt leider nicht so zuverlässig. Aber wenn es bis Montag nicht vorbei ist, rede ich nochmal mit dem Arzt.

    Vielen Dank und noch ein schönes Wochenende 🙂
    Liebe Grüße
    Lilli

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28006

    Liebe Lilli,

    mein „Kleiner“ ist inzwischen auch 192 cm groß und meine Tochter und ich sind mit ebenfalls 172 cm die Kleinen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 168

    Hallo Ihr Lieben,

    kann ich Euch wieder Mal um Euren Rat bitten?
    Ole fährt in knapp 2 Wochen mit der Schule für 8 Tage zu einer Sprachreise nach England. Er freut sich sehr, aber ich habe etwas Sorge, vor allem weil die Busfahrt dorthin 15 Stunden dauert.

    Natürlich soll er teilnehmen, das steht außer Frage. Das Programm dort ist ziemlich straff, mit Sprachschule, Ausflügen und Unterbringung in Familien. Deshalb hätte ich gerne gehabt, dass er nach England fliegt, um zu vermeiden, dass er schon fix und fertig dort ankommt. Lange Fahrten sind ein ziemlich potenter Auslöser. Aber er will partout nicht.
    In anderen Situationen würde ich denken, ok er ist 14, dann soll er es so machen, wie er will. Aber in diesem Fall denke ich, er weiß nicht wirklich, worauf er sich einlässt und ich frage mich, ob wir das als Eltern verantworten können.

    Zur Zeit hat Ole ca. 1 Attacke pro Woche und es gibt nach wie vor keine wirklich wirksame Attackenmedikation. Wir haben verschiedenes ausprobiert, aber egal was reduziert die Schmerzen nur etwas. Ole kann eine Attacke nicht abbrechen. Wenn er eine wirksame Akutmedikation hätte, hätte ich deutlich weniger Sorge.

    Neben der Migräne hat Ole Dauerkopfschmerzen, mit denen er aber fast alles trotzdem macht. Insgesamt ist seine Verfassung noch nicht sehr stabil. Nach einem Schultag mit 6 Stunden und Hausaufgaben ist er oft mit seinen Kräften am Ende.

    Wenn etwas Besonderes ist, kriegt Ole meist erstmal keine Migräne, die kommt dann hinterher oder wenn es lange andauert (z.B. während 15 Stunden Busfahrt…)
    Ich habe einfach Angst, dass eine sehr schwere Attacke ausgelöst werden könnte und ihm dann keiner helfen kann.Die Gastfamilien sind zu Unterkunft und Verpflegung verpflichtet, ob sich da jemand kümmert ist Glücksache. Im schlimmsten Fall müsste Ole ins Krankenhaus, aber auch da muss sich jemand drum kümmern und ich habe keine Ahnung wie das in englischen Krankenhäusern ist. Kortison hat er Weihnachten bekommen und Anfang Februar, d.h. er könnte keins mehr bekommen.

    Meine Sorgen habe ich Ole gegenüber natürlich nicht geäußert. Ich finde es sehr gut, dass er sich nicht unterkriegen lässt und die Fahrt mitmacht, aber ich frage mich, ob wir ihn zum Fliegen „zwingen“ müssten.

    Was meint Ihr, was ist eher zu verantworten? Lässt sich auch die schrecklichste Attacke ohne Hilfe aushalten? Was würdet Ihr Euren Kindern sagen?

    Liebe Grüße
    Lilli

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1739

    Liebe Lilli,

    eine schwierge Frage. Deinen Sohn zum Fliegen zwingen, das geht wohl kaum. Warum lehnt er den Flug ab? Weißt du das? Dahinter könnten ja auch Gründe stehen, die man vielleicht ausräumen kann.

    Die Gastfamilie steht vorab fest. Ich würde mit ihr telefonieren. Damit tutst du nicht nur deinem Sohn, sondern auch der Familie etwas Gutes, die im Falle des Falles überfordert sein könnte.

    Für einen allfälligen Spitalsbesuch würde ich Ole einen auf Englisch verfassten Arztbrief mit einer Diagnose und einer Handlungsempfehlung seitens eures Arztes mitgeben.

    Für mich klingt das gesamte Reiseprojekt nach einer ziemlichen Zähnezusammenbeißgeschichte mit vielen Unsicherheiten.

    Lieben Gruß
    Regenbogen

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