Medikamentenpause Jana

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  • Janana
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    Liebe Heika,

    Doch da ich meine Attacken auch bekomme, wenn ich still und einsam nur auf dem Sofa sitze ? , möchte ich wenigstens in den guten Zeiten LEBEN.

    Ohjaaa, ich will die guten Zeiten auch wenigstens nutzen. Sind sowieso so wenige Moment in letzter Zeit.

    Danke auch dir liebes Sternchen, wie lieb, dass du dich so für mich freust 🙂 aufgeben ist jetzt auch nicht mehr, dafür habe ich jetzt schon zulange durchgehalten.

    Trotzdem wäre es sooo schön, wenn mal wieder etwas mehr Ruhe reinkommen würde. Ich vermisse die Attacken von früher, als sie irgendwie noch klar abgrenzbar waren mit Anfang und Ende. Inzwischen geht alles so ineinander über, da weiß ich gar nicht mehr, ob es immer eine Attacke oder immer neue sind.

    Gestern hatte ich wieder Spaß mit so einer blöden Aura (und meiner damit verbundenen noch blöderen Handlungsunfähigkeit). Habe noch überlegt, ob mein Laptop plötzlich bunt flackert (Nein, tut er natürlich nicht :D), aber auf die Idee schnell Vomex oder die Ondansetron-Schmelztabletten zu nehmen, die jetzt ja auch überall rumliegen, bin ich wieder nicht gekommen.

    Ich verstehs einfach nicht. Ich weiß doch, dass das Erbrechen schon während einer Aura bei mir innerhalb von ein paar Minuten einsetzt und bin sonst auch während der stärksten Attacke halbwegs „handlungsfähig“, aber während einer Aura bin ich von Beginn an zu blöd, irgendwas zu nehmen.

    Kaum war die Aura vorbei, kamen die Schmerzen so schnell und extrem, dass es mich völlig umgehauen hat.
    Meine Handlungsunfähigkeit ärgert mich, vielleicht hätte ichs mit rechtzeitigem Sedieren noch etwas abfangen können. Hat mich nu heute einen Termin mit meiner Dozentin gekostet, den ich absagen musste, aber was solls. Lies sich nicht ändern.

    Ganz liebe Grüße
    Jana

    Janana
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    Noch 9 Tage! Bin immerhin schon mal im einstelligen Bereich angekommen 🙂 Habe am 27. dann auch gleich noch einen „Und wie geht’s nu weiter“-Termin bei meinem Neurologen 😉 Irgendwie ist die Freude darüber heute aber getrübt, ich komme gegen die Schmerzen im Moment einfach nicht mehr an. Es gibt kurze Momente, die etwas besser sind und dann haut es mich immer gleich wieder voll um.

    Vorhin hab ich mit meiner Mitte 80-jährigen Oma telefoniert, die mir ne Stunde lange erzählt hat, was sie die Woche über alles gemacht hat. Ich liebe meine Oma und es freut mich wirklich von Herzen, dass die noch so fit und nur unterwegs ist. Die Erkenntnis, dass mein absolutes Wochenhighlight ne halbe Stunde Tango war und ich sonst (fast) alles andere, was ich mir überhaupt noch vorgenommen hatte (und das war schon verdammt wenig) abgesagt habe, war dann aber doch irgendwie hart.

    Die 9 Tage muss ich jetzt noch irgendwie schaffen, aber selbst wenn ich meine Triptane wieder habe will ichs ja nicht gleich wieder übertreiben. Also bleiben (wenn ich mich ordentlich an die 10/20-Regel halte) ja auch dann noch so verdammt viele unbehandelte Migränetage im Monat.
    Also bleiben mir dann (bei ca. 28 Migränetagen im Monat) ja 1/3 des Monats jeweils mit Triptanen und fast 2/3 des Monats, die ich sowieso schon mal nicht zu gebrauchen bin, entweder sediert oder „unsediert“ von den unbehandelten Attacken außer Gefecht gesetzt?! Die Aussichten begeistern mich grad auch nicht so richtig.

