Medikamentenpause Jana

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  • Bettina Frank – Admin
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    Liebe Jana,

    wirklich toll, dass Du es schon so lange durchgehalten hast.

    Mit Vomex, Trimipramin und Kühlen komme ich da gerade nicht mehr weiter.
    Gibt es noch irgendwas was ich tun kann?

    Frag doch mal den Arzt, ob Du noch einmalig (!) Kortison nehmen kannst. Einfach, damit dieser Mist mal stoppt. Vielleicht klappt es ja, sonst stellt sich halt die Frage, ob man diese Pause auch mal als beendet bezeichnet. 😉 Wobei halt auch die Diagnose chronische Migräne durch die lange Pause gestellt werden könnte. Ach, Du tust mir grad richtig leid.

    Wie handhabst du das mit Vomex, Trimipramin und Kühlung? Habe auch alles 3 im Haus, weiß aber noch immer nicht so genau, wie ich die Trimipramin-Tropfen am besten einsetze (Einnahmezeitpunkt, Dosierung, kombiniert oder zeitlich getrennt vom Vomex…). Hast du da Tips für mich?

    Liebe Katrin, Trimipramin wird abends eingesetzt. Man schläft dann gut, es kann auch die Attacken eindämmen. Vomex kann man noch dazunehmen, würde es aber erst mal einzeln testen.

    Liebe Grüße
    Bettina und gute Besserung in die Runde.

    Janana
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    Liebe Katrin,

    danke für deine lieben Worte! Es tut mir sehr Leid, dass es dir auch so schlecht geht! Ich befürchte, so wirklich helfen kann ich dir leider auch nicht 🙁 Aber ich berichte einfach mal, wie ich es mache.

    Also ich experimentiere schon seit Jahren immer mal wieder mit Vomex und das scheint bei mir leider, trotz meines eher geringen Körpergewichts vergleichsweise (laut Arzt), eine eher schwache Wirkung zu haben.
    An Tagen, an denen ich schon mit Migräne aufwache und weiß, dass es eine starke Attacke wird bringt es mich am sichersten über den Tag, wenn ich über den Tag verteilt 4x 100mg nehme. Habe ich auch vor der Medikamentenpause am Wochenende ab und zu mal gemacht um Medikamententage zu sparen.

    Um mich mal wirklich „abzuschießen“ muss ich es allerdings höher dosieren, dann komme ich mit den 400mg aber nicht mehr über den ganzen Tag, weil die Wirkung bei mir trotzdem recht schnell wieder nachlässt und das Erbrechen dann auch wieder einsetzt, wenn ich nichts nachnehme.
    Andere reagieren aber wohl auf weniger schon deutlich stärker, ich glaube das muss man vorsichtig ausprobieren.

    Trimipramin-Tropfen nehme ich erst seit ein paar Wochen, dafür jetzt jeden Abend (und nicht nur bei Bedarf). Ich musste es langsam hochdosieren, ich weiß leider nicht, wie das ist, wenn man es nur bei Bedarf mal nimmt. Mich macht es Abends angenehm müde und lässt mich zumindest bei leichteren Attacken auch ganz gut schlafen.

    Zu MCP kann ich leider nicht viel sagen. Außer dass es mir extremen Schwindel beschert hat das Zeug bei mir gar keine Wirkung.

    Fühl dich mal lieb gedrückt und halt durch 😉

    Liebe Bettina,

    der nette Anrufbeantworter meines Arztes hat mir heute morgen erzählt, dass die Praxis krankheitsbedingt leider geschlossen ist.

    Also konnte ich wegen Kortison noch nichts erfragen. Ich glaube aber leider auch nicht, dass mein Arzt davon im Moment viel hält. Wäre die Pause damit dann aber nicht auch irgendwie „beendet“?

    Vielleicht klappt es ja, sonst stellt sich halt die Frage, ob man diese Pause auch mal als beendet bezeichnet. ? Wobei halt auch die Diagnose chronische Migräne durch die lange Pause gestellt werden könnte.