    Also bleibt wohl nur die Hoffnung wirksame Prophylaxen zu finden. Ich würde gerne mehr machen können, um die Situation selber zu verbessern, aber ich weiß nicht so richtig was 🙁 .Für unglaublich viel Ruhe sorge ich ja inzwischen (gezwungenermaßen) schon, regelmäßige Mahlzeiten sowieso, autogenes Training, Bewegung wann immer es geht,…
    Mein Stundenplan für das kommende Semester ist unglaublich „vernünftig“ 😉 Schön regelmäßig, Pausen,…

    Regelmäßiger guter Schlaf ist das einzige, was gerade so gar nicht klappt, weil die Migräne mich grundsätzlich vom Schlafen abhält trotz Trimipramin. Werde heute nochmal versuchen mit einer Dröhnung Vomex dann wenigstens einigermaßen über die Nacht zu kommen.

    Und wenn ich irgendwann mal wieder einen wirklich schmerzfreien Moment haben sollte kommt auch mein Optimismus ganz schnell wieder, das weiß ich zum Glück 🙂 Immerhin freue ich mich über die kalte klare Luft, die heute durchs Fenster kommt.

    Ganz liebe Grüße und einen hoffentlich schmerzfreien Abend wünsche ich euch!

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Jana,

    Du bist sehr tapfer und hast es bald überstanden. 🙂

    Also bleibt wohl nur die Hoffnung wirksame Prophylaxen zu finden

    Ganz genau, das ist der Plan und das nächste Ziel. Ohne Prophylaxen käme ich auch nicht über die Runden. Vielleicht wirst Du einiges testen müssen, aber das Dranbleiben lohnt. Dann hängst Du Deine liebe Omi bald wieder ab. 😉 😀

    Regelmäßiger guter Schlaf ist das einzige, was gerade so gar nicht klappt, weil die Migräne mich grundsätzlich vom Schlafen abhält trotz Trimipramin. Werde heute nochmal versuchen mit einer Dröhnung Vomex dann wenigstens einigermaßen über die Nacht zu kommen.

    Guter Schlaf ist wichtig. Eventuell ist Trimipramin noch zu niedrig dosiert? Sonst klappt es heute vielleicht gut mit Vomex. Ich wünsche es Dir.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Janana
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    Liebe Bettina,

    danke 🙂

    Ganz genau, das ist der Plan und das nächste Ziel. Ohne Prophylaxen käme ich auch nicht über die Runden. Vielleicht wirst Du einiges testen müssen, aber das Dranbleiben lohnt. Dann hängst Du Deine liebe Omi bald wieder ab. ? ?

    Und mit Prophylaxen kommst du über die Runden? Darf ich das fragen? 😉
    Ich glaube allerdings meine aktive migränefreie Familie werde ich nie mehr abhängen und meine Oma noch am wenigsten 😀 Aber wenigstens etwas mehr muss wieder möglich sein.

    Guter Schlaf ist wichtig. Eventuell ist Trimipramin noch zu niedrig dosiert? Sonst klappt es heute vielleicht gut mit Vomex. Ich wünsche es Dir.

    Ich bin inzwischen bei 50mg angekommen und soll da laut Arzt eigentlich auch bleiben. Konnte früher aber auch schon nicht mal bei leichten Attacken schlafen. Bei leichten Schmerzen klappt das mit Trimipramin ganz gut. Bei stärkeren Attacken allerdings gar nicht.

    Neue Nacht, neues Glück 😉
    Schlaft gut!

    Jana

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Liebe Jana,

    dann heute noch Vomex dazu, damit es hoffentlich gut klappt mit dem Schlaf.

    Und mit Prophylaxen kommst du über die Runden? Darf ich das fragen? ?

    Ja klar darfst Du fragen. Normalerweise klappt es gut, im Moment eher nicht ganz so. 😉 Ich schiebs mal aufs Wetter, einer muss ja schuld haben. 😀

    Liebe Grüße
    Bettina

    Janana
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    Ich beschuldige das Wetter auch gerne. Jetzt ist es allerdings wieder schön kalt, das ist eigentlich „mein“ Wetter. Spanischer Sommer oder „richtiger“ deutscher Winter waren zumindest mal die Jahreszeiten in denen es mir am besten ging.

    Meine liebe Oma erzählte mir vorhin auch noch fröhlich, dass sie einen „Kopftee gegen Wetterwechsel“ gesehen hätte, ob ich den haben will. Damit hat sie mich dann doch zum Lachen gebracht. Ob das Wetter dann wohl aufhört sich zu ändern, wenn man den trinkt? 😉 😀
    Habe es aber dankend abgelehnt, da ich in meinem ganzen Leben gar nicht soviel Tee trinken kann, wie meine Oma mir andrehen will. Und wofür oder gegen er nun auch sein soll interessiert meinen Kopf schließlich sowieso nicht und das Wetter lässt sich wohl auch eher weniger vom Tee beeinflussen. 😀

    Janana
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    Guten Abend ihr Lieben,

    meine acht Wochen Medikamentenpause nähern sich zum Glück langsam aber sicher dem Ende. Meine freie Zeit aber demnächst auch und nu bin ich am Überlegen, wie es dann überhaupt weitergehen soll (und kann).
    Da ich die letzte Zeit über „Ferien“ hatte, konnte ich recht spontan entscheiden, was geht und was nicht geht. Und die wenigen festgeplanten Sachen musste ich ziemlich komplett absagen, weil da immer gerade gar nichts ging. Ich hoffe ja darauf irgendwann mit meinem Neurologen wirksame Prophylaxen zu finden, aber ich gehe jetzt mal nicht von einem Wunder aus. Also wird sich zumindest in nächster Zeit an Attackenstärke und -häufigkeit wohl eher nichts ändern (auch wenn ich weiß, dass man das nicht sicher voraus sagen kann).

    Die 10 Medikamententage will ich auf keinen Fall wieder überschreiten, aber somit werden dann ja immer noch einige unbehandelte Attacken bleiben und höchstwahrscheinlich nicht nur leichte und auch nicht nur an den Wochenenden oder zu „passenden“ Zeiten.
    Wie kombiniert man denn Alltag mit starken (unbehandelten) Attacken?

    Als Studentin habe ich ja noch das Glück, vergleichsweise flexibel zu sein, habe inzwischen aber dann eigentlih auch nur noch Seminare mit vielen Präsentationen an der Uni, in denen ich natürlich leistungsfähig auch auftauchen muss und jetzt wurde mir überraschenderweise auch mein alter Werkstudentenjob wieder angeboten, in dem Unternehmen, in dem ich vor meinem Auslandsjahr schon gearbeitet habe.
    Bis Montag muss ich mich entscheiden, ob ich den wieder annehme. Ich habe den Job immer super gerne gemacht und würde ihn auch ohne zu zögern am Liebsten sofort wieder annehmen.
    Aber irgendwie bin ich echt planlos gerade. Einerseits muss es ja weitergehen, ich möchte auch mit 23 mein Leben nicht schon komplett einschränken, andererseits habe ich echt gerade keine Ahnung, wie ich mit starken unbehandelten Attacken arbeiten und zur Uni gehen soll.
    Es kann aber doch nicht sein, dass ich mich quasi entscheiden muss entweder die 10 Medikamententage wieder völlig zu übersteigen oder mein Leben eigentlich komplett aufs Eis legen zu müssen. Oder doch? 🙁

    Dazu hatte ich gerade noch das Vergnügen mir von meiner Familie am Telefon anzuhören, dass ich ja selbst Schuld sei, dass es mir nicht besser gehen kann, wenn ich schließlich zu doof zum Schlafen sei und meinen Schlafrhymus damit immer wieder durcheinander bringe.

    Ich habe gerade wieder 2 1/2 Tage höllische Schmerzen und Erbrechen ohne Schlaf hinter mir. Ist mir auch ein Rätsel wie man da schlafen soll. Auch wenn mir nichts lieber wäre als einen Teil der Attacke zu verschlafen.
    Geht es euch da anders? Schlaft ihr während einer starken Attacke? Und wenn ja wie?

    Dass regelmäßiger Schlaf super wichtig ist, weiß ich und versuche auch so gut es geht darauf zu achten. Schlafe normalerweise auch gut und gerne 😀 Aber Migräne und Schlaf geht einfach nicht. Dank Trimipramin kann ich mit leichteren Attacken inzwischen meistens Schlafen, bei starken ist da aber keine Chance und wenn ich das Zeugs nichtmal im Magen behalte, weil die Attacke mit Erbrechen schon voll da ist, dann kann es ja sowieso auch gar nicht wirken.

    Liebe Grüße
    Jana

    sternchen
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