    Genau das ist das Problem 🙁 Mir wäre gerade nichts lieber, als die Pause als beendet anzusehen. Mein Arzt hält es aber offenbar für relativ wichtig, dass ich die acht Wochen durchziehe um dann die Diagnose chronische Migräne stellen zu können. Und da ich mal davon ausegehe, dass er mich nicht einfach nur gerne quälen möchte ;), hat das wohl seinen Grund.

    Ich bin zwar immer noch nicht überzeugt, dass die Diagnose nu so wichtig wäre (irgendwie will ich sie eigentlich auch gar nicht haben, glaube ich). Aber es wären jetzt „nur“ noch zwei weitere Wochen. Wenn ich jetzt abbreche, müsste ich dafür ja irgendwann ganz von Vorne anfangen und das tu ich in absehbarer Zeit sicher nicht.

    Aber im Moment sind die zwei Wochen absolut unvorstellbar, ich kämpfe grad schon mit jeder weiteren Stunde. Es fehlt einfach gerade die Kraft die Schmerzen noch weiter zu ertragen.

    Aber noch hangle ich mich von Stunde zu Stunde weiter 😉

    Liebe Grüße
    Jana

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28676

    Liebe Jana,

    Also konnte ich wegen Kortison noch nichts erfragen. Ich glaube aber leider auch nicht, dass mein Arzt davon im Moment viel hält. Wäre die Pause damit dann aber nicht auch irgendwie „beendet“?

    Nein, die Pause wird durch Kortison nicht beendet. Man nimmt es ja anfangs sogar begleitend.

    Mein Arzt hält es aber offenbar für relativ wichtig, dass ich die acht Wochen durchziehe um dann die Diagnose chronische Migräne stellen zu können. Und da ich mal davon ausegehe, dass er mich nicht einfach nur gerne quälen möchte ;), hat das wohl seinen Grund.

    Ich bin zwar immer noch nicht überzeugt, dass die Diagnose nu so wichtig wäre (irgendwie will ich sie eigentlich auch gar nicht haben, glaube ich). Aber es wären jetzt „nur“ noch zw

    Ganz sicher will Dein Arzt Dich nicht quälen. 😉 Und für die sichere Diagnose werden in aller Regel eben diese acht Wochen ohne Schmerzmittel angesetzt. Wenn Du noch irgendwie durchhalten könntest, kann die Diagnose gestellt werden und man ist dann ganz sicher, dass kein MÜK mehr besteht.

    Die Diagnose chronische Migräne ist wichtig, um gewisse Therapiemöglichkeiten vor den Kassen rechtfertigen zu können. Aber auch für Dich und weitere behandelnde Ärzte ist eine exakte Diagnose hilfreich und wichtig.

    Es fehlt einfach gerade die Kraft die Schmerzen noch weiter zu ertragen.

    Ich kanns Dir so nachfühlen … 🙁

    Alles Gute,
    Bettina

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4685

    Liebe Jana,

    eigentlich ist alles gesagt. Nichtsdestotrotz möchte ich dich ermutigen, die letzen 14 Tage noch durchzustehen. Du warst bisher so tapfer.Du schaffst auch die letzten 14 Tage.

    Es wäre wirklich schade, wenn du die Prozedur ein anders Mal wiederholen müßtest. Ohne diese Diagnose bekommst du eben U.U. auch nicht die erforderlichen Mittel, die es nur bei chronischer Migräne gibt. Das würde dich in Zukunft mehr treffen. Wenn es ganz schlimm kommt, dann schreib hier einfach ein wenig. Mir hat auch das beim Durchhalten geholfen.

    Eine chronische Migräne muss man nicht ein Leben lang haben. Es kann durchaus sein, dass die Häufigkeit der Anfälle abnimmt, und die chronische Migräne zu einer normalen Migräne wird. Also keine Angst vor der Diagnose.

    Alles Liebe
    Sternchen

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5824

    Liebe Jana,

    könntest du dir nicht bei einem anderen Arzt ein Rezept über Kortison ausstellen lassen? Wenn du dort kurz deine Situation schilderst, wäre das vielleicht möglich. Und dir wäre evtl. viel geholfen, denn das Kortison kann Ruhe in den Kopf bringen und dir wieder ein wenig Luft verschaffen.

    Oder falls dein Arzt die Praxis wieder öffnet, einfach einen Ausdruck mitnehmen, dass Kortison in solchen Fällen gut helfen kann. Hast du das Buch von Prof. Göbel „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“? Das hatte ich mal mit zu einem Hausarzt mitgenommen, um Überzeugungsarbeit leisten zu können. Es war dann allerdings gar nicht nötig. Und du vermutest ja auch nur, dass er von Kortison nichts hält. Vielleicht klappt´s ja doch!

    Lieber Gruß
    Heika

    Janana
    Teilnehmer
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    Danke euch für die lieben Worte! Da kommen mir doch gleich die Tränen. Dann werde ich irgendwie versuchen noch weiter durchzuhalten, scheint ja schon sinnvoll zu sein, die acht Wochen dann auch zu erreichen, wenn ich jetzt schon so weit bin.

    Eine chronische Migräne muss man nicht ein Leben lang haben. Es kann durchaus sein, dass die Häufigkeit der Anfälle abnimmt, und die chronische Migräne zu einer normalen Migräne wird. Also keine Angst vor der Diagnose.

    Irgendwie habe ich wirklich Angst vor der Diagnose, chronische Migräne klingt so dauerhaft und weitaus schlimmer als „normale Migräne“, aber damit beschäftige ich mich dann wenn es soweit kommen sollte. 😉

    Liebe Heika,

    könntest du dir nicht bei einem anderen Arzt ein Rezept über Kortison ausstellen lassen? Wenn du dort kurz deine Situation schilderst, wäre das vielleicht möglich

    Ich hätte mich mit viel Wartezeit in die „Vertretungspraxis“ setzen können, danach war mir heute aber wirklich nicht. Außerdem möchte ich jetzt eigentlich auch ungern zu einem anderen Arzt.

    Habe mich, glaube ich, auch schlecht ausgedrückt. Mein Arzt hält durchaus was von Kortison, achtet aber auch sehr darauf es nicht zu oft einzusetzen und ich hatte es zu Beginn der Medikamentenpause ja schon und ein paar Wochen davor auch schon mal, weil es nicht anders ging.

    Ganz liebe Grüße
    Jana

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5824

    Liebe Jana,

    in diesem Fall hat dein Arzt auf jeden Fall recht und du vermutest wahrscheinlich ziemlich richtig, dass er einer erneuten Einnahme von Kortison zum heutigen Zeitpunkt kritisch gegenüber stehen würde. Was durchaus für deinen Arzt spricht.

    Ich hatte frühere Beiträge nicht nachgelesen gehabt, dann hätte ich wohl besser kombiniert.

    Von Herzen wünsche ich dir, dass du die zwei Wochen auch noch packst!
    Du könntest dir den Endspurt hilfreich bildlich vor Augen malen: Nimm ein Blatt, mal 14 Kästchen drauf und hake jeden Tag am Abend eines ab. Und das mit ganz viel Stolz!!

    Alles Gute! Und viel Nerv, viel Kraft, viel Mut!

    Lieber Gruß
    Heika

    Janana
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Guten Morgen,

    ich habe meinen Arzt tatsächlich gleich um 8 ans Telefon gekriegt, da er zwar wieder da ist, aber seine Termine wohl vorsorglich alle schon mal abgesagt wurden, sodass er jetzt Zeit hat 😀

    Naja kaum hatte ich ihn am Telefon bin ich in Tränen ausgebrochen. Das ist eigentlich so gar nicht meine Art, ich bin normalerweise eher ein sehr lebensfroher und optimistischer Mensch. Das hat ihn wohl auch etwas erschrocken, sodass er knapp 20 Minuten mit mir geredet hat, obwohl er sonst nicht gerade kommunikativ ist.

    Er meint, er würde mir so gerne was geben, was mir die Schmerzen nimmt, er kann mir aber eben nichts mehr geben und weiß als Arzt, dass es falsch wäre mich die Pause jetzt beenden zu lassen. Auch wenn es ihm so echt schwer fällt mich drängen zu müssen, weiter durchzuhalten.

    Wir brauchen die klare Diagnose eben um mehr Behandlungsspielraum zu haben (das hattet ihr mir ja auch inzwischen schon schön erklärt 🙂 ) und dann werden wir alles daran setzen mir wieder mehr Schmerzfreiheit zu verschaffen